Ich bin familienmüde...

Hallo Urbia.

Sorry, das wird ein Auskotzpost...
Heute habe ich Geburtstag - und mir wird an Tagen wie diesen wieder mal bewusst, wie familienmüde ich bin. Ich bin jetzt 45, habe eine Tochter mit 15, bin seit 13Jahren alleinerziehend, habe jetzt einen Partner, der eine kleine Tochter hat (3).

In letzter Zeit ertappe ich mich immer wieder bei dem Gedanken, dass ich einfach nur noch weg will. Weg von allem. Mich erschöpft das Familienleben. Ich arbeite Vollzeit, kümmere mich um die Wäsche und das Essen und ich muss alles delegieren, sonst läuft hier nix, nur der Fernseher. Meine Familie hilft mir, aber nur, wenn ich es sage und hinterherrenne.
Mir geht das so unendlich auf den Wecker! Vor vier Wochen hielten wir Familienrat, wo ich ziemlich deutlich zum Ausdruck gebracht habe, dass es mich anstrengt, wenn ich immer wieder sagen muss, was wer wann zu machen hat. Wir haben dann schriftlich viele Aufgaben und deren Verteilung festgehalten. Eine Abmachung war: Ich mache die Wäsche, aber jeder räumt seine Wäsche (die fertig und sortiert ist) auf, ohne dass ich was sagen muss (die Wäschestapel liegen gut sichtbar im Wohnzimmer). Es passiert genau...nichts! Meine Tochter latscht da zig mal dran vorbei - sie nimmt ihren Kram nicht mit. Mein Freund auch nicht.
Vorhin ist mir mal kurz die Hutschnur geplatzt - heute ist mein Geburtstag und irgendwie wird erwartet, dass ich jetzt das Entertainmentprogramm raushaue. Ich hatte mir für heute Vormittag einen Ausflug an einen bestimmten Ort gewünscht, was dann nicht klappte, da die Location geschlossen hat. "Und jetzt? Was machen wir jetzt?" - Alternative geht zeitlich nicht, da die mittags ist und da geht meine Tochter zur Nachhilfe, sie will gefahren werden, weil es draußen schüttet und mit dem Rad mag sie nicht fahren.
Essen gehen? "Ja, wohin? In welches Restaurant?" Ich werde überschüttet mit Fragen und alle kleben an meinen Lippen.

Mir geht diese Mühle so unglaublich auf den Wecker - kochen, aufräumen, waschen, kochen, einkaufen, aufräumen, staubsaugen und alles muss von mir moderiert werden. Wenn ich nichts sage - passiert nichts. Stellen wir einen Plan auf - wird sich nicht daran gehalten, aber Stunden lang darüber diskutiert, warum wer was nicht machen konnte oder was dafür im Gegensatz gemacht wurde.
Dass mal freiwillig jemand mit dem Hund geht, auch bei Mistwetter - Fehlanzeige. Dass mal einfach eine Überraschung kommt, wie zum Beispiel ein Brunch, an meinem Geburtstag - Fehlanzeige.

Mir stinkt es, dass ich seit Jahren Rücksicht auf alle und jeden nehme und immer wieder in meinem Dunstkreis rumdümpele. Tolle Jobangebote in weit entfernten Städten lasse ich sausen, wegen meiner Tochter, denn die mag nicht umziehen.

Sie ist jetzt aus dem Gröbsten raus und für mich ist klar: Wenn sie auf eigenen Beinen steht, Schule fertig gemacht hat und eine Lehre absolviert, bin ich definitiv weg.

Das stresst meinen Freund, weil der will nicht weg, wegen seiner kleinen Tochter.

Ich habe ihm ganz klar gesagt, dass ich nicht nochmal zig Jahre warte, bis ein Kind auf eigenen Beinen steht - Dann bin ich ja in Rente.

Ich drehe ich seit geraumer Zeit echt im Kreis. Glücklichsein fühlt sich anders an.

Und im Moment habe ich das Gefühl, nicht mehr mein Leben zu leben, sondern nur das Mittel dafür zu sein, dass andere ein cooles Leben haben?!

Ich möchte so gerne in der Schweiz arbeiten; ein ehemaliger Arbeitskollege hat mir eine Stelle vermittelt, die gut zu mir passt.

Was sagt meine Familie? "Ach nöööö, das ist so weit weg, wir wollen lieber hier bleiben..." - fragt mich eigentlich jemand, was ich will???

Neulich rutschte mir raus, dass es gut sein könnte, dass ich einfach das Haus verlasse und nicht mehr zurück komme, so sehr nervt mich das hier alles an. Da herrschte kurz mal Betroffenheit - aber geändert hat sich nichts.

Ich sitze wie auf heißen Kohlen und habe den Konflikt, dass ich Mama und Partnerin bin, aber ich will eben auch mein Leben leben und nicht immer nur das der anderen...

Sorry fürs Rumnölen...

Warum lässt du nicht mal alles stehen und liegen und machst gar nichts im Haushalt?

Halbe ich alles schon gemacht - auch aktuell. Es sieht aus wie Sau. Wir haben weiße Fliesen in Flur und Wohn-/Esszimmer, die sind voller Flecken, weil irgendjemand wohl neulich was Klebriges vertropft hat. Macht das irgendjemand weg? Nö. Ja, ich. Oder wenn ich es sage, macht es jemand anderes. Aber ich sage nichts mehr. Ich räume nicht mehr auf. Ich gehe Motorrad fahren und lass' den Saustall zurück. Ändern tut sich nix. Ich hab schon zig mal gesagt: "Bitte räumt doch das Sofa auf. Legt die Decken zusammen, wenn Ihr aufsteht. Sind doch nur ein paar Handgriffe."
Es passiert nichts. Auf dem Couchtisch bleiben leere Joghurtbecher und Bananenschalen liegen.
Wenn es sein muss, Tage lang. Bis ich sie wegräume. Oder motze.

Fang doch mal im Kleinen an und dreh nicht gleich das ganz große Rad. Klar muss man im Familienleben Kompromisse eingehen und es läuft nicht immer alles nur nach einer Nase. Aber Absprachen bezüglich Aufgaben sind einzuhalten.
Also: Lass die Wäsche da liegen. Nicht dein Problem. Was an Aufgaben wurde denn noch verteilt? Ich gehe davon aus, dass dein Freund auch Vollzeit arbeitet. Also werden die Aufgaben wohl 50/50 verteilt sein, oder?
Mach genau deinen Teil und lass deine Prinzessin auf der Erbse und deinen Freund auf die Nase fallen. Wie sollen sie es sonst lernen?
Es regnet? Hat Madame keine Regenklamotten? Wenn nicht, dann besorg ihr welche udn das Thema ist vom Tisch.
Such dir Hobbys die dir Spaß machen und nimm dir deine Zeit. Dann bleibt der Haushalt halt liegen. Das ist nicht dein Problem, solange du es nicht zu deinem machst. Du musst konsequenter werden. Sonst wird es nichts werden.

Job, Stadt und Landwechsel bringt gar nichts

Du nimmst deine Probleme mit.
Lass einfach mal alles stehen und liegen. Gehe auf Reha, Streike

Solange du 2 unselbständige Mitbewohner hast, die dich ausnutzen, wird nichts besser.

Hmm hast du eine gute Freundin, die mit dir mal für eine Woche abhaut in den Urlaub?
Deinen Liebsten würde ich im Vorfeld nichts davon sagen. Aber ich würde ihnen einen Brief hinterlassen der sich gewaschen hat.

Erstmal alles gute zum Geburtstag .

Ja. Du bist im Moment am Limit. Aaaaaber. Unschuldig bist du auch nicht ganz an der Situation. Du hast bzw. Machst deinen lieben das Leben zu bequem. Deine tochter ist 15. Gerne ein alter in dem man nicht mehr von 12 bis mittag denkt. 1. Ansage 2. Ansage. 3. Ansage:Zimmertür auf und wäsche aufs Bett donnern. Aber sie ist ein teenie und dein Kind. Mach sie nicht dafür verantwortlich wenn du dich nicht beruflich umorientieren kannst.
Dann: was ist mit deinem Partner los? Kann er nicht kochen oder warum hüdelst du ihm nach? Lebt das kleine Kind bei euch?

Wenn es finanziell drin ist holt euch eine reinigungsfrau. Das entspannt.

Und so klein ist deine tochter nicht mehr . Mach mal 1 Woche Urlaub alleine.

Und jetzt wird gefeiert. Nochmals happy birthday

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. Bitte mach eines! Zieh Dich hübsch an und geh - und zwar alleine. Zu einer Freundin, einem netten Familienmitglied oder ins Thermalbad oder ähnlichem. Ich glaub ich spinne, erwartet die bucklige Familie Animation, anstatt sich selber was zu überlegen für Dich. Am besten gehst Du auch mit der Freundin heute abend essen. Lass die undankbare Bagage einfach hängen, sie sind alt genug zu überleben.
Und dann überlegst Du Dir, bei wem Du mal eine Woche Urlaub machen kannst!! In der Zeit können die sich überlegen, wie sie weitermachen wollen. Kann das sein, dass Du viel zu lange klaglos alles gemacht hast? Dann musst Du das ganz schnell ändern. Nichts nur androhen, MACHEN. Mit 15 kann man eine Waschmaschine bedienen und Deinem Freund würde ich aber sowas von Beine machen, wenn er so faul ist. Solange Du maulst und nichts machst........
und jetzt fort mit Dir!
LG Moni

Mein Rat mach mal 2 Wochen Urlaub alleine und lass die anderen machen.

So zu sagen „Mama Streikt“.

Das sind so Tipps die leider kolossal nach hinten losgehen können.
Dann kommt man zwei Wochen später wieder und darf dann ein noch elementares Chaos beseitigen.
Wer gleichgültige Faulpelze an seiner Seite hat, die immer nur ihre eigenen Bedürfnisse an einem abarbeiten...
Ich weiß wovon ich spreche. Mein Ex-Ehemann ist noch jahrelang nach der Trennung im eigenen Chaos versumpft weil er keine Dienerin mehr hatte.

Dann weis man aber immerhin an was man ist. Und kann sich dann überlegen ob wann es weiter möchte oder nicht. Wenn man sich dann trennt ist es ja nicht mehr mein Problem.

Bei der Tochter müsste man dann das anders angehen. Taschengeld mit Hausarbeit erarbeiten und wer nicht Arbeit bekommt kein Taschengeld.

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Ich würde klein anfangen. Wasch doch mal nur deine Sachen, und lass die anderen auflaufen.
Fahr deine Tochter nicht im Regen weg (der bringt sie nicht um), sie räumt ja nicht mal
ihre Wäsche weg.

Rumliegende Sachen würde ich einsammeln, und demjenigen schön aufs Kopfkissen legen.

Reden hilft ja nicht, vielleicht werden sie dann wach!

Ich kann dich gut verstehen.

Ich verstehe dich sehr gut und weiß noch genau, wie sich das angefühlt hat.
Wenn ich heute auf diese Zeit zurückschaue packe ich mir an den Kopf. Frage mich, wie ich das bitte alles ausgehalten habe, aber auch, wieso ich mich verflucht nochmal nicht um mich selbst wenigstens gekümmert habe, wo es sonst schon keiner getan hat, nur umgekehrt.

Ich finde den Tipp gut. Pack dein Zeug und mach dir am besten ein verlängertes Wochenende irgendwo, wo man sich mal um dich kümmert, schönes Hotel mit Verpflegung und Pipapo, schenk dir das zu deinem Geburtstag. Und dann komm zurück und überleg wie du in den Alltag integriert bekommst dass du nicht immer diejenige bist die sich um alles kümmert und sorgt, sondern auch mal umgekehrt um die man sich zu kümmern hat. Weil du auch nur ein Mensch bist.
Alles Gute.

Ich kann dich so gut verstehen. Du schreibst mir aus der Seele.

Befürchte du kannst mit Reden nichts erreichen, du hast schon
immer alles so gemacht und daran gewöhnen sich alle schnell.

Das hat sich so eingeschliffen und da wird keiner groß was ändern.

Die meinen das sicherlich nicht böse, sind aber einfach nur gedankenlos.
Nicht schön! Bei mir genauso.

Bin auch total abgenervt deswegen. Haushalt sehe ich mittlerweilen nicht
mehr so eng, wenn ich mir vornehme Fenster zu putzen und eine Freundin
ruft an ob ich zum Kaffee komme oder mit Laufen gehe, dann bin ich weg.
Fenster hin oder her.

Wäsche, einkaufen, kochen MUSS sein, da warten ja alle darauf und ich will
ja keinen schmuddelig oder hungrig laufen lassen......

Ich arbeite nur 25 Stunden und bin trotzdem müde von dem ewigen "was gibt es heute zu Essen?", "wann gibt es heute Essen?", "hast du meine schwarze Jeans gewaschen?",
"hast du meine Hemden gebügelt?", "hast du die Trikots gewaschen?", kannst du kurz in die Apotheke, das Rezept liegt auf dem Tisch", ........

Manchmal liegen auch leere Duschgel-Flaschen oder Shampoo-Flaschen oder Deo-Sprays im Waschbecken, das ist dann das Zeichen für mich, beim Einkauf dran zu denken das entsprechende mitzubringen.

Ich bin 48 und hab da auch keinen Bock mehr drauf. Hab mir überlegt ob das wohl die Wechseljahre sind?? Bis vor ein paar Monaten hab ich mich da noch nicht so drüber aufgeregt.....

Eine Lösung hab ich leider nicht für dich. Sorry!

Ha!das mit dem duschgel macht mei mann auch. Ich packe ihm dann die leere Flasche zurück ins Regal.

„Manchmal liegen auch leere Duschgel-Flaschen oder Shampoo-Flaschen oder Deo-Sprays im Waschbecken, das ist dann das Zeichen für mich, beim Einkauf dran zu denken das entsprechende mitzubringen.“

Was? Und du sollst die leeren Flaschen dann entsorgen und neue mitbringen? So wortlos?
Das empfinde ich als ganz schön dreist. Was ist so schwer daran, jemanden mündlich - mit Worten und so - zu bitten, beim nächsten Einkauf Deo xy mitzubringen?

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Erst mal: Alles Gute!

Aufgefallen ist mir dieser Satz: "Meine Familie hilft mir, aber nur, wenn ich es sage und hinterherrenne" Du arbeitest vollzeit, suggerierst aber Mann und Teenietochter, dass das allein dein Haushalt und deine Arbeit ist und sie dir "helfen" können, wenn sie mal besonders gnädig sind. Nein, das ist nicht nur *dein* Haushalt, nicht mal, wenn du Hausfrau wärst oder teilzeit arbeiten würdest wäre das so. Das ist *euer* Haushalt, und du brauchst keine Hilfe bei *deiner* Hausarbeit, sondern sie sollen einfach ihren Anteil machen.

Eigentlich gefällt mir Monis Idee, dass du mit einer Freundin weggehst, ganz gut. Sollte sich das nicht ergeben, schlägst du deiner Familie mal gerechte Aufteilung der Hausarbeit als Aktivität vor. Wobei...das ließe sich ja eigentlich gut verbinden...wenn du heute Abend heimkommst ist aufgeräumt;-).

Erstmal HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH 🍁!!!! Ich würde alles - jeden liegen gebliebenen Schuh, jeden Joghurtbecher, die saubere Wäsche, benutzte Gläser, Teller, Besteck, die Wolldecke vom Sofa - ALLES eben - unter die Bettdecke desjenigen legen. Alles was herumfliegt landet da. Das ist zumindest ein Anfang bei der 15Jährigen und deinem Freund!
Sie "mag nicht Radfahren", weil es regnet? Ääääähm.......du magst nicht Autofahren. Sie kann auch laufen und einen Schirm mitnehmen. Das Mamataxi gibt es ab sofort nicht mehr.
Ich würde den Nachmittag über wegfahren, alleine. Gönn dir ein tolles Essen oder wenigstens ein Stück Kuchen, nimm Papier und Stift mit und mache deinen Plan.
Alles Liebe!

Was machen wir denn heute?
Du gehst mit dem Hund und wäschst durch und du siehst zu, wie du zur Nachhilfe kommst und ich überlege mir, was ich alleine für mich mache.

Stelle den Dienstleistungsbereich ein. Waschen können beide selbst, Essen machen vermutlich auch.
Wem gehört der Hund? Wenn es deiner ist, ist es erstmal deine Aufgabe. Ist es nicht deiner gilt, entweder Gassi gehen ohne Aufforderung, oder der Hund kommt weg.

Zwei Wochen mal weg fahren wird da nicht helfen, denn kaum bist du zurück wird alles den gewohnten Gang gehen.

Notfalls muss der, der Arbeit macht und den du vor die Tür setzen kannst, eben gehen.
Deine Tochter ist ein Pubertier, der kannst du Aufgaben aufzwingen und es ihr ungemütlich machen. Aber einem Partner, der sich bedienen lässt, wirst du, wenn er sich nicht ändert, eben zeigen müssen, wo die Maurer das Loch in der Wand gelassen haben.

Es ist nicht so, dass sie dich unterstützen müssen, sie müssen schlicht ihren Anteil machen. Tun sie das nicht, kümmere dich nur um dich selbst.

Was den Job angeht, wenn es dir wichtig ist, schaue welche Möglichkeiten es gibt.
Wenn du warten möchtest, bis deine Tochter aus dem Haus ist, ist das deine Entscheidung. Wenn der Partner schon jetzt klarstellt, dass er wegen Kind und Arbeit nicht in die Schweiz will, solltet ihr eure Zukunftspläne besprechen und gibt es keinen gemeinsamen Nenner, ist die Beziehung zum Scheitern verurteilt.

Hunde sind Familienangehörige. Die kommen nicht weg! Dann kann eher die Tochter weg, die ist in der Lage zu reflektieren. Der hund nicht ;-)

Was für ein Bullshit.

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Wenn man Deinen Text liest, kann man sich die Situation lebhaft vorstellen 🙈
Ich denke, Dir fehlt seit vielen Jahren eine gesunde Portion Egoismus, Du hast Dich in gewisser Weise selbst in die Misere gebracht, indem Du es doch immer wieder einfach selber gemacht hast und zu gutmütig warst.

Ich würde eine Putzfrau einstellen, meine fast erwachsene Tochter sicher nicht fahren, nur weil es regnet, meinem Mann seine Krümel nicht wegmachen und den Wäschestapel gar nicht erst zurechtlegen, sondern die Wäsche höchstens selbst aufhängen. Zusammensuchen soll sie sich dann jeder selbst!
Im Übrigen hätte es mich wohl nicht davon abgehalten, mit meiner Tochter umzuziehen, auch wenn sie es nicht total toll fände. Kinder gewöhnen sich für gewöhnlich schnell ein in neue Situationen und Du hättest Dir nicht vorwerfen müssen, auf eine Chance zu verzichten.
Zu dem Punkt wirst Du hier aber sicher geteilte Meinungen hören.
Ich persönlich finde nicht, dass die Kinder in jeder großen (und kleinen) Entscheidung des Familienlebens Mitspracherecht haben sollten, aber das macht jeder, wie er mag.

Du beschwerst Dich wahrscheinlich viel und oft zuhause, handelst dann aber nicht. So bleibt alles immer beim Alten.

Du musst Deine eigenen Grenzen klarer ziehen!

Nimm JETZT eine Tasche, packe Sachen bis montag Abend und VERLASSE JETZT das Gebäude!
Such dir bis Montag ein hotel, geh von dort aus zur Arbeit!
Drei Nächte machen etwa 240€.
Zieh das vom Taschengeld ab.

Leg einen Zettel hin auf dem steht:
"Ihr wisst warum ich weg bin, ihr habt Montag um 18:30h die Gelegenheit mit mir darüber zu reden. Wie es dazu hier auszusehen hat, wisst ihr. Ansonsten bleibe ich gerne noch länger weg, wenn ich euch nicht wichtig bin"

"Drei Nächte machen etwa 240€.
Zieh das vom Taschengeld ab."
Fehlen da die Zwinkersmileys oder ist das ernst gemeint?

Lasst es gut sein Leute

... Aber damit du es weißt: das würde ich anmelden und dann umsetzen. In Raten !

Mütter-Kur?

Eine Woche Auszeit, nur für dich?

Schenke dir selbst einen Gutschein für ein Wellness Hotel!


Ernsthaft.
Ich bin auch alleinerziehend. Allerdings ohne Partner (bewusst).

Geschenke mache ich mir seit Jahren selbst. Bewusst.
Warum? Weil ich es mir wert bin, mir etwas zu gönnen, etwas Gutes zu tun.

Wenn ich es mir einfach so kaufe, habe ich keinen Effekt davon. Das hat sich zu schnell verflüchtigt.
Zum Geburtstag gönne ich mir etwas Besonderes. Etwas, das MIR gut tut.

Mein Kind lernt seit Jahren, dass der eine Tag voll mir gehört.
Natürlich mache ich nichts, was ihr schadet oder so.
Aber etwas, das voll mir gut tut. So dass sie gut mitkann, nicht rumnöhlt. Aber meinen Wunsch erfüllt.

Wellnesshotel war noch nicht dabei. Kommt aber noch.
Wellnessbereich war es schon. Begleitperson, die GERNE auf mein Kind aufpasst, hat es genossen mit Kind zu spielen und ich habe es genossen mir das zu gönnen.

2 Stunden mal für mich sein: geht inzwischen gut mit Teenager.
Wenn sie meint, dass gerade DANN ihre Termine sind. Pech.
Termine werden vorher abgesprochen. Den Kalender können wir beide bedienen und zugreifen.

Meine Termine trage ich mir fix ein. Da lass ich dann auch nicht mit mir diskutieren.
(notfall ausgenommen).


Was ich in der Kur gelernt habe:

NICHt ich könnte, würde, möchte....
sondern ich TUE
ich TUE FÜR MICH

und dazu gehört es auch MEINEN WELLNESStermin in den Kalender einzutragen. Massage, Frisör, sonstiges. Kind ist so groß, dass sie zu Hause bleiben kann.

ok, ich lege diese Termine nicht auf "Krisenzeiten" (kommt von der Schule gerade nach Hause oder muss los). Aber doch so, dass ich es fest in den Kalender eintrage!

Kommen andere Termine dazu, ist mein Termin geblockt. Punkt.

nicht nur an meinem Geburtstag, sondern mehrmals im Jahr.


Wäsche: Teenager möchte saubere Kleidung haben. Logisch.
Was nicht bis Uhrzeit x bei der Schmutzwäsche ist, wird nicht mitgewaschen.

Das hat sie einmal mitgemacht. Seither reicht ein "ich mache die Wäsche in...." und sie flitzt los.

Es geht nicht darum, dass sie alles alleine macht oder vieles übernimmt.
Es geht erst mal darum, dass sie ihren Teil mitdenkt und mir Infos rechtzeitig mitteilt.

Ermahnen mache ich nicht.
Was nicht erledigt ist und sie betrifft, ist ihr Bereich. Ich mache das, was bereit dazu ist.


Nein, umziehen muss ich nicht. Das wäre mir selbst zu anstrengend.

Aber Inseln im Alltag schaffe ich mir bewusst, immer wieder. Dinge, die MIR gut tun.
Kindgerecht aufbereitet, aber doch so, dass meine Wünsche auch in Erfüllung gehen, in dem ich mir die Zeit dafür nehme!

Mit Teenager hat es den Vorteil: wer bockt, kann auch zu Hause bleiben. #schein
Früher habe ich da mehr auf Kompromisse geachtet. Mich dabei aber nie vergessen oder übersehen. Inseln brauche ich und die nehme ich mir.

Bzw. diese schenke ich mir selbst. Auch gerne zu Festen, damit ich mich mit Vorfreude darauf freuen kann und sie gefühlt mehr "zelebreriere".

Herzlichen Glückwunsch zum Schlüpftach!
Hast du dir einen schönen Tag gemacht?

Hallo du.
Hab mich extra wieder bei urbia angemeldet, weil dein Post mir nahe geht.
Nur so viel:
Meine Mutter hat uns angedroht, dass sie all unser Zeug, das rumliegt, in eine Kiste packt, wenn es nicht bis am Abend aufgeräumt ist. Das wurde mehrmals gemacht- wir mussten dann für jeden Gegenstand aus der Kiste Geld zahlen. Leider wurde es nicht besser (jetzt kann ich sagen: wir VOLLIDIOTEN!!!!), da hat sie angedroht, alles wegzuschmeissen, was nicht aufgeräumt ist. Nun, meine geliebten Sandalen konnte ich dann nur noch auf Fotos bewundern. Das passierte genau einmal...
Dann empfehle ich dir auch, einfach eine Woche oder mehr egoistisch zu sein, bzw dich in dem Fall auch so aufzuführen wie sie. Das heisst, wirklich mal nur Ferien für dich buchen und verschwinden. Oder nur deine Wäsche machen, dein Geschirr wegräumen, nur deine Musik hören, nur für dich kochen, etc. Wird für dich vielleicht etwas hart, in dem darauffolgenden Chaos zu wohnen, aber dann kapieren sie es vielleicht mal endlich!
Und: deine 15!! Jährige Tochter kann auch bei Regen nach draussen gehen! Wenn sie nicht will, ist das ihr Problem, du musst dein Programm wegen so etwas nicht ändern!!
Ich wünsche dir viel viel Glück, glaub an dich!

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

Du bist eine starke Frau die seit Jahren ihr Kind allein erzieht. Du arbeitest Vollzeit. Versorgst deine Familie. Hast einen Partner mit einem sehr kleinen Kind (im Gegensatz zu deinem) und bist auch hier da. Du nimmst dich zurück beruflich für deine Leute.

Mach eine Ansage. Wann hast du diese große Verantwortung verlangt, beantragt oder gewünscht?

Jeder hat seine Aufgaben. Ihr seit eine Familie und ein Haushalt.

Du willst keine Matriarchin sein - dann lass es.

Und überlege dir mal ganz ausführlich ob du an einem Jobwechsel interessiert bist oder es nur deine Vorstellung nach Flucht befriedigen würde.

Es ist dein Leben.

Mir hilft zum „durchsetzten“/erklären oft der Gedanke dass wenn ich mal alt bin- möchte ich dann da drauf zurück schauen?

Es gibt immer für alles eine Lösung.
Alles gute!

Alles Liebe zum Geburtstag! 🎈🎉🥂
Tipps hast du ja ganz viele bekommen. ☺️ Wie hast du denn nun den Tag verbracht? Bist du vielleicht sogar noch unterwegs und hast Spaß? Ich hoffe, du hattest einen schönen Geburtstag. 💐

Hallo,

dein Text könnte von mir sein.

Ich bin 41 und habe immer wieder so Phasen wie du weil ich hier seit 14 Jahren für alles zuständig bin.

Auch bei mir bringt reden nicht viel. Ab und zu muss ich dann explodieren und dann schauen mich alle an wie Rehe im Scheinwerferlicht.

Oft habe ich auch das Gefühl, dass ich einfach weg muss und das mache ich dann auch immer wieder (nicht spontan aber ich plane WE für mich ein).

Von Bekannten ernte ich da oft Unverständnis weil ich dann wirklich alleine weg fahre weil ich einfach meine Ruhe haben will, mich nach niemanden richten muss usw.

Da würde mich schon eine Freundin im Doppelzimmer stören.

Nach den Wochenenden komme ich dann Immer tiefenentspannt zurück und zuhause wird dann auch mal was gemacht.

Beruflich werde ich auch meine Arbeitszeit aufstocken einfach um finanziell eigenständig zu sein. Außerdem habe ich aus gesundheitlichen Gründen eine Reha beantragt und wenn ich 3 Wochen mal weg wäre, würde die Familie mal merken was da alles an Arbeit dran hängt.

Einen richtigen Tipp habe ich leider nicht für dich aber fühl dich gedrückt, anderen geht es auch so. Viele Grüße

Bitte mach das unbedingt mit der Reha!
Mir ging es in der verrücktesten "Hoch-Zeit" meiner Familie auch mal so, bis ich zusammenklappte. Nur, meine Familie hat es dann wenigstens begriffen, dass sie mehr helfen müssen. Kur- Option hatte ich keine, aber die Arbeitsverteilung klappte ab da sehr gut - ich war dann ENDLICH ziemlich gnadenlos. Vollzeitjob, Nebenjob und zwei sehr anstrengende Pubis - war super #zitter
LG Moni

Mit einem Kind hast du so ein Chaos? Ich lebe in Patchwork mit 4 Kindern, 3 davon in der Pubertät. Jeder hat seine kleinen Aufgaben. Mein Mann und ich sind ein eingespieltes Team.

Und auch ich bin müde, müde vom Großfamilienleben. Von den ewigen Streitereien der Halbgeschwister. Vom Unterhaltskampf, den mein Mann gegen seine Ex mal wieder führen muss. Vom immer präsent sein zu müssen, nie so richtig allein zu sein, kaum Paarzeit zu haben.

Jeder läuft in den eigenen Schuhen.

Und jeder läuft so lange und ausgiebig wie er kann.

Vergleichen ist der Tod von Toleranz, Akzeptanz und Empathie.

Und es kann jeder nur in seinem Rahmen „jammern“. Ich kann nicht über fünf Kinder klagen wenn ich nur zwei haben also bringt deine Anmerkung nichts.

Und dein Niedermachen im ersten Satz sowie die unangenheme und überhebliche Selbstbeweihräucherung deinerseits bringen der TE nun genau was?!

Und? Was hast Du nun gestern gemacht??

Hallo Frühchenomi :_) Danke fürs Nachfragen.
Na, wir haben uns gestern nochmal alle zusammen hingesetzt und geredet. Und dann sind wir in ein Restaurant gefahren, haben gemeinsam gegessen, geredet, Pläne geschmiedet, wie wir es künftig besser hinbekommen. Heute morgen haben wir dann gemeinsam einen Ausflug gemacht, ich habe mich heute mit einer Freundin verabredet und irgendwie habe ich auch für mich gemerkt: Ich nehme mich selbst nicht genug und nicht deutlich genug raus. Das ändere ich jetzt. Wir sind alle alt genug, dass hier weder jemand verhungert noch verdurstet und auch nicht in dreckigen Klamotten rumrennen muss, wenn ich mich nicht darum kümmere. Meiner Tochter habe ich klar gemacht, dass ich sie nicht dauern rumfahren kann, wenn es regnet. Ich kann sie ja auch nicht rumfahren, wenn sie 30 ist?! Da hat sie lachen müssen und eingeräumt, dass ich sie ja auch loslassen muss in nicht so angenehmen Situationen (wie Regenwetter). Ich hoffe, wir sind ein gutes Stück vorangekommen :-)

Ich hoffe sehr, dass Du die Pläne auch durchsetzen kannst und willst!!!!
Übrigens - es hilft Dir, wenn Du Dich künftig an einen feinen Unterschied bei der Formulierung hältst:
Nicht: Du KANNST die junge Dame nicht mehr herumfahren sondern: Du WILLST es nicht mehr! Den Unterschied kennt meine Enkelin schon seit Jahren;-)
Schon bei meinen Kindern und auch bei meiner Enkelin sagte ich z.B. nie :"Räum bitte dein Zeug weg" wenn es eine Selbstverständlichkeit ist - sondern es kommt eine klare Aufforderung "du bringst das jetzt in dein Zimmer" - in einem freundlichen aber unmissverständlichen Ton. Bitte sage ich gerne, aber nur wenn es sich um eine Gefälligkeit handelt, z.B. "bring mir bitte ein Wasser aus der Küche mit",
Das Gleiche gilt auch für den Partner. Wieso muss ich um etwas bitten, was zur selbstverständlichen Haushaltsführung gehört oder was die Herrschaften verschnarchen?
Die müssen schon an Deinem künftigen Verhalten merken, dass ein anderer Wind durch die Bude weht - und lass Dich endlich nicht mehr so gnadenlos ausnutzen.
LG Moni

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Hallo,

es gibt das alte Urbia-Sprichwort: "Es gibt immer einen der macht - und einen, der es mit sich machen lässt!"

Du schreibst, es werden Pläne aufgestellt und dann ewig diskutiert, warum wer keine Zeit (oder wohl eher keine Lust!) hatte.

Nein, nicht diskutieren.

Wenn Dein Freund z.B: lt. Plan mit Einkaufen dran ist und es nicht gemacht hat, dann bleibt der Kühlschrank eben leer und die Küche kalt.
Wenn Du richtig kackfrech sein willst, bestellst DU Dir was Feines beim Lieferservice und gabelst es geniesserisch vor seinen Augen oder schnappst Dir wortlos Deine Handtasche und gehst mit einer Freundin essen.
Dann soll dein Freund mit Deiner Tochter ausmachen, warum der Kühlschrank leer ist.
Das ist dann nicht weiter Dein Problem, sondern seins.
Und da wird auch nichts diskutiert, sondern er soll sich gefälligst an den Plan halten.

Der Tochter würde ich ihre Wäsche auf den Schreibtisch oder aufs Bett im Zimmer knallen, dann Tür zu, Affe tot.
Dem Freund ebenfalls.
Ob sie es verräumen oder nicht - ihr Problem.
Wenn sie Dir getragene Wäsche nicht in den Wäschekorb bringen können - ihr Problem. Dann haben sie halt irgendwann keine Schlüpper oder frische Shirts mehr und können gerne stinkert rumlaufen.

Wenn die Tochter keine Lust hat zu laufen, weil es regnet - ihr Pech. Es gibt Regenschirme. Wenn sie meckert, lege ihr die örtliche Rufnummer des Taxiunternehmens hin, da kann sie gerne anrufen. Solange sie es bezahlt, bitte.

Bananenschalen, leere Joghurtbecher, verwühlte Sofas?
Pack es beiden auf die Computertastatur und pappe einen Post-it mit "Ferkel!" drauf.
Sehr fies wäre auch,. das Ganze mal zu fotografieren und auf Instagram/Facebook zu posten mit der Verlinkung zur Tochter oder Freund.
Dazu ein Text wie "Habe ich schon erwähnt, dass ich mir neuerdings zwei Hausschweinchen halte? Possierliche Tierchen, nur mit der Reinlichkeit hapert es noch!"

Nein, im Ernst: Für so eine Schweinerei würde ich meiner Tochter was vom Taschengeld abziehen und/bzw. weitere Annehmlichkeiten sofort und rigoros einstellen.

Und meinen Freund würde ich fragen, ob er noch alle Latten am Zaun hat.
Wohnt er bei Dir oder ist er auf Besuch? --> wie auch immer, es ist in erster Linie DEINE Wohnung, DEIN Revier und das Schwein braucht er bei Dir nicht markieren.
Sag ihm das!
Du hast ihn als Mann kennengelernt, nicht als Schwein.
Er soll sich bitte zusammenreißen.


Wichtig ist vor allem: Bitte kümmere Dich aktuell mehr um Dich.
Achte auf Dich, tu Dir was Gutes, umgib Dich mit Freundinnen und Menschen, die Dir gut tun.
Diskutiere weniger mit deinem Freund und Deiner Tochter, sondern mach einfach mal Dein Ding.

Das mit dem Wegzug mag für deinen Freund in der Hinsicht schwierig sein, weil er eben sein Kind noch hier vor Ort hat. Aber es gibt auch Fernbeziehungen.
Und wenn sich mein Freund so faul und paschahaft aufführen würde, dann würde ich mich erst recht für das Jobangebot entscheiden.

Stecke nicht dauernd zurück, sondern denke an dich.