Jung Großeltern werden

    • (1) 29.07.19 - 00:43
      0043

      Hallo.
      Wir haben unser ältestes Kind geplant mit Anfang 20 bekommen. Nun sind wir bald Eltern von 6 Kindern und Großeltern von einem Kleinkind. Unser Enkelkind ist ungeplant kurz nach dem Schulabschluss entstanden. Wir selbst bekommen zum Jahresende noch ein Baby. Die anderen Kinder sind alle bewusst ein paar Jährchen auseinander, wir selbst sind also noch voll drin ;-)
      Wir lieben unser Enkelkind sehr und haben ein gutes Verhältnis. Sehen uns regelmäßig, unternehmen was, passen auf,... Trotzdem empfinden wir anders, als unseren Kindern gegenüber. Es gibt Tage, da sind wir auch mal einfach froh, nur mit unseren noch daheim lebenden Kindern daheim zu sein. Mal als Beispiel.
      Ich habe einige ältere Freundinnen, die total entsetzt waren als sie das hörten. Sie könnten ihre Enkelkinder jeden Tag haben und lieben sie exakt auf die gleiche Weise wie die eigenen Kinder. Natürlich, sie alle haben keine kleinen Kinder mehr. Eine davon einen fast volljährigen Teenie.
      Manchmal fühle ich mich schlecht und frage mich, ob wir etwas falsch machen.
      Meine eigene Mutter,mit der ich mich so darüber nicht unterhalten habe, sagte als wir ihr vom Baby erzählten nur, ohje. Als Großeltern nochmal Eltern werden..
      Auf der anderen Seite freut sie sich sehr für meine gleichaltrige beste Freundin, die gerade das erste Kind bekommt, und sagt zu ihr, du hast ja noch ein paar Jahre für Geschwister #kratz
      Gibt es hier noch andere Großeltern, die selbst noch jüngere Kinder haben oder in der Familienplanung stecken? Irgendwie beschäftigt mich das echt.
      Letzte Woche wurde ich für die Mutter meines Enkelkindes gehalten. Da wurde gefragt, ob es sich schon aufs Geschwisterchen freut. Ach, sie sind die Oma? Und schwanger? Wow #schock

      GLG

      • (2) 29.07.19 - 01:15

        Hab zwar selber keine Erfahrung damit.
        Aber muss mal fragen, wie alt ist denn dein ältestes Kind und du selbst?
        Finde daran überhaupt nichts verwerfliches das du selbst schwanger wirst und eben Oma wirst. Klar wird man so jung für die Mutter des Kindes gehalten, aber muss sagen ich fände das als Enkelkind viel viel cooler so ne junge Oma zu haben. Und deine Kinder sind da auch bestimmt froh drüber.
        Stell mir das sicherlich manchmal nicht einfach vor.
        Jedoch würde ich das nicht so mit andren (gleichaltrige freunde) etc. vergleichen. Für euch wird es genau richtig so sein, und das ist gut so! :)

        (3) 29.07.19 - 01:21

        Zwei meiner Nichten sind älter als ich und zwei weitere sind nur 2 bzw. 5 Jahre jünger als ich. Ist doch total egal. Meine Schwester fand es allerdings auch nicht sehr lustig damals, als meine Mama mit mir schwanger war.
        Dann besaß sie auch noch die Frechheit meine zwei Jahre jüngere Schwester zu bekommen😂.

        Leider sind meine Nichte und Schwester nur ein paar Tage auseinander. Meine Schwester war damals wohl sehr erbost, dass die Oma nicht zur Geburt anreisen konnte.

        Du führst dein Leben und andere ihres. Lass dir ein dickeres Fell wachsen.

        (4) 29.07.19 - 05:03

        Naja, es ist bei euch eben nicht gerade die klassische Variante mit Großeltern in Rente, wo die Kinder seit 10 bis 15 Jahren aus dem Haus sind und jetzt endlich mal wieder ein Baby in der Familie ist.

        Ihr seid selbst noch mitten in der Baby-und Kinderphase, ihr steht vermutlich noch im Berufsleben und wenn ihr euer Enkelkind nach einem Tag betüddeln wieder abgebt, kehrt ihr eben nicht zurück zum ruhigen Haushalt ohne Kinder. Ist doch klar, dass ihr euer Enkelkind liebt, es aber trotzdem anders wahrnehmt als die "traditionellen" Großeltern.

        Ich würde da mit anderen gar nicht so groß drüber sprechen. Geht doch keinen was an. Es fällt vielen Leuten eben schwer, sich in etwas hinein zu versetzen, was sie so gar nicht kennen. Und sie haben auch Probleme damit Dinge zu akzeptieren, die zwar keinem schaden, bei denen sie selbst aber sagen würden, "ist nicht mein Modell".

        Lebt euer Leben und lasst euch nicht rein quatschen.

      • (5) 29.07.19 - 05:21

        Hallo und herzlichen Glückwunsch zum Kindersegen!

        Bei uns ist die Konstellation vielleicht noch etwas krasser, da ich sehr jung und sehr spät Kinder bekommen habe. Meine großen Töchter haben selbst schon Kinder und eben auch noch eine kleine Schwester.

        Manchmal schlägt das Leben seltsame Kapriolen.

        Ich finde es übrigens völlig normal, dass das Verhältnis zu den Enkelkindern anders ist, als zu den eigenen. Wieviel man sich kümmern kann und möchte hängt von mehreren Faktoren ab, zum Beispiel ob ihr noch im Erwerbsleben steht oder nicht.

        Eigene kleine Kinder spielen natürlich auch eine Rolle. Das hat mit fehlender Liebe nichts zu tun. Umgekehrt entwickeln sich auch starke und gute Bindungen zwischen Tante und Nichten/Neffen und die kleine liebt die großen Geschwister sehr.

        Klar, es ist nicht Mainstream, aber so ist es halt.

        Kennt ihr das Buch „Hier kommt Lola“ von Isabel Abedi?

        Ich wünsche euch weiterhin viel Spaß mit eurer großen und lebendigen Familie.!

        • Hallo,
          ich kann bei diesem Thema überhaupt nicht mitreden. Aber das Buch oder auch der Film "Hier kommt Lola" ist einfach super schön ❤️👍

      (7) 29.07.19 - 05:55

      Hallo

      Dein Leben ist so richtig wie es ist!

      Es gibt einen Unterschied ob man schon jahre "fertig" ist mit den eigenen Kindern und eeeeeendlich ein Enkelkind bekommt, betütteln kann und in der oma Rolle voll auf geht..
      Du hast selbst noch kinder zuhause und bist noch voll in der Mama Phase.

      Ich habe meine große Tochter sehr früh bekommen. Sie ist 15 und ich 32.
      Unser kleinster kam mit 1 Jahr und ist 3,5. Für mich kommen keine weiteren kinder in frage. Meiner große ist in 5 Jahren 20. Der kleine fast 9.

      Ich persönlich möchte kein Enkelkind und eigenes kleines Kind. Aber das bin ICH. Menschen sind verschieden und das ist auch gut so.

      • (8) 29.07.19 - 12:02

        So geplant oder gedacht haben wir uns das auch nicht. Aber nur weil unser Kind kurz nach der Volljährigkeit ungeplant zur Elternschaft kommt, konnten wir beim besten Willen nicht alle unsere Pläne auf Eis legen und einen auf „Großeltern“ machen.
        Genau diese Erkenntnis hatte auch unser Kind, nachdem es erst den Gedanken ein Geschwisterkind zu bekommen komisch fand.

        • (9) 29.07.19 - 12:54

          Darf man ja auch komisch finden. Einfach weil es nicht die Regel oder Norm ist. Aber das spielt keine Rolle.
          Das Leben geht unterschiedliche Wege.
          Alles ist möglich. Das ist gut so.
          Ich kann im Übrigen kein bisschen mitreden. Meine Eltern haben keinen Nachzügler bekommen und ich war bereits 30 beim ersten Kind und meine Mama in den Wechseljahren. 🤣 Aber möglich wäre es bei uns auch gewesen rein vom Alter.

          Ich bin also jung Mutter und kenne weder das eine noch das andere. Aber ich finde es eher komisch das man dir ankreidet für dein eigenes kind anders zu empfinden als für dein Enkelkind. Ich bin mir sicher das es ein unterschied ist.

          Meine Kinder werden von beiden Seiten der Großeltern geliebt. Wor sind eine sehr enge Familie. Wir lieben uns verstehen uns und sind familiär. Aber das ist doch was anderes als die eigenen Kinder.
          Ich habe eine wahnsinnig enge Freundin. Unsere Kinder sind im selben Alter. Ich sehe ihre Kinder mehrmals die Woche. Ich sehe sie aufwachsen. Und ja ich liebe ihre Kinder auf eine Art und Weise. Aber nicht auf dieselbe woe meine eigenen.

    (10) 29.07.19 - 07:19

    Mein Mann hat einen Onkel, der gerade 1 Jahr älter ist. Mein Schwager ist sogar 2 Jahre älter, als der Onkel.
    Unser Sohn und Tochter seines Onkel sind ziemlich genau gleich alt.
    Wir finden das immer sehr witzig, wie die Leute schauen, wenn wir das erklären.
    Mach dir mal da keinen Kopf.
    Und das du bei eigenen Kindern im Haus auch mal froh bist, wenn die Enkelin nicht auch noch da ist, find ich mehr als verständlich.

    (11) 29.07.19 - 08:20

    Hallo.

    Ich würde mir keine Gedanken über das machen, was andere Leute denken könnten.

    Meine Mama war damals 11 Jahre mit meinem großen Bruder und mir alleinerziehend, als sie ihren jetzigen Mann kennenlernte. Als ich 15 war, bekamen die Beiden ihr gemeinsames Kind. Wenn ich dann mal mit ihm unterwegs war, dachten alle, es wäre meins. Das war mir dann doch etwas unangenehm und habe es zunächst verweigert mit ihm als Baby spazieren zu gehen 😂 der Mann meiner Mama, den ich dann irgendwann als ich 18 war, Papa genannt habe, hat eine Schwester, die in meinem Alter ist. Es ist dennoch komisch für mich, sie als Tante zu bezeichnen. Und wenn man mal unterwegs war und gesagt hat, dass es die Tante ist, waren die Leute verwirrt.

    Meine Eltern sind beide 52. Sie haben keine eigenen kleinen Kinder, sind aber Bereitschaftspflegeeltern und haben meist 2 kleine Kinder. Zur Zeit einen knapp 2 jährigen und ein Baby von 2 Wochen. Da gibt es dann auch schon mal Blicke, wenn wir alle unterwegs sind, meine Kids Oma und Opa rufen und die dann ihre kleinen Kinder auf dem Arm haben. Wobei es auch schon vorkam, dass viele denken, dass es alle meine sind.....

    Ich würde mir da keine Gedanken an deiner Stelle machen. Genieß dein Glück. Du musst es vor keinem rechtfertigen. Und dass die Gefühle fürs eigene Kind anders sind, ist doch völlig normal. Und auch dass du Die Zeit auch mal alleine mit deinen Kindern verbringen möchtest. Kann ich verstehen.

    Meine Eltern haben aufgrund der Pflegekinder keine Zeit für meine. Das hat mich am Anfang sehr traurig gemacht. Aber ich kann es nicht ändern und werfe es meinen Eltern auch nicht vor. Sie haben sich dazu entschieden und das akzeptiere ich.

    VG

    (12) 29.07.19 - 09:11

    Man kann auch aus allem ein Problem machen. Dabei meine ich nicht Dich, sondern "die Leute". Es geht doch kein Schw*** was an, welche Kinder zu welchen Zeiten bei wem kommen. Ist Sache der Eltern und fertig.
    Ich liebe meine Enkelin wirklich über alles, aber jeden Tag muss ich sie wirklich nicht haben. Als Baby nicht und heute als Pubi auch nicht.
    Ich hätte auch sehr jung Oma werden können, bekam meinen Sohn ja schon mit 18. Aber da ich immer voll berufstätig war, hätte ich nie Enkel dauerbetüdeln können.
    Ach ja, als meine Enkelin noch in der Kita war, wurde ich auch schon für die Mama gehalten beim Abholen.....ich lachte bloß, stellte es richtig - und nahm es als Kompliment, fertig.
    Hör auf, Dir darüber Gedanken zu machen und genieß Kinder und Enkel je nach Lust und Laune #herzlich
    LG Moni

    (13) 29.07.19 - 11:03

    Hallo,

    freu dich doch, dass du für die Mutter deines Enkelkindes gehalten wirst und nicht für die Oma. Dann passiert dir das sicher auch bei deinem eigenen Baby. ;-)

    Jeder plant sein Leben anders. Ich wollte immer jung Mutter werden und meine Altersgrenze für Kinder ist sehr niedrig - da fangen andere gerade erst an oder noch nicht mal. Menschen sind unterschiedlich.

    Mich würde wahrscheinlich eher dein Alter als die Tatsache, dass du schon Oma bist, stören - eben weil ich mir Kinder Ü40 überhaupt nicht mehr vorstellen kann.

    LG

    • (14) 29.07.19 - 11:55

      Ich bin gerade 40 geworden. Das war für uns grob unsere Grenze. Wobei für uns 1-2 Jahre nicht so viel ausmachen. Wir haben ja noch jüngere Kinder im Haus und ob wir bei Volljährigkeit des Kindes 58 oder 59 wären, ist für uns kein großer Unterschied :-)
      Wir wollten immer viele Kinder, aber keinen kleinen Altersabstand. Dadurch sind wir automatisch älter.

      • (15) 29.07.19 - 12:54

        Naja, meine Altersgrenze für mich liegt deutlich unter 40, wenn ich das so ehrlich schreiben darf. Aber das muss ja nicht eure Grenze sein und soll hier ja auch nicht diskutiert werden.

        Ich finde es übrigens auch völlig normal, dass du dein Enkelkind anders liebst als deine eigenen Kinder. Es ist schon ein enormer Unterschied, ob man *endlich* wieder etwas Kleines im Arm halten darf oder ob man selbst noch täglich kleine Kinder um sich hat. Da darfst du dich mit deinen Freundinnen wirklich nicht vergleichen. Auch meine Schwiegermutter ist übrigens froh, wenn die Enkelkinder wieder weg sind - es ist schon anstrengend kleine Enkelknder zu hüten und überhaupt kein Zeichen von wenig Liebe, finde ich.

(16) 29.07.19 - 11:42

Es klingt doch recht lustig und witzig eure Familienkonstellation:-).
Dass du deine eigenen Kinder mehr liebst als deine Enkel hoffe ich ja wohl!!! Das finde ich total normal und ehrlich. So soll es doch auch sein.
Wenn man als Großeltern gar nicht genug von seinen Enkeln bekommt dann ist das bestimmt nur eine Phase (solange die Kinder ein bestimmtes Alter haben) oder man hat seinen eigenen Kinderwunsch vielleicht nicht entsprechend ausgelebt.
Aber es ist doch schön dass du dich noch jung und fit fühlst und dich auf dein eigenes Baby freuen kannst und nicht als die Oma gesehen wirst!

  • (17) 29.07.19 - 11:58

    Puh, mit frischen 40 „fühle“ ich nicht nicht jung und fit. Ich bin es laut meiner Definition #schwitz
    Bei meinen älteren Freundinnen geht das schon über Jahre so, also sicher keine Phase. Den Kinderwunsch haben alle voll ausgelebt. Nur ist der Abstand zwischen eigene Kinder aus dem Haus und Enkelkind eben deutlich größer.

(18) 29.07.19 - 12:02

Hey,

ich habe nun keine eigenen Erfahrungen, so viel vorab. Ich bin selbst mit frisch 20 Jahren Mama geworden, könnte also auch jung Oma werden. Theoretisch ist es möglich.

Im Bekanntenkreis haben wir auch eine junge Oma. Mit 38 Jahren ist sie erstmals Oma geworden und wurde auch einige Zeit lang für die Mutter gehalten. ;-)

Man liest hier im Forum oft von ähnlichen Kombinationen. Es entspricht halt nicht dem klassischen Bild, was viele vor Augen haben. Aber es ist euer Leben. Ihr, nur ihr müsst damit glücklich und zufrieden sein! Nicht jeder möchte noch ein Baby, wenn das älteste Kind schon 20 Jahre alt ist. Nicht jeder möchte mit 20 Jahren bereits Mama sein. Nicht jeder möchte ein Einzelkind oder sechs Kinder. Wichtig ist, dass die Betroffenen selbst glücklich und zufrieden sind. #herzlich

Andere reden und denken eh immer irgendwas. Du wirst mit 40 Mama? Du bekommst dein 3., 4., 5., 6. Kind? Du bist schon Oma? Du bist so jung Mama geworden? Es gibt soooo viele Ansätze, um irgendwas zu reden, zu denken, seine Meinung zu äußern.

Ich finde es verständlich, dass du zum Enkel eine andere Bindung hast, andere Gefühle. Ich denke der Unterschied ist bei den "anderen", dass dort der eigene Nachwuchs schon älter ist und sie nun wieder ein Kleines betüddeln können. Da blühen ja viele wieder voll auf. Verwerflich ist das alles aber nicht.

Genauso darfst du Mama werden, auch wenn du schon Oma bist. Deine Mutter misst mit zweierlei Maß. Das ist nicht ok, kenne ich aber auch so. Ich bin mit 20 Jahren Mama geworden, meine Schwester mit Mitte 30, damit hat meine Schwester alles besser gemacht. Hätten wir noch Kontakt und ich würde mit Mitte 30 noch ein Kind bekommen, wäre das vermutlich total unveranwortlich, weil "sooo alt schon".

Ich gestehe, dass ich wohl auch erstaunt gewesen wäre, wenn ich dich für die Mama gehalten hätte und dann erfahren hätte, dass du die Oma bist. ;-) Das ist nicht schlimm, nicht zu Herzen nehmen. Der damalige Lebensgefährte meiner Mutter wurde für den Vater meiner Kinder gehalten und ich werde außerhalb der Schwangerschaften verdammt oft für die große Schwester gehalten... ;-) Betrachte es als Kompliment. :-)

Ihr habt halt eine nicht so häufige Konstellation, dennoch kein Grund, das Leben nicht so zu leben, wie ihr es euch wünscht. Genießt es und lasst die Leute reden.

Alles Liebe und Gute!

LG erdbeerchen mit 4 Kindern an der Hand, #stern fest im Herzen und Ü-Ei (35+5)

(19) 29.07.19 - 13:16

Hallo
Du sagst du liebst das Enkelkind sehr, passt doch also alles?
Als Oma hast du dem Kind gegenüber eine andere Rolle und kannst es nicht so lieben, wie die eigenen Kinder, die du tagtäglich großziehst. Das heißt aber nicht, dass die Liebe gegenüber dem Enkelkind schlechter ist. Anders ist doch nicht automatisch schlechter.
Ich kenne eine Frau, die ihr Enkelkind großgezogen hat. Es ist nicht ihr leiblicher Enkel. Längere Geschichte. Wir haben über das Thema einige Gespräche geführt, da es auch bei uns eine ähnliche Konstellation gibt.
Sie liebt diesen, mittlerweile erwachsenen, Jungen sehr. Auch wenn sie die Mutterrolle weitestgehend übernommen hat, liebt sie ihn nicht wie eine Mutter. Den Anspruch hatte sie aber auch nie. Die Gefühle sind da. Manchmal sollte man sich vielleicht einfach darauf konzentrieren.

LG

(20) 29.07.19 - 14:11

Mein Onkel hat am gleichen Tag Geburtstag, wurde Vater und Großvater. Mutter (damals 48) und Tochter (damals 24) lagen gleichzeitig in der gleichen Klinik bzw sogar in nebeneianderliegenden Kreissälen.

Meine Tante bekam alle 8 Jahre ein Kind. Wie es sich für sie anfühlt alle? Keine Ahnung, wir haben keinen Kontakt. Aber ich finde den Zufall doch sehr erstaunlich.


lg lene

(21) 29.07.19 - 14:14

Ich habe keine Erfahrung, mein ältester Sohn ist 16 und lässt sich hoffentlich noch ein paar Jahre Zeit ;-)
Aber es leuchtet mir schon ein, dass man die klassische kinderfreie Zeit nie hatte--also Kinder ziehen aus und dann hat man eine Zeitlang keine Kinder daheim und dann kommen irgendwann die Enkel. Das habt ihr ja nicht, da ist nur ein zusätzliches Baby--etwas wirr, ich hoffe, du verstehst was ich meine #hicks

(22) 29.07.19 - 19:03

Das kommt und in unserer Verwandtschaft häufiger vor.

Die Jüngsten kamen, wenn die Größten gerade selbst Eltern wurden.
Tanten/Onkeln haben dann eben mit Neffen/Nichten gespielt. Viele Kinder: TOLL.

Die Geschwister untereinander verstehen sich unterschiedlich gut. Mal die, die eng beieinander sind (Alter), dann wieder die, die weiiiiit auseinander sind.

Mein Kind findet es toll, dass es so viele Tanten, Großtanten, Urgroßtanten, ...-onkeln/cousinen/cousins/neffen/nichten gibt.


Meine Eltern wurden oft für meine Großeltern gehalten.
Manchmal fanden sie es witzig, manchmal doof.

Ich fand es toll als Kind, dass ich unter deren Geschwister "wie Großeltern" und "jüngere" hatte (das was meine Geschwister bei den Eltern hatten - Alter, Aktivität).


Egal welcher Verwandtschaftsgrad es ist. Bei uns gilt:
Eltern sind für die Versorgung da, alle anderen für's Verwöhnen (und wieder abgeben).

Da in der Generation meiner (vom Alter, nicht von der Liniehöhe her) deutlich weniger Kinder sind, werden diese von vielen viel mehr umworben. Trotzdem bleibt: Spaß mit Kindern ist toll, eigene Kinder sind groß, Enkelkinder sind super; eigenes Leben aber auch.

(23) 31.07.19 - 23:18
Sonnenblume705

Hallo,

wir wurden auch mit Anfang 20 erstmalig Eltern, unser Ältester ist jetzt 27.

Wir sind 49, könnten theoretisch also schon seit einigen Jahren Großeltern sein.
Wenn er so jung angefangen hätte wie wir.

Noch haben wir keine Enkel, aber selbst noch viel Leben im Haus, unsere Jüngsten sind 10, fast 7 und fast 5 Jahre alt.

Derzeit ist unser Ältester Solo, aber er hatte eine langjährige Partnerschaft.

Es kam nicht nur 1x vor, dass er und seine Freundin für die Eltern gehalten wurden, wenn er mit den kleinen Geschwistern unterwegs war.
Wir wurden auch schon vereinzelt für die Großeltern gehalten.

Liegt wohl daran, dass hier in der Region mit Anfang bis Mitte 20 viele schon Kinder haben und demzufolge die Großeltern in unserem Alter sind.

Ich kenne inzwischen mehrere, die in unserem Alter schon Großeltern sind.
Meine ehemalige Schulfreundin ist schon 3- fache Oma.

Aber ich kenne auch mehrere, die mit Ende 30/ 40+ selbst nochmal Eltern wurden.

Bei manchen ist es wie bei Euch, es gibt schon Enkel und gleichzeitig sind noch kleinere Kinder im Haus.

Ich finde es völlig normal, dass Du die eigenen Kinder mehr liebst, als die Enkel.
Deshalb seit Ihr trotzdem gute Großeltern, die aber selbst noch viel Leben im Haus haben, deshalb froh sind wenn die Enkel wieder bei den jungen Eltern sind.

Würde uns sicher nicht anders gehen, zumal unsere Jüngsten alle keine ruhigen Kinder sind.

Ich bin ehrlich, eigentlich sind wir froh jetzt noch keine Großeltern zu sein.
Das kommt in ein paar Jahren noch früh genug, wenn unsere Jüngsten alle im Schulalter sind.

Ich hoffe wirklich unser Ältester lässt sich noch einige Jahre Zeit, derzeit sieht es danach aus.

Verstehen können das andere, die ihre Kinder alle längst erwachsen haben, vermutlich nicht.
Die verwöhnen jetzt schon gern die Enkel, wir dann eben später als manch andere.

LG

(24) 31.07.19 - 23:29

Ich kann auch gar nicht mitreden, aber ich find das super!
Die Großfamilie wächst! :D

(25) 01.08.19 - 10:10

Meine Tochter hat einen nur 9 Jahre älteren Onkel... als er noch zu Hause lebte könnte ich meine Eltern nicht so verstehen wenn sie ihn vorn angestellt haben... weil ich ja nur "echte alte" Omas hatte... mittlerweile kann ich es nach vollziehen. Und ich gönne meiner Mama die zeit mit ihrem Sohn und dann die zeit Oma zu sein. oder wie mein Papa sagte: "Opa kann ich sein, sobald der Prinz nicht in der Nähe ist... bei ihm muss ich schließlich erziehen "
Freunde von uns haben ihr letztes Kind 2 Jahre nach dem Enkel bekommen... und das läuft super. Sie sagen dadurch fällt es ihnen in ihrem "hohrn" alter leicht nicht zu klassischen Alten Eltern zu werden.

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