Viertes Kind - Ja oder nein?!

Hallo,

ich würde mich gerne austauschen.
Wir haben drei zauberhafte Kinder (11,8,4) und überlegen ein viertes Kind zu bekommen.

Platz, Geld und Liebe sind ausreichend vorhanden 😏.

Ich möchte eigentlich sehr gerne, bin aber unsicher, ob ich dafür genug Energie übrig hätte...nochmal schwanger sein mit Übelkeit und Rückenschmerzen, nochmal die Nächte durch machen, etc...
Mein Mann ist auch unsicher und will die Entscheidung noch aufschieben. Ich möchte aber keinen allzu großen Altersunterschied...

Mein Herz sagt ja, aber der Verstand lässt mich zögern.

Wie habt ihr in einer solchen Situation entschieden?

Lg!

Hallo
Bei mir kam die Schwangerschaft zum 4 Kind ungeplant. Dazu hat Nummer 4 gleich noch Nummer 5 mitgebracht :-p Die Wahrscheinlichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft ist geringer, aber es ist eine Möglichkeit. Wusste ich zwar, aber dran gedacht habe ich ehrlich gesagt nie. Das habe ich später auch von anderen Mehrlingseltern gehört. Das würde ich in deiner Situation also definitiv bedenken.
Wenn dein Verstand nein sagt, du dich eigentlich voll ausgelastet fühlst und dein Mann eigentlich eher nicht will, würde das für mich aber schon viel aussage.

LG

Platz Geld Liebe genügend vorhanden klingt doch gut 😊 solang das älteste Kind nicht zu kurz kommt und sich nicht sehr einschränken muss durch Rücksicht wegen Freizeitgestaltung, Urlaubsgestaltung ( kindgerecht, Mittagsruhe, Zuhörer bei pubertären sorgen die anstehen ) why Not 😉👍

Habt ihr für jedes kind ein zimmer? Wenn ihr es beide vom Herzen wollt, wo ist das problem? Rede mit deinem Mann

Hallo,

wie Du schreibst, stimmen zwar die Rahmenbedingungen, Ihr seid jedoch "trotzdem" beide unsicher. Ich finde, man sollte durchaus auf dieses "Bauchgefühl" hören. Entweder sollte es sich in den nächsten Monaten "auflösen" und Ihr könnt beide mit 100%iger Überzeugung "ja" zu einem weiteren Kind sagen. Oder das unsichere Gefühl bleibt- dann hat auch das einen Grund.

Ganz pragmatisch: solltet Ihr in ca einem Jahr ein weiteres Kind bekommen, werden vor Euch insgesamt mehr als 30 Jahre "Erziehungs-Zeit" liegen. Also bis ein potentielles viertes Kind mit Anfang Zwanzig weitestgehend selbständig wäre. Des Weiteren sollte man m.E. auch mögliche "Eventualitäten" bedenken: Mehrlinge, komplizierte Schwangerschaft, gesundheitliche Probleme/Behinderungen von Mutter und Kind o.ä. . Ich weiß, dass das nicht unbedingt optimistisch ist, bin jedoch der Meinung, dass man bereits die Verantwortung für mehrere Kinder trägt und das nicht außer Acht lassen sollte. Das ist natürlich bereits ab dem zweiten Kind so ;-), die Verantwortung wird jedoch mit jedem Kind größer, ebenso wie der Aufwand bei Schwierigkeiten oder auch allgemein.

Mein Mann und ich haben ebenfalls drei Kinder und fühlen uns mit ihnen ebenso glücklich wie "komplett"- auch ausgelastet ;-)! Materielle Ressourcen und Liebe würden definitiv für ein weiteres Kind reichen. Realistisch betrachtet sind wir jedoch mit unseren drei Kindern am Limit, was unsere zeitlichen und "mentalen" Möglichkeiten für jedes einzelne neben unseren Jobs sowie dem Haus(halt) und anderen alltäglichen Dingen betrifft. Das passt aktuell gut, wir wüssten allerdings nicht, woher wir die regelmäßige Exclusiv-Zeit für ein weiteres Kind nehmen sollten. Dazu kommt, dass wir es durchaus genießen, wieder kleinere Freiräume und Annehmlichkeiten für uns selbst (einzeln sowie als Paar) zu "gewinnen". Es ist definitiv das größte Glück, Kinder auf ihrem Weg durch's Leben begleiten zu dürfen #verliebt. Dennoch würden wir jetzt kein weiteres Mal mehr "von vorn beginnen" wollen.

Dazu kommt, dass wir ein #stern während der Schwangerschaft verloren haben und absolut dankbar sind, dass unser drittes (=viertes) Kind gesund bei uns ist. Vor einer weiteren Schwangerschaft und möglichen Komplikationen hätten wir zu viel Angst- und fühlen uns inzwischen auch zu alt dafür.

Letztlich muss das jedes Paar für sich entscheiden, aber vielleicht konnte ich Dir/Euch ja den einen oder anderen hilfreichen Gedanken mitteilen :-).

Alles Gute für Eure Entscheidungsfindung & liebe Grüße,

Kathrin

Wir haben auch lange überlegt. Ja, nein, vielleicht.... unsere Entscheidung war gegen ein viertes Kind. Das lag vor allem an mir. Ich habe es mir irgendwann nicht mehr zugetraut. Ich bin allerdings einfach grundsätzlich nicht so ausgeglichen. Mich noch weiter aufzuteilen würde mir schwer fallen. Zumal mit steigendem Alter die Interessen unserer Kinder stark auseinander gehen. Mein Mann war eher pro Nr 4, hat aber letztlich mir die Entscheidung gelassen.

Ich kenne 6 Familien mit 4 und 5 Kindern. Diese Familien haben einen Background, wie Du ihn auch beschreibst. Eher wohlhabend, bis sehr wohlhabend, große Häuser / Höfe, stabiles soziales Netzwerk. Die haben irgendwoher einfach die Kraft, die Ruhe, die Liebe, die Struktur und Organisiertheit. Wenn ich diese Familien im Alltag erlebe, dann bin ich oft positiv beeindruckt. Auch die Kinder (die ich näher aus diesen Familien kenne) sind allesamt tolle Persönlichkeiten. Ich denke viele Geschwister in einem stabilen und positiven Elternhaus sind ein Faktor, der tolle Menschen heranwachsen lässt.

Wenn ich persönlich mich stark genug gefühlt hätte, dann wäre ein viertes Kind ein Traum gewesen. Aber ich habe meine Grenze gesehen und glaube es war für mich die richtige Entscheidung.

Wir haben uns ohne Platz :-) aber mit Kraft, Liebe und Geld für das Vierte entscheiden #herzlich

LG
Nele
mit Junge (12) und 3 Mädchen (8, 20 Monate und 38.SSW)