Trennung-Baby noch so klein

Ich muss mich einfach hier ausheulen-kann noch nicht mit einer Freundin/Familie drüber reden. Mein Mann und ich sind swit über 3 Jahren ein Paar,haben im Mai geheiratet und im Juni kam unser Wunschkind.
Mein Mann hat sich sehr verändert,wahrscheinlich auch durch seine Arbeit. Verändert in dem Sinn,dass er sehr launisch,schnell eingeschnappt und egoistisch ist. Ich beklage mich daher schon länger,dass mich das stört und ich mir auch vorkomme als hätt ich 2 Kinder-nicht mal eine Tasse kann er verräumen. Wir hatten seit die Kleine da ist noch nie Sex-und das liegt nicht an mir.
Wiederum sehe ich wie er auf Insta...anderen Frauen folgt und Bikini Fotos liked. Er wollte mir in seinem Internet Verlauf etwas zeigen,da blättert er und ich benerke Porno Seiten(diese streitet er aber komplett ab) Es geht mir nicht um die Porno Seiten sondern dass er mich offensichtlich anlügt. Da ich ihn nicht mehr als Partner/Unterstützer/Freund..sehe sondern als trotziges Kind,dass sich nicht ändern wird,habe ich beschlossen mich zu Trennen. Habe ihm das gestern gesagt und er hat die Kleine geküsst,geweint und ist gegangen. Das hat mir das Herz zerrissen. Vor allem weil unsere Maus jetzt so aufwachsen muss. Ich habe keine Angst,dass wir das nicht schaffen,aber so ein schlechtes Gewissen ihr gegenüber.

Habt ihr vielleicht auch so Erfahrungen gemacht.
Liebe Grüße

Hallo,also ganz ehrlich, irgendwie liest es sich so, als seid ihr beide grade trotzige Kleinkinder.
Ihr seid erst seit Juni Eltern und natürlich ist das für alle eine große Umstellung.
Ihr müsst definitiv lernen miteinander zu reden. Wenn du nach so kurzer Zeit schon gleich das Wort Trennung aussprichst, kann es keine große Liebe sein.
Kämpfe für das was dir wichtig ist! Pornos und Bikinifotos hin oder her. Eure Familie ist das was zählt. Kommunikation ist der Schlüssel. Erst wenn alle Schritte in eine Sackgasse führen, kann man eventuell darüber nachdenken einen Schlussstrich zu ziehen.
Ich glaube dir ist die Tragweite einer Trennung nicht ganz bewusst. Ich war einige Jahre mit meinen 2 großen Kindern alleine. Von teilweiser finanzieller Not will ich gar nicht anfangen, aber was das mit den Kindern macht, sollte einen bewusst sein. Ich musste hier so viele Tränen trocknen, so viele Gespräche führen, Teilweise mehr geben, als ich hatte.

Versucht eure Beziehung zu retten.

Liebe Grüße

Hallo,

ich kann sehr gut nachvollziehen was in dir vorgeht und mit den Männern ist es tatsächlich nicht immer so einfach. Meine Erfahrung ist, dass das erste Babyjahr eine riesige Umstellung für eine Beziehung ist und dass sich „Mann“ erstmal umgucken muss.

Die Veränderung ist groß und man hat gerade beim ersten Kind such hohe Ansprüche an sich selbst und seinen Partner. Mein Mann hat sein Leben zu Beginn so weiter geführt wie vorher. Konnte er auch, er war ja nicht an das Kind gebunden. Hier flogen auch die Fetzen und wir haben viel miteinander geredet. Bei uns hat es auch lange gedauert, aber unser zweites Kind kam im April und mit den Jahren hat sich viel getan. Er ist mittlerweile ein verantwortungsvoller, liebevoller Papa und Ehemann und ich hätte damit nicht gerechnet, wenn ich so an die Anfänge zurück denke.

Ich will dich nicht davon abbringen dich zu trennen. Wenn du für dich entschieden hast, dass es auf keinen Fall so weiter geht, dann ist es auch berechtigt. Manchmal braucht es einfach nur Zeit. Vielleicht ist es in eurem Fall auch so?

Was euer Baby angeht denke ich, dass es in dem Alter eventuell einfacher ist als später. Ein sieben jähriges Kind hat mit einer Trennung wohl mehr zu kämpfen und bezieht es eher auf sich.

Lg

Hallo Du das erste Jahr ist das Strengste. Auch gefestigte Beziehungen kann das durchschütteln. Das Mann oder Frau keine Lust hat ist normal. Das man sich streitet ist normal. Das man wegen Schlafmangel gestresst ist ist normal. Das Mann sich in die virtuelle Welt flüchtet, als kleiner Ausgleich ist normal. Aber das man nicht redet, sachlich ohne Vorwürfe und Gemecker ist schade. Das man so schnell aufgibt ist doppelt Schade. Als zweifaches Mami seit 15 Jahren mit den gleichen Mann mit Höhen und Tiefen und seit 8 Monaten das erste Jahr überlebt, kann ich dir nur raten, setzt euch gemeinsam hin. Streitet, redet, weint, umarmt euch, tauscht aus und sucht Lösungen und trefft Abmachungen. ZB einen freien Abend für jeden pro Woche. Und ja Papa kann abgepumpt Muttermilch füttern. Schaut was euch wichtig ist, was Möglich ist und was man halt einfach gelassen hinnehmen muss, weil Mann und Frau es im Moment nicht ändern können! Alles Gute

Bei so einer Einstellung wundert es mich nicht, dass jede zweite Ehe geschieden wird. Anstatt das Problem anzugehen, rennt man einfach weg und schiebt die Veränderung des Partners vor.

Auch wenn du es nicht wahr haben willst. Nicht nur dein Mann, sondern auch du hast dich verändert.

Wie war es denn vorher? Hat er da alles immer abgeräumt? Oder hast du es gemacht und es stört dich erst jetzt, wo das Baby da ist?

Hast du ihn mal gefragt was ihn vielleicht stört? Dein Text bezieht sich nur auf dich. Und jammern oder meckern bringt nichts. Ein klares Gespräch wäre angebracht, wo beide Seiten mitteilen was sie möchten. Dann kann man schauen wie man die Bedürfnisse beiderseits erfüllen kann.

Aber ja eine Trennung ist natürlich leichter, dann muss man nicht an sich selbst arbeiten 🤷‍♀️

Wenigstens hast du deinem Kind gegenüber ein schlechtes Gewissen. Aber das bringt deinem Kind auch nichts.

Ich bin erstaunt was man hier für teils böse und aggressive Antworten bekommt. Och bin nicht gestern aufgewachen und habe mir gedacht:ach trenn dich heute einfach mal. Ich probiere seit Monaten ihn zu fragen ob alles ok ist,was bei seiner Arbeit los ist,ob wir was unternehmen wollen und es kommt einfach nichts. Letztens hab och ihm gesagt,dass ich einfach nur möchte,dass er sein Geschirr und Wäsche verräumt. Schafft er nicht. Es ist nicht dass es erst seit eimer Woche so ist,er ist seit Monaten in seiner Welt. Seine Familie hat ihn auch schon darauf angesprochen. Er würde Stress haben und mehr nicht.
Ich versuche alles,dass es uns gut geht. Aber jemanden mitzuziehen der gar keine Lust mehr dran hat,dass wir es angenehmer und friedlicher haben könnten,will ich einfach nicht.

Ich bin weder böse noch aggressiv, sondern einfach nur direkt. Das Leben besteht nicht aus rosa Glitzer.

Ich finde es einfach erstaunlich wie viele gleich eine Trennung wollen, weil das eben so einfach ist.

Ich hatte nach der Geburt des ersten Kindes Depressionen und dann kamen noch Probleme von außerhalb dazu. Es ist nicht immer alles so einfach. Trotzdem sind wir den Weg gemeinsam gegangen. Als unser Sohn Krebs hatte und im sterben lag, ist mein Mann mit der Situation ganz anders umgegangen als ich. Auch das haben wir aber letzendlich gemeinsam gepackt. Es hätte in den letzten 9 Jahren 1.000 Gründe gegeben wo eine Trennung leichter gewesen wäre, aber deswegen haben wir nicht geheiratet. Es heißt nicht umsonst in guten wie in schlechten Zeiten, bei Gesundheit und Krankheit usw. Wenn man liebt, dann sollte man dafür kämpfen und es nicht gleich wegschmeißen.

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Ein Baby stellt so einiges auf den Kopf. Stress bei der Arbeit macht es nicht besser.
Du hast diesen Mann im Mai nicht ohne Grund geheiratet und mit ihm zusammen ein Kind bekommen.
Der erste Schritt wäre reden und versuchen gemeinsam eine Lösung zu finden. Keine Ahnung wie sehr ihr unter Schlafmangel leidet, aber ich weiß von mir wie sehr ich da zur Furie werden konnte. Eine herumstehene Tasse hätte schon gereicht.
Setzt euch zusammen und seht zu was ihr ändern könnt. Voraussetzung ist natürlich, dass ihr beide bereit seid an euch zu arbeiten.
Ihr seid jetzt eine kleine Familie.

Gerade das erste Jahr mit Baby ist besonders hart. Man muss sich erst als Familie finden...
Meiner Meinung nach sollte man im ersten Jahr erstmal versuchen seinen neuen Platz zu finden und seinen Aufgaben gerecht zu werden. Also ich denke die Trennung wäre der falsche Weg.

Vielleicht ist die Trennung auch nicht dauerhaft. Aber vielleicht braucht dein Partner so einen deutlichen Schuss vor den Bug.
Bei meinem war es damals so und nach zwei Wochen bekam er noch eine chance und nahm sie endlich wahr. Es war zwar immer noch steinig, aber wir haben es gemeinsam dann schaffen wollen.
Mittlerweile sind wir ein tolles Team und Eltern von drei Kindern.

Das erste Jahr ist bei vielen eine einzige katastrophe. Ich hoffe, ihr schafft es doch noch zusammen.

Würde mich in die bisherigen Antworten einreihen. Ich hab mal gehört, dass man im ersten Babyjahr keine schwerwiegenden Entscheidungen treffen sollte. Und wie hier schon jemand schrieb: ihr habt euch beide verändert. Ihr seid jetzt Eltern, euer ganzes Leben ist anders. Gerade in den ersten Monaten (eure Kleine ist noch nicht mal ein halbes Jahr alt!) ist wenig vom alten Leben übrig. Das heißt aber nicht, dass es so bleibt. Kannst du dir denn ein Leben ohne ihn gut vorstellen? Wärst du glücklicher, wenn du mit der Kleinen allein wärst? Mein erster Schritt vor einer Trennung, besonders wenn Kinder involviert sind, wäre ohnehin eine Paarberatung. Obwohl ich, wie meine Vorrednerin auch schon schrieb, auch erfolgreiche Fälle von "Schüssen vor den Bug" kenne. Allerdings ist das, wenn man eigentlich keine Trennung will, meiner Meinung nach sehr riskant. Denn wie der Partner reagiert ist wohl Typsache. Ich kenne durchaus Charaktere, die sich dann eher verletzt zurückziehen würden anstatt zu kämpfen.

Ich wünsche dir und deiner Familie den bestmöglichen Ausgang für euch alle und alles Gute!

LG

Ich sehe es ähnlich wie viele andere hier. Eine Trennung ist immer der letzte Schritt, wenn nichts mehr geht. Über lange Zeit. Wenn Versuche wie Eheberatung o.ä. nichts bringen.

Ihr seid gerade erst Eltern geworden. Wahrscheinlich bist du in Elternzeit und hast in den letzten Monaten viel bei Urbia gelesen, oder? Dann wundert mich das nämlich nicht. Hier beschweren sich viele über ihren Mann, häufig über Nichtigkeiten wie "er hilft nicht im Haushalt", "er kümmert sich zu wenig um das Kind", und immer liest man Antworten wie "mit so einem könnte ich nie zusammen leben", "nimm die Beine in die Hand und lauf", "eine glückliche Mutter ist besser als eine unglückliche ".

Tja, wenn jemand leicht beeinflussbar ist und sich mit genau diesen Themen hier triggern lässt, kann genau das passieren. Hast du eigentlich wirklich mal versucht, deine Partnerschaft zu retten? Es liest sich nicht so. Dein Mann tut mir sehr leid. Diese Trennung klingt von dem was du schreibst sehr unüberlegt und für deinen Mann aus heiterem Himmel. Ich hoffe für dich, dass du das mal nicht bereust. Und eure Arme kleine Maus hängt hilflos dazwischen.