Aussichtslos

Schon zu Beginn, beim Schreiben dieser Zeilen, muss ich seufzen, weil ich meine Situation als so aussichtslos empfinde.
Ich weiß auch nicht, was ich mir hier erhoffe, ich muss mir das einfach mal von der Seele schreiben, denke ich...
überall um mich rum sehe ich Paare, die absolut glücklich sind, bei denen der Mann alles für seine Familie tut, auf das Kind ohne zu murren aufpasst usw.
ich will nicht sagen, dass mein Mann nichts für uns tut, überhaupt nicht. Und ich sehe das auch realistisch, zum größten Teil ist das ja der Schein, den man nach außen hin von den befreundeten Paaren sieht, darum soll es hier auch gar nicht gehen. Mein Partner fühlt sich schon gestresst, wenn ich ihn 1h mit dem Kind alleine lasse. Dann werde ich schon angerufen, wo ich bleibe. Nicht nett im Ton, oh nein. Nur wenn unser Kind etwas anstrengender ist, was manchmal normal ist, es ist ein Kleinkind! Kinder sind laut, wild und manchmal auch etwas anstrengend. Er liebt sein Kind sehr, man merkt es, man sieht es und trotzdem schafft er es nicht, mal 3h auf sein Kind aufzupassen ohne zu murren oder es ins Bett zu bringen. Von nachts aufstehen wollen wir mal gar nicht reden.
Weiter ist er so festgefahren teilweise. Er hätte tolle Aufstiegschancen in seinem Job, tut aber nichts, absolut gar nichts dafür. Dafür müsste er lernen, richtig was tun. Aber er findet ständig ausreden, warum das jetzt nicht geht usw. Versteht mich nicht falsch, ich möchte nicht von meinem Mann ausgehalten werden, aber wir hätten gerne noch ein Kind, damit unser Kind kein Einzelkind bleibt, aber das funktioniert so nicht, weil unser Geld so überhaupt nicht ausreichen würde. Wir haben einen gewissen Lebensstandard, den wir gerne so weiter halten würden. Ich müsste dann nach 8 Wochen sofort wieder arbeiten gehen und das mache ich nicht, dann bekomme ich lieber kein Kind, als das Würmchen so klein abzugeben. Eigentlich bin ich glücklich, oder? Ach man, es erscheint mir so aussichtslos.

Also mein Mann „passt nicht auf unsere Kinder auf“, sondern ist ein fester Bestandteil der Kinderbetreuung und Erziehung. ER wollte die Kinder nämlich auch. Wie ist das bei deinem Mann? Wieso bist du hauptverantwortlich und er springt nur ein?

Unter den Umständen würde ich ganz ehrlich derzeit von einem 2. Kind abraten. Das schafft man nur als Team, erst recht wenn das 1. Kind noch klein ist. Da muss auch mal der Papa morgens mit dem Großkind aufstehen wenn Mama die Nacht durchgestillt hat usw. Das ist echt nicht ohne.

Ich würde mal der Sache auf dem Grund gehen, warum dein Mann sich nicht verantwortlich fühlt. Und dann weiter schauen.

Ich stimme dir zu, dass der Papa auch mitbetreuen muss und nicht nur hin und wieder mal. Aber man schafft es auch mit zwei kleinen Kindern, ohne, dass der Partner morgens mit aufstehen muss oder ähnliches. Das ist nämlich auch nicht immer möglich.
Bei uns hatte beim zweiten Kind der Papa nur zwei Wochen Urlaub und ist dann auf Wechselschicht Arbeiten gegangen. Er wollte mich morgens unterstützen mit den Kindern und die Große, gerade 2 Jahre alt geworden, für die Kita fertig machen und dorthin bringen. Das war aber nur bedingt je nach Schicht überhaupt möglich, ebenso das Abends beim ins Bett gehen helfen.
Es hat sich eingespielt und ja, ich schaffe das durchaus auch alleine, trotz Stillkind, das alle zwei Stunden wach wird.
Aus der Freizeit vom Papa haben wir sehr häufig Familienzeit gemacht. Mittags habe ich mit den beiden Kindern dann geruht und Kraft getankt. Der Haushalt ist zum Teil etwas liegen geblieben und wurde dann teilweise vom Papa oder auch oft zusammen erledigt.

Letztens hat unser Sohn nachts 4,5 Stunden lang im 15 Minuten-Takt gekotzt. Meine Tochter ist gerade im Schub und hängt nur an der Brust, besonders nachts. Nein, das hätte ich nicht alleine geschafft. Und wenn der Mann der TE nicht mal für ne Stunde betreuen kann ohne nach Hilfe zu rufen, sehe ich da echt schwarz. Es kommen Situationen, die sehr schwierig sein können. Mir wäre das mit zwei Kindern zu heikel. Meine Meinung.

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Wenn mein Mann mich nach 1h oder 3h mit SEINEM Kind anruft um rumnöllen würde, würde ich sagen, dass er das schon schafft - fertig. Das muss man lernen.

Wenn man nie gelernt und gesehen hat, wie und dass man sein Kind beruhigen kann, dann ist es natürlich der bequemste Ausweg nach jemanden zu rufen, der keine andere Wahl hatte und es auf die harte Tour lernen musste. Ich würde hart bleiben, denn wenn du ihn ständig das Kind abnimmst, wenn es anstrengend ist, dann lernt er nie damit umzugehen und die Erziehung wird dauerhaft an die hängen bleiben.

An Kind Nr.2 würde ich in der Situation nicht im Traum denken. Wie sollst du dich um ein vielleicht anstrengendes Baby kümmern, wenn der Papa Kind 1 nicht mal ein paar Stunden betreuen oder ins Bett bringen kann?

Ja, auch das sind meine Bedenken für/wegen einem zweiten Kind. Ich kann auch nicht beide Kinder ins Bett bringen. Natürlich geht das mal bzw sollte es gehen, aber es ist wirklich so, dass ich mich teilweise komplett eingeschränkt fühle. Ich kann nicht mit Freunden abends etwas unternehmen und ich spreche nicht von ständig. Vielleicht 1x alle 8-12 Wochen. Und auch hier spreche ich nicht von Party bis spät in die Nacht, aus dem Alter bin ich raus, ich spreche von mit Freundinnen etwas essen gehen. Das geht nicht, weil er das Kind nicht ins Bett bringen kann bzw. er kann es schon, aber wenn das Kind bei ihm dann nicht schlafen will und ich nicht da bin, geht das ja nicht. So seine Worte. Ich hätte mich schließlich für ein Kind entschieden... Alles reden bringt nichts. Ich habe es schon 100 mal angesprochen, es auf die nette Tour probiert, auf die harte Tour. Nichts hat Besserung gebracht. Findet ihr das normal? Nachts betreue ausschließlich ich unser Kind. Schon immer! Ich empfinde meine Situation als komplett aussichtslos. Verlange ich denn wirklich unmögliches?

Du stehst in punkto Jammern wegen Luxusproblemen deinem Mann aber in nichts nach.

Wie machen es denn Alleinerziehende?! Vielleicht solltest du es mal weniger über die Jammertour versuchen, sondern einfach ganz selbstverständlich handeln. Kind da lassen, ausgehen, Handy aus, fertig. Der Mann ist erwachsen!

Da würde mir das Kind leid tun, bei dem "Erwachsenen" an seiner Seite.

Solange Dein Mann nicht locker in der Lage ist, mehrere Stunden auf SEIN Kind aufzupassen, lass das lieber mit dem zweiten Kind. Angenommen, Du musst viel liegen oder stationär ins KrHs, dann stirbst Du ja 1000 Tode vor Sorge.....Bring ihn in die Situation, dass er es lernt. Der kann das, da fress ich einen Besen, der will bloß nicht und es ist ja sooo bequem, dann telefonisch nach Mama zu jaulen, gehts noch? Entweder ginge ich garnicht ans Telefon (hachja der blöde Akku;-) ) oder ich würde ins Telefon flöten "du schaffst das schon mein Schatz".
Der würde bei mir auch nachts aufstehen müssen, und wenn ich Übelkeit oder Bauchschmerzen vorschiebe, nur so als Training. Was ist, wenn Du wirklich krank wärest? Dann lieber erstmal in Trockenübung üben.
Wenn er null Ehrgeiz im Job hat, wirst Du nicht viel machen können, ist ihm das nicht peinlich? Seine Ausreden könnte er dem Spiegel erzählen, mir nicht. Aber da weiß ich leider auch keinen Rat, außer ihn an der Ehre zu packen. Nicht jeder hat ja überhaupt die Möglichkeit. Er hätte sie und macht es nicht....er gibt ein ziemlich peinliches Bild ab.
LG Moni

Das habe ich schon getan. Habe ihm das Kind hingesetzt und gesagt, dass er das schon schafft und bin gefangen. Er hat es geschafft, aber die Stimmung danach war sehr schlecht. Effektiv etwas gebracht hat es auf lange Sicht nicht, das ist ja das zermürbende. Er sieht das nicht. Ich lag mit der Grippe im Bett, selbst da hat er nur unter Murren eine Nacht aufgepasst und am nächsten morgen war er so fertig, dass er sich krank gemeldet hat. Ich weiß einfach nicht mehr weiter.

Grundgütiger, was für eine Pussy - entschuldige bitte, das fiel mir gerade so ein. Der wäre wirklich kein Mann für mich. Hallo, wenn ich krank bin, kann ich ERWARTEN, dass mein Partner den Haushalt und die Kinder übernimmt. Muss wirklich nicht zu 100% perfekt sein, aber sich nach einer Nacht krank melden, ist ja sowas von memmig.
Das kenne ich von meinem Mann wirklich anders -und er war wirklich nicht perfekt, aber er half eben nach Kräften und kochte dann auch was für mich und die Kinder, wenn ich ausfiel. Im Haushalt war er pingeliger als ich.
Bei Deinem weiß man ja nicht mal, ob man einen Wutanfall kriegen oder sich totlachen soll - aber ich denke mal,das Lachen bleibt Dir bei dem schon im Halse stecken.
Ein zweites Kind kannst Du Dir mit dem "Mann" aus dem Kopf schlagen. Null Ehrgeiz, null Familienfürsorge......Wurde dem von Mutti alles hinterhergetragen oder warum ist der so geworden? Komisch.
LG

Hallo, ihr habt bereits ein Kleinkind und dein Mann schafft nicht einmal eine eine popelige Stunde aufs Kind aufzupassen? Na Prost Mahlzeit.

Ich bin krank und deshalb falle ich regelmäßig aus. Mit so einem Mann wie deinem hätte ich ja noch weniger Kraft für mich. Das geht gar nicht.

Geh mit einer Freundin ins Kino, da muss das Handy ausgemacht werden. Oder wenn du siehst, daß er anruft gib das Handy weiter an eine Freundin.

Ach und Bitte kein zweites Kind bis dein verkapptes Kind, Erwachsenen geworden ist. Sonst bleibst du zusammen mit den Kindern auf der Strecke.

Gruß Sol

Ich kann dich zwar zu 100% verstehen.... glaube aber dem Tenor in deinem Thread nur bedingt.
Oder anders gesagt: ich glaube es läuft in verdammt vielen Familien so, wie du es beschreibst.

Das hilft dir jetzt zwar auch nicht weiter.... aber ich wollte das mal gesagt haben.

Ganz ehrlich? Doch, das hilft mir weiter! Wenn mein Mann nicht der unperfekte unter 1000 perfekten ist, ist das irgendwie beruhigend. Hört sich verrückt an, ich weiß. Aber geteiltestes Leid, ist ja bekanntlich halbes Leid.

Natürlich gibt es weit und breit einen haufen A....er die die gesamte Erziehungsarbeit auf die Frauen abladen; da gibt es auch interessante Umfragen und Studien.

Mann macht es, weil Mann es kann. Wenn es genug naive Frauen gibt, die sich so behandeln lassen, werden die Männer das auch ausnutzen. Es ist ja auch super bequem, wenn alle negativen Seiten der eigenen Reproduktion jemand anders alleine tragen muss.

Ich persönlich verstehe nicht, warum man sich mit solchen Männern überhaupt reproduziert - manche Frauen haben mit solchen Exemplaren tatsächlich mehrere(!) Kinder. Woran liegt das? Zu wenig Selbstachtung? Warum lassen so viele Frauen das mit sich machen?

Ich wäre ja schon nach einem Kind weg. So jemand ist keinen Partner, sondern ein erwachsenes motzendes Kind, dass keine Verantwortung übernehmen will. Dass viele Frauen sich scheiß behandeln lassen ist mMn eher traurig als hilfreich.

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Ich rate dir: Klage auch mal öfter über das Kind. Schimpfe wie anstrengend und stressig es ist.
Äußere laut deinen Unmut über die Babypflege/Kindererziehung ect. vor deinem Mann.

Die Zeit in der ich total mit den Nerven am Ende war und die Kinder ständig angebrüllt habe, war mein Mann der beste, rücksichtsvollste und verständnisvollste Papa den man sich wünschen kann. Er fand immer alles nicht so schlimm und es sind ja noch Kinder usw...
Nachdem ich dann stationär in Therapie war und wieder ausgeglichen und empathisch auf die Kinder eingehen konnte, änderte sich seine Rolle. Jetzt ist er öfter genervt und gestresst und unzufrieden mit den Kindern. Das hätte er früher nie gebracht. Und dass er sich so verändert, nur weil es mir wieder besser geht hätte ich auch nicht erwartet.

Aber so verschiebt es sich eben immer:
Je verständnisvoller ein Elternteil ist, desto unnachgiebiger wird der andere Teil.
Je einfacher du den Alltag mit Kind findest bzw. ihm darstellst, desto stressiger und schwieriger wird er es empfinden.
Also schlüpf du mal in ne andere Rolle. In die, die er sonst immer hat. Dann kann er evtl auch mal ne andere Position einnehmen.
Oder beim Thema Karriere: Z.B. Lob ihn mal, wie schön es ist, dass er nicht so karrieregeil ist, sondern bescheiden ist und zufrieden mit dem sein kann, was er hat;-)

"wir hätten gern noch ein Kind" wenn er sich schon um das vorhandene kaum kümmert?

Guten Morgen.

Ich denke auch, dass es weit mehr Eltern so ergeht, wie euch. Hier ist stets zu lesen, dass alles gleichberechtigt, auf Augenhöhe ist und das auch x Kinder problemlos groß werden, sich der Alltag schnell einfindet. Die Eltern kaum gestresst sind.

Die Realität empfinde ich ganz anders. Dadurch, dass beide Kinder im Kindergarten bzw jetzt Kiga und Schule sind, erlebe ich natürlich viele Eltern, und nicht wenige kenne ich auch privat. Da denke ich an genau 2 Mütter, die trotz 2 Kindern, bzw die eine Mutter nun auch 3 Kindern nahezu ohne familiäre Unterstützung alles entspannt, stets ruhig und liebevoll wuppen, obwohl die Kinder sehr lebendig sind und/oder die Randumstände zB durch arbeitsintensive Haustiere auch noch schwerer sind. Ich beneide diese beiden, in meinen Augen herausragend entspannten und starken Mütter sehr.

ALLE anderen sind, wie ich, auf einem hohen Stresslevel oder haben massive Unterstützung durch Großeltern etc.

Im Urlaub das gleiche Bild. Fahr doch mal spaßeshalber in ein Familienhotel vor den Sommerferien. Dort findest du dann fast nur Familien mit kleinen Kindern. Die allermeißten, die mehr als ein Kind haben, sind sichtlich gestresst oder haben noch Großeltern zur Unterstützung dabei. Entspannt sind meist nur die Eltern mit einem Kind. Aber selbst diese Einzelkinder werden vermutlich überwiegend ihre Mahlzeiten mit laufendem Tablet vor der Nase einnehmen (was war ich davon geschockt, dass auf fast jedem Tisch die Kinder Tabelt guckten). Und das habe ich genau so drei Jahre nacheinander erlebt.

Und nun möchte ich dir noch etwas anderes sagen. Du scheinst ja ein ganz normales Kind zu haben, dass auch mal anstrengend ist. Als ich ein Kind hatte, dachte ich, ich könnte bequem noch 6 Kinder bekommen, so sehr habe ich Schwangerschaft und Babyzeit geliebt. Natürlich war mein Kind auch mal anstrengend, und vereinzelt war ich auch mal verdammt müde und musste sie meinem Mann aufdrücken. Aber nie habe ich mich ernstlich eingeschränkt gefühlt. Wenn du das jetzt schon so fühlst, bekomm wirklich kein zweites Kind mit deinem Mann. Zwei Kinder sind viel, viel mehr Arbeit und Einschränkung, als ein Kind. Dein Mann wird dir zumindest phasenweise sehr viel helfen müssen, was bedeutend anstrengender wird, als jetzt. Bitte unterschätzt das nicht.

LG

Du kannst deinen Mann ja nicht ändern, wenn er nicht der Typ ist der aufsteigt ist das so.

Aber an deinem Einkommen könntest du etwas ändern wenn du ein zweites Kind möchtest.

Wegen der Problematik mit dem überforderten Mann- dem fehlt anscheinend die Übung. Er ist nicht dein Babysitter sondern der zweite Elternteil.

Du musst ihn öfter in die Pflicht nehmen. Wenn er anruft mach einfach das Handy aus oder teile ihm knapp mit das du ihm das schon zutraust. Du rufst ihn auch nicht im Job an und erklärst ihm das du überfordert bist er muss nachhause kommen.

Lass dich nicht für dumm verkaufen. Er kann, will bloß nicht. Da hat man als Elternteil aber keine Wahl.

Jedes Paar muss selbst entscheiden, wie die Lasten (Erwerbsarbeit und Kinderbetreuung) aufgeteilt werden, idealerweise BEVOR es zur Familiengründung kommt. Es gibt beliebig viele Modelle, mit diesen beiden Hauptpositionen:

1. Klassisch. Ein Partner (meist die Frau) bleibt jahrelang bei den Kindern daheim, ihre Erwerbstätigkeit ist ein kleines Zubrot für die Familie. Der andere Part (meist der Mann) muss viel arbeiten um die finanzielle Lücke zu schließen und hat Zeit oder Interesse bedingt wenig mit den Kindern zu tun. Für Frauen, die gerne Mütter sind ideal (dieses System kann wirklich sehr gut funktionieren, wenn gegenseitiger Respekt für die geleistete Arbeit vorliegt!). Leider auch oft der Notnagel, wenn Frau ihren Kinderwunsch auf Biegen und Brechen durchsetzen will und der Mann wenig Unterstützung leisten will.

2. Geteilte Lasten. Beide Partner nehmen Elternzeit, arbeiten später Teilzeit. Geeignet für Frauen, die gerne Familie hätten, denen das Herz aber nicht gerade übergeht bei vollgesch*** Windeln und trotzenden Kleinkindern bzw die sich nicht vom Beruf verabschieden wollen.

Je nachdem, was ihr ursprünglich vor hattet, ist unterschiedlich mit dem Mann zu argumentieren.

Dazwischen gibt es noch jede Menge mehr... bicht jeder kann so einfach in Teilzeit gehen.
Dann sind auch noch die wirtschaftlichen Überlegungen zu berücksichtigen.

Und es gibt auch Männer, die trotz Vollzeit viel familienarbeit übernehmen.

Wie alt ist denn dein Kind?
Finde bei einem Kleinkind sollte es eigentlich nicht so schwierig sein auf dieses aufzupassen. Einpacken und ab auf den Spielplatz.
Wenn ihr einen Gewissen Lebensstandard behalten wollt, ist es mit 2. Kind doch recht schwierig. Überlegt es euch gut.
Vor allem, ob du damit glücklich sein wirst und ihr das überhaupt meistern könnt. Kleinkind + Baby ist nicht leicht (sehe ich im Umfeld). Da müssen die Eltern ein gutes Team sein.

Übrigens finde ich, dass aber dein Mann entscheiden sollte, ob er im Beruf aufsteigen möchte oder nicht. Nicht jeder will hoch hinaus. Höhere Stelle bedeutet oft mehr Verantwortung, Stress und Arbeitszeit. Geld ist nicht alles.
Bringt deiner Familie auch wenig, wenn der Mann gestresst von der Arbeit kommt oder eben lange arbeitet.

Na ja.. Wenn er aber daheim eh nix tut, dann kann er doch such länger arbeiten gehen u d wenigstens so sei en Teil zur Familie beitragen.

Bei uns war es beim ersten Kind ähnlich.
Unsere Partnerschaft war fast zu Ende.
Aber ja, wir haben noch ein zweites Kind bekommen.
Und als mein Mann dadurch gezwungen war, mehr mit dem ersten Kind zu machen, konnte er es plötzlich. Musste er es plötzlich.

Das heißt nicht, dass ihr ein zweites Kind kriegen solltet oder das dann alles besser wird.

Aber ich möchte damit sagen, dass solche Geschichten auch gut ausgehen können :)


Und ich hab viel im Freundeskreis mitbekommen. Bei sehr, sehr vielen lief es beim ersten Kind so ab, dass die Frauen unzufrieden waren, weil der Mann nicht viel mit dem Kind oder im Haushalt macht.
Ich glaube urbia kein Stück, was so etwas angeht.

Bei allen hat der Mann sich aber irgendwann in die Vater rolle richtig eingefunden. Es hat nur durch die Bank weg länger gedauert als bei den Frauen und die Mutterrolle.

Hallo,
Ich empfinde diese Beiträge in die Richtung „mit so jemandem hätte ich kein Kind“ nicht als hilfreich.
Das Kind ist ja da, und es gibt sicher auch gute Gründe warum du mit deinem Mann zusammen bist.

Zu der zu geringen Unterstützung durch deinen Mann, kann ich dir kaum Tipps geben, außer wenn er mal was macht, lass ihn machen und kritisiere ihn nicht, auch wenn du es anders machen würdest.

Ich finde man sollte kein Kind für die Kinder kriegen. Selbst wenn du jetzt ein zweites bekommst, weißt du nicht, ob sie sich verstehen, ob sie später wenn sie groß sind zusammenhalten, oder sich nur zu Weihnachten und Geburtstagen schreiben.
Wenn die Eltern sich einig sind und noch eins wollen, ist das super, aber sonst würde ich warten.

Mein Mann war anfangs bei unserem 1. Kind auch so ein hilfloser Nörgler. Ker, war ich genervt. Nachdem er 9 Monate in Elternzeit war und ich Vollzeit gearbeitet habe, weil ich das Doppelte verdiene, fand er sich selbst "damals" lächerlich, weil er gemerkt hat, dass mehr dahinter steckt, also etwas Babysitting :-D
Dafür sind die beiden ein tolles Team geworden und heute macht er alles ganz selbstverständlich. ABER: die 9 Monate waren hart für beide Elternteile.

Das klingt wie bei meiner Schwägerin...
Sie haben lange und vieles versucht um Ihr Kind zu bekommen und dann ging das Drama los. Sie hatte eine Wochenbettdepression und er war ja sooo überfordert, dass meine Schwiegermutter anreisen musste und dann Kind und Mutter mit zu sich geholt hat. Meine Schwägerin konnte sich nie auf ihn verlassen, keine Zeit für sich einfordern, nachts nicht liegen bleiben bis sie einen Schlussstrich zog!
Sie hat ihm die Pistole auf die Brust gesetzt, entweder er übernimmt seine Vaterrolle, denn beide wollten ja Kind, oder sie geht!
Tada, es geht! Er kümmert sich!
Was passiert denn, wenn du wirklich richtig krank wirst oder eine OP hast, wie soll das laufen? Lass dich nicht so unterdrücken!

Hallo,

ich würde kein weiteres Kind mit einem Mann bekommen, der noch nicht mal eine Stunde auf das erste Kind aufpassen kann ohne rumzunörgeln und mich dann auch noch anzupampen. Das sind für mich die zwei größten Problem, die ich in deinem Text entnehmen kann: Mangelnde Beteiligung am Familienleben / Nicht-Erfüllen der Vaterrolle und mangelnder Respekt dir gegenüber.

Solange das so ist, wird dich ein weiteres Kind nur noch unglücklicher machen. Wenn dein Mann auch ein weiteres Kind möchte, musst du ihm ganz klar sagen, welche Bedingungen er dafür erfüllen muss.

Überhaupt müsst ihr unbedingt miteinander reden. Egal, ob manche Urbiamutti glaubt, dass eure Situation "normal" ist oder nicht - du bis unzufrieden. Sonst würdest du hier nicht schreiben. Ich bin nicht die einzige, die davon überzeugt ist, dass du allen Grund dazu hast. In wie weit du das ertragen kannst, wie groß dein Wille ist, deine Situation zu ändern, kannst aber nur du entscheiden.

Die Sache mit den Aufstiegschancen im Job wäre für mich absolut zweitrangig. Nicht jeder will um jeden Preis aufsteigen und wenn es "nur" lernen ist. Ich finde auch ehrlich gesagt, dass du da wenig Ansprüche stellen darfst. Es ist sein Job, nicht deiner. Wenn ihr euren Standard auch mit weiteren Kindern halten wollt, müsst ihr Wege finden. Das kannst du aber nicht selbstverständlich nur deinem Mann aufschultern - finde ich zumindest.

LG

Bei uns ist die Betreuung neben dem Kindergarten ungefähr 60:40 (mein Mann 60%). Ich glaube es tut einem Kind gut mehrere enge Bezugspersonen zu haben und sich auch verschiedene Menschen einzustellen. Vielleicht gibt es in deinem Umfeld ja noch andere Menschen, die dir helfen könnten?
Dein Mann ist vielleicht auch unglücklich. Frag ihn doch mal, ob er sich wenig zutraut, ob sein Antrieb gemindert ist oder er Ängste hat. Vielleicht hat er auch sein Päckchen zu tragen und braucht deine Unterstützung. Dann könntet ihr gestärkt als Familie aus der Situation kommen.