Meine Sechsjährige ist nun Vorschulkind und benimmt sich teilweise unmöglich :-(

Heute brauche ich mal Ratschläge.
Ich bin eher stille Mitleserin, aber meine Tochter bringt mich gerade zur Verzweiflung.

Beim großen Bruder klappte alles problemlos, er war immer sehr angepasst, hatte keine großen Motzphasen, auch Kindergarten , Vorschule und alles was dazu gehört hat er super gemeistert.

Seine kleine Schwester ist ein fürchterlicher Dickkopf.
Teilweise funktioniert hier wirklich gar nichts.

Sie ist inzwischen 6 und hat "Phasen" und Anwandlungen, die eigentlich nciht mehr zu ertragen sind und von denen ich denke, dass das mit 6 nicht mehr vorkommen sollte.

Ich muss dazu sagen, dass es zwei Seiten von ihr gibt - entweder die unerträgliche, wo nichts klappt, oder eine ganz liebe , kleine Maus, die toll hilft, ganz verständnisvoll ist, zuhört und lieb zu ihrem Bruder ist. Leider weiss man morgens nie, was für einen Tag man erwischt hat.

Erstmal die Wutanfälle. Die nahmen nicht wirklich ab. Auch heute haben wir viele SItuationen, woe sie heulend und motzend auf dem Boden liegt und die Straße zusammenschreit.

Dann die Selbstständigkeit.
Es gibt tagtäglich Diskussionen, weil sie sich nicht anziehen mag, oder weil sie eine "Wääääääh, ich bin so müde, cih kann meine Schuhe nicht alleine anziehen" Phase hat. An vielen Morgen stehen wir diese Anziehdiskussionen durch, jedesmal endet es mit einem schreienden Kind, das kurz vor knapp immer noch im Schlafanzug rumrennt. Noch immer so wie mit 3 Jahren, NICHTS ist besser geworden.

Dann hat sie Kotzbrockenphasen. Sie schnauzt dann in einem durch ihren Bruder an und ist gemein zu ihm.

Nun hat die Vorschule begonnen und auch da ist sie unter 14 Kindern das "Problemkind". Mal macht es super mit, mal sitzt sie mit verschränkten Armen da und verweigert sich.

Die aus dem Kiga haben keine Idee ausser "sie hat ja noch 10 Monate, um das alles zu lernen".

Ganz ehrlich - ich hab kein Verständnis mehr.
Das sind ales Sachen, die Sonst keine 6jährige aus meinem Bekanntenkreis macht.

Ich ertrage es inzwischen nicht mehr, dass meine Große im Kindergarten schreiend auf dem Flur liegt, weil sie ihre Schuhe nicht alleine anziehen mag, während die 3jährigen um sie herum es klaglos machen.


Ideen habe auch ich keine.
Ich weiss ja, dass sie auch so kooperativ und lieb sein kann.

Aber wie bringe ich sie dazu, dass sie ihre Kotzbrockenseite nicht mehr rauslässt und nur noch kooperativ und lieb ist?

Das muss doch allmählich mal besser werden?

Wie soll das in der Schule jemals funktionieren?


DANKE für Ideen und Ratschläge!!!#winke#winke

Juhuuuu
Zum Teil beschreibst du meine 6 jährige Tochter. Es war noch nie einfach mit ihr, sie hat gute und schlechte Tage. Schreiend auf dem Boden liegt sie zwar nicht, aber sie motzt und bockt was das Zeug hält, verdirbt es sich damit auch mit ihren Freunden und legt an manchen Tagen einen krassen Ton an den Tag... Was soll ich sagen? Nichts hilft. Verständnis zeigen, schimpfen, mit ihr so umgehen wie sie es mit mir tut, ignorieren... NICHTS. Ich habe gelernt das man sein Kind so nehmen und lieben muss wie es ist. Mit 3 Jahren festigt sich Charakter, da kann man auch nichts machen. Ich akzeptiere Sie einfach wie Sie ist und versuche Sie in den schwierigen Phasen zu begleiten und ihr im ruhigen immer wieder zu erklären was das Resultat Ihrer Wutausbrüche ist 😳

Genau so ist es hier auch mit unserer Großen. Inzwischen 7 Jahre alt.

Und auch unsere Töchter die es etwas schwerer haben werden ihren Weg finden und gehen ❤️

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>>Aber wie bringe ich sie dazu, dass sie ihre Kotzbrockenseite nicht mehr rauslässt und nur noch kooperativ und lieb ist?<<

Bist du denn immer gut gelaunt und dir scheint die Sonne aus dem Hintern? ;-)
Deine Tochter ist ein Mensch und keine Maschine, die immer nur nett und lieb sein sollte...

Sie ist erst 6 Jahre auf dieser Welt. Und hat in dieser Zeit von so vieles gelernt. Von "ich kann nur schreien und kacken" zu "Ich kann sprechen, singen, laufen, gesellschaftliche Regeln befolgen, vertrauen, etc.".

Ich bin der Meinung, dass wir Eltern oft viel zu viel von unseren Kindern verlangen. Ja, für uns ist das mittlerweile easy, wir wissen, wie der Hase läuft. Wir wissen, was von uns verlangt ist, wir haben ein Zeitgefühl etc.

In dieser Zeit passiert ums Kind herum und im Kind so viel. Da kann es schon mal überfordert sein mit seinen Gefühlen etc.

Anstatt den Fehler beim Kind zu suchen, sollte man viel öfters bei sich bleiben. Warum müssen z. B. diese ständigen "Machtspielchen" sein? Die fangen mit 4 an mit "Du ziehst deine Schuhe aber selber an, du kannst das schon" und enden mit 16 a la "Solange du deine Füße unter meinem Tisch hast!"

Meine Tochter wechselt sich auch ab. Mal total lieb, mal motzig, wütend, "unkooperativ". In diesen Phasen hilft es ihr, wenn ich nicht auf meinem Recht beharre.

Ist sie zu müde, um sich anzuziehen, dann helfe ich ihr auch schon mal die Schuhe anzuziehen. Dafür hilft sie mir am Abend die Spülmaschine einzuräumen. Wenn ich gerade xy machen will und sie nicht, dann finden wir einen Kompromiss. Es muss bei uns nicht immer so laufen, wie wir Eltern das wollen. Zu wissen, dass sie auch wichtig ist und ein Mitspracherecht hat, hilft ihr.

Danke für Deine Antwort.


"Bist du denn immer gut gelaunt und dir scheint die Sonne aus dem Hintern? ;-)
Deine Tochter ist ein Mensch und keine Maschine, die immer nur nett und lieb sein sollte..."


Nein, aber ich bin nach vielen Jahren mit ihr nun einfach der Meinung, dass man mit 6 manche Grundregeln beherrschen sollte.
Sie muss zuhause nicht vieles tun. Meine Kinder dürfen Kind sein und ich habe viel Verständnis.

Aber ich denke, dass man mit 6 nicht mehr schreiend auf dem Boden toben muss.
Ich denke, dass man sich mit 6 einmal am Tag alleine An- und Ausziehen kann. Und Schuhe ebenso.

Und ich denke, dass man seinen Frust anders kanalisieren kann, als durch einstündige Wutanfälle. Viele Gleichaltrige sind bereits eingeschult, wir haben extra noch ein Jahr gewartet.
Meinst Du, von denen schmeisst sich einer auf den Boden und brüllt, wenn ihm was nicht passt in der Schule?






"Anstatt den Fehler beim Kind zu suchen, sollte man viel öfters bei sich bleiben. Warum müssen z. B. diese ständigen "Machtspielchen" sein? "


Das tue ich, wir sind sehr reflaktiert in allem, aber nun eben an einem Punkt, wo jahrelanges Verständnis uns nicht weitergebracht hat.

Of thabe ich ich auf dem Boden gesessen, sie gestreichelt und gesagt "motz dich ruhig aus, das ist okay so"....



"Ist sie zu müde, um sich anzuziehen, dann helfe ich ihr auch schon mal die Schuhe anzuziehen. Dafür hilft sie mir am Abend die Spülmaschine einzuräumen. Wenn ich gerade xy machen will und sie nicht, dann finden wir einen Kompromiss. Es muss bei uns nicht immer so laufen, wie wir Eltern das wollen. Zu wissen, dass sie auch wichtig ist und ein Mitspracherecht hat, hilft ihr. "

Da hast Du Recht, das mache ich auch. Ich beharre nicht auf Dingen. Aber wenn es so läuft, dass sie tagelang nicht in der Lage ist, einen einzigen Schuh anzuziehen, ist auch meine Geduld am Ende

Meine Tochter ist knapp 5 1/2 Jahre und teilweise ähnlich vom Verhalten.

Schon mal was von der Wackelzahnpupertät gehört?
Da stecken wir nämlich seit ein paar Wochen mittendrin #schwitz Seit der erste Wackelzahn raus ist :-p

Kennst du das Buch vom gewünschtesten Wunschkind Jahre 5-10? Das ist sehr interessant. Dort wird sehr gut beschrieben, warum sich Kinder eben so wie deines Verhalten.

Hallo,
ich hätte einen Tip für dich, bezüglich des Schuhe anziehens im Kindergarten.
Meiner hatte so eine Phase mit 4. Es war ganz schlimm. Da habe ich ihn eine Weile (natürlich in Absprache mit den Erzieherinnen) nur komplett angezogen abgeholt. Er hat sich dann kurz vorm abholen unter Aufsicht angezogen und war fertig als ich kam. Irgendwann war ihm das zu doof und er hat gefragt, ob er sich erst wieder richten darf, wenn ich da bin. Hab ihm dann gesagt, dass es dann aber klappen muss und dann hat's geklappt.
Später, als er Vorschüler war, hat es geholfen, dass er sich alleine angezogen hat und dann alleine raus kam. Das fand er super. War ich dabei, konnte er sich kaum die Schuhe anziehen. Allein hat alles bestens geklappt.
Vielleicht ist was für dich dabei.

Geht doch mal zu einer Erziehungsberatung, vielleicht haben sie dort noch hilfreiche Tipps für euch. Kann nicht schaden. Ich würde an deiner Stelle das Verhalten deiner Tochter auch als nicht mehr ganz altersgerecht empfinden und mir Unterstützung suchen. Jetzt habt ihr noch 1 Jahr Zeit bevor die Schule beginnt, Ich würde dieses nutzen.

weißt Du, wer so etwas anbietet?



Wir fechten gerade schon wieder einen Kampf aus.

Die Vorschüler haben ihre erste "Hausaufgabe" für morgen aufbekommen.
"Sammelt einen herbstlichen Gegenstand in der Natur und bringt ihn mit"...

Meine Tochter weigert sich.
Sie will keine "blöden Hausaufgaben " machen.


Ich verzweifele.

Deine Tochter scheint echt sehr willensstark zu sein.
Mein Sohn ist erst 4, aber auch ein sehr temperamentvolles und willensstarkes Exemplar, das uns manchmal zur Verzweiflung bringt. Ich hatte dir ja zur Erziehungsberatung geraten. Wir gehen mit unserem Sohn auch hin und es hilft mir enorm ihn zu verstehen. Die Tipps, die wir bekommen sind sehr gut und funktionieren meistens (nicht alle aber einige).
Bei uns gibt es von der Stadt aus zahlreiche kostenlose Beratungsstellen. Google einfach mal „Erziehungsberatung + deine Stadt“ oder „Elternberatung“ oder „Familienberatung“.

Ansonsten kann ich dir noch das Buch empfehlen „Wie anstrengende Kinder zu großartigen Erwachsenen werden“. Das fand ich super und es gab sehr viele „Aha-Effekte“

Ich würde sagen, du hast endlich festgestellt, dass deine Tochter ein Mensch ist. Nenne mir EINEN Menschen, der es schafft durchgängig lieb zu sein, immer zu helfen, nett und freundlich zu allen Menschen zu sein und verständnisvoll zuzuhören. Dein Kind lernt ein Individuum zu sein. Das ist etwas Gutes. Sie versteht, dass sie eine eigene Person ist mit eigenen Gefühlen und Wünschen.

Ich erwarte nicht, dass jemand rund um die Uhr "funktioniert".

Aber meinst Du nicht, dass was falsch läuft, wenn 90% der gemeinsamen Zeit aus Motzen, rebellieren und Kampf besteht???

Das ist doch nciht normal.

Hallo,

Vorschulkinder sind meistens mehr oder weniger anstrengend.

Unsere Tochter (12) hat sich da mehr wie ein bockiger Teenager aufgeführt, als heute. #schwitz
Unser Sohn (9) hat angefangen, sich mit anderen Jungs im Kindergarten zu Banden zusammen zu tun und die Kleinen zu terrorisieren. #aerger

"Das sind ales Sachen, die Sonst keine 6jährige aus meinem Bekanntenkreis macht."

Sagen wir mal so, Du weisst nichts davon. ;-)

Unsere Tochter war und ist außer Haus immer ein ganz liebes, vernünftiges Mädchen. Wenn Du mitbekommen hättest, was Madame zu Hause abgezogen hat, wären Dir sämtliche Gesichtszüge entgleist. #schwitz
Da kam Sprüche a la "Ihr habt mir gar nichts zu sagen!". Da wurden die Türen geknallt, dass man dachte, sie fallen gleich aus dem Rahmen und gebrüllt, dass die Wände wackelten. Einmal hat sie uns sogar vor's Schienbein getreten.

Unser Sohn (9) war dagegen auch im Kindergarten bockig, wenn ihm etwas nicht passte. Er hat mal den ganzen Waldtag gesprengt, weil er sich geweigert hat, mitzukommen.
In der Grundschule kam es drauf an, welche Lehrer er hatte. Es gab Lehrer, die ihn zu nehmen wussten. Seine erste Klassenlehrerin konnte das leider gar nicht. Da hatten wir auch einiges an Theater. Mit der zweiten lief es gut, und bisher am Gymnasium auch.

Was machst Du denn, wenn Deine Tochter sich weigert, sich anzuziehen?

Unser Sohn war mal im Schlafanzug im Kindergarten und zweimal ohne Schuhe vor der Tür. Das fand er gar nicht witzig und seitdem lief das.

Bei solchen Kindern hilft nur absolute Konsequenz, keine Ausnahmen machen und keine Schwäche zeigen. Theatralische Bockanfälle würde ich mir nicht angucken und nicht diskutieren, sondern schonmal rausgehen oder mich anderweitig beschäftigen und ab und zu mal freundlich nachfragen, ob sie bald fertig ist.
Ich glaube, ich könnte mir im Kindergarten nicht verkneifen, zu sagen, dass die 3-jährigen offenbar vernünftiger sind als sie. Ob sie lieber mit dem Kindergarten nochmal von vorne anfangen will? Schulkinder wälzen sich ja nicht mehr auf dem Boden. ;-)

"Sie schnauzt dann in einem durch ihren Bruder an und ist gemein zu ihm. "

So eine Phase hat unsere Tochter gerade auch mal wieder. *seufz*

Aber weißt Du, was ein Vorteil von solchen Kindern ist?

Die lassen sich nicht unterbuttern, und die machen auch nicht jeden Mist mit, den andere Kinder machen, weil sie Angst haben, ausgeschlossen zu werden.

Ich habe mal versucht, unserer Tochter zu erklären, was Gruppendruck ist. Sie hat es nicht verstanden...

LG

Heike

Liebe Heike,
danke, es tut gut zu hören, dass auch andere ihre Problemchen haben.



"Was machst Du denn, wenn Deine Tochter sich weigert, sich anzuziehen?"

gute Frage. Schlafanzug im Kiga war hier auch schon, das fand Madame dann total witzig. Also wenig lehrreich.
Ansonsten würde ich sagen, wir haben alles, alles, alles durch und keine Idee mehr.
Im Sommer haben wir sie abends nach dem waschen frisch angezogen für den Folgetag. Dann hatten wir morgens kein Drama ;-)



"Bei solchen Kindern hilft nur absolute Konsequenz, keine Ausnahmen machen und keine Schwäche zeigen. Theatralische Bockanfälle würde ich mir nicht angucken und nicht diskutieren, sondern schonmal rausgehen oder mich anderweitig beschäftigen und ab und zu mal freundlich nachfragen, ob sie bald fertig ist.
Ich glaube, ich könnte mir im Kindergarten nicht verkneifen, zu sagen, dass die 3-jährigen offenbar vernünftiger sind als sie."



Ja, das sehe ich genauso, das mache ich auch eigentlich so.
Heute habe ich sie drei mal in ihr Zimmer geschleppt und ihr verboten, wieder zu kommen, ehe sie sich beruhigt hat.


"Die lassen sich nicht unterbuttern, und die machen auch nicht jeden Mist mit, den andere Kinder machen, weil sie Angst haben, ausgeschlossen zu werden."


Da hast Du recht. Einen eigenen Kopf haben, ist ja auch per se nix schlechtes.
Aber in DEM ausmaß ertrag ich es nicht länger :-[

Hallo

Mein mittlerer ist auch so ein lieber kerl mit 2 Seiten.
Ich war im sommer echt schon so gereizt.... sobald er auch nur anfing ein bisschen zu motzen war ich auf 180 und musste tiiief atmen. Er muss ja dinge wie schuhe anziehn echt nicht richtig allein können, aber einfach die BEREITSCHAFT, sich am anziehen ect zu beteiligen, wäre nett gewesen. Die einzige beteiligung von ihm war dieses schrille
!!!!!!NEEEEIIIIIN!!!!!!!
Ich hab meine eltern gefragt, ob sie ihn mal ne woche nehmen.
Er hat oma&opa prime time und mal ne andere Umgebung. Mal urlaub vom Leben;-)
Ich konnte so auch durchatmen und bissel zur ruhe kommen. Mal nicht den ganzen tag zu meckern oder genervt sein tat echt gut.

Und siehe da, der Herr kann schuhe anziehen, reißverschlüsse öffnen und und und. Alles ohne ein mega diva gezicke.
Uns hat das sehr gut getan um einfach diese ewig gleiche spirale zu unterbrechen. Irgendwann ist man ja einfach nur noch verbohrt und schlecht gelaunt.
Vielleicht auch ne option für euch und es gibt ne Möglichkeit für ne Auszeit.

oh wie schön!!! Das klingt toll - eine Auszeit!!!

Nein, hier leider nicht möglich, zumindest nicht über Nacht.
Aber toll, dass es bei Euch geklappt hat.



Ja genau, das ist das schlimme.
Dass man seöbst irgendwann so gereizt ist, dass man gemein dem Kind gegenüber wird.

Ich bin inzwischen auch voreingenommen.
Selbst an guten Tagen sage ich dann mal Sachen wie "Bitte Schuhe anziehen, falls Du das heute alleine hinbekommst". oder "So, bitte anziehen und bitte ohne Theater, sonst geraten wir gleich ganz böse aneinander". Vollkommen blöd, aber wir Mamas sind ja auch nur Menschen.

Hallo!
Im Gegensatz zu anderen hier finde ich das Verhalten deiner Tochter nicht normal. Klar, einen schlechten Tag haben wie alle mal aber auf den Boden werfen und schreien? Das finde ich mich 6 Jahren schon ungewöhnlich. Hast du schon mit ihr über diese Situationen gesprochen, wenn sie gerade "klar im Kopf" ist?
Ist ihr das Verhalten denn unangenehm im Nachhinein (also z.b. die Situation mit dem Schuheanziehen das die Dreijährigen problemlos bewältigen und sie nicht)? Falls ja, würde ich da ansetzen. Ihr deutlich machen, dass sie nun Vorschulkind ist und ihr Verhalten sich von Kleinkindern unterscheiden muss. Ihr die neue, besondere Rolle zu ihrer bisherigen Zeit im Kindergarten aufzeigen. Kinder wollen gerne groß sein und sich wichtig fühlen, gerade im Vergleich zu anderen. Wie reagieren denn ihre Freunde in solchen Situationen auf sie?
Gibt es ein anderes Vorschulkind, mit dem sie die "Hausaufgabe" gemeinsam erledigen kann? Das macht ja auch mehr Spaß als alleine und sie könnten das Ergebnis gemeinsam im Kindergarten präsentieren.

Danke...
ich finde es auch sehr unnormal.


Wenn man in guten Momenten mit ihr drüber redet, kommt meistens ein peinlich berührtes "Mama, ich will da nicht drüber reden".
Manchmal sagt sie was dazu, allerdings sagt sie dann, dass sie nicht weiss, wie sie das ändern kann. #schmoll


Sie tut mir dann auch leid. Sie wirkt dann, als könne sie einfach nicht raus aus ihrer Haut und will das alles so gar nicht.

Das kenne ich, von mir, von anderen.

- Sind Augen in Ordnung?
nicht nur Sehtest beim Kindarzt, sondern richtig beim Augenarzt?

Bei einigen Kinder im Umkreis wurde Verhalten von extrem schwankend, zu menschlich gefühlszeigend - aber mit handelbarer Ausprägung.

Mein Kind wurde ab Brille viel ausgeglichener. Eigentlich sieht sie super. Ohne Augenarzte wäre es auch nie aufgefallen. Aber es strengt sie ohne Brille sehr an. Mit Brille braucht sie weniger Energie aufwenden, das macht sie ingesamt ausgeglichener. Gefühle zeigt sie weiterhin sehr deutlich, kann sich dabei aber selbst besser regulieren. Ohne Brille braucht sie dafür schon viel Energieaufwand, der fehlt ihr dann im Punkt Selbstbeherrschung.

- Sind Ohren in Ordnung?

Bei mir ist es so, dass ich sehr gut höre, aber Gehörtes nicht gut umsetzen kann. Das ergibt in meinem Gehirn kaum ein Bild/kaum einen Zusammenhang.

Wenn ich mehrere Tage hatte, bei denen ich viel hören sollte, viel zu verarbeiten habe und dann eine andere Grundstimmung habe. Als Erwachsene habe ich gelernt damit umzugehen.

Aber auch, dass beides gleichzeitig schwierig ist: Selbstbeherrschung UND Tage, an denen mir der Kopf brummt #zitter


- ist sie sonst gesund?
Schilddrüse, Eisen, Vorstufe Diabetis usw.?


Wenn organisch alles in Ordnung ist, würde ich mal mit einer Erziehungsberatung sprechen, aus zwei Gründen

1. Hilfe für EUCH als Eltern. Manchmal hilft es einfach Dampf abzulassen. Keine Erwartungen erfüllen. Sprechen über eigene Ängste (für die Zukunft), Sorgen, Nerven die blank liegen

2. Tipps von außen. Manchmal sind es Kleinigkeiten, die großes bewirken. Festgeschliffene Muster, die man selbst gar nicht mehr bemerkt (weil der Rest auf einem lastet, weil man dieses eine Detail für nicht so wichtig nimmt)

Weil es manchmal helfen kann, einmal alles ganz anders zu machen, um herauszufinden, was man wirklich braucht.


Als Kind bin ich einfach mal rückwärts gelaufen, weil ich vorwärts dauernd über meine Füße gestolpert bin. Blöder Vergleich, in der Erziehung hat es mir auch schon geholfen. Einmal ganz anders zu reagieren, als wir beides es gewöhnt sind.

Mein Kind staunte, ich staunte auch, dann lachten wird.

Hin und wieder tausche ich mich mit Freunden aus. Mit jenen, die diese Probleme NICHT haben, wie wir. Gerade weil sie keine Ahnung davon haben, werfen sie einfach Ideen in den Raum. Manche klappen, manche nicht. Umgekehrt fragen sie mich zu Problemen mit ihren Kindern, die ich gar nicht kenne. Dann überlege ich mir die absurdesten Ideen. Viele sind Unfug, ein paar haben schon geholfen. Als tatsächliche Wirkung.
Der Hauptzweck dessen ist aber auch, dass wir darüber reden können, Dampf abbauen und durch die absurdesten Ideen auch die Spannung rausnehmen. Statt "es muss endlich besser...." wird es zu einem "puh, es könnte auch schlimmer sein/damit würde ich es wohl noch mehr verschlimmern, gut dass ich das nicht ausprobiere #schein".

Umgesetzt wird nur das, was helfen könnte....

Statt nach der EINEN Nadel im Heuhaufen
suchen wir nach den 1000 Wegen, wie es nicht laufen könnte ... irgendwann haben wir dann statt eines Heuhalms dann doch die Nadel in der Hand und merken es erst mal nicht.


Nicht jeder kann mit dem Ansatz, uns tut es hin und wieder ganz gut.



- Was sagt der Kinderarzt bisher?

Einerseits finde ich es wichtig, dass Kinder so sein dürfen, wie sie sind
andererseits finde ich es wichtig, ihnen die Unterstützung mitzugeben, die sie brauchen, wenn es auf bisherigen Wegen eben doch noch nicht geht / so abtriftet, dass es doch sehr anders ist.

Dann ist die Frage, ob es Hilfsmittel gibt, die es erleichtern könnten.

Wow - danke für all die Ansätze !!!

Ich denke auch oft, ob medizinisch was nicht stimmt. Aber auch da komme ich nicht weiter.


Augenarzt hat alles gecheckt, ja.


schilddrüse , eisenmangel etc - wie testet man sowas bei kleinkindern?


Erziehungsberatung wäre was, was ich gerne machen würde.
Weisst Du, wer da Ansprechpartner ist? Wo findet man gute?


"in der Erziehung hat es mir auch schon geholfen. Einmal ganz anders zu reagieren, als wir beides es gewöhnt sind.
Mein Kind staunte, ich staunte auch, dann lachten wird."


Das ist ein schöner Tipp. Den werde ich mit ins Wochenende nehmen #pro:-D

Hier ähnlich.
Ich sage immer, wir sind ein sehr kulturverbundener Haushalt - morgens Zirkus, abends Theater und zwischendurch noch einige Tänze.

Ich habe die anderen Antworten jetzt nicht gelesen, möchte aber auch meinen Senf dazu geben 🙈.
Ziemlich genauso ist mein mittlerer Sohn (jetzt 6,5 Jahre alt). An sich ein sehr braves Kind. Und dann bekommt er plötzlich Wutanfälle, er zieht sich nicht gerne selber an.
Er ist seit ein paar Tagen in der Schule. Dort läuft es super, er liebt es. Aber sowas liebte er immer. Fast täglich hat er Vorschul Übungen gemacht. Es war Zeit für die Schule.

Wir haben vor einigen Tagen die Diagnose Autismus bekommen. Wir haben nur getestet, weil ich mit den Wutausbrüchen nicht klar komme und hauptsächlich, weil es die Große auch hat (bei ihr extrem schüchtern, verträumt).
Er wird für einige Stunden eine Schulbegleitung bekommen (hauptsächlich wegen Wutanfälle, Schüchternheit etc.). Und wir werden eine Therapie machen. Meine Tochter macht seit kurzem eine. Auch die Eltern lernen damit umzugehen.

Jetzt schweife ich ab.

Darf ich fragen, wie es genau zu dem Verdacht kam und wie das getestet wird?

Hi,

liest sich wie eine geringe Frustrationsschwelle.

Das kann man üben -google einfach mal. Wie sie darauf reagiert ist aber auch Charakter. Ein Bock bleibt ein Bock. Charakter hat aber auch was mit wissen zu tun und Erkenntnis und Verständnis.

Hier kann man mit „erwachsenen Argumenten“ nicht viel ausrichten.

Schuhe nicht anziehen und als Ausgleich Spülmaschine ausräumen bring aber ich als Erwachsener nicht in Zusammenhang. Hast du das so kommuniziert? Ich nehm Dir jetzt die Schuhe ab und du mir die Spülmaschine?

Viel ist eine Alterssache und man hört dass vor der Einschulung viele nochmal „zurückfallen“.

Es kann sein dass sie in der Schule schlagartig anders ist (oder wenigstens außer Haus - was ja eh schon eine Erleichterung wäre) aber sie kann auch einfach so sein. Ein Böckchen dass mit Verweigerung reagiert.

Bei uns hat da nur Logik und sofortiges reagieren geholfen.

Mein Kind hat mir mit 4 Jahren erklärt dass wenn ich die Idee habe, er müsse um 19 Uhr ins Bett dann seid dass ja meine Idee, mein Kopf und hat mit ihm nichts zu tun.

Durchatmen, konsequent sein, logisch und verlässlich in den Aussagen bleiben, keine Märchen erzählen, Ruhezeiten daheim einführen und im Zuge dessen immer wieder betonen dass es auch Zeiten zum funktionieren gibt.

Viel Kraft!