Meine Schwiegereltern und ihr Alkoholkonsum­čĄČ

    • (1) 14.10.19 - 14:23
      xALKOHOLISMUSx

      Mein Mann und ich sind fast 4 Jahre verheiratet und seine Verwandten regen mich echt auf. Seine Eltern haben Probleme mit Alkohol, angeblich hat seine Mutter erst angefangen zu trinken als er ausgezogen, weil (so wie er meint) ihnen zu zweit langweilig ist. Sein Vater hat schon immer diese Probleme obwohl er chronisch krank ist, Medikamente nehmen muss und eigentlich nicht trinken darf, was ihm aber egal ist. Sein Bruder besauft sich jedes WE (trotz Kind und Frau, die das nat├╝rlich nicht toll findet), dann gibt es noch seinen Onkel der das Alkoholproblem auch hat und deswegen seine Frau sich nach ├╝ber 10 Jahren ehe und 2 Kindern scheiden lassen hat und er seit dem bei seinem Vater (├╝ber 70, Rentner) in einer 1 Zimmer Miet Wohnung wohnt.

      Das eigentliche Problem ist dass die alle sich ab und zu treffen und bei dem Alkoholproblem seiner Verwandten geht ohne Alkohol nat├╝rlich nichts. Mein Mann und ich trinken ├╝brigens nicht, trotzdem werden wir zum trinken ├╝berredet (obwohl ich schwanger bin da ein Glas ja angeblich nicht schadet­čśů). Ich verstehe den Sinn dieser ganzen Sache nicht wenn Mein Mann, ich und meine Schw├Ągerin da die einzigen n├╝chternen sind. Meine Schwiegermutter l├Ądt uns ein mit sie hat ihre Enkel solange nicht mehr gesehen und m├Âchte sie angeblich sehen. Wir sagen sie k├Ânnen zu uns kommen wann sie wollen da wir in der selben Stadt wohnen, trotzdem kommen sie f├╝r 2 Minuten an den Geburtstagen vorbei und m├╝ssen wieder schnell nach Hause. Also das ist sicher nicht unser Problem dass sie ihre Enkelkinder so selten sehen.

      Ich versuche meinen Mann zu ├╝berreden da NICHT hinzugehen, weil das letzte mal damit endete dass wir uns bl├Âde Bemerkungen von seinem Vater anh├Âren mussten und deswegen nach Hause sind, was damit endete dass seine Mutter (an dem Tag nat├╝rlich auch unter Alkohol) auf uns sauer ist dass wir gegangen sind. Selbst wenn sie mal ihre Sauftreffen nicht haben, besaufen sie sich einfach zu zweit Zuhause. Ich m├Âchte schon gar nicht mehr am Wochenende zu ihnen kommen ehrlich und meine Schwiegermutter ist dann auch noch sauer dass wir so selten kommen. Mein Schwiegervater besauft sich sich mal unter der Woche da er chronisch krank ist und oft krankgeschrieben, diese "Urlaube" nutzt er nat├╝rlich aus.

      W├╝rdet ihr sie ├╝berhaupt noch besuchen kommen? Mein Mann ist nat├╝rlich immer so naiv und meint sie w├╝rden nicht trinken sondern meinen es ernst dass sie ihre Enkelkinder sehen wollen, wobei ich nat├╝rlich immer recht habe und die unter Alkohol sind...

      Ach ja und mein Mann hat sich darauf nat├╝rlich schon angesprochen, obwohl ich eher der Meinung bin dass es ihr Problem ist weil 1. Um sich von Alkoholismus zu heilen muss man erst mal sehen dass man ein Problem hat (was bei ihnen nicht der Fall ist) und 2. Es sind erwachsene Menschen die tun d├╝rfen was sie wollen und wir haben uns nicht in ihr Leben einzumischen.

      Also wie w├╝rdet ihr das machen dass unsere Kinder noch Kontakt zu n├╝chternen Oma und Opa haben k├Ânnen oder dass sie sich angegriffen f├╝hlen und beleidigt sind? Wir lassen unsere Kinder (3 und 1) nicht von Verwandten fremdbetreuen, sondern es geht nur um paar Stunden alle paar Wochen, mehr nicht.

      • Dein Mann m├╝sste nat├╝rlich mit dir an einem Strang ziehen, damut da ├╝berhaupt etwas klappen kann. Sprich daher nochmal mit ihm!

        Bei uns darf Oma den Enkel nur sehen, wenn sie n├╝chtern ist.
        Ich w├╝rde das genauso kommunizieren. Sie k├Ânnen gerne zu euch. Da gibt es einfach nichts zu trinken und wenn das eine Zeit lang geklappt hat, dann kann man ├╝ber Besuche bei Ihnen nachdenken.

        Egal wie h├Ąufig und wie lange der Besuch andauert und wo er stattfindet, eins w├╝rde ich verlangen:
        sie haben n├╝chtern zu sein.

        Verkatert, angeschwippst, angesoffen und gar wom├Âglich noch aggressiv und streitlustig w├╝rde ich sie nicht an so kleine Kinder lassen. Basta.

        Nur noch Sonntags um 10 Uhr zum Brunchen treffen.
        Ich vermute mal, dass sie vormittags nicht trinken.

      • Nun, soweit Ich verstehen kann trinkt ihr, also Du und deinen Mann, gar kein Alkohol. Deswegen w├Ąre es irgendwie wichtig zu wissen was Du unter Alkoholismus verstehst, bevor man Dich wirklich antworten und zu irgendwas raten kann. Du schreibst die sind st├Ąndig besoffen, wie muss man sich das vorstellen? Wie viel trinken die? Was verstehst Du unter besaufen?

        Ich frage weil meine Schwester auch ├╝berhaupt nichts trinkt, also nicht Mal ab und zu ein Glas Wein zum Essen etc. Sie ist aber der Meinung dass mehr oder weniger alle die 2 Gl├Ąser Wein trinken WE zum Essen oder zu einen anderen Anlass Alkoholiker sind. Sie verdreht schon die Augen wenn jemanden auch nur ein Bier trinkt in ihre Anwesenheit. Sie hat bei jedem Geburtstag oder Feier schlechte Laune wenn mein Schwager mehr als 1 Bier trinkt. Er ist aber nie betrunken..

        Wenn deine SE wirklich Alkoholiker sind, h├Ątte Ich in deiner Stelle gesagt dass solange die sich bei jeden Besuch betrinken m├╝ssen, kommt ihr nicht mehr vorbei. Punkt.. Die k├Ânnen ja zu euch kommen, ihr habt ja dann die Kontrolle dar├╝ber was und wie viel Alkohol serviert wird.. Einfach Klartext reden. Wenn die dann beleidigt sind, dann ist es halt so..

        • (6) 15.10.19 - 11:05

          Jeder, der routinem├Ą├čig trinkt, also z.B. t├Ąglich ein bis zwei "Feierabendbier", oder am Wochenende bis zum Kontrollverlust (aggressives Verhalten, Taumeln usw.), oder Emotionen ├╝ber Alkoholkonsum kompensiert ("Alkohol zur Entspannung / Stressabbau / Frustabbau / Trauerbew├Ąltigung / Feiern eines Erfolges"), oder an einem sozialen Event nicht teilnehmen kann, ohne Alkohol zu konsumieren, hat definitiv ein Alkoholproblem. Ich finde, dass die Beschreibung hier eindeutig ist und ein eindeutiges Suchtverhalten zeigt. Leider ist Alkoholkonsum in unserer Gesellschaft viel zu anerkannt und die Suchtanzeichen werden oft gerechtfertigt und sch├Ângeredet ├á la "nur zu besonderen Anl├Ąssen".

          Ich w├Ąre da auch konsequent und w├╝rde die Schwiegereltern nur noch zu Aktivit├Ąten ohne Alkohol einladen. Zum Beispiel einem gemeinsamen Besuch im Zoo, oder Tierpark, wandern im Wald, Spazierg├Ąnge, Besuch eines Museums, am besten immer au├čer Haus und mit Aktivit├Ąt, sodass sie gar nicht erst trinken k├Ânnen. Falls sie trotzdem alkoholisiert erscheinen, w├╝rde ich deinen Partner bitten, mit ihnen sp├Ąter (wenn sie wieder n├╝chtern sind) unter vier Augen zu reden und dann ohne Drama nach Hause gehen. Wenn sie trinken m├Âchten, k├Ânnen sie das auch alleine tun.

      (7) 14.10.19 - 21:03

      Hallo!

      Ich finde, wie eine meiner Vorschreiberinnen, ist es tats├Ąchlich gut zu wissen, ob jemand der so gar keinen Alkohol trinkt, alkoholkrank richtig einsch├Ątzt, oder nicht. Ich habe eine gute Freundin, die aufgrund ihrer Vorgeschichte (Eltern Alkoholiker) nie einen Tropfen trinkt, niemals was essen w├╝rde wo Alkohol drin ist,...usw. Sie hat ein gro├čes Problem, wenn jemand auch nur mit einem
      Glas Sekt an Geburtstag oder Silvester anst├Â├čt.

      Meine Schwiegereltern sind tats├Ąchlich Alkoholiker. Sie finden Bier und Sekt sind kein Alkohol. Selbst zum Fr├╝hst├╝ck geht es nur mit Sekt. Ist man zu Mittag eingeladen, mischt sich mein Schwiegervater sehr spezielle Sachen zusammen. In lustigen Gl├Ąsern.
      Meine Schwiegermutter ist noch krasser!

      Der Unterschied ist, das mein Mann das nat├╝rlich auch sieht, und das nicht so vertuscht wie deiner! Mein Mann hat mehrfach Gespr├Ąche mit den beiden gef├╝hrt, alleine weil sie nicht verstehen, warum sie unsere Enkel nie ohne uns sehen, niemals ├╝ber Nacht haben, nicht mal f├╝r eine Stunde.
      Wir sehen uns maximal an Geburtstagen und Feiertagen - und das wirklich kurz. Sind sie n├╝chtern ist es okay, ansonsten gehen wir. Das wirkt zumindest an diesen Tagen ganz ganz kurz. Auf Familienfeiern abends sind unsere Kinder nicht dabei usw.

      Gespr├Ąche finde ich wichtig. In Ruhe. Zwischen deinem
      Mann und seinen Eltern. Er muss erkl├Ąren was aufgefallen ist, warum ihr mit den Kindern nicht mehr kommen m├Âchtet. Und dann weiter sehen. Gibt es Kompromisse oder keine. Seid ihr konsequent oder Co-abh├Ąngig.

      Dass das so nervig ist, es sich tats├Ąchlich nach echten Problemen liest usw m├Âchte ich gar nicht bestreiten.
      Wie du dich dabei f├╝hlst kann ich mir vorstellen.

      Trotzdem machst du es dir denke ich relativ einfach, wenn du quasi von deinem Mann den Kontaktabbruch zu seiner Familie forderst.
      Es ist so theoretisch gedacht.
      Praktisch ist es aber seine Familie. Seine Eltern. Seine Wurzeln.

      Ich hab jetzt auch nicht DIE L├Âsung parat. Auch weil ich dich echt gut verstehen kann....

      (9) 15.10.19 - 11:32

      Treffen nur am Morgen/Vormittag und nur n├╝chtern. Kommt die erste Bierflasche ausm K├╝hlschrank packt ihr zusammen. Dem k├Ânnt ihr entgegenwirken indem ihr zu euch ladet. Dort gibt es dann keinen Alkohol.
      Wenn sie nicht zu euch wollen l├Ąuft das unter verpasste Chancen.

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        • (11) 15.10.19 - 16:12

          Ja genau. Die TE hat fast gar keine andere Chance. Wie sie schreibst sind sie unter Alkohol auch verbal aggressiv. Das ist nichts was man einem Kind vorleben kann. Ich halte es f├╝r immens wichtig das vom Kind von Anfang an wegzuhalten.
          Wenn es ihnen wichtig ist reissen sie sich da zusammen. Wenn nicht soll es nicht sein. Aber auch dann l├Âst es den Konflikt soweit ihr sie Chance habt ihn zu l├Âsen weil es den konflikttr├Ąchtigen Kontakt minimiert.

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