Omas kostenloser Babysitterservice, Teil 2 :)

    • (1) 12.08.19 - 14:02

      Hallo Ihr,

      ich habe ja versprochen, mich mal zu melden, nach dem letzten Beitrag, bei dem es um die unbegrenzte Babysitteransprücheh meiner Ableger ging.

      Tja, leider hat sich trotz Ansage nicht wirklich was geändert und darum wird jetzt der Streik ausgerufen.

      Die letzten 12 Wochen (!) hat die Kleine bis auf 1 Wochenende abwechselnd bei der anderen Oma oder mir verbracht.

      Bei der Eintragung in der Whatsapp Gruppe für August habe ich gleich geschrieben, ich nehme sie vom 9. - 11. August, was ich getan habe. Ansonsten bin ich raus, weil ich diesen Monat noch genug zu tun habe mit Renovierung.

      Wie zum Teufel kommen Kinder und Schwiegerkinder eigentlich auf die Idee, dass Omas ein Nonstop Babysitterdienst sind? Ich habe meinem Sohn vor kurzem in aller Deutlichkeit klargemacht, dass ich nicht mehr bereit bin, die kleine alle zwei Wochen zu nehmen und dass mir einmal im Monat ein Wochenende reicht, in dem ich dann eine tolle Zeit mit ihr haben kann, und OMA bin und keine Ersatzmama.

      Klar arbeitet meine Schwiegertochter in ihrem Bereich als Selbständige immer am Wochenende, aber wenn ich Chefin bin, sollte ich mein Personal auch einteilen können, so dass ich nicht reinmuss. Mein Sohn brachte mir die Kleine am Freitag, ich war der festen Meinung, dass er am Samstag ins Ausland muss. Pustekuchen, Freitag war er feiern, Samstag hat er sich nen Chilligen gemacht und erst gestern ist er zu seinem Job abgereist.

      Beide Omas sind allmählich mit den Nerven am Ende. Für die andere ist es noch schlimmer, weil sie ja zu ihrer Tochter nein sagen muss, 70 Jahre alt ist und nicht mehr so kann.

      Für mich ist es krass, weil ich bis zu 48 Stunden arbeite in der Woche, dazu einen Nebenjob und einen für einmal im Monat und zudem noch sehr aktiv im Tierschutzbereich bin.

      Wir haben Glück, dass die Kleine wirklich ein so nettes und lustiges Kind ist. Wenn ich noch so einen Satansbraten am Wickel hätte, wäre ich vermutlich schon in der Psychiatrie.

      Ach ja, whatsapp am Freitag, als ich meinen Sohn bat, das Rad der Kleinen mitzubringen und er schon aufm Weg war: *Du hast zwei gesunde Beine, und wenn Ihr das Rad braucht, mußt Du es holen*. Ich war baff, und hab nur geschrieben, wenn er das Rad nicht mitbringt, mache ich gar nichts. Hat man da noch Worte?

      Ich denke, bald wird es so richtig knallen, aber ich habe ihnen gestern geschrieben *Wo ich anzufange, meine persönliche Freiheit auf Kosten anderer auszuleben, hört die persönliche Freiheit auf*.

      Ich finde im Moment echt keine Worte mehr. Klar habe ich auch Angst, dass ich die Kleine nicht mehr sehen darf, aber so kann esn icht mehr weitergehen.

      frustrierte Grüsse
      Maria

      • Alle an einen Tisch : Du, die andere Oma, Sohn, bzw. Tocher. und zusammen überlegen was geht.
        Klare Absprachen, Nein-sagen erlaubt, da sollte doch eine Möglichkeit zu finden sein.


        Weißt du eigentlich warum die beiden ein Kind haben? Ist es "passiert" oder gewollt? Ich finde die ganze Situation nämlich mehr als absurd.

        • Der Tipp "alle an einen Tisch" gab's schon von vielen vor ziemlich langer Zeit. Hat aber anscheinend bisher nichts gebracht bzw. wurde nicht gemacht.

          • Der Tipp alle an einen Tisch war leider nicht umsetzbar. An Weihnachten wollten wir davon nicht anfangen, seitdem waren wir nicht mehr an einem Tisch. Ich denke auch, Oma 2 hat Angst davor. Wir sind in guten Kontakt, und ich habe ihr gesagt, ich werde künftig nein sagen. Wenn SIE sich dann darauf einlässt, dass sie meine Schichten übernehmen muss, tut sie mir zwar leid, aber dann ist es ihr Problem.

            Darüber gesprochen haben wir schon. Aber was es gebracht hat, hat sich an einer Antwort am Wochenende gut herauslesen lassen: *Wenn die Omas mal nicht können, ist es kein Problem*.

            Normalerweise sollte da stehen *Wenn die Omas mal können, wäre das toll*.

            Oder?

            Und nein, es hat nichts gebracht, die Termine werden nach wie vor in der Gruppe bei WhatsApp reingeknallt...

            • Warum sollten die Eltern auch was ändern? Sie knallen die Termine rein, einer von den Omas springt schon.

              Springt halt nicht mehr. Solange du nicht persönlich gefragt wirst, würde ich die Termine "übersehen". Wenn sie dann nachboren, hast du da eben was anderes vor. mMn ist in Ruhe ein Buch lesen wollen oder einfach nix tun ein valider Grund, keine Zeit zu haben - unabhängig von der Berufstätigkeit übrigens! Wenn der undankbaren Brut das nicht Grund genug ist, denk dir halt was aus.

              Ich glaube kaum, dass sie dir tatsächlich dein Enkelkind deswegen vorenthalten - dann hätten sie ja nix mehr von deinen Babysitterdiensten.

          und ja...NEIN sagen war noch nie meines. Aber jetzt bin ich an einem Punkt angekommen, wo ich mir denke: 35 Jahre Arbeitslebeben hinter mir. 20 Jahre lang alleinerziehend gewesen. Alles gestemmt ohne große Hilfe von außen.

          Ich will jetzt mit 52 Jahren einfach mal an mich denken. Und wenn ich 100 mal auf der Couch liege am Wochenende und lese - ist ja meine Sache. Weil mein Sohn generell meint, ich hätte eh nichts zu tun.

          Ja, das Kind war geplant. Aber da das mit der große und Job gut geklappt hat - sie war Wochenende beim Papa - scheint sich dieses Modell mit großem Erfolg ein zweites Mal durchzusetzen...

          • Ich sehe es genauso, jetzt solltest DU dran sein. Es ist toll, wenn du eine liebevolle Oma bist. Aber es ist nicht dein Job, das Kind zu betreuen......wäre ich du, würde ich aus dieser WA-Gruppe sofort rausgehen. Wer etwas möchte, kann mich perdönlich anrufen. Dann gucke ich in meinen Kalender und überlege, ob mir das passt oder nicht.

            Das geht doch so nicht weiter. Du bist zum reinen Dienstleister geworden.

        Aber das sollte doch kein Grund sein, um aufzuhören miteinander zu reden.

(10) 12.08.19 - 14:18

Bei eurem Modell gibt es immer 2: Einer, der macht und einer, der mit sich machen lässt.

Ich hätte mich von Anfang an nie auf so einen Deal eingelassen, unabhängig vom Kind.

Oma sein, klar, aber nie, nie, nie regelmäßig betreuen oder von irgendwem als selbstverständlich erachtet oder gar erwartet.

Es liegt an dir, etwas zu ändern und STOP zu sagen.

VG

  • Hi Baby,

    leider hat sich das nicht ganz am Anfang so dargestellt. Im Gegensatz zum letzten Beitrag wurde es dann nicht besser, sondern eher schlimmer.

    Letzten Monat war Altstadtfest hier, historisches. Das sind zwei Wochenenden, wo die beiden wirklich rackern müssen. Verstehe ich auch und helfe gerne.

    Nach diesen Wochenenden haben die andere Oma und ich erst mal symbolisch drauf angestoßen. Ruhe.

    Es kam eine WhatsApp, in dem man sich bedankte. Ich denke mir noch *nett, wenigstens hört man einmal ein Danke*. Gleich danach stand: *jetzt geht es nahtlos weiter, es sind Veranstaltungen*…

    Sogar auf mein NEIN auf ein Wochenende wurde nochmal geschrieben. Ich bin aber beim NEIN geblieben.

    Ich habe schon so oft versucht, ihnen das mal zu erklären, dass es auch ziemlich hart ist, jeden Morgen um 4:15 aufzustehen, von 6 bis 16:30 im Büro zu sitzen, danach noch einzukaufen, kochen für den nächsten Tag, ect. pp. Aber irgendwie scheinen sie zu denken, dass so ein Bürojob halt was für Sesselpupser ist. Die checken das nicht. Auch dass ich in einem Bereich arbeite, der die Psyche noch ein wenig zusätzlich fordert...

    Grüsse
    Maria

    • Selbst wenn du dauerstrickend im Lehnstuhl sitzen würdest - das ist doch deine Sache. Du brauchst dich nicht rechtfertigen, ob du arbeitest, wieviel usw.usf.
      Ganz ehrlich - ich hätte nach einem Aufpassen schon mit einem kurzen Besuch samt Blümchen und einem persönlichen DANKE gerechnet. Lasd doch nicht so mit dir umspringen.

      (13) 12.08.19 - 15:55

      Wenn NEIN nichts bringt, fahrt mal zusammen weg:

      nur ihr Omas ohne Kind und Handy nur für Notfälle.

      Zeitgleich/gemeinsam.

      Warum? Wenn eine vier Wochenenden ein NEIN durchzieht, schnappen sie sich die andere. Diese braucht dann Pause, zieht es durch. So lange erholt sich die andere.
      Lerneffekt für die Eltern: Null! Weil eine springt ja doch.


      Steht ihr zeitgleich nicht zur Verfügung, müssen sie mal umplanen.

      Nein sagen ist schwer. Rechtfertigen bringt nichts.
      Daher die Überlegung nicht in der Nähe zu sein. Nicht anwesend sein. Zeitgleich.

      Unternehmt etwas, das euch gut tut. Hauptsache nicht in der Nähe.



      Ansonsten: Whats app Gruppe austreten. Die Telefonnummer haben sie ja weiterhin.
      Gruppen machen es ihnen einfacher Grenzen zu übertreten: irgendjemand wird ja schon reagieren, Zweck erfüllt.

      Persönliches nachfragen müssen, nein riskieren, macht es persönlicher. Nicht mehr dienstleistungsanfrage via Internet, sondern menschlicher.

      • (14) 12.08.19 - 17:16

        >>>Daher die Überlegung nicht in der Nähe zu sein. Nicht anwesend sein. Zeitgleich.<<<

        Das ist doch albern. Die TE ist doch kein Kleinkind, das sich die Augen zuhält, damit man es nicht sehen kann...

        • (15) 12.08.19 - 22:10

          Nur eine Idee. Sie kann ja prüfen, ob es für sie passt. Wenn nicht, ist es ok.
          Sie sucht ja Ideen. Welche davon zur Lösung führt, kann sie selbst entscheiden.

          So wie es jetzt ist, passt es auch nicht. Oma-sofort-Dienst wird benutzt. Nein gilt ja nicht.

    (16) 12.08.19 - 17:11

    Ich erinnere mich an Deinen ersten Beitrag und war damals schon entsetzt. Über das Verhalten Deines Sohnes. Jetzt bin ich auch entsetzt darüber, dass es scheinbar trotz allem gut gemeinten Rates genau so oder schlimmer weitergegangen ist.

    Die Situation kann nur ein Mensch ändern, und das bist Du selbst. Und da braucht es keine Strategien von wegen einfach nicht da sein oder aus der WhatsApp-Gruppe austreten oder ähnliches. Du musst einfach nur Nein sagen und dabei bleiben. Du hast recht, was da passiert ist absolut nicht ok. Dann vertritt doch mal Deine Position! Sag genau, was Du bereit bist, an Betreuung zu übernehmen. Was darüber hinausgeht, machst Du einfach nicht, und das sagst Du klipp und klar. Ende!

(17) 12.08.19 - 14:35

Nein sagen üben!
Ich käme nie auf die Idee mein Kind regelmäßig jedes Wochenende "abzuschieben". Denn nach abschieben klingt das für mich.
Jemand vor mir schrieb "niemals als Großeltern regelmäßig betreuen". Sehe ich leicht anders. Die näher dran wohnenden Großeltern holen Sohnemann einmal die Woche bei der Tagesmutter ab. Der Tag variiert - in den meisten Fällen sogar so, wie es eben IHNEN passt. Beide sind Renter, müssen sich aber um ihre pflegebedürftigen Eltern kümmern. Ausnahmen, dass wir Termine vorgeben liegen eigentlich nur bei guter Begründung (länger dauernder Termin im Büro, der vorher klar ist), vor. Da klappt es dann i.d.R. auch immer.
Diesen "Dienst" nehmen wir aber nur in Anspruch, weil er uns x-mal angeboten wurde. Wir sparen dadurch ein paar Stunden Betreuungskosten, die Großeltern freuen sich über Zeit mit dem Enkel.

(18) 12.08.19 - 14:54

Was diskutierst Du noch? Sie sind taub auf dem Ohr, sie wollen weder Anspielungen noch Ansagen verstehen. Wofür dann klärende Worte?

Sie knallen Termine rein, Du suchst Dir einen im Monat aus, fertig. Sprüche wie "Du hast ja Zeit!" würde ich ignorieren.

"Klar habe ich auch Angst, dass ich die Kleine nicht mehr sehen darf, aber so kann esn icht mehr weitergehen."

Das wird nur passieren, wenn Du weiter bohrst. Diskussionen bieten Platz für Streitigkeiten, das wiederum bietet Platz für Konsequenzen. Dann diskutier nicht - zieh es einfach freundlich (aber knallhart) durch. Du musst Dich nicht rechtfertigen, warum Du Dein Enkelkind nur einmal im Monat nehmen kannst oder willst. Punkt.

>>>und hab nur geschrieben, wenn er das Rad nicht mitbringt, mache ich gar nichts.<<<

Und? Hat er das Rad mitgebracht?

Du musst lernen, nein zu sagen.
Du musst dich niemandem gegenüber rechtfertigen. Ob du jetzt gar nicht arbeitest oder 60 Stunden pro Woche ist vollkommen egal.
Dein Sohn/deine Schwiegertochter wirken auf mich wie verwöhnte Einzelkinder, die gewohnt sind, dass sich alles um sie dreht und dass die Mütter springen, wenn sie das wollen. Und ihr springt ja auch...

Dieses "Termine in WA werfen" finde ich so unverschämt, da fehlen mir wirklich die Worte.

Sehe ich genauso, finde ich unmöglich mit der WhatsApp-Gruppe. Aber: Soll er doch Termine reinwerfen! Das Problem entsteht doch nur dadurch, dass die TE sie annimmt! Warum sie das wieder und wieder macht ist mir ein Rätsel.

(23) 12.08.19 - 15:39

Tritt doch aus der Gruppe aus und bitte um persönliche Absprachen per Telefon z.b.

(24) 12.08.19 - 15:40

Ich schließe mich uneingeschränkt der "Nicht diskutieren, nein sagen"-Fraktion an. Rechtfertige dich nicht mehr, ist nicht notwendig und in deinem Fall wohl eher noch schädlich. Ich würde auch ein Nein nicht mehr begründen - im Normalfall schon - hier aber nicht. Wer sich so rotzfrech über eure Grenzen hinwegsetzt, den kann man nur rigoros bremsen - Nettigkeiten helfen offenbar nicht.

Sowas ist schade und anstrengend, gerade auch weil es um die eigenen Kinder geht, aber die "Böse" bist in dem Fall nicht du. Ich wünsche dir viel Kraft beim Durchsetzen - denn egal, wie recht man auch hat - meist bleibt leider doch noch ein Rest von schlechtem Gewissen übrig - lass den nicht die Überhand gewinnen.

(25) 12.08.19 - 16:03

" *Du hast zwei gesunde Beine, und wenn Ihr das Rad braucht, mußt Du es holen*."

Bei dem Satz hätte mir mein Vater eine Ansage gemacht, die sich gewaschen hätte. Wenn es bei der Ansage geblieben wäre!


In deinem Fall hätte ich u.U. gekontert: du hast ein Kind, wenn du eines wolltest, dann kümmer dich selbst. :-[


Oder: für Dauerbabysitting verlange ich kein Geld. Für Unverschämtheiten schon!
(der zweite Satz könnte von meinem Vater sein #schein)


Nur, dass das bei euch nichts bringen würde. Dazu ist die Situation festgefahren. :-(
Da würde vermutlich nur noch helfen:

Termine sagen, wann es geht. An den anderen Terminen nicht anwesend sein. herausfordern, ob sie dann vor der Türe stehen bleiben und warten oder ob sie dann zur anderen Oma fahren.

Selbst nicht zu Hause sein, damit es nicht darauf hinausläuft, doch die Türe zu öffnen.


Wer nicht hören will, muss fühlen.
Sagte meine Oma, meine Eltern, sagten wohl schon die Großeltern meiner Großeltern zu ihnen.
Meist wenn es um natürliche Folgen ging wie heiß, spitz etc. (nicht um Schläge).

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