Moralische/ethische Bedenken künstliche Befruchtung

Hallo Ihr Lieben!
Wie war das bei euch? Gibt es hier jemanden der einen moralischen Konflikt mit dem Thema künstliche Befruchtung hatte? Oder sogar jemand der den Schritt bewusst nicht gegangen ist? Und wo ist eure Grenze wenn es um den persönlichen Kinderwunsch geht? ICSI? Eizellenspende? Embryonenspende? Ich bin gespannt!

Ach ja, das Forum passt nicht zu hundert Prozent aber ich wollte gerne Anonym bleiben. Hoffe es kann drin bleiben!

Huhu:)

Wir hatten vor zwei Jahren eine ivf und stehe vollkommen dazu.

Ich würde den Kinderwunsch begraben, wenn es eine eizell- und/oder samenspende hätte sein müssen. Zumal eine eizellspende in Deutschland sowieso verboten ist.

Aber bei einer samenspende hätte ich immer die Angst, dass der Partner irgendwann sagt, es ist ja nicht sein biologisches Kind.

Aber zum Glück mussten wir uns darüber nie Gedanken machen.

Liebe Grüße

Ja, tatsächlich. Kind 1 kam natürlich. Kind 2 hätte Medikamente gebraucht. Hätten die nicht gewirkt natürlich auch IVF etc.. Wir haben es aber nicht getan und somit gibt es nur Kind 1. Ich denke, dass es schon einen Grund gibt, wieso ein Körper nicht in der Lage ist ein Kind zu kriegen und finde es schwierig sich darüber hinweg zusetzen. Der Körper weiß da schon was er tut.
Bei einer künstlichen Befruchtung sind ja auch im Nachhinein Frühgeburtsrisiko etc. total erhöht.

Du wirst aber sehr sicher jetzt 30 Nachrichten von Leuten kriegen, die mithilfe von künstlicher Befruchtung schwanger geworden sind und da kein Problem sehen. Ich eben schon, ich würde das nicht machen.

Hallo, welche Medikamente wären es denn bei dir gewesen.
Ich bin auch erst schwanger geworden nachdem ich l-thyroxin (für die Schilddrüse genommen habe).
Kind 2 und 3 sind dann ohne l-thyroxin entstanden weil sich die Schilddrüse irgendwie wieder eingekriegt hat.
Grundsätzlich sehe ich es wie du: es gibt einen Grund warum die Natur es nicht zulässt. Aber wo genau ist die Grenze? Ist das l-thyroxin in meinem Fall schon „zu viel Eingriff“?

Oh spannend, dann war eure Grenze schon vor der künstlichen Befruchtung? Bei Medikamenten? Das mit dem Risiko einer Frühgeburt wusste ich gar nicht, habe nur gehört das Kinder die auf diesem Weg entstanden sind ein höheres Risiko für Übergewicht, Diabetes und anderes haben. Aber das ist nur halbwissen bei mir.

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Schwierige Frage. Ich schwanke da immer zwischen "es gibt doch fast nix Schöneres für ein Kind, als von beiden Elternteilen wirklich gewollt zu sein" und "die Natur weiß schon, was sie macht".

Ein Urteil erlaube ich mir da allerdings nicht, da mein Mann und ich in der glücklichen Lage sind, dass alles reibungslos gelaufen ist und wir zwei gesunde Kinder haben, ohne Probleme mit dem Schwangerwerden und -bleiben.

"die Natur weiß schon, was sie macht"

Das finde ich ein ganz befremdliches Argument. Du hast da wahrscheinlich nicht so drüber nachgedacht. Aber für die Betroffenen ist das ein Schlag ins Gesicht.

Vielleicht mal überlegen, was dieses Argument in anderen Bereichen bedeutet. Die beste Freundin meiner Tochter ist mit 3 Jahren an Krebs erkrankt.......

LG

Vielleicht hättest Du dann schon ohne Zahnarzt ein paar Zähne weniger oder wärst in der Grundschule an Blinddarm gestorben.... wäre von der Natur gewollt...

Meine Grenzen liegen bei Leihmutter und Adoption.

Alles andere hätte ich gemacht, wenn das der einzige Weg gewesen wäre.

Gott sei Dank ist das nur Gedankenspielerei, wir haben zwei gesunde eigene Kinder bekommen.

Interessant! Warum hast du moralische/ethische Bedenken bei Adoption?

Moralische nicht (stimmt, das war die Frage), ich hätte Angst, dass das Kind FAS hätte und die Mutter nicht angibt, dass sie in der Schwangerschaft gesoffen hat. Also eher medizinische Gründe.

Deshalb: Embryo ja, fertig ausgetragenes Baby nein.

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Eine Freundin von mir ist gerade alleinerziehend schwanger nach Samenspende. Der einzig richtige Weg für sie. Sie arbeitet mit Kindern und wäre ihres Lebens nicht mehr froh geworden wenn das nicht geklappt hätte. Ich finde es mutig, aber in ihrem Fall nötig.

Sie wäre nicht glücklich geworden. Aber hatte sie Bedenken ob ihr Kind glücklich wird ohne Vater?

Warum sollte es unglücklich darüber sein? Es kennt ein Leben mit Vater ja dann ggf gar nicht. Gibt ja genug Kinder die eigentlich einen Vater haben, der sich aber nicht kümmert. Oder dieses ewige Tauziehen bei einigen getrennten Elterpaaren um die Kinder.. Ist das schöner für ein Kind? Warscheinlich taucht irgendwann mal die Frage nach dem Vater auf. Dann wird das halt erklärt und gut.
Und: Wer sagt denn, dass sich nicht unter Umständen noch ein sozialer Vater findet?

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Huhu,

ich wollte schon von klein auf Kinder und wäre daher auch einen steinigeren Weg gegangen.

Meine persönliche Grenze war immer, dass keine Fremd DNA ins Spiel kommt - also weder Samen- noch Eizell- oder gar Embryonenspende.
Wäre das die einzige Möglichkeit gewesen, hätte ich mich mehr mit dem Thema Pflegekind etc auseinander gesetzt.

Aber das sind theoretische Überlegungen.
Wie man im konkreten Fall dann handeln würde, ist immer die Frage, die übrig bleibt.

LG

Hi, wir haben eine künstliche Befruchtung gemacht. Ich stehe dazu und bin glücklich über meine Tochter. Ich würde es definitiv noch mal machen. Ethische Bedenken habe ich da nicht.
Mein Kinderwunsch hätte mich andernfalls zerstört. Der ist ja auch von der Natur gemacht.. Ich halte da nix von, wenn man Kinderlosigkeit auf die Weißheit der Natur schiebt. Das ist höchstens eine Laune der Natur oder einfach: Pech!
Ich gehe damit dann einfach genauso zum Arzt wie mit schlechten Augen oder anderen Erkrankungen.
Ich weiß nicht, wie weit ich gegangen wäre. Es hat beim ersten Mal geklappt. Mit Leihmutterschaft hätte ich Probleme gehabt. Embryonen hätte ich gespendet. Hätte ich aber auch genommen. Hätte ich keinen Partner gefunden, hätte ich eine Samenspende in Anspruch genommen.
Lg TanteLillifee

Ich kann mich noch erinnern, dass ich vor Jahren immer gedacht habe, ich würde im Leben keine künstliche Befruchtung oder sonstigen Eingriff in die natürliche Empfängnis vornehmen.
Nun ja, dann wurde ich älter und aufgrund verschiedener Faktoren hat es jahrelang nicht auf natürlichem Wege mit dem Kinderwunsch geklappt... mit der Zeit bin ich offener dafür geworden und nun haben wir eine tolle kleine Tochter, die durch eine ICSI im natürlichen Zyklus entstanden ist. Mittlerweile denke ich überhaupt nicht mehr darüber nach und habe auch keinerlei schlechtes Gefühl dabei.

Unsere persönliche Grenze war und ist aber immer die eigene Genetik gewesen: Wir würden nie fremdes Sperma oder eine gespendete Eizelle verwenden, denn dann wäre es genetisch gesehen nicht mehr unser beider Kind. Da hätten wir eher gleich adoptiert oder wären kinderlos geblieben. Zum Glück stellt sich die Frage jetzt nicht mehr.

Man kann dazu ne theoretische Meinung haben..
aber: wenn es dann soweit ist, und man wirklich auf „Hilfe“ beim Kinderwunsch angewiesen wäre bin ich mir recht sicher, das theoretisch gesteckte Grenzen und Moral sich verschieben können/würden bei recht vielen

Und dieser Schwachsinn mit die Natur hat sich dabei was gedacht...aha wenn man als Frau Endometriose hat mit wahnsinnigen Schmerzen jeden Monat und aufgrund dessen die Eileiter die Befällen sind entfernen lassen muss, dann hat sich die Natur dabei genau was gedacht ?
Da fällt mir echt nix mehr ein , zumal so was generell immer von Frauen kommt die auf dem hohen Ross sitzen direkt im ersten Übungszyklus schwanger zu werden

Hallo.

Wir sind in der glücklichen Lage, das es zumindest bei Kind 1 unkompliziert geklappt hat. Vermutlich wären wir für unser Wunschkind aber auch noch weitergegangen. Grenze wäre für mich Eizell oder Samenspende. Auch eine PID käme für mich trotz genetischer Belastung nicht infrage, obwohl ich da beim Gedanken an ein 2. Kind schon viel drüber nachgedacht habe.

Liebe Grüße

PID musste ich erstmal nachlesen...
Das heißt du verzichtest auf Kind2 oder nicht?

Nein. Das heißt wir werden es trotzdem auf natürlichem Weg mit Kind 2 versuchen und damit leben, falls es die Erkrankung erbt. Dazu muss man sagen, dass die Erkrankung um die es geht mit moderner Medizin recht gut beherrschbar ist und die Lebenserwartung bei optimaler Therapie je nach Ausprägung durchaus normal sein kann. Bei einer schlimmeren Erkrankung hätten wir wohl auf Nummer 2 verzichtet. Bei Kind 1 hat sich die Frage nicht gestellt. Der Verdacht kam auf als ich schon in der 31 SSW war. ;-)

Ohne selber in der Situation zu sein (und ohne zu wissen, ob ich im Ernstfall nicht anders denken würde), kommt für mich eine künstliche Befruchtung nicht in Frage.

Nicht so sehr aus ethischen Gründen, sondern eher aus persönlich religiösen. Ich denke, wenn Gott mir Kinder schenken will, dann auf natürlichem Weg. Wenn das nicht klappt wünscht er sich für mich entweder, dass ich keine Kinder habe, oder, dass ich mich um andere Kinder kümmer (Pflegekind oder Adoption); wobei es in der Situation sicher schwer ist, das Richtige herauszufinden;-)
Das gilt aber für mich persönlich. Ich sehe nichts, dass aus christlicher Hinsicht gegen eine künstliche Befruchtung spricht;-)
Im Allgemeinen schwieriger finde ich Eizell- oder Samenspende, wobei ich mir da noch keine genaueren Gedanken zu gemacht habe. Eigentlich ist es doch nicht viel anders als eine Adoption#rofl

Was ist nicht richtig finde, ist, durch Samenzelle schwanger zu werden, wenn man nicht in einer Beziehung/Ehe ist.
M. E. hat jedes Kind einen Vater und eine Mutter verdient und braucht auch beide. Da sollte man m. E. nicht einen von vornherein ausschließen. Das finde ich dem Kind gegenüber unfair. Und ich glaube auch, dass es (für die Mutter) deutlich leichter ist, ein Kind zu erziehen (zeitlich, finanziell, etc.), wenn man einen Partner an der Seite hat, der einem hilft.

***

Ich kenne zwei Ehepaare, bei denen es auf natürlichem Weg nicht geklappt hat, und die sich gegen eine künstliche Befruchtung entschieden haben. Beides sind christliche Paare, die sagen, dass es dann halt nicht Gottes Wille war. Die einen sind bis heute kinderlos (mittlerweile Ende 50), die anderen haben Pflegekinder aufgenommen.
(Ich kenne aber auch christliche Leute, die eigene Kinder durch künstliche Befruchtung bekommen haben.)

Nachtrag:
Leihmutterschaft finde ich auch schwierig und es richtig, dass es in Deutschland nicht erlaubt ist.

Was ich mir bei Samen-, bzw. Eizellspende (und auch Leihmutterschaft) noch denke ist: Es gibt so viele Kinder, die Eltern brauchen, warum hilft man da nicht, v. A. wenn das Kind ohnehin nicht von beiden das leibliche wäre.
(Keine Verurteilung gegen Leute, die das gemacht haben. Es ist auch schwierig fremde Kinder aufzunehmen, gerade wenn die als Pflegekinder schon älter sind.)

Ist aber, wie gesagt, ohne persönliche Betroffenheit.

Ja, das es religiöse Gründe haben kann habe ich auch gedacht. Ich glaube auch das man bei dem Thema auch mitreden darf wenn man nicht selber betroffen ist. Aus welcher christlichen ecke kommst du?

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Hallo
Wenn fremde DNA im Spiel ist, muss man vorsichtig sein. Ich habe adoptiert und das ist auch das einzige der Themen, mit dem ich näher beschäftige. Dabei geht es mir jetzt keineswegs um den Punkt „fremdes“ Kind als eigenes ansehen oder lieb haben. Blutsverwandtschaft wird für mich überbewertet. Dennoch spielt die leibliche Familie eine Rolle. Wegen wichtigeren Fragen wie Gesundheitlichen, dann auch wegen Dingen, die sicher ich jeden gleich stark interessieren. Wieso sehe ich aus wie ich aussehe usw. Die Möglichkeit an solche Dinge ran zu kommen, finde ich wichtig.
Ich beziehe mich vor allem auf das Ausland. Ich kenne eine Familie, die vor Jahren im Ausland adoptiert hat. Bei ihnen klappte es nicht, in der Heimat war die Adoption für sie eher aussichtslos. Die Agentur war hochangesehen und absolut empfohlen, alles vermeintlich super. Jahre später musste sie schließen und es kam raus, dass da viel Mist gebaut wurde. Ob die Geschichte ihres Kindes auch nur annähernd stimmt, werden sie wohl niemals rausfinden. Das mal generell neben dem Gefahrenpunkt „Entwurzelung“.

LG

Das ist ein sehr wichtiger Punkt. Ich selber kenne meinen Vater auch nicht und habe mein Leben lang darunter gelitten.

Also ich muss jetzt auch mal was schreiben :)
Ich habe mir den ganzen Beitrag durchgelesen und häufig wurde gegen diejenigen gewettet, die quasi sofort schwanger wurden. Auch ich gehöre zu denen, die im 1 Üz schwanger wurden und befinde mich nun in der 16 Schwangerschaftswoche. Ich habe aber auch eine Bekannte, die es jahrelang ohne Erfolg versucht hat mit ihrem Mann und sie sich dann gemeinsam für die KiWu Klinik entschieden haben. Ich habe Respekt vor den Menschen, die sich für die Prozedur entscheiden. Den Kinderwunsch kann man nicht einfach weg schieben oder so tun als ob er nicht existiert. Wir wären, wenn es nicht geklappt hätte, auch in Kinderwunschbehandlung gegangen. Auch einer künstlichen Befruchtung hätte ich zugestimmt. Nur Fremd DNA möchte ich nicht sprich Samenspende. Ich kann jeden verstehen, der einen enormen Kinderwunsch hat und dafür Möglichkeiten der modernen Medizin nutzt. Auf der anderen Seite kenne ich jemanden bei dem hat es trotz KiWu Behandlung 14 Jahre gedauert bis sie endlich mal einen positiven Test hatte. 14 lange Jahre.. Ich mag mir nicht vorstellen wie es dann im Inneren aussieht. Ich freue mich sehr für sie und wünsche ihr alles Glück der Welt. Das Kind ist genauso ein Kind wie eines das auf natürliche Weise gezeugt wurde. Es hat Gefühle und seine Persönlichkeit. Wie gesagt meine eigenen Grenzen wären Fremde DNA aber das liegt halt daran, dass ich persönlich damit nicht umgehen könnte. Ich finde es aber auch nicht schlimm, wenn Paare diesen Weg wählen. Ich bin froh, dass es bei mir sofort geklappt hat. Ich hätte damit nicht gerechnet und ich bin froh diesen langen Weg bis zum Baby mit Höhen und Tiefen nicht gehen zu müssen. Und ich bin froh und dankbar für jeden Anderen, dass es die Möglichkeiten der modernen Medizin gibt, damit überfüllte Kinderwünsche doch noch Realität werden.

Ich kann nur in der Theorie sprechen:
Ich wollte schon immer Kinder haben und kinderlos "durch die Welt gehen" wäre für mich nicht in Frage gekommen.

Hätte es auf natürlichen Weg nicht geklappt, dann hätten wir es künstlich versucht. Darüber hab ich mit meinen Mann vor der Kinder Planung gesprochen.
Ich hab aber auch gesagt das ich es, wenn die künstliche Befruchtung nicht funktioniert, abbrechen werde und wir zu einer alternative greifen. Ich kann nicht sagen wie lange wir es versucht hätten, kommt drauf an wie viele "Niederschläge" ich/wir verkraftet hätten.

Plan C wäre eine Adoption.

Mein Mann ist selbst adoptiert da seine Eltern keine Kinder zusammen bekommen können (mit einen anderen Partner schon, aber zusammen nicht). Irgendwas passt bei ihnen nicht zusammen und somit wird jedes Baby "abgestoßen" (fragt mich jetzt nicht was, sogenau hab ich nicht nachgefragt, ich glaub es hieß mal das mit der Blutgruppe was nicht passt).

Hallo,

wir sind auch nicht betroffen, haben aber über das Thema gesprochen, bevor ich das erste Mal schwanger war.

Wir hattenen uns darauf geeinigt, dass wir Kinder adoptieren, sollte es auf natürlichem Weg nicht klappen. Ich bin allerdings davon überzeugt, dass wir wohl schlussendlich doch nachgeholfen hätten - allerdings nur in einem bestimmten Rahmen.

Ich denke, wir hätten beide Medikamente genommen, die die Fruchtbarkeit steigern / die Chancen auf eine Schwangerschaft erhöhen. Künstliche Befruchtung wäre für uns nicht in Frage gekommen. Das hat etwas mit unserer Einstellung zum Beginn von Leben zu tun.

LG

Da muss ich nochmal fragen:." Das hat etwas mit unserer Einstellung zum Beginn von Leben zu tun." Heißt: -der soll natürlich sein ? Oder was anderes?

Ob natürlich oder nicht, spielt für mich keine Rolle.

Für mich beginnt Leben mit der Verschmelzung von Samen- und Eizelle. Bei künstlicher Befruchtung bleiben ja doch häufig befruchtete Eizellen übrig. Damit hätte ich meine Probleme.

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Ich finde die Frage schwierig. Im Grunde kann man sie nur beantworten, wenn man betroffen ist und es durchgemacht hat. Ansonsten kann sich die Meinung auch schnell ändern.

Zum kotzen fand ich die Freundin die sofort schwanger wurde und mir etwas erzählte von "mit chemischem oder künstlichem Zeug hätte sie nicht nachgeholfen" dann bleibt man halt kinderlos, so dramatisch sei das ja nicht. Ja, das ist natürlich einfach zu erzählen, wenn man das Baby im Arm hat. 🙄

Wir haben uns im Vorfeld darauf geeinigt, dass es nix mit fremd DNA sein wird und Adoption auch keine Lösung ist. Icxi fand ich kritisch. Ivf wäre noch okay gewesen. Letzlichtendlich hab ich dann schon beim gnvp mit ausllösespritze abgebrochen, weil ich es psychisch nicht geschafft habe.

Ich kann die Gedanken verstehen, wenn man sich fragt ob hier vielleicht kein Kind sein soll. Nur weil es medizinisch möglich ist muss es nicht unbedingt gut sein. Da gib es auch Beispiele hirntote am Leben erhalten oder alte und kranke Menschen künstlich ernähren und beatmen z.b.

Jeder muss selbst entscheiden, wie weit er geht und die Konsequenzen dafür mittragen.

Heißt, du bist deinem kinderwunsch nicht mehr nachgegangen weil du bei der Spritze gemerkt hast wo deine Grenze ist?! Das mit deiner Freundin ist ziemlich unsensibel!

Wir haben das Thema durch, bis zur Embryonenspende. Wäre für mich zu Beginn unserer Kinderwunschzeit völlig undenkbar gewesen. Aber wir haben Schritt für Schritt gemacht, und am Ende unserer Reise sind zwei wunderbare Jungs entstanden. Jede "Stufe" war anfangs furchtbar, hat sich wie eine Niederlage angefühlt, aber der Kinderwunsch ist nie weniger geworden.
Pflegekinder hätte ich uns nicht zugetraut, und Adoption wäre nicht (mehr) in Frage gekommen. Eine Freundin, die adoptiert hat, beneidet mich übrigens darum, dass wir keinen Stress mit dem Jugendamt hatten.

Ich denke das muss jeder selber entscheiden. Für uns wäre sowas niemals in Betracht gekommen. Ich bekam mit 24 vom Arzt die Ansage, Kind kann ich vergessen. Als wir uns dann wunderbar mit der Situation angagiert hatten, wurde ich ungewollt doch noch schwanger. Auch ohne Kind hätten wir ein schönes Leben gehabt.

Bei uns war aber auch bei beiden der Kinderwunsch nicht extrem gross, manch einer braucht ja unbedingt ein Kind im Leben um "komplett" zu sein.

Deshalb, jeder wie er will.

LG
Visilo

Hi
Moralische/ethische Bedenken als Kinderloses Paar eine Kinderwunschbehandlung durchzuführen gab es bei uns niemals.
Aber was hier noch nicht thmatisiert wurde und uns während der Behandlung (2. Frisch Versuch) beschäftigt hat, sind die zuviel gewonnen Eizellen(weiterentwickelten).
Ohne Kryo im ersten Versuch wären wir noch kinderlos. Also wie entscheiden wenn im 2. Frischversuch (Geschwisterversuch) noch Eizellen übrig bleiben und der Versuch erfolgreich ist. Das hat uns wärhend der ganzen Prozedur der Spritzen & Nasemsprays verrückt gemacht.

Also ethische Bedenken - nein, moralische Bedenken was wäre wenn - ja.

Die Frage ist durchaus legitim und interessant. Jedoch empfinde ich es nach durchgemachter Prozedur tatsächlich so, dass man hier wirklich nur mitreden kann, wenn man selbst in der Situation war.

Während man ohne den Kinderwunschdruck lange philosophieren oder grosse Worte von wegen Natur etc. schwingen kann, sieht die Situation ganz anders aus, wenn man drinsteckt.

Während wir uns zu Beginn lediglich ein Abchecken der äusseren Faktoren wie Schilddrüse, Vitaminstatus etc. und nie auch nur GV nach Plan vorstellen konnten, verschieben sich während der Behandlung kontinuierlich die Grenzen. Eine Rundum-Kinderwunsch-Behandlung ist etwas vom Belastendsten überhaupt.

Und alle, die mit Argumenten kommen, es brauchen doch soviele Kinder Eltern. Da hat wohl keiner den ewigen und zermürbenden Prozess einer Inlandsadoption mitgemacht. Hier heisst es - wahrscheinlich zu Recht - sich komplett nackig zu machen, sein Innerstes nach aussen kehren, Bedingungen zu erfüllen, die ganz viele "normale" Eltern nie erfüllen würden etc. Auslandadoption birgt andere Schwierigkeiten - für beide Seiten. Pflegekinder bringen, wie erwähnt, häufig einen Riesenpacken an Problemen und Verletzungen mit sich. Nicht jedes Paar, das sich Kinder wünscht, kann und will sich auf eine solche Herausforderung einlassen. Ist es so abwegig, sich ein Kind zu wünschen, das vom ersten Monat der Schwangerschaft an begleitet werden konnte? Das heisst entsprechende Ernährung, Abstinenz von Alkohol und Nikotin, keine Medikamente, Drogen etc.

Da finde ich die Gene, die bei allen Menschen zu über 99% identisch sind, deutlich weniger problematisch.

Es wird Zeit, dass die Embryonen-/Eizell- (und Samenspende) in Deutschland entkriminalisiert wird, was für Spender(innen) und Empfängerinnen wie auch und insbesondere für die daraus entstehenden Kinder einen wahnsinnigen Fortschritt bedeuten würde.

Das man es nur beurteilen kann wenn man in der Situation steckt wurde hier bereits öfter gesagt. Das weiß ich nicht. Aber für mich zum Beispiel ist "die Natur" gar nicht so sehr das moralische Problem. Ich denke an Dinge wie
-Eizellenspenderinnen aus dem Ausland, die gerade 20 sind und total unreflektiert des Geldes wegen spenden.
- das gleiche mit Leihmüttern
- jeder Mensch hat das Recht zu erfahren wo er herkommt, das wird genommen.
- hat jedes Paar"das Recht"auf ein Kind?
- es gibt Menschen die sich die Prozedur nicht leisten können, ist das nicht etwas sondierend?
- und zuletzt wo ist die Grenze? Stichwort Qctomom oder die älteste Mutter der Welt, die starb als ihre Zwillinge 4 Jahre alt waren?

Ich versuche dir mal die Fragen zu beantworten:
Zum Allgemeinen: Jedes Land hat eine eigene gesetzliche Grundlage/ halt keine Regelungen zur künstlichen Befruchtung. Wir hier in Deutschland sind sehr streng. Samenspende ist erlaubt. Eizellspende nicht. Embryonenspende ist erlaubt. Leihmutterschaft verboten. Mutter ist immer die Frau, die das Kind gebärt. Ob die Eizelle die der Mutter ist, ist unerheblich. Komplizierter ist Vater werden. Das behandle ich hier aber jetzt nicht.
Menschen mit Kinderwunsch können wählen, wo sie den Kinderwunsch angehen lassen wollen.
-Wie Eizellspenderinnen aufgeklärt werden, wenn in den Ländern Eizellspende erlaubt ist, liegt also an den Gesetzen in den Ländern. Ihnen generell zu unterstellen sie seien unreflektiert ist und würden das nur des Geldes wegen machen, ist ungerecht. Zum Beispiel spenden auch gerne mal die Angehörigen um den genetischen Bezuk herzustellen. Ich kenne Fälle, da spendete die Schwester der Frau mit Kinderwunsch. Finde ich super. Würde ich auch machen.
-wenn man natürlich nach Indien oder anderen 3te Weltländern geht, ist das ganz klar Ausbeutung! In Amerika in seriösen Kliniken offenbar nicht. Teilweise haben da die Kinder Kontakt mit den sozialen Eltern, der Leihmutter und der Eizellspenderin. Kostet dann aber natürlich auch richtig Geld.
- Nein! In Deutschland hat jeder das Recht zu erfahren, von wem er abstammt. Das geht bei Altfällen häufig nicht, weil die Rechtslage früher anders war und die entsprechenden Dokumente vernichtet wurden. Die Samenbanken hierzulande und z.B. auch in Dänemark haben sich darauf eingestellt. Es gibt Informationen über den Vater und dieser wird auch darauf hinweisen, dass plötzlich sein Kind Kontakt aufnehmen will. Natürlich gibt es auch andere Länder, in denen die Samenspende weiterhin anonym ist.
- Die Frage nach dem "Recht auf ein Kind" und der Frage nach den Kosten kann man gut gemeinsam betrachten. Rein praktisch hat schon niemand ein "Recht auf ein Kind".
Manchmal klappt es eben nicht, weder mit künstlicher Befruchtung noch mit Adoption oder ähnlichem. Manchmal ist das Leben halt sch***. Es sollte aber jeder versuchen dürfen. Mindestens 10 Versuche voll von der KK übernommenen fände ich super. Was raus kommt, ist da. Wenn nichts raus kommt, dann sollte da in Deutschland Schluss sein.
Derzeit ist es ein Abrechnunswirrwarr mit unterschiedlichen Kassenleistungen/ Zuschüssen der Länder und viele Eigenleistungen. Aber ich finde, dass sich auch "arme " Leute die Chance haben müssen.
- Altersbegrenzung: Beim Mann ist hier mit 50 Jahren Schluss bei der Frau mit 40 Jahren, was die Kassenleistungen betrifft. Damit wird halt eine Defaktogrenze in Deutschland gesetzt. Finanziell ist das dann einfach nicht drin. Probieren kann man es länger. Wenn man es sich leisten kann, geht man halt ins Ausland.
Diese etische Grenze muss halt jeder für sich selbst finden. Das ist so und wird immer so sein. Ich weiß auch nicht, ob es ethisch richtig ist jemand anderem das zu verbieten. Ich persönlich finde die Grenze bei Frauen mit 40 Jahren auch etwas tief. 45 sollte schon drin sein. Das gibt unsere Lebenserwartung allemal her.

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Meine Grenzen lägen darin wenn die Mutter (Oder Vater) schon sehr alt wäre. Auch so etwas wie DNA säubern - Junge, Mädchen, blondes Haar, sportlich etc. Finde ich grenzüberschreitend.
Ansonsten habe ich keinerlei ethische Bedenken.
Den sonst müsste man ja bei jeglicher anderer Medizinischen Behandlung ethische bedenken haben... Es hat schon sein Grund warum früher die Hälfte der Patienten mit Blinddarmentzündung verstorben sind, es hat schon seinen Grund warum früher ein sehr hoher Anteil an Babys und Mütter während er Geburt verstorben sind, es hat schon einen Grund warum Knochenbrüche Schmerzen bereiten und mittdreisiger früher wegen Knochenbrüchen bereits vollpflegefälle waren, es hat schon seinen Grund warum früher, auch in Europa, Millionen von Menschen an der Pest, Pocken oder spanischer Grippe dahingerafft sind.

Sehe ich genauso. Aber Was ist mit Eizellenspende und Samenspende und Leihmutterschaft? Bezüglich des Kindes später? Und man stirbt ja nicht an einem kinderwunsch?!

Ich bin strikt gegen die Eizellenspende und die Leihmutterschaft. Das ist beides für die Spenderin bzw die Leihmutter ein derartiger Aufwand, dass man es (außer in der engsten Familie) nur für Geld macht. Jede Frau, die eine Kinderwunschbehandlung hinter sich hat, wird wissen, wie aufwendig und körperlich anstrengend das ganze ist. Welche Frau sollte das außerhalb der engsten Familie ohne Gegenleistung auf sich nehmen.

Bei der Leihmutterschaft ist die Sache noch extremer. Nicht nur, dass die Frau Behandlungen über sich ergehen lassen muss, um schwanger zu werden, muss sie dann eine Schwangerschaft und Geburt überstehen. Ihr Körper sieht das Baby als ihr Baby an, trotzdem wird es ihr entrissen und kommt zu den (echten) Eltern. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob ich das in der engsten Familie machen würde, für Fremde gegen Geld sicher nicht. Wenn es Frauen doch machen, müssen sie wirtschaftlich sehr unter Druck stehen.

Hinzu kommt, dass man schon bei einer normalen Schwangerschaft sehr fremdbestimmt ist. Im Fall der Leihmutteschaft sagen die Auftraggeber der Frau was sie essen darf, welche Untersuchungen sie vornehmen muss und wie sie zu gebähren hat, damit dem Kind nichts geschieht.

Schließlich ist noch das Problem, wenn die "Ware" nicht den Erwartungen entspricht, das Baby krank ist und die Auftraggeber es dann nicht wollen.

Aus diesem Grund bin ich dagegen, wenn sich 2 Männer ihren Kinderwunsch erfüllen. Sie dürfen gerne ein Kind adoptieren, ein Pflegekind aufnehmen oder eine Form des Co-parenting finden, aber eine Leihmutter kaufen, finde ich absolut unmoralisch.

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Hallo!

Unser Kinderwunsch hat eine Zeit gebraucht, mehrere Fehlgeburten und so weiter ... es hat leider Jahre gebraucht bis meine Endometriose entdeckt und operiert wurde. Dann bin ich im 2.Zyklus nach der Operation schwanger geworden und wir haben unseren Sohn bekommen.
Durch die Ärzte-Odyssee aber haben wir uns mit dem Thema auseinandergesetzt, es gab ja auch leider Fehldiagnosen in der Zeit, so musste ich ein halbes Jahr lang jeden Monat ab Eisprung Heparin spritzen bis dann eine Zweitmeinung eingeholt wurde und der Arzt sagte, was ein Quatsch... im Kinderwunschzentrum war ich auch und wurde weggeschickt, in meinem Fall bräuchte es Geduld nur hieß es, auch da blieb die Endometriosis unentdeckt bis meine Schmerzen so schlimm wurden, dass ich selbst in die Notaufnahme bin und dort zum ersten Mal der Verdacht geäußert wurde.

Nach der OP hieß es, wenn es nach 6 Monaten nicht klappt und wir wirklich wollen, dann wird nachgeholfen. Und da haben wir uns dagegen entschieden, wir hatten für uns gesagt, wenn nicht, dann halt nicht. Das hatte aber wenig mit Ethik zu tun, wir waren einfach müde durch die Vorgeschichte. Wir waren einfach an einem Punkt angekommen, an dem wir angefangen haben, uns ernsthaft damit auseinanderzusetzen, dass wir eben kinderlos bleiben.

IM Freundeskreis kenne ich viele Facetten. Zwei Frauen, die mit Samenspende als Singles schwanger geworden sind. Eine alleinstehende Frau, die ein Pflegekind aufgenommen hat und es dann nach Jahren adoptiert hat. Gewollt und ungewollt kinderlose Paare. Paare mit mehreren Kindern und auch solche, die nur durch mehrere künstliche Befruchtungen Kinder bekommen konnten und damit sehr glücklich geworden sind. Und auch solche, die es aus religiösen Gründen ablehnen.

Ich denke, die Aufgabe einer guten Medizin ist es, die Natur zu unterstützen wenn ich es so salopp sagen darf. Sonst dürfte man tatsächlich auch kein Antibiotikum und Zahnersatz nutzen. Ich lehne nur Extreme ab ... Ü50-Jährige, die mit Fremdeizellen Kinder bekommen finde ich schwierig und egoistisch. Kinder haben ein Recht auf Eltern auch über die ersten Lebensjahre hinaus und sollten nicht mit 15-20 schon pflegebedürftige Eltern haben. Alles, was an der Genetik selektiert finde ich sehr sehr schwierig. Leihmutter dagegen sehe ich ganz entspannt.

Liebe Grüße

Hallo,

mein Mann und ich sind Dank einer ICSI Eltern einer wunderschönen und gesunden Tochter, die heute knapp 5 Monate alt ist. Bis wir unsere Tochter in den Armen hakten konnten hat es über 6 Jahre Kinderwunsch und 2 Jahre KiWu Behandlung gebraucht. Bevor wir die ICSI gemacht haben, haben wir sanftere Methoden gemacht. Sex nach Plan (Mit und ohne Auslösen des ES), IUI und dann haben wir uns zur ICSI entschieden. Unsere Tochter ist in der ICSI entstanden.

Ich hatte 6 Eizellen die reif waren, davon ließen sich 3 befruchten und eine der drei ist an Tag 2 stehen geblieben, die anderen beiden haben sich bis zu Blastos entwickelt, die ich mir habe einsetzen lassen. Beide haben sich eingenistet und leider haben wir einen unserer Zwillinge in der 10 SSW verloren. (Passiert in 75% aller zweieiigen Ss, oft wissen die Frauen gar nicht, dass sie mit Zwillingen schwanger waren.) Wir haben mussten uns also nicht mit der Frage, was mit den restlichen Eizellen geschieht, beschäftigen.

Hatten wir moralische oder ethische Bedenken. Nein die hatten wir nicht. Wir waren beide Mitte dreizig und in unseren Umfeld haben die meisten erst mit Anfang / Mitte dreizig Kinder bekommen. Daher sahen wir kein Problem mit unseren Alter.

In Deutschland sind die Richtlinien für künstliche Befruchtung streng geregelt, was Alter der Eltern, Anzahl der zurückgegebenen Embryos etc. angeht.

Wo ich viel größere ethische und moralische Probleme sehe, ist bei der Pränataldiagnostik und den späten Abbrüchen. Wir haben uns ganz bewusst gegen diese Entschieden und haben gesagt, wir nehmen was kommt.

LG MOrgain

Danke für deine Meinung! Stimmt mit der pränataldiagnostik, das ist natürlich noch ein ganz großes, eigenes Thema. Wärst du noch weiter gegangen als icsi?,Leihmutterschaft etc?

Hallo,

nein Leihmutterschaft, Eizellspende ist illegal in Deutschland und für uns kam nur eine Behandlung hier in Frage. Da wir den Standards hier vertrauen. Auch eine Samenspende kommt für uns nicht in Frage, auch wenn es legal ist.

Ich finde auch die Reproduktionsmedizin braucht Regeln und Grenzen. Nur weil es medizinisch / technisch möglich ist eine 60 jährige zu schwängern, sollte man es nicht tun. Für uns war klar, klappt es nicht bis wir 40 sind, bleiben wir kinderlos. Denn wir wollen, dass unser Kind mit Eltern aufwächst. (klar dafür gibt es keine Garantie). Ich stehe auch genetischer Selektion, wie es im Ausland erlaubt ist, ablehnend gegenüber.

Wir sind soweit gesund, doch sind meine Eileiter nicht richtig durchlässig. Dies war der Grund. Wir sind diese einfach umgangen.

Und ganz ehrlich, eine KiWu Behandlung ist kein Spaziergang. Es ist hart, anstrengend und beschwerlich. Ich habe eine Depression entwickelt und unsere Ehe stand kurz vor den Bruch. Wir gingen körperlich und emotional über Monate an Krückstock, bis wir uns therapheutische Hilfe holten. Wir sind uns einig, unsere Tochter bleibt Einzelkind (es sei es klappt natürlich, Wahrscheinlichkeit um die 3-5%), denn wir werden uns diese Belastung nicht nochmal antun. Aber das Würmchen, was gerade in meinem Arm schläft war die Anstrengung wert.

LG Morgain

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Hallo,
nein ich hätte keine Bedenken solange eigenes "Material " verwendet wird. Darüber hinaus wäre mir die Herkunft und damit verknüpft die Genetik meines Kindes zu ungewiss. Ich habe 3 Kinder und man merkt sehr deutlich die Wesenszüge der Elternteile. Bei einem Spender fällt dies weg und ich habe mir ja bewusst meinen Partner als Vater ausgesucht. Ansonsten finde ich es toll das es die Möglichkeiten der Medizin hier gibt.

Für uns war eine Behandlung mit samenspende die einzige Möglichkeit unserer Kinderwunsch wahr werden zu lassen. Allerdings wäre eine ausländische Samenbank nicht in Frage gekommen. Die Entscheidung dafür hat lange gedauert aber wir bereuen nichts und sind sehr dankbar für unseren Sonnenschein.
Uns wurde gesagt das viele künstlich gezeugte Kinder, öfters etwas kleiner und früher zur Welt kommen könnten. Ein erhöhtes frühchen Risiko bestehe allerdings nicht. Und das Risiko für Diabetes oder Übergewicht kann wie bei einer normalen Schwangerschaft auch bereits durch das Essverhalten der Mutter während der Schwangerschaft beeinflusst werden. Also im Vergleich normale Schwangerschaft übergewichtige Mutter ernährt sich in der SS sehr ungesund höheres Risiko als bei dem Kind mit künstlicher Befruchtung und dessen Mutter sich sehr gesund ernährt hat.