Für Mann zählt nur der Verein

Mein Mann ist fußballtrainer einer jugendmannschaft. Leider artet es aber mittlerweile so aus, dass alles was Haus, Auto und Garten betrifft an mir hängt, weil die anderen Trainer ständig meinen immer wieder was neues bieten zu müssen.

Im Juli war einen tag meisterfeier, am tag danach ne WICHTIGE Sitzung, das Wochenende drauf nahmen sie an einem Turnier Teil, das Wochenende drauf haben sie ein Zeltlager veranstaltet und das Wochenende drauf war Sportfest wobei am Sonntag alle jugendmannschaften gespielt haben.

Ich hab mit meinem Mann drüber geredet das ich es nicht toll finde, dass daheim alles liegen bleibt bzw. Alles an mir hängen bleibt. Ich dachte eigentlich er hat es eingesehen.

Dann hab ich gestern mitbekommen, dass der Verein am 1. Adventswochenende ein hallenturnier veranstaltet. Als Trainer muss mein Mann da natürlich hin. Also wieder ein Wochenende im arsch. Und das Wochenende drauf sind die Weihnachtsfeier der jugendmannschaften.

Da ich aber von Montag bis Freitag arbeite und Nachmittag mit den Kindern schildchen mache, bleiben mir auch nur der Samstag und Freitag Nachmittag um was zu erledigen. Das heißt, alles was Weihnachten betrifft hängt wieder allein an mir weil mein Mann ja schon wieder 2 Wochenenden beim Verein ist.

Mal gemütlich über einen Weihnachtsmarkt zu bummeln ist bei uns fast unmöglich, weil er ständig irgendwas hat.

Klar hab ich Freundinnen mit denen ich was machen kann. Aber manchmal hab ich halt auch das Bedürfnis etwas mit meinem Mann zu machen. Aber da kommt immer nur er hat keine Zeit.

Sorry, aber ich musste mir einfach nur den Frust von der Seele schreiben.

Ich hatte auch so nen Mann. Dann noch zwei bis dreimal Training und dann noch Sitzung und und und...
Haus und Kinder blieben komplett an mir hängen.

Hab mich getrennt. Und jetzt einen superlieben Partner, dem es echt um mich und uns geht. Obwohl er Hobbies hat!

Hallo,

macht er das hauptberuflich oder nebenberuflich?

Ich habe da leider keinen Rat für dich, kann aber deine "Genervtheit" voll verstehen! :-(
Ich finde es nicht fair, wenn sich einer "voll ausleben kann" und der andere Part dafür den Alltag bestreiten muss.

Ich würde das definitiv nochmals ansprechen und ihm sagen, wie sehr dich das beschäftigt und du das Familienleben so einfach nicht mehr schön findest.

Dass du momentan genervt bist, kann ich verstehen. So kurz vor bzw in den Sommerferien ist ja auch immer viel los in den Vereinen...
Aber du hast mit deinem Mann gesprochen, er hat wohl Verständnis für dich. Und hoffentlich ändert sich jetzt was.

Die beiden Veranstaltungen, über die du dich jetzt aufregst, sind aber erst in einem halben Jahr. Verein bedeutet eben auch Weihnachtsfeier... Da kommt er wohl kaum aus als Trainer, sprich, du musst da durch;-). Ebenso das Weihnachtsturnier.
Da kannst du ihm fast nicht böse sein. Es sollte halt nur nicht viel mehr werden, so kurz vor Weihnachten.

Außerdem ist er ja bei den zwei Terminen wohl nie ein gesamtes Wochenende beschäftigt, es sollte also genug Zeit für den Weihnnachtsbummel bleiben, selbst an diesen beiden Wochenenden.

Hi,

das ist eben so, wenn man ein Ehrenamt hat, da kann man nicht einfach mal sagen, macht das ohne mich.
Und als Trainer muss man nun mal zu allen Turnieren mit und auch an Sitzungen teilnehmen.
Es gibt sogar Sitzungen vom Verband, da ist Teilnahme Pflicht, sonst gibt es eine Strafe.

Ich war vor meiner Schwangerschaft aktiv im Vereinsvorstand, genau wie mein Mann es jetzt noch ist. Er ist Sportwart und spielt in der 1. Mannschaft. Er saß gestern Abend eine Stunde am PC, weil er den neuen Spielplan geprüft hat für alle 5 Mannschaften, ob es an relevanten Terminen Überschneidungen gibt und dass nicht zu viele Mannschaften gleichzeitig ein Spiel haben.
Ich hab auch einige Stunden mit der Planung unseres Vereinsausfluges verbracht.

Wer im Verein aktiv ist, der ist eben eingebunden. Und als Trainer kann man nun mal nicht eben kürzer treten oder hinschmeißen. Gerade in dem Bereich gibt es viel zu wenig Ehrenamtliche.

Das gute daran, wenn eines eurer Kinder mal Fußball spielt, musst du nicht jedes Wochenende mit zu den Spielen und zu den Tunieren, da dein Mann dann automatisch dabei ist. Ich weiß von meiner Schwiegermutter wie nervig das ist 😉 und bin ganz froh, dass mein Sohn das Eltern Kind Turnen reicht und er noch keine Ambitionen in Richtung Fußball oder Handball hat. Er war 2x im Training und fand es doof 😊
Und ihr habt ja noch 2 Adventssonntage zum Bummeln über Weihnachtsmärkte.

Ja, so einen Vater hatte ich auch... aber gesehen habe ich ihn selten! Am Wochenende hat er halt lieber was mit anderen Kindern gemacht, als mit seinen eigenen. Muss man als Kind halt auch akzeptieren, wenn so ein Ehrenamt halt viel Zeit in Anspruch nimmt und ich kann ja froh sein, dass ich so einen tollen Vater hatte, der ehrenamtlich so viel gemacht hab! Ich hab auch immer mit Begeisterung geklatscht, wenn er jedes Schulfest oder Aufführung versäumte, weil er beschäftigt war...
gibt halt immer zwei Seiten einer Medaille!

Wie alt sind Deine Kinder?

Ich würde einen Babysitter oder Kinderbetreuung, Gartenhelfer etc. nehmen und die Kosten dafür von dem Geld bestreiten, was sonst zu seiner (!) freien Verfügung gestanden hätte.

Er kann sich als Person in die familiären Pflichten einbringen oder sich seinen Teil „abkaufen“ lassen.

Hilft zwar nur bedingt weiter. Aber Manche merken es nicht anders als über das Geld.
Seine Wertschätzung für Deine Arbeit kommt in deiner Message auch nicht so rüber. Dann kann er mal in Zahlen ausgedrückt bekommen was es „wert“ ist.

Ich frage mich gerade, mit wieviel Geld sich dann ein Mann freikaufen muss, der nicht nur Jugendtrainer ist sondern auch noch bei der Freiwilligen Feuerwehr und/oder einem Musikverein u.ä. ist - in ländlichen Gegenden ganz normal. Die Frauen sind meist untereinander auch befreundet und gehen einfach immer mal mit. Oder - andersrum, die Frau spielt im Musikverein, ist noch bei den Landfrauen aktiv und geht noch 1-2 × die Woche mit einer Gruppe joggen - und überall gibt es tatsächlich auch Kinder. Alles ichts Besonderes.
Seltsame Vorschläge kommen hier....aber gut, ist ja nicht das RL, da kann man viel schreiben #augen
LG Moni

Von so einem „Wohltäter“ und Vereinsmeier, der daheim nichts tut, würde ich persönlich mich scheiden lassen.
Aber Männergeschmäcker sind ja sehr verschieden.

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Ich find ja ganz schön traurig, wie manche Frauen hier ihre Männer torpedieren... das sind EURE Männer über die ihr redet.

Und 4 oder 5 Wochenenden sind dir zu viel? Für ein soziales Ehrenamt, welches vielen Kindern wahrscheinlich hilft? Ganz zu Schweigen davon, dass dein Mann dadurch auch einen Ausgleich findet? Andere Männer trinken Alkohol oder basteln stundenlang an Autos, oder hängen 5 Stunden abends vor Computer oder Konsole.

Sei doch eher stolz dass er etwas macht was nicht nur ihm, sondern auch anderen eine Freude bereitet. Vielleicht gehst du einfach mal mit, lernst da ein paar andere Eltern kennen und schaust ob sich vielleicht soziale Kontakte entwickeln.

Und wie lächerlich vorzuschlagen dass man Gärtner, Babysitter etc einstellen soll... so was von übertrieben... wobei ich bei solchen Antworten eh nicht glaube, dass derjenige das genau so tun würde.

Derzeit ist die TE Babysitter, Gärtner und Putzfrau für ihren Mann, weil er seinen Teil nicht erledigt. Er ist in seinem Verein und sie darf seine Aufgaben mit erledigen. Das findest du fair? Ich würde explodieren!
Er hilft fremden Kindern? Ja schick, wie wäre es denn, wenn er mal seiner Frau hilft (oder besser: seinen Anteil erledigt)?

Du findest es übertrieben, dass die Frau sich Hilfe holt, obwohl sie berufstätig ist UND die häuslichen Pflichten für zwei erledigt, weil ihr werter Gatte seine Zeit im Zeltlager verbringt? Wenn die TE mal ausfällt, schaut ihr Mann aber blöd aus der Wäsche. Er kann ja gerne trainieren, aber er darf darüber seine Familie nicht vernachlässigen.

Vielleicht sollte die TE sich ein zeitintensives Ehrenamt zulegen. Das darf man dann natürlich auch nicht kritisieren, wenn ihre Kinder das ganze WE alleine sind und der Haushalt liegenbleibt. Ist ja für einen guten Zweck.

Hab ich irgendwo geschrieben dass sie das nicht kann? Dann soll sie das tun, auch das lässt sich vereinbaren.

Ich persönlich finde so ein Gemecker einfach nur zum Augenrollen. Aber was weiss ich schon, mit 3 Kindern, beide Vollzeitjob und beide noch Ehrenämter.

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Hat dein Mann das Amt ganz neu übernommen?
Klingt fast so, wenn dir völlig neu ist, dass es Veranstaltungen wie z. B. die Weihnachtsfeier bzw. das Winterturnier gibt. Dafür ist in den Winterferien und im Sommer einige Zeit spielfrei an den WE.
Wegen eines Wochenendturniers nicht bummeln oder auf den Weihnachtsmarkt gehen zu können, ist doch albern.

Mich wundert es, dass du dich an einigen wenigen Veranstaltungen im Jahr aufhängst. Regelmäßig sind doch 2 x wöchentlich Training und ein Vormittag bzw. Nachmittag - je nach Klasse - ein Spiel. Das stört dich nicht?

Habt ihr das vorher besprochen, wieviel Zeit dafür draufgeht?
Was haben eure Kinder für Hobbys?

Ich kann es verstehen, wenn dein Mann nicht bei den Hobbys der Kinder dabei sein könnte, sofern sie auch am WE Termine haben und dafür andere begleitet. Das ist schade. Und ich finde, darüber sollte man als Familie sprechen.

Mein Ex war Fußballer. Spieler und auch Spielertrainer über viele Jahre, später Altherrenmannschaft. Da wurde nicht ein Termin verpasst. Und der halbe Sonntag war dadurch weg.

Es ist schwierig, noch Trainer ehrenamtlich zu finden. Wenn es niemand mehr macht, gibt es irgendwann keine Vereine mehr.
Gibt es die Möglichkeit, sich das Traineramt zu teilen? So dass er nicht zwingend jedes Training absolvieren u. bei jedem Spiel dabei sein muss? Bei unseren Jungs gab es zeitweise eine Doppelbesetzung. Ein Jugendlicher aus der A-Jugend hat z. B. ausgeholfen, wenn der Haupttrainer mal beruflich verhindert war oder im Urlaub, erkrankt war o. ä. Dann kommt nicht gleich alles zum Erliegen.

Wie alt sind denn eure Kinder? Könnt ihr am WE nicht alle mitgehen auf den Platz? Meist gibt es da Spielgeräte oder eure Kinder spielen Ball am Rand des Spielfelds.

Und wenn ihr zurück seid, dann packt jeder mit an und Garten etc. wird gemeinsam bearbeitet.

Ich würde hier mal ein deutlich klärendes Gespräch mit deinem Mann führen - ansonsten aber auch entsprechende Konsequenzen ziehen, wenn sich da nichts ändert.

Also das ist natürlich eine ganz ungünstige Ausgangslage, wenn der eine im Vereinsleben aufgeht und der/die andere nicht! Ich vermute mal, du kannst dich nicht für den Fußballverein begeistern? Dann solltet ihr euch unbedingt aussprechen, damit das alles in Grenzen bleibt!
Bei uns steckt da (andere Sportart, aber auch viel viel Zeit) zum Glück die komplette Familie drin: mein Mann und ich sind (Jugend)-Trainer, spielen teilweise noch selbst, unsere Kinder spielen beide, sogar meine Eltern sind im Verein aktiv, dazu viele unserer Freunde, die Freunde unserer Kinder und so weiter...
Ich würde sagen, an drei von vier Wochenenden, ist mindestens einen Tag für den Sport verplant, an manchen beide!
Mit Haushalt und Garten haben wir eigentlich kein Problem!

Hallo du Liebe,

war die Situation vor der Hochzeit, bzw. vor den Kindern anders?

Ich hätte ihn vor der Hochzeit vor die Entscheidung gestellt entweder mich mit Familiengründung oder seinen Verein.

Du musst mit deinem Mann sprechen, damit sich etwas ändert und ihm klarmachen, wie sehr du leidest.

Mein Mann ist dort Trainer seit 3 Jahren. Es ging alles ganz entspannt an. Nur Training, die Spiele umd Weihnachtsfeier.

Letztes Jahr kam dann zum alljährlichen Sportfest auch noch das Zeltlager dazu. Genau ein Wochenende davor, weil da halt die Saison aus ist.

Dieses Jahr war dann schon jedes Wochenende im Juli was angesagt und dieses mal im Dezember zusätzlich 1 Woche vor der jugend-Weihnachtsfeier auch noch das turnier(erstmalig dieses Jahr). Mir wäre das turnier lieber gewesen so im zeitraum von Januar bis März. Im Dezember ist eh immer so viel.

Als Trainer kann er auch seine Mannschaft nicht im Stich lassen. Und wenn er mal sagt er kann nicht, reden die trainerkollegen so lang rum, bis er kann.

Sitzungen machen sie meist am Wochenende abends. Und das locker 2x im monat. Das heißt ich bin oft überall allein wenn wir eingeladen wären.

Dann steht noch hin und wieder
Sportplatz Pflege auf dem plan. Ja und unseren Garten daheim muss dann ich richten.

Leute dafür bezahlen, die die Aufgaben meines Mannes erledigen finde ich übertrieben. Aber langsam wächst mir alles über den Kopf.

Ehrenamt schön und gut. Aber wenn ich dann die Eltern sehe, die ihre rotzlöffel vor der Haustür vom Trainer abholen lassen und fragen ob der Trainer die Kinder nach dem Spiel noch beaufsichtigen kann, weil sie unterwegs sind, geht's zu weit