Extrem anhängliches Kind - mit Kinderarzt besprechen?

Hallo.
Hätte gern mal Eure Meinung :
Wenn ein Kind mit 4 Jahren noch sehr auf ein Elternteil bezogen ist, in gewohnter Umgebung am liebsten am Schoß sitzt, grundsätzlich drauf besteht, dass alles nur der eine Elternteil machen darf, Geschwister anfeindet vor Eifersucht, Kindergeburtstage ohne Eltern nicht besuchen möchte deshalb . .. wäre das dann für Euch ein Anlass, Hilfe zu holen ? Zumal das Familienleben darunter leidet, weil es die Hauptbezugsperson sehr fordert, Geschwister keine ausreichende Aufmerksamkeit bekommen,und es unerklärlich ist, woher dieses klammern kommt ? Eingewöhnung Krippe war sehr sehr schleppend, Kindergarten geht mittlerweile gut. Oder anders gefragt : hat jemand Ähnliches erlebt und weiß, ob man hier überhaupt von außen besser helfen kann?

Hallo noch-im-Rahmen,
da kann natürlich alles möglich dahinter stecken. Von Persönlichkeit des Kindes bis zu therapiebedürftigen Familienmustern.
Ich kenne ein Frühchen, welches sehr viel klammert. Scheint Nachholbedarf zu haben

Was mir bei dir auffällt :
-alles darf nur Ein Elternteil machen
-Geschwister leiden
-kiga klappt

Ich würde an deiner Stelle mal eine Beratungsstelle oder eine Familientherapie besuchen. Langfristig beeinflusst es euer FamilieNgefüge eher negativ. Wenn Kinder auffällig werden,können sie auch "nur"Symptomträger einer hilfebedürftigen Partnerschaft sein.

Wenn sich jemand in der Familie längerfristig nicht gut fühlt ist der Fall für mich sonnenklar: Hilfe holen!
Warum denn nicht? Man will doch ein positives Zusammenleben haben, in dem sich alle gut entwickeln können.
Das kann so aussehen, dass man sich zunächst von nahen Verwandten oder engen Freunden Rat einholt und darum bittet, ehrlich die Meinung zu sagen. Man kann in der Familie das Thema ansprechen und schauen, ob jemand eine Idee hat. Und natürlich kann man sich professionellen Rat einholen. Da würde ja niemand von außen "etwas tun" und in euer Familienleben eingreifen, sondern in erster Linie beraten, wie IHR SELBST etwas ändern könnt.
Sobald es einem dauerhaft nicht gut geht leidet die ganze Familie.

Aber wie die Vorschreiberin schon sagte: es kann zig Gründe haben.. ich könnte hier nur wild rumspekulieren. Dazu weiß ich viel viel zu wenig über euch um auch nur Vermutungen anzustellen. Wenn du ein paar konkrete Situationen und Dialoge schildern magst könnte man bisschen Ideen reinbringen, aber für eine wirkliche Beurteilung muss man euch schon persönlich erleben.

War das Kind denn immer schon so? Von Geburt an? Oder ist etwas vorgefallen, was das Verhalten auslösen hätte können?

Schwierige Situation. Es könnte alles sein. Ich bin bei Kinderärzten bzw. bei dieser Thematik sehr sensibel. Oft kommen solche Kinder dann in eine Maschinerie der Diagnosen - obwohl nichts ist - und kommen da nie wieder raus. Es wird gewisses Verhalten als „krank“ angesehen, weil es nicht der Norm entspricht - aber eben dem Charakter des Kindes. Kann natürlich auch anders sein. Und es steckt wirklich etwas dahinter.

Aber Tatsache ist, dass es Kinder gibt, die vom Typ her sehr viel Zuwendung brauchen.

Ich denke, man hat doch als Mutter ein gewisses Gefühl, ob es pathologisch oder eben noch im Rahmen ist. Was sagt denn dein Gefühl?