Uneinig über Elternzeit

Ich frage mich ob es bei anderen Paaren auch Diskussionen und Streitigkeiten bezüglich der Länge der Elternzeit gibt.. Ich habe hier ein paar ältere Beiträge gelesen und mir kommt vor als würde jeder Mann seiner Frau liebend gerne ermöglichen möglichst lang bei den Kindern zu bleiben... nur meiner nicht....

Derzeit ist es finanziell so geregelt, dass wir die Fixkosten 50:50 teilen, einkaufen tut mal der eine mal der andere und auch bei anderen Anschaffungen wechseln wir uns ab. Bei einem Jahr elternzeit auch gut möglich, bei zwei Jahren eben nicht...

Finanziell wäre es gut möglich ein Jahr mit einem Gehalt zu überbrücken allerdings würde mein Freund da nie zustimmen, er sieht nicht ein dass ich daheim bleibe obwohl unser Kind einen krippenplatz hätte...

Ich bin gerade etwas traurig weil mir diese Auszeit vom Job wirklich gut tun würde und man ja später nie einfach so eine so lange Pause machen kann.... Wie seht ihr das bzw. Eure Männer?

Verstehe ich das richtig, dass du trotz Kind in der Krippe zu Hause bleiben willst oder würdest du dann auf den Platz verzichten?
Mein Mann und ich haben damals ganz pragmatisch entschieden, dass derjenige zu Hause bleibt, der weniger verdient. Das war ich ;-)
Er hat alles mitgetragen, nach Kind 1 bin ich nach 6 Monaten wieder ins Büro geflüchtet und mein Mann hat aufgepasst an seinen freien Tagen. Beim 2. und 3. habe ich 3 Jahre Elternzeit genommen, in der Elternzeit vom 3. wurde ich schwer krank und bin jetzt ganz zu Hause.

Ich würde dann natürlich auf den Platz verzichten sonst würd mir ja direkt langweilig werden daheim 😅

Alles andere hätte mich auch gewundert #rofl
Ich PERSÖNLICH bin der Meinung, dass der frühe Krippenbesuch bei Babys und Kleinkindern unter 2 kritisch zu betrachten ist. Da würde ich immer eine GUTE TaMu vorziehen.

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Also über die Dauer durfte ich natürlich komplett alleine entscheiden (mit berücksichtigung der finanziellen Perspektive)
Ich hab auch schon Anfang der ss bzw als wir nur über Kinder geredet haben (Anfang der Beziehung, als noch keine geplant waren) gesagt ich bleibe die vollen 2 jahre zuhause.
Somit war eine Diskussion vom Tisch, er wusste es ja schon vorher wie ich dazu stehe, er weiß meinen kontostand und das ich locker auch ohne sein Gehalt zuhause bleiben könnte.


Wir sind aber alle hypothetischen Szenarien (was wäre wenn) durchgegangen 😂 wir planen gerne, ob es dann auch so umgesetzt wird ist die andere Sache 😂

Aja ich hab die 2 jahre gewählt weil ich gerne die ersten 2 jahre bei meinen kind zu Hause bleiben möchte. Außerdem geht bei uns der Kindergarten erst mit 2 1/2 Jahren.

Auszeit vom job brauche ich keine, dafür gibt es urlaub. Die Auszeit vom Job bräuchte mein Mann dringender (war jetzt 2 Wochen in Urlaub, aber hatte keine freie Zeit, da zuhause sehr viel Arbeit anstand, Bauernhof)

Wenn meine Frau nur als Auszeit vom Job zu Hause bleiben wöllte, dann fände ich das als Mann auch nicht prickelnd... Das wöllte ja wohl jeder gern noch ein bisschen "Urlaub"
...

Ich muss sagen, dass Modell - Kind(er) in Betreuung, Frau zu Hause und Mann arbeitet - finde ich persönlich sehr unfair. So viel Haushalt kann man doch gar nicht erledigen, um die Arbeit des Mannes "aufzuwiegen" (weil das immer als Argument kommt). 🤔Oder sagen wir es anders: Damit müssten halt beide zufrieden sein - das ist allerdings ein Szenario, dass ICH mir kaum vorstellen kann... Außer der Mann verdient sein Geld besonders leicht oder man ist "reich"...

Ich finde die Elternzeit sollten beide im Einverständnis festlegen, Änderungen vorbehalten, wenn es irgendwelche Probleme gibt...

Für euch will ich keine Tipps geben, da müsst ihr schon selbst alle Faktoren betrachten. Für mich ist klar, dass ich spätestens nach 16 Monaten (passt terminlich einfach gut) wieder arbeiten WILL... Mein Mann war recht offen, aber da wir noch gemeinsame Ziele (z.B. Eigenheim) haben, ist er froh, dass ich so denke...

Wenn meine Frau nur als Auszeit vom Job zu Hause bleiben wöllte, dann fände ich das als Mann auch nicht prickelnd... Das wöllte ja wohl jeder gern noch ein bisschen "Urlaub"


So Aussagen gruseln mich sehr in einer Beziehung
Wir als Paar würden uns dies IMMER gönnen und zwar sehr gerne.

Das kommt aber immer auch darauf an, wie jeder das Thema Haushalt versteht!
Mein Mann würde bei meinem Pensum und Anforderung am Haushalt nie im Leben zuhause bleiben. „Da würde ich mir Rosinen handeln“ o-Ton von ihm!
Neben der Erziehung bin ich schon sehr mit dem Haushalt ausgelastet. Auch, wenn ich vor der Geburt meiner Tochter 10 Stunden täglich ordentlich geschuftet habe, empfinde ich es jetzt weitaus anstrengender. Und ich hatte einen Job, indem ich morgens um 3:30 hoch musste und abends zum Teil noch bis 22 Uhr im Gange war. Also, ich weiß, was hätte Arbeit ist. Dennoch ist mein Leben zuhause kein Kinderspiel. Da hätte mein Mann keine Lust dazu. Ich habe ihm mehrmals angeboten mit mir zu tauschen, aber allein wenn er an die Berge Wäsche denkt, die wöchentlich zu Bügeln sind und ein kleines überdrehtes Mäuschen, dass permanent am Bein hängt, zupft etc. Ist er raus.
Sagen wir mal so. Was wäre ich froh, wenn ich wieder arbeiten gehen würde! Ich finde es nämlich auch unfair, dass mein Mann befindet Arbeit ständig Pause machen kann und sich einen schönen heißen, frischen Kaffee holen kann, während ich mal froh bin, wenn ich einen Kaffee am Tag trinken kann, solange er noch halbwegs warm oder lauwarm ist. Leider wäre das finanzieller sdlbstmord, sonst würde ich meinem Mann die „Schürze“ in die Hand drücken und ihm sagen, so nun bist du dran! Dabei hätte er ja noch Glück, die Zeit Inder unsere Tochter Dauer brüllte und nicht abzulegen war, ist vorbei und für eine halbe Stunde lässt sie sich schon mal selbst beschäftigen. Aber für mich persönlich kann mein Mann ehrlich gesagt meine Arbeit hier zuhause gar nicht aufwiegen! Ich arbeite nämlich nicht nur 8-9 Stunden und habe dann Feierabend. Kehre dann in eine saubere Wohnung, in der dass Essern schon auf mich wartet und mein Kind 2 Stunden später ins Bett geht und ich den Tag ausklingen lassen kann... sondern habe von morgens, bis abends zutun. Nicht nur der Haushalt will erledigt werden, auch die lütte möchte mal raus. Auf den Spielplatz gehe ich nicht, weil ich daran Spaß habe mir ihr im Sand zu buddeln oder hausen mal guck guck zu spielen oder Fangen und verstecken. Eigentlich wäre für mich Entspannung auf der Wiese liegen und ein Buch lesen. Aber das ist eben nicht drin.
Wahrscheinlich fühle ich mich von deiner Aussage deshalb auch so auf den Schlips getreten, weil sie der Rolle der Mutter/Hausfrau ganz schön abwertet. Mir ist auch klar, dass es die klassische Hausfrau nicht mehr wirklich gibt und diese nicht wirklich mehr modern sind. Heute wird der Haushalt so runtergeschraubt, dass es einigen überhaupt nicht mehr in den Sinn kommt, dass andere wirklich zuhause jede Menge zutun haben. Gibt aber Leute, die neben der Kindererziehung tatsächlich noch en klassischen Haushalt auf den Zettel haben und dieser nicht mal eben nebenbei auf einer arschbacke zu erledigen ist, wie einige behaupten und denken. Gerade wenn man sich hier rumtreibt, liest man ja oft, für wie viele der Haushalt an letzter Stelle steht... ist nicht für jeden so! Ich jedenfalls bin froh, wenn ich wieder arbeiten gehen kann! Da habe ich wenigstens Geld verdient und Anerkennung genossen für meine Tätigkeit!

Lg

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Also wir sind uns da eigentlich einig, dass wir die Elternzeit unter uns beiden aufteilen. Ich mache die ersten 8 Monate und er 6. Anschließend wollen wir beide ein Jahr Stünden reduzieren. Funktioniert bei uns deshalb so gut, weil wir beide ähnlich viel verdienen, allerdings haben wir letztes Jahr mitten in der Stadt ein Haus gekauft, 2 Jahre nicht arbeiten wäre da finanziell zwar möglich, dann dürfte aber sonst nichts passieren. Zudem finde ich frühzeitig Krippe/Tagesmutter gut.
Was ist denn das Problem deines Mannes? Seit ihr verheiratet? Wenn es finanziell für euch doch ohne Probleme möglich wäre, verstehe ich nicht. Hast du denn einen Krippenplatz? Was, außer -ich brauche eine Auszeit vom Job- spricht denn dann dagegen wieder arbeiten zu gehen?

Sein Problem ist eben dass er nicht will dass er mich in dieser Zeit mitfinanzieren muss...

Ja, einen krippenplatz hätten wir, der ist auch ein Jahr später noch sicher.

Ich meine viele andere Frauen bleiben auch 3 Jahre daheim weil sie die Zeit mit dem Kind so genießen, er könnte ja auch eine Zeit lang daheim bleiben, will er aber nicht...

Ich muss eh noch lange genug arbeiten da würde ich dieses Jahr schon gerne nutzen...

Dann schlage ihm vor, ihr teilt die Elternzeit, ein Jahr du, ein Jahr er.
Und danach beide mit weniger Stunden.
Oder möchte er nicht beim Kind bleiben?

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Also zunächst einmal finde ich es sehr komisch wenn man Kinder hat und dann noch von "mein Geld / sein Geld" spricht. Man ist doch dann eine richtige Familie, also alles in einen Topf und als eines betrachten.

Dann finde ich die Aussage "Auszeit vom Job" auch ein bisschen befremdlich. Das ist ja nicht Sinn der Elternzeit. Zumal du ja gar nicht weißt ob dir nicht doch die Decke auf den Kopf fällt. Und Teilzeit nach einem Jahr wieder einzusteigen wäre kein Kompromiss?

Wie lange will dein Mann den Elternzeit nehmen? Ich kann das schon verstehen. Finanziell muss es halt passen. Wenn ihr beide ein Jahr Elternzeit nehmen wollt müssen ja schon Reserven vorhanden sein, weil nur die ersten 14 Monate ja mit Elterngeld "bezahlt" werden.

Er will gar nicht in Elternzeit gehen das ist es ja... Finanziell würde es gut passen....

Ich kann halt nicht verstehen wieso es so vielen Männern nichts ausmacht, dass ihre Frauen nur wenig oder gar nichts finanziell beitragen und meiner heult wegen einem Jahr so herum...

Was heißt denn, er heult rum? Unabhängig davon, dass wir uns damals ein Jahr Elternzeit geteilt hatten, hat mein damaliger Partner dasselbe gesagt und und in meinem Freundes- und Bekanntenkreis ist das üblich. Er sind also nicht alle anderen Partner anders als deiner, das ist ganz doll regionsabhängig. Ich kann ihn verstehen - du nicht. Habt ihr vorher nicht darüber gesprochen?

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<<<Finanziell wäre es gut möglich ein Jahr mit einem Gehalt zu überbrücken allerdings würde mein Freund da nie zustimmen, er sieht nicht ein dass ich daheim bleibe obwohl unser Kind einen krippenplatz hätte... <<<

Dein Kind hat ein Krippenplatz, warum willst du länger als ein Jahr aussetzen? Das stelle ich hier mal als Frage. Ihr seid beide nicht verheiratet, willst du dich so abhängig machen von deinem Freund? Und du schreibst ja, dass er damit nicht einverstanden ist. Wenn du einen Krippenplatz hast, geh doch wenigstens ein paar Stunden arbeiten und schau, wie es so für dich ist. Musst du aber selber wissen.

Wenn es dir nicht gut geht, mach eine Muki-Kur. Falls dein Kind zu jung dafür ist es dorthin mitzunehmen (gehe ich mal sehr davon aus), habt ihr Anspruch auf eine Haushaltshilfe.

Kuckmal hier rein: https://www.betanet.de/haushaltshilfe.html

LG Hinzwife

Ich kann deinen Mann gut verstehen. Ich hätte auch wenig Lust die gesamte finanzielle Verantwortung auf meinen Schultern zu tragen, nur weil mein Partner eine schöne Zeit bzw eine Jobpause möchte.

Wir haben uns die Elternzeit untereinander aufgeteilt bzw beim ersten Kind hatte nur ich ein Jahr, bei den anderen dreien dann aufgeteilt. Nach der Elternzeit habe ich 30 Stunden pro Woche gearbeitet, er Vollzeit. Beide Vollzeit wäre aufgrund der grottigen Betreuungszeiten nicht gegangen.

Also, als wir über Kinder sprachen, haben wir auch über mögliche Betreuung gesprochen. Wir waren beide der Meinung, dass wir gerne drei Jahre pro Kind zu Hause sein möchten, die Kinder erst dann in den Kindergarten sollen. Und eigentlich war uns beiden klar, das ich zu Hause bleibe.

Mein Geld, dein Geld usw. gab es bei uns noch nie. Weder zu Ausbildungs-/Studienzeiten, noch sonst wo. Egal wer mehr verdient hat (wechselte sich zu Beginn ab), war das unser gemeinsames Geld.

Wir haben dann, auf Empfehlung des Arbeitgebers immer nur ein Jahr eingereicht, und dann jeweils verlängert (insgesamt 9 Jahre). Somit hätten wir besser reagieren können, falls sich was geändert hätte. Die Elternzeitjahre hätte man ja auch später dran hängen können.

Wir haben vorher fast mein komplettes Gehalt ein Jahr beiseite gelegt, um zu sehen wie wir über die Runden kommen, wenn mein Gehalt knapper wird und wegfällt.

Für uns beide, war das die richtige Entscheidung! Aber da müsst ihr euch als Paar einig werden. Alle anderen müssen euch egal sein.

Ich kenne auch eine Familie, die es genau andersrum gemacht hat. Die Frau ging nach allein drei Kindern Vollzeit arbeiten, und der Mann nahm die Elternzeit. Für sie die richtige Zeit.

Meine Schwägerin wollte maximal ein Jahr zu Hause bleiben. Sie meinte arbeiten sei entspannter als Haushalt und Kind. So kam meine Nichte zu Oma. Oma war glücklich, Mama, Papa und Kind auch. Wäre für mich kein Modell gewesen, für die alle schon.

Mein Mann war beim ersten Kind einen Monat mit mir zusammen hier. Damit das Geld nicht knapp wird, in Teilzeit.

Ich drücke euch die Daumen, dass ihr für euch eine Lösung findet, mit der ihr alle zufrieden seid.

Hi,

das ist eben Einstellungssache.

Weder für meinen Mann noch für mich wäre es in den Sinn gekommen:

1. unsere Finanzen aufzuteilen. Seit der Hochzeit gibt es ein Konto, von dem alles bezahlt wird. Und das ist UNSER Geld, egal wer es verdient.

2. unser Kind unter 3 in Betreuung zu geben.

Daher gab es da nie Streitigkeiten. Wir haben schon Jahre gespart, damit wir mal das Haus neben den Schwiegereltern kaufen können. So war es dann kein Problem, das Haus in der Elternzeit von Kind 1 zu kaufen und trotzdem im Anschluss fast direkt in EZ von Kind 2 zu gehen.
Ich war 3 Wochen und 3 Tage dazwischen arbeiten, dann hatte ich noch Resturlaub bis zum Mutterschutz 😅.

Wir haben auch schon darüber gesprochen, dass ich erstmal nur einen 450€ Job mache, denn wenn EZ von Kind 2 im Mai endet, kommt der Große im September in die Schule. Ich werde so in einem Jahr mal schaun, wie es aussieht, ob ich evt. auch hier im Ort was finde, da wir dann ja auch noch Geld sparen würden, bezüglich Sprit.

Ich persönlich finde die Einstellung deines Mannes beftemdlich, dich nicht finanzieren zu wollen. Du passt ja schließlich auf euer Kind auf und drehst nicht zu Hause Däumchen. Ich könnte es verstehen, wenn er sagen würde, nicht mehr als 3 Jahre, oder das er auch ein Jahr nehmen möchte, aber sein Kind in die Krippe zu geben, obwohl man es zu Hause betreuen könnte finde ich nicht gut.

Wir waren uns einig, dass ich nach einem Jahr wieder arbeite. Ich möchte etwas beitragen und unabhängig sein. Mein Mann hat jeweils 2 Monate elternzeit genommen (er verdient deutlich besser, darum diese Aufteilung). Bei dir klingt es so, als würdest du nicht gerne arbeiten, nicht als stünde da Kind im Fokus

Mein Mann meinte dazu das er mir die Entscheidung überlässt wie lange ich Elternzeit nehme.

Es war ein Zeitraum von 1-2 Jahren im Gespräch, länger würde ich nicht aussetzen wollen. Wäre ich komplett gegen Fremdbetreuung unter drei würde er das auch akzeptieren und finanzieren. Meine Schwiegermutter war ab seiner Geburt nicht mehr berufstätig. Sein Freundeskreis besteht aus finanziell gut situierten Männern und es ging kaum eine der Frauen arbeiten bevor das jüngste Kind drei war. Bei drei Paaren ist die Frau auch über das Kindergarten Alter hinaus noch Hausfrau.

Das beeinflusst seine Einstellung vermutlich.

Ich war letztlich beim ersten Kind zwei Jahre in Elternzeit und beim zweiten 18 Monate. Wir haben ein gemeinsames Konto und sind nicht verhungert in der Zeit.

Diese Einstellung das eine Frau gefälligst nach 12 Monaten wieder schaffen soll finde ich furchtbar. Es ist toll das es möglich ist, aber es ist nicht jede Frau im gleichen Maße belastbar. Mein Sohn hat furchtbar geschlafen um seinen ersten Geburtstag herum und war stündlich wach. Ich konnte mich kaum ausreichend konzentrieren um die Einkäufe zu erledigen. Da wäre ich einfach mal ziemlich negativ aufgefallen im Job.

Bestimmt will dein Mann dann auch liebend gerne die Hälfte der Kind-Krank Tage nehmen und einige Urlaubstage opfern um die Schliesszeiten in der Kita abzufangen. Nachts aufstehen weil du ja auch fit für den Job sein musst.

Fast kommt ein bisschen Schadenfreude auf bei der Vorstellung wie du ihm das kotzende Kleinkind in die Hand drückst „Schatz, du bist dran ich hab schon letzte Woche einen Kind -krank- Tag gemacht als Emma Fieber hatte“ und zur Arbeit fährst..#schein

Äh was findest du daran witzig? Natürlich haben wir uns die kindkranktagw geteilt (unser Kind war viel krank) und natürlich auch die schließtage, elterncafes, bastelstunden..wieso auch nicht?

Wieso brauchst du seine Zustimmung?? Du kannst Elternzeit nehmen wie du willst....Macht er ne große lippe...erinnere ihn daran das er zu unterhalt verpflichtet ist

Genau so sollte man sich in einer Partnerschaft verhalten!

Mach, was Mutti will, ansonsten kannte Unterhalt zahlen!

Super Einstellung, wirklich. Ich bekomme ein Kind und habe ab jetzt alle Rechte auf meiner Seite, soll doch der andere zahlen, so what. Wer fragt schon den - ich will genießen, basta!

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Prinzipiell würde ich es auch nicht einsehen das dass Kind in die Krippe geht, während du dir ne Auszeit vom Job nimmst. Hast du ja ein Jahr lang.

Das kind soll dann natürlich nicht in die Krippe...Sondern sie mit kind noch ein jahr zuhause bleiben

Also echt, ich kann deinen Mann verstehen und finde dich echt ein bisschen dreist irgendwie. Bei uns bin ich der Hauptverdiener, mein Mann geht in Elternzeit für ein Jahr. Er ist gerade sehr unzufrieden in seinem Job, aber würde er mir jetzt sagen: Ich will zwei Jahre daheim bleiben, weil mir die Auszeit gut tut, finanzier mich bitte mit, würde ich ihm echt den Vogel zeigen.
Du vergleichst auch Äpfel mit Birnen finde ich. Die Frauen die hier schreiben, dass ihre Männer sie finanzieren, da haben BEIDE eine gewisse Wertvorstellung: Kind nicht früh fremdbetreuen lassen, Mutter soll Hausfrau sein oder was auch immer. Ich teile diese Werte nicht und habe in meinem privaten Umfeld auch niemanden der das tut, ich respektiere aber natürlich voll und ganz die freie Entscheidung von Eltern dazu so zu leben! Aber es sollten halt schon beide wollen. Und jetzt kommt’s: Dein Mann scheint diese Wertvorstellung nicht zu haben und der Witz ist, DU ja auch nicht. Zumindest lese ich davon gar nix in deinem Text. Du schreibst nur dir würde die Auszeit vom Job gut tun. Und das soll dein Mann dann bitte finanzieren. Dein Ernst? Ist er das Arbeitsamt? Dann kündige doch und beantrage Arbeitslosengeld im 2. Jahr. Mein ich völlig Ernst! Übrigens stimmt es nicht, dass die Gelegenheit nicht wieder kommt. Die Elternzeit die du nicht genommen hast (bei jedem Kind Anspruch auch 3 Jahre) kannst du bis zum 7./8. (bin mir gerade nicht sicher) Lebensjahr noch nehmen. Ohne Elterngeld versteht sich. Aber das wäre ja jetzt genauso.

Ich finde deine Antwort etwas unfair, ich würde es ihm sofort ermöglichen ein Jahr daheim zu bleiben wenn er wollen würde, das wäre gar kein Thema für mich.

Er würde nie akzeptieren dass ich kündige, weil wir beide wissen dass ich so einen job zu dem Gehalt nicht mehr bekomme... Das wäre ziemlich dumm.

Ich würde das meinem Mann auch gönnen, das ist ja nicht die Frage. Aber du erwartest von ihm dass er die komplette finanzielle Verantwortung für euch trägt und wenn er das nicht will, bist du stinkig. Und ich verstehe den Sinn einfach nicht (ich vermute er auch nicht...). Was genau ist denn das Problem mit deinem Job, dass du zwei Jahre (!) Auszeit brauchst? Dann ist der Job entweder scheiße - dann musst du dir nen neuen suchen - oder du hast sonst eine gesundheitliche/psychische Belastung, die dich dazu bringt - das wäre ja nachvollziehbar, aber davon schreibst du nix. Es erschließt sich mir einfach nicht und deine Antwort trägt auch nicht zur Klärung bei. Erneut ist nur die Rede davon, dass dein Mann dir das „ermöglichen soll“ und nicht dass du beispielsweise den Wunsch hegst dein Kind aufwachsen zu sehen. Deswegen bleib ich dabei, auch wenn du das nicht hören willst: Ich verstehe deinen Mann und seine Reaktion zu 100% und würde genauso agieren.

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In meinem Umfeld macht meist die Frau ein Jahr Elternzeit und der Mann ein halbes oder auch ein ganzes. Lehrer halt...

Ich kann deinen Freund verstehen. Wenn er keine Lust hat dich durchzufüttern, weil du eine "Auszeit" brauchst, dann musst du das entsprechend akzeptieren.

Durchfüttern???

Sie betreut ja immerhin ihr GEMEINSAMES kind.

Man könnte meinen sie möchte sich den arsch platt sitzen und hält die Hände auf.

Sie will nicht das ihr Kind mit einem Jahr in eine kita kommt sondern noch Elternzeit nehmen.

🤦🏽‍♀️🤦🏽‍♀️🤦🏽‍♀️🤦🏽‍♀️😡😡🤬🤬🤬🤬

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Ich war beim ersten Kind nur 3 Monate zuhause und hab dann wieder 20h als Werkstudent gearbeitet und als der kleine Mann 1 Jahr war hab ich voll 40h gearbeitet.
Mein Freund war 9 Monate in Elternzeit. So haben sind wir seine Montagen auch soll gewesen.

Jetzt wollen wir mal schauen wie wir es machen. Vielleicht 6 Monate ich und 9 Monate mein Freund und die überschneiden sich.

Geld mäßig übernimmt jeder die Hälfte der Fixkosten und Einkaufen wechseln wir uns ab. In der Elternzeit weiter Hälfte der Fixkosten und Einkauf über nimmt der mit grad mehr Geld auf dem Konto. Babysachen übernehme ich vom Kindergeld.

Also wir haben unsere Finanzen auch ziemlich getrennt und teilen alles.
ABER, in der Elternzeit, die größtenteils ich bestritten habe, haben wir auch die Verluste geteilt. Elterngeld ist ja weniger als Gehalt.
Das war auch klar für die Monate, bei denen wir uns einig waren, dass jemand zu Hause bleibt.
Hätte ich darüber noch zu Hause bleiben wollen, gehe ich davon aus, dass mein Mann schon mehr übernommen hätte, aber eben nicht alles. Er hätte auch nicht eingesehen, dass er alles zahlen muss und ich einfach alleine entscheide ich bleibe zu Hause.
Da sich die Frage nicht gestellt hat war das egal. Aber trotzdem vermute ich, dass mein Mann ähnlich denkt wie deiner und ich ihn da auch verstehen kann. Ich hätte es auch nicht toll gefunden wenn er für sich gesagt hätte “du ich bleib noch ein Jahr zu Hause“ und ich hätte alles zahlen müssen.

Wir haben das so gemacht. Als unsere Tochter auf die Welt kam haben wir komplett ein gemeinsames Konto eingerichtet und jeder hat sein Geld drauf gezahlt. Ich habe natürlich Elterngeld bekommen, aber es war ja weniger als das Geld von meinem Mann. Ich war dann geplant zwei Jahre in Elternzeit, dann kam Nummer zwei und mit ihr bin ich nun 3 Jahre in Elternzeit bis der Kindergarten los geht. Die Zeit ist fast um und es hat sich für uns nie so angefühlt als ob mein Mann mich finanziert. Wir haben einfach im Moment ein sehr klassisches rollenmodel. Er geht arbeiten und ist fürs Geld zuständig und ich für Haushalt und Kinder. Wir sind ein Team und wissen jeweils den anderen zu schätzen. Wenn ich demnächst wieder anfange zu arbeiten (30 Stunden) fließt mein Geld selbstverständlich auch auf unser gemeinsames Konto. Das ist dann auch unser Geld. LG

Euer Modell wäre nichts für mich.
Wie kennen dieses deins und meins nicht. Wir sind verheiratet und alles ist unser...
gibt eben Paare, bei denen ist alles halt anders. Ich verstehe es nicht so.
Würde mein Mann sowas von sich geben, könnte er aber davon ausgehen, dass er sich mehr im Haushalt und in der Kinderbetreuung einbinden müsste. Unsere kleine ist mit ihren zwei Jahren eine unsagbar schlechte Schläferin. Schon immer gewesen. Ich bin meist von 1:45 bis um 3 Uhr mit ihr wach. Sie liegt im Bett, wälzt sich hin und her und erzählt und erzählt. Abends brauche ich zwei Stunden, damit sie einschläft. Meist schläft sie dann um 21:30 endlich ein. Am Morgen ist sie um 6:30 wach. Und Mittagsschlaf ist auch eine Katastrophe! Zufällig hätten wir uns schon zu Beginn darauf geeinigt, dass ich drei Jahre zuhause bleibe. Finanziell ist es kein Problem und die Zeiten der Kiga sind hier fürchterlich. Würde ich jetzt bereits auch arbeiten, müsste mein Mann abwechselnd nachts auch ran. Alleine würde ich dass dann auch nicht übernehmen können. Das wäre für ihr ein Graus.
Wie ist es bei euch? Ist dein Mann dann damit einverstanden die Betreuung anteilig genauso in der Nacht, an den Wochenenden etc zu übernehmen, genauso wenn euer Kind krank ist. Bringt er es dann auch in den Kiga oder holt es ab? Wenn er schon peinlich genau auf 50:50 besteht, würde ich auch beim Haushalt und der Erziehung auf 50:50 bestehen!

"Würde ich jetzt bereits auch arbeiten, müsste mein Mann abwechselnd nachts auch ran. Alleine würde ich dass dann auch nicht übernehmen können. Das wäre für ihr ein Graus.
Wie ist es bei euch? Ist dein Mann dann damit einverstanden die Betreuung anteilig genauso in der Nacht, an den Wochenenden etc zu übernehmen, genauso wenn euer Kind krank ist. Bringt er es dann auch in den Kiga oder holt es ab? Wenn er schon peinlich genau auf 50:50 besteht, würde ich auch beim Haushalt und der Erziehung auf 50:50 bestehen! "

Das wiederum versteht sich für mich von selbst im Gegensatz dazu, dass hier im Forum 90% der Frauen der Ansicht sind, Elternzeit wäre Frauensache.

Nun ja, gibt Familien da ist es tatsächlich anders. Da denkt sich der Herr der Schöpfung auch schon mal er geht arbeiten und die Frau übernimmt neben dem Job auch die komplette Hausarbeit und Kindererziehung. Dass einige dann überfordert sind wundert mich dann nicht.

Für mich Ist das auch selbstverständlich. Wobei ich eher das Gefühl hab, dass 90% der Frauen hier im Forum aber auch etwas übertreiben! Aus neben dem Job erledigen Wir noch locker den Haushalt, wird sehr oft, ICH erledige neben einer Vollzeitstelle noch den Haushalt und Kindererziehung. Ein kleines Wörtchen ändert oft schon viel. Lies dir mal das eine oder andere durch... da steht selten mal ein Wir... ich schaffe das ja auch etc. Diese Frauen tuen im Gegenzug ja auch oftmals, als würden sie alles alleine bewältigen und der Ehemann nur Deko zuhause wäre! Kann ja sogar sein, dass es so ist, aber bei allen? Hmm glaub ich nicht.

Hallo,

Mittlerweile bin ich in Elternzeit von unserem dritten Kind.
Weil ich deutlich weniger verdiene als mein Mann, war es nie eine Frage, wer Zuhause bleibt.
Zumal mein Mann ein echter Workaholic ist.

Und eben genau weil ich nicht viel verdiene war es auch keine Option unsere Kinder vor dem zweiten Geburtstag in Betreuung zu geben.
Ich müsste gut 2/3 meines Gehaltes an die Betreuung zahlen.
Das würde sich einfach nicht lohnen.
Also bleibe ich zwei Jahre Zuhause (bei den zwei Großen auch schon), denn ab dem zweiten Lebensjahr ist bei uns die Kita umsonst und ich darf das wenige Geld dass ich verdiene behalten.

Bei meinem Mann und mir gibt es aber seit unserer ersten gemeinsamen Wohnung 2005 kein "mein und dein" mehr.
Seitdem haben wir ein gemeinsames Konto und alle Einnahmen gehen auf dieses Konto.
Bei uns gibt es nur ein "unser".
Wir sind schließlich eine Familie.

>>>Bei meinem Mann und mir gibt es aber seit unserer ersten gemeinsamen Wohnung 2005 kein "mein und dein" mehr.<<<

>>>Ich müsste gut 2/3 meines Gehaltes an die Betreuung zahlen.<<<

Wieso DEINES Gehaltes? Ich denke, bei euch gibt es kein "mein und dein"?

Dennoch ergibt es keinen Sinn soviel für die Betreuung zu zahlen (Gehalt bekommt ja nunmal jeder selbst von seinem Arbeitgeber) wenn es dann ab 2 Jahre kostenlos ist

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Hallo,
die Frage ist: worum geht es dir?

Willst du das Kind noch Zuhause lassen? Oder deinen eigenen Job nach hinten schieben? Den machst du noch so viele Jahre, ob du jetzt ein Jahr früher oder später wieder anfängst...

Ich denke, ihr solltet beide (!) anfangen, die Bedürfnisse des Kindes in den Mittelpunkt zu stellen. Und dann klären, wer was macht.

Jemand hat schon sehr schön geschildert:
Wenn ihr beide arbeitet, teilt ihr euch auch die Krankheitszeiten.
Ab deinem Berufsbeginn teilt ihr euch das nächtliche Aufstehen.
Und die Betreuungszeit nach der KiTa sowieso.

Wer kocht wann? Das hängt ja auch an den Arbeitszeiten.

Wenn ihr das alles geklärt habt könnt ihr überlegen, ab wann ihr damit startet. Und auch gleich, wer die Eingewöhnung im Kindergarten mit dem Kind macht. Auch dazu kann der Mann Elternzeit nehmen, bei uns jedenfalls klappte das Abgeben immer besser, wenn der Papa das gemacht hat.

LG!

Ich würde mein Kind, wenn es so klein ist, wenn möglich selbst betreuen. Dein Kind kann nicht sagen was dort alles mit ihm gemacht wird. Die erste Zeit ist sehr wichtig für die Bindung. Zu Hause zu bleiben würde in erster Linie deinem Kind gut tun.

Sie will doch ihr Kind betreuen und ein weitere Jahr Elternzeit nehmen. Sie möchte nicht das ihr Kind mit einem Jahr in die Krippe kommt.
Dem Vater ist das wumpe

Ja ich weiß. Ich wollte ihr damit nur nochmal klar machen wie wichtig ich das finde. Und das es in erster Linie für das Baby gut ist und nicht für sie.