Kinder in der Nachbarschaft

Hallo ihr Lieben,

ich wollte mal wissen, wie es bei euch in der Nachbarschaft mit anderen Kindern ist und wie die Kinder miteinander spielen. Ich habe des öfteren von Menschen die uns besuchen gehört, dass unsere Situation etwas besonderes wäre und Kinder heutzutage nicht mehr so aufwachsen.

Wir leben im Speckgürtel einer Großstadt. Die Nachbarschaft ist im Wandel. Viele Familie mit kleinen Kindern die aus der Stadt hier in ziehen, daneben noch einige ältere Ehepaare/Senioren.

Bei gutem Wetter sind hier fast alle Kinder draußen und spielen stundenlang alleine. Bei gutem Wetter wie heute von ca 11 Uhr morgens bis zum Abendessen um 19 Uhr. Wir Eltern sprechen uns auch nicht ab oder verabreden die kindetlr. Die Kinder gehen einfach raus oder klingeln. Wenn ein Kind nicht da ist, etwas anderes zu tun hat oder keine Lust zu spielen ist das auch egal. Irgendwie haben auch alle Eltern aus der Nachbarschaft ein Auge auf die kinder. Mein Sohn ist jetzt 6 und ich weiß oft nur so ungefähr wo er gerade spielt. Die Türen sind überall offen, die Kinder kriegen überall eine Kleinigkeit zu essen oder können aufs klo. Natürlich kommt mein Sohn auch ab und zu mal nach Hause. Meist um irgendwas zu holen. Habe ich ihn länger nicht gesehen oder gehört gehe ich mal nachsehen.

Ist die Situation bei euch ähnlich? Einige Familien mit Kindern die uns besuchen sind ganz erstaunt von der Freiheit die die Kinder hier haben. Ich genieße die Situation auch total und finde es richtig schön für die Kinder. Mich entlastet es auch enorm, da mein Sohn einen tollen Tag hatte und ich nichts organisieren musste etc.

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Kinder spielen alleine mit anderen Kindern in der Nachbarschaft...

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Ist hier genau so. Wir sind ein Neubaugebiet im Großstadt-Speckgürtel (reines Wohngebiet) mit 50 Häusern und das ist hier eine große Klassenfahrt für die Eltern und ein Paradies für Kinder.

Ich finde schon, dass es etwas besonderes ist und ihr großes Glück habt.

Innenstädte sind oft anonymer und von den Gegebenheiten her nicht für freie Spieltreffen geeignet...
Auf dem Dorf gibt es oft nicht viele halbwegs gleichaltrige Kinder. (In meinem Heimatdorf ist es z.B. momentan so - während ich noch genau so aufgewachsen bin, wie du es beschreibst.)

Ihr seid halt zur richtigen Zeit am richtigen Ort und habt dazu das Glück, dass andere Familien das ebenso gut finden. Ich denke, bei vielen scheitert es an den Gegebenheiten, weniger am Willen.

Meine Kinder sind auch so aufgewachsen.
Allerdings im Neubaugebiet eines Dorfes im Speckgürtel einer mittleren Großstadt.

Als die Kinder noch U3 waren, standen die Mamas zum Ratschen mit auf der Straße mit der Kaffeetasse in der Hand.

Ja, das ist der Haken an dieser Konstellation auch hier. 😜

Das gibt es hier nicht. Hier wohnen nur alte Leute oder Menschen, deren Kinder schon aus dem Haus sind. 3 Familien mit je 2 Kindern wohnen in der ganzen Straße ca. 50 Häuser. Ab und zu sieht man die mal auf der Strasse, die sind aber noch zu klein im allein draussen zu sein, also unter 6.
2 Mädchen sind im Teenager Alter. Glaube, das sind Zwillinge. Die sieht man morgens zusammen zum Schulbus laufen. Sonst kaum.

Hallo,
hier ist es extrem nach Geschlechtern sortiert.
Die Jungs stromern herum und klingeln bei Bedarf und Lust und Laune.
Die Mädchen sitzen entweder zu Hause oder rufen zur Sicherheit vorher an.

Gruß Sol

Super toll👍😀so bin ich auch aufgewachsen.
War eine klasse Kindheit.
Ich habe das Gefühl, dass es solche Wohngebiete seltener gibt.
Leider ist das Wohngebiet,in dem ich aufgewachsen sehr herunter gekommen.
Es sind mittlerweile Sozialwohnungen und die Wohnungsgessellschaft schafft es nicht dort eine vernünftige Mischung von Leuten und Kulturen wohnen zu lassen.
Mittlerweile ist es zum Ghetto geworden 😔

Wo wir jetzt mit unserem Sohn leben, ist es leider nicht möglich so aufzuwachsen.
Wir sind noch auf der Suche.

Ich glaube ihr könnt euch ein Stück weit glücklich schätzen.

Lg Thommy04

Beinuns ist es ähnlich und ich finde es toll! Allerdings sind meine Kinder noch kleiner, 4 und 2Jahre:-). Die vierjährige ist oft mit ner Freundin in der Siedlung unterwegs (ohne mich und ja, da gabs auf Urbia schon viel Diskussion darüber), bei der kleinen beschränkt sich die Freiheit noch auf spontane Besuche bei den direkten Nachbarn und deren Gärten. Aber ich finde es auch sehr idyllisch und genieße die Vorteile sehr!!!

Das klingt doch super, wie bei uns früher! Ich würde mir sowas auch wünschen wenn meine Kleine in das Alter kommt.

Hier ist es ähnlich, wobei mein eigenes Kind noch zu jung isr, um stundenlang alleine mit anderen Kindern zu spielen. Wir haben hier in der Großstadt hintenraus (Terrasse) eine große Wiese mit Sandkasten, es wohnen hier sehr viele Kinder in allen Altersstufen. Es ist exakt wie bei dir beschrieben, mein Kind geht schon mal spontan zum nachbarsmädchen spielen, oder das Mädchen kommt zu uns, bei uns im Haus wohnt der beste Freund, die beiden kennen sich quasi von Geburt an und spielen sehr oft miteinander. Am Spielplatz in der Nähe trifft man immer jemanden, den man kennt.

Bei uns das genau so.
Wir haben teilweise 10 kinder vor der Tür.
Hier gabelt sich eine Sackgasse.
Kreide, Roller, Räder, Inliner, verstecken, fangen ... Manchmal ist das richtig laut ;-)

Ich kenne das auch nur so.

Leider vermute ich, dass das nun die letzten Kinder sein werden.
Wenn wir endlich eins haben sollten, hat es keine Kameraden mehr auf der Straße
Das kann ich mir gar nicht vorstellen...

Tür auf und raus, ist für mich normal

Bei uns ist es auch so 🙂 Wir wohnen in einer Wohnsiedlung mit 2 Spielplätzen mit großem Rasen und dort ist immer was los. Die Kinder kennen sich alle und freuen sich auf die Nachmittage draußen. Das ist der Vorteil einer Wohnsiedlung.

Ich kenne eine Familie die in einem Neubaugebiet gebaut hat und die Kinder haben zwar einen tollen Garten hinterm haus, aber hocken dort alleine. Verabreden sie sich mit Freunden, müssen die Eltern erstmal einige Kilometer zu diesem Treffen fahren.

Hallo,

nicht jeder kann sich ein Häuschen oder eine Wohnung im Speckgürtel leisten. Die Spielsituation hängt neunmal stark von der Wohnlage ab. Vllt wohnen eure Freunde nicht in so einer Gegend!

Kinder, deren Eltern sich entschieden haben in Alleinlage (Waldrand, alter Kotten, ...) zu wohnen haben diese Vorteile, wobei es auch nicht jedes Kind als schön empfindet, nicht.

Ich sehe die Gefahr, dass das Streitpotential in so gleichförmigen Wohngebieten sehr hoch ist. Ein falsches Wort und du bist rausgekegelt und dein Kind darf nicht mehr mit den anderen spielen.

Wir wohnen in einem „Altbaugebiet“ mit eher älteren Menschen, aber auch ein paar Familien mit Kindern von 0-18. 50m weiter ist ein Neubaugebiet (so neu inzwischen auch nicht mehr), wo sich Kinder aus der näheren Umgebung treffen.

Meine sind inzwischen alt genug, um sich zu verabreden oder spontan bei jemanden vorbei zu fahren.

Letztendlich hängt das. „Spielglück“ ganz stark von der Wohnlage ab. Selten ist es nicht, was ihr habt.

VG

Hallo,
ja bei uns ist es auch so. Wir leben auch am Rand einer Großstadt, in unsere Straße kommen alle Kinder aus der Siedlung. Meine waren heute auch von früh bis abends draußen, das spielt groß mit klein zusammen. Die ältesten waren heute 15 und das jüngste Kind 5. Es gibt mal Streitigkeiten, das machen sie aber untereinander aus. Die großen passen auf die kleinen mit auf. So bin ich auch aufgewachsen und ich bin sehr glücklich, dass das meine Kinder so erleben dürfen. Meine Tochter sagte mal, " wir leben in Bullerbü".
Nach der Schule muss ich keine Verabredungen vereinbaren, die Kinder klingeln, wer Zeit hat, geht raus, wer nicht, halt nicht.
Aber ich sehe auch, dass manche Kinder dieses Spielen in großen Gruppen nicht können. Wenn meine Töchter Freundinnen da haben, werden die halt auch mit integriert, aber manche wollen oder können das nicht. Die wollen dann ausschließlich mit meinen Töchtern spielen, viele Kinder sind halt anstrengend. Das finde ich immer ein bisschen schade. Viele Freundinnen meiner Töchter werden auch lange von den Eltern nachmittags bespaßt, da sie keine anderen Kinder zum Spielen haben und genau diese tun sich oft sehr schwer, sich in Gruppen zu integrieren.
LG Leah

Guten Morgen,

du schreibst, dass Freundinnen deiner Tochter in dieses Spiel integriert werden. Dabei gibt es Mädels, die das können und Mädels die das nicht /können bzw wollen.

Wohnen ihre Freundinnen auch bei euch oder haben sie sich explizite verabredet? Wenn zweiteres der Fall ist, fände ich es als Freundin blöd mit allen Kindern, die ich nicht kenne, zu spielen, da ich ja Exklusivzeit mit deiner Tochter möchte!

VG

Hallo, die Freundinnen wohnen woanders. Und ja, bei uns ist es halt so, dass alle Kinder miteinander spielen, auch Besucherkinder. Viele von denen gehören hier schon dazu. Aber manche können das eben nicht, in der großen Gruppe zu spielen. Also, wenn ich von mir ausgehe als ich Kind war, ich fand es immer schöner in einer großen Gruppe zu spielen, als nur zu zweit. Meine Töchter spielen dann auch mit ihren Freundinnen alleine, aber dann kommt oft von den Freundinnen die Aussage, "mir ist langweilig - können wir fernsehen"?. Und auf der Straße spielen 12 Kinder miteinander. Das finde ich schon immer ein bisschen schräg.
LG Leah
PS: Manche Freundinnen meiner Töchter wollten aber auch schon zu uns ziehen, weil hier soviel los ist.

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Wir wohnen im Stadtteil einer Kleinstadt, verkehrsberuhigt. Viele Häuser werden derzeit neu bezogen. In unserer Straße (80 Häuser) waren es in den letzten Jahren 7 Häuser.
Ich sehe hier hauptsächlich Kinder im Grundschulalter. Meine ist erst U3, das dauert noch bis sie allein raus darf.

Zu meiner Zeit: so wie bei euch.
1 Auto pro Stunde war viel, das vorbei fuhr.

Heute, wenn ich dort zu Besuch bin:
100 Autos pro Stunde sind üblich
Grünflächen zugebaut
Spielplätze leer, die meisten Kinder gehen in die Kita/Ganztagesbetreuung, damit es finanziell für die Familie reicht


hier bei uns:
Neubaugebiete werden OHNE Gehwege gebaut. Spielplätze gibt es zwar, sind aber a) oft leer b) werden mit dem Auto angefahren

Hortbetreuung Grundschule endet zwar nachmittags.
Damit Arbeiten gehen trotzdem funktioniert, gibt es Mamakreisel : Montag Kinder A, B, C in Familie A
Dienstag in Familie B, Mittwoch in Familie C
An den anderen beiden Tagen sind dann Termine z.B. Sport/Musik, Arzttermine, gesundheitliche Sachen. Oder Zeit sich zu verabreden, sofern sich feste Termine nicht grundsätzlich ausschließen.

Einige der Kinder möchten sich dann auch gar nicht verabreden. Sie sind ja eh schon in der Schule, an 2-3 Tagen pro Woche nach dem Hort noch, im Hort mit anderen zusammen. Sie genießen es dann auch mal einfach ihre Ruhe zu haben.


Rausgehen sit schwierig. Autos nutzen gerne mal den Gehweg als zusätzliche Spur. An Kreuzungen werden Pfosten öfter mal umgefahren (diese stehen da, damit der Gehweh nicht als Abbiegespur gilt).

An Wochenenden bin ich zu Fuß schneller. Da stehen hier mehr Autos als Häuser.

Ziel ist es zwar schon seit Jahren, die Stadt Autofreier zu bekommen. Im Zweifel haben aber die Autofahrer recht oder "man kann halt nichts machen", wenn der Gehweg (sofern vorhanden) zugeparkt ist.


Vereine im Ort sind verpönt. In unserem Verein sind viele aus umliegenden und weiter entfernten Gemeinden. Viele aus unserer Kleinstadt sind in umliegenden oder weiter entfernten Gemeinden, weil es dort besser sei.
Es bliebe mehr Zeit übrig, wenn man wöchentlich abends noch eine Stunde die Kinder wohin fährt, weil man dann weniger Vereinsmitarbeit machen müsse....


Keine Ahnung. Ich bin Exot, weil ich kein Auto habe. Rabenmutter, die ihr Kind nicht kutschiert.
Nun ja, dafür hatte meine Mutter ein Auto und war eine der sehr wenigen. Wir haben wohl einfach die Zeiten getauscht #schein

Hey! Ja, das kennen wir. Ist bei uns auch so. Heute morgen um 9 Uhr stand der Nachbarsjunge vor der Tür um meinen Sohn abzuholen. Jetzt sind alle im „Wald“ (ein paar Bäume am Spielplatz) und bauen ne Bude. Das sie dort sind, ist aber eher ne Ausnahme. Die meiste Zeit hängen sie (gefühlt) bei uns im Garten. Ok, wir haben auch den „Fehler“ gemacht, dass wir hier ziemlich viel bieten (Trampolin, spielturm, Schaukel, Kaninchen etc).
Manchmal ärgert mich das weil hier ein ständiges rein und raus ist. Wasser, Süßigkeiten und Obst werden in rauen Massen verdrückt und ich das Gefühl habe, das meine zwei nicht das gleiche bei den Nachbarseltern zurück bekommen. Deswegen reglementiere ich das inzwischen und schick sie auch mal nach Hause wenn sie Hunger haben. Dann sollen sie sich da was holen. Ich habe Zwillinge und wir sprechen hier von oft 6 -8 Kindern die hier sind. Mal eben ein halbes Brot und ne Packung Eis für den Hunger zwischendurch aller Kinder ist mir dann doch manchmal Zuviel.

Hallo,

bei uns ist das so ähnlich und -deshalb schreibe ich gerade anonym, haha - ich mag das ÜBERHAUPT NICHT!
Wir wohnen auch in einer sehr ruhigen Wohngegend, am Rand einer Großstadt. Mein ältestes Kind ist 5 und hier gibt es eine Menge Kinder, fast alle ein gutes Stück älter, aber ein paar so ähnlich alt.

Und ich finde, dass man ein fünfjähriges Kind noch nicht alleine hier um die Häuser ziehen lassen kann, zumindest meins nicht. Das machen die anderen aber und es ist auch blöd, meins dann auszuschließen, denn sie sieht die anderen Kinder ja. Gleichzeitig möchte ich auch nicht dauernd Kinder bei uns haben, ich muss dann ja aufpassen und das ist mir zu viel. Und wie meine Vorschreiberin haben wir den spannendsten Garten mit Spielturm, verschiedenen Schaukeln, Trampolin usw.
Und ich hätte auch einfach gerne mehr Ruhe und meinen Rückzugsraum, ohne, dass ständig Kinder oder deren Eltern über den Gartenzaun rufen, ob sie spielen können. Das nervt mich total.

Für die Kinder mag das toll sein, aber mir wären verabredete Playdates lieber, dann kann ich mich darauf einstellen und ansonsten hätte ich meine Ruhe.

Tut dir dein Kind da nicht leid?

Man muss ja nicht gleich mit 5 um die Häuser ziehen, aber mit den anderen im Garten spielen?
Du hast doch auch keine Ruhe, wenn du dich mit deinem Kind beschäftigen musst.

Doch, na klar finde ich das doof für sie, dass ich sie nicht so frei umherlaufen lassen kann, wie die anderen Kinder das dürfen. Aber ich finde, sie ist noch nicht zuverlässig genug, als dass sie das momentan könnte. Keine Ahnung, wie das bei anderen Fünfjährigen ist, aber mir erscheint das zu früh.

In unserem Garten lasse ich sie zusammen spielen. Empfinde das aber eben als stressig, denn ich habe noch zwei kleine Kinder (2,5jährige Zwillinge) und muss dann auf alle aufpassen. Mir ist das oft zu laut und zu wild und es nervt mich. Zu dritt spielen sie schön und ich kann meine Kinder eben gut einschätzen, weiß, wer sich wie verhält, usw. Fremde Kinder finde ich einfach anstrengend und einschränkend.

Deshalb hätte ich lieber eine Distanz zwischen befreundeten Kindern und uns. Ich mag das nicht, wenn hier bei uns so eingefallen wird und ich das praktisch zulassen muss, damit ich meine Tochter nicht ausschließe.

Genauso, aber wir wohnen in Südeuropa.

Verpflegung für Kinder gibt's aber nicht, wer was will, sprintet halt schnell Heim. Gespielt wird in den Gärten, auf den umliegenden Bauernhöfen, im Wald, auf den Feldern.

Interessant finde ich oft Besucherkinder aus Deutschland, die sich langweilen und dann lieber am Handy der jeweiligen Eltern kleben 🤷 kann ich ehrlich gesagt nicht verstehen...

Bei uns in der Stadt ist es nicht so. Im Haus wohnen weitere zwei mehr oder weniger gleichaltrige, aber alle drei gehen in unterschiedlichen Schulen mit unterschiedlichen Uhrzeiten. Es wird selten daher zusammengespielt. Ab und zu klingen sie, aber man muss ehrlicherweise sagen, oft passen die Stundenplänen einfach nicht und das Kind klingt, wenn wir gar nicht da sind zB.

Kindergartenfreunde aus dem Stadtteil werden Wochen in voraus verabredet: verschiedenen Schulen und hobbies lassen es nicht anders zu. Kinder werden gebracht und abgeholt.

Mein Kind fährt mit Ubahn zur Schule und genauso wie 99,9% der Klassenkameraden, mit Eltern. Nur Grundschulkinder mit Geschwister im Gymnasium fahren mit den Geschwistern alleine. Nach der Schule kenne ich nur ein Geschwisterpaar, die alleine zur Schule läuft. Aber die meisten müssten Ubahn fahren. Dann gibt es noch der einer oder der anderen, dessen Eltern unterschrieben haben, dass sie aus dem Schulgebäude alleine raus dürfen und auf dem öffentlichen Spielplatz auf dem Eltern warten. Ansonsten dürfen bei uns die Kinder nicht mal aus der Schule alleine.

Bei uns können Kinder alleine draußen spielen, nicht direkt vor den Häusern „auf der Strasse“, aber ein Stück weiter weg in Wiesen mit angrenzendem Spiel- und Fußballplatz. Mein Kind macht das (noch?) nicht. Sie spielt spontan mit Nachbarskindern der angrenzenden Gärten oder verabredet sich mit Freundinnen in der Nähe. Hier haben fast alle Gärten, teils mit Zugang in kleine „Spielwege“ hinter den Gärten. Oder es gibt einen kleinen Park in der Nähe, wo die Kinder dann schon allein hindürfen. Wir lassen sie noch nicht alleine zu Freundinnen laufen, in ein oder zwei Jahren aber sicher. Ich bin schon glücklich, dass das hier so geht, denn wir wohnen in einer Grossstadt und auch zentral, aber einfach in einem ruhigeren Stadtteil. Ein spontanes Rein und Raus anderer Kinder in unsere Wohnung wollte ich aber nicht haben 😊. Also ganz so frei wie bei euch ist es nicht, aber die Kinder können sich hier immer freier bewegen, je älter sie werden.
Bei uns gilt aber übrigens die Regel: Hat mein Kind Besuch, können die Nachbarskinder nur mitspielen, wenn das Besuchskind das mag. Ich möchte schließlich auch nicht einen Freund besuchen und dann jedesmal ungefragt in einer „Party“ mit fremden Leuten landen und nur nebenbei laufen. 😊

In meiner Kindheit wars auch so.

Wohnen twar in ähnlicher Umgebung, aber unter der Woche sind die meisten Kinder bis 16 Uhr in der Betreuung und/oder haben Zusatzaktivitäten.
Am Wochenende haben einige "Familienzeit". Viele lassen ihre Kinder leider auch nicht unbeaufsichtigt spielen - selbst Achtjährige dürfen teilweise nicht außer Sichtweite des Hauses...

Schon traurig. Unser sechsjähriges Kind hat dadurch nicht so viele Spielkameraden.
Wir haben einen großen Garten und da ist sie oft auch lang alleine draußen ohne dass ich genau weiß, was sie tut. Wenn möglich, laden wir Kinder zu uns ein.

Traumhaft wäre es, wenn es wie bei euch wäre. Das ist roll für Kinder.

Das hört sich ja traumhaft an! Hier ist es ähnlich, allerdings wohnen die Kinder ein paar Straßen weiter, aber alle so im Radius von 500 m. In direkter Nachbarschaft sind eher die älteren Eltern, wo die Kinder zwar noch zu Hause wohnen, aber schon mit Ausbildung/Studium/Beruf angefangen haben. Aber der Tagesablauf vom Jüngsten (9) ist so, Schule, Mittagessen, Hausaufgaben und raus ;-) Also wie zu meiner Kindheit #verliebt

Was du beschreibst klingt traumhaft, so ähnlich bin ich auch aufgewachsen und wünsche es mir auch so für meine Kinder.
In ca 2 bis 3 Jahren ziehen wir dann in ein Neubaugebiet im Speckgürtel einer Großstadt und ich hoffe, dass es dort auch so ist, zumindest sind dann alle neu da. Unsere Kinder sind dann 4 und 2. 😏

Ich bin auch so aufgewachsen und es war so schön und ich habe so tolle erinnerungen daran 😍

Ich bin froh, dass meinen Kindern auch zu ermöglichen. Der Große ist grad 6 und stromert im ganzen Wohngebiet rum. Manchmal sind sie nur zu zweit, manchmal sind es aber auch plötzlich 10 Kinder in sämtlichen Altersklassen Junge oder Mädchen die zusammen spielen.
Unsere kleine ist grad 4 und darf wenn sie der große Bruder mitnimmt gerne mit. Ihre Freundinnen fangen auch gerade an mal ein kurzen Weg alleine zu gehen.
Und nicht falsch verstehen, der große muss nicht auf die kleine Aufpassen, ich will lediglich nicht, dass sie alleine ist.

Manchmal weiß ich nicht genau wo er ist, aber so viele möglichkeiten gibt es nicht. Meistens gehen sie von Garten zu Garten, zu ihrem „Geheimversteck“ oder auf den Spielplatz.
Wenn sie wo anders hin wollen sagen sie kurz bescheid.
Wenn ich sie suche, finde ich sie innerhalb weniger Minuten.

Ich finde es eine wichtige und auch so schöne Erfahrung für sie Kinder. 😍