Wie findet ihr das Modell der Kleinfamilie?

Guten Abend,

mal eine interessante Frage:

Wie findet ihr das Leben als Kleinfamilie?

Würdet ihr euch diese Familienform wieder aussuchen, wenn ihr wählen könntet?

Was gefällt euch und was nicht?

Ich komme zu diesen Gedanken, weil ich immer wieder erlebe, wie viel leichter das Leben mit Kindern und auch als Paar wird, wenn andere Leute, Verwandte, Freunde oder sonstwer, da sind und die Kinder umsorgen, Essen machen, beim Haushalt helfen, mal freie Stunden für die Eltern ermöglichen, usw.

Dann fühlt sich alles so leicht an. Wesentlich leichter als sonst im Alltag auf jeden Fall. Sonst müssen Mama und Papa ja für alles allein kämpfen, da sie keine oder kaum Unterstützung haben. Kinder, Arbeit, Haushalt usw., das ist schon eine Hausnummer allein oder höchstens zu zweit. Wer sich damit wohl fühlt, dem sei es gegönnt. Ich hätte nur gern ein breiteres soziales Netz fürs Leben.

Wenn ich auswählen könnte, würde ich meinen Kindern das gönnen, was ich erleben durfte:

Mehrgenerationenhaus mit Mama, Papa, Oma und Opa, Freunde auf der Straße, viel draußen toben...

Wie sieht ihr das?

LG und einen schönen Abend, eure Fruchtcocktail86

Wie man's nimmt.

Ich liebe meine Eltern, es sind auch keine Menschen, die sich überall ungut einmischen, aber als erwachsene Frau würde ich niemals mit ihnen in einem Haus leben wollen (von einer Pflegesituation mal abgesehen). Dafür kenne ich einfach zu viele Familien, bei denen das eben nicht gut funktioniert hat (eigentlich alle). Und teilweise sind es nur Kleinigkeiten und keine großen Streitereien. Das sind einfach Dinge, die ich für mich nicht möchte.
Gerade am Anfang einer Ehe und mit kleinen Kindern halte ich einen "Sicherheitsabstand" von einer halben Stunde für äußerst sinnvoll, einfach, damit man sich gegenseitig die Freiräume lassen kann und weder die Eltern/Schwiegereltern dauernd auf der Matte stehen, noch ich selber einen kostenlosen Babysitter voraussetze.
Ich glaube, bei (viel) Familie direkt vor Ort ist die Gefahr sehr groß, dass man sich darauf ausruht.

Kind, Arbeit, Haushalt - Das sind Dinge, die ein erwachsener Mensch alleine hinkriegen soll. Wenn ihm das zu viel ist, dann sollte er sich das mit den Kindern eher überlegen;-)

Essen machen und im Haushalt helfen - das sind Dinge, die man m. E. als Paar selber machen muss (Krankheitsfall etc. mal ausgeschlossen). Da würde ich mich schämen, andere Leute dafür zu beanspruchen. Gelegentliches Babysitten wäre das einzige, was ich da in Anspruch nehmen würde, aber auch das würde ich nicht einfach voraussetzen. Das muss auch nicht von der Familie kommen, das können auch Freunde o. Ä. machen. Meine Eltern haben damals oft die Teenagertochter von Freunden gefragt, die sich gerne etwas dazu verdient hat. Meine Schwester hat auch als Teenie bei Bekannten aufgepasst.

Ob man Freunde hat oder nicht, hängt nicht davon ab, ob man in der Groß- oder Kleinfamilie lebt, sondern einfach davon, was für ein Typ Mensch man ist.

Freunde auf der Straße, draußen toben - das hat nichts mit dem Familienkonzept zu tun, sondern mit der Nachbarschaft.

Nein, ausruhen auf der Familie muss nicht sein. Wir schauen, dass wir uns hier neben Oma und Opa oder Paten noch weitere Kontakte aufbauen, damit eben nicht die Familie dauerhaft belagert wird. Außerdem bekommen wir es ganz gut hin, dass wir uns alle sagen, wenn was nicht passt. Das finde ich auch echt prima, dass das so gut klappt.👍😊

Wenn ich mir die Berichte der Krankenkassen durchlese, hab ich nicht den Eindruck, dass die meisten Menschen Haushalt, Kinder, Arbeit und Partnerschaft mal eben locker aus dem Ärmel schütteln. Das hat m. M. n. nichts mit erwachsen sein zu tun.

Nein, aus dem Ärmel schütteln sicher nicht;-)
So wie du es oben geschrieben hast, klingt es für mich allerdings ein wenig nach "Ohne Mama und Papa kann ich das nicht"#schein und das sollte m. E. halt nicht so sein;-)

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Das wünscht sich sicher jeder für seine Kinder. Aber das Leben ist halt nicht immer ponyhof.

Nö, Ponyhof nicht, aber ich finde, wir könnten uns alle besser unterstützen gegenseitig. Alle.

Ja, aber das muss sich entwickeln.
Ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn braucht Zeit.

Eltern können nur helfen, wenn man selbst (und die Eltern!) noch in der Heimatregion wohnt.

Beides ist nicht möglich wenn man berufsbedingt häufig umziehen muss. Oder einmal, und dann bald das erste Kind bekommt...

Und dann muss der Altersabstand zu den Eltern passen: wenn die noch beide voll berufstätig sind, können sie nicht viel die Kinder hüten.


Umgekehrt: Wenn Frau 3 Kinder hat und, bei Vollzeit-berufstätigem Mann, 30 Stunden pro Woche arbeitet, kann sie nicht dauernd für ihre Eltern kochen.


Deine "Großfamilie" baut eben auch darauf auf, dass es immer ein oder mehrere Familienmitglieder gibt/gab, die nicht berufstätig UND fit sind.
Meine Oma war zB mit 4 Kindern immer berufstätig - hatte aber pensionierte Eltern und Schwiegereltern im Haus. Und die wurden praktischerweise erst pflegebedürftig, als die Kinder aus dem gröbsten raus waren. Sonst hätte sie selbstverständlich ihren Job aufgegeben - es war ohnehin ungewöhnlich, als Frau zu arbeiten...

LG!

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Hallo Du,

mir geht es wie Dir. Ich bin, räumlich gesehen, auch in einer Kernfamilie aufgewachsen, Mama, Papa - und 4 Geschwister :) wir hatten und haben, soweit noch am Leben, immer noch eine riesen Bindung zu unseren Omas, Opas, Tanten, Onkel, Couins und Cousinen - auch wenn da niemand von im selben Ort gewohnt hat. Wir hatten einen sehr schönen, großen Garten und waren umzingelt von Familien mit Kindern in unserem Alter, mit dem Großteil sind wir auch heute noch befreundet.

Wir wohnen mit unserer Tochter jetzt ca. 10 Autominuten von meinen Eltern und Geschwistern weg. Auch wenn ich es natürlich sehr schön finden würde, wäre man sich räumlich noch näher, ist ein sehr enger Kontakt zu allen Familienangehörigen da. Die Nachbarschaft gibt jetzt leider keine Spielkameraden für meine Tochter her, da bin ich such sehr traurig darüber, das tut mir sehr leid.

Wir haben aber einen festen "Omatag" in der Woche. Da kommt meine Mutter und wir machen immer was anderes. Meinen Vater geh ich such mindestens einmal die Woche besuchen. Wenn meine Tochter ein Jahr alt wird kommt sie statt in Fremdbetreuung einen Tag zu Opa und einen zu Oma - ich bin so dankbar, dass das so geht. Ich könnte mir noch gar nicht vorstellen, sie in Fremdbetreuung zu geben, aber das ist ein anderes Thema.

Mehrgenerationenhaus würde ich auch super finden. Mein Eltern leben aber jeweils schon in Eigenheimen. Es war mal die Überlegung, ein Mehefamilienhaus mit einer meiner Schwestern zu kaufen, allerdings sind die Immobilienpreise hier in BA-Wü so abgehoben, dass das nicht in Frage kommt...

Ich bin sehr dankbar dafür, in eine so große und warmherzige Familie reingeboren zu sein und freue mich sehr, dass es nun in der Generation meiner Tochter so weitergeht (Kinder meiner Geschwister, guter und enger Kontakt zu Tanten, Onkel und Großeltern).

LG

Und woran fehlt es? Man kann ein solches Netzwerk nicht nur mit der Familie haben. Mal abgesehen von Betreuung kranker Kinder haben wir sowas mit Freunden von uns und den Eltern von Freunden der Kindern. Dann nimmt eben mal wer das Kind mit zum schwimmen oder man kann das eine Kind abgeben während man mit dem anderen zum Zahnarzt muss. Mir werden auch Kinder nach Hause gebracht vom Kindergarten wenn ich krank zu Hause bin oder mit dem Geschwisterkind. Aber so was beruht sich auf Gegenseitigkeit. Man muss dafür auch bereit sein zu geben und vielleicht mal den ersten Schritt machen.

Versuche grade zusätzlich zum familiären ein Netzwerk mit anderen Familien und Frauen aufzubauen. Mütter helfen Müttern. 😉 Auch Nichtmütter sind willkommen.

Das klingt super! Viel Erfolg!

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Hallo,

ich finde das Leben als Kleinfamilie fantastisch und wollte nie und nimmer mit Eltern, Großeltern, Onkeln und Tanten... zusammen wohnen.

Ich möchte nicht jeden Tag Kompromisse schließen müssen, sondern mein Leben leben. Ich sehe die Vorteile der Großfamilie nicht, mich würde das einengen, ich wäre damit nur unglücklich.

LG

Und mich würde es glücklich machen. Jeder Mensch ist unterschiedlich und das ist doch das Schöne.😊🚸🌈

Wir haben drei Kinder, mittlerweile 10, 8 und 6. Meine Eltern passen alle drei/vier Monate mal auf. Eine Nacht. Glücklicherweise haben sie selber ein erfülltes Leben! Und können nun endlich viel reisen und sich als Paar genießen.

Sie arbeiten noch, und haben aktuell 7, bald 8 Enkel. Sie können gar nicht auf alle viel aufpassen. Das ist das „Problem“ von mir und meinem Mann. Wir haben damit kein Problem, es sind unsere Kinder. Wir wollten sie. Hilfe nehme ich eh nicht gerne an.

Und sind wir mal ehrlich! Die Kinder wachsen sooooo schnell und brauchen uns irgendwann nicht mehr. Da braucht es bis dahin keine Aufbewahrungsoma.

Meine einen Großeltern waren bei meiner Geburt schon schwer krank (halbseitig gelähmt usw.), die anderen hatten 12 Enkel...& weitere kamen. Also kenne ich es auch selber nicht. Mein Mann ebenso nicht.

Ich bin froh wie es ist, und würde wieder so entscheiden. Eventuell ein Kind mehr. Ich bin froh, dass wir das alleine bis hierher geschafft haben.

Wir sind so eine "Kleinfamilie". Außer meinem alten kranken Vater haben wir keine Unterstützung. Er nimmt die Kleine (5 1/2) gern, mehr als 2 mal in der Woche kann ich es ihm aber nicht zumuten und egal was er sagt man merkt, dass es ihm zu viel ist. Er hat im April das letzte Mal alle auf sie aufgepasst.
Wir kommen super zurecht. Ich brauche keine Hilfe im Haushalt oder jemand der mir den Abend frei hält. Is ja immerhin unser Kind, also auch unsere alleinige Verantwortung. Wenn ich ins Kino will passt Papa auf und umgekehrt.
Mich würde die ewige Einmischung in alles von der ganzen Verwandtschaft echt nerven. Wenn ich meinen Papa sehen will fahr ich zu ihm oder er kommt her. Aber irgendwann will ich auch meine Ruh haben (und er auch).
Diese Eltern, die Kinder in die Welt setzen und dann permanent bei Oma und Opa/Tante/Freundin parken finde ich egoistisch. Wofür habe ich ein Kind wenn ich es dauernd ausquartiere?
Wir kennen es nicht anders. Man muss halt miteinander reden, Termine planen und koordinieren, das is aber echt nicht schwer.
Für kein Geld der Welt würde ich eine Großfamilie wollen, die auch noch unter einem Dach lebt.

Hallo.

Wir lieben Kernfamilie! ....Aber finden Auszeit auch wichtig!
Ein Grund warum wir eine "Nanny" haben.
Wir haben leider nicht viel Familie, deswegen "kämpfen" wir hauptsächlich alleine an vorderer Front.
Mein papa hilft oft draussen im Garten mit (pflastern und co) er nimmt den kleinen zu sich usw.
Familie außerhalb der kernfamilie ist wichtig. Ich bin auch in einem Mehrgenerationen Haus aufgewachsen. Leider ändern sich Dinge im Laufe der Jahre.

Deine Vorstellung von einem grossen Familienverbund hört sich aber sehr einseitig an. Schlussendlich funktioniert das doch nur, wenn die Entlastung auf Gegenseitigkeit beruht. Wenn Oma nicht mehr kann, ihren Haushalt mitschmeissen, den dementen Opa beaufsichtigen, die Kinder der Freunde betreuen.
Ich denke nicht, das in so einem Verbund so viel mehr an Freizeit für Mama und Papa 'rausspringt. Toll sein kann das natürlich: Nur nicht aus den Gründen, die Du aufzählst.

Grüsse
BiDi

Dass den Menschen, die uns helfend zur Seite stehen, ebenfalls in Not und schlechten Zeiten von uns Hilfe erhalten werden, wenn sie es möchten, gehört zu unserem Konzept und ist eingeplant. Hilfe gegen Hilfe sozusagen. 🙋

"wie viel leichter das Leben mit Kindern und auch als Paar wird, wenn andere Leute, Verwandte, Freunde oder sonstwer, da sind und die Kinder umsorgen, Essen machen, beim Haushalt helfen, mal freie Stunden für die Eltern ermöglichen, usw"

Du siehst nur die eine Seite der Medaille! Deine Entlastung!
In der Realität betreust du ältere Verwandte mit, pflegst sie, erledigst neben deinem Haushalt und den eigenen Kindern deren Haushalt mit, bist rund um die Uhr Ansprechpartner, kochst für sie, machst Wäsche, bist oft der Sündenbock, fährst zum Arzt. Mal spontan ein Wochenende weg? Fehlanzeige.

Ich liebe unser Modell der "Klein"familie (3 Kinder). Wir haben immer so kalkuliert, dass wir ohne Hilfe von außen klar kommen. Wenn man Verwandte sehen möchte (und sie uns auch!), dann trifft man sich gerne. Man hockt aber nicht Wand an Wand.

VG

hallo,

also unsere kleinfamilie hat auch ohne mehrgenerationenhaus ein recht gutes netzwerk, das hilft.. die grosseltern holen das kind ab von der kita und holen sich ihn am wochenende wenn sie zeit und lust haben, sie kommen dann auf uns zu und fragen ob wir dann schon was vor haben und wenn nicht geht er mit. und somit haben wir wirklich paarzeit.. auf der strasse spielen klappt auch so, weil man nach ner zeit auch freunde in der strasse findet.. urgrosseltern wohnen auch noch in der nähe, da kann er auch hin, wenn es wirklich not am mann ist, aber da sie auch nicht mehr so können, lassen wir ihn da selten alleine... also probleme hanen wir so keine und wir sind trotzdem gut organisiert und es fehlt uns an nix..

aber ich mag es aucv nicht, das meine tür 24 /7 offen sein soll.. abends will ich meine ruhe haben.
wenn mal was ist, weiss jeder er kann uns anrufen u wir kommen, ansonsten hat jeder sein leben und die grosseltern (also meine u seine eltern) geniessen ihre freiheiten auch sehr, die sie jetzt wieder haben...

Naja das hat ja nichts mit groß oder kleinfamilie zu tun

Auch wenn man eine Großfamilie hat muss es nicht heißen das man mehr unterstützung hat, als in einer kleinfamilie.

Meine Schwiegermutter hat 9 Geschwister, von keinem konnte sie unterstützung erwarten. Ihr Vater ist auch schon früh gestorben, ihre Mutter ist abgehaut und ihre Stiefmutter konnte sie noch nie leiden. Sie ist die ältere und musste sich mit 15 Jahren schon um die anderen Geschwister kümmern. Gedankt hat es ihr keiner.

Meine Mutter hat nur eine Schwester und die Unterstützung war mehr da als bei meiner Schwiegermutter.

Es hängt auch davon ab wie weit man von der Verwandtschaft weg wohnt.

Ich wollte nie weit weg von meinen Eltern ziehen, damit sie dann in Zukunft etwas von ihren Enkelkindern haben können und ich hoffe das unsere Kinder nie kilometerweit wegziehen würden.
Schon aus dem Grund das wir sie jeder Zeit unterstützen können wenn sie Hilfe brauchen.

Ich hätte gern die Omas und Opas zur Unterstützung in der Nachbarschaft, auch wenn wir ganz gut allein klarkommen. Aber für den Notfall jemanden um die Ecke zu haben, der ganz spontan einspringen kann, ist unbezahlbar. Allgemein tue ich mich allerdings schwer damit, um Hilfe zu bitten. Außerdem verbringe ich einfach gern Zeit mit meinen Eltern und würde es total schön finden, sie einmal die Woche oder so zu sehen, auch für unsere Kinder. Ich selbst habe viel Zeit mit Oma und Opa verbracht, die im Nachbarort gewohnt haben, und fand das immer super.
Nun sehen wir unsere Eltern maximal ein Wochenende im Monat.

Nöö, Kleinfamilie ist okay, ich hätte meinen Kindern nur mehr Kinder zum draußen spielen gewünscht.

Ich würde das Leben einer Kleinfamilie aus eigener Erfahrung immer vorziehen. Wir hatten nur bei unserem Großen ab und mal Unterstützung von dem Omas gehabt. Beim Kleinen nicht mehr, höchstens meine Schwägerin ist mal bei ganz wichtigen Sachen eingesprungen. Unser Jüngster hab vielleicht 2 bis 3 im Jahr bei ihr übernachtet. Es ist alles ok so. Muss dazu sagen, mein Kleiner ist durch Autismus mehrfachbehindert, da muss man eben anderswo Betreuung herbekommen. Geht alles.

Ich wäre never ever mit meiner Mutter, meinen einen Geschwisterteil und Anhang in ein Haus in ein Haus gezogen. Da gab es ein Familienmitglied, die gerne über andere bestimmte. Und mit unserem behinderten Sohn und mit meiner damals schon nicht pflegebedürftigen aber Hilfe brauchenden Mutter hätte es ziemlich schnell einen großen Knall gegeben. Da wurde einfach erwartet, dass man seine eigenen Bedürfnisse mal weit nach hintenstellt. Das bekam ich mal zu spüren, man kümmere sich nicht genug, um die eigene Mutter. Mit der sollte man nachmittags was unternehmen (natürlich genau in der Zeit wo ich noch auf der Arbeit wäre oder mit dem Jüngsten noch Therapien besuchte). Und der Kleine, da soll man jemanden suchen, der sich dann gegen Bezahlung um ihn kümmert, damit die Ma beschäftigt wird. Den Kleinen mitnehmen, war unerwünscht. Und wie man das anstellt, ist natürlich mein Problem. Derjenige der mir das sagte, hat selber keine Zeit und auch keine Lust sich um den Jüngsten zu kümmern.
Und wir wohnten nicht mal zusammen. Dann wäre es noch schlimmer gewesen, mit so einen Teil der Sippschaft in einem Mehrgenerationenhaus zu wohnen. Nichts gegen meine Mutter, aber der Rest Familie nicht tragbar. Da wäre sogar mein Jüngster gefühlt unerwünscht gewesen, weil man ja nicht genügend Zeit für den Rest der Familie im Mehrgenerationen aufbringen kann. Mit so etwas einengenden will ich nicht zusammenleben. Ich brauche keinen der sich überall einmischt.


So wie wir leben finde ich es völlig ok als Kleinfamilie.

Das Modell ist zum kotzen. Wir haben:

Großeltern väterlicherseits, wohnen in der gleichen Stadt, sind die Chefs meines Mannes, kümmern sich nie, wir sehen sie zu Geburtstagen und Weihnachten.

Großeltern mütterlicherseits, wohnen nicht weit weg, die Mutter übernimmt einmal die Woche die Kinderpflege. Der Großvater ist mittlerweile allerdings ziemlich krank. Die Mutter ist diesen Sommer krank geworden. Ich habe keine Ahnung, ob wir im September noch eine Kinderbetreuung haben.

Einen Onkel Ä: alle Kinder lieben ihn, er hat einmalig die kleine mit zum Ballett genommen (Geburtstagsgeschenk). Er hat einmalig alle Kinder abends betreut, als sie weggegangen sind und uns zum Geburtstag geschenkt, dass er die Kinder ein weiteres Mal betreuen möchte… Also wirklich selten. Wir lieben ihn aber alle sehr.

Aufgrund dieser Tatsache haben wir es versucht eine Familie zu gründen. Wir haben uns in Eltern einer anderen Familie verliebt und haben tatsächlich versucht miteinander das große Ganze zu erleben. Es hat ein Jahr funktioniert und dann ging es endgültig schief. Und zwar so richtig. Mein Mann

Mein Mann möchte das wieder, ich bin mir aktuell nicht wirklich sicher.

Ich finde das Modell Kleinfamilie toll. Ab und an im Jahr sind wir mal ein paar Tage bei den Großeltern zusammen mit den anderen Geschwistern meines Mannes und deren Familien. Finden wir es toll - Ja, aber nur für einen sehr begrenzten Zeitraum. Klar tut es auch mal gut. Die Kids bespaßen sich gegenseitig, man kocht reihum, das heißt nicht jeder jeden Tag für sich usw. ABER es erfordert auch ein großes Maß an Rücksichtnahme und es öffnet Tür und Tor für die Einflussnahme. Wir sind froh, dass wir im Alltag unabhängig sind und dass wir in der Freizeit auch intensive Familienzeit haben. Sobald viele Erwachsene präsent sind, unterhalten sich meist eh nur die Erwachsenen miteinander und die Kids laufen nebenher. Das ist mal ok und schön, aber ich bin im Alltag einfach froh, dass wir unsere Zeit auch intensiv mit den Kindern verbringen können.