Ich komme mit den Beleidigungen meines Sohnes nicht mehr klar

Hallo ihr Lieben
Ich versuche, mich so kurz wie möglich zu fassen. Danke fürs Lesen.

Mein Sohn ist 13 Jahre alt, ist in psychologischer Behandlung seit, ich glaube, 5 oder 6 Jahren - es zeigt sich aber absolut keine Besserung. Im Gegenteil. Mit Eintritt der Pubertät ist alles viel schlimmer geworden... ehrlich gesagt nicht mehr auszuhalten. Ich bin an einem Punkt angelangt, wo ich einfach nicht mehr kann. Ich sitze abends beim Kaffee und weine ... merke selbst, wie ich minutenlang Löcher in Luft starre... kann kaum noch essen und wiege mittlerweile 45 kg auf 170 cm ...

Es ist so extrem, unglaublich schwierig mit meinem Sohn. Das war es schon immer, aber mittlerweile geht es einfach nicht mehr.
Er ist hypersensibel, hat ADHS, flippt ständig aus und ist manipulativ. In dem einen Moment umarmt er mich, im nächsten sagt er mir, wie hässlich und unfähig ich bin. Mama, bringst du mich heute mit dem Auto zum Bus? Ja mach ich. Danke, du bist die beste! Mama, bringst du mich heute zum Bus? Heute ist es etwas stressig (kleine Schwester), fahr bitte dem Roller runter. Boah du kannst echt überhaupt nichts, für was gibt es dich überhaupt?

Ich koche eins seiner Lieblingsgerichte, alles ist gut. Ihm schmeckt das Essen nicht, ich bin zu dumm zum Kochen und jede Mutter kann es besser als ich.

Seine Noten in der Schule - 4 bis 5. Wenn ich ihn ans Lernen erinnere oder mit ihm gemeinsam lernen möchte, bin ich lästig, soll ich mich nicht in sein Leben einmischen "ach geh doch deinen eigenen Scheiß machen und lass mich in Frieden"

Wörter/Sätze wie
- ich hasse dich
- du bist so dumm
- dämliche Mutter
- zieh doch aus
- wieso schaust du so depat (Österreich - blöd)
Sind hier Gang und gebe.
Nein, ich rede so nicht mit ihm. Ich beschimpfe ihn nicht oder beleidige ihn nicht.

Wenn er etwas nicht bekommt oder ihm meine Meinjng nicht passt, tyrannisiert er mich. Läuft mir nach, versperrt mir den Weg. Hält die Tür zu, nimmt mir das weg dass ich gerade brauche. Beim Kochen z.B. den Kochlöffel "sag zuerst ja, dann geb ich ihn dir wieder" entweder ich gebe nach oder ich muss ihm tatsächlich gewaltsam den Löffel entreißen. Dabei lacht er.

Ach ich könnte noch so viel schreiben ... ich bin einfach müde ...
Ich kann nicht mehr.
In der Schule ist er total brav. Die Psychologin erkennt auch kein komisches Verhalten. Er verstellt sich.

Es gibt auch seltene schöne Momente, aber da muss es wirklich zu 100% nach seinem Willen laufen. Zu seiner kleinen Schwester ist er der beste große Bruder, den man sich nur wünschen kann. Er steckt alles ein, teilt alles, macht alles was sie will. Sie hat gerade so eine Phase, in der sie beißt und Haare reißt (18 Monate alt) - das steckt er weg wie nichts. Er war noch nie sauer auf sie.

So, jetzt muss ich ihm sagen, dass es genug ist mit Fernsehen und er bitte in sein Zimmer gehen soll. Ich werde es ihm freundlich sagen, wie jeden Abend. Er wird mich beschimpfen ....

Danke fürs Lesen. Ich habe keine direkte Frage aber ich bin für jeden Ratschlag, Tipp, Denkanstoß und gern auch Kritik offen.

Gibt es einen Vater? Wenn ja, könnte er da wohnen, wenn das meiner wäre.

Ja, da ist allen Beteiligten sicher geholfen... Abschieben. Ganz großes Kino!

@TE: Welche Hilfen habt ihr bisher in Anspruch genommen?


Lg

Zum Vater besteht kein Kontakt.
Ich liebe dieses Kind, mehr als alles andere auf dieser Welt! Ich werde ihn nicht fortschicken, auch wenn das bedeutet, dass ich noch viele weitere Jahre diesen Kummer aushalten muss. Ich hoffe, wir finden eine andere Lösung.

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Auch wenn eine Mutter für ihr Kind alles tun und kämpfen soll, finde ich, dass es bei euch an einen Punkt kommt, wo andere Maßnahmen her müssen. Du bist auch nur ein Mensch mit Gefühlen und einer Seele und leider nur noch 45 kg 😵 das geht nicht. Du musst nun mal an dich denken. Auch deine Tochter braucht eine gesunde Mama. Geh zum Jugendamt und hol dir Hilfe. Es gibt Wohngruppen, Hilfen... Dein Sohn ist keine 4 mehr. Er hat kein Recht so mit dir umzugehen und dich zugrunde zu richten. Bitte hol dir Hilfe

Ich war 16, als mein Sohn geboren wurde. Von außen bekomme ich immer zu hören, wie toll ich das gemacht habe, in so jungem Alter ein Kind groß gezogen. In Wahrheit habe ich komplett versagt ...
Als ich meinen Eltern vor kurzem die Situation geschildert habe (habe die ersten 4 Jahre dort mit meinem Sohn gelebt), meinten sie, sie hätten das Sorgerecht nie an mich abgeben dürfen :( sie würden ihn jederzeit bei sich aufnehmen, wenn ich nicht mehr kann, zum Wohle des Kindes. Ich weiß, wie meine Familie dann über mich denken würde. Und dann habe ich noch ein weiteres Kind bekommen, wenn ich nicht mal mit einem zurecht komme ...

Du hast nicht versagt. Ich denke die Leute die zu dir gesagt haben wie gut du es gemacht hast sehen was du jeden Tag leistet und haben Recht. Es gibt aber auch besondere Kinder. ADHS ist nicht einfach, nicht einfach fürs Kind auch auch nicht einfach für das Umfeld. Stelle einen Antrag auf Hilfe zur Erziehung damit man dir jemand an die Seite stellt der dich unterstützt.

Lass dich beraten ob man ihn eventuell mit Medikamenten unterstützen kann.

Deine Eltern würde ihn zum Wohle des Kindes aufnehmen. Dort sehe ich zwei Varianten. Sie machen alles was er möchte, geben ihm alles was er verlangt. Das kann einige Zeit gut gehen wird deinem Sohn aber auf Dauer nicht weiter helfen weil er dann nicht lernt Regeln einzuhalten. Eine andere Variante ist das sie versuchen Regeln durchzusetzen, so wie du es tust. Dann werden sie ganz schnell erkennen welchen Kampf du täglich führst.

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Hast du dich schon mal ans Jugendamt gewandt? Ist er medikamentös eingestellt?

Das Jugendamt hat uns damals eine Psychologin empfohlen. Medikamente bekommt er keine.

Also ganz ehrlich ich hab auch nen ADHSler daheim und mein Sohn ist zusätzlich noch Autist. Aber dein Sohn topt es wirklich. So ist nicht mal meiner und der ist schon kein Engel.
Das er sich so gut verstellen kann ist eine Sache, aber so gehts auf keinen FAll weiter. Es ist wirklich unter aller Kanone und ich kann mir vorstellen wie du leidest.

Versuch doch mal ihn aufzunehmen wenn ers nicht merkt. Du kannst dir sicherlich schon denken wann solche Sachen kommen. Andernfalls würde ich ganz klar bei der Psychologin auflaufen wo er sich immer so nett zeigt und sagen das es so nicht weitergehen kann.

Ganz ehrlich du gehst kaputt. Und auch wenn es mein Kind muss hier Hilfe her.

Ela

Wie meinst du das, ihn aufzunehmen wenn er es nicht merkt?

Ich überlege, die Psychologin zu wechseln, falls das möglich ist.

Bist DU beim Pschologen?

NIEMAND darf dich so behandeln! Hat dir das schon mal wer gesagt?

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Hallo,


irgend wie kommt mir das sehr bekannt vor und ich weiß auch das die ganze Situation sehr kräftezehrend ist.

Ich habe den Eindruck das er absolut kein Respekt vor dir hat. Er wird so gut wie gegen alles sein was du machst. Das sogenannte "oppositionelle Verhalten" . So lange alles so läuft wie er für richtig hält ist die Welt in Ordnung, aber weh du vorderst etwas was ihm nicht passt.

Er wird wissen wie er sich wo verhalten muss um das zu bekommen was er möchte. Er ist schon länger Zeit in psychologischer Behandlung und wird erkannt haben wie es läuft. Ich möchte nicht ausschließen das er mit der Psychologin spielt und sie es nicht erkennt. Er könnte sogar das Potential zum " Musterpatient" haben. Daher wird sie bei ihm kein auffälliges Verhalten erkennen können.

Eine Frage habe , sie wurde hier aber schon gestellt. Bist du allein-erziehend oder hast du einen Partner an deiner Seite?

Ich denke du solltest dir Hilfe zur Erziehung suchen und auch psychologische Unterstützung für dich in Anspruch nehmen.

Freundliche Grüße und viel Kraft.

blaue-Rose

Das ist richtig. Er ist fast gegen alles, das ich mache.
Ich habe einen Partner seit 5 Jahren. Zu seinem leiblichen Vater besteht kein Kontakt. Wir waren beide sehr jung, er 19 und ich 16 Jahre alt.

Wie kommt er mit deinem neuen Partner klar und wie kommt dein neuer Partner mit ihm klar?

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Tut mir furchtbar Leid, dass du solchen Kummer mit deinem Kind hast. Ich kann mir vorstellen, wie schlimm es für dich als Mutter sein muss, wenn dein eigenes Kind so Sachen wie "ich hasse dich" oder "du bist dumm" zu dir sagt. Das ist absolut verletzend und respektlos. Nun wird ein Teil sicherlich der Tatsache geschuldet sein, dass dein Sohn ADHS und div. andere Beeinträchtungen hat, aber das kann und DARF nicht als fristlose Entschuldigung für seine respektlosen Ausfälle dir gegenüber gelten. Er ist ja bereits in psychatrischer Behandlung. Das ist richtig so und mehr kannst du (vorerst) auch nicht machen, zumal er halt erst 13 ist.

Ich bin gerade fieberhaft am überlegen, wie man sich als Mutter in solchen Situationen reagieren könnte. Ich kann mir gut vorstellen, wie HILFLOS du dir in solchen Momenten vorkommen musst. Du fühlst dich deinem Kind quasi "ausgeliefert".

Aber wenn dein Sohn dir ggü. das nächste Mal derart respektlos werden sollte, dann würde ich folgendes versuchen:
Ich würde ihm ganz scharf (ohne zu schreien) mitteilen, dass ich nicht gewillt bin, mir seine Beleidigungen/dummen Sprüche weiterhin anzuhören und dass ich erst wieder mit ihm reden werde, wenn er sich beruhigt und sich bei dir für seine Worte entschuldigt hat! Dann würde ich weggehen und ihn stramm stehen lassen. Außerdem würde ich ihn die nächsten 1-2 Stunden mal wirklich NICHT weiter beachten, also wie Luft behandeln. Ich könnte mir vorstellen, dass ihn das nach gew. Zeit zu wurmen anfängt und er dann auf der Basis einsieht, dass er sich falsch verhalten hat. Und wenn er dann zu dir kommt und sich ernsthaft (merkt man ja meistens, so etwas) bei dir entschuldigt, dann würde ich erst wieder mit ihm reden und ihm einbläuen, dass so etwas einfach nicht geht. Je nach Situation würde ich ihn dabei auch in den Arm nehmen o.Ä.

Ob es auf diese Weise in deinem Fall funktionieren würde, weiß ich nicht, aber du kannst es ja mal so versuchen und schauen, wie es dann läuft!

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und hoffe, dass du deinen Sohn irgendwie (halbwegs) zukünftig in den Griff bekommst.

Liebe Grüße
Mommy92

Vielen Dank für deine Antwort!
Leider funktioniert "das Ignorieren" absolut nicht. Wäre er mein einziges Kind, könnte ich mir vorstellen, dafür genug Geduld zu haben. Aber seine kleine Schwester beginnt irgendwann auch zu weinen, wenn der große Bruder nur brüllt. Er folgt uns in jedes Zimmer, geht mit zum Wickeln ... steht neben uns und brüllt. Ich möchte die Kleine einfach nicht diesem Stress aussetzen. Sie muss sich dabei fürchterlich fühlen ...

Hast auch du dir psychologische Hilfe geholt?

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Sorry, wenn ich das damals gemacht hätte, hätte ich einen Arschvoll bekommen, der sich sowas von gewaschen hätte. Meine Mutter so zu bezeichnen wäre mir im Leben nicht eingefallen.

Richtig! Mir auch nicht...
Ich hatte in der Pubertät auch mal Zoff mit meinen Eltern, aber so ausgeartet ist es nie.

Wir hatten generell früher einen ganz anderen Respekt vor Erwachsenen. Meine Mutter hat mich nie geschlagen, trotz allem hätte ich es nie so auf die Spitze getrieben. Das erste Mal ein Wiederwort gegen meine Oma habe ich mit 15 gegeben und das war weiß Gott harmlos. Ich bin Lehrerin und erlebe jeden Tag den immer weiter verfallenden Respekt gegen die Eltern, gegen Mitschüler, gegen uns Lehrer...

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Wie ist denn dein Sohn sonst?

Zu anderen? Zu deinem Partner? In der Schule?
Kam noch nie jemand von außen auf dich zu?

Lg

In der Schule ist er unheimlich freundlich, ist noch nie negativ aufgefallen, bis auf seine schlechten Noten. Er hat immer ein Lächeln im Gesicht, redet nie rein oder zurück.
Allerdings wird er gemobbt. Er hat nur einen Freund in der Klasse. Hatte letzte Woche erst ein Gespräch mit seinen Lehrern, dass wir dringend handeln müssen. Sie sagten, sie werden es nun genauer beobachten. Mein Sohn ist der Kleinste (145 cm groß), war ein extremes Frühchen (38 cm, 850 g) man merkt es ihm einfach ein wenig an (Zahnfehlstellung, auffällige Kopfform) ... er ist trotzdem ein wirklich hübscher Junge aber Kinder können so gemein sein. Sie verstecken seine Unterlagen, schubsen ihn, wollen ihm im Sportunterricht nicht in ihrer Gruppe haben...

Zu meinem Partner ist er genauso wie zu mir.

Zu meinen Eltern ist er ein Engel.

Hallo,

ehrlich gesagt klingt das nach Frühchenproblemen die nicht behandelt und therapiert wurden. Wart ihr wirklich nur bei einer Psychologin? Was macht die? Traumaaufarbeitung? Keine Ergo für Aufmerksamkeitsförderung? Hat ein Spezialist seine Entwicklung überwacht oder nur ein niedergelassener Kinderarzt? Wurde von Profis getestet ob er ADHS hat, wurde geschaut ob er Wahrnehmungsstörungen hat? Gerade so leichte Frühchen haben oft irgendwelche Probleme, Wahrnehmungsstörungen, Konzentrationsstörungen, Regulierungsstörungen. Die können unbehandelt wie starkes AHDS wirken ohne wirklich AHDS zu sein, oder die Symptome verstärken. Wenn es wirklich ADHS ist solltest Du darüber nachdenken ihn medikamentös einstellen zu lassen. Ich würde aber auch unbedingt einen Frühchenspezialisten aufsuchen und ihn da mal durchchecken lassen. Frühchen haben nun mal Eigenheiten, auch wenn uns viele gerne das Gegenteil glauben lassen, die Frühgeburt hinterlässt bleibende Spuren im Gehirn, Frühchen "ticken" einfach anders, haben oft typische neurologische Auffälligkeiten und da sollte auch ein Spezialist ran.

Alles Gute Euch, hoffentlich können Euch andere Spezialisten besser helfen!

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Hast du mal in Betracht gezogen, ihn (zumindest für einige Zeit) in ein spezielles Heim oder eine Wohngruppe für schwererziehbare Minderjährige zu geben?

Ich weiß, dass das jetzt im ersten Moment ganz schlimm klingen muss! Keine Mutter gibt gerne ihr Kind weg. Aber bei dir scheint die Situation ja mittlerweile so schlimm zu sein, dass ich (fast) keinen Ausweg mehr sehe. Vor allem: Du selber gehst ja derzeit schon vollkommen kaputt (seelisch als auch physisch) an diesen Umständen. Das darf nicht sein; du hast auch noch ein anderes Kind, um das du dich kümmern musst!

Ich schlage das vor, weil ich in meinem Bekanntenkreis auch so einen Fall habe, wo zwei Eltern ihren 15-jährigen Sohn mal für ein paar Monate in eine Art Heim für Schwererziehbare gegeben haben, weil sie einfach nicht weiter wussten und völlig am respektlosen Verhalten ihres Sohnes zerbrachen. Das wirkte am Ende Wunder: Der Sohn kam hinterher total verändert nach Hause. Er war viel ruhiger und erträglicher!

Aber bevor du so einen Schritt wirklich in die Wege leitest, solltest du evtl. erst einmal versuchen, deinen Sohn in passenden Situationen darauf aufmerksam zu machen: "Freundchen, ich mache das nicht mehr lange mit! Wenn du dich nicht besserst, dann werde ich dich in ein Heim für Sonderfälle geben. So behalte ich dich nicht länger bei mir Zuhause!"
Vielleicht würde das ja helfen, dass er mehr Einsehen hat. Auch wenn es eigentlich eine "Drohung" ist....

LG

Daran gedacht habe ich schon.
Aber ich weiß nicht, ob ich das könnte. Er hätte Anfang des Jahres für ein paar Untersuchungen im Krankenhaus bleiben müssen. Er hat geweint, geklammert, seine kleine Schwester umarmt und geküsst, als wäre es ein Abschied auf Ewig. Schlussendlich haben wir diese Untersuchungen nur stationär durchführen lassen. Wenn es hart auf hart kommt, ist er unglaublich lieb, sagt mir auch, wie lieb er mich hat und mich braucht und ihm alles Leid tut, was er je gesagt oder getan hat. Das tut mir dann auch wieder so leid :(
Nach 2 bis 3 Tagen ist wieder alles wie vorher ...

...und du fühlst dich bei so etwas nicht bis zum Anschlag manipuliert??? Der hat es auf jeden Fall drauf, Hut ab

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Guten Abend!
Erstmal Respekt, dass du es so lange mitgemacht hast. Ich denke du hast erkannt, dass ihr Hilfe braucht.
Wichtig: ist er bei einer Kinder PSYCHOLOGIN oder bei einem PSYCHIATER?
In eurem Falle ist beides gut, aber letzteres wichtiger.
Ich würde mich an die Ambulanz der nächsten Kinder und Jugend Psychiatrie wenden und dort einen ambulanten Termin machen. Ihr müsst wissen OB es eine Diagnose gibt (oder ob es ein Extremfall der Pubertät ist) und WELCHE. Das lässt sich am besten mit verschiedenen Spezialisten klären, die in Uni Kliniken zum Beispiel alle vor Ort sind ( in diesem Fall psychischiater, Psychologen und Neurologen)

Eine Erziehungsberatung wäre auch gut. Damit wären die meisten überfordert, egal ob ehemalige teenie Mutter oder spät gebärende.

Und du musst überlegen, ob du vielleicht von Gesprächen mit einer Psychologin profitierst. Um damit umzugehen und das zu verarbeiten!

Ich wünsche Dir viel Kraft und euch eine baldige Besserung

Danke für deine Antwort.
Wir sind nur bei einem Psychologen, kein Psychiater.
Kann man in einer Psychiatrie einfach so anrufen und einen Termin vereinbaren ohne stationärer Aufnahme?

Ja kann man. Möglicherweise brauchst Du eine Überweisung vom Kinderarzt (weiß aber nicht, wie das in Österreich ist)

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Hallo

Ich schreib dir mal von mir.
Ich bin auch so gewesen, dass echt jeder mit mir anstellen durfte, was er wollte. Allerdings war mein persönlicher leidensdruck schon mit 19 so groß, dass ich zum psychologen gegangen bin.
Da haben wir erst mal an meiner sozialen kompetenz gearbeitet.
Ich habe mir immer einen wahnsinns-kopf darum gemacht, was andere von mir denken könnten und ich hatte eigentlich vor jedem Menschen angst. Ich hing 24/7 an meinem jetzigen ehemann und habe freundetechnisch nichts auf die reihe bekommen. Ich kann echt froh sein, dass mein mann das nicht ausgenutzt hat und mich nie schlug oder beschimpfte.
Wir sind auch manchmal ganz vorsichtig in die Kindheit gegangen. Wie du hatte ich nie gelegenheit, zu pubertieren. Dir fehlt diese phase komplett. Du bist von der Kinderstube direkt in die Erwachsenenwelt katapultiert worden. Das macht viel kaputt! Gerade Selbstbewusstsein und Durchsetzungsvermögen kommen da zu kurz.
Und dann hattet ihr ja auch noch so einen schweren start. Mit frühchen, sorge, usw. Das hinterlässt Spuren, die bis heute reichen. Du hast es noch nicht geschafft, diese Zeit hinter dir zu lassen und begründest heutiges Verhalten immer noch mit seiner frühen Geburt.
Ich habe nach der ersten therapie damit begonnen, mich genau dort beruflich festzusetzen, wo ich die größten probleme hatte: jugendliche und junge erwachsene.

Vor einem Jahr ist mir ein junger Mann zugeteilt worden, der mich sehr verunsichert hat. Ein Rotzbengel ohne Respekt. Ein Vollidiot vor dem Herrn und dazu noch völlig unfähig. (Ich hoffe, es wird später niemanden geben, der dein Kind so beschreiben muss) Der hat sehr viel Gewalt ausgestrahlt und ich habe mir noch mal psychologische Hilfe genommen, weil ich immer mehr unter seiner Art gelitten habe und er mir auch Gewalt angetan hatte.
Wir haben alle Gewalterfahrungen aufgezählt und analysiert, die ich so hatte und sind beim Mobbing in der Schule hängen geblieben. Anschließend hat mir mein Psychologe beigebracht kritische Situationen zu üben. Immer so, wie es gut ging.

Ich konnte das auch mit "einfacheren" Jugendlichen üben. Wichtig war es, eine BLance aus Respekt und Autorität zu finden. Ich habe sehr darauf geachtet, die Jugendlichen rasch zu loben und genauso rasch Fehlverhalten zu unterbinden. Da braucht es Training, um die richtige Balance zu finden.
Letzte Woche war ich sehr erfolgreich. Inzwischen erkenne ich recht gut, wann aufmüpfiges Verhalten nur ein Schrei nach Grenzen ist und wann es wirklich bösartig ist.
Heute hatte ich, nachdem ich es 3 Monate vermeiden konnte, mit dem problematischen Jugendlichen zu arbeiten, der so viel Gewalt ausstrahlte, eben diesen Jugendlichen wieder bei mir.
Ich hatte den Tag gut durchgetaktet und habe mich in einer Konfliktsituation aufgeblasen wie ein Ochsenfrosch. Ich habe sehr gezittert und hatte auch große Angst vor ihm, aber ich bin einfach aufgestanden, hab mich groß gemacht und habe genau das gesagt, was gesagt werden musste. Ich hab nicht mal gestottert. Er ist dann gelaufen.
Nächste woche wird er wieder was versuchen und ich werde sofort reagieren und die Grenzen beibehalten.

Zum Glück ist das nicht mein Sohn. Ich habe nicht das Bedürfnis von ihm gemocht zu werden. Das würde mich ausbremsen, so wie es dich ausbremst.

Dein Sohn braucht dringend Hilfe von dir. Jeden Tag muss er sich was ausdenken, um euch aus der Reserve zu locken, weil ihr einfach keine klare Linie fahrt.
Wieso fährst du ihn, wenn er dich beleidigt?
Wieso kochst du sein Lieblingsessen, wenn du doch so ne sch.. Köchin bist?
Lasst euch beide helfen. Dein Kind kann kein Psychologe reparieren. Nur ihr könnt das. Lasst euch von einem Psychologen dabei helfen!

Vielen lieben Dank für deine Antwort und deine persönlichen Erfahrungen ❤

Danke, an alle, dass ihr euch die Zeit nehmt, mir zu helfen.
Ich schätze das wirklich sehr, bin schon wieder den Tränen nahe und nehme mir eure Ratschläge sehr zu Herzen.

Hallo!

Es gibt doch eine Menge gute Gründe für eure Probleme. Ein Extremfrühchen, körperlich immer noch hinter Gleichaltrigen zurück, wird geärgert. Schlecht in der Schule bei ADHS ohne Medikamente ist auch kein Wunder, und das wird ihn erst Recht frustrieren. Vieles was ihn glücklich macht hat er ja nicht.

Du hast einen neuen Partner mit dem er sich nicht gut versteht und ein zweites Kind - das stresst ihn sicher auch. In einer sowieso schwierigen Altersstufe sind das ganz schön heftige Änderungen.

Dein Sohn hat da wirklich viele Baustellen. Ist alles viel. Und deine erste Erfahrung war, dass er ewig krank war, du dir irre sorgen gemacht hast, und vielleicht auch deswegen Probleme hast, Grenzen zu setzen. Hol dir Hilfe, das war ja wirklich nie leicht für dich.

Könnte er zu deinen Eltern ziehen und die Schule wechseln? Weg von denen, die ihn mobben? Rede mit ihm. Würde ihm ein Neustart vielleicht sogar gut tun?

Hallo du,

was mir noch auffällt: Du scheinst immer wieder sehr große Hoffnung zu haben, dass sich sein Verhalten dauerhaft zum Besseren wendet, wenn er sich mal ein paar Tage hintereinander nett verhält. Ich denke ein wesentlicher Punkt, den du einsehen solltest ist, dass es auf dem jetzigen Weg immer nur bei maximal ein paar Tagen bleiben wird. Es ist absolut verständlich, dass du dir von Herzen wünschst, dass das positive Verhalten bleibt - aber schau dir das ganze Ganze an - auf diesem Weg wird das positive Verhalten nie Bestand haben, hatte es all die letzten Jahre auch nicht und das ist eine lange Zeit.

Ich kann dir an sich nichts raten, außer dir, wie hier schon empfohlen, Hilfe von Außen zu holen UND dich zu trauen, neue Wege zu gehen. Du hast nicht viel zu verlieren, aber viel zu gewinnen und deine beiden Kinder brauchen eine Mutter, die Kraft für sie hat und an sich hast du einiges an Kraft, sonst hättest du das bisher alles nicht geschafft. Alles Gute!

Danke dir ❤

Abschieben in eine Wohngruppe finde ich generell die schlechteste Lösung.
Ihr solltet eine Familientherapie machen!
DU musst mit zur Therapie. Alles andere ist Unsinn. Und dann musst du aus der Opferrolle raus und in deine Muterrolle finden.
Aber bitte gib ihn nicht auf...
Lass dir Strategien zeigen, wie du ihn wieder "in die Spur bringst". Ich glaube alleine wird das nichts aber ihr müsst das gemeinsam angehen.

Danke für deine Antwort.
Nein, ich gebe ihn ganz bestimmt nicht auf.

Eine Familienaufstellung ist übrigens sehr aufschlussreich und heilsam, in der Regel für alle Beteiligten. Mach dich doch mal schlau, ob es bei Euch in der Nähe einen Familientherapeuten gibt, der das anbietet. Würde es ja sooo gern und jeder Zeit mit Euch machen aber bin vermutlich zu weit weg! 😔
Ach Mensch. Ich möchte dir nochmal sagen: es gibt definitiv Hilfe für Euch da draußen! Manchmal muss man leider eine ganze Weile suchen und einiges ausprobieren, bis man dss Richtige findet und das ist anstrengend und kräfteraubend. Ich weiß das selbst zu gut! Aber: du darfst deinen Optimismus niemals verlieren. Das ist das A und O. Weiter kämpfen und suchen und das würde ich auch an deiner Stelle deinem Sohn so sagen: sag ihm egal wie fürchterlich der Tag war, dass du ihn liebst, trotz allem. Dass du alles versuchst, um das Familienleben schöner zu gestalten und bitte ihn, zu helfen. Und selbst wenn er dann eine blöde Antwort parat hat, lass es einfach so stehen.
Es wird alles gut. Ganz sicher!!!

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Hi, wie reagiert du denn, wenn er dich so beschimpft?
Du sitzt doch am längeren Hebel! Du hast das Geld, du kochst, du wäscht, du kannst Sanktionen aussprechen (Handy einkassieren, TV streichen etc.)
Klingt so, als würdest du dich von deinem Sohn zum Opfer machen lassen. Hol die Hilfe beim JA, wenn du es alleine nicht schaffst!

Ich kann ihm sein Handy wegnehmen, aber das bedeutet Terror den ganzen Tag. Er läuft mir nach, sucht es überall, hört nicht auf davon zu sprechen. Bsp. ich sitze auf der Toilette. Er steht vor der Tür. Klopf klopf "wo ist mein Handy" klopf klopf "wo ist mein Handy" ... er hört damit nicht auf. Ich kann das nicht aussitzen, da hier ein 18 Monate altes Kleinkind wohnt, dass alles mitbekommt. TV streichen kann ich, juckt ihn aber nicht.
Wenn er mich so beschimpft, ermahne ich ihn, dass er auf seine Wortwahl acht geben soll. Tut er es trotzdem wieder, spreche ich nicht mehr mit ihm. Aber er spricht ja trotzdem weiter. Davon kann ich ihn nicht abhalten und die Schimpfwörter fliegen nur so herum. Rede ich am Abend mit ihm über den Tag, ist er einsichtig. Versteht, dass er vor einem Kleinkind nicht solche Wörter nutzen darf. Versteht auch, dass mich das kränkt und entschuldigt sich. Oft weint er dabei auch und es tut ihm ernsthaft leid.

Welche Hilfen bekommt ihr bezüglich ADHS?

Was bekommt er vorgelebt? An Wortwahl und co?

Ich habe selbst ADHS. Impulsivität kenne ich sehr gut.
Was ich brauche: stabiles Umfeld, klare Regeln, damit ich lernen konnte, mich selbst im Griff zu haben. Schwieriger als bei anderen, höhere Selbstbeherrschung notwendig.

Dazu brauche ich aber ein stabiles Umfeld. Je ruckartiger, emotional-instabiler andere reagieren, desto nervöser werde ich. Je nervöser ich werde, desto überforderter-impulsiver reagiere ich (zusätzlich zum Impulsiven)


Hast du Elterntraining bekommen?

Als ich meine Diagnose bekam, lernte ich viele Eltern mit betroffenen Kindern kennen.
Haupttherapievorschlag von Ärzten:

Eltern müssen mittrainiert werden!
Die beste Medikation bringt (so gut wie) NICHTS, wenn die Eltern selbst keine Unterstützung, Tipps, Umgangstipps bekommen. Nur wenn die Eltern selbst einen klaren Handlungsrahmen haben, können sie diesem ihrem Kind weiter geben.


Welche Unterstützung hast du für dich?
Elterntraining (auch für dich um zu lernen, Strategien zu entwickeln!) Strategien für deine Nerven damit umzugehen.

Nicht du bist das Opfer, seiner Krankheit, sondern Unterstützung, wie man als Eltern lernen kann mit diesen Schwierigkeiten zu leben!




"
Seine Noten in der Schule - 4 bis 5. Wenn ich ihn ans Lernen erinnere oder mit ihm gemeinsam lernen möchte, bin ich lästig, soll ich mich nicht in sein Leben einmischen "ach geh doch deinen eigenen Scheiß machen und lass mich in Frieden""

Welche Hilfe gibt es von außen?

Mit solchen Sätzen, Ansätzen kann man viele ADHSler schnell auf die Palme bringen. Unkonkret, schwierig, kein klarer Rahmen.

Was sagen Lehrer, Therapeut. Gibt es eine Gruppe: Hausaufgaben? Nachhilfe? Wie KLAR bist du in deinen Aussagen.

ADHS heißt 88x88x88 so lang konsequent täglich gleichbleibend sein. 1x reicht nicht
Heute so morgen wieder nicht: no go. Dann lieber gar nicht.


Wie stabil warst du früher mit deinen eigenen Gefühlen?
Welche Hilfe nimmst du für dich an?



ADHS kann man nicht wegtherapieren!
Ein GUTER Therapeut schlägt vor, dass die gesamte Familie Unterstützung bekommt.
Dass JEDER an sich seinem Verhalten so arbeitet, dass es ein gutes Miteinander gibt.

Emotionale Instabilität von Erwachsenen, die mich (beg)leiten sollten, machten es mir noch schwerer.


NICHT ER ist das Problem oder sein Verhalten alleine.
Sondern die gesamte Situation. ADHS ist ätzend (und hat auch gute Seiten). Da hilft nur lernen damit leben zu lernen, Hilfsmittel anzunehmen, wenn sie passen.


Damit Betroffene lernen sich selbst in den Griff zu bekommen, brauchen sie ein stabiles Umfeld. Stabilie Eltern.
Versunsicherung macht vorhandene Ausraster noch schlimmer. Leider. Stabilität hilft sehr.
Sowohl stabiles mit Ausrastern umgehen lernen, damit Kinder lernen wie sie gar nicht erst ausrasten als auch stabile Kosequenzen, Halt, Sicherheit. Was passiert wenn...

nicht einmal, nicht zwei mal. Sondern dauerhaft.


Was mir in dem Text am meisten auffällt, deswegen schreibe ich so heftig:

"er macht, er tyranniert er manipuliert ...." - er macht aktiv.

Von dir schreibst du alles sehr passiv.
Was tust du? Wie reagierst du? Lässt du dir das gefallen? Welchen Rahmen gibst du ihm aktiv? Welche Sicherheit gibst du ihm?
Das fehlt.

Ja, wenn man müde ist, ist es schwer. Umso wichtiger ist es. Und wenn man alleine die Kraft nicht hat, braucht man Hilfe. Auch im Alltag.


Welches Verhalten KANNST DU ändern - DEIN Verhalten - damit er daran lernen kann.
Damit meine ich NICHT sich ihm anzupassen. NICHT er gibt den Takt vor und du schleichst um ihm rum, weil er ja könnte .... das ist passiv.

Ich meine: welches deines Verhalten kannst du vorleben/aktiv umsetzen, damit er den Rahmen hat, an dem er sich orientieren kann?!
Was kannst DU tun, damit du seine Probleme aushalten kannst - damit er lernen kann, diese in den Griff zu bekommen. Damit meine ich NICHT sich beschimpfen lassen. Sondern selbst STABIL sein, werden, bleiben, damit du deine Grenzen klar definieren und aufzeigen kannst.

Letzeres fehlt in deinem Text.
Er macht er tut
du hältst es nicht mehr aus.

Welche Grenzen setzt du ihm? Wie setzt du diese durch? Wie behauptest du dich?
Du bist Mensch und so hat er nicht mit dir umzugehen.

Das erreichst du aber nicht, wenn du ihn machen lässt und wartest, dass er therapiert wird. In dem du dich darin verkriechst, wie schwer es ist.

Klare Grenzen braucht er von DIR. Damit er sich orientieren kann
Ohne Orientierung rastet er noch mehr aus. Logisch, weil er keinen Rahmen kann, keine Selbstregulation - und dann noch keine Grenzen/Infos von dir, wann es genug ist. Da bruacht er deutliche Infos. nicht nur, was er macht .... sondern von dir aktiv: stopp, hier ist Schluss! Bis hierher und nicht weiter!

Oh je, das hört sich nicht schön an
Du brauchst dringend Unterstützung. Egal wie viele Therapien und Medikamente er bekommt - Du musst Dich von seinem respektlosen Verhalten emotional abgrenzen und wieder Stärke und Selbstbewusstsein entwickeln, weil Du sonst daran zerbrichst.

Wichtig ist m.E.n. nicht nur Veränderung bei ihm zu erwirken, sondern Deine Haltung zu stärken und zu signalisieren, dass Du Dich nicht auf seine Machtspielchen einlässt.

Aktuell weiß er ganz genau wie viel Macht er über Dich hat und nutzt sie dementsprechend aus.

Du brauchst zunächst dringend Hilfe aus diesem Macht-Ohnmacht Gefüge heraus zu kommen und dann bist Du stark genug für alles Weitere...

Fühl Dich gedrückt 🌸

Huhu erstmal sehr leid was du grade durch machst. Ich kann mich den anderen nur anschließen, du sagtest das er überall nett ist, und in der schule gemobbt wird - er ladet sein ganzen frust bei dir ab. Wie wäre es wenn er eine sportart ausüben kann, wo er alles was sich angestaut hat raus lässt?

Hallo.

Ich rate dir dringend, mit ihm zu einem Kinder- und Jugendpsychiater zu gehen wegen der genauen Diagnostik und zur Beratung über weitere Vorgehensweisen.
Dann gehört der Junge medikamentös eingestellt.
Das kann doch so nicht weiter gehen. Ihr macht euch sonst beide kaputt.
Auch seine schulischen Leistungen stehen im für sein späteres Leben im Weg.

Lebt ihr mit dem Vater deiner kleinen Tochter zusammen? Wenn ja: Wie klappt das Miteinander mit IHM?

Alles Gute!

Hallo,

Ich arbeite beruflich mit genau dieser Art Kinder und Jugendlichen. Ich würde dir folgendes empfehlen:

1. Lasse ihn in einem SPZ überprüfen. Erzähle denen alles und nehme Berichte mit wenn du welches hast. Wie verhält er sich denn eigentlich in der Schule?

2. Hole dir Unterstützung vom Jugendamt. Die können dir vor Ort Hilfe geben, dir sagen wie du gut auf seine Angriffe reagieren könntest etc. Die Situation bei euch zu Hause ist untragbar. Bitte hole dir Hilfe und habe keine Angst vor dem Jugendamt!

3. Denke vor dem SPZ-Besuch schon mal darüber nach, wie du einen stationären Aufenthalt finden würdest. Ich vermute fast, dass das SPZ sowas empfehlen wird. Bekommt er eigentlich Medikamente? Wenn ja, dann sollte da was verändert werden. Wenn nein, dann denke auch mal darüber nach, ob das eine Möglichkeit wäre. Auch das wird im SPZ angesprochen werden.

Bleib stark aber sei dir im Klaren darüber, dass es so nicht weiter gehen kann und dass du das auch nicht alleine schaffen musst!

Die erste Frage, die ich mir gestellt habe beim Lesen ist: wie reagierst du denn darauf? Was hat es für ihn für Konsequenzen und wie positioniertst du dich?
Hat er durch die Art mit dir umzugehen evtl. Erfolg?
Du schreibst er schreibt und rennt sie nach steht dann schreiend selbst beim Wickeln neben dir. Wie kann er das?

Abgesehen davon dass er dringend psychiatrisch untersucht werden solltest, und du psychologische Unterstützung für dich suchen solltest, musst du klar deine Grenzen setzen und durchsetzen.

Wenn er wüten will, kannst du ihm das zwar zugestehen, aber es ist dein Recht das nicht ertragen zu müssen. Auch wenn die Verfechter der Bedürfnisorientierung sich jetzt aufregen, wüten kann er in seinem Zimmer. Schieb ihn dort durch die Tür, sag ihm, er kann raus kommen, wenn er fertig ist. Deine Tochter und du habt auch Bedürfnisse und die kann er nicht non stop mit den Füßen treten. Kommt er brüllend wieder raus, bringe ihn zurück.

Wer beleidigt hat auch in diesem Punkt mit Konsequenzen zu rechnen. Dumme und dämliche Mütter können nämlich vieles nicht. Sie können nicht vorlesen, den Fernseher anschalten, .... was dumme Mütter aber können ist Handy einkassieren, Süßigkeiten wegschließen...

Im Moment schleichst du im übertragenen Sinn um ihn herum. Bloß nicht wieder in eine Ausflippsituation kommen. Damit hilfst du ihm aber nicht. Versuche jetzt am Wochenende Kraft zu tanken, mache Termine für dein Kind und dich.
Versuche aber auch, deinem Sohn keine Angriffsfläche zu bieten. Dann bist du eben dumm oder dämlich, wenn du darauf nicht reagierst, sondern dir z.B. ein Stück Schokolade in den Mund schiebst und freundlich nicken "na denn" sagst, nimmst du ihm die Waffe.

Gehst Du selber auch zu einem Therapeuten? Ich würde Dir das dringend empfehlen, um Dich selbst etwas mehr zu stärken!

Wenn er sagt blöde mutter, zieh aus, du bist dumm,.... sage ihm du wirst es dir merken. Wenn er was will: wenn ich ausziehe kannst du mich auch nicht darum bitten. Mache es diesesmal bitte selbst.
Ich soll das und das machen? Du meintest ich bin blöd. Blöde menschen können das nicht.

Vielleicht Hilfts🤷‍♀️
Viel Kraft 🍀