Akzeptanz eines Einzelkindes

An alle, die ungewollt ein Einzelkind haben. Was ist eure Erfahrung, wie lange hat bei euch die Trauer gedauert, Abschied von Gedanken an noch eine Schwangerschaft, noch einmal ein Baby, noch ein kleines Wesen, was man so unendlich liebt. Zur Zeit denke ich täglich darüber nach. Wie schade es ist, dass unsere Tochter keine Geschwister hat. Für sie, aber auch für mich/uns. Das sie nie Tante wird, dass sie keine Geschwister hat, wenn wir mal nicht mehr da sind, etc. Ich sehe nur noch Schwangere und bin tierisch neidisch. Ab wann ist Grad drüber gewachsen? Ab wann ist das Thema Baby abgehakt, frage ich mich.
Zu meinem Hintergrund: Das Spermiogramm meines Mannes ist eingeschränkt, unsere Tochter ist durch eine ICSI entstanden, da war ich bereits 40. Wir hatten dann noch two Geschwisterversuche, jedoch negativ. Nun bin ich 43, was eine persönliche Grenze ist. Und würde nun gerne einfach mit dem Thema abschließen. Mich einfach nur tierisch über unsere Tochter freuen. Aber doch hoffe ich jeden Monat, dass ein Wunder geschieht. Es ist, als ob nach Jahren des Kinderwunaches so eine Routine im Kopf daraus geworden ist... 🙄

Hallo,
Ich kann zum Thema direkt nichts sagen. Wollte aber anmerken dass deine Tochter auf jeden Fall Tante werden kann, wenn ihr zukünftiger Mann Geschwister hat! 😊 und hat sie vielleicht Cousins oder Cousinen zu denen sich eine Geschwister-ähnliche Beziehung entwickeln könnte?

Ja, sie hat 6 Cousinen und Cousins, wovon drei in der selben Stadt wohnen. Die Jüngste meiner Zwillingsschwester ist drei Jahre älter und die beiden lieben sich heiß und innig. Wir machen auch sehr viel zusammen, und ich hoffe, dass die ihr so ein wenig Ersatz sind...

Das klingt doch nach dem besten Voraussetzungen!
Alles Gute euch! 😊

Ich sehe gerade deinen Beitrag hier. Ich kopiere meine Antwort mal einfach, da das Thema, denke ich, besser in Familienleben aufgehoben ist:
Hallo
Wir haben uns gerade schweren Herzens gegen ein weiteres Kind entschieden. Beziehungsweise definitiv gegen den Weg Kinderwunschklinik. Wir sind 2 Frauen und wohnen im Ausland. Wir sind beide durch unsere Familie vorbelastet und wollten das nicht unbedingt weitergeben. Unsere Tochter ist so also durch Embryo Adoption zu uns gekommen. Die Schwangerschaft war hart. Mir ging es sehr schlecht und ich landete mehrfach im Krankenhaus. Ob das wieder so wäre, weiß natürlich keiner. Nur haben wir jetzt eben ein kleines Kind und wohnen im Ausland, so gut wie ohne Hilfe. Vieles ist hier anders und es wäre für uns sehr schwer, wäre es auch nur annähernd so schlimm. Der Wunsch nach einem zweiten Kind ist aber sehr groß, also überlegten wir sehr lange hin und her. Erst dachten wir an Adoption. Leider ist das hier als Ausländer nicht möglich. Also waren wir wieder bei der Kinderwunschklinik. Aber auch hier ist einiges sehr anders als in dem Land, in dem wir während der Schwangerschaft lebten. Dazu alles andere.
Jetzt sieht es so aus dass unsere Tochter Probleme mit dem hören hat. Das war für uns jetzt der ausschlaggebende Punkt. Die kommende Zeit wird dadurch nicht einfacher. Das Risiko ist uns zu groß und das jetzt, hat uns nochmal einen anderen Blickwinkel gegeben.
Wir haben uns jetzt dafür entschieden, weiter zu sparen. Wenn die Situation mit unserer Tochter etwas klarer wird, werden wir uns nochmal über eine Adoption (aber im Heimatland meiner Partnerin) informieren.
Wir sind was das an geht mit unseren Gedanken wohl etwas egoistischer als du, wenn man das so sagen kann. Wir gehen in der Elternrolle sehr auf und wünschen uns einfach ein weiteres Kind.
Ich kann verstehen wie du zu einigen deiner Aussagen kommst, denke aber auch, die Trauer lässt dich nicht ganz klar denken. Dein Kind kann Tante werden. Durch einen Partner oder als soziale Tante (wir haben sehr gute Freunde, die sind für unser Kind einfach Tante und Onkel). Keine kann dir sagen, wie für sie eine Zukunft mit Geschwistern wäre. Beistand wird sie haben, durch Freunde, Partner (dessen Familie?),... Geschwister können eine Bereicherung sein, aber auch das Gegenteil. Ich habe vor kurzem einen Artikel gelesen, in dem es um die Pflege der Eltern ging. Dort hieß es, oft kümmert sich nur eins der Kinder. Das aus ganz unterschiedlichen Gründen. Der Gedanke der sich Liebenden Geschwister, die sich bei allem beistehen, ist wirklich schön. In der Realität sieht das aber bei vielen anders aus.
Euch alles Gute 🍀

Grüße

Hey, ich verstehe dich so so gut.....ob das Gefühl je komplett verschwinden, ich weiß es nicht. Aber ich kann ein wenig von mir erzählen.

Bis ich schwanger geworden bin hat es drei Jahre gedauert, ich war so glücklich, hatte eine tolle Schwangerschaft. Die Geburt war schlimm, Notkaiserschnitt, die Angst um mein Baby. Unser Sohn war ein Schreikind, das erste Jahr wirklich der Wahnsinn. Es wurde irgendwann besser und ich bzw wir waren froh ein glückliches und gesundes Kind zu haben.

Wir haben lange über ein zweites Kind nachgedacht, wollten immer zwei oder gar drei. Aber ich glaube es ist gut wie es ist. Auch ich schaue heute noch jeder Schwangeren nach, Familien mit mehreren Kindern. Dennoch weiß ich tief im Inneren, das es für uns so der richtige Weg ist. Ich habe emotional eine Menge hinter mir, das finanzielle spielt leider auch eine Rolle, die Angst ein zweites Kind zu bekommen welches nicht gesund kein könnte (die Angst hatte ich sehr lange aufgrund eines Fehlgeburt vor vielen vielen Jahren).

Wir sind sehr dankbar unseren Sohn haben zu dürfen. Dennoch gibt es immer wieder Phasen in denen ich sehr traurig bin. Auch weil ich weiß das es für meinen Sohn nicht immer schön ist keine Geschwister zu haben.

Obwohl ich 4 Kinder habe, kann ich Deine Gedanken sehr gut nachvollziehen. ...mein Nachzüglerkind kam 10,5 Jahre nach dem jüngsten meiner anderen 3 Kinder - und ich bin mir sehr bewusst, dass sie alleine mit Papa & mir sein wird, wenn sie es versteht (in ca. 5 Jahren). Ich hatte (& habe) es mit den 3 großen Jungs immer anders - kann mir das gar nicht vorstellen! Aber irgendwie wird das schon gehen!

Ich bin einzelkind. Aus gesundheitlichen gründen wollte meine mama keins mehr. Ich war total gerne einzelkind. So viel aufmerksamkeit, geschenke und zuwendung fand ich immer toll! Mir ist es auch wurst ob ich tante werden kann oder nicht. Mein mann hat neffen, das sind in meinen augen aber seine. ;-) ich hab nen cousin und wirklich gute freunde die ich tw. Schon 20 jahre kenne und ich vermisse nix. Ich gehöre in die Sparte verwöhntes EK aber trotzdem bin ich in der regel ein netter, hilfsbereiter und sozialer mensch.
Meine eltern konnten mich in der kindheit/jugend so toll unterstützen, mental als auch finanziell und ich konnte mir einige träume, wunschausbildung, reisen etc leisten. Ich hatte bisher ein tolles leben.

Genauso geht es mir auch.

Ich fand es auch als Kind nie tragisch keine Geschwister zu haben, ich wollte lieber einen Hund ;)

Dadurch, dass ich nie teilen musste, konnte ich das als Kind auch immer sehr gut. Während sich meine Cousins und Cousinen die Köpfe eingeschlagen haben wegen einem Spielzeug oder wer die größere Pommes haben darf, hab ich immer gerne abgegeben. Ich musste ja sonst nicht teilen. Auch bei meiner Klassenkameradin habe ich gesehen, wie nervig kleinere Geschwister sein können. Klar regelt sich das irgendwann, aber ich kenne auch genug Geschwister die sich im hohen Alter noch zerstreiten oder gar keinen Kontakt mehr haben.
Wie viele meiner Freunde mit vielen Geschwistern sind nie in den Urlaub geflogen? Wir waren fast jedes Jahr zweimal im Urlaub, ich dort Freundschaften geschlossen usw. Mir hat also absolut nichts gefehlt.

Niemals Tante sein? Stört mich irgendwie null, ich bin lieber Mutter :)

Ganz genau!

Beide Eltern immer für einen da, keine Eifersüchteleien oder Streitereien.

Meine Mutter sagte mir, ich habe oft nach einem Nachmittag mit vielen Kindern, am Abend mich freiwillig in mein Zimmer zurückgezogen und gespielt. Ich brquchte diese Ruhe einfach nach dem Trubel, weil ich es gewohnt war.

lg lene

Guten Morgen,
Unser wunderbarer toller Sohn ist mittlerweile knappe 10 Jahre alt.
An den Gedanken kann ich mich niemals gewöhnen das er Einzelkind sein muss :-( /bleiben muss.
Eine Zeitlang ging es Gefühlsmässig. Bis zu dem Punkt wo er anfing nachzufragen nach einem Geschwisterchen.
Da er ein schwieriges Kind war /ist mit jetzt herrausgestellter ADS und LRS und hochsensibel ist es für uns keine Option noch ein Kind zu bekommen da er die Ganze Aufmerksamkeit fördert die wir ihm geben können.
Die Geburt damals war für ihn und mich traumatisch deswegen hatte ich die ersten Jahre Angst nochmal schwanger zu werden und zu entbinden. Also gewartet,zusätzlich habe ich Die Zeit damals als Kleinkind mit ihm einfach nur genossen. Des Weiteren habe ich mir damals ein Zeitlimit gesetzt.wenn ich bis ich 30 bin nicht schwanger werden würde,war es das mit einem zweiten Kind.tja jetzt bin ich 35 der Zug ist abgefahren. Ich denke immer wieder darüber mal nach aber der verstand sagt mir ganz klar:" dein Sohn brauch deine ganze Aufmerksamkeit,es wären 2 Einzelkinder,nochmal ganz von vorne anfangen usw.das macht es mir dann doch etwas leichter."
Ich wünsche dir alles Gute.

Huhu
Ich habe auch ein Kind, das viel Aufmerksamkeit braucht (Asperger Autist). Er hat aber mehrere jüngere Geschwister. Bei meinem letzten Sohn war er auch fast 11. Und grade dieser Altersabstand ist für ihn perfekt. Die beiden sind viel zusammen und profitieren sehr voneinander. Und 35 ist ja auch noch nicht zu alt, um Kinder zu bekommen!
Ich glaube, grade spezielle Kinder, brauchen Geschwister mehr als andere. Wenn du kein Kind mehr mochtest, ist das eine Sache, aber das Argument, keins mehr zu bekommen, weil das erste so viel Aufmerksamkeit fordert, kann ich entkräften.
Lg

Lieben Dank für eure Antworten. Es hilft ja doch immer ein wenig, darüber zu "reden". Ich glaube, es fällt mir so schwer, weil ich selber drei Geschwister habe, darunter eine eineiige Zwillingsschwester, mit denen ich ein sehr gutes Verhältnis habe. Aber ich tröste mich auch damit, dass die drei Kinder meiner Zwillingsschwester wie Halbgeschwister im Prinzip sind.

Aber was mich auch nicht los lässt von den Thema: es ist eben nicht unsere eigene Wahl. Wir müssen akzeptieren, dass es bei uns nicht einfach so klappt. Und das ist sooooo schwer. Meine Schwester war immer sofort nach ein oder zwei Monaten schwanger, und wir müssen uns auf den Kopf stellen. Dann habe ich also immer Gedanken, wenn es sofort geklappt hätte, hätten wir schon lange zwei Kinder, etc

Ach, das Leben ist nicht immer einfach, aber ich muß dir Scheinwerfer wirklich anders ausrichten: wir HABEN ein ganz tolles Kind, trotz der Schwierigkeiten...

>>es ist eben nicht unsere eigene Wahl.<<

Für mich persönlich wäre dies irgendwie ein "guter Gedanke". Ist glaube ich aber meiner Persönlichkeit geschuldet ;-)

Nach meiner Tochter hatten wir viele Jahre keinen Wunsch nach einem zweiten Kind. Dann kamen aber immer diese Gedanken, die du auch oben beschreibst "Sie wird nie Tante werden, Was ist, wenn wir nicht mehr da sind...etc."

Und dann standen wir da und mussten uns entscheiden. Wir wussten, dass wir mit unserer Entscheidung auch alles kaputt machen könnten. Was, wenn wir uns nun doch für ein Einzelkind entscheiden und bereuen es später? Was, wenn wir uns für ein zweites Kind entscheiden und sich unser Zusammenleben ins negative verändert? (diese Fälle haben wir im Freundeskreis nämlich auch). Hier trugen wir ganz allein die Verantwortung.

Ich habe mir oft gewünscht, dass mir jemand/das Schicksal diese Entscheidung abnimmt.

Wie habt ihr euch entschieden? Ich kann deine Gedanken auch verstehen...

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Ich denke viel "machen" kann man da garnicht. Du/ihr hattet einen Lebensentwurf, der so eben eben nicht geklappt hat. Damit steht ihr nicht alleine. Das einzige, was bleibt, um nicht mit dem ganzen Leben zu hadern ist, es anzunehmen so wie es ist, es gibt kein anderes Leben.

Ja, das hört sich platt an, ich weiß, aber das ist die Essenz von meinem persönlichen Krebsleiden. Das hatte ich mit 36 auch nicht so "geplant", aber es ist passiert. Das war auch für micht die Zeit Prioritäten neu zu ordnen. Und zu hoffen, dass irgendwann in meinem Leben auch "Kleinigkeiten" wieder wichtig werden. In der Phase zwischen Hoffnung, Befund und einigen OP´s habe ich mir am Tag ca. 10 Minuten Selbstmitleid gegönnt. Und dann aber weitergemacht mit dem, was ich hatte. So bin ich da ganz gut durchgekommen.

Nicht hadern - annehmen. #herzlich

Vielen Dank, du hast ja so recht! Akzeptanz ist der Schlüssel.
Ich hoffe, du bist mittlerweile wieder richtig genesen und kannst nun gestärkt auf alles zurück blicken!

Ja, ich gelte als genesen. Die Furcht, dass der Krebs wiederkommt bleibt immer, aber das darf einen nicht daran hindern zu leben.

Und so kann ich auch nur raten nach vorne zu blicken und das Beste daraus zu machen.

Alles Gute.

Mein Mann ist ein ungewolltes aber glückliches Einzelkind. Er hat zwei Patenkinder und er hat durch mich in eine turbulente Großfamilie eingeheiratet. Ich wüsste nicht dass ihm ein Geschwister fehlt. Dein Kind wird es nicht anders kennen. Und du für dich musst denke ich entscheiden, ob du selber aus dem Schmerz und der Trauer heraus findest. Beides ist legitim keine Frage. Oder ob du Hilfe brauchst, das kann man über ein Forum nicht beurteilen! Kann mir aber vorstellen dass man als Zwilling da nochmals eine ganz andere Bindung hat als unter normalen Geschwistern und die Vorstellung für dich deshalb noch viel schwieriger ist dass dein Kind ein Einzelkind bleibt. Alles Gute!

Danke für deinen Beitrag. Ich ertappe mich auch immer bei den Gedanken, dass ich gerne für 5 Minuten Zeitsprung in die Zukunft machen würde, gucken, ob sie in eine Großfamilie einheiratet, oder selber 2-3 Kinder hat, dann wäre für mich alles bestens ;).
Ich werde mich nun mal mehr in Akzeptanz üben und schauen, ob ich das selber in Griff bekomme. Notfalls doch mal mit jemanden professionell darüber reden. Aber ich denke, es wächst hoffentlich selber Gras über diese Wunde.

Huhu
Nun, ich glaube da ist deine Chance groß! Ich selber bin quasi Einzelkind (habe meinen Bruder leider früh verloren).
Und vielleicht war mein Wunsch nach einer Großfamilie deshalb immer da. Heute habe ich 7 Kinder!

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Hey, mir geht es genau so!! Unsere Tochter ist 2015 durch ICSI entstanden, sie ist jetzt 3. Es hatte damals nach langem Kinderwunsch und vielen Untersuchungen beim ersten Mal geklappt. Mein Mann hat ein stark eingeschränktes Spermiogramm, Schwangerschaft auf natürlichem Wege nahezu ausgeschlossen. Ich war damals 33.

Die Schwangerschaft war traumhaft, die Geburt ebenso. Unsere Tochter war vom ersten Tag an ein kleiner Engel. Sie hat schnell durchgeschlafen, sehr selten geschrien. Das änderte sich in der Trotzphase, aber das ist ja normal. ;-)

Etwa 1,5 Jahre später wollten wir es wieder versuchen und ich war (zu) zuversichtlich. Es hat ja beim ersten mal auch so schnell geklappt. Dann ging die Odyssee los. Die erste ICSI ging schief, Eierstock angerissen, Krankenhaus. Es folgten eine Kryo und zwei weitere ICSIs, alle negativ. Nervlich waren wir am Ende. Ich wollte eine Pause. Vier Monate später, als ich gedanklich wirklich nicht beim Thema Kinderwunsch war, war ich plötzlich schwanger. Einfach so. Das war schon fast ein Schock. Wir haben uns so gefreut. Leider ist unser Kleiner Sohn in der 13SSW gestorben. Einfach so.

Wir hatten noch vier Kryos eingefroren. Unser letzter Versuch. Alles weitere übersteigt unsere psychischen und auch finanziellen Kräfte. Dieser Versuch führte zu einer Schwangerschaft, MA Inder 8.SSW. Das wars für uns.

Unsere Tochter ist ein glücklicher Wirbelwind. Wir können ihr alles geben, sie in allem fördern, uns ganz auf sie konzentrieren. Nie Geschwisterzänkereien. Schneller wieder eigene Freiheiten.

Wir reden uns das jetzt schön. Wir hätten es ganz anders gewollt, aber wir müssen es nehmen wie es ist und daran die Vorteile sehen. Denn auch die gibt es! Das klappt mal besser und mal schlechter, aber die Dankbarkeit über unsere wundervolle Tochter überwiegt.

Da habt ihr ja auch eine Odysee hinter euch. Ähnlich wie bei uns. Insgesamt 5 Inseminationen und 5 ICSI. Nachdem es bei unser Tochter mit dem dritten Versuch klappte, war ich irgendwie sehr zuversichtlich, dass es noch mal Laien wird. Aber nun muss man echt feststellen, es ist ein Wunder und ein Glück, dass wir sie haben. Man fühlt sich nur so ungerecht behandelt, wenn andere nur zweimal mit einander schlafen müssen und schwanger sind ;). Aber auf der Kehrseite kenne ich treu Gründungen, bei denen alle medizinische Hilfe auch nichts gebracht hat.

Zwei Freundinnen... Sorry, schreibe mit dem Handy.

Hallo,

wir haben auch „nur“ ein Einzelkind, entstanden nach 7 Jahren Kinderwunschzeit und unser größtes Glück. Deine Trauer kann ich nicht recht nachvollziehen, natürlich wäre auch für uns ein 2. Kind sehr bereichernd und schön gewesen ABER wir sind so dankbar, dass wir (überhaupt) unseren Sohn haben und das ist für mich immer noch das größte Wunder, nach diesen langen Jahren des Hoffens.

Wir haben unser Kind und sind unendlich dankbar dafür. Ich möchte mir nicht vorstellen wie ein Leben ohne Kind wäre, das würde mich mit Trauer erfüllen.

Und alles im Leben hat Vor- und Nachteile, so auch das Leben mit (egal) wievielen Kindern. Wir wollten auch immer 2 Kinder, jetzt haben wir 1 Kind, dafür können wir (immer noch) viel reisen, ich kann meinem Hobby nach wie vor nachgehen... Ich sehe das Positive, auch wenn ich darauf (sehr) gerne verzichtet hätte. Aber es ist nun mal so und ich bin zufrieden.

Liebe Grüße

Ich bin Einzelkind.
Ich hätte schon auch gerne Geschwister gehabt (alle meine Freunde hatten welche) allerdings wollte meine Mama aufgrund gesundheitlichen und familiären Problemen kein 2 Kind mehr. Ich hatte dafür aber immer die Aufmerksamkeit für mich allein wenn Mama mit mir spielte oder ich mal bei Oma war. Habe an Weihnachten und Geburtstag mehr Geschenke bekommen als viele meiner Freunde was ich wiederum toll fand. Das ich keine Tante bin finde ich nicht schlimm. (wenn eins der Kinder keine Kinder will ist das andere Kind ja auch nicht Onkel oder Tante wenn ich das mal so sagen darf 😅 ) Auserdem gibt es auch Kinder die gar keine Geschwister wollen und lieber Einzelkind bleiben wollen / wären. Hat alles seine vor und Nachteile.

Hoffe du kommst irgendwann damit zurecht 😔

Wenigstens hast du ein Kind bekommen dürfen denn anderes Leute bekommen nicht mal eins trotz vieler Hilfe.

Geschwister wünscht sich meine sehr. Diese kann ich ihr nicht bieten.
Andere Kinder und Besuche versuche ich zu ermöglichen, so oft es geht.

Tante werden kann sie trotzdem. Partner mit Geschwistern, Patin durch das Kind von Freunden, Bezugstante etc.

Geschwister zu haben bedeutet nicht automatisch, dass diese auch Kinder bekommen.
Meine Eltern haben viele Geschwister, diese wiederum (überwiegend - nicht alle) Kinder.

Meine Cousins/Cousinen haben nur vereinzelt Kinder. Auf viele Erwachsene kommen ein paar wenige Kinder. Die meisten sind kinderlos. Da deren direkte Geschwister ebenfalls kinderlos sind, freuen sie sich über die Kinder der Cousins/Cousinen, die es gibt.


Eine Freundin hat selbst keine Kinder, freut sich über 3 Patenkinder und liebt diese sehr. Ihre Geschwister haben keine/ein Kind, Kontakt: nur zu den runden Geburtstagen der Eltern, Bezug zu diesem einen Kind: keiner. Das wäre ohne Kind oder mit mehreren Kindern auch nicht anders.


Mein Kind wünscht sich weiterhin Geschwister, weiß aber auch, dass es keines durch mich geben wird.

Bei mir ist der Punkt da, dass ich mich zwar freuen würde, wenn noch eines käme. Nein, ich würde es lieben; freuen kann man jetzt erst mal nicht mehr sagen. Ich favorisiere es nicht mehr und strebe es nicht mehr an.
Gesundheitlich habe ich schon einiges durch.

Selbst war ich ein Nachzügler und meine Eltern schon älter. Einerseits freue ich mich, dass es mich noch gibt und ältere Eltern haben durchaus ihre Vorzüge.

Andererseits war ich noch nicht volljährig als diese zu Pflegefällen wurden. Das prägt durchaus. Sie sind auch gestorben, als ich noch recht jung war.

Andererseits gibt auch frühes Kinder bekommen keine Garantie. Mein Kind hat mich schon schwer krank erlebt und einiges mit durchgemacht. Dadurch, dass ich noch etwas jünger bin, kann ich mich wieder aufrappeln. Bei meinen Eltern kamen zu den Pflegefaktoren noch die Alterseinschränkungen hinzu, dass ihnen das Aufrappeln schwerer fiel.


Meine Geschwister waren während der Pflege der Eltern praktisch. Da sie volljährig waren (im Gegensatz zu mir), durften und konnten sie einiges regeln. In dem Punkt verstanden wir uns ganz gut, konnten respektvoll miteinander umgehen und uns organisieren.
Frag besser nicht, wie es außerhalb der Pflegesituation (davor und danach) war und ist.

Bei Freunden war es umgekehrt. Sonst immer super Geschwisterverhältnis. Während der Pflege der Eltern, Chaos, Streit, gegenseitige Bevormundung usw.




Was vermisst du selbst an Geschwistern? Hast du welche? Möchtest du gute Erfahrungen weitergeben? Möchtest du schlechte Erfahrungen kompensieren/besser machen? Träumst du als selbst Einzelkind davon, wie es wäre?

Ich selbst habe mir immer Geschwister gewünscht. Kleinere #schein
Die Großen waren ja da und wir sind trotz des Altersunterschiedes auch so aufgewachsen. Trotzdem wünschte ich mir Geschwister mit denen ich mich verstanden hätte - und die ich hätte piesaken können, Streiche spielen, wie die Großen mir #schwitz
Auf Grund des Alters der Eltern war aber immer klar, dass da keine weiteren nachkommen werden! Dieses Wissen hat es mir auch erleichtert! Das war für mich wichtig, dass da nichts mehr nachkommt, egal wie sehr ich hoffe. Dass meine Eltern da auch klar Stellung bezogen haben. Fragen darfst du, ändern wird es nichts. Wir leben gut mit unserer Entscheidung!

Schade, dass es immer so problematisiert wird, Einzelkind zu sein. Ich bin eins und total glücklich drüber, allerdings war das von meinen Eltern auch so geplant. Selbst kein so tolles Verhältnis zu ihren Geschwistern, fanden sie es nicht wichtig, dass ich welche bekomme und haben nach ihrem Gefühl entschieden, dass es zu dritt einfach passt und ein Kind Verantwortung genug ist. Meine Mutter war immer froh, sich ganz auf mich konzentrieren zu können, und ich war froh, sie für mich allein zu haben. Vieles wär nicht möglich oder schwieriger gewesen, hätte es noch ein zweites Kind gegeben. Und nein, bis heute ist alles gut, ich vermisse nichts.

Die meisten Einzelkinder durchlaufen mal eine Phase, wo sie sich Geschwister wünschen, weil sie eben sehen, dass die anderen welche haben. Aber irgendwann sieht man dann auch die Vorteile und fertig. Du solltest aufpassen, deine Sorgen und Trauer nicht so sehr auf deine Tochter zu übertragen, denn sonst fühlt sie automatisch genauso, dass ihr was fehlt und Einzelkindsein was Schlechtes ist.

https://planet-einzelkind.blogspot.com

Danke für den Tipp, ich werde wirklich vermeiden, später ihr gegenüber mein Hadern wegen ihres Einzelkind-daseins zu sehr zu betonen. Wenn sie alt genug ist und mich fragt, kann ich sagen, dass wir gerne ein Geschwister für sie gehabt hätten. Aber ihr nie vermitteln, dass das nun tragisch ist, dass es nicht geklappt hat.

Du Liebe,
ich schreibe hier nie aber dein Thema ist quasi auch meines, bricht mir täglich das Herz. Kind 1 kam 2016, 2018 gewollt schwanger mit 2(+3) .... 4 Wochen später Diagnose Brustkrebs. Ich musste mich also zwischen dem sofortigen Schwangerschaftsabbruch für Therapiebeginn oder austragen ohne Therapie entscheiden. Unser Kind war damals grad ein Jahr, es konnte nur eine Entscheidung geben: alles zu tun um die Chance haben das eigene Kind aufwachsen zu sehen, alles zu geben um bei ihm bleiben zu können. Der Krebs war Hormonpositiv, ich muss noch viele Jahre Medikamente nehmen, eine erneute Schwangerschaft könnte relativ wahrscheinlich wieder Krebs auslösen. Es vergeht seitdem nicht ein einziger Tag ohne tiefen Herzschmerz, wären wir inzwischen doch mindestens zu Viert. Täglich mehrfach führe ich innere Diskussionen ob ich es irgendwann noch einmal wage (bin erst 30) oder ob das Thema erledigt ist. Immer war klar dass wir mindestens 2-3 Kinder möchten.
Aber: Wir haben die Kurve gekratzt, haben noch das Glück eines Kindes erleben dürfen (hätte ja auch vorher erkranken können, war knapp) und grad leb ich zumindest noch ;-)
Ich hoffe es hört irgendwann auf weh zu tun und dass ich meinen Frieden mit „unvorbereitet-nur-einmal-erleben-dürfen“ finden werde.