Als Mutter daheim bleiben, trotz, dass die Kinder in Betreuung sind?

Guten Abend zusammen,

als ich Kind war, war es in meinem Umkreis relativ normal, dass die Mütter daheim waren, oder zumindest sehr wenig gearbeitet haben.
Ihnen blieb ja oft auch nichts anderes übrig, da die Betreuung im Kindergartenalter bei uns auch nur von 8-12 Uhr ging. Das funktionierte natürlich eher mit wenigen Arbeitsstellen.

Nun erzählte mir eine Freundin, sie würde noch ein Elternzeit-Jahr dran hängen, obwohl beide Kinder von 8-14 Uhr in die Krippe/Kindergarten gehen. Und ich muss sagen, ich habe erstmal geschmunzelt.
Weil es eben, in meinem Umkreis, nicht mehr typisch ist.
Der "Trend" geht ja eher dazu, dass die Mama's recht schnell wieder arbeiten gehen.
Aber warum eigentlich?
Wenn es finanziell passt, und man gerne Hausfrau ist, sollte das doch auch möglich sein.

Das Ganze hat mich nun neugierig gemacht. Und ich würde gerne mal von den Mama's unter euch wissen (die zu Hause sind, trotz, dass die Kinder in der Betreuung durch Krippe/Kindergarten oder Schule sind) warum habt ihr euch für ein Hausfrauendasein entschieden und somit erstmal gegen euren Job?
Oder gab/gibt es einfach keinen Job in dem ihr momentan arbeiten könnt?
Verdient euer Mann so viel, dass ihr euch das leisten möchtet?
Wie lange habt ihr vor zu Hause zu bleiben?
Wie reagiert euer Umfeld?
Wie nutzt ihr die Zeit?
Habt ihr dadurch irgendwelche Einbußen?
Vorallem finanziell.
Berichtet doch gerne mal ein wenig.

Danke.

Wir könnten es uns sowohl leisten, dass ich zu Hause bleibe als auch das mein Mann zu Hause bleibt. Wir verdienen das gleiche.

Wollen das aber nicht.
Mein Mann würde 1-2 Jahre zu Hause bleiben. Tendenz 1 Jahr und dann 2 Jahre 50-80%

Huhu, ich hab nach 12 Monaten wieder angefangen zu arbeiten... zunächst 8h/Woche. Zwischenzeitlich ist meine Tochter 21 Monate und ich arbeite 20h/Woche tteilweise von daheim.

Das gab mehrere gründe:
Der wichtigste: ich möchte auch vom Kopf her wieder gefordert werden... ich persönlich finde vom daheim rumsitzen, putzen und Kind betreuen wird man irgendwann etwas gaga im Kopf... ich zumindest
Der zweite: wir hätten uns das nicht leisten können und wollen... wir verdienen beide sehr gut, leisten uns aber auch gerne was...
Grüße

Hallo

Ich bin so eine Hausfrau :)
Das war am Anfang so nicht geplant sonder hat sich eher so ergeben.
Ich habe unsere Tochter auch erst relativ spät in die Betreuung gegeben.( mit 2,8 jahren)
Ich bin kein Karriere Mensch sonder liebe es ganz für meine lieben da zu sein.
Ich bringe meine Tochter auch nur in Betreuung für die sozialen Kontakte und ihre Abwechslung. Ihre stunden wollen wir auf keinen fall erhöhen, was sein müsste (logisch) wenn ich arbeiten ginge.
In dieser Zeit, mache ich Einkäufe, nehme Termine wahr bzw plane sie und mache natürlich den Haushalt und koche jeden Tag frisch.
Wie das Umfeld darauf reagiert, ist mir egal.
Die einen so die anderen so.
Ich denke jeder muss es so machen, wie er es für richtig hält.
Da wir noch relativ jung sind, steht mein Mann noch relativ am Anfang seiner Karriere.
Dennoch reicht es jetzt schon das wir ein sorgenfreies Leben führen können.
Für uns passt es so und wir wollen das in absehbarer Zeit auch nicht ändern.

Lg

Was mich in so einer Konstellation wundert, zumal du schreibst, ihr seid noch recht jung, wie machst du das mit Rente bzw den Beiträgen, wie habt ihr das geregelt?

Und was ist, wenn deinem Mann, als Haupternährer etwas passieren würde?

Es ist eine ernst gemeinte Frage rein aus Interesse und absolut wertfrei, denn für mich persönlich ist es keine Option. Einfach aus Überzeugung.

Danke für eine Antwort, alles Gute 🍀

Hallo

Mein Mann hat hat eine Betriebliche Altersvorsorge die an mich übergeht, falls ihm etwas passiert.
Zudem haben wir beide eine Riesterrente und beide eine hohe Risikolebensversicherung.

Lg

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Für mich ist Hausfrau zu sein kein "Job" / keine fordernde Tätigkeit. Nein, damit möchte ich nichts abwerten aber die Tätigkeiten, die eine Hausfrau übernimmt, mache ich neben der Vollzeit-Arbeit. Einen Orden will ich dafür nicht. Mir wäre nur Hausarbeit einfach zu langweilig. Ich liebe meinen Beruf, die Abwechslung, den Kontakt zu Erwachsenen und letztlich auch die Tatsache, eigenes Geld zu verdienen. Wenn dann sogar noch die Kinderbetreuung weg fällt, weil diese in Schule / Kiga sind, kann ich das nur bei Großfamilien (o.a. Ausnahmen) nachvollziehen, dass der Tag ausgelastet ist.

Ich kenne es auch von "früher" nicht, dass Mütter "nur" Hausfrau waren. Die Großmütter- Generation musste schon nach der Geburt wieder aufs Feld und die Mütter-Generation ist nach 1-2 Jahren wieder arbeiten gegangen. Das typische Hausfrauenbild gibt es in meiner Realität gar nicht. Bin in der ehemaligen DDR aufgewachsen...

Auch in meinem Umfeld kenne ich tatsächlich nur 1 einzige Mutter, die gern zu Hause geblieben ist - mittlerweile 8 Jahre und mit 4 Kindern. Sie hatte allerdings immer schon psychische Probleme und fühlt sich erst jetzt der Belastung durch Beruf wieder gewachsen. Für sie und ihre Familie war es sicher genau richtig so...

Letztlich muss dass alles ja auch jeder für sich wissen und dann auch noch den passenden Mann / Frau finden, der / die die Entscheidung mitträgt.

Also hast du im Grunde keine Antwort für die TE, sondern möchtest nur kundtun, dass der Job, einer Hausfrau, kein Job ist und du das alles auch nebenbei erledigst?
In wiefern betrifft dich dann der Thread oder möchtest du nur Unfrieden stiften? Von leben und leben lassen hat dein Beitrag nicht viel!
Man muss immer allen die es anders sehen unter die Nase reiben, dass sie ja nichts sinnvolles tun?
Kenne viele mit deiner Meinung, stellen sich hin, wie toll sie ja sind, mit ihrer Meinung Haushalt wäre kein richtiger Job sie selber würden das alles auch nebenbei schaffen, aber dann rot werden, wenn man mal unangekündigt vor der Tür steht, weil der Haushalt sich doch nicht einfach so nebenbei erledigen lässt, wie sie immer behaupten. Aber klar, du arbeitest Vollzeit, dein Haushalt glänzt und sonntags gibt es frisch gebackenes Brot...
übrigens, arbeite ich selber ( falls es gleich hagelt, ich würde alles nur schreiben, weil ich selber zuhause bin... bin ich nicht), habe aber Respekt vor jedem, der sich bewusst für dieses Modell entscheidet. Ist nicht einfach. Scho gar nicht mit so vielen Vorurteilen...und immer jemanden der da steht und sagt, ja aber das kann ich auch und arbeite! Bei mir sieht es nicht so top aus, wie bei einer Hausfrau, warum soll ich lügen, hab die Zeit nicht, um mich um alles so zu kümmern, aber ich muss mich auch nicht hinstellen und behaupten es wäre so.

1. Darum ging es gar nicht. Die Frage war, warum jemand Hausfrau ist, nicht, warum man arbeitet...

2. "Kinder in Betreuung" ist ein weites Feld. Ein Kind ist auch "in Betreuung", wenn es von 9-12 in den Kindergarten geht. Oder von 8.30-11.20 in die Schule.
Der Haushalt ist in diesem Fall aber sehr viel umfangreicher als wenn beide Eltern Vollzeit arbeiten und die Kinder zwangsläufig 7 bis 9 Stunden pro Tag außer Haus sind und auch auswärts essen.

3. Im selben Satz zu schreiben, dass Haushalt nicht fordernd ist, man selbst das nebenbei erledigt und gleichzeitig zu sagen, dass man nichts abwerten will ist fast so, als ob man jemanden sagt, er sei hässlich, aber man wolle ihn mit dieser Aussage nicht beleidigen.

Haushalt ist nicht gleich Haushalt und hängt an so vielen Faktoren:
Größe von Haus und Garten
Anzahl der Personen
Anzahl der Mahlzeiten
Entfernung von Infrastruktur
Haushalteinkommen
Externen Hilfen
Besonderheiten (Arbeitskleidung, die gewaschen werden muss, Nahrungsmittel-Unvertäglichekeiten, medizinische Therapien...)

Ohne dich beleidigen zu wollen: wer noch nie einen Haushalt geführt hat, in dem 4 Personen fast ständig Zuhause sind, Zuhause essen und arbeiten kann sich, glaube ich, nicht vorstellen, was da alles anfällt.

LG!

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Ich selbst habe immer gearbeitet (hauptsächlich, um den Anschluss nicht zu verlieren - ich bin sehr gerne Hausfrau, wir könnten es uns leisten, aber nach 10 Jahren "raus" würde ich wohl keinen Job mehr bekommen.)
deshalb schildere ich mal den Fall einer Freundin:

Jüngstes Kind kam in den Kindergarten, sie bewarb sich auf eine Stelle. Quasi ganz selbstverständlich, machten ja alle so. Tolles Jobangebot, die Chefin entgegenkommend, nur Vormittags-Termine.
Als sie dann anfing, waren plötzlich doch eine Menge Nachmittags-Termine nötig, Überstunden, die Arbeitsatmosphäre unmöglich, die Chefin nicht verhandlungsbereit.
Ihr Mann verdient sehr gut, kommt aber auch erst Abends nach Hause. Sie war plötzlich ständig auf Oma-Betreuung angewiesen, trotzdem blieb der Haushalt liegen... Sie hat dann in der Probezeit gekündigt. Probezeit ist eben nicht nur für den Chef da ;-) Seither ist sie Hausfrau und die Familie ist glücklich und entspannt.

Eine andere Freundin hatte, genau wie ich, einen befristeten Vertrag, als sie schwanger wurde. Kind da, Job weg. Es war und ist nicht einfach, etwas neues zu finden. Schon gar nichts, was so auf Anhieb den Job des Mannes ersetzen würde.

Also gibt es zwei Möglichkeiten: irgendwas arbeiten, was in die Kinderbetreuungszeit rein passt oder in die spärliche Freizeit des Mannes. Oder gleich ganz Zuhause bleiben.

Wenn der Job eh nur ein schlechter Kompromiss ist, ist die Versuchung, gleich ganz Hausfrau zu sein und wenigstens diesen "Job" 100prozentig und gut zu machen natürlich groß.

LG!

Das finde ich eine wirklich differenzierte Sichtweise, obwohl wir offensichtlich nicht ganz in allem die gleichen Ansichten haben. Den "normalen" Vollzeit-Vierpersonen-Haushalt mit Haus und grossem Garten empfinde ich nicht ganz so unglaublich anstrengend (zwei 3jährige Nörgel-Krümmelmonster und Katzen hingegen gelegentlich schon) - ich habe dieses Modell eine Zeitlang gezwungenermassen auch gelebt. Aber ich habe ich keine kranke Mutter zu pflegen, wir wohnen nahe der Einkaufsmöglichkeiten, mein Mann hat bügelfreie und besitzen auch Staubsauger und Waschmaschine ;-)

Ja, der Spagat zwischen Beruf und Familie (oder auch sekundär Haushalt) ist oft sehr schwierig. Haushalt deshalb sekundär, weil ich auch um Mitternacht noch einen Korb Wäsche wegbügeln oder den Geschirrspüler morgens um 5Uhr ausräumen kann. Oder bei Urbia schreibt ;-)

Und die Verhandlungen mit dem Arbeitgeber können oft nervzerrend und ermüdend sein - da muss einem der Job schon sehr viel bedeuten, um diesen Weg zu gehen. Hat frau da eine schlechtentlöhnte Arbeit, die ihr dazu noch keinen Spass macht, die Kinderbetreuung einen Grossteil dieses Gehaltes auffrisst und der Job nur ein kleines Zubrot bringt, ist es nachzuvollziehen, dass man keine Lust hat, sich dieser dauernden Zerrissenheit auszusetzen.

Für mich ist da die Lösung in gewissen Massen kompromissbereit und zudem "gut" zu sein: in ganz wichtigen Situationen in meinem Beruf muss dann einfach mal mein Mann einspringen, wenn ich nicht pünktlich los komme, dafür habe ich aber durchaus auch die Möglichkeit bei meinem Arbeitgeber, für irgendwelche Termine mal eine Stunde später zu kommen, wegzugehen oder früher die Arbeit zu verlassen.

Und ja, wie du richtig schreibst, oft geht das beiderseitige Arbeiten auf das Konto des Paarlebens, denn zu Wachzeiten steht das Familienleben im Zentrum. Aber auch hier: wenn es für die beiden Partner so stimmt, dann ist das mE ok. Für uns ist es dies - für andere nicht.

"Also gibt es zwei Möglichkeiten: irgendwas arbeiten, was in die Kinderbetreuungszeit rein passt oder in die spärliche Freizeit des Mannes. Oder gleich ganz Zuhause bleiben."

Heute sollte es doch wesentlich mehr Möglichkeiten geben, als die Alternative, Mutti bleibt ab dem 1. Kind Zuhause oder Mutti verdient was dazu, wenn Kind betreut oder der Vater der Kinder Feierabend hat und sei es auch nur die umgekehrte Verteilung der Geschlechter.

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Da wirst du hier wohl keine ehrliche Antwort erhalten, allerhöchstens in schwarz.

Fremdbetreuung und trotzdem zuhause? Für sowas wirst du hier bei Urbia lebendig gegrillt und dann noch zerrissen.

Unterschiedliche Lebensmodelle sind hier ein ganz heißes Eisen. Trotzdem interessante Frage.

... Deshalb schreibe ich ja auch in schwarz, um nicht gegrillt zu werden.

Leider weiß ich, dass die meisten Mamas hier wohl Superkräfte haben, 50 Stunden die Woche arbeiten, trotzdem natürlich genug Zeit für ihre 3 Kinder, den Mann und ihre Hobbys haben, das Haus immer glänzt usw.

Schwarze Antworten nehme ich trotzdem gerne entgegen.

Jau!! Kenne ich! Die darfst du aber niiieeeeemals spontan besuchen. Da mutieren sie zu Gremlins...

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Ich hab mich bewusst dafür entschieden...von zu Hause aus zu arbeiten. Ich könnte es auch sein lassen, weil das Gehalt meines Mannes + Einnahmen aus Immobilen locker reichen um unser Leben + Luxus zu finanzieren. Aber im Putzen bin ich sch...lecht (deshalb kommt eine Haushaltshilfe) und Kochen erfüllt mich auch nicht wirklich 🙈

Nach der Elternzeit vom Großen bin ich im Homeoffice eingestiegen und hab so entsprechend 7 Jahre Teilzeit gearbeitet bis die Kleine (11 Monate) geboren wurde, dann habe ich wieder Stunden reduziert.

Einerseits freut es mich, dass ich sehr erfolgreich bin in dem, was ich tue - was auch entsprechend gut honoriert wird - und es macht Spaß. Andererseits müssen unsere Kinder nicht fremdbetreut werden, bis sie halt zur Schule müssen

Korrektur: zur Vorschule (4 Jahre)

Ich habe vor der Geburt sehr viel und vor allem sehr gerne gearbeitet und gut verdient.
Mein Mann verdient auch nicht schlecht und so hatten wir überlegt, dass ich zwei Jahre zu Hause bleibe, mit der Option auf das dritte. Wir wollten unser Kind auf keinen Fall mit einem Jahr schon in die Betreuung geben. Mit zwei in dem Kindergarten war für uns optimal.
Was soll ich sagen... Unser Sonnenschein ist noch nicht mal ein Jahr alt und ich arbeite schon wieder. Zwar nur ein paar Stunden im Home Office und zwischendurch Termine im Betrieb, aber es hat mir so sehr gefehlt. Das dritte Jahr Elternzeit ist gestrichen 😅.
Ich könnte es mir nicht vorstellen, mein Kind betreuen zu lassen und nicht zu arbeiten. Mag daran liegen, dass ich meinen Job unheimlich gerne mache und es für mich nicht wirklich "Arbeit" ist. Für mich ist auch die geistige Abwechslung und Herausforderung wichtig, die fehlt mir zu Hause und bei den Mami/Baby treffen total. Zu Hause fällt mir die Decke auf den Kopf, putzen, waschen, kochen, ist relativ schnell nebenbei erledigt oder mit Baby eben nicht. Ich wüsste ehrlich gesagt auch nicht, was ich jeden Tag stundenlang zu Hause machen sollte wenn mein Kind nicht da wäre... Wenn ich auch immer höre, dass die Leute so viele Termine haben... Ich hab kaum welche bis wochenlang gar keine. Die einzigen Termine die ich habe wohin ich ihn nicht mitnehme, ist zweimal im Jahr Vorsorge beim Zahnarzt und beim FA. Das war's im Grunde mit meinen Terminen...

Ich verurteile aber auch keine Mama, die mit Leib und Seele Hausfrau und Mutter ist. Jeder hat halt andere Vorstellungen und das ist auch gut so. Genau so darf man dann auch keiner Mama vorhalten, sie würde sich nicht gut kümmern weil sie ihr Kind früh in die Betreuung gibt. Für jeden so, wie es passt. Wir können froh sein, dass wir die Möglichkeit haben, frei zu wählen was für uns und unsere Familie am besten ist.

Eine Bekannte bringt ihr Kind von um 8-15 Uhr zur Tagesmutter seit es ein Jahr alt ist. Sie widmet sich dann ausgiebig ihren Hobbys. ICH würde es nicht machen aber für sie ist es perfekt so und das ist das entscheidende. Andere müssen nicht damit klar kommen oder es gut finden

Was ich aber gar nicht mag sind Vorhaltungen, warum ich mein Kind nicht zur Tagesmutter gebe, das sei viel besser für die Entwicklung. Wir treffen uns ganz oft mit anderen Babys und Müttern und ich finde es nicht gut, dass man dann meint meinem Kind würde etwas fehlen weil ich es zu Hause selbst betreue

Kann man machen, Rechtschreibung und Grammatik bleiben halt auf der Strecke, aber wer braucht das schon.

Also Mama's bleibt zu Hause und kümmert euch um eure lieben.

Phoenix mit 1 Wunder fest an der Hand, einem #stern im Herzen und dem besten GöGa der Welt #verliebt

"Kann man machen, Rechtschreibung und Grammatik bleiben halt auf der Strecke, aber wer braucht das schon."

Ein Hoch auf die wahren Werte eines Menschen!

Meine Kinder sind in Schule und Kindergarten, jeweils bis 13 Uhr (Schule variiert mal). Ich bin zuhause, uns gefällt es so. Wir müssen uns an Brückentagen und 13 Wochen Schulferien im Jahr nicht stressen oder absprechen, wenn eins unserer Kinder krank ist, gerät keiner in Hektik.
Ich bin mit Haus, Kindern, Garten und v.a. Terminen gut ausgelastet. Mein Mann und ich sind schon so groß geworden mit Mama zuhause, fanden es auch als Kind/Heranwachsende schön und wir empfinden es in heutiger Zeit als Luxus, das auch so leben zu können.
Wenn ich es möchte, kann ich jederzeit vormittags oder auch ganztags wieder einsteigen, das ist ein gutes Gefühl.
Mehr als nur Halbtagsbetreuung und Mama zuhause finde ich nicht gut (sofern gesund und Kind gut zuhause aufgehoben), es gibt dann keinen Grund, nicht selbst frisch zu kochen, den Kindern bei Hausaufgaben zu assistieren oder am Nachmittag einfach "da" zu sein.
U3 Fremdbetreuung wäre bei uns absolutes Nogo gewesen.
Umfeld - kein Problem. Anfangs mal ne Frage, aber sonst ist es einfach so, wie es ist.
Wichtig ist doch nur, dass alle, inkl. Kinder, glücklich und ausgeglichen sind und der Alltag möglichst stressfrei ist. Klar, geht nicht immer zu 100%, aber ich finde das schon wichtig.
Viele Grüsse

Hallo!
Ich arbeite 1-2 Vormittage die Woche, bin aber sonst zu Hause. Mein Jüngster war bis zum Kindergartenstart Mitte August an den Vormittagen bei den Großeltern. Jetzt ist er 3 1/2 und reif für den Kindergarten. Alle 4 Kinder sind mit ca. 3 Jahren in den Kindergarten gekommen, weil das für uns das richtige Alter ist.
Zwischen den Kindern habe ich nicht gearbeitet, hatte aber eben auch keinen Job, in den ich zurück konnte und wollte.
Die 1-2 Vormittage in der Woche reichen mir, die Ferien habe ich komplett frei. Ich genieße die Zeit mit meinen Kindern, bin gerne für sie da und sie mögen das auch gern so. Besonders die Ferien sind einfach richtig Ferien für sie, mit freier Gestaltung.
Natürlich haben wir Einbußen, finanzieller Art. Wir kommen zurecht (andere würden das mit dem Geld vielleicht nicht in der Form), ein Sommerurlaub ist drin, wir zahlen ein kleines Reihenhaus ab (das vielleicht ewig, aber egal), haben ein Familienauto (und zum Glück einen Firmenwagen). Und geht es gut. Und mehr als Geld schätzen wir Zeit - das ist uns wichtig, auch meinem Mann, der ebenfalls davon profitiert.
Input kann ich mir auch anderweitig holen, bei Gesprächen mit Freunden, Zeitung und Bücher lesen, auch in meinem kleinen Job, bei ehrenamtlichen Tätigkeiten (Schulgarten, AG in der Schule, Elternvertreter-Tätigkeiten)...
Im Moment passt es für uns einfach so. Vielleicht kommen auch andere Zeiten, aber dann findet sich immer ein Weg. Ich bin nicht blauäugig, aber man kann seine Zukunft eh nicht durchplanen, es kommt oft alles anders.
Ich könnte mir auch vorstellen, ganz zu Hause zu sein, aber das kleine Zubrot entspannt die Sache schon, und es passt ja auch gut in unseren Familienalltag.

Grüße Jujo

Ich bin nach dem ersten Kind recht schnell (nach 5 Monaten) wieder in Teilzeit eingestiegen und habe dann als meine Tochter 1 Jahr alt war fast 30 Stunden die Woche gearbeitet.

Mein Mann hat berufsbegleitend eine Weiterbildung angefangen und es ist wirklich stressig gewesen.

Ich habe festgestellt, dass ich nicht für alles die Energie und Kraft hatte und etwas auf der Strecke geblieben ist. Mir sind meine Freunde, meine Hobbys und mein Sport ebenfalls sehr wichtig. Habe dann die Stunden reduziert und es war eine gute Entscheidung. Es war einfach zu viel für mich mit Trotzphase, arbeiten, Haushalt, Kind krank, selbst krank, usw. Ich habe auch das Gefühl, dass ich dadurch eine geduldigere und „bessere“ Mutter bin. (Jedenfalls werde ich meinen eigenen Ansprüchen gerechter).

In zwei Monaten kommt unser zweites Kind und ich werde auch nach Krippenstart zunächst nur wenige Stunden arbeiten. Einfach auch um nicht so gestresst zu sein. Später wenn er aus dem gröbsten raus ist, werde ich wieder mehr arbeiten.

Danke für diese tolle ehrliche Antwort.

Das muss man sich auch erstmal selbst eingestehen.
Ich finde deinen Weg genau richtig. Gut, dass du rausgefunden hast, was dir und deiner Familie gut tut.
Und dann so ehrlich zu dir selbst warst.

Das ist ein guter Gedankenansatz!

Danke für das Kompliment. Ich wollte mir am Anfang immer was beweisen, weil andere es doch auch alles schaffen.

Ich habe dann festgestellt, dass es bei mir nicht der Fall ist und jetzt geht es mir und meiner Familie deutlich besser.

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Hi
Ich konnte mir auch super lange nicht vorstellen, das gut zu finden. Dann hat mich mein Mann verlassen und irgendwie konnte ich erst dann so richtig im Eltern-Dasein ankommen. Vorher lief es so wie er es sagte und ich bin gesprungen wie er es wollte. Mittlerweile sind meine Kinder 1,5 und 3,5. Ich bin in einer neuen Partnerschaft und im Herbst kommt das dritte und letzte Kind.
Meine Partnerin kann sich ihre Arbeit recht frei einteilen und viel von Zuhause aus machen. Die Kinder gehen aktuell nur in eine Spielgruppe. Ich werde die nächsten Jahre hauptsächlich daheim sein, nur ein paar Stündchen in meinem erlernten Beruf arbeiten. Gerne mindestens bis unser jüngstes in der Schule angekommen ist.
Ich finde es zum einen für uns als Familie schön. Wir haben einen Garten,was mir viel Freude bereitet, und so habe ich gut Zeit, für alle möglichen Kleinigkeiten die sonst eher untergehen oder auf der Prioritätenliste ganz unten stehen. Ist ein Kind krank, kein Problem. Schließtage, kein Problem. Usw.
Persönlich habe ich so auch mehr Freizeit, die ich sinnvoll nutze.
Ab nächstem Sommer haben wir für die beiden älteren Kinder einen Kindergartenplatz. 4 Stunden am Tag. In der Grundschule werden sie keinen Hort besuchen (den es in unserem Dorf selbst nicht gibt).
Finanziell passt das. Wir können, aus unserer Sicht, gut leben und etwas sparen.
Was für uns hier aber ganz wichtig war, es war für uns keine Option dass einer bis zum geht nicht mehr ackern muss, damit einer daheim bleiben kann. Würde die Arbeit meiner Partnerin anders aussehen, wäre eher Teilzeit bei uns beiden die Wahl.

Grüße

Wie schön, da hat Deine Freundin absolut recht.

Diese Zeit kommt nie wieder, sie soll sie geniessen.

Ich finde es traurig, dass sich so viele menschen sich nur noch über Arbeit definieren.

Wenn es finanziell nötig ist, keine Frage.
Aber hier sind so viele Kleinkinder in Vollzeitbetreuung, weil keins der Elternteile beruflich zurückstecken will.

Bei mir ist es so, dass meine Arbeitszeiten mich daran gehindert haben, nach der Geburt wieder einzusteigen (open end, aber vor 19 Uhr kam ich nie raus), ich geniesse es inzwischen so, Zeit fr mich zu haben, zu Hause alles in Ruhe zu wuppen, sodass auch der Partner und die Kinder keine Hektik mehr daheim haben, ich habe Zeit für Hobbies und Müßiggang - inzwischen kann ich mir arbeiten gehen fast gar nicht mehr vorstellen.

Finanziell klappt es gut, aber da machen wir dann auch lieber kleine Einschränkungen, die sind uns unsere Freiheit wert. #winke

Hier geben viele Frauen an ihren Männern den Rücken freizuhalten und sich für Kind und Haushalt aufzuopfern.

Da ich im einer Männerdomäne arbeite, kann ich jedoch sagen, dass viele Männer ihre Hausmütterchen irgendwann nicht mehr ernst nehmen und sich Affairen etc suchen.

Nichts ist unattraktiver als Frauen der Leben sich nur noch um Matschkuchen, Kindergeburtstage und stinkige Windeln dreht. Meist noch kombiniert mit vernachlässigtem Erscheinungsbild, weil das ja viel praktischer ist und keine Zeit dazu bleibt.

Das würden die meisten Männer niemals offen zugeben, denn Unterhalt ist teuer, außerdem ist das Leben so bequem.

Der Witz ist ja, dass wissen die meisten Frauen auch und leben hervorragend vom Gehalt des Mannes, im Eigenheim, genießen ein gutes Leben, während sie genüsslich darüber lachen, wenn ihr Mann mit ausreden kommt, weil sie sich für die eigenen Affären keine Ausreden ausdenken müssen... der eigene Störfaktor ist dann ja erstmal beschäftigt.
Man/n sollte nicht jede Frau für ein Dummchen halten!

Das mag es durchaus geben. Aber wenn man hier im Forum liest, meinen die meisten ernsthaft ihr Mann fände sie immer noch attraktiv, würde nie fremdgehen nur weil sie nach einer Geburt mal ein paar Jahre keinen Sex will und sind dem Herrn auf Knien dankbar für ihre stinkfaulen Frauen Zuhause.

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Hallo,

was ich persönlich schwierig bei allen Gesprächen zu diesem Thema finde, ist, dass es so schnell persönlich wird und es aber im Grunde sehr individuell ist.

Es gibt nicht die typische MAMA mit typischen Eigenschaften, die sie zur Mama machen und alle anderen sind keine richtigen Mamas. Es gibt viele verschiedene Frauen, die sind ganz unterschiedliche Charaktere, haben einen unterschiedlichen Hintergrund und unterschiedliche Interessenfelder und sie alle lieben ihre Kinder und wollen das Beste für sie.

Auch dieser "Trend", den du beschreibst, ist eine Frage der Perspektive. Die erste richtige Hausfrau, die ich kennengelernt habe zum Beispiel, war meine Schwiegermutter. In meinem Umfeld haben alle, und wirklich ausnahmslos alle Frauen gearbeitet, sogar meine beiden Großmütter haben bis in meine Grundschulzeit hinein gearbeitet. Ich und meine Freunde hatten alle eine tolle Kindheit, ich habe mich umliebt und umsorgt gefühlt und habe ein super enges Verhältnis zu meiner Mutter.

Witzigerweise hat als ich schwanger wurde, meine Mutter versucht zu überreden, lange Elternzeit zu nehmen, meine Schwiegermutter hat mich sehr dabei unterstützt, schnell wieder zu arbeiten ... aber das nur am Rande, das Gras ist ja oft grüner auf der anderen Seite.

Ich habe recht schnell wieder gearbeitet, während mein Neugeborenes schlief, weil es in meinem Beruf sehr schwer ist, auch nur für ein paar Monate komplett auszufallen, da ist man schneller weg vom Fenster als man zwinkern kann. Ich mache das nicht, weil ich muss, sondern weil ich meinen Beruf liebe. Und trotzdem liebe ich auch meinen Sohn über alles und verstehe gar nicht, was das eine mit dem anderen zu tun haben soll. Ich habe eine Freundin, die junge Chirurgin ist und seit letztem Jahr auch junge Mutter. 4 Monate nach der Geburt hat sie angefangen, einen Tag pro Woche wieder zu operieren. Das war für sie wichtig. um in Übung zu bleiben und auch, um sich in der Krankenhaushierarchie weiter behaupten zu können. Auch sie liebt ihr Kind über alle Maße. Meine Schwägerin will Zuhause bleiben bis beide Kinder aus der Grundschule raus sind und hilft nur einen Tag pro Woche ihrem selbstständigen Mann mit der Buchhaltung. Ihre einzige Begründung dafür ist, dass sie schlicht keine Lust hat, es anders zu machen. Ich finde es total legitim und gönne es ihr von Herzen und finde, sie macht alles richtig - für sich selbst. es muss halt nicht automatisch nicht richtig für mich oder andere sein.

Jeder Jeck ist halt anders. :-)

Liebe Grüsse!

Hallo.

Ich bin jetzt Hausfrau und werde es auch bleiben.
Ich habe bis vor 2 jahren noch gearbeitet halbtags.Damals waren meine 4 kinder 3 bis 12 jahre alt. Obwohl es nur halbtags war ist jede menge liegengeblieben im haushalt. Vormittags arbeite, nachmittags für die kinder da sein und ein bißchen haushalt machen und abends vorkochen und dann schlafen.
Ich hatte nen befristeten vertrag, der aus finanziellen gründen (öffentliche mittel) nicht mehr finanziert werden konnte. Somit wurde er nicht mehr verlängert. Mittlerweile hab ich mein 5. Kind bekommen (9 monate) und ich werde nicht mehr arbeiten gehen.
Und glaubt mir, als hausfrau mit 5 kindern hat man ne meeenge zu tun. Da reicht ja schon die wäsche. Ich hab ein haus was 200 qm hat und ein 1000qm großes grundstück. Mein mann geht arbeiten.
Garten ist eigentlich seine sache, aber manchmal macht man es auch selber, wenn ich die zeit dafür habe.
Finanziell ist es ok. Wir nagen nicht am hungertod können aber auch nicht jedes jahr in den urlaub fahren. Aber meine kinder haben alles was sie wollen. Wenn man fragt was sie zim geburtstag oder so wollen wissen wie meist nichts. Und das reicht mir. Ich muss kein luxusleben führen.
Meine kinder wissen geld zu schätzen. Und wenn mal was nicht geht verstehen sie es.
Bei uns wird es jetzt so bleiben.
Ich fühle mich so wohler.

Dennoch hab ich respekt vor den frauen, die 8 stunden am tag arbeiten und dann noch den haushalt schmeißen.
Aber ich denke es wird auch oft sehr viel liegen bleiben. War bei mir bei 20 stunden ja auch so.

Jeder so wie er es mag.
Lg

Hallo.

Ich bin auch seit 3,5 Jahren und bis auf Weiteres durchgehend zu Hause und meine Kinder gehen oft sogar lange in die Betreuung.

Nach dem 1. Jahr EZ meines ersten Kindes bin ich in geringer TZ wieder arbeiten gegangen und fand das schon anstrengend, da die Kurze dann wechselnd von meinem Mann und mir betreut wurde, sodass ich zB nur sehr wenig Schlaf nach dem Nachtdienst hatte, da mein Mann zur Spätschicht losmusste. Mein Mann hatte somit dann auch kaum Freizeit, da ich auch an seinen freien Tagen arbeitete.

Dennoch konnte ich mir bis zum 2. Kind sogar vorstellen, beide Kinder erst spät, nur wenig oder gar nicht in den Kindergarten zu geben. Da das zweite Kind aber ein extremes Schreikind war, waren die Jahre, bis endlich beide in Betreuung gingen ( Kind 1 mit 3 Jahre, Kind 2 mit 2,5 Jahren) eine sehr harte Zeit und meine Ideologie lag in der Tonne.

Zwischenzeitliche war ich ein Jahr alleierziehendend, sodass an Arbeit gar nicht zu denken war, da die Kinder zu 99 Prozent durch mich allein betreut wurden und nicht durch den Vater. Damals wsr die Zweite auch noch nicht in der Kita. In dieser Zeit habe ich weitere Beurlaubung bis 2022 erfolgreich beantragt.

Mittlerweile sind wir als Familie wieder zusammen, da passt es finanziell eh. Zudem wohnen wir in meiner(!) lastenfreien Immobilie, sodass auch ich nicht mittellos bin. Ich bin Beamtin und kann jederzeit wieder arbeiten, wenn ich möchte.

Allerdings mag ich meinen Job überhaupt nicht mehr und bin echt ausgezehrt und kaputt von den vergangenen 3.5 Jahren mit einem immernoch Schreikind. Auch heute noch bin ich total an der Belastungsgrenze. Ich kann mir absolut nicht vorstellen, derzeit zu arbeiten. Ich habe keinen Tag Langeweile, zur Ruhe komme ich kaum und Zeit für ein Hobby ist auch gar keine da. Gelegentlich habe ich natürlich mal nichts zu tun, aber selbst da würde genug Arbeit im Haushalt auf mich warten, also zu tun gibt es immer genug. Mein Mann hat ausserdem Schichtdienst, sodass er auch mal Freizeit in der Woche Vormittags hat. Wenn dann ausnahmsweise mal keine Termine oder Verpflichtungen oder kranke Kinder anstehen, gehen wir zusammen Brunchen, machen Sport oder gehen Shoppen.

Ich werde erstmal schauen, wie lange mein Arbeitgeber es mitmacht, dass ich komplett beurlaubt bin, denn in dieser Zeit bin ich auch krankenversichert. Wenn Sie mich verpflichten wollen, wieder einzusteigen, schaue ich, ob ich dem nachgebe, oder kündige oder einen anderen Job suche. Ich lasse es einfach auf mich zukommen.

Diverse Altervorsorgen haben wir auch getroffen. Allerdings lebe ich auch im Hier und Jetzt. Ob ich mich darüber später mal ärgere, oder ob mein Leben zufriedenstellend weiterläuft, werde ich dann sehen und darüber zerbreche ich mir absolut nicht den Kopf.

Ich werde in letzter Zeit schon manchmal von anderen Eltern gefragt, dabei ist nur eine Mutter, die dann Floskeln fallen lässt, ob ich denn viel für mich tue, ich hätte ja soooo viel Freizeit. Da antworte ich dann offen, und bislang hat zumindest noch Niemand etwas missgünstiges offen gesagt. Ob hinter meinem Rücken getratscht wird, weiß ich nicht. Ich würde lügen, würde ich sagen, das ginge mir eh am Po vorbei, aber an meiner Entscheidung würde es nichts ändern.

LG

Hallo,

ich war tatsächlich fast 15 Jahre Zuhause. Von der Geburt meines ältesten Kindes bis zur Einschulung meiner jüngsten Tochter. Eingestiegen bin ich dann mit 20 Stunden, arbeite jetzt 30 Stunden und dann ab Herbst wieder Vollzeit. Wir haben uns bewusst dafür entschieden. Wenn meine Kinder morgens im Kindergarten waren, habe ich den Haushalt komplett erledigt und hatte am Nachmittag Zeit für die Kinder. Die Kinder gingen nur bis mittags in den Kindergarten. Einbußen hat man eigentlich nur finanziell. Ist ja logisch. Zwei verdienen zusammen mehr als einer. Außerdem fehlen mir die Rentenpunkte. Ich habe mich aber privat für die Rente abgesichert und hoffe im Alter nicht zu verhungern 😉. Mein Mann verdient genug, so dass wir mit einem Verdienst gut leben konnten. Die Vorteile überwiegen für mich mit diesem Rollenmodell. Aber das sieht jeder anders und das ist auch gut so. Wir haben ein gemeinsames Konto, mein und dein gibt es nicht. Ich fühlte mich nie abhängig. Mein Mann hat mir immer das Gefühl gegeben, dass meine Arbeit mindestens genauso viel wert ist wie seine und, dass das Geld, das er verdient unser Geld ist. Die Rollen waren immer klar verteilt. Ich halte ihn beruflich den Rücken frei und manage alles was mit den Kindern zu tun hat und er kommt beruflich weiter und ermöglicht uns ein angenehmes Leben. Dieses Modell funktioniert aber nur, wenn beide Partner das wollen und beide Partner den Job des anderen wertschätzen.

LG
Michaela

Naja obs typisch ist oder nicht....ganz ehrlich....es ist doch jedem seine Sache!
Wer es sich leisten kann, dass der Mann eine Familie allein ernähren kann, dann Respekt, wirklich ! Sowas ist doch klasse ! Dann hat der Mann alles richtig gemacht.
Die Frauen gehen ja heutzutage arbeiten....größtenteils weil die Ansprüche insgesamt hoch sind/steigen und man mit einem Gehalt nunmal nicht über die Runden kommt.
Früher hatten die meisten wenn überhaupt, ein Auto...oder eben gar keins. Heute sind zwei Autos fast Standard!....Na die müssen natürlich finanziert werden..aber das könnt jetzt eine ewig lange Liste werden....


"Das Ganze hat mich nun neugierig gemacht. Und ich würde gerne mal von den Mama's unter euch wissen (die zu Hause sind, trotz, dass die Kinder in der Betreuung durch Krippe/Kindergarten oder Schule sind) warum habt ihr euch für ein Hausfrauendasein entschieden und somit erstmal gegen euren Job?"
---Ich hatte Anfangs auch ein schlechtes Gewissen, "was denken die anderen?" usw...auch viele Muttis in der Krabbelgruppe haben ja sooo stolz von ihrem Beruf erzählt, dass die ihr Kind schon mit eineinhalb oder 2 Jahren "eeeendlich" in Betreuung geben können, um zu arbeiten.
Ganz ehrlich? Für mich klang das sehr aufgesetzt, als wenn die einfach nur damit angeben wollen. Die Hälfte von denen ist plötzlich dann ja aufeinmal doch nochmal schwanger geworden. Naja.....meine Antwort zu dem Thema war in der Runde immer, "ich genieße unsere gemeinsame Zeit und wir kommen auch mit einem Gehalt über die Runden"...da hat auch keiner mehr nachgefragt.


Oder gab/gibt es einfach keinen Job in dem ihr momentan arbeiten könnt?
----Als gelernte Industriekauffrau auf dem Land ist schwierig.....heisst ich müsste min. 30-40 km fahren pro Strecke......und naja.....in Steuerklasse 5 auch nicht besonders atemberaubend. Beide Kinder müssten in Betreuung (Kiga ist ja jetz endlich kostenlos, aber Krippe satte 270 € im Monat), plus das Essensgeld für beide...pipapo...
"Wofür geh ich dann nochmal arbeiten?" Das war so meine Überlegung.
Klar hätte ich definitiv Lust gehabt, mal wieder in meinem Job was zu machen, aber das finanzielle und den Stress der dadurch entsteht (Kind wird krank oder muss plötzlich abgeholt werden, ich muss dann ständig frei nehmen oder plötzlich weg, welcher AG macht das auf Dauer mit?) + noch Haushalt schmeißen, weiss net ob meine Familie dann glücklich mit mir auf Dauer wäre.


Verdient euer Mann so viel, dass ihr euch das leisten möchtet?
- Er verdient so, dass es reicht. Beim Essen kaufen, kaufen wir das, was wir möchten, an anderen Sachen wird halt etwas gespart oder überlegt ob es günstigeres gibt oder ob das nicht bis nächsten Monat warten kann.
Klamottentechnisch sind meine 2 Kinder für 3 Kinder(Jungs und Mädels) jeweils ausgestattet, aber das auch nur dank meiner Mutter, die shoppingsüchtig ist und irgendwie irgendwoher immer Markenklamotten für wenig Geld her zaubert.


Wie lange habt ihr vor zu Hause zu bleiben?
Da ich aktuell wieder schwanger bin mit dem 3. Kind....bis es 2 Jahre alt ist....vorher gebe ich mein Kind nicht in Fremdbetreuung.


Wie reagiert euer Umfeld?
Sie finden es klasse, dass wir das alles so gut hinbekommen. Und dumme Sprüche oder Vorurteile musste ich mir ehrlich gesagt noch nie anhören.....


Wie nutzt ihr die Zeit?
Naja da ich so ziemlich ALLES im Haushalt und drum herum mache, bin ich gut ausgelastet. Von einkaufen bis über essen kochen, Termine abklären, Arztbesuche, sonstige Veranstaltungen, Papierkram (Briefe beantworten+Rechnungen bezahlen/überwachen, dass alles bezahlt ist etc.), Krabbelgruppe mit meinem Sohn, Tochter in Kiga bringen+abholen und sonstige Unternehmungen....mir ist der Tag meist viel zu kurz für alles was bei uns so passiert. Zeit zum langweilen hab ich nicht, und bin desöfteren froh, dass ich nicht die Last eines Teilzeitjobs habe, weil ich die vielen Sachen sonst gar nicht mehr schaffen würde, oder bis in die Nacht hocken müsste, um alles zu erledigen.

Habt ihr dadurch irgendwelche Einbußen?
- na die hat man immer, aber in so weit, wie eben die Ansprüche sind. Mein Mann und ich haben gottseidank keine teuren Hobbies, sodass eig. unser Geld (abgesehen von den normalen Fixkosten)meist für unsere Kids drauf geht, und wir sind bisher damit sehr gut gefahren. Mein Mann ist gottseidank kein Geizkragen und daher ist es einfach mit ihm.

"Die Frauen gehen ja heutzutage arbeiten....größtenteils weil die Ansprüche insgesamt hoch sind/steigen und man mit einem Gehalt nunmal nicht über die Runden kommt. "

Kurze Korrektur eines sich hartnäckig haltenden Vorurteils, mein (weibliches) Umfeld und ich gehen gern arbeiten und haben auch dementsprechende Jobs, nicht, weil wir mit einem Gehalt nicht auskämen.

Ich war jetzt ein Jahr länger in Elternzeit und meine beiden Kinder, 4 und 2 Jahre waren bis 12 Uhr in der Krippe bzw. bis 15Uhr im Kindergarten (damit die Kleine in Ruhe Mittagsschlaf machen kann, hab ich erst später die Große geholt).

Warum?
Mir ging es nach der Geburt sehr sehr schlecht psychisch. Die Kleine hatte eine Behinderung die viele Arzttermine und auch OPs mit sich brachte. Darunter litt unsere Mutter-Kind- Beziehung.
Das Jahr länger Elternzeit hat uns allen gut getan, ich konnte etwas entspannen, den Haushalt zu meiner Zufriedenheit erledigen und hatte Nachmittags Lust auf die Kinder und habe mich sehr gern intensiv mit Ihnen beschäftigt.
Krankheiten und Arzttermine waren gut zu bewältigen, weil ich ja immer verfügbar war.
Finanziell profitierten wir von den 250€ Familiengeld die es in Bayern seit einem Jahr gibt. So kamen wir noch relativ gut über die Runden, zum Glück haben wir auch eine sehr große Steuerrückerstattung bekommen.
Die Arbeit habe ich kaum vermisst, dass liegt vor allem daran dass ich Erzieherin bin;-). So habe ich mir meine Nerven lieber für meine eigenen Kinder aufgehoben ;-)

Ich bereue es nicht und empfehle es gestressten angeschlagenen Müttern weiter. Viele Freundinnen von mir haben ähnliche Erfahrungen gemacht.
Ich werde jetzt wieder in Teilzeit arbeiten, allerdings bewusst nur 3 Tage, um genug Zeit für Haushalt, Einkäufe, Arzttermine und weitere Erledigungen zu haben.

Ich bin mittlerweile 9 Jahre Zuhause. Wir haben zwei Kinder. 7 und 9. Mein Mann und ich haben uns gemeinsam dafür entschieden. Ich möchte einfach an dem Leben meiner Kinder teilnehmen und für sie da sein. Für mich bedeutet Schule und Kindergarten mehr, als das Kind nur hin zu bringen und wieder abzuholen. Und ich ärgere mich ganz oft über dieses "Du bist nur Zuhause?" Ohne diese Nur-Zuhause-Frauen könnten ganz viele Dinge in Schule und Kindergarten gar nicht stattfinden. Sämtliche Ausflüge, Bücherei, Obst schneiden, Backen, etc...

Meine Kinder müssen nicht bis späten Nachmittag in einer überfüllten Betreuung sein. Sie kommen nach Hause, essen, wir machen gemeinsam Hausaufgaben und haben dann Zeit für einander. Und das meist völlig stressfrei, da ich den Vormittag über alles erledigt haben. Wir haben ein Haus mit 4 Etagen und das ist nicht mal eben in der Stunde gemacht.

Hausfrauen sind auch keine schäbigen Mütterchen mit schmutzigen Kittel, die Angst haben müssen, dass sich ihr Mann deswegen eine Affäre sucht( wie es in einem Beitrag erwähnt wurde von der Dame, die in einer Männerdomäne arbeitet. Tut mir sehr leid für dich, wenn du zu den Frauen gehörst die dafür dann vielleicht benutzt wird...)

Ich fühle mich wohl bei dem wie es ist. Und wenn ich das ändern möchte, dann werde ich das tun. Und wenn jetzt manche kommen mit finanzieller Abhängigkeit. Ja, mein Mann ist Hauptverdiener und wir "abhängig". Diese Abhängigkeit beruht aber auf Gegenseitigkeit. Wäre ich nicht wie ich bin, könnte er beruflich nicht dort sein, wo er ist und noch mehr weiterkommen. Ich halte ihm komplett den Rücken frei und auch wenn ich "nur" Hausfrau bin, sind wir auf absoluter Augenhöhe. Es gibt kein mein und dein. Wir sind WIR. UNS. Wir respektieren einander und schätzen, was der jeweils andere leistet.

Ich würde es immer wieder so machen. Und auch wenn viele sagen, was ich denn mache, wenn das mit meinem Mann und mir in die Brüche geht. Ja, kann passieren. Dann habe ich genug Bildung, das auch alleine mit den Kindern zu schaffen. Davor habe ich keine Angst. Aber warum kann man nicht zur Abwechslung mal positiv denken? Dass mein und ich WIR bleiben? Klar gibt es keine Garantie. Dann müsste ich mir einen Toaster kaufen. Aber ich glaube für mich sehr an diese Familie. Und sehe auch keinen Anlass, diese Einstellung zu ändern.

Jeder muss für sich selbst entscheiden, was er tut und was nicht.

👍👍👍

>>wie es in einem Beitrag erwähnt wurde von der Dame, die in einer Männerdomäne arbeitet. Tut mir sehr leid für dich, wenn du zu den Frauen gehörst die dafür dann vielleicht benutzt wird...<<


Ähm...nein Danke! Ich binde mir bestimmt keinen Mann ans Bein, der massig Unterhalt zahlen muss oder mich als Betthäschen braucht. Außerdem bin ich kein Affairentyp ;-)

Ich habe lediglich meine Erfahrungen mitgeteilt. Davon kannst du halten was du möchtest.

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Hallo,
Ich bin so eine Mutter. Nicht ganz freiwillig, aber gerne.
Wir sind beide im Schicht Dienst. Mein Mann hat Ruf Dienste , unregelmäßig, oft ganze Wochenende (ohne frei dafür zu bekommen).
Nach dem ersten Kind bin ich halbtags eingestiegen nach 2 Jahren. Es war verdammt stressig. Nach der Frühschicht noch alleine(mein Mann hatte dann spät Dienst dwr 24 Stunden dauert ) ohne Pause das Kind versorgen, Haushalt usw
Da wir keine Oma in der Nähe haben brauchten wir randzeitenbetreuung, vor dem Kiga, nach dem Kiga bis ich vom spät Dienst heim bin, zeitweise nachts. In den Ferien ganze Tage. Bei krank auch. Und früh um 5 eine Kinderbetreuung zu finden, weil das Kind nachts gekotzt hat ist nicht wirklich einfach. Wir hatten hohe Babysitter kosten.

Dann kamen unsere Zwillinge. Jetzt 3.
Einer sehr schwer herzkrank geboren der andere eine Krankheit bei der er regelmäßig fiebert. Dazu ist unser Sohn schulpflichtig geworden, Ferien Betreuung gibt es hier nicht.
Beim herzkranken zwilling fallen einige Arzt Termine an. Und im demän 3 Jahren eine dritte große Operation am offenen Herzen .
Eine Babysitterin zu finden, die 3 Kinder viele Stunden allein betreut und ins Bett oder Kita bringt (je nach Schicht) ist uns noch nicht gelungen. Zumindest nicht für den Preis, den ich als Krankenschwester in Teilzeit in steuerklasse 5 zahlen kann. Wir würden mit Babysitter, aufstocken Kita Stunden, hort und ferienbetreuung nämlich drauf zahlen
Die Zwillinge gehen von 9-12 in den Kindergarten. Der grosse sn 3 Tagen ein paar wenige Stunden in die Hausaufgaben Betreuung auf eigenen Wunsch. Sonst kommen alle Kinder um 12/13 Uhr zum Essen heim.
Die 3 Stunden "Freizeit "am Morgen gehen schnell um. Haushalt, Garten, Wäsche, einkaufen....dadurch das mein Mann so wenig zuhause ist,mache ich alles. Und 3 Stunden für einen Großeinkauf und Wäsche von 5 Personen ist nicht die Welt!

Unsere Maus ist 15 Monate alt. Ich bleibe drei Jahre zu Hause und sie geht auch erst mit 3 in den Kindergarten. Warum soll sie jetzt schon ein paar Stunden betreut werden, wenn ich zu Hause bin.
Dienstag und Donnerstag nachmittags gehe ich aber bei meinem Arbeitgeber auf geringfügiger Basis arbeiten.

Es gibt aber totale regionale Unterschiede. In unserem Umfeld bleiben die meisten drei Jahre zu Hause. Früher war es hier ganz normal. Mein Mann und ich sind auch erst mit 3 in den Kindergarten gekommen.

Eine Betreuung ab 1 wäre für uns niemals in Frage gekommen. Wir würden es nicht übers Herz bringen, sie jetzt schon in Fremde Hände zu geben 😱😭