Fast 18 jährige bricht mit Familie

Guten Morgen
Also das wird eine längere Geschichte dafür möchte ich mich jetzt schon entschuldigen, und bei denen die es lesen bedanken.
Es geht um unsere große Tochter (17 Jahre alt).

Schon immer war sie ein Kind was Probleme angezogen hat, doch es hielt sich noch in Grenzen, der Alptraum begann vor 3 Jahren.

Sie zog sich immer mehr zurück aus dem Familien Leben anfangs dachten wir OK Pupertät. Dann bekamen wir einen Anruf aus der Schule damals vom Sozialarbeiter unsere Tochter wäre total bekifft sollen sie holen. Ok gesagt getan, hatten schon eine zeitlang ein komisches Gefühl bei ihren Freunden, nur sie war fast 15 und ließ sich nichts verbieten, sie log das sich die Balken biegen.
Wieder ein Anruf von der Schule es wurde ein rettungswagen gerufen sie wollte sich vor ein Zug schmeißen und würde in die Psychiatrie eingeliefert werden.
OK dort kam sie erstmal in die geschlossene Abteilung es war so furchtbar und hat uns komplett aus der Bahn geworfen. Wir sind fast täglich 60 km gefahren um ihr zu zeigen das wir für sie da sind und wir das schaffen.
Langsam aber sicher öffnet sie sich, viele Gespräche fanden statt wir haben uns dazu entschieden das Jugendamt mit ins Boot zu holen.
In der Zeit der Psychiatrie kam so einiges ans Licht.
Sie wurde entlassen und eine Zeit der Annäherung fand statt, das Jugendamt kam und wir hatten ein 4 wöchiges intensives clearing, das bedeutet das tägliche eine Dame vom Jugendamt über mehrere Stunden kam, viele Gespräche stattgefunden haben auch mit Oma, Opa, Tante, Onkel und Geschwister.
Wir dachten endlich auf einen guten Weg zu sein, da baute sie aus heiterem Himmel wieder heimlich Kontakt zu ihren super Freunden auf.
Eines Tages kam ich in ihr Zimmer und sah ihre Arme und Beine komplett aufgerizt.
Wieder Psychiatrie wieder ging alles von vorne los wieder haben wir fest zusammen gehalten und gesagt wir schaffen das wir sind da.
Es wurde besser wir bekamen eine Familien Hilfe und alles schien perfekt.
Sie machte ihren Abschluss fand eine ausbildungsstelle und lernte einen jungen Mann kennen der bereits 26 war sie gerade 16.
OK dachten wir luden ihn ein um ihn genauer kennen zu lernen und eigentlich hatten wir ein ganz gutes Gefühl.
Bis wir merken mit ihr stimmt was nicht was sie aber nicht meinte.
Nach langem hin und her haben wir rausbekommen das dieser junge Mann ein bekannter vorbestrafter Schläger, Einbrecher und dealer ist.
Natürlich nahm sie ihn in Schutz und fing wieder an zu lügen. Letztes Jahr im Dezember eskalierte dann alles und sie entschied sich zu ihm zu ziehen. Zusammen mit dem Jugendamt konnte man sie nicht halten.
Das liebe Jugendamt meinte dann trotz seiner Vorgeschichte wir sollten sie machen lassen so lange sie ihre Ausbildung weiter macht und die Termine mit dem Jugendamt wahr nimmt.
Ihr glaubt gar nicht wie sehr unser Herz zerbrochen ist. Sie hatte jeglichen Kontakt zu uns und den Rest der Familie abgebrochen weil ja alle blöd sind. Nicht mal Weihnachten oder Silvester hat sie sich gemeldet.
Aufeinmal im Januar kurz vor ihrem 17.geburtstag stand sie vor der Tür weinend, sie will zurück, er sei ihr gegenüber gewalttätig geworden und das mit dem ganzen Alkohol und Drogen sei ihr zuviel.
OK wir haben sie natürlich wieder aufgenommen ist ja unser Kind, haben ihre Sachen bei ihm geholt, während er meinem Mann Schläge androhte und uns aufs schlimmste beleidigt.
Er hat sie Gestalkt sie vor ihrem Arbeitsplatz aufgesucht usw. So dass sie Angst bekam.
Sie erzählte uns und dem Jugendamt von vielen Drogen und Waffen bei ihm zu Hause und somit wurde eine Anzeige bei der Polizei gemacht, die kannten ihn schon, und warnten unsere Tochter ausdrücklich vor ihm.
Dann war sie 8Wochen bei uns viel am arbeiten und lernen machte angeblich freiwillig viel Überstunden um sich abzulenken. Und wir dachten endlich sei alles gut.
Ich bin dann nachts wach geworden weil ich Gekicher hörte und bin in ihr Zimmer was sie nicht sofort mit bekam und hörte wie sie sagt, ich liebe dich mein Schatz und wir schaffen das, sie hatte Kopfhörer drin und Video Telefonie an, als ich auf ihr Handy sah dachte ich ich sehe nicht richtig, sie telefoniert doch tatsächlich mit ihm.
Natürlich sprach ich sie drauf an und sie sagte mir ja ich liebe ihn und wir sind eigentlich schon wieder 4 Wochen zusammen .
Wir das Jugendamt informiert und uns alle dazu entschlossen auch um Ihre kleinen Schwestern zu schützen, dass sie in eine wohngruppe vom Jugendamt zieht.
Dort ist sie seit März, am Anfang meinten die Betreuer Ach der ist ja gar nicht so schlimm usw. Tja und Ende Juni beim Gespräch kam dann aufeinmal raus das er auch die Betreuer bedroht hat und sie ihn doch nicht mehr so toll finden.
Sie fing an abgängig zu werden sprich nachts nicht zurück in die wohngruppe zu kommen, worauf hin bei der Polizei eine vermissten Meldung gemacht wurde, leider hat die Polizei nichts unternommen da man ja weiß wo sie ist und sie im Januar eh 18 wird.
Nun ist es so das sie seit 4 Wochen Dauer abgängig ist sich tagsüber hin und wieder in der Gruppe blicken lässt das wars.
Wir hatten vor 2 Wochen mit ihr den Betreuer und Jugendamt ein Gespräch.
Eigentlich war ausgemacht das wenn sie 18 wird sie ins betreute jugenwohnen kommt. Dies möchte sie nun nicht mehr, sie möchte sofort aus der wohngruppe ausziehen und zu ihm.
Nun hat das Jugendamt uns doch tatsächlich vorgeschlagen wir sollten sie so hart es ist machen lassen sie auf deutsch gesagt fallen lassen.
Sie ist für die Gruppe nicht mehr tragbar, da das Jugendamt monatlich sehr viel Geld für den Platz zahlt sie eh nicht da ist und sich überhaupt an nichts hält.
Es zerreißt mir das Herz, sie ist unser Kind ich weiß nicht mehr weiter.
Sie provoziert wo sie nur kann, sei es in ihren whattsapp Status oder sonst wo. Mein Mann sagt ich soll sie dort blockieren um das ich das alles nicht sehe aber ich kann das irgendwie nicht, denn auch wenn sie dort provoziert mit Sprüchen die teilweise echt hart sind, sehe ich da das sie da ist und sehe ab und zu ein Bild von ihr.
Wiederum macht mich das alles so fertig das ich schon ein magengeschwür habe.
Wir haben hier noch 3 andere Kinder die uns brauchen Tag täglich drehen sich meine Gedanken um die große.
Ich kann nicht mehr und weiß nicht wie ich mit der ganzen Situation umgehen soll und wie es weitergehen soll.
Es tut mir leid das der Text so lang wurde aber es hat mal gut getan sich alles von der Seele zu schreiben

Hallo.

Es tut mir furchtbar leid, was ich hier lesen musste. Ich kann mir vorstellen, was ihr mitmachen müsst.#zitter

Ich weiß, dass es nicht machbar sein wird. Aber mein erster Gedanke war: Zwangseinweisung zur Entziehung und anschl. Jugendwohngruppe (aber eine, in der pariert werden muss - und nix mit "tagelang abgängig sein"). Gibt es da keine strengeren Wohngruppen/-heime?

Alles Gute!

Leider nicht, und da sie ja in Ausbildung ist wollen sie sie nicht einweisen da sie sonst dort Probleme bekommen könnte.
Und da sie in 5 Monaten 18 wird wird alles als sinnlos empfunden 😢😢😢

In dem Fall wäre mir aber der Entzug wichtiger als die Ausbildung.
Wer weiß, ob sie diese noch fertig macht, sobald sie bei IHM wohnt.
Und zumindest diese 5 Monate wären eine Chance. Vielleicht findet ER inzwischen eine andere..... #schein

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Die situation in der ihr steckt ist wirklich hart und tut vor allem weh. Ich kenne die thematik der abhängigkeit aus meiner eigenen familie. Abhängig von einem mann und von alkohol.
Ich bin eins der kinder die darunter gelebt haben...eins habe ich gelernt und das auch nur nach gesprächen mit einem auf sucht spezialisierten therapeuten...man muss sie tatsache fallen lassen und warten bis der tuefpunkt erreicht ist.
Das ist unendlich schwer und tut unendlicb weh, aber erst qenn sie ganz unten angekommen sind,kann man damit anfangen sie wieder aufzubauen.

So schwer es ist aber brich den kontakt ab und warte. Entweder erreicht sie den tiefpunkt oder aber sie lebt so ihr leben und dann müsst ihr es fürchte ich akzeptieren aber trotzdem euch schützen.

Es tut mir unendlich leid, was ihr durchmacht, ich kann es Dir einigermaßen nachfühlen, da wir mit meinem Sohn auch viele Jahre viel durchmachten, nur Stichwort Spielsucht, mehr braucht's nicht. Da kann eine Familie komplett daran zerbrechen, man steht unter Dauerstress, was ja auch gesundheitliche Folgen hat.
Dein Mann hat recht, blockier sie bei WA und kümmer Dich um die anderen Kinder. Ihr müsst einfach mal zur Ruhe kommen. Ihr habt alles getan, was machbar war, alle Hilfen angenommen, Therapien.....mehr geht nicht.
Wenn Profis scheitern, was will man da noch tun. Man sitzt da und ist einfach am Ende. Deine anderen Kinder brauchen Dich, sie leiden ja nun schon Jahre mit.
Schreib ihr, dass Du jederzeit für sie da bist, wenn sie Dich braucht, dann darf sie jederzeit kommen - und dann blockier sie, lass Dich nicht mehr provozieren. Die Selbstquälerei kannst Du Dir wirklich ersparen. Das hat nichts mit Aufgeben zu tun sondern mit purem Selbstschutz. Alles Gute für euch. LG Moni

Hallo!
Ohje, das tut mir furchtbar leid! Klingt nach Borderline, liege ich damit richtig?
Das Jugendamt und dein Mann haben recht. Sie ist fast volljährig und wenn sie sich nicht helfen lassen will, dann kann man sie nicht zwingen solange sie nicht akut fremd- oder selbstgefährdend ist.
Was du machen kannst ist, ihr nochmal zu schreiben, dass du immer für sie da bist wenn sie dich braucht und sie sich melden soll, wenn sie deine Unterstützung will, du dich von dir aus aber nicht mehr melden wirst. Du brauchst dringend Abstand!
Wenn sie Borderline hat, wird sie wahrscheinlich immer die Extreme in ihren Beziehungen suchen. Eine stabile Beziehung zu jemandem mit unbehandeltem Borderline aufzubauen ist sehr schwierig und extrem Kraft raubend. Wahrscheinlich wird die Beziehung zu diesem Typen irgendwann in die Brüche gehen und die Chancen stehen gut, dass sie sich dann wieder bei euch meldet. Manchmal muss man erst richtig hinfallen um sich dann Hilfe zuzulassen...

Ich glaube, so was gehört zu den härtesten Dingen, die eine Familie durch machen kann. Bei einem Partner oder anderem Familienmitglied würde man sicher irgendwann an den Punkt kommen, wo man merkt, es hat keinen Sinn mehr und vorerst ist Rückzug und Selbstschutz die einzige Option. Aber beim eigenen Kind?

Trotzdem hat das Jugendamt vermutlich recht. Du kannst niemanden helfen, der keine Hilfe will. Und deine anderen Kinder brauchen dich auch!

Gab es in der Psychiatrie denn eigentlich eine Diagnose? Du musst sie nicht nennen, aber wenn zum Beispiel Borderline oder sowas vorliegt, ist der Fall ja gleich noch komplizierter. Und dann bräuchte es vermutlich auch noch andere Unterstützung als "nur" das Jugendamt.

Ich schicke dir und deiner Familie auf jeden Fall ganz viel Kraft!

Hallo,

meine Eltern haben eine sehr ähnliche Geschichte mit meiner etwas jüngeren Schwester durchgemacht. Es war nie einfach mit ihr, schon als Kleinkind bzw. Kind war sie sehr schwierig (unter ihr haben ich und mein Bruder auch sehr gelitten), aber es eskalierte komplett in der Pubertät und ähnelt sehr eurer Geschichte.


Du bist nicht schuld daran !

Du kannst in ihrem Alter kaum noch Einfluss nehmen !

Du musst die Verantwortung für ihr Handeln bei ihr belassen

Du bist nicht schuld daran !


Ihr tragt aber noch die Verantwortung für eure weiteren Kinder, deren Kindheit schon durch das Verhalten eurer Tochter gestört wurde. Diese Kinder sind zu schützen.
Du musst sie erstmal fallen lassen, es ist zu ihrem besten, auch wenn es dich zerreißt.

Ob es je wieder gut wird, ob sie je ein geregeltes Leben, ob ihr irgendwann ein ungestörtes Verhältnis habt ... kann dir keiner sagen. Bei uns hat es geklappt, der Absturz hat sie zur Vernunft gebracht, es dauerte aber noch einige Jahre bis sie ein normales Leben führen könnte. Wir tragen aber alle noch Narben ... die hin und wieder schmerzen

Alles gute

Ich kann mir gut vorstellen wie dein Herz blutet, aber das Jugendamt hat recht. Lass sie fallen. Erst wenn sie wirklich am Boden liegt wird sie der Realität ins Auge sehen.

Du hast nichts unversucht gelassen, aber jetzt ist es an der Zeit loszulassen.
Du brauchst deine Energie für die anderen 3 Kinder.

Teile deiner Tochter mit, dass du jetzt erstmal Abstand brauchst.
Vielleicht regt sogar das bei ihr schon zum Umdenken an?

Ich weiß, du würdest sie gerne einfach wachrütteln, aber sie muss selbst wach werden. Es bringt nichts sie zu Therapien und betreutem Wohnen zu zwingen. Sie muss es wollen.
Die Beziehung zu diesem Mann ist mit Sicherheit nicht von Dauer. Wenn er sich die Nächste anlacht, fliegt deine Tochter raus.

Ich wünsche dir viel Kraft und dass deine Tochter bald die Kurve kriegt.

Ohjeee, das tut mir wahnsinnig leid😞

Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie es ist dabei zuzusehen, wie das eigene Kind so abdriftet und vor Sorge kaum schlafen kann. Ich glaube, dass ich daran zu Grunde gehen würde und professionelle Hilfe in Anspruch nehmen müsste.

Aber auch ich muss sagen, dass euch die Hände gebunden sind und ihr tatsächlich nicht mehr viel machen könnt. Ich habe mal einen Film gesehen, da sagte der Vater zu seinem Sohn : das einzige und das beste was ich nun für dich tun kann, ist nichts mehr zu tun. Ich würde aber immer wieder verdeutlichen, dass die Tür jederzeit offen steht und sie nicht das Gefühl bekommt, dass es kein Zurück gibt. Dennoch würde ich mich nicht ausnutzen lassen und kein Geldgeber spielen.. Aber schwierig, man möchte ja auch nicht, dass das Kind in kriminelle Handlungen verwickelt wird. Sie ist von diesem Kerl emotional abhängig und kann die Tragweite ihrer Handlungen noch nicht begreifen.

Ich drücke dich unbekannter Weise und wünsche dir, deiner Familie und vorallem deiner Tochter, dass sich irgendwann alles ins positive wandelt.

Hallo.

Es tut immer wieder weh wenn man solche Geschichten liest.

Eine Frage drängt sich mir auf: Erscheint deine Tochter noch regelmässig am Arbeitsplatz?
Denn das würde ich persönlich erstmal als gutes Zeichen werten.
Ihr seid, verständlicherweise, nicht mit den Entscheidungen eurer Tochter zufrieden. Manchmal allerdings erzeugt Gegenwind nur noch mehr Gegenwind. Wäre es für dich denkbar deiner Tochter zu signalisieren: Okay, ich find das was du machst nicht gut, und kann das auch nicht gut heissen. Aber ich bin für dich da, und würde mich über regelmässigen Kontakt freuen. Ohne Druck, ohne Vorwürfe, ohne dass du ihr ins Gewissen redest. Oder glaubst du die Beziehung ist von beiden Seiten schon zu kaputt dafür?
Würde deine Tochter sich auf ein Mediationsgespräch einlassen?

In solch festgefahrenen Situationen ist es manchmal wichtig, dass man gemeinsam Kompromisse findet, mit denen beide Parteien leben können. Deine Tochter scheint mir ja nicht vollkommen resistent gegen alle Massnahmen zu sein, da sie ja schon im Wohnheim war, wenn auch gegen Ende nicht mehr sehr regelmässig. Auch in der Psychiatrie ist sie geblieben. Sie hat also nicht konsequent alle Hilfestellungen verweigert. Es könnte also vielleicht sein, dass sie einigen Bedingungen zustimmt? Beispielsweise könntest du mit ihr vereinbaren, dass sie zur Suchtberatung geht. Oder dass sie mindestens x Mal bei euch zu Hause übernachtet. Dass ihr euch x Mal die Woche trefft um etwas zu unternehmen. Egal was. Irgendwas, das sie wieder näher zu euch bringt. Nimmt sie irgendwelche Medikamente?

Ich wünsche dir und deiner Familie sehr viel Kraft. Ich finde ihr geht sehr gut mit dieser schwierigen Situation um.

Alles Gute!

Dragonflies

Hallo.

Meine eine Tochter war auch schräg drauf, aber nicht so ganz extrem (Kein Alkohol und auch keine Drogen zum Glück). Sie hatte einen Freundeskreis, der uns natürlich nicht gefiel. Irgendwann haben wir auch für uns gesagt, wir lassen sie jetzt machen. Unser Familienleben bestand nur noch aus den den Sorgen von ihr. Die anderen Kinder im Haus mussten drunter leiden und wurden teilweise sogar unabsichtlich "übersehen". Das war dann die Grenze. Wir haben sie machen lassen und wenn sie mal wieder auf lieb machte, haben wir sie ignoriert. Sie kann einen gut um den Finger wickeln, ist ja schließlich unser Kind. Aber wir blieben hart, bis eines Tages sie selbst merkte, dass sie so nicht weiter machen kann. Sie zog sich zurück und war viel in ihr Zimmer. Hatte sich von der Gruppe gelöst. Da sind wir wieder auf sie zugegangen und haben ihr Hilfe angeboten. Sie war zweimal in Tageskliniken und an Ausbildung war leider nicht zu denken. Sie wurde von ihren "ehemaligen besten Freunden" ziemlich gestalkt, da sie nicht mehr mitlaufen wollte. Sie lernte ihren Freund kennen und war auch fünf Jahre mit ihm zusammen. Aber er hat ihr nicht gutgetan, da er sie ausgebremst in ihrem Vorhaben (Arbeit, Ausbildung etc.). Sie braucht nicht arbeiten, das macht er doch. Er kannte die ganze Geschichte und hielt sie natürlich für sich warm. Jetzt ca. 5 Jahre später ist sie getrennt und blüht langsam auf. Sie geht einer Arbeit (Minijob) nach und möchte im nächsten Jahr eine Ausbildung anfangen. Sie hat mal zu mir gesagt, dass ihr mich ignoriert habt tat zwar höllisch weh, aber es hat mich zum Nachdenken gebracht. Und sie ärgert sich jetzt über die verlorene Zeit. Nun hoffe ich, dass es wirklich bergauf geht und sie den richtigen Weg gefunden hat.

Ich würde dir auch empfehlen, sie bei allem zu blockieren. Vielleicht wacht sie auch auf, denn so macht sie weiter wie bisher. Kümmer dich um deine anderen Kinder, die brauchen dich auch und leiden auch darunter.

Alles, alles Gute.

LG

Letztendlich habt ihr alles versucht um sie zu unterstützen. Was ihr versäumt habt ist, ihr Grenzen zu setzen. Ihr Verhalten zeigt, dass sie euch nicht für voll nimmt und trotzdem weiter macht. Obwohl sie weiß, dass ihr verzweifelt seit. Beim nächsten mal würde ich ihr die Tür vor der Nase zuknallen. Soll sie sehen, wie sie klar kommt. Ich weiß, meine Worte sind hart. Ich würde das Spiel nicht mehr mitmachen.

Hallo, das ist glaube ich genau das was man als Eltern nicht erleben möchte. Trotzdem denke ich das mit dem fallen lassen ist der einzige Weg. Ihr habt alles versucht. Was willst du noch tun. Schreib ihr eine Art Abschiedsbrief. Schreib auf was du empfindest und das du trotz allem immer da sein wirst. Ich hoffe für sie das sie irgendwann merkt was sie erwartet wenn sie bei solchen Leute lebt. Und ich hoffe das sie Vernunft annimmt.und ich hoffe das er ihr nichts antut. Ich wünsche euch alles gute

So schlimm es für euch ist, ihr könnt es nicht ändern,wenn eure Tochter mit 18 nicht mehr im betreuten Wohnen sein will.
Das Einzige,was ihr machen könnt, ist ihr zu sagen, dass ihr immer für sie da seid; sie jederzeit zu euch kommen kann.