Mann zieht weg wegen Ausbildung = Scheidung vorprogrammiert?!

Hay.

Mein Mann hat vor paar Monaten beschlossen eine besondere Ausbildung zu machen, die es nur einmal in ganz Deutschland gibt!

Jedenfalls ist diese Schule 2h Autofahrt entfernt und er sagt dass er sich dort ein Zimmer bzw eine Wohnung mieten will, da sich 4h Autofahren am Tag einfach nicht lohnen.

Dieser Meinung bin ich auch!!!

Das ganze Problem an der Sache ist, dass er mich hier (wir haben hier ein geerbtes Haus) mit eineM Kind (1.5 Jahre alt bald) mit großem Hund alleine lassen will. Achja und schwanger bin ich dazu auch noch.

Sprich wenn diese Ausbildung nächstes Jahr beginnt Ende Sommer, habe ich mich alleine um die Kinder, welche bis dahin fast 2.5 Jahre und fast 1 Jahr alt sind und um den Hund alleine zu kümmern.

Übrigens soll ich am besten das 1 Jährige dann in die Kita stecken und Teilzeit arbeiten gehen, da er gerade mal um die 500 Euro Ausbildungsgehalt bekommt wenn überhaupt?

Hilfe von Mutter/ schwimu gibt es nicht, da beide Vollzeit selbst arbeiten und auch noch in Schicht! Sprich, ich muss beide Kinder versorgen, in kiga bringen, mich fertig machen, Gassi und dann zur Arbeit und da nach alle Abholen usw und so fort.

Ich finde das ganze soo unfair, aber er besteht drauf diese Ausbildung zu machen, weil er meint mit den Kenntnissen seinem Vater im Geschäft einmal helfen zu können. Achja und er will selbst auch in die Selbstständigkeit wo ich völlig dagegen bin, da ich der Meinung bin mit 2 kleinen Kindern brauchen wir einfach was festes an Job!!!

Ich war vor meiner ss selbstständig und weiß wie hart es ist Geld zu verdienen.

Außerdem kommen von ihm so Sachen wie:

"Wenn ich am Wochenende heim komme, kann ich ja mit dir Mathe lernen, du hast ja Abi gemacht und weißt wie das alles geht"

OK ich behandelt unsern Hund auch wie ein Kind, aber muss ich meinen Mann auch so behandeln??? Ich habe dann doch absolut kein Leben mehr, außer mich für jeden aufzuopfern einen nach dem anderen...

Ich frage mich ob es denn noch Sinn macht.

Was denkt ihr+?!

Ich denke mein Mann hätte früher überlegen sollen ob ihm der Job passt oder nicht und sich Umschulen lassen oder ähnliches. Aber doch nicht jetzt?!! Ich würde auch gerne ein Duales Studium machen, weiß aber auch, dass es jetzt einfach nicht machbar ist mit so kleinen Kids!!!

Danke fürs Lesen! :((

Es gibt viele Frauen, deren Männer nur am Wochenende zu Hause sind und die trotzdem Kinder, Haushalt und Arbeit bewältigen, Gleiches gilt für Alleinerziehende, die ja ohnehin ALLES IMMER alleine machen. Wenn du also denkst das ginge nicht - doch es geht durchaus.

Fragwürdig finde ich den Weg dahin. Habt ihr das irgendwie zusammen beschlossen? Wie kommt er denn darauf, das unbedingt jetzt machen zu wollen? Zusatzausbildung ist ja immer schön, wenn einem aber die finanzielle Grundlage wegbricht ist das schon blöd. Woe denkt ihr denn, soll das dann funktionieren?

Mal abgesehen davon schreibst du immer nur "er will" und "ich soll dann". Ist das denn keine gemeinsame Entscheidung?

Natürlich wäre es machbar, aber meist ist es so das die Männer gut verdienen und Frau nicht viel bzw gar nicht arbeiten muss.
Natürlich müsste es laufen, wenn man alleinerziehend ist aber das ist sie nicht! Er ist Vater und somit auch verantwortlich für seine Kinder. Er kann sich doch nicht mit allem auf seine Frau verlassen, sprich Geld und Kinder? Er hat ein schönes Leben und sie geht zu Grunde...

Nichts anderes habe ich geschrieben oder?

Wenn man muss geht es immer. Aber der Weg, der die beiden dahin führt, ist fragwürdig.

Übrigens würde ich nicht sagen, dass Frauen in Wochenendbeziehungen kaum oder gar nicht arbeiten müssen.

Und ob es für einen Mann ein "schönes Leben" ist, von Frau und Kind getrennt zu sein, stelle ich persönlich auch sehr in Frage.

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Ja du hast recht, es ist nicht fair. Es sind eure Kinder und du musst dich alleine kümmern. Am Wochenende will er wahrscheinlich auch seine Ruhe und du stehst mit allem alleine da. Auf Dauer gibt es nur Frust! Außerdem, wie will er die Wohnung plus Lebensmittel und Co. mit 500€ finanzieren? Die Kosten für euer Haus sind auch da, bedenke wenn etwas kaputt geht? Wie stellt er sich das finanziell vor? Sollst du dann gleich Vollzeit arbeiten, alles stemmen plus Kinder und Haushalt? Ja das sollte man sich vorher überlegen, bevor die Kids kommen! Frage mich wirklich, wie er sich das alles vorstellt...

Hallo, wenn es dir mit Hund zuviel wird, kannst du / könnt ihr ihn abgeben.

2 Kinder morgens fertig machen, zur Kita bringen, mittags abholen, kochen usw. - das ist doch ganz normaler Alltag, wie ihn viele haben.
Haushalt wird dann eben am Samstagvormittag zusammen gemacht.

Alternativ vermietet ihr das geerbte Haus und sucht euch eine gemeinsame Bleibe für die Zeit der Ausbildung.

Für einen begrenzten Zeitraum von 1 Jahr würde ich die A-Backen zusammenkneifen und das durchziehen.

Grusd

"wenn es dir mit Hund zuviel wird, kannst du / könnt ihr ihn abgeben."

Sie hat doch geschrieben, der Hund sei für sie wie ein weiteres Kind. Ich finde es erstaunlich, wie leicht dazu geraten wird, ein Haustier einfach abzugeben, es ist doch auch ein Familienmitglied. Und hier nur aus dem Grund, weil der Mann auf dem Egotrip ist..?

Oder die Kinder abgeben? Die sind teurer und arbeitsintensiver als der Hund....

Es gibt einfach unglaublich dumme Vorschläge, sorry.

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Ich finde es toll, dass er sich weiterbilden möchte und Ziele hat.

Mein Mann hat eine Weile lang am Wochenende studiert und gelernt, war in der Woche lange und viel arbeiten und studieren. Ja, es war anstrengend, aber es hat sich gelohnt. Und es ist zeitlich absehbar - wie bei deinem Mann.

Was gegen eine Selbständigkeit spricht (es gibt ja himmelweite Unterschiede) nur weil man Kinder hat, verstehe ich auch nicht. Wir haben drei Kinder, und sind selbständig. Das läuft hier wesentlich besser als zu Zeiten wo wir fest angestellt waren.

Wenn ihr euch liebt, schafft ihr das!

Irgendwie scheint dein Mann nicht kapiert zu haben, dass Familie bedeutet GEMEINSAM sein Leben zu planen. und zwar anhand realistischer Parameter. Wie will er denn diese Ausbildung finanziell stemmen?

Oder er hat es jetzt kapiert, bekommt kalte Füße und will Flucht. Freiheit mit seiner Sicherheit und das ab durch die Mitte, damit sie ihm nicht rein-mit-gemeinsam-entscheiden kann.

Hi,
grundsätzlich kann ich seinen Wunsch schon nachvollziehen. Aber sehe ich das richtig, dass es sich dabei nicht um etwas Dringendes handelt, sondern ein nettes Obendrauf ist, um irgendwann mal bei seinem Vater einzusteigen? Dann käme als Kompromiss infrage, dass er das Ganze um ein paar Jährchen verschiebt, bis ihr voll eingegrooved seid und du eine geregeltes Einkommen nach Hause bringen kannst.
So ist es ein ziemlicher Egotrip und selbst wenn hier wieder drauf verwiesen wird, dass die Belastung doch voll easy ist und das doch der Alltag von soooo vielen ist. Aber meist steckt doch dahinter, dass sich in der Zeit der Abwesenheit der Männer das Konto doch weit besser füllt und der bessere Verdienst die Motivation dafür ist, bei euch passiert ja dann das Gegenteil.
Ich kann deine Bedenken nachvollziehen.

Vlg Tina

Mir ist sowas immer schleierhaft man hat doch nen Lebensplan! Da wird erst schön rumgedümpelt und in den 4 oder 5 Jahren wo die Kinder klein sind und man besonders Rücksicht nehmen sollte kommt dann der Egotrip und alles was man bisher verpennt hat muss dann sofort mit der Brechstange erreicht werden und hat dann auch nicht noch drei Jahre Zeit bis Kind 2 in den Kindergarten geht ... sorry für sowas hab ich null Verständnis. Es gibt Situationen wo man zuschlagen muss und vom eigentlichen Plan abweichen muss aber Zusatzausbildung und Übernahme des Familienbetrieb stehen bestimmt nicht erst seit gestern auf dem Plan und müssen jetzt auch vermutlich nicht zwingend in 2 Jahren realisiert sein. Und es muss auch ne Absprache da sein wer Karriere macht und wer sich wann wie fortbilden kann. Jeder sagt was er will und wie er sich die gemeinsame Zukunft vorstellt und dann schaut man ob und wie man zusammen kommt und das am besten bevor man die Pille absetzt.

So eine Entscheidung kann er, finde ich zumindest, nicht einfach so alleine treffen. Das ist etwas wo alle Parteien mitziehen müssen und wenn das nicht der Fall ist, dann muss er eben entweder auf die Ausbildung verzichten oder mit dir einen Weg finden mit dem du auch leben kannst. Für mich wäre so eine friss oder stirb Entscheidung über meinen Kopf hinweg tatsächlich auch ein Trennungsgrund.

Der einzige Kompromiss der mir einfallen würde, und auch schon sehr auf deine Kosten geht, wäre folgender: Wäre es vielleicht eine Möglichkeit das Haus in dem ihr jetzt wohnt zu vermieten/zu verkaufen? Dann könntest du, falls du dir das überhaupt vorstellen kannst, mit ihm mit ziehen und er kann dich dort an dem Ort wo die Ausbildung stattfindet unterstützen.

Klar kann man sowas auch alleine hinkriegen, aber es war eine gemeinsame Entscheidung Kinder zu bekommen. Kinder kosten Geld und das muss man sich klarmachen, da kann man nicht mitten drinne allein entscheiden dass man sich vielleicht doch noch anderweitig verwirklichen möchte. "Geht schon irgendwie" mag funktionieren wenn man für sich allein die Verantwortung trägt, wenn mehr Personen beteiligt sind haben die auch ein Mitspracherecht. Warum solltest du also diese Verantwortung plötzlich alleine tragen nur weil er sich verwirklichen möchte? Warum musst du das Hauptgewicht tragen, wenn ihn überhaupt nicht interessiert wie es dir damit geht?

Für mich wäre da ganz dringend ein Gespräch angesagt.

Ich drücke dir die Daumen, dass ihr eine Lösung findet die für euch alle akzeptabel ist.

<<<Ich finde das ganze soo unfair, aber er besteht drauf diese Ausbildung zu machen, weil er meint mit den Kenntnissen seinem Vater im Geschäft einmal helfen zu können. Achja und er will selbst auch in die Selbstständigkeit wo ich völlig dagegen bin, da ich der Meinung bin mit 2 kleinen Kindern brauchen wir einfach was festes an Job!!!

Ich war vor meiner ss selbstständig und weiß wie hart es ist Geld zu verdienen. <<<


Es spricht ja nichts gegen eine weitere Ausbildung. Klar sind 500 Euro wenig Geld, wo man allerdings auch noch Meisterbafög beantragen kann:

https://www.mystipendium.de/bafoeg/meister-bafoeg

Mir scheint es aber hier wenig durchdacht das Ganze von deinem Mann. Habt ihr denn finanzielle Rücklagen? Mir stellt sich bei dir auch die Frage, wenn du deswegen wieder arbeitest, nimmst du dann deine Selbständigkeit wieder auf, wenn sich da wirklich lohnt oder sagst nein, suchst dir eine Teilzeitarbeit.

Wegen der anderen Belastung unter der Woche mit zwei kleinen Kindern, ja das haben allerdings auch viele Frauen. Mein Mann ging Schichten rund um die Uhr und wehe da waren Überstunden angesagt, ja dann gab es dazwischen auch keine freien Tage. Damals waren beide Kinder noch klein 8 und 3 Jahre, eins davon mit einer Mehrfachbehinderung. Und ich ging auch noch Teilzeitarbeit nach. Ich war auf mich zeitweise auch alleine gestellt.

Und bei einem stimme ich dir zu: Fester Job geht vor Selbständigkeit. Du weißt ja aus eigener Erfahrung wie es ist.

LG Hinzwife

Hallo

Hat dein Mann den Platz schon fest?
Wie will er das Finanzieren? Auch ein möbliertes Zimmer kostet Geld.

Wenn es finanzierbar ist finde ich es gut.

Meine Mutter hatte 3 Kinder am hacken und arbeitete Vollzeit (Selbstständig) und mein Vater musste aus gesundheitlichen Gründen umschulen und war nur am Wochenende da.

Man macht doch irgendwie eine Planung wenn man sich Kinder und Hund anschafft.

Gerade ein Hund ist doch extra arbeit zu den Kindern die Zeitaufwendig ist.

Gerade Gassi gehen nimmt doch viel Zeit in Anspruch wo man auch nichts anderes machen kann. Da schätze ich so 2-3 Stunden so als Laie.

Hat er das alleine entschieden oder habt ihr gemeinsam die Entscheidung getroffen:

a) ihr gemeinsam? Dann lässt sich vieles lösen, klären, überbrücken

b) er hat es alleine entschieden und du sollst dich so organisieren, dass es ihm passt?
So klingt es in dem Text.

Dann gäbe es für mich nur zwei Möglichkeiten (an deiner Stelle)

1. er redet mit mir darüber und lässt sich auf Vorschläge ein. Kompromisse, Möglichkeiten anhören.

Verschieben und planen, Beteiligung an der Organisation oder akzetieren, dass es nicht nach seinen Vorgaben läuft


2. Trennung BEVOR die Ausbildung anfängt

Eine Partnerschaft in der eine plötzlich macht, was er will und der andere zu funktionieren hat, ist für mich keine Partnerschaft. Das ist das AUS noch bevor irgendwelche Änderungen beginnen. Die Entscheidung, dass der Partner zu funktionieren hat und Entscheidungen alleine getroffen werden, ist für mich klar die Entscheidung zum AUS.



Irgendwie scheint er alles zu wollen.
Mütterchen zu Hause, die alles für ihn macht. Sicherer Hafen, wo er sein kann, wie er will, die ihm alles verzeiht

Freiheit

Finanzielle Absicherung durch Mutti, ähm seine Frau zu Hause, die alles für ihn versorgt und er wiederkommen kann, wenn er Lust dazu hat oder auch nicht


Gemeinsamer Plan, gerne. Jetzt, währendessen, später.
Da bringe ich mich auch gerne mit ein.

Er alles und ich guck dum aus der Wäsche (sprichwörtlich und wörtlich wie ich gerade merke), no way.



Unterhalt:
wenn der die Ausbildung begonnen hat, weiß ich nicht, wie das dann ist.
Ob du ihm dann Unterhalt bezahlen müsstest (Ausbildung) oder er ihr wegen Kindern oder ob er nichts bezahlen müsste, weil die Ausbildung vor der Trennung begonnen hat. Dringend rechtlich beim Anwalt beraten lassen!!!!

Selbst wenn du dich nicht zur Trennung entscheidest, dringend beim Anwalt beraten lassen! Falls er die Trennung durchzieht, die er quasi jetzt schon beginnt mit Option Sicherheit.


Wenn ihr euch VOR Beginn der Ausbildung trennt, kann er es sich u.U. nicht so einfach machen. Dann muss er in erster Linie die Kinder versorgen. Evtl. sogar nachweisen, dass die Ausbildung (weniger Verdienst) notwendig ist z.b. um in seinem Beruf zu bleiben.

Dringend vom Fachanwalt beraten lassen!


Im Umkreis gab es schon einige Männer, die meinten, wenn sie (ohne Not) aus einem bestehendem guten Beruf heraus, eine Ausbildung beginnen, möglichst weit weg, sie sich dann nicht mehr um die Kinder kümmern müssten.
Die Frau müsste dann ja die Fahrtkosten zahlen und Unterhalt käme ja dann auch von ihr.

Letztlich mussten sie dann Unterhalt bezahlen bzw. trotz Ausbildung die Differenz begleichen. Sie wussten ja, dass sie unterhaltspflichtig sind.

In einem Fall gab es eine Sonderregelung. Da ging es aber auch um Gesundheit, drohender Arbeitslosigkeit, Kooperation mit beiden Elternteilen.


Lass dich DRINGEND beraten. Wenn es ohne Trennung klappt. Prima. Das ist dann super.
Aber bis dahin schläfst du mit Beratung ruhiger, weißt, was du wann wie im Zweifel zu tun hättest.

Falls du es doch soweit kommt, bist du einige Schritte schon gegangen, hast weniger schlaflose Nächte vor dir, weil du weißt, was du wann wie tun solltest.


Wünsche dir viel Kraft und dass er zu Gesprächen bereit ist!
Vielleicht auch erst, wenn du um Fakten aus der Beratung vor die Nase setzen kannst.


Er WILL umziehen, er WIRD umziehen, DU HAST zu tun
und du argumentierst ruhig mit ..... das wäre dann so, das müsste dann er, dass müsstest dann du, dass müsstest und würdest du dann nicht .....

vielleicht setzt ihn das wieder auf den Pott und er FÄNGT DANN erst an darüber nachzudenken, was es wirklich bedeutet.
Manche brauchen einen Dämpfer, damit das Hirn wieder einschaltet. Wünschen würde ich es dir.

Wenn er dann mit Hirn ernsthaft mit dir drüber redet, lässt sich als Paar sicher gemeimsam vieles ermöglichen.

Sooooooo wie du es beschreibst, hätte er sich schon getrennt, du sollst nur weiterhin seine Annehmlichkeiten verfügbar sein.

Verstehe ich das richtig?

Zwei kleine Kinder und Schwanger und der Mann will eine Ausbildung machen und ausziehen (wegen Pendeln von 4 Std. ) während der nächsten Jahre? um irgendwann! Mal seinem Vater im Geschäft helfen zu können. Und ohne das die Familie sich das wirklich leisten kann. Und du sollst Teilzeit arbeiten gehen (wie soll das schwanger eigentlich gehen?), also keine Rücklagen dafür da sind. Und am Ende kann er mit seiner Ausbildung auch nichts anfangen ausser eine Selbständigkeit aufbauen, so daß er auch nach der Ausbildung als Familienvater, sowohl finanziell als auch von der Zeit etwa 2 Jahre nicht zur Verfügung steht.

Falls das so stimmt würde ich mich tatsächlich trennen, wenn er das durchziehen möchte. Wobei ich mich als erstes Fragen würde, ob mein Mann plötzlich was am Kopf hätte.

Sowas gehört als Familie vernünftig abgesprochen. Also wie kann es finanziert werden, welcher Zeitpunkt ist der passende, wie realistisch ist das am Ende, also was bringt die Ausbildung (dem Vater helfen erstmal ja nicht mal unbedingt Geld), gibt es Alternativen mit der er auch Glücklich werden kann etc..

Ich finde auch, dass das keine Entscheidung ist, die einer alleine treffen kann, weil das Leben des Parners massiv eingeschränkt wird.

Allerdings stellt sich mir die Frage, inwieweit eine Scheidung die Lösung sein kann. Keins der angesprochenen Probleme wird dadurch gelöst. Vermutlich würdest Du nach einer Trennung/Scheidung genauso allein mit Kindern und Hund inndem geerbten Haus Leben, und die finanzielle Lage dürfte auch nicht so viel rosiger sein. Der einzige Unterschied: Die Ausbildung Deines Mannes ist irgendwann rum, die Scheidung ist (in dee Regel) für immer.

Naja, ich finde schon, dass sie zumindest finanziell besser dastehen würde. Wenn sie ein Haus geerbt hat, dürfte es dann ja abbezahlt sein? Somit müsste sie zumindest nur für die Nebenkosten etc. Aufkommen. So müsste sie neben allem, noch die Wohnsituation ihres Mannes mitfinanzieren und seine Nebenkosten. Er wird sich ja in dieser Zeit sicher nicht in der Wohnung einsperren und überhaupt nichts mehr unternehmen! Das kostet auch Geld.
Ich denke aber hier geht es tatsächlich um die Art und weise. Jemanden alles so vor die Füße zu werfen zeugt nicht von besonders viel Respekt füreinander, so machen es nur Leute, die auf einem Egotripp reiten. Da würde ich mir auch überlegen, ob ich mit so jemanden zusammenbleiben möchte und die Beziehung generell überdenken.
Nur weil mir der Sinn nach xyz steht, kann ich nicht meinem Mann alles vor die Füße knallen und es einfach machen. Wenn man sich dazu entschlossen hat zu heiraten und Kinder zu bekommen, sollte man dazu bereit sein, dass zuerst an die Familie gedacht wird und die Familie vor geht. Es bedeutet zwar nicht, dass man aufhört zu existieren und das eigene Wohlergehen nicht mehr existiert, aber eben auch, dass man nun nicht mehr ledig ist und tun und machen kann, was man will unter jeder Konsequenz. Wenn man das weiß und dennoch heiratet und zwei Kinder zeugt. Ist es nicht ganz fair der Frau zu sagen, so nun mache ich ... und du den Rest. So einfach ist das auch nicht. Man kann dann gewiss nicht mit dem Argument kommen, wenn du deinen Mann liebst, dann machst du. Da könnte man auch sagen, wenn dein Mann dich liebt, macht er ... nicht.
Ich sehe hier eben die Notwendigkeit dieser Weiterbildung nicht. Die könnte er auch gewiss in ein paar Jahren nachholen, wenn vielleicht Rücklagen gebildet wurden und die Kinder größer und selbstständiger werden. Das auf Krampf genau so machen zu wollen, ist doch schon ein Statement. Nämlich, wie du und die Kinder klarkommen mir egal, ich will das, ich mach das. So ein Mann könnte mich mal. Ich würde alleine klarkommen, aber ohne drittes Kind am Bein, dass nur jammert, was es alles will und mich melkt wie eine Kuh! Da wäre ich allein besser dran, als mit so jemanden. Nebenbei hätte ich noch Zeit mein Leben umzukrempeln.

Hm... also... wie soll ich sagen:habe ich auch alles gemacht und war vollzeit arbeiten. Ist hart, aber geht. Die Betreuung liebt mein Sohn immer noch.

Wie lange geht die Ausbildung?
Ich finde den Zeitrahmen ja grundsätzlich absehbar und würde meinem Mann das ermöglichen, aber ich habe auch kein Problem, mich für meine Familie aufzuopfern. Irgendwann bin ich ja auch wieder dran.

Ich finde aufopfern muss sich niemand, auch nicht für die Familie. Aufopfern hat immer so ein Geschmäckle und man erwartet dann sicher auch, dass man selbst irgendwann dran ist und sich der andere aufopfert. Was ist aber, wenn das nicht eintritt? Frust ist vorprogrammiert und dann werden im Nachhinein oft alle Entscheidungen in Frage gestellt und Schuldige gesucht.

Du und einige andere haben Recht damit, dass man fast alles schaffen kann, wenn man muss. Aber entweder ist man dann alleinerziehend und es geht nicht anders oder man hat bestimmte Dinge vorher gewusst, wie z.B. Schichtarbeit des Partners, und trotzdem Kinder bekommen. Oder man hat Entscheidungen zusammen getroffen, dann ist dies auch eine Art von Freiwilligkeit.

Hier trifft aber nichts davon zu, hier stellt ein Partner den anderen offenbar vor bereits getroffene Entscheidungen . So etwas kann man maximal noch tun, wenn man kinderlos ist, aber nicht in der dort vorhandenen Situation. Ich glaube, da würde ich auch ziemlich kiebig werden. Es geht ja nicht darum, ob man etwas schafft, sondern, ob es einem aufgezwungen wird - das ist nicht dasselbe. Ich hab mein Studium allein mit behindertem Kind geschafft, aber das war auch meine Entscheidung und keine aufgezwungene eines Partners, von dem ich annehmen konnte, dass wir alles teilen. Hier ist das Motto: "Ich haue jetzt mal ab, sieh zu, wie du mit allem klar kommst und ach ja, ein bisschen Geld brauche ich auch noch, mach mal!"

Also grundsätzlich geht so etwas schon, wenn beide voll dahinter stehen Wir haben im Moment eine Fernbeziehung von 1000km und sehen uns nur alle paar Monate. Und Alleinerziehende müssen so etwas ja auch alleine schaffen.
Aber anscheinend stimmt da grundlegend etwas in eurer Beziehung nicht, dein Partner scheint noch recht unreif in seinem Denken und Handeln zu sein, wenn er nicht auf deine Bedürfnisse eingeht und nur einfach seine Wünsche durchsetzen will ohne mit dir machbare Kompromisse auszuhandeln, die du mittragen kannst.
Wegen den Finanzen könntet ihr euch mal nach Bafög für ihn erkundigen.

Wie lange soll die Ausbildung den dauern? Hilft ihm das tatsächlich für seine zukünftigen Berufspläne? Es scheint, als hättest du einen besseren Job, vielleicht will er dir da in nichts nachstehen. Kann er nicht oder einen 450-€-Job annehmen, lassen das die Schulzeiten zu?

Hey, das ist echt eine vertrackte Situation: macht er die Ausbildung ist das eine harte Zeit und Bewährungsprobe für die Beziehung. Steckt er aber für die Familie zurück kann das zur Unzufriedenheit bei ihm führen.Was ja auch schlecht für eine Beziehung ist.

Ohne genaues über den Beruf und die Zusatzausbildung zu kennen, würde ich versuchen mich als Paar zusammen setzen um folgende Fragen zu klären:
- hilft unserer Familie diese Ausbildung langfristig und finanziell? ist es zB eine Meisterschule, mit der Option einen gutgehenden Betrieb zu übernehmen etc.
- Wenn ja :
wie notwendig muss das jetzt sein? Oder kann die Ausbildung noch ein zwei Jahre warten bis die Kinder älter sind und / oder Omas bei der Betreuung unterstützen können (weil dann in Rente)
-Wenn es jetzt starten muss: sind wir uns als Familie bewusst was es heisst in diesen sauren Apfel für 2 Jahre zu beissen und ist es uns das wert?
wieviel Rücklagen haben wir als Familie um diese Zeit finanziell gut zu überbrücken
Wenn nein:
ist die Zusatzausbildung ein besonderes Interesse / Hobby für Deinen Mann mit wenig Aussicht das es der Familie langfristig ein besseres Einkommen bringt? (zB Dein Mann ist bereits Bäckermeister und das wäre eine Ausbildung zum Konditor aber im Ort gibt es genug Konditoreien) . Gäbe es dafür Alternativen die nicht 2h entfernt sind und 2 Jahre dauern?

DU musst
- dich wochentags um zwei Kleinkinder und Hund kümmern, ohne Hilfe
- den grössten finanziellen Beitrag stemmen
- bis zu seinem Ausbildungsbeginn in der Schwangerschaft und Mutterschutz eine entsprechend bezahlte Arbeit suchen, finden und antreten
- den Haushalt alleine regeln
- am Wochenende ihn beim Lernen unterstützen

Auf dem Papier ist eine Scheidung für dich doch profitabler - gleicher Aufwand, mehr Ertrag. Denn er kann sich die Ausbildung dann in die Haare schmieren und Unterhalt zahlen.

Weiterbildung ist schön und gut, bin ich auch dafür. Aber es muss sinnvoll sein UND mit Familie vereinbar sein. Einfach mal eben alles auf den Partner schieben und es sich ein Jahr lang als temporärer Wochenendpapi ohne Verpflichtungen gut gehen lassen, ist nicht.

Was ist das denn für eine Ausbildung, die es nur ein einziges Mal in ganz Deutschland gibt?
In Läden arbeiten üblicherweise doch Kaufleute oder Handwerker, deren Ausbildungen in vielen Betrieben angeboten werden. Lässt sich da keine Alternative finden?