Nervensägen

    • (1) 27.09.19 - 08:48
      Nervensystem

      Hallo!

      Sagt ihr euren Kindern auch mal, daß sie euch wahnsinnig auf die Nerven gehen? Oder einfach nur anstrengend sind?

      Oder darf man das heutzutage auch nicht mehr und muss immer mit einem milden Lächeln rumlaufen?

      ICH sage zu meinen Kindern (12 und 5) schon, daß sie mich bald in den Wahnsinn treiben.
      Es wird gestritten, gejammert, geheult.
      Alles muss diskutiert werden. Es wird quer durchs Haus gebrüllt, manche Dinge muss man gefühlt 100 mal sagen...
      Da reicht es mir als Mama dann echt mal.
      Ich schreie nicht rum, habe aber durchaus einen scharfen Ton.

      Ich kenne aber auch Mamas, die oft wirken, als hätten sie Nerven aus Stahl (oder irgendwelche geheimen Substanzen), die sie das ertragen lassen. Zumindest in der Öffentlichkeit.

      Wie ist es bei euch?

      • <<<Ich kenne aber auch Mamas, die oft wirken, als hätten sie Nerven aus Stahl>>>

        Mein Geduldsfaden ist auch seeeeehr lang. Aber wenn das Ende mal erreicht ist, dann nehmen es die Kinder auch wahr. Mein Mann sagt, du wirst viel zu wenig laut. Aber wenn ich mal laut werde, dann hat es Wirkung. #schein

        Ich bin ein Mensch und habe Gefühle, Launen, mal bessere und mal weniger gute Nerven. Für mich ist es menschlich, auch mal genervt zu sein und das dann im Fall der Fälle eben auch zu sagen. Alles andere ist für mich aufgesetzt und nicht authentisch. VG

        (4) 27.09.19 - 09:06

        Wer sagt denn, dass man das heute nicht mehr darf? Sind das die gleichen Leute, die das Ende der Meinungsfreiheit in Deutschland beklagen?

        Die reden wirschen Kram, solltest du nicht drauf hören.

        Ich versuche hier Ansagen zu machen, bevor ich ausrasten (was mit auch gelegentlich passiert, finde ich aber nicht gut), so gibt es hier Zeitansagen a la “Ich bin 5 vor Ausrasten“ oder ich wünsche mir laut, dass ich beim Klapperstorch damals ruhig das Feature “Mund mit Reißverschluss“ hätte nehmen sollen.
        Der Sohn versteht sehr gut, was ich damit meine und versucht dann tatsächlich häufig eine Zeitlang Rücksicht zu nehmen.

        Wenn mir die Sicherungen durchbrennen, macht das die Lage hier niemals besser, weil ich dann häufig über das Ziel hinausschieße und das Kind dann zu Recht beleidigt/traurig/wütend ist.

        Mir ist trotzdem sehr wichtig, dass das Kind lernt, dass Mutterns Nerven keine Drahtseile sind und ich Grenzen habe, über die man besser nicht wegtrampelt. So geschehen gestern, als das Kind am Tisch mehrfach rülpste und auf moderate Ansagen nicht reagierte, sondern die ulkig fand. Da stand die Uhr dann auf Ausrasten, Kind hat jetzt am Wochenende kein Tablet mehr und mir ist so was von egal, ob das eine logische Konsequenz seines Verhaltens ist und damit jene pädagogisch wertvolle Rückmeldung.

        Wer Wind sät, muss damit rechnen, Sturm zu ernten.

      Passiert mir auch! Ich bin der Meinung, dass es deutlich besser für alle ist, Frust auch mal rauszulassen, als angespannt zu sein und so zu tun als wäre alles okay. Das bringt mehr Spannung in die Beziehungen, und das Kind lernt nicht, dass die Eltern auch mal einen schlechten Tag haben können - und dürfen. Eben wie sie auch.
      Einen wütenden Papa auch zu sehen, und nicht nur zu spüren, hilft bei der emotionalen Entwicklung, hab ich mal irgendwo gelesen. Von daher...

      Hallo, den Eindruck hab ich auch
      Andere Mütter haben unendliche Geduld und Nerven wie Stahl , gut gelaunt sind sie gefühlt immer .
      Bei mir ist das nicht der Fall. Ich werde auch mal laut, mein Ton ist manchmal scharf. Natürlich brülle ich jetzt nicht ununterbrochen meine Kinder an. Ich bin aber auch nicht immer gut gelaunt und auch mal ungeduldig. Das hängt von meiner eigenen Verfassung ( Schlafmangel, krank, gestresst) und der meiner Kinder ab
      Gestern war erst so ein Tag. Die Zwillinge (3 Jahre alt geworden) waren müde.haben ständig gestritten Sachen geworfen, sich gelangweilt . Der Große frustriert, weil er ein Gedicht für die Schule lernen musste.
      Nachdem die Kinder so schräg drauf waren, habe ich mich bemüht und ein Bespassung Programm zum ablenken überlegt. Wir haben Kastanien gebastelt, geknetet, waren Laufrad fahren.... Dabei ständig Streit, Geheule, Gejammer, Chaos ... sie wollten Kekse backen. Also haben wir das getan. Der Große hat gejammert das die Kleinen seine Kekse kaputt machen, wieder Geschrei. Zwilling A wollte nicht warten bis er neure Streusel zum verzieren bekommt , ist auf den Tisch geklettert und hat dabei Eier und Milch versehentlich auf den Boden geworfen. Riesen Sauerei . Zwilling B hat sich gelangweilt und mit der Küchen Schublade gespielt. Allerdings so ,dass diese hinterher völlig kaputt war. Das natürlich alles zeitgleich begleitet von infernalischen Geschrei . Da bin ich dann laut geworden und meine Geduld und Nerven waren zu Ende.
      Ich persönlich denke es ist zwar nicht super toll für die Kinder, wenn Mama die Nerven verliert, aber Mütter sind Menschen mit begrenzten Nerven und Geduld.
      Und Kinder sind Menschen mit noch nicht perfekter Motorik ,wenig Geduld, lauten Stimmorganen, wenig Sinn für Ordnung und dem Bedürfnis alle Wünsche umgehend erfüllt zu bekommen. Natürlich gibt es da dann Konflikt Potential. Und Kinder lernen auch, dass Mütter keine Maschinen sind, mal genervt sind und persönliche Grenzen haben. Das wird ihnen im Leben öfter passieren, dass nicht jeder immerzu Zucker süß ,freundlich und unendlich geduldig ist.

      Diesen Supermüttern mit scheinbar unendlicher Geduld, die 5 Kinder, 3 Hunde, Vollzeitjob, perfekten Haushalt, gepflegten Garten und 2 täglich frischen Bio Mahlzeiten locker, geduldig mit einem Lächeln im Gesicht mit links schmeißen, begegne ich mit einer gewissen Skepsis. Entweder haben ihre Tage mehr Stunden oder es ist doch nicht immer alles so perfekt .
      Ich bin nicht perfekt und dazu stehe ich. Auch vor meinen Kindern!

      Ich kenne sehr viele Mütter aller Altersstufen, aber keine hat Nerven aus Stahl. Schrieb es erst in einem anderen Thread, die jungen Mamas meiner Nachbarschaft stoßen laufend an ihre Grenzen und dann geht auch mal lautstark der Punk ab;-) - wie bei mir vor 30 Jahren eben auch.
      Diskutiert habe ich immer nur bis zu einer bestimmten Grenze, dann war Schluss und die Kinder begriffen das recht schnell, egal ob meine eigenen, meine Aufpasskinder oder meine Enkelin. Schmollende Gesichter kann ich übersehen.
      100mal das Gleiche sagen bringt nichts, nach dem dritten Mal ist Schluss; das Kind will ja auch mal was - und dann bin eben ICH komplett taub #cool
      In der Öffentlichkeit nehme ich solche Mütter, wie Du sie beschreibst, weniger als Mütter mit guten Nerven wahr sondern als welche, denen es vollkommen wurscht ist, dass die Fünfjährige gerade ein Regal ausräumt oder eine Verpackung aufreißt oder brüllt wie abgestochen. Gute Nerven oder resigniert? Keine Ahnung, aber ob ich die beneiden soll, weiß ich eher nicht,wenn sie so einen Terror auch zuhause einfach links liegen lassen?
      Dann lieber einen kurzen prägnanten Anpfiff und es ist Ruhe.
      Du machst das schon richtig. Kinder in dem Alter mal einfach mit klaren Worten z.B. in ihre Zimmer schicken, dass endlich Ruhe ist, ist sicher nicht falsch. LG Moni

    Klar sage ich ihnen das, wenn es der Fall ist.

    Wenn ich am Wochenende in Ruhe meinen Kaffee auf dem Balkon trinken und nicht gestört werden will, was in der Regel toll klappt, und die kommen gefühlt alle 5 Sekunden an mit Mamaaaaaa, x hat gesagt, ich bin doof...platzt mir auch mal der Kragen. Und das Mal 5:D

    (12) 27.09.19 - 09:43

    Hallo,

    ich habe da für mich eine relativ klare Meinung:
    Ich ziehe keine kleinen Idioten groß.

    Sie dürfen sehen, fühlen und verstehen, dass ich nur ein Mensch bin und nur Nerven habe.
    Sie dürfen auch sehen, dass ich mal traurig bin und mich auch mal daneben benehme und mich dann auch entschuldige.

    Wie sollen sie denn selbst authentische, ausgeglichene Erwachsene werden, wenn ihnen vorgelebt wird, dass es Gefühle gibt, die man komplett zurück hält? Und ehrlich, Kinder sind dich nicht doof, die spüren das doch und werden dann erst recht verunsichert.

    Das heißt nicht, dass ich nicht bemüht bin, mich weiter zu entwickeln und mit schwierigen Situationen besser umzugehen.
    Aber auch da bin ich ehrlich mit meinen Kindern (je nach Alter) und sage ihnen, dass ich nach einer besseren Lösung suche.

    Und egal wie wütend ich bin, ich stelle immer klar, dass meine Liebe zu meinen Kindern unantastbar ist.

    Meine Tochter (6) sagt mir mittlerweile auch "mein Nervenkostüm wird jetzt ziemlich dünn!" Das ist 1:1 von mir übernommen, aber ich finde es gut, dass sie es mir mitteilt und nicht direkt ausrastet (was natürlich trotzdem noch vorkommt 😉).

    LG

    • (13) 27.09.19 - 10:40

      Der Fünfjährige meiner Nachbarin sagte letztes Wochenende zu seiner Mama draußen "dünnes Eis, verdammt dünnes Eis, ab jetzt überleg dir gut, was du sagst..." GENAU ihr Spruch zu ihren 4 Kindern ab und zu, wenn sie kurz vorm Platzen ist.

      Ich bin wie ein Geschoss rein und musste erstmal ablachen, das war sooo geil (sorry anderer Begriff fällt mir dafür nicht ein) ;-)
      LG

Ich bin auch ein sehr geduldiger Mensch und wirke so "lieb" auf die Außenwelt. Aber mir platzt auch oft der Kragen. Ich wurde mal blöd angeschaut, wo ich mal lauter geworden bin. Wobei ich mich frage, warum mich DIE Person SO anguckt, wo sie selbst ein impulsiver, leicht ausrastender Mensch ist. Vielleicht war das ein Schock für sie, mich so zu sehen, doch hat mich ihr Blick geärgert, denn ich bin auch ein Mensch.

Ich sage oft, auch meinem Mann, dass er mich nervt. In heutiger Gesellschaft musst du Scheuklappen tragen und auf die anderer Meinung spucken, denn dann hast du sowieso überreagiert oder eben zu fahrlässig gehandelt. Man macht es nie richtig.

Bei mir gibt es zwischen "mit einem milden Lächeln rumlaufen" und meinem Kind sagen, dass es anstregend ist noch etliche Nuancen.
Ich glaube schon, dass ich meinem Kind vermitteln kann, dass es das Ende der Fahnenstange gerade erreicht hat. Allerdings bemühe ich mich tatsächlich das so zu formulieren, dass es nicht persönlich wird.
Meine Mutter hat mal zu mir gesagt, dass ich ihr auf die Nerven gehe, als ich ungefähr 10 war. Daraufhin habe ich ihr gesagt, dass sie mir auch auf die Nerven geht. Im ersten Moment ist sie laut geworden und sauer. Später hat sie sich bei mir entschuldigt und gesagt, dass ich genauso berechtigt bin das auszusprechen, wenn sie es ausgesprochen hat. Danach hatten wir immer den Deal, dass sie sagt, dass ihre Grenze erreicht ist und sie sich jetzt zurück zieht. Wir Kinder durften das genauso, wenn wir uns ungerecht behandelt gefühlt haben oder genervt von Geschwistern, Eltern oder der Welt waren.
Also Kind und Teenager ist mir das nie so bewusst geworden, jetzt mit eigenem Kind bewundere ich meine Mutter sehr für dieses Verhalten. Ihr Geduldsfaden ist nicht gerade der dickste und trotzdem hat sie mir nie wieder das Gefühl gegeben, dass es grundsätzlich an mir liegt, sondern immer vermittelt, dass in der Situation gerade mein Verhalten und ihr Geduldsfaden nicht zusammen passen.
Mir war aber auch immer klar, dass es Situationen gibt in denen nicht diskutiert wird. Wenn wir alle zum Kinderarzt mussten, dann konnte ich am Verhalten meiner Mutter genau ablesen, dass wir uns "JETZT" unsere Schuhe anziehen müssen.
Ich hoffe, dass ich das bei meinem Kind genauso hinkriegen werde.

(16) 27.09.19 - 10:37

Meiner ist 13 und sowohl ich sage ihm, dass er mich gerade nervt, als auch von ihm kommt mal ein "Mama, das will ich jetzt so nicht hören!". Neueste Regel von ihm, ich darf nicht mehr sagen, "Du musst noch..", sondern ich habe das bitte wohlwollend zu formulieren. "Denkst Du noch an.." wäre beispielsweise erlaubt. Er erklärte mir, wenn ich das muss-Wort benutze, bekommt er eine innere Sperre. Und das will ja niemand.

Ja ja, Pubertät ist, wenn die Eltern anstrengend werden.

Ich sage es meiner Tochter wenn sie etwas macht was mich nervt in Gegenzug darf sie das zu mir aber auch sagen :D

Naja, ich wirke in der Öffentlichkeit auf viele Leute sicher auch als hätte ich Nerven aus Stahl. Die Leute sehen ja immer nur einen kurzen Ausschnitt und ich schreie ja nicht *immer* und nicht *meistens*.

Und was heißt "ob man das heutzutage auch nicht mehr darf"; es passiert halt manchmal. Da es keinen Sinn hat und nichts besser macht, könnte man es natürlich lassen wenn man das immer könnte.

Ich bin inzwischen altersmilde geworden #rofl Früher habe ich ständig gemeckert und gemotzt und hatte auch den Eindruck, dass ich die einzige Mutter weit und breit bin #schwitz
Aber mir tut es gesundheitlich nicht gut, wenn ich mich aufrege, also lass ich es einfach ;-) Die Kinder sind aber auch schon was älter (9, 14 und 16) und der 9jährige ist extrem pflegeleicht.

Wenn mich meine Kinder Nerven, gehen wir raus. Das wirkt viel besser als Geschimpfe. Wenn ich Schimpfe hab ich oft den Eindruck meine zwei können gar nicht anders und verstehen das Problem nicht.

Ja, natürlich, ich bin weder die Persil-Mutti, noch ein Roboter 🤷
Ich liebe meine Kinder sehr, aber die treiben mich oft in den Wahnsinn. Der Große steckt mitten in so einem merkwürdigen Vorpubertätsding - null Bock, freche Antworten, schludrig... Da kann ich auch mal patzig werden. Darf er aber auch, er muss ja auch Dampf ablassen können.
Und natürlich platzt mir die Hutschnur, wenn er (fast 10 und fast so groß wie ich) mit seiner kleinen Schwester (1 Jahr) um DEN (!!!) Legodino streiten muss, weil er unbedingt JETZT gucken muss, welche Flecken er hat 🤦🤦🤦 sie heult, er schimpft, sie haut, ich muss dazwischen... Oh Mann... Die Kleine ist auch kein Unschuldsengel und zieht ihn mit einem zuckersüßen “ichtudochnix“-Blick an den Haaren, sodass fast der Skalp ab ist 🙈

Herr, lass Nerven für alle Mütter und Väter regnen!

(22) 27.09.19 - 14:47

Oh ja, meine drehen auch manchmal völlig durch, am liebsten alle gleichzeitig😡
Da platzt mir auch manchmal die Hutschnur, das ist doch völlig normal🤷🏻‍♀️
Ich glaube keinem, der sagt, dass ihm die Kinder nie auf die Nerven gehen.

  • Ich glaube keinem, der sagt, dass ihm die Kinder nie auf die Nerven gehen.

    Das sagen die gleichen, die später auch behaupten, sich in 30 oder mehr Jahren Ehe nie gestritten zu haben#rofl
    LG Moni

<<<Ich kenne aber auch Mamas, die oft wirken, als hätten sie Nerven aus Stahl <<<

Manchmal muss ich gefühlte Nerven aus Stahl haben. Ich erziehe seit 15 Jahren Jahren einen frühkindlichen Autisten. Und da geht häufig mal sehr laut zu. Mein Jüngster ist verhaltensoriginell, man muss häufig gut aufpassen was er macht.
Er wird auch mal zwischendurch aggressiv. Natürlich lasse ich mir so etwas nicht gefallen. Wenn ein scharfer Ton nicht hilft, dann schicke ich mein Kind in der Garten, obwohl so jetzt mit 15 Jahren geht mein Kind häufig ohne das ich etwas sage, wenn er merkt, dass ich seine Launen nicht toll finde. Mittlerweile hat er seine Emotionen einigermaßen im Griff. Klar manchmal nerven die Launen eines autistischen Kindes, aber da muss man eben durch.


LG Hinzwife

Aber klar sage ich regelmäßig das mir jetzt gleich die Hutschnur platzt. Ich habe (leider) eher dünne Nervendecke. Und einen Sohn der im Moment ein sehr herausforderndes Verhalten drauf hat. Ich sage ihm dann das er bitte mal 5 Minuten den Schnabel halten soll, etc. Ausserdem sage ich auch Sachen nur noch 2x. Dann folgt eine Konsequenz. Wir kamen aus dem diskutieren nämlich gar nicht mehr raus.

Aber es stimmt, ich habe auch öfter mal den Eindruck das es heute für Mamas (gerade für Mamas!) verboten ist ungeduldig, motzig, etc zu sein. Da kommt Kritik von Menschen die meist nur eine Momentaufnahme sehen und glauben das „grosse Ganze“ beurteilen zu können.

Ein Beispiel. Unser Sohn macht seit Monaten einen Riesenzirkus wenn es ums Zähne putzen geht. 2x täglich. Diskussion, Gebrüll, Gezicke, Weigerung. Wir haben alles probiert. Erklären, singen, Spiele, gemeinsam putzen, neue Zahnbürste, andere Zahnpaste..... nichts half. Vor etwa einem Monat hatte ich die Faxen satt. Ich sagte ihm das er von nun an die Wahl hat. Entweder wir putzen Zähne, und zwar ohne Gebrüll. Oder er darf für diesen Tag keine Süßigkeiten, Obst.....essen. Weil, wer nicht Zähne putzt bekommt davon Löcher in den Zähnen. Er liess es genau 1x drauf ankommen. Es gab wie angekündigt keinerlei Süsskram. Seitdem.....läuft es.

Letzte Woche waren wir bei den Großeltern. Die sich gerne mal in unsere Erziehung einmischen bzw es versuchen. Unser Sohn weigerte sich Zähne zu putzen, ich erinnerte an die Konsequenz, er blieb dabei. Okay. Eine kurze Zeit später lief er zu Opa, und wollte das der ihm die Zähne putzt. Opa diskutiert und erträgt auch das Gebrüll. Ausserdem putzt Opa höchstens 30 Sekunden. Das habe ich untersagt. Ergebnis: eine Predigt das unsere Methode “grundfalsch” sei. Man eben akzeptieren müsse das Kinder so sind. Man eben geduldig sein muss. Ansonsten sei man ungeeignet für Kinder.

Tja. Dann bin ich das wohl. Zu dumm das ich drei davon habe, das hätten sie mir mal früher verraten sollen.

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