Wer finanziert die gemeinsamen Kinder?

Wie habt ihr das gelöst?
Ich sehe es so, dass beide die finanzielle Verantwortung gleichermaßen zu tragen haben.
Also, Elterzeit wenn das Elterngeld ausläuft, finde ich inakzeptabel.
Das Kind kostet nun mal und warum soll ich das allein stemmen?
Genauso sollten sich beide im Haushalt und bei der Betreuung des Kindes engagieren, einen Vater oder Mutter, die nach Hause kommen, wenn die Kinder im Bett sind oder nur mal Sonntags da sind, finde ich ebenfalls unvereinbar mit Familie.
Die Schieflage in der Partnerschaft und das mangelnde gegenseitige Verständnis wird sonst zum Problem, so sehe ich es in meinem Umfeld.
Die Partnerschaften sind allesamt gescheitert.
Wie habt ihr es geregelt?

Leben und leben lassen. Wo ist das Problem?

Ich war 10 Jahre zu Hause. Für alle drei Kinder die Elternzeit genommen, plus ein Jahr freigestellt. Nun bin ich selbständig, und das erfolgreich. Kein Kind geht in die Mittagsbetreuung.

Meine Mutter war (bis auf 450 Euro Job seit ich 15 bin) bei uns zu Hause.

Da kenne ich noch viele andere. Und unsere Ehen laufen prima.

Warum wir das so gemacht haben? Warum nicht? Wir wollten es beide so, es ist h Seite Vorstellung von Familienleben.

Leben und leben lassen. Wie schon gesagt.

Ich war circa ein halbes Jahr in Elternzeit und bin dann sehr zügig wieder in meine Position zurück gekehrt, da die Vergütung außerordentlich gut ist.
Besser als die von meinem Mann.

Zusätzlich hatte ich von Beginn an das Kind zu wuppen, morgens mitnehmen zur Krippe, abends zurück. Bei KinderKrankheit Nächte durchwacht, morgens wieder ins Büro.
Ansonsten auch Planung und Aufsicht beim Hausbau und den normalen Haushalt.
Mit Putzfrau immerhin.

Keine Ahnung woher ich die Energie hatte, alles zu bewältigen. Aber wenn man in der Situation steckt, dann muss man gezwungenermaßen einfach vorwärts kämpfen und nicht viel hinterfragen.

Jetzt ist das Haus bezogen, Kind im Kindergarten, und ich eine Position weiter.

Mein Mann dagegen dümpelt beruflich auf der Stelle (auf hohem Niveau), macht zuhause kaum was, lebt oft in den Tag hinein.

Klingt unausgewogen, ist aber ok so.

Wenn wir beide gleichermaßen so energisch wären wie ich, hätten wir uns längst die Köpfe eingeschlagen. Es muss also Unterschiede geben.

Hi,
also wir haben das so geregelt: Finanzen machen wir gemeinsam. D.h. Wohnung, Urlaub, Kind etc. Trotzdem hat jeder noch sein eigenes Konto. Mein Mann arbeitet deutlich mehr als ich, verdient entsprechend mehr und trägt deshalb auch den größeren Anteil.
Mein Mann arbeitet als Servicetechniker und ist die ganze Woche (Mo-Fr) weg, Teilzeit ist da eher schwierig. Es hat einige Schwierigkeiten gegeben als unser Sohn geboren wurde, weil mein Mann so gut Weingarten nichts zu Hause gemacht hat am WE. Er ist seinen Hobbys nachgegangen oder „musste sich erholen“. Nachdem ich ein paar mal krankheitsbedingt ausgefallen bin und mich auch mal 1-2 Tage weder um Kind noch Haushalt kümmern konnte, sondern er ran musste, hat er eingesehen, dass es so nicht geht und er sich mehr zu Hause einbringen muss. Sicherlich hat auch unser Sohn einen Anteil daran, der immer öfter nach seinem Papa fragt und mit seinem Papa was unternehmen möchte. Es hat gedauert und es war ein -manchmal steiniger- langer Weg aber es ist gut geworden. Natürlich hängt der Löwenanteil nach wie vor an mir, aber wir haben mittlerweile auch eine Putzfrau und auch das Bügeln outgesorucet, so dass ich da auch deutlich entlastet werde.
LG

Alles was reinkommt an geld, wird durch 2 geteilt
Jeder hat dann 50%
Genauso wie Haushalt etc.
Einkommen und Aufgaben je zur Hälfte/gleich viel.

Vorausgesetzt, einer eint nur so lange zu Hause bis Kita/tamu möglich ist.
Auf gemütliche 10 Jahre Hausmann, hätte ich auch keine Lust.
Aber ein, zwei Jahre, muss er einfach zu Hause sein.
Das erwarten wir beide für das Kind.
Da ich da kein Interesse dran habe, mein Mann aber schon, ist das für uns gut.
Dass er dann "nur" Elterngeld bekommt, ist ja logisch

Und ich finde es inakzeptabel Kinder U3 ganztägig in die FremdBetreuung zu schicken bzw später das Kind in den Hort bzw bewusst in die Ganztagsschule WENN es theoretisch anders möglich wäre indem zb ein Elternteil (viel) weniger arbeitet als das andere. Manche Jobs gehen ja zb nur ganztags und Teilzeit für beide Elternteile geht ja nicht immer.

Ich hole meine Kinder immer direkt nach der Arbeit von Hort bzw. Kindergarten ab.
Aber wieso ist es inakzeptabel wenn jemand noch die Zeit während die Kinder in Betreuung sind für etwas anderes nutzt?
Wieso muss man so jemanden verurteilen?

Inakzeptabel? Was für eine Anmaßung!

Erst heute habe ich nach der Arbeit in Ruhe einen Kaffee in der Sonne getrunken und erst dann die Minis abgeholt. Und Weisste was? Es war herrlich.

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Hi,
ich arbeite Teilzeit, die über die Jahre gesteigert wurde, und mein Mann Vollzeit. Da ich zwar im gleichen Beruf, aber in einem anderen Konzept arbeite, muss sich Mann zwangsläufig in die Betreuung einbringen. Auch im Haushalt.
Du kannst es noch so inakzeptabel finden, dass manches Elternteil auch nach der Elternzeit nicht arbeiten geht, letztendlich geht es dich doch gar nichts an wie andere Familien leben.
Und manche Berufe bringen es nunmal mit sich, dass die Arbeitszeiten beschissen für die Familie sind, kannst du noch so blöd finden, ändern kannst du’s nicht.

vlg tina

>>>Also, Elterzeit wenn das Elterngeld ausläuft, finde ich inakzeptabel.<<<

Ist ja in Ordnung, wenn ihr euch als Paar darauf geeinigt habt.

Andere regeln das anders, von daher ist es egal, was du inakzeptabel findest oder nicht :-).

Habe ich das richtig verstanden? Alle Paare in deinem Umfeld, bei denen es anders läuft als nach deiner Idealvorstellung, haben sich getrennt?

Schön, wenn es bei euch so ideal machbar ist und alles so läuft, wie du es akzeptabel findest.

Wir betrachten eine Familie nicht als etwas was "finanziert" werden muss sondern als etwas das funktionieren muss. Bei Arbeit wird nicht zwischen entgeltlicher und unentgeltlicher unterschieden. Respekt und Verständnis sind angeborene und anerworbene soziale Fähigkeiten und haben nichts damit zu tun ob "jeder alles macht und alles gerecht aufgeteilt ist" sondern eher im Gegenteil. Wahres Verständnis hat man wenn man etwas versteht in dem man nicht selber "steckt". Mit echtem, ernstgemeintem Verständnis respektiert und wertschätzt man alles was der andere tut, egal ob er nun die neueste KI programmiert oder mit dem Kind Plätzchen backt oder den 100st Wutanfall wegen der Quengelware an der Kasse meistert. Wenn man so auf "jeder trägt zu allen Bereichen den gleichen Teil bei" heißt ja dass es bei Euch für gewisse Dinge mehr Wertschätzung gibt als für andere, sonst wäre es doch egal. In meinem Bekanntenkreis ist es übrigens eher umgekehrt, da stechen die mit Gewalt "gleichgeschalteten Ehen" eher als die das nicht anders sehen.

... die das anders sehen natürlich

Mein Mann arbeitet in Vollzeit und Schichten. Nebenbei macht er auch noch einiges. So ist er kaum zu Hause und ich mache den Haushalt und beide Kinder allein. Ich arbeite in Teilzeit, seit knapp 4 Jahren zu 99% im Home Office. Ich habe jetzt noch 2 Jahre Elternzeit, da arbeite ich weniger als meine normalen 30 Stunden.

Für uns ist das so okay, weil wenn er dann zu Hause ist, sich ausschließlich mit den Kindern beschäftigt. Wenn ich einen Ausflug plane, wo ich denke er muss bei sein, dann ist er bei. Wenn ich krank bin oder einfach erschöpft bin, steht er morgens auf und kümmert sich um die Kinder.

Ich will es auch gar nicht anders haben, denn ich habe keine Lust jeden Cent 5 mal umzudrehen. Die Kosten trägt eigentlich mein Mann, ich zahle nur die Lebensmittel und meinen Sprit. Am Ende ist es aber eh egal weil wir ein gemeinsames Konto haben.

Wie 1 Jahr darf Frau zu Hause bleiben.
Von ihrem Elterngeld 50 % der Haushaltsausgaben decken.
Nach 1 Jahr arbeiten beide Vollzeit und das Kind kommt in die Betreuung, jedoch nicht ganz Tags.
Ist das deine Vorstellung von Ideal?

Wird nicht funktionieren?
2 x Vollzeit und keine Ganztagsbetreuung schließt sich aus.
Hausarbeit ist mit Kind mehr. Kleinkinder spielen nicht alleine und brauchen Aufmerksamkeit

Finanziell mag das eine gute Lösung sein, für die Partnerschaft sehr schwierig. Zwei die übermüdet arbeiten. Nach der Kindzeit kommt die Hausarbeit.
Jetzt Paarzeit, später Wäsche
Jetzt Hobby, später Putzen

Es hat seinen Grund, warum bei Babies und Kleinkindern i.d.r ein Elternteil Max. Teilzeit arbeitet

Ich will dir/euch nicht reinreden - jeder wie er will und kann. Aber es ist definitiv nicht die Regel, dass bei Kleinkindern ein Elternteil max. Teilzeit arbeitet. Das stimmt einfach nicht, es kommt auf die Region an. Das wäre genauso, also würde ich behaupten, dass (weil ich es so kenne) in der Regel nach einem Jahr beide Elternteile wieder Vollzeit arbeiten - stimmt ja auch nicht.

Nachdem im Bundesdurchschnitt nur 1/3 aller Kleinkinder fremdbetreut werden, und selbst da bestimmt nicht alle Eltern Vollzeit arbeiten, und bestimmt nicht so viele Omas ihre Enkel ganztags betreuen dass es erwägenswerte Massen davon gibt, ist es schon so dass die MEHRHEIT der deutschen U3 Mütter höchstens halbtags arbeitet. Das mag regional anders gewichtet sein, aber auf Gesamtdeutschland ist das noch die Regel.

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Hallo.

"Elternzeit, wenn das Elterngeld ausläuft, finde ich inakzeptabel" Warum? Das sehe ich absolut anders. Es gibt in einer Familie nun mal gewisse Aufgaben die anfallen: Geld verdienen, Kinder gut betreuen, Haushalt erledigen, ... Jeder sollte seinen Anteil daran haben, dass der Laden läuft. Da finde ich es aber durchaus legitim, wenn sich jemand in einem Bereich mehr und im anderen dafür weniger einbringt. Da muss jede Familie für sich den richtigen Weg finden. Momentan und in naher Zukunft noch mehr, habe ich das Haupteinkommen und mein Mann übernimmt mehr von der Kinderbetreuung. Von unseren Einkünften als Familie werden die Fixkosten abgezogen und der Rest durch 2 geteilt. Ohne ihn könnte ich nicht in dem Maß arbeiten, da unsere gemeinsame Tochter nicht ausreichend betreut wäre. Und das ist definitiv auch Arbeit .

Liebe Grüße

Mein Mann arbeitet 100 Prozent.
Ich 50.
Dadurch macht er natürlich etwas weniger im Haushalt, aber er macht was.
Vormittags sind die Kinder in der Schule bzw. im Kindergarten. Ab Mittag ist dann entweder mein Mann oder ich zu Hause. Familiäre Unterstützung gibt es nicht und bräuchten wir auch nicht, da mein Mann seine Arbeitszeit frei einteilen kann. Dadurch ist er oftmals auch am We arbeiten.

Für andere muss unser Modell nicht passen. Für uns ist es gut so wie es ist.

Aber jetzt sag mal wie sieht es bei euch aus bzw. warum greifst du dieses Thema auf?

Mein Mann und ich denken da einfach anders. Wir sind ein Team! Wir haben von Anfang an ein gemeinsames Konto. Kein mein Geld, dein Geld und den Kühlschrank monatlich ausrechnen. Es sind unsere Kinder!

Und weißt du was? Keiner fühlt sich ausgenutzt. Wir hatten ein gemeinsames Konto als ich Vollzeit gearbeitet habe und er eine Ausbildung gemacht hat, auch als er krank war und wir keine BU hatten und wir hatten auch in ca 6 Jahren Elternzeit ein gemeinsames Konto (er Vollzeit). Wir machen je Nach Finanzen einen Plan wieviel Geld wir wofür ausgeben wollen. Hobby /sinnloses Geld völlig gleich / fair aufgeteilt (sogar für die Kinder 😜). Inzwischen arbeitet er Vollzeit und ich Teilzeit. Und : wir haben mehr als genug 🙂🤷‍♀️Denn Geld macht mich fröhlich und die Sicht auf Geld kann" immer zu wenig "oder "immer genug da" sein.

Da sollte stehen: *Geld macht nicht fröhlich..

Gibt es in deiner eigenen Partnerschaft denn nun eine "Schieflage"?
Habt ihr denn nicht vorher über eure Vorstellungen gesprochen?

Ich habe meinem Partner 5 Jahre Studium finanziert, wir haben in diesen 5 Jahren geheiratet, haben ein Haus bezogen, ein Auto gekauft, haben geurlaubt, ein Kind bekommen. Wenn er nächstes Jahr seine Approbation hat, ist unser zweites Kind geboren. Mein Einkommen ist gleich unser Familieneinkommen und die Kinder sind unsere Kinder.
Nie haben wir das als Schieflage empfunden, nur weil das Einkommen von nur einem Part in die Beziehung floss.

Ich habe mich noch nicht entschieden, ob/wann/in welchem Umfang ich nach dem zweiten Kind wieder einsteige. Mein Mann würde aber jede meiner Entscheidungen akzeptieren, auch wenn Ende des Elterngeldes nicht Ende meiner Elternzeit bedeuten würde. Weder er noch ich rechnen hier auf, wer was finanziert.

Ihr solltet beide! mit eurem Lebensstandard und zufrieden sein. Wenn Du das im Moment nicht bist, sollte dein Partner das akzeptieren und zum Einkommen beitragen.
Solltest du nur aufrechnen wollen, dann natürlich beide gleiche Steuerklassen, prozentual nach Einkommen Beteiligung an Fixkosten, etc. Mir wäre das aber lästig.

Willst du denn, dass ihr beide Vollzeit arbeitet? Hast du das zu Ende gedacht?
Dann Kind in Vollzeit-Betreuung? Oder beide arbeiten gleich viel Teilzeit?
Oder bist du einfach frustriert über eure Finanzen?

Wir finanzieren unsere Kinder. Wir kümmern uns um unsere Kinder. Wir sind verheiratet, ein Liebespaar und Eltern.
Wir leben in unserem Haus, von unserem Geld. Einer betreut die Kinder, einer verdient das Geld. Denn wir wollen unsere Kinder nicht früh abschieben, mit 1, damit dann jeder arbeitet, jeder den Haushalt und die Kinder hat und jeder gestresst ist. Für uns ist es entspannt. Einer geht in Ruhe arbeiten, einer kümmert sich gelassen um Kinder und Haushalt. Wie lange wir das schon so machen? 5 Jahre. Wir sind glücklich.

Toll geschrieben! Wir machen es genauso - nur bereits 15 Jahre und auch wir sind allesamt glücklich und entspannt damit :-).

Eigentlich ist es nicht toll geschrieben, sondern sehr abwertend anderen Lebensmodellen gegenüber...wie so oft...

"Denn wir wollen unsere Kinder nicht früh abschieben"

VG Isa

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Mein Mann geht arbeiten, ich bin zu Hause bei den Kindern. Dafür übernehme ich auch die Nachtschichten und das meiste im Haushalt. Jeder trägt das in der Familie bei, was er kann. Für meinen Mann ist es auch vollkommen in Ordnung, dass ich nicht arbeiten gehe. Er ist froh zu wissen, dass es den kindern gut geht. Wenn sie größer sind, gehe ich wieder Teilzeit arbeiten.
Es ist aber auch immer unser Geld und da wird nicht unterschieden wer wieviel Geld aufs Konto bekommt!
Ich finde es immer wieder schade, wenn Partnerschaften so sind, dass jeder für sich das beste rausschlagen will und dem Partner nichts gönnt. Wir versuchen dem anderen immer Ruhe/Spaß möglich zu machen anstatt es an uns zu reißen

In der Theorie ist es oft einfacher, als in der Praxis🤷🏻‍♀️

Wir investieren gemeinsam in unsere Kinder. (Das ist mehr als nur Finanzen)
Zurzeit macht mein Mann es überwiegend finanziell und ich überwiegend persönlich durch Erziehung, etc.
Eine U3-Betreuung kam für uns nicht in Frage. Wenn es finanziell und vom Job her anders geht, finde ich es eher 'inakzeptabel', das Kind so früh abzugeben. Außerdem wollten wir unsere Kinder mit geringem Altersabstand bekommen.

Derzeit bin ich zu Hause. Zwischen den ersten beiden Kindern habe ich Teilzeit gearbeitet, aber der Stress vor allem mit den Absprachen mit meinem Mann war mir das ganze nicht wert. Und es lohnt sich kaum, weil ich in der Schwangerschaft im Beruf sowieso viele Verbote habe. Seitdem bin ich ganz zu Hause. Ich kümmer mit um die Kinder, den Haushalt, die Behörden. Mein Mann arbeitet Vollzeit. Alles Geld ist unser Gemeinsames, egal, wer es verdient. Das war von Anfang an klar.

Nach dem letzten Kind wäre unser Traum, dass wir beide Teilzeit arbeiten. Ob das funktioniert, müssen wir dann sehen. Wir arbeiten beide in Schichten, da organisiert man das nicht so einfach🤷🏻‍♀️ Wahrscheinlicher ist, dass ich Vollzeit arbeite und er ganz zu Hause bleibt. Finanziell ist es Blödsinn, weil er im Jahr fast 20.000 Euro mehr verdient als ich, aber auch mein Gehalt ist sehr gut, deshalb ist es möglich.
Ich arbeite gerade zwar nicht, aber ich bleibe trotzdem informiert, damit ich in meinem Beruf den Anschluss nicht verliere.

Das ist unser Weg und wir sind glücklich damit😊

Wir haben auch keine Schieflage in unserer Partnerschaft: Er respektiert die Arbeit, die ich zu Hause erledige und mit der ich ihm den Rücken freihalte, damit er Zeit für die Kinder hat, wenn er nach Hause kommt (aber er hilft natürlich trotzdem im Haushalt, wenn er da ist). Ich bin froh, dass ich den Luxus habe, die Entwicklung meiner Kinder so stark mitzuerleben und respektiere die Arbeit, die er tut.
Es gibt auch mal Streit, wir sind auch manchmal genervt voneinander, aber wir können darüber reden. Klar kommt auch mal der Vorwurf, dass man den anderen nicht versteht, aber dann hatten wir fast immer beide einen anstrengenden Tag oder eine anstrengende Woche🙈
Unsere Partnerschaft funktioniert so seit mittlerweile 16 Jahren (9 mit Kindern).

Respekt und Verständnis hat nichts mit der Aufteilung von Beruf und Haushalt zu tun.
Ich kenne solche und solche Beziehungen, die funktioniert haben oder gescheitert sind.

Warum findest du es inakzeptabel, nach dem Elterngeld zu Hause zu bleiben? Wenn es finanziell möglich ist, ist es doch überhaupt nicht verwerflich, Zeit mit seinem kleinen Kind zu verbringen. Gerade wenn einer ein deutlich niedrigeres Gehalt hat, ist es sogar sinnvoller.

Die Arbeitszeiten kann man sich auch nicht immer aussuchen. Wenn mein Mann Nachtschicht hat, verbringt er auch den Großteil von Tag im Bett und die Großen sehen ihn kaum, weil sie in der Schule sind, wenn er wach ist. Er muss auch regelmäßig am Sonntag oder an Feiertagen arbeiten. Letztes Jahr war er mit Weihnachten dran. Das war nicht schön, aber das kann man nicht ändern🤷🏻‍♀️

Wir arbeiten beide 80% und haben drei Tage Fremdbetreuung. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wieviele Frauen nicht arbeiten und sich damit permanent von Zahlungen anderer abhängig machen. Nach einigen Jahren Abwesenheit vom Arbeitsmarkt fällt die Jobsuche immer schwerer und die erzielbaren Gehälter werden immer geringer.

Wenn ich so etwas hier schreibe, kriege ich gerne zu hören, ich hätte eine Buchhaltermentalität und denke nur ans Geld. Dabei kann man gerade in diesem Forum nachlesen, was passiert, wenn der Alleinverdiener ausfällt, wegen Trennung, Geiz, Unfall, Krankheit, Jobverlust etc. Ich sehe es genau umgekehrt: Wenn man das Standbein Beruf aufgibt, dreht sich im Krisenfall alles nur noch ums Geld. So weit, dass es Frauen gibt, die sich psychische oder physische Gewalt antun lassen, um finanziell abgesichert zu sein.

Ich gebe Dir Recht.
Nur finde ich den Begriff "Fremdbetreuung" schlimm. Für meine 3 jährige sind die Erzieherinnen Bezugspersonen und der Kindergarten hat durchaus familiären Charakter.
Ich würde es einfach "Betreuung" oder Kindergarten/ KiTa nennen.
Ich kenne diesen negativen Begriff nur von Urbia.

Genau so. Ich wundere mich auch immer. Was bin ich froh, dass ich meine fünf Kinder und mich allein finanzieren kann. Auch nach dem Tod meines Mannes.

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Also ich werde 3 Jahre Zuhause bleiben und mein Partner steht da auch voll und ganz hinter mir...
Wir sind zum Glück auch ohne mein Einkommen finanziell gut da zu stehen...
Wir beide möchten unser Kind das in 4 Wochen kommt nicht in Fremdbetreuung geben warum auch? Ich finde ein Kind hat es am besten bei der Mutter und den Papa.
Ich möchte auch in den ersten 3 Lebensjahren meines Kindes nichts verpassen die Zeit geht so schnell um.

Warum sollte daran eine Beziehung kaputt gehen?
Mein Partner arbeitet in Kontischicht sprich 3 früh, 2 spät, 2 Nacht und wir haben soviel Zeit zusammen.
Wir gehen alle zwei Wochen zusammen essen. Machen einmal die Woche einen Filmeabend. Und sind auch so viel unterwegs. Aber jeder hat hier auch seine freiheiten.

Mein Partner kümmert sich um bestimmte Dinge wie Spülmaschine ausräumen und Wäsche waschen. Das war schon immer so.

Ich bin selbständig und kann mir meine Zeit super einteilen aber ich werde definitiv in den nächste 3 Jahren zurück treten. Und mein Partner hat da keine Probleme mit ganz Ingenteil.

Aber mir ist es egal was andere machen nur verurteilten sollte man keine Modelle.

Irgendwie klingt der Beitrag negativ und unglücklich/unzufrieden für mich...

Mein Mann und ich lieben uns! Wir führen eine Partnerschaft! Wir haben uns entschieden unser Leben GEMEINSAM zu leben! Und zum Leben gehört es Geld zu verdienen, Kinder & Haushalt. Diese drei Hauptkomponenten müssen in Einklag gebracht werden - für das WIE gibt es viele Wege. Und jede Familie kann/soll den für sich passenden Weg wählen!

Jedes Familienmitglied hat Stärken & Schwächen. Jeder hat Aufgaben die man lieber macht und welche die man weniger gerne macht. Jeder hat Rechte & Pflichten, Wünsche & Bedürfnisse.
Wir begegnen uns mit Respekt und Wertschätzung. Wir ergänzen und unterstützen uns. Und wir haben die gleiche Vorstellungen von Familienleben.

Ja, mein Mann arbeitet Vollzeit - in seinem absoluten Wunschberuf und ich bin bis auf Weiteres daheim. Unsere Kinder sind 4,5 und 1,5 Jahre alt. Die Große ist bis 13.30 Uhr im Kiga, der Kleine ab September 2020. Wir möchten auch noch ein 3. Kind.
Das haben wir gemeinsam so entschieden. Wir sind damit glücklich und zufrieden. Wir wissen, was der jeweils Andere leistet und beides hat seine gleichwertige Berechtigung.

Trennungen gibt es natürlich immer wieder aber sicherlich nicht nur wegen diesem Lebenmodell. Trennungen entstehen für mich aufgrund von Diskrepanzen! Durch unterschiedliche, zu Stark abweichende Vorstellungen vom (gemeinsamen) Leben. Von verlorenem/fehlenden Respekt & Wertschätzung, von fehlender Kommunikation und Missachtung von Bedürfnissen & Wünsche!

Moin 🙋🏻‍♀️

Das muss erstmal jeder selbst wissen und in einer Partnerschaft gibt's ja immer mal "Schieflagen" finanzieller Art, das muss sie aushalten. Das Risiko gehört m. E. zu den Lebensrisiken. Man kann nicht alles versichern, man muss auch vertrauen oder eben improvisieren. Zur Not leben wir in einem Sozialstaat.

Ich kann meine 4 Kinder alleine finanzieren, wenn ich 30 Stunden arbeite, habe ich ausgerechnet.
Zurzeit habe ich Mutterschutz, dann 1 Jahr Elternzeit, dann 30 Stunden.
Meine beiden Großen aus erster Ehe werden allerdings vorwiegend von meinem Ex-Mann finanziert. Ich bremse meinen Partner manchmal, wenn er größere Dinge für alle bezahlen will...Ich krieg ja den Unterhalt für die Kinder, nicht für mich 🙃

LG Nele
Mit Junge (12) und 3 Mädchen (8, 20 Monate und 2 Tage)

Ich habe gesehen was im Fall einer Scheidung passiert, vorher hieß es immer “ unser Geld“ und dann gibt es aber kein “ uns“ mehr und die Frau ist abhängig vom Geld des Ex Partners.
Da die Kinder beim Unterhalt vorgehen, bleibt für die Frau oft nichts mehr, da das Gehalt des Ex Partners oftmals nicht reicht.
Gerade noch erlebt, drei Kinder zwischen 10 und 14, Kindesunterhalt fast 1800 Euro....
Durch das Wechselmodell musste er dann weniger zahlen, für die Ex blieben ein paar Hundert Euro im Trennungsjahr ,nach der Scheidung bekam sie nichts mehr. Letzten Endes leben.die Kinder bei ihm weil sie sich eine große Wohnung mit drei Kinderzimmern gar nicht leisten kann.
Beruflich seit 16 Jahren nur noch Minijobs gemacht, im erlernten Beruf nicht mehr gearbeitet.
Sie räumt jetzt im Supermarkt für Mindestlohn Regale ein, was ich halt schlimm finde ist, dass sie die Kinder nicht mehr regelmäßig bei sich hat, da sie auf 50 qm leben muss.

Hallo,

Oooh, deine Kleine ist da! Herzlichen Glückwunsch! #huepf

Gehört nicht zum Beitrag, musste aber gesagt werden.

Dragonflies #blume

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Wir haben uns das ganz nett eingeteilt, aber Familien wie wir sind viel zu wenig polarisierend, um für Gesprächsstoff zu sorgen.

Ich habe studiert und arbeite Teilzeit, mein Mann Vollzeit, die Kinder sind an vier Tagen bis um 12:45 Uhr in der Grundschule, da essen wir zu Hause, an einem Tag bis 14:15 Uhr, da essen sie in der Schule.

Mein Sohn (1.Klasse) spielt da mit seinen Freunden Fussball, bei meiner Tochter (3.Klasse) deckt sich das fast mit den Schulstunden. Hausaufgaben machen sie bei mir zu Hause und haben viel Zeit für Hobbys und Verabredungen.

In allen Ferien sind die Kinder und ich zu Hause bzw. fahren in den Urlaub.

Mein Mann und ich verdienen ähnlich, unsere Putzfrau macht zu Hause sauber, den Rest an Haushalt mache ich und mein Mann das Holz, den Hund und den Hof.

Ich bin froh über meinen Beruf, der mir viel Spaß macht, mir viel Zeit für die Familie lässt und mir in jeder Lebenslage meine Existenz garantiert. Ich habe ein eigenes Konto, genau wie mein Mann, und wir haben ein gemeinsames Haushaltskonto.

Selbstverständlich habe ich ein eigenes Auto und kann genauso wie mein Mann mal ausgehen oder was mit Freunden machen.

Ein Leben als Hausfrau ist genauso wenig meins wie eine tolle Karriere.

Langweilig bei uns ;-)

Traumhaft langweilig ;-)

Mein Mann arbeitet 100%, ich 65%. Ich weiß nicht, was daran inakzeptabel ist und sehe in unserer Beziehung auch keine Schieflage. Ich mache vor der Arbeit den Haushalt, während mein Mann unseren Sohn zum Kindergarten bringt. Ich hole unseren Sohn vom Kindergarten ab, verbringe mit ihm den Nachmittag, während mein Mann noch bei der Arbeit ist. Alle Arbeit, die dann noch anfällt, teilen wir uns auf. Jeder hat sein eigenes Konto, vom Konto meines Mannes wird entsprechend mehr abgebucht als von meinem. Wir empfinden es beide als gerecht und ausgeglichen. Unser Sohn hat zu uns beiden eine gute Bindung.

Wir haben diese komplette „Schieflage“ seit die Kids da sind (2 und 5), sind seit 20 Jahren zusammen, seit 5 Jahren verheiratet und glücklich. Wir haben ein Gemeinschaftskonto, zusammengeworfen nach der Hochzeit. Da mein Mann selbstständig und unabkömmlich ist, habe ich die Elternzeit alleine genommen und er ging weiterhin voll arbeiten, von morgens bis Abends. Ich genieße es, dadurch viel Zeit mit den Kids verbringen zu dürfen, weil ich nicht arbeiten gehen muss. Dafür halte ich ihm komplett den Rücken frei. Er hätte sogar gerne, dass ich noch ein Jahr zu Hause bleibe, weil so alles gut läuft, aber das muss ich mir noch überlegen. Zu tun wäre schon was, weil wir momentan Haus bauen.
Mal gucken... wir sind glücklich so, auch wenn wir natürlich gerne noch mehr Zeit mit meinem Mann hätten.

"Ich sehe es so, dass beide die finanzielle Verantwortung gleichermaßen zu tragen haben."
Warum solltes es ernsthaft jemanden interessieren, was jemand anonym im Netz schreibt?

"Also, Elterzeit wenn das Elterngeld ausläuft, finde ich inakzeptabel."
Ich finde es inakzeptabel anderen in die Lebensgestaltung reinzuplärren.

"Das Kind kostet nun mal und warum soll ich das allein stemmen?
Genauso sollten sich beide im Haushalt und bei der Betreuung des Kindes engagieren, einen Vater oder Mutter, die nach Hause kommen, wenn die Kinder im Bett sind oder nur mal Sonntags da sind, finde ich ebenfalls unvereinbar mit Familie."
Es gibt unzählige Möglichkeiten sein Einkommen zu erwirtschaften. Es gibt unzählige Möglichkeiten Haushalt, Betreuung und Erziehung zu organisieren. Und jede einzelne Familie sollte in meinen Augen das machen, was für sie selbst optimal ist und womit sich alle wohlfühlen können.


"Die Schieflage in der Partnerschaft und das mangelnde gegenseitige Verständnis wird sonst zum Problem, so sehe ich es in meinem Umfeld.
Die Partnerschaften sind allesamt gescheitert."
Wer kein Verständnis füreinander hat, der führt vermutlich sowieso keine gute Beziehung und scheitert leichter. Ob das zwingend mit dem Einkommen und den Arbeitszeiten zusammenhängt, das würde ich bezweifeln.

"Wie habt ihr es geregelt?"
So wie es für uns passt. Das ist eher das klassische Modell. Mein Mann verdient mehr Geld. Ich weniger. Unsere Arbeitsleistung ist ganz subjektiv geschätzt vergleichbar. Nur das ich eben meine Arbeit in Haushalt, Kindererziehung etc eben nicht auf einen Stundenzettel schreiben kann. Mein Mann erkennt meine Leistung an. Die Finanzen sind bei uns kein Thema welches zu Konflikten führen würde. Unser gemeinsames Einkommen reicht auch aus um davon recht sorgenfrei leben zu können.