Angst abhängig zu sein

Ich und mein Freund sind schon einige Jahre zusammen, wir werden wohl in den nächsten zwei Jahren heiraten und sind wirklich glücklich miteinander...

Wären da nicht meine ständigen Sorgen und Grübelein... Vor allem was das Thema Kinder angeht. Ich habe mit Mitte 20 noch genug Zeit mir darüber Gedanken zu machen, es beschäftigt mich allerdings jetzt schon. Ich weiß dass mein Freund gerne Kinder hätte, ich bin mir noch nicht sicher...

Es sind vorallem zwei Dinge die mich daran zweifeln lassen jemals Kinder haben zu wollen. Zum einen sind es die finanziellen Sorgen, obwohl wir zusammen ein für unser Alter gutes Einkommen haben bin ich mir sicher dass wir uns mit einem Kind nichts schönes mehr leisten können. Zum anderen die Angst abhängig von meinem Freund zu sein und im schlimmsten Fall eine Trennung weil ich nicht so bin wie er sich seine Frau vorstellt und wir wegen dem Kind keine Zeit mehr füreinander haben.

Diese Dinge beschäftigen mich nicht durchgehend aber doch sehr oft. Ich hätte diese Punkt gerne geklärt bevor wir den Bund der Ehe eingehen, denke jedoch dass ich hier alleine nicht weiter komme.

Hatte hier jemand ähnliche Bedenken? Könnte hier eine Therapie helfen?

Hast du denn selbst das Gefühl eine Therapie zu brauchen? Ängste hat ja jeder mal und auch Angst vor Abhängigkeit kommen immer mal wieder vor - das ist ganz normal. Wenn es dich allerdings nur noch fertig macht, dann musst du dir Hilfe suchen.
Ich finde aber auch - bevor ihr heiratet - solltest entweder du dir im Klaren darüber sein, ob du Kinder willst oder dein Partner muss damit einverstanden sein, dass es eventuell keine Kinder geben wird...einen Kompromiss bei Kindern gibt es nun mal einfach nicht!
Eine 100prozentige Sicherheit gibt es übrigens NIE.

Nein, ich hatte keinerlei Bedenken. Wir hatten beide Dinge im Kopf, die wir erst erledigt haben wollten bevor wir Kinder bekommen, aber nichts davon hat mich oder meinen Mann belastet.

So haben wir erst Ausbildung und Studium zu Ende gebracht, und sind dann in eine Eigentumswohnung (später in ein Haus) in dem Ort gezogen, wo wir bleiben wollten.
Mein Gehalt haben wir ein Jahr zur Seite gepackt, um zu sehen wie es in finanziell mit nur einem Gehalt geht, denn wir wollten beide, dass ich in den ersten Jahre bei den Kindern bleibe. Das klappte alles prima, und so bekamen wir 3 Kinder.

Du bist doch von keinem Mann abhängig, weil du Kinder bekommst. Kinder halten dich doch nicht davon ab zu arbeiten und im Job voran zu kommen.

Gedanken, ob man als Eltern gut ist, ob man mit allem klar kommt, wie es mit Kind und Beruf klappt, uvm macht man sich sicher immer vorher. Das finde ich auch besser als völlig gedankenlos daran zu gehen. Man kann aber ja nicht alles planen und muss das meiste auf sich zukommen lassen.

Das Leben wird mit Kindern anders, aber nicht weniger toll - im Gegenteil. Ich würde sogar sagen, wir sind noch enger zusammen gewachsen.

Eine Trennung kann natürlich immer passieren. Man darf sich als Paar nicht verlieren, das ist wichtig. Und man muss sich klar sein, das es mal anstrengende Zeiten gibt. Uns war von Beginn an wichtig: ab 20 Uhr sind wir Paar, und nicht mehr nur Mutter und Vater.

Ein Kind hält dich doch nicht generell vom Arbeiten ab? #gruebel

Natürlich nicht grundsätzlich.

Aber während der Elternzeit habe ich ja weniger Einkommen als wenn ich normal arbeite... Ich kann auch mit einem kleinen Baby nicht sofort nach der Geburt wieder arbeiten gehen. Während das Baby so klein ist ist man meiner Ansicht nach komplett abhängig...

Das stimmt doch nicht! Du bist weiter bei deinem Arbeitgeber angestellt, kommst also nach der Elternzeit zurück.

Ja, du bekommst weniger Geld, aber im besten Fall hat man doch schon lange vorher gemeinsame Kasse. Bei uns gibt es „mein Geld, dein Geld“ gar nicht.

Abhängig bist du ohne Schulabschluss, ohne Job und wenn du nie wieder arbeiten möchtest.

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Hallo,

für mich liest es sich so , als sei das Finanzielle der Knackpunkt, weil du weiter unten schreibst, deinem Freund sei es wichtig 'sein' Geld zu haben und ihm auch wichtig, dass du gut verdienst. Das würde ich tatsächlich mit ihm klären und ausdiskutieren, bevor so weitreichende Entscheidungen wie Hochzeit oder Kinderkriegen umgesetzt werden.
Natürlich braucht ihr nicht zwingend ein eigenes Konto, aber wenn ihr eine Familie seid, dann solltet ihr euch darüber einig sein, dass euer Einkommen auch Familieneinkommen ist.
An deiner Stelle würde ich das mit ihm so lange ausdiskutieren, bis ihr auf einen gemeinsamen Nenner kommt und das dann auch klar so festhalten. Die Haltung deines Freundes zu Familienfinanzen würde mich auch beunruhigen und von der Familienplanung abhalten. Aber vielleicht muss er darüber einfach noch etwas mehr reflektieren und hat sich noch nicht wirklich eingehend Gedanken gemacht.
Über Geld streiten und aufrechnen ist immer blöd, darum schafft potenzielle Konfliktpotenziale am besten schon im Vorfeld aus dem Weg.

Alles Gute, c

Ich meinte: Natürlich braucht ihr nicht zwingend ein gemeinsames Konto 😉

Wir haben auch kein gemeinsames Konto...aber teilen uns das Geld 😂😂

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Elterngeld + Kindergeld
Fehlt da soviel?

Dein Freund übernimmt einen größeren Anteil an dem Lebenshaltungskosten

Rente wird Elternzeit angerechnet

Kinderkrippe nach 1 Jahr
Versucht die Arbeitszeiten so zu legen das 1 bringt und 1 abholt. Evtl können die Großeltern Puffern, dass die Tage nicht so lange werden
Um den Haushalt kümmert sich eine Putzfee

Hallo

Also ich kann dir sagen trotz Kind kann man sich was schönes leisten.
Ein Baby braucht ja net viel , wenn du stillst und es klappt sparst du ja schon da die Flaschen Nahrung . Und wenn die beikost Zeit anfängt isst es ja früh vom Tisch mit.

Ich habe 3 Kinder , mein jüngstes ist 2 , mein Partner arbeitet Vollzeit zahlt davon sein Auto , Miete und Verträge hat auch Nebenjob...leben tun wir von meiner Rente, 450€ Job und Kindergeld und UVG...
Es geht alles , und wir leisten auch das ein und andere .

Zeit für euch wäre auch möglich, Vill kann ja die Oma aufpassen damlt man mal ins Kino gehen kann oder einfach mal schick essen.
Das Gefühl wenn man Kinder hat, dass das Leben vorbei ist , ist Schwachsinn .
Sprich mit deinem Freund wie er sich die Zukunft vorstellt, was seine Wünsche sind und was sind deine? Vill kann er die kompletten Elternzeit zuhause bleiben und du gehst nach dem Mutterschutz wieder arbeiten? Ich bin seid der 12 lebenswoche wieder im Job.

Eine Trennung gibts überall , aber wenn man schon so darüber denkt würde ich die Ehe lassen .

Würde dir aber raten wegen den Ängsten mal einen Therapeuten anzufragen

Herzliche Grüße und alles gute

Ich find es wirklich positiv dass du dir da Gedanken machst und nicht durch die rosarote Brille schaust und am Ende den harten Boden der Tatsachen kennen lernst 😄

Das Leben ist nicht vorbei nur weil man ein Kind hat. Das kann ich dir versprechen. Aber so easy wie es oft geschildert wird läuft es eher selten.
Was das berufliche angeht, wird oft sehr schön gemalt.

Diese Mütter die Vollzeit arbeiten, ne fette Karriere machen, Geld ohne Ende verdienen, zudem aber ihr Kind selbst betreuen und niemals fremd bereuen lassen und einen Haushalt wie geleckt haben und selbstverständlich jeden Abend frische bio Kost auf den Tisch bringen, ja diese Mütter gibt es nur bei urbia !!
Soviel sollte Dir klar sein.

Man muss sich meiner Meinung nach sehr gut überlegen ob es einem wichtig ist Karriere zu machen oder viel Zeit mit seinem Kind zu verbringen. Beides gleichzeitig ist gerade in den ersten Jahren nur selten möglich.

Denn entgegen der vielen Behauptungen hier bei urbia kann man nicht 24/7 Sein Kind betreuen UND der Star im Büro sein. Man kann bekanntlich nur an einem Ort sein. Selbst Home Office ist oftmals leichter gesagt als getan weil man beides eben oft auch nur halb macht.

Das bedeutet aber nicht das man nie wieder arbeiten gehen kann 😄
Es ist schon so, dass viele Arbeitgeber keine Luftsprünge machen wenn sich eine Mutter mit -bitte Anzahl Kinder einfügen - bewirbt und dann natürlich nur von 8-12 arbeiten kann. Solche Jobs gibt es zwar aber den wollen sie halt alle 😄
Man muss sich sehr gut überlegen was man will und was nicht.

Das ganze ist nach dem Kleinkindalter auch nicht erledigt. Dann kommt Schule, Hausaufgaben, Klassenarbeiten , Hobbies, Auftritte, etc und wenn ein Kind nicht gerade in einer Ganztagsschule sitzt oder im Hort dann ist man auch nicht sonderlich flexibel was die Arbeitszeiten am Nachmittag angehen.

Von spontan krank werdenden Kindern haben wir da noch nicht gesprochen ☝🏼

Wer sich nicht umstellen möchte, sollte sich das Kinder kriegen gut überlegen.

Denn „nach einem Jahr elternzeit kommt’s in die Krippe und dann gehts wieder los!“ klingt immer einfach, das ist es aber nicht. Damit ist es eben nicht getan. Und alle die ehrlich zu sich selber sind wissen das auch...

Es ist ein Hamsterrad. Jeden. Tag.

Einer muss zurück stecken. Entweder ein Elternteil in Sachen Karriere oder eben die Kinder indem sie wenig Zeit mit ihren Eltern haben, wenig Familienleben und/oder keine Freizeit Aktivitäten die von schulischen angeboten abweichen.

Oft hilft auch ein soziales Netz aus Omas und co welches Betreuung und hol und bring Dienste zu Vereinen, Hobbies, Freunden und co mitabdeckt. Aber das muss man halt auch erstmal haben. Und sich blind darauf verlassen können.

Wir sind auch Österreicher. Also wenn du das Gehaltsabhänge Karenzgeld beziehst und schon nach 6 Monaten geringfügig Arbeiten gehst kommst du mit dem Familienbonus und Kinderbeihilfe fast auf den gleichen Betrag.

Ich würde 1600€ karenzgeld bekommen. Mein Mann verdient 2500€. Sein Gehalt kann komplett alles decken Kredit unsere Versicherungen Essen...

Somit wird mein Lohn weiterhin gespart. Wenn unser Kind 6 Monate Alt ist gehe ich geringfügig wieder Arbeiten 1x die Woche. Meine Eltern schauen ein paar Stunden und mein Mann holt das Kind dann ab und ich komme um 20 Uhr Heim. Sind dann wieder 400€+ Urlaubs und Weihnachtsgeld.

Familienbonus sind auch 2400€ pro Jahr und 174 € Familienbeihilfe.

Also wenn ihr Studiert habt müsste bei euch noch mehr liegen bleiben. Verstehe deine Sorgen also absolut nicht.

Wenn man ein Kind hat, das man dann weniger Verdient ist auch klar. Keine Ahnung welche Vorstellungen dein Freund hat.
Vorallem wegen dem Geld. Ihr seid dann eine Familie und da geht es gar nicht, dass Geld nur für sich zu behalten.
Er sollte dann zumindest mehr zahlen als jetzt. Wärt ihr getrennt müsste er dir auch Alimente zahlen. So sieht es sogar mein Mann.

Und Pension kriegst du auch mal später weniger wenn du ein paar Jahre Teilzeit arbeitest. Also das wäre ziemlich Mies von ihm wegen dem Geld.


Und zwecks Unabhängigkeit. Ich hab einige Sparkonten mit ca insgesamt 30 000€. Also man kann sehr wohl Vorsorgen vor dem Kind um nicht abhängig zu sein.

Hallo Mimia

Deine Gedanken sind völlig normal und in Ordnung für eine junge Frau, für die es neben Familie noch andere Ziele im Leben gibt.

Über die generellen Lebensziele sollte man mE vor der Heirat schon sprechen - also ob beide Kinder wollen oder nicht. Aber was spricht denn dagegen, mit dem Kinderkriegen noch etwas zu warten? Oft klären sich die eigenen Zweifel/Fragen mit dem Älterwerden: zB rückt die Karriere in den Hintergrund - oder eben auch nicht.
Auch kannst du in der Zwischenzeit deine Karriere vorantreiben und deine Stellung festigen. Und plötzlich finden sich auch in Berufen, wo es eigentlich keine Teilzeit gibt, Lösungen.

Und es gilt eine Lösung zu finden, die für Euch als Paar passt. Durch Urbia hat man das Gefühl, jede Mutter würde mindestens 2 Jahre nach Geburt zuhause bleiben. Es gibt aber etliche Länder, wo das nicht so ist und es für Mutter und Kind (und natürlich Vater) so auch stimmt. In der CH zB hat man 14 Wochen Mutterschaftsurlaub - thats it.

Die Länge der Elternzeit sollte zwischen beiden Partnern abgesprochen sein. Und wenn der Mann möchte, dass die Frau 1, 2, 3 Jahre zuhause bleibt und die Frau das auch so will, dann muss bitteschön der finanzielle Ausgleich geschaffen werden - egal ob gemeinsame Konten oder nicht. Deine Sorge, so in finanzielle Abhängigkeit zu geraten ist mehr als berechtigt, wenn man all die Threads derer liest, die plötzlich alleine dastehen.

Auch mit Kind kann man als Paar eine gute Zeit haben und sich was leisten - müssen ja nicht jährlich die Malediven sein! Aber auch hier: geniesst erstmal euer Leben, macht das zusammen, worauf ihr Lust habt - dann habt ihr auch nicht das Gefühl, was versäumt zu haben.

Gebt euch Zeit - eine Therapie brauchts meines Erachtens nicht.

Ich glaube nicht, dass eine Therapie immer eine Lösung für alles ist. Sich darum Gedanken zu machen ist doch völlig normal und meines Erachtens nicht therapiebedürftig.

Helfen kann es dir, wenn du dir Sicherheit schaffst. Arbeite an deinem Job, festige deine Position im Unternehmen, versuche in den kommenden Jahren voran zu kommen. Dann gestalte eben auch mit einem späteren Kinderwunsch alles so, dass du nicht in eine Abhängigkeit gerätst. Man hat es ja selbst in der Hand...

Ich habe zwei Kinder und arbeite Teilzeit, mein Mann Vollzeit. Ich bin dadurch nicht abhängig. Wenn wir und trennen bekomme ich Unterhalt für beide Kinder sowie Kindergeld, es wäre knapper aber verhungern würden wir nicht.

Dann könnte ich die Betreuung aufstocken und mehr arbeiten, mir einen neuen Job suchen ect.

Das sind alles lösbare Probleme,. Ich könnte und würde ich eine Lösung finden im Falle einer Trennung. Aber wir trennen uns ja nicht, also arbeite ich Teilzeit bis die Kinder etwas größer sind damit sie nicht den ganzen Tag in die Kita müssen.

Die Einstellung der jungen Männer heute finde ich furchtbar. Eine Frau ist am besten die eigerlegende Wollmilchsau, die Kinder bekommt und erzieht, Vollzeit ein hohes Einkommen erwirtschaftet und am besten noch den Haushalt schmeißt und Sonntagsbraten kocht.

Da sind ein paar Gespräche fällig mit deinem Partner. Ich ahne nämlich woher deine Ängste wirklich kommen.

Zum Thema sich was leisten können und wollen- alles hat seine Zeit im Leben. Mit Kindern, Job und Haushalt ist man in den ersten Jahren so ausgelastet das man sich eh nicht mehr viel leistet. Shoppen mit zwei kleinen Kindern? Nein Danke.

Es wird der Punkt kommen wo Dir teure Handtaschen oder Fernreisen und Cocktails nicht mehr so wichtig sind.

hallo,

also natürlich hast du noch zeit, mit dem kinder bekommen..

und in der zeit überlege was du noch unbedingt machen magst, ein bestimntes reiseziel, oder kreuzfahrt oder oder oder.. wer sich ordentlich ausgelebt hat, vermisst hinrerher nix- so auch meine erfahrung

denn mit kinder ist das leben wirklich nicht vorbei.
und wenn du angst hast, dann erstmal abhängig zu sein, dann lege dir einen puffer an, spare jeden monat, was geht.. dann hast du erstmal reserven..

wenn es auch mit der betreuung klappt, dann arbeite weiter vollzeit, wüsste da jetzt nicht was so an sich dagegen spricht - ausser der zeitfaktor für die familie, aber es ginge trotz allem... aber das muss jeder für sich entscheiden..

und wenn dein zukünftiger auch elternzeit nehmen will, dann kannst du doch in der zeit auch erstmal weiter vollzeit weiter arbeiten..

würde es vom finanziellen auch gerne machen, aber wenn man einmal die vollzeit abgegeben hat, dann bekommt man kaum noch eine🙄 oder zumindest ein paar mehr std..aber bisher weigert sich mein chef😅


naja und mit dem gemeimsamen finanziellem legt sich eigentlich meist, wenn man eine familie ist. meiner war auch erst so :dein geld/mein geld, aber dann als der knirps da war, wurde nach und nach alles zu unser...

und wir sind jetzt trotzdem auch in den urlaub gefahren, haben wochenendausflüge gemacht, waren aus gegangen.

man braucht halt auch ein funktionierendes umfeld, was einem das kind auch mal abnehmen kann..

also würde sagen, setzt euch nochmal zu gegebener zeit zusammen und besprecht euch.. muss ja nicht gleich sein..

aber den kinderwunsch aufschieben, sollte auch kein problem sein-hoffe ich.
geniesst noch eure zeit und meine erfahrung ist, das man nach einer zeit, wenn man sich wirklich ausgetobt hat, die zeit dann kommt..

Ich hatte ähnliche Bedenken, zumindest beim Thema Kinder. Er hat sich Kinder gewünscht. Ich war skeptisch, da ich nicht lange aus dem Beruf raus wollte. Und da ich meinen Beruf auch nicht aufgeben wollte. Der Job als Berater ist nicht sehr kompatibel mit Kindern.

Wir haben uns vor dem "Üben für das erste Kind" dann darauf geeinigt, dass ich die ersten 6 Monate Elternzeit nehme und er die folgenden 8. Des Weiteren war klar, dass der die Hauptbezugsperson für die Kinder sein wird und ich weiterhin in meinem Beruf bleibe (also auch viele Wochen unterwegs bin). Er kann als selbständiger mit dem Büro zu Hause - wunderbar seine Arbeitszeit nach den Bedürfnissen der Kinder ausrichten. Wir haben das Ganze sogar soweit vorbesprochen, dass klar war, was im Fall einer Trennung mit den Kindern passiert. Das selbe Gespräch hatten wir dann als Kind 2 ein Thema wurde. Diesmal haben wir uns entschieden, dass wir ein paar Monate gemeinsam Elternzeit machen, um für 2 Monate durch Europa zu reisen. Sonst blieb ich in meinem Beruf und der Papa hat die Kinderbetreuung übernommen.

Das Trennungsszenario haben wir einige Jahre später dann tatsächlich so durchgezogen. Die Kinder leben heute beim Papa. Ich zahle Unterhalt und setze alle Hebel der Welt in Bewegung (erfolgreich) um mind. alle 14 Tage zu den Kindern zu gelangen.

Also Kinder und Hochzeit machen in keinem Fall Abhängig. Es ist nur wichtig, dass du dich und deine Interessen mit der Hochzeit nicht einfach aufgibst. Wenn dein Partner Kinder möchte, dann erwarte ruhig von Ihm, dass er sich mehr einbringt (Elternzeit, Teilzeit usw.). Väter können alles (ausser Stillen) was eine Mutter auch kann. Und die Arbeit der Männer ist nicht wichtiger als die Arbeit der Frauen.

Wenn du deine völlige Unabhängigkeit bewahren möchtest, dann empfehle ich dir zudem getrennte Konten und ein gemeinsames Konto für den Alltag. Ich geniesse diese Freiheit heute mit meinem Partner. Ich muss ihm nicht Rechenschaft darüber ablegen, was ich mir kaufe. Es ist mein Geld. Und grosse Anschaffungen für die Wohnung werden abgesprochen (dann gemeinsames Geld) oder derjenige der es sich anschafft muss es eben allein finanzieren.

Eine Kurzzeittherapie könnte dir gut helfen, in diesen Sachen Klarheit zu erlangen. Würde mich an deiner Stelle nach einem Therapeuten im Tiefenpsychologischen Bereich umschauen, die Wartelisten für einen Platz können uU sehr lang sein, also rechtzeitig gucken. Kosten übernimmt idR die Krankenkasse.