Angst ein Schwiegermonster zu werden

Hallo,

die Beiträge über Schwiegermütter häufen sich in diesem Forum stetig. Da ich selbst einen Sohn habe werde ich wohl irgendwann auch zu den Schwiegermüttern gehören.
Meine Schwiegermutter ist jetzt auch nicht super toll, aber wir kommen miteinander aus.
Mein Mann hat auch kein inniges Verhältnis zu seinen Eltern. Natürlich hab ich immer Angst von meinem Sohn und der zukünftigen Frau auch abgelehnt zu werden und als doofe Schwiegermutter abgestempelt zu werden.

Wem geht es ähnlich? Auch wenn es noch ewig hin ist bis es soweit sein wird?🙈

Guten Morgen,

ich denke, solange Du mit Dir selber im Reinen bist und Dein Leben aktiv gestaltest, dürfte es keine Schwierigkeiten geben.

Wenn man mal liest, warum es knallt, sind es oft die folgenden Gründe:

a) zu viel Einmischerei:

Ob es um die Einrichtung geht, die Sorge ob der Sohnemann gut umsorgt ist, Erziehungsfragen, der Urlaub, usw.
Wenn ich mich in jeden Mist einmische und meinen Senf dazugebe oder - noch schlimmer - meine Meinung aufdrängen will, dann wird es über kurz oder lang auch mal knallen.

Wie sich mein Sohn und seine Partnerin einrichten ist deren Sache. Ich habe mein Haus/meine Wohnung und kann dort tun und lassen, was ich will.
Mein Sohn wäre ein erwachsener Mann und ist sicherlich in der Lage zu entscheiden, was ihm gut tut und was nicht. Selbst wenn seine Partnerin z.B. nicht gut kochen kann oder zu dem Thema einfach keinen Zugang hat, dann ist es das Problem der beiden und nicht meins.
Vielleicht ist er in der Beziehung dann eben der Koch und dafür ist seine Freundin ein Fuchs bei der Buchhaltung, Steuererklärung oder pflegt den Garten schön. Verhungern werden sie sicherlich nicht.
Ob sie es mit dem Haushalt genau nehmen oder nicht, ist auch nicht mein Problem, solange es keine "Brennpunkt-Messiewohnung" wird, wo der Hundedreck am Boden klebt usw.

Beim Kind genauso, man kann mal einen Ratschlag geben, soll sich aber nicht einmischen. Ich würde meinem Sohn und seiner Partnerin suggerieren, dass ich gerne für die beiden da bin, wenn sie Hilfe brauchen oder Not am Mann ist.
Ob es mal etwas putzen und Haushalt ist, wenn sie noch im Wochenbett liegt oder mal die Babysitterin, wenn sie einen schönen Abend zu zweit verbringen wollen.
Meine Nummer haben sie und können jederzeit auf mich zählen.
Ich würde mich aber nicht aufdrängen und "erwarten", dass sie jeden Sonntag zu mir an den Kaffeetisch kommen oder dass ich das Kind nun 2x die Woche für mich beanspruche. Oder waggonweise Zeug kaufen, was vielleicht gar nicht gebraucht wird.
Eher frage ich, ob es etwas gibt, was ihnen gefallen würde.

b) Vorurteile

Ich kenne eine Frau (Freundin meiner Mutter), die über ihren Sohn immer gesagt hat "hach, wenn der mal eine anschleppt, so ein Schönchen mit langen Fingernägeln, die daheim aber nichts schafft, die braucht sich hier bei mir nicht blicken lassen!"

Dieser Sohn hatte dann seine Freundinnen und genau dann trat auch das Verhalten der Mutter auf.
Die lästerte und hetzte gegen die Frauen.
Vielleicht hatten manche längere Fingernägel, waren aber trotzdem gepflegt und fleissig, hatten gute Jobs.
Die hat per se gegen die Mädels geschossen, einfach aus mütterlicher Eifersucht.

Und wenn es an den Frauen nichts zu finden gab, wurden die Eltern, deren Haus, die Berufe der Eltern durchleuchtet und sich daran aufgegangen.

Widerlich.
Wenn man sich so verhält, dann darf man sich auch nicht fragen, wenn das Verhältnis schlecht ist.

c) unausgesprochene Erwartungen

Das kann auch häufig zu Stress führen, wenn z.B. die Schwimu etwas erwartet, es aber nicht ausspricht.
Sie erwartet, dass Weihnachten bei ihr gefeiert wird, ist dann beleidigt wenn Weihnachten bei den eigenen Eltern gefeiert wird.
Oder ist beleidigt, weil die Urgroßtante Trude nicht zur Taufe eingeladen war. Daran hat keiner gedacht, sie selber hat es aber auch nicht angesprochen, sondern kommt dann später mit "Ich hätte ja erwartet, dass Ihr die Tante Trude auch einladet!" um die Ecke.

Eine gute Kommunikation ist das A&O.

d) Übergriffigkeit

Wenn ich hier lese, dass z.B die Schwiegermutter die Hochzeit planen will und das geschenkte Geld dann für sich einstreichen will, dann stellen sich mir die Haare auf.
Oder dass die Schwiegermutter morgens im Schlafzimmer der Schwiegertochter steht oder unangemeldet ins Haus kommt.
Oder meinem Kind den Partner permanent schlecht machen, hetzen, petzen, manipulieren, mein Kind nur unter Druck und Stress setzen..
Oder wenn Schwiegereltern die Wohnungseinrichtung, den Wohnort etc der Kinder bestimmen wollen und alles schlecht machen, weil sie selber es anders machen würden.
Sowas wäre gar nicht meins, ich käme nicht mal auf solche Ideen.

Würde ich wie eine Dampfwalze in das Leben meiner Kinder reingrätschen, dann brauche ich mich echt nicht wundern, wenn ich alleine da stehe.


Für später habe ich mir vorgenommen, mich in meiner Rolle als Oma oder auch Schwiegermutter nicht allzu wichtig zu nehmen.
Meine Kinder sollen wissen, das sich immer für sie da bin. Egal wegen was.
Und auch meine Schwiegerkinder - egal ob jung oder alt, schwarz oder weiß, schwul oder hetero - sollen dies wissen.
Das ist das Leben meiner Kinder und mir ist wichtig, dass sie glücklich sind.

Jedoch will ich nicht der Dreh- und Angelpunkt bei ihnen sein, so dass sich alles um mich drehen muss oder dass alle das Gefühl haben, sie müssten mich wie ein rohes Ei behandeln.

Eher genieße ich auch meine Zeit mit meinem Partner und unternehme viel mit ihm zu zweit, hole vl Dinge nach die in der Zeit mit Kindern nicht so gut machbar waren. Und treffe mich mit meinen Freunden und Bekannten.

LG

Naja, dein Text liest sich eher so als wenn du dich selber erkaufen möchtest...

Das was du jetzt alles aufgelistet hast, ja, liest man hier....aber noch lange nicht so oft wie du es darstellst.

Wäre es mal so, aber leider ist die Norm eher empfindliche, wehleidige, verständnislose, klammernde, möchte-gern-perfekte, ängstliche, unselbständige Mütter mit dem ersten Kind.Wo man sich fragt wenn deren Mütter sie schon so "erzogen" haben, wie soll dann nur die nächste Generation werden.

Amen. So eine Schwiegermutter hätte ich mir im Nachhinein gewünscht. Hoffentlich hälst du dich an dein Vorhaben :)

Alles Gute :)

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Das kommt vor allen Dingen auf Deine künftige Schwiegertochter an, wie sie Dich sieht bzw. sehen will.
Ich dachte 13 Jahre lang, dass ich meinen Schwiegermutterjob ganz ordentlich machte, mochte auch meine Schwiegertochter wirklich gerne und mein Mann und ich unterstützten beide gerne, wenn es nötig war. Dann kam ein Kind - und von jetzt auf nachher war alles falsch, was wir sagten und taten - Kontakt gibt es seit über 4 Jahren keinen mehr.

Lies doch hier quer, die einen Schwiegermütter machen zuviel, die nächsten zu wenig, die Enkel bekommen nur falsche Geschenke, sie bekommen zuviel Verwöhnen/ zu wenig, Eifersucht und Neid gegenüber anderen Enkeln....
es gibt nichts, was man nicht falsch machen kann.
Du wirst es abwarten müssen, leider. LG Moni

Liebe Moni,

um mal aus der Sicht einer Tochter/ Schwiegertochter zu sprechen: Ich kenne das Gefühl, das Du beschreibst: Sobald ein Kind da ist, alles falsch zu machen... leider in die andere Richtung: Wir haben während der KiWu-Behandlung jede Menge ungefragte Ratschläge erhalten, die durch ständige Wiederholung nicht besser und richtiger würden. Als das Kind da war, wurden haufenweise Dinge vorgekramt und mitgebracht, die schon beim anschauen in ihre Einzelteile zerfielen (weil fast 50 Jahre alt!).

Thema Ernährung: Eltern und Schwiegereltern haben es leider geschafft, uns zu übergewichtigen Kindern zu erziehen, vermutlich aus einer seinerzeit resultierenden Unwissenheit zum Thema Ernährung. Über unsere Figur kommen heute seitens unserer Mütter ständig Anmerkungen/ Sticheleien. Aber um zu erkennen, dass es für unser 3 jähriges Kind nachmittags keine ganze Tüte Schokokekse und zum Abendbrot keine Suppenschüssel voll Maggi-Tütensoße, selbstverständlich mit Sahne angerührt, sein muss, reicht es leider nicht.... Und sage ich etwas, gönne ich dem Kind das Essen und der Oma die Möglichkeit das Kind zu verwöhnen nicht....

Man kann das Thema endlos fortsetzen.... Comic-Joghurts, Sahneeis, Schokoriegel,... Zeitweise hätten wir der Logistikabteilung von Ferrero und Leibnitz Konkurrenz machen können.Oma verwöhnt und Mama ist für‘s Kind die alte Ziege, weil sie am Rest der Woche nein sagt, damit sie es Oma um des lieben Frieden Willens nicht „verbieten“ muss...

Sagt man als Eltern etwas, gilt man als olle Spaßbremse. Aber dass auch seitens der KiTa z. B. einige Regeln aufgestellt werden, die Oma blöd findet und die deshalb nicht unterstützt, die man im Zweifelsfall als Eltern in Windeseile, zwischen Besuch bei Oma und nächstem KiTa-Vesuch wieder implementieren muss, das wird kleingeredet....

Meine Mutter sagt, sobald die Sprache auf solche Themen kommt, gerne: „Wir müssen früher wohl alles falsch gemacht haben!“ Ich antworte dann: „Habt Ihr nicht, aber ihr habt auch nicht alles richtig gemacht!“ Hätte ich auf alles gehört, was meine Mutter und SchwieMu für richtig halten, dann hätte unser Kind geerbte, gehäkelte Bindehemdchen aus 100% Polyester und ausschließlich Nickistrampler getragen, wir hätten seitdem dauerhaft 28 Grad in der Bude, das Kind hätte mit 6 Wochen schon Brei bekommen, weil es ja unmöglich ist, dass es alle 3-4 Stunden nach der Flasche verlangt hat,.... lässt sich beliebig erweitern. Ach ja, ein Traum ist es auch, wenn Oma befindet, das Kleinkind ist müde, und sie es dann um 17h in den Schlaf schuckelt...ein Traum für jede Mutter, weil der Abend ist erledigt....aber davon kriegt Oma dann nix mit, weil sie chillig auf dem heimischen Sofa döst.Sicher machen wir heute auch nicht alles richtig, ich denke aber, dass sich viele Dinge (z.B. Kindernahrung) in den vergangenen 40-50 Jahren weiterentwickelt haben.... Und das Thema an sich, auch der Generationssprung, bietet ne Menge Zündstoff. Aber da hilft nur Reden....

Alles Liebe👋🏻

Lupinella, Du sprichst mir aus der Seele! 👍

Kenne es alles nur zu gut, Nickistrampler 😜, Süßkram, ungesundes Essen ohne Ende, das Gemeckere, um 17 Uhr in den Schlaf schunkeln, einfach alles.

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Hallo,

meine Uroma sagte immer: „der friedlichste kann nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.“

Soll heißen, du kannst dir noch so viel Mühe geben alles richtig zu machen, wenn deine zukünftige Schwiegertochter dich nicht mögen will, wird sie Gründe finden.

Oder du kannst dir als Schwiegertochter noch so viel Mühe geben, es deiner Schwiegermutter recht zu machen, wenn deine Schwiegermutter dich nicht mögen will, wird sie ihre Gründe finden.

Und dann gibt es noch die Fälle, bei denen beide sich nicht mögen wollen, da wird es dann richtig kritisch.

Die Wahrheit liegt meistens irgendwo in der Mitte.

Mich nerven diese ganzen Beiträge hier, zum einen die Schwiegermuttertheards, bei denen die Schwiegermutter alles erdenkliche falsch macht, und zu anderen die Beiträge in denen Schwiegertöchter per se schlecht gemacht werden, weil man ja selbst so eine tolle Schwiegermutter hat.

Am besten man behandelt andere Menschen so, wie man selbst behandelt werden möchte.

Alles gute

Magnumweiss

Mal aus der Sicht einer Schwiegertochter: ich mag meiner Schwiegermutter.

Schon vor der Hochzeit und der Geburt unseres Kindes habe ich auch alleine was mit ihr unternommen. Manchmal hat sie Ansichten und Einstellungen die ich merkwürdig finde und nicht meine sind. Müssen sie aber auch nicht. Jeder Mensch ist anders.

Was meine SE aber nie gemacht haben, Sich darüber hinweggesetzt haben, wenn ich bzw wir gesagt haben, gib sie mal kurz, nee lasse mal kurz etc. Aber ich würde auch mal behaupten, dass wir keine sinnlosen Regeln aufstellen nur um die Großeltern kurz zu halten oder weil ich glaube, dass NUR ich unsere Tochter richtig versorgen kann.
Klar, manchmal verstehe ich ihre Signale besser. Aber ich verbringe nun mal auch seit fast einem Jahr jeden Tag mit ihr. Auch der Papa braucht da manchmal meine Hilfe. Aber wenn ich sage: ich glaube sie braucht ne neue Windel! Reagieren sie sofort und freuen sich, wenn sie das machen dürfen. Und das können sie genauso gut wie ich.
Ebenfalls was füttern betrifft (unsere ist seit dem 4. Monat Flaschenkind und inzwischen isst sie vom Tisch mit(‚). Und der Vorteil ist doch auch für mich da. Ich kann nämlich mal total entspannen, wenn ich da bin. Kn Ruhe essen, was erledigen.
Oder wie heute morgen in Ruhe zum Arzt. Die kleine kann entspannt bei Oma und Opa im Garten spielen und sich nicht beim arzt langweilen.
Wenn wir bei Ihnen reinkomme beobachte ich die kleine kurz: lehnt sie sich an mich, bleibt sie noch bei mir auf dem Arm. Lacht sie Oma oder Opa und streckt die Arme aus, gebe ich sie ab.
Sie hat dadurch einfach eine tolle Bindung zu den Großeltern und bleibt auch mal alleine da.
Ich bin auch entspannter als andere was essen betrifft: ja dann leckt die kleine mal ein bisschen Sahne von Opas Finger. Sie wird nicht dran sterben oder sofort adipös werden. Wichtig ist doch, dass alles ein Maß hat.

Manchmal ist meine SM etwas sehr übermütig und zu sehr bemüht. Aber die war bei ihrer SM immer nur die zweite Wahl, am besten wurde/wird immer die Frau vom ältesten Bruder meines SV behandelt (insgesamt 4 Brüder, mein SV der 2.). Da wurden die Kinder betüdelt, die Familie wurde entlastet, der Rest nicht. Das bekommt meine SM seit 40 Jahren zu spüren. Und das will sie bei mir halt anders machen und schießt manchmal über das Ziel hinaus. Aber dann sage ich ihr das und es ist gut.

Aber solche Verhältnisse sind immer von beiden Parteien abhängig. Du kannst das Verhalten der zukünftige ST nicht beeinflussen.

Liebe Grüße

Ich bin der Meinung, dass man einer Mutter ungewollt Druck macht. Damit kommt nicht jede Frau klar.
Es wird erwartet, dass das Kind schon vor dem ersten Lebensjahr die Milchnahrung komplett ersetzt bekommen soll, dass das Kind nicht meckern darf, wenn ihm irgendwas nicht passt, dass das Kind keine Wutanfälle haben darf (früher gäbe es nicht so) sonst ist es verzogen, dass das Kind drei Tage nach der Entbindung durchschlafen muss (wenn es nicht durchschläft, liege es bestimmt an der Mutter/Muttermilch), das Kind darf nicht fremdeln, denn die Großeltern sind ja DIE Großeltern, dass das Kind mit 3 Monaten Spielzeug haben muss, dass das Kind als erstes "Oma" sagen soll/muss (trotz der riesen Entfernung), dass das Kind mit einem Jahr aus Töpfchen gehen soll, dass... und und und...

Dies alles wird zwar oft nicht ausgesprochen, aber als Mutter spürt und merkt man diese Erwartungshaltung, leider. Deshalb gibt es dieses Schwiegermutter-/Tochter-Problem.

Auch von den anderen Müttern bekommt man Blicke zu spüren, wenn man etwas anderes macht. Man vergleicht ja vielleicht automatisch, aber man sollte ja auch akzeptieren, wie es der eine oder andere macht, so lange es nicht die Gesundheit des Kindes gefährdet.

FG

Ich habe einen Sohn und mache mir da keine Gedanken rüber. Warum auch?
In erster Linie glaube ich nicht, dass die Schwiegertochter mal eben eine gesunde gefestigte Beziehung zwischen Eltern Kind zerstören kann!
Es mag sicherlich Ausnahmen geben, aber ich denke in der Regel gibt es immer zwei Seiten der Geschichte.

Hinzu kommt, dass ich mir im Klaren darüber bin, dass mein Kleiner eben nicht immer Mamas kleiner Schatzi sein wird.
Irgendwann sind Kinder erwachsen, bazen sich ihr eigenes Leben auf und sich hoffentlich unabhängig von ihren Eltern.
Wenn das beinhaltet, dass man darin keine große Rolle mehr spielt ist das natürlich traurig für die Eltern, aber nunmal nicht zu ändern.
Ich möchte meinen Sohn irgendwann mal loslassen können und ich glaube, dass ist das Hauptproblem vieler Schwiegermütter und dann wird halt auf die Schwiegertochter geschimpft..

"In erster Linie glaube ich nicht, dass die Schwiegertochter mal eben eine gesunde gefestigte Beziehung zwischen Eltern Kind zerstören kann!"

#pro

So wahr!!!!!!!

Was mich beim Thema Schwieger* hier immer am meisten erstaunt, ist dass man offenbar nur als Mutter von Söhnen einmal eine Schwiegermutter wird... In meinem Umfeld wird man auch mit Töchtern ggf mal Schwiegermutter ;-) Und es laufen eben auch nicht alle Familienangelegenheiten dann nur über die frischgebackenen Mütter.
Sondern Väter besuchen mit dem Nachwuchs ihre Eltern, binden sie genauso ins Geschehen ein, wie die Mütter ihre Eltern etc.

Entsprechend denke ich, gleichberechtigte Elternbeziehungen in denen Vater und Mutter sich engagiert gemeinsam um Kinder kümmern sind schon mal ein guter Startpunkt für gute Beziehungen zu den Großeltern auf beiden Seiten.

Du weißt nie was im Leben noch kommt.

Meine Schwiegermutter war einerseits kratzbürstig, andererseits hat sie ihr Enkelkind vergöttert und sich viel mehr für ihn interessiert als meine Eltern beide zusammen.

Vor diesem Hintergrund hatte ich schon viele ihrer Befindlichkeiten einfach hingenommen, solange sie „unschädlich“ waren.

Man kommt schon zurecht, wenn man will.

Hallo,

ich habe schon vorgesorgt und meinem Mann gebeten mich daran zu erinnern, wie es mir als junge Mutter mit seiner Mutter ging - sollte ich mich so verhalten, wie es mich selbst als junge Mutter gestört hat.

Ein Punkt ist glaube ich das "Loslassen". Manchen Eltern fällt es schwer, wenn die Kinder urplötzlich ein eigenes Leben haben. Ich hoffe, dass mir das gelingt.

Ein anderer Punkt ist, dass manche Schwiegermütter dazu neigen, ihren Schwiegertöchtern die Schuld zu geben, wenn ihnen etwas nicht passt. Ich gebe mein Bestes, um aus meinen Söhnen selbstständige, selbst denkende Männer zu machen. Genau das sollte man sich vor Augen halten. Wenn die jungen Eltern Entscheidungen treffen, dann treffen sie diese nach gemeinsamer Absprache. Die Schwiegertochter wird meinen Sohn nicht unterbuttern, er wird seine eigene Meinung haben, aber auch kompromissbreit und lernfähig sein. Kann ja sein, dass er gerne X möchte, aber nach vielen Gesprächen erkennt, dass er Y besser findet. Geht mich nichts an, ist Sache des Paares. Die Eltern müssen sich einig sein, nicht wir alle.

Ein weiterer Punkt ist, dass sich die Welt weiterdreht. Es kommen neue Erkenntnisse hinzu und man wird vieles in 30 Jahren anders sehen als heute. Ich gehe davon aus, dass meine Kinder das Beste für ihre Kinder wollen werden. Es besteht kein Grund sich über sie oder ihre Hebamme lustig zu machen, nur weil ich damals etwas noch nicht wusste. Ich gebe heute mein Bestes und muss mir nichts vorwerfen lassen - das heißt aber nicht, dass ich die Weisheit mit Löffeln gegessen habe - auch dann nicht, wenn aus meinen Kindern anständige Männer geworden sind.

Noch etwas: Ich nehme mir vor, die Wünsche der Eltern zu respktieren und umzusetzen, wenn sie nicht gegen meine Prinzipien verstoßen und mir nicht besondere Extraarbeit machen. Ich muss nicht alles verstehen und besonders toll finden, um danach handeln zu können. Mein Enkelkind soll Gläschen gefüttert bekommen? Na dann mache ich das eben, auch wenn ich selbst gekochte Babynahrung besser finde.

Das wird schon! ;-)

LG

Ich glaube das sich viele Konflikte meiden lassen. Ich weiß zwar nicht ob ich mit zunehmendem Alter typische altersmarotten entwickel. Aber sollte ich bleiben wie ich bin, hab ich jetzt nicht so sehr Angst davor. Denn die Konflikte die oft gebracht werden, sind sehr oft die selben.

1. Generelle Ablehnung der Schwiegermutter gegenüber ihrer Schwiegertochter. Nicht selten weil die Mütter sich schwer tuen, nicht mehr die 1. Frau ihres Lebens zu sein. Schwiegermutter die so sind, denen kann man es nicht recht machen. Egal was man macht.

2. Diejenigen Schwiegermutter die nicht aus der Fürsorge raus kommen und ihre guten Absichten aufdrängen teils ohne Rücksicht auf Verluste. Sie wollen in alle Entscheidungen mit einbezogen werden. Das ist solange harmonisch wie keine Kinder im Spiel sind. Eskalieren tut dieses Verhältnis spätestens wenn Kinder ins Spiel kommen.

3. Die Charaktere sind so verschieden das eigentlich keiner was falsch macht nur eben sich die Ansichten so unterscheiden das sich Fronten bilden und sich ständig der eine vom anderen bedrängt fühlt.

Ich komm mit meiner Schwiegermutter sehr gut klar obwohl wir charakterlich Grund verschieden sind. Sie ist nahezu täglich da. Wenn es hart auf hart käme, wäre mein Mann aber auf meiner Seite, hat er oft genug bewiesen. Der hauptkonflikt bei uns entsteht kulturell. Meine Schwiegermutter ist Polin. In Osteuropa ist es üblich das die Eltern arbeiten und die Großeltern den Löwenanteil der Erziehung ihrer Enkel übernehmen. Teils sogar ausschließlich von diesen groß gezogen werden. So hat sie klassisch 3 Jahre daheim verbracht und danach hat ihre Mutter meinen Mann groß gezogen. Ich seh es noch vor mir als mein Mann mal kurzzeitig vor ihr von 4 Kindern liebäugelt und ihre Antwort war "bist du verrückt ich kann doch keine 4 Kinder groß ziehen" und wir uns dachten "du????" Ich sag dann immer dein part ist freiwillig. Wenn es dir zu viel wird kannst du gehen und wenn du Bock auf deine Enkel hast kommen. Am Ende des Tages tragen wir aber die gesamte Verantwortung für unsere Kinder. Du bist ein Teil von ihnen. Die Oma, Mutter bin und bleibe aber ich! Und diese Sache steht manchmal zwischen uns da sie zwar freie Wahl hat wie sie mit den Kindern umgeht, aber wir uns nicht reinreden lassen und alle tragenden Entscheidungen unabhängig von ihr durch uns getroffen werden. Ich würde umgedreht nie auf die Idee kommen, mein Sohn, dessen Partnerin ihn deren zukünftigen elternrolle einmischend zu bevormunden. Und mich nur einschalten wenn etwas unter Vernachlässigung oder Misshandlung fällt und das ist nicht der Fall wenn ein Kind ne Beule bekommt vom Klettergerüst oder ob es Flasche bekommt oder gestillt wird. Ich wäre auch glaub nicht so präsent. Jemand der nicht permanent unter Beschuss steht und Freiraum hat, der hat eigentlich keinen Grund einen zu verstoßen.

Ach herje soviel Autokorrektur. Blödes Handy.

Der Schlüssel zu einem einigermaßen entspannten Verhältnis liegt hier oft bei Toleranz und Respekt füreinander, den viele Schwiegerleute und Schwiegertöchter/söhne wohl nicht haben.
Klar macht jeder sein Ding etwas anders, die Frage ist nur, warum das oft als so großes Problem dargestellt wird? Schadet es Kindern wirklich, wenn sie verschiedene Regeln bei Mutter und Schwiegermutter mitbekommen? Wenn sie mal was anderes essen? Später ins Bett gehen? Nicht immer komplett dieselbe Routine herrscht?

Meine Oma hat uns täglich zweimal ein dickes Eis gekauft und noch dazu fettige Chips, Schokolade und sonstigen abgepackten Mist, den wir unbedingt wollten - weil wir genau wussten, dass es sowas nur bei Oma gab und eine Ausnahme war. Zuhause bei Mutti gabs nur Gesundes, Frisches, da war Süßes Tabu.

Wir haben sie nur ein paar Wochen im Jahr gesehen und wurden ordentlich verwöhnt, durften abends Filme schauen, die unsere Eltern bestimmt nicht ausgesucht hätten, all solche Dinge.

Was ich meinen Eltern hoch anrechne ist, dass sie die Oma ihr Programm mit uns haben machen lassen, sie wussten ja, dass es nicht alltäglich war. Wir hatten alle eine gute Zeit dabei und es gab nie Streit über Erziehungsfragen. Es gab keine Machtspielchen.

Wie es gelaufen wäre, wenn die Oma direkt nebenan gelebt hätte, kann ich natürlich nicht sagen. Wir waren auch fast immer bei ihr zuhause und sie nicht bei uns.

Weder sie, noch meine Eltern haben sich an der unterschiedlichen Handhabung der Dinge gestört. Vielleicht hatte ich ja einfach Glück, dass die Erwachsenen ihr Ego mal zurückstellen konnten und uns Kinder den Spaß mit Oma gelassen haben 😉

Solange alle Parteien sich fair und liebend den Kindern gegenüber verhalten, ist es doch gut und richtig! Was anderes wäre Aggression etc, aber oft wird sich ja an Nichtigkeiten schon aufgehangen.

Ich habe ebenfalls einen Sohn und werde evt.mal Schwiegermutter. Ich denke, man sollte als Eltern erwachsener Kinder ein eigenes Leben führen und die Kinder müssen das genauso akzeptieren. D.h. Kinder mal nehmen, aber nicht ständig, sich gegenseitig unterstützen, aber ohne das ständig zu erwarten.

Wenn ich hier lese, dass Eltern/ Schwiegereltern nicht immer springen, wenn v.a. Schwiegertöchter das wollen und ihnen dann Interesse abgesprochen wird, finde ich das genauso daneben, wie Schwiegereltern, die ständig da sind.
Bei uns hat jeder sein eigenes Leben und trotzdem sehen wir uns oft.

Mal sehen, wenn ich eine Schwiemu bin. Ich werde mich nicht in das Leben meines großen Sohnes und seiner Frau (ist aber noch lange nicht soweit, mein Kind ist zur Zeit solo) einmischen. Wenn das Kind zur Welt kommt bzw. Schwiegertochter ist im Wochenbett werde ich sicher fragen, ob Hilfe z.B im Haushalt erwünscht ist. Sollte da ein Nein kommen, akzeptiere ich das. Sollte ein Notfall sein z.B Mutter muss ins Krankenhaus, bin ich da, wenn ich frage oder man mich drum bittet. Kinderhüten damit das junge Paar z.B ins Kino kann, ab und an mal. Nicht als Dauereinrichtung. So etwas kenne ich auch nicht. Meine Mutter und meine Schwiemu haben unseren Großen ab und zu mal genommen, eher um Sachen zu erledigen, wo Kind nicht dabei sein kann. Selten war mal ein Kinobesuch dabei.

Mehrmals Besuch von den Enkelkinder in der Woche oder umgekehrt bei den Kindeseltern, nein das möchte ich nicht. Ich habe auch noch andere Interessen, vielleicht arbeite ich noch, pflege meine Hobbies oder mache eine ehrenamtliche Tätigkeit. Vielleicht wohnt dann unser Jüngster noch bei uns, der ist mehrfachbehindert durch frühkindlichen Autismus, da gibt es genug Arbeit. Und da ist auch noch der Freundeskreis der gepflegt werden möchte. Ja und dann auch noch verreisen. Enkelkinder mit oder ohne Eltern können gerne zu uns kommen oder auch umgekehrt wir zu denen zu Besuch, aber nicht immer zu einem festen Tag. Gerne alle 14 Tage, aber nicht als Zwang, sondern freiwillig. Wenn es nicht passt, dann ist es so. Wenn ein Notfall in der Familien eintritt, lass ich alles stehen und liegen und komme.

Ich kann Schwiegereltern oder Eltern meinetwegen auch nicht verstehen, dass die dauernd bei den eigenen Kinder vor der Matte stehen um zu Besuch zu kommen. Da frage ich mich, haben die nichts anderes zu tun. Wo sind denn die Hobbies, Freundschaftspflege etc. abgeblieben. Ich und mein Mann haben auch noch ein anderes Leben und Interessen. Und da möchte ich als Großmutter auch nicht komplett verzichten müssen.


LG Hinzwife

"Ich kann Schwiegereltern oder Eltern meinetwegen auch nicht verstehen, dass die dauernd bei den eigenen Kinder vor der Matte stehen um zu Besuch zu kommen."

Das erlebe ich tatsächlich als ein Problem. Wenn Großeltern keine Hobbys haben oder wenig Sozialkontakte, dann erhoffen sie sich durch die Enkelkinder wohl "Leben in der Bude". Wenn die eigenen Kinder noch mehr zu tun haben oder auch mal als kleine Familie etwas unternehmen wollen, dann passt es eben aber nicht immer.

Merke metha: Hobbys und Freundschaften pflegen, damit du nicht vor lange Weile zu Hause auf deine (Enkel-)Kinder wartend zu Grunde gehst!


Was mich persönlich auch manchmal stört: Ich habe ziemlich viel zu tun, auch am Wochenende arbeite ich von zu Hause aus. Mal gibt es mehr, mal weniger zu tun. Wenn ich dann die Wahl habe zwischen: 3 Stunden Unternehmung mit Mann und Kind - dann arbeiten oder aber den ganzen Nachmittag und Abend bei meinen Schwiegereltern im Garten sitzend verbringen, ziehe ich ersteres eben auch vor.

Meine Kollegin sagte mal so schön: Das ist verschenkte Zeit. Man sitzt hübsch zusammen am Tisch, isst Kuchen und trinkt Kaffee. Oma freut sich, dass sie die Enkel sieht, aber man macht eigentlich nichts. Wenn dann die Chemie nicht stimmt, führt man ja auch keine wirklichen Gespräche. Man sitzt quasi die Zeit ab.

Wobei man je nach dem Verhältnis mit den SE und den vorliegenden Umständen, diese ja auch ab und zu in eine Unternehmung einbinden kann, um dieser verschenkten Zeit zu umgehen und alle Parteien haben im besten Fall einen schöneren Nachmittag.

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Ich hab absolut tolle Schwiegereltern. Ich kann mir keine besseren Wünschen. Ich selber bin aber auch ein sehr aufgeschlossener Mensch. Und seine Eltern haben mich von vornherein mit offenen Armen empfangen. Ich würde sagen man sollte immer aufgeschlossen bleiben. Und auch als unser Kind vor 4 Monaten geboren wurde, hat sich das Verhältnis nicht geändert. Am Anfang der Schwangerschaft war es etwas schwierig, da sie schon vor der 12. SSW alles kaufen wollte. Aber da gab es einmal klare Worte und dann war das auch wieder vom Tisch. Sie lieben ihren Enkel über alles. Und was ich toll finde, sie machen die Sachen mit ihm auch so wie wir. Ohne das wir was gesagt haben, sie haben es einfach so übernommen.
Und sie behandeln mich im allen gleich, so wir ihr eigenes Kind. Ich habe mich nie unwohl oder nicht willkommen gefühlt. Ich hoffe das ich später auch so bin. Ich werde mir aber die allergrößte Mühe geben.