Stolz sein auf die eigene Leistung beim bungee springen?

Hallo,
wir haben gerade eine "missstimmung" in der Familie. Die große Tochter, 21 Jahre alt, hat einen bungeesprung gemacht. Jetzt zeigte sie voller Stolz ihre Urkunde mit den Worten "das ist eine besondere Leistung, das kann nicht jeder". Ich habe darauf gesagt, dass es sehr mutig war, aber als Leistung würde ich das nicht bezeichnen. Jetzt ist sie total beleidigt und spricht nicht mehr mit mir. Was ist eure Meinung dazu? Ist das eine besondere Leistung?

Ich finde deine Aussage fies.

Lass ihr doch den Stolz. Ich würde mich das nicht trauen (Bungeejumping).

Man muss doch nicht auf einem Wort rumreiten (Leistung).

Sie war mutig und ist stolz drauf.
Als Mutter hätte ich nur gesagt, dass ich das wahnsinnig mutig finde. Den negativen Kommentar hätte ich mir erspart. Das macht das ganze runter.

Ich kopiere eine Antwort rein, warum ich das runter mache. Ja, da hast du recht. Ich sehe auch, dass sie gerne Anerkennung hätte, bzw. diese auch braucht. Ich mag ihr diese auch geben, aber es fällt mir schwer, da ihr Leben etwas holprig läuft und sie auf der einen Seite viel Unterstützung einfordert und auf der anderen Seite zeigt, wie selbstständig sie ist.
Ich muss dazu sagen, dass sie meine Bonustochter ist, was aber nur insofern für mich relevant ist, dass ich bewusster darauf achte, dass ich alle drei gleich behandle. Und da ist das Problem bei uns. Sie ist mit knapp 16 Jahren mit ihrer Mutter und deren Mann nach Australien gezogen. Sie hat uns zweimal im Jahr besucht (mein Mann hat weiterhin Unterhalt bezahlt, ihre Mutter die Flüge). Ihre Schulausbildung hat darunter gelitten, sie war schon vorher keine gute Schülerin, sie hat nicht gerne gelernt. Nach der Schule (in Australien) hat sie nur Gelegenheitsjobs gemacht und ist leider sehr oft entlassen worden. Ihre Mutter hat dies immer mitfinanziert, K. hatte immer das neueste Iphone, Mcbook, teure Kleider. K. war/ist ziemlich orientierungs- und antriebslos. Wir hatten viele Gespräche mit ihr. Letztes Jahr hat sie dann in Deutschland im Krankenhaus, in dem ihr Onkel arbeitet, 6 Monate als Bufdi gearbeitet. Danach ist sie mit einem Ausbildungsvertrag (in Deutschland)als Krankenschwester wieder für einige Zeit nach Australien. Dann stellte sich heraus, dass ihr Schulabschluss in Australien in Deutschland einem Hauptschulabschluss gleicht und sie die Ausbildung nicht machen kann. Sie ist dort wieder in die Sofa/Netflix Lethargie gefallen und hat keinen Versuch unternommen dies zu retten und hatte auch keinen Plan was sie dort tun sollte. Doch einen Plan hatte sie, in Neuseeland eine Abenteuertour machen. Also gab sie 8000 Dollar dafür aus um 16 Tage Abenteuerurlaub inkl. Bungeesprung zu machen. Das war das Geld aus einem Erbe. In der Zwischenzeit haben wir versucht den Ausbildungsplatz zu retten. Durch das Regierungspräsidium gab es eine Ausnahmeregelung. Das ist komisch bei ihr, sie tritt die Ausbildung jetzt an, es ist auch ok, aber es wäre auch ok nichts zu machen, sie hat so gar keine Motivation außer Spaß haben. Da sie ihr ganzes Geld für den Urlaub ausgegeben hat, haben wir jetzt den Flug bezahlt, damit sie die Ausbildung starten kann und finanzieren ihr jetzt Möbel für eine Wohnung. Wir selbst sind gerade im Rechtsstreit mit unserer Steuerberaterin, müssen sehr viele Steuern nachzahlen und dazu einen Kredit aufnehmen. Wenn sie mir dann voller Stolz die Urkunde zeigt und sagt, was für eine tolle Leistung das ist, muss ich schlucken. Ich habe ihr gesagt, dass ich sie für andere Dinge bewundere und ein Beispiel aufgezählt. Viele denken, dass es hartherzig von mir ist, aber wenn das mittlere Kind nicht in das versprochene Feriencamp kann, weil wir K. den Flug hierher zahlen, weil sie kein Geld mehr hat, muss ich schon schlucken.

Das rückt die Sache in ein ganz anderes Licht.
Jetzt kann ich Dich verstehen!

Was ich nicht verstehe, dass sie Geld geerbt hat. Ich glaube kaum, dass sie die unmittelbare Erbin ist. Sondern, dass der Erbe das Geld nicht braucht und es an die nächste Generation gleich weitergeschenkt hat, oder täusche ich mich?

Falls das der Fall war, war es keine kluge Entscheidung ihr das Geld sofort zum Verprassen zu geben.
Sie scheint mit Geld nicht umgehen zu können.
8000 Dollar für 16 Tage Urlaub?

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Hallo,

da ich es mich nicht trauen würde, bewundere ich den Mut derjenigen, die das können. Den Mut haben wenige und ich finde schon, dass sie das Recht hat, darauf stolz zu sein. Vielleicht hat es sie Überwindung gekostet und es ist dann schon eine Leistung, die Angst überwunden zu haben.

LG
Michaela

Für sie eben schon! Wäre es für mich auch
eine bzw. ich würde mich sowas nicht trauen. Für andere ist sowas Alltag - so what? Freu dich doch einfach mit ihr und hebt euch Diskussionen und Ärger für wichtige Dinge auf :-).

Mutig ja, aber als besondere Leistung hätte ich das jetzt auch nicht angesehen.
Ich glaub auch, dass man mit 21 eigentlich so reif sein sollte, deswegen nicht komplett eingeschnappt zu sein.
Aber vielleicht seh nur ich das so.
Naja sie wird sich schon wieder beruhigen 😊 Eventuell ist sie im Stolz verletzt, keine Ahnung

Kann man nicht mal einfach sagen "Tochter, hast du super gemacht!"
Diese Haarspalterei finde ich ganz furchtbar #zitter

Für jemanden der sonst sehr ängstlich ist und sich überwinden musste / wollte, ist das schon eine Leistung. Auch wenn es sicher nicht die Definition von "Leistung" im klassischen Sinne trifft.
Die Frage ist halt, ob es das Wert / nötig war, ihr sowas an den Kopf zu knallen oder ob sie nicht jemand ist, der diese Bestätigung aus oben genannten Gründen braucht...
Wenn sie natürlich soetwas häufiger macht und ein Draufgängertyp ist, tut ihrs vielleicht auch gut, dass du nicht zugestimmt hast...

Das ist doch Wortklauberei!

Hey
Ich bin vor 4 Jahren selbst mal bungee gesprungen ,mega gefühl war das xD

Viele die an dem tag da waren sind per treppe wieder runter aus angst,
Ob es ne besondere Leistung war das ich gesprungen bin?keine Ahnung auf jeden Fall mutig ich war zu dem Zeitpunkt knapp 30 Jahre alt da sieht man vieles anders als mit 21 aber ihr das so zu vermiesen find ich von dir daneben,ist doch völlig egal aber kann verstehen das deine Tochter geknickt ist..manchmal ist weniger sagen mehr als recht haben zu wollen


Lg

Hi,
nieee im Leben würde ich da runter springen, weil ich ein viel zu großer Schisser bin und auch ein bisschen Bammel vor der Höhe habe. Ich würde wahrscheinlich ohnmächtig da oben zusammenklappen, mich übergeben oder sonstiges. In der Tat kann ich das nicht und damit bin ich bestimmt nicht alleine auf der Welt. Sie hat also recht, das kann nicht jeder. Ob man da jetzt korinthenkackerisch die Definition von „Leistung“ auseinander nehmen muss, mag Geschmackssache sein. Schöner wäre es aber, ihr ihren Stolz auf das was sie vollbracht hat ungetrübt zu lassen.
Ich finde sie kann da sehr stolz drauf sein!

vlg tina

Mama, bist du's?

Mal Scherz beiseite, das hätte original von meiner Mutter sein können, sie kann sich auch schwer mit anderen mitfreuen und findet selten anerkennend Worte. Solche Aussagen können unheimlich verletzend sein, auch wenn deine Tochter schon 21 ist.

Du kannst dir ja denken, dass es für dich keine "Leistung" ist, aber laut aussprechen muss man das ja nicht. Mutig ist es allemal und das kann man ihr auch sagen. Sie zeigt stolz ihre Urkunde und du knallst ihr an den Kopf, dass du das nicht besonders findest...

Jo, das hätte meine Mutter auch bringen können ;-)

Vielleicht hat das der Trainer beim bungee genau so zu ihr gesagt ? Tolle Leistung.

Man muss schon innerlich ziemlich gefrustet sein, wenn man seinem Kind die Freude über so etwas nicht gönnt. Weil dann spielt man die Leistung der anderen so herunter.

Ich würde mich bei der Tochter entschuldigen, und ihr sagen, dass ich sie nicht absichtlich verletzen wollte.

Ich hätte wahrscheinlich einfach zugestimmt; ich könnte es nämlich definitiv nicht. Wozu sollte ich die Leistungen oder Nichtleistungen vom Familienmitgliedern bewerten, sie freut sich und ich könnte und wollte das nicht machen.
Wenn sie mir nicht schon lang auf die Nerven ginge und ich ihr deshalb was reinwürgen wollte (und normalerweise will ich das nicht), hätte ich einfach genickt und die Klappe gehalten oder mich mitgefreut. Hattest du es so nötig?

Für Deine Tochter ist es eine besondere Leistung und sie kann zu Recht stolz auf sich sein!!! Wenn Du jetzt das Wort "Leistung" anders interpretierst, hättest Du diese Korinthenkackerei auch gut runterschlucken und Dich mitfreuen können.

Meiner Mutter hätte ich als 21jährige ordentlich den Marsch geblasen.

Deine Tochter ist vermutlich nich komplett euphorisch nach dem Sprung und auch mit 21 möchte man sowas mit den Eltern teilen und freut sich über elterliche Anerkennung.
Daher kann ich die Enttäuschung deiner Tochter absolut verstehen!
Was wolltest du mit deiner Anmerkung denn erreichen? Wolltest du noch erzieherisch auf deine Tochter einwirken? Hey, sie ist 21!
Gibt es ggf. andere Baustellen, wo du dir mehr Leistungsbereitschaft deiner Tochter wünschen würdest und deine Tochter hat hier Kritik aus dir herausgehört? War das sogar Kritik?
Bist du generell eher der Typ, der nicht einfach nur loben kann,, vielleicht aus Angst vor „Höhenflügen“?
Warum konntest du dich nicht einfach mitfreuen?
Wie definierst du denn Leistung? Ich finde Mut, Ängst überwinden usw. sind tolle Leistungen und wer es schafft, die eigenen Ängst zu überwinden, ganz gleich welche das sind, der leistet enorm viel!

Ja ist es, und ich finde Deine Reaktion unmöglich. Ja die Angst vor so einem Sprung zu überwinden, sich im Griff haben ins Leere zu springen IST eine Leistung. Nicht körperlich aber mental.

Und ich finde es ehrlich auch bezeichnend dass Deine Tochter so um Anerkennung buhlt und Du sie in einem Moment in dem sie sich toll fühlt ins Gesicht sagst dass Du das gar nicht so toll findest. Könnte gut sein dass Deine Abwertungen die Ursache dafür sind dass sie versucht dick aufzutragen. Scheint ja bei Euch nicht einfach zu sein einfach mal nen Schulterklopfer und ein "japp, gut gemacht" zu erhaschen.

Also ich wäre über deine Aussage auch beleidigt.

Natürlich ist es eine besondere Leistung.
Ich habe/hätte nicht den Mut einen bungeesprung zu machen.
Kann man sich nicht einfach für den anderen freuen und die Klappe halten? (sorry Wenn ich das jetzt so sage)

Klar, ich würde in 5 Leben nicht von sowas runter springen. Man muss sich überwinden und hat eine besondere Erfahrung. Warum sollte das keine Leistung sein, wenn man sich ein Ziel setzt und es durchzieht? Für einen selber? Muss ja nicht immer für das Gemeinwohl sein. Ist halt keine Leistung, die dir was nutzt, aber ihr wahrscheinlich schon.

Hallo

Sowas als Mutter zu sagen ist unter aller Kanone.

Für deine Tochter ist es eine besondere Leistung und du als Mutter hast sie zu würdigen.

Was mir aufgefallen ist das die 21 Tochter nicht in der VK steht die jüngeren schon.

Ich hätte mein Kind in den Himmel gelobt.

Gruß an deine Tochter tolle Leistung

Wer so eine Mutter hat, braucht echt keine Feinde mehr. Gruselig.

Natürlich ist es eine Leistung, sich zu überwinden. Das schafft tatsächlich nicht jeder.

Du musst sie ja nicht in den Himmel loben aber ihr durch ekelhafte Wortklauberei alles kaputt machen? Dann sag lieber gar nichts.

Ich hoffe, deine Tochter ist selbstbewusst genug, deine Inkompetenz im gesellschaftlichen Umgang auszuhalten und drüber zu stehen.

Ich persönlich halte es für große Dummheit und würde mein Kind trotz Volljährigkeit ordentlich schimpfen. Es sind bereits genügend Leute dabei umgekommen, weil sich die Anbieter die Taschen voll stopfen und an Sicherheit sparen.

Seine Gesundheit so leichtfertig irgendwelchen Geschäftemachern anzuvertrauen, ist ziemlich naiv und dumm. Verantwortung für die eigene Person sieht anders aus für mich.

Selbst wenn der Sprung gelingt, kann die Wucht des Schleuderns den Gelenken und Gefäßen schaden.

Weitgehend kostenlose medizinische Versorgung mit Krankenkassen und Pflegeversicherung etc. ist nicht dafür geschaffen worden, um solchen Schwachsinn abzufedern. Wie wertvoll Gesundheit ist, wird immer wieder vergessen. Eine Reise in eins der ärmsten Länder würde ich der Tochter zur Erweiterung des Horizonts empfehlen.

Und Leistung ist es erst recht nicht, nur bloße Schwerkraft / Erdanziehung.

👍Danke für den Beitrag. Seh ich genau so. Ist eine unnötige Art und Weise sein Leben aufs Spiel zu setzen.

Schimpfen kannst du sie ja ruhig :-) Dennoch ist das Mädel volljährig und darf selbst entscheiden, was es machen möchte und was nicht.

Ich bin auch eher der "Schisser" und dennoch spreche ich es niemandem ab, wenn er so etwas machen möchte. Jeder lebt sein Leben.

Hallo
Meine älteste ist etwas älter und ich meine mich an andere Beiträge von dir erinnern zu können. Kann es sein, dass bei euch generell eher dicke Luft herrscht?
Für mich ist das auch Wortklauberei. Deine Reaktion verstehe ich nicht wirklich. Ihre Reaktion auf deine Aussage ist ja sehr deutlich. Geht es hier wirklich nur darum?

LG

Hallo,
für mich klingt es so, als läge bei euch allgemein etwas im Argen. Ich finde es merkwürdig, dass sie einen Bungeesprung so stark anerkannt haben möchte von dir und in meinem Umfeld kenne ich auch niemanden, der das als "besondere Leistung" anerkannt haben möchte. Da geht es eigentlich immer um Mut, Überwindung und Stolz, aber weniger um den Aspekt, etwas besonderes geleistet zu haben. Ist doch bloß ein Vergnügen (für manche) und keine Pflicht, durch die man sich durchbeißen muss.

Auf der anderen Seite finde ich es auffällig, dass du deine Tochter direkt verbal niederdrückst. Für mich ist ein Bungeesprung auch keine Leistung, aber wenn ich merke, dass der andere sich total darüber freut, dann sage ich gerne etwas Nettes dazu. Es hätte doch gereicht, wenn du es dabei belassen hättest, dass du es sehr mutig findest, anstatt noch etwas eher Abwertendes hinterherzuschieben.

Eure Konversation klingt wie ein Machtkampf - sie buhlt um deine Anerkennung, du möchtest sie nicht so gerne geben bzw. zumindest nicht uneingeschränkt. Das wirkt komplizierter als es auf den ersten Blick scheint.

Ja, da hast du recht. Ich sehe auch, dass sie gerne Anerkennung hätte, bzw. diese auch braucht. Ich mag ihr diese auch geben, aber es fällt mir schwer, da ihr Leben etwas holprig läuft und sie auf der einen Seite viel Unterstützung einfordert und auf der anderen Seite zeigt, wie selbstständig sie ist.
Ich muss dazu sagen, dass sie meine Bonustochter ist, was aber nur insofern für mich relevant ist, dass ich bewusster darauf achte, dass ich alle drei gleich behandle. Und da ist das Problem bei uns. Sie ist mit knapp 16 Jahren mit ihrer Mutter und deren Mann nach Australien gezogen. Sie hat uns zweimal im Jahr besucht (mein Mann hat weiterhin Unterhalt bezahlt, ihre Mutter die Flüge). Ihre Schulausbildung hat darunter gelitten, sie war schon vorher keine gute Schülerin, sie hat nicht gerne gelernt. Nach der Schule (in Australien) hat sie nur Gelegenheitsjobs gemacht und ist leider sehr oft entlassen worden. Ihre Mutter hat dies immer mitfinanziert, K. hatte immer das neueste Iphone, Mcbook, teure Kleider. K. war/ist ziemlich orientierungs- und antriebslos. Wir hatten viele Gespräche mit ihr. Letztes Jahr hat sie dann in Deutschland im Krankenhaus, in dem ihr Onkel arbeitet, 6 Monate als Bufdi gearbeitet. Danach ist sie mit einem Ausbildungsvertrag (in Deutschland)als Krankenschwester wieder für einige Zeit nach Australien. Dann stellte sich heraus, dass ihr Schulabschluss in Australien in Deutschland einem Hauptschulabschluss gleicht und sie die Ausbildung nicht machen kann. Sie ist dort wieder in die Sofa/Netflix Lethargie gefallen und hat keinen Versuch unternommen dies zu retten und hatte auch keinen Plan was sie dort tun sollte. Doch einen Plan hatte sie, in Neuseeland eine Abenteuertour machen. Also gab sie 8000 Dollar dafür aus um 16 Tage Abenteuerurlaub inkl. Bungeesprung zu machen. Das war das Geld aus einem Erbe. In der Zwischenzeit haben wir versucht den Ausbildungsplatz zu retten. Durch das Regierungspräsidium gab es eine Ausnahmeregelung. Das ist komisch bei ihr, sie tritt die Ausbildung jetzt an, es ist auch ok, aber es wäre auch ok nichts zu machen, sie hat so gar keine Motivation außer Spaß haben. Da sie ihr ganzes Geld für den Urlaub ausgegeben hat, haben wir jetzt den Flug bezahlt, damit sie die Ausbildung starten kann und finanzieren ihr jetzt Möbel für eine Wohnung. Wir selbst sind gerade im Rechtsstreit mit unserer Steuerberaterin, müssen sehr viele Steuern nachzahlen und dazu einen Kredit aufnehmen. Wenn sie mir dann voller Stolz die Urkunde zeigt und sagt, was für eine tolle Leistung das ist, muss ich schlucken. Ich habe ihr gesagt, dass ich sie für andere Dinge bewundere und ein Beispiel aufgezählt. Viele denken, dass es hartherzig von mir ist, aber wenn das mittlere Kind nicht in das versprochene Feriencamp kann, weil wir K. den Flug hierher zahlen, weil sie kein Geld mehr hat, muss ich schon schlucken.

Das ist ein mega wichtiger Kontext für deine Reaktion.
Unter diesen Umständen ist deine Tochter noch gut bei weg gekommen.

Natürlich kann das nicht jeder. Ich hab mega Höhenangst und würde es never ever machen 😁 deine Tochter war mutig, und kann stolz sein. Aber auch finde es keine wirkliche Leistung. Das hätte ich aber für mich behalten. Ich hätte gesagt, super toll gemacht....und fertig.
Mein Sohn kann Mega tanzen. Da bin ich stolz und er auch, das sag ich ihm dann auch. Und *Bauchkrauli * gibts dafür auch hin und wieder 😉

Es war sehr mutig und meiner Meinung nach auch keine besondere Leistung. Der Unterschied ist nur: ich hätte es ihr nicht so gesagt. Warum ihr den für sie besonderen Moment vermiesen?