2. Kind - Wie hat sich euer Leben verändert?

Guten Abend,

wie hat sich euer Leben mit dem 2. Kind verändert?
Seid ihr mit 2 Kindern sehr viel gestresster als vorher oder verändert das 2. Kind den Alltag gar nicht mehr so sehr wie das 1. Kind?

Es wird bestimmt keine pauschle Antwort geben, aber eure individuellen Eindrücke würden mich sehr interessieren.

Viele Grüße

Von einem auf 2 Kinder hat sich nix groß geändert. Erst von 2 auf 3.

So oder so: man wächst langsam rein. Von 0 auf 1 ist eine wesentlich größere Umstellung.

Hallo,

das unterschreibe ich ganz genau so!
Die Umstellung von 1 auf 2 Kinder war bei uns die einfachste.
Klar, Babys bedeuten immer eine gewisse Einschränkung aber diese Konstellation fiel uns nicht schwer.
Von 0 auf 1 ist krass, weil man alles zum ersten Mal macht und diese heftige Fremdbestimmung noch nicht kennt.
Die Umstellung von 2 auf 3 fand ich dann auch wieder krass.
Aber man wächst wirklich in alles hinein und ich empfinde es heute so, dass das dritte Kind mich sehr verändert und bereichert. Durch diese Konstellation lerne ich eine Ruhe und Gelassenheit, die ich zuvor nie hatte.
Er ist erst 9 Monate alt, der Prozess dauert also noch an :-)

LG

Hallo,

Bei mir war es genau andersrum. Die Umstellung on 0 auf 1 Kind und auch von einem Kind auf 2 Kinder fand ich ziemlich hart. Mit dem 3. war es dann wesentlich leichter und entspannter.
Weiss aber auch nicht wirklich, woran das lag.

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Ich habe die Umstellung von ein auf zwei Kinder als kaum belastend empfunden. Meine Kinder haben aber auch fast 6 Jahre unterschied. Von 0 auf eins fand ich heftig, deshalb hat es auch so lange gedauert bis Kind 2 kam. Ob es noch ein drittes gibt weiß ich nicht. Es ist gerade so schön und ich will mein Glück nicht herausfordern. Aber so ein Neugeborenes und die Babyzeit ist sooo toll!!

Von 0 auf 1 war natürlich sehr einschneidend, aber ich habe es alles sehr genossen. Die Babyzeit war schön und ich habe alles extrem bewusst genossen, weil ich immer im Hinterkopf hatte, das es mit Nummer zwei dann nicht mehr so entspannt sein kann. Mit Nummer zwei war es dann nicht so eine große Umstellung, weil man ja schon weiß wie ein Baby ist. Was man nicht weiß, wie es ist von zwei Personen gleichzeitig gebraucht zu werden und sich entscheiden zu müssen wen man zuerst tröstet, aber auch was man tatsächlich alles gleichzeitig machen kann. Nummer eins habe ich immer entspannt auf dem Sofa gestillt, dazu bestand ich auf ein Wasser, weil ich wirklich durst hatte. Nummer zwei stillte ich überall, selbst stehend im der Küche, während ich Nummer eins ein Wasser gab und selbst nichts bekam, weil es mir in dem Moment als nicht so wichtig erschien. Das erste Jahr war schon sehr anstrengend, aber ich empfinde es jetzt als umso entspannter, weil meine Kinder gerne und viel miteinander spielen, sich umeinander kümmern und es eine Freude ist zu sehen wie sehr sie sich lieben.
Sie sind jetzt 3 und 5.
LG

Fand die Umstellung beim ersten Kind schlimmer, obwohl mein erstes Kind total entspannt ist und das zweite ein Schreikind. Meine Kinder sind 6,5 Jahre auseinander und der große liebt die kleine über alles. Sie spielen sehr viel miteinander.

Ich fand und finde die Umstellung von eins auf zwei schon ziemlich anstrengend. Phasenweise sind meine Nerven schon extrem dünn...

So geht es mir auch.
Allerdings war mein großer ein sehr einfaches Baby und der kleine weint ziemlich viel und braucht viel Aufmerksamkeit. Er ist aber erst 9 Wochen und es wird schon langsam besser.

Hallo #winke

Von 0 auf eins fand ich eine "schlimmere" Umstellung als von 1 auf 2. Beim ersten Kind war alles neu, ungewohnt, ich hatte Probleme mit der Fremdbestimmtheit klar zu kommen, habe mir oft selbst unnötig Stress gemacht. Also im Nachhinein betrachtet. Nummer 2 ist 5 Jahre jünger und die Umstellung war für mich nicht so krass. Mein Kleiner war relativ pflegeleicht und erst jetzt, mit ca. 1 1/2 wird es anstrengend mit ihm, da er sehr stur ist und gleichzeitig sehr schnell laufen kann #rofl

LG

Ich fand von 1 auf 2 schlimmer.
Bei einem, er war soooo gechillt, hatte man doch noch freizeit weil ja mal der partner das kind nehmen konnte. Oder dann oma und opa und ich hatte trotzdem genug Me-Time. Jetzt hab ich immer einen und das fehlt mir total. Zudem ist der zweite etwas anstrengender.
Dann gibt es noch zusätzlich mehr stress weil beide kids in Kitas sind, mach da was, elternabend hier, bastelabend da etc.
Verschiedene schliesszeiten etc.
Morgens beide fertig machen, eher aufstehen weil man ja länger braucht. Einer is immer krank.
Wir sind mit 2 kids voll. :-)

Ich wollte gerade schreiben wie es bei uns läuft. Dann las ich deinen Text und kann mir das jetzt sparen 😂 Exakt wie bei uns.

Die Umstellung war erstmal nicht so groß. Aber jetzt, wo die beiden älter sind (5+2) und ich wieder arbeite merke ich es schon, zwei machen mehr Arbeit als eins.

Mehr Geschirr, Wäsche und Unordnung. Mehr Termine. Letztes Jahr waren sie im Wechsel den ganzen Winter über krank. Wenn der Große woanders verabredet ist hab ich die Kleine noch hier. Hätte ich nur den Großen wäre das freie Zeit für mich. Usw.. ich denke es ist doch anstrengender mit zwei Kindern, vor allem wenn man von der Kleinkind Zeit mal weiter denkt.

Auf der anderen Seite spielen die zwei auch und fordern dadurch weniger Aufmerksamkeit als ein Einzelkind würde. Ich denke daran liegt es auch das die zweiten Kinder als weniger anstrengend empfunden werden. Mein Kleinkind Nr. 1 klebte immer an Mama, die Kleine dackelt den ganzen Tag hinterm Bruder her.

Die Umstellung von keinem auf ein Kind ist mir ziemlich schwer gefallen. Die angesprochene Fremdbestimmung, die Unsicherheit, das komplett veränderte Leben... Seit Nummer 2 da ist, fühle ich mich manchmal wie super woman, merke, was ich durch Nummer 1 alles gelernt habe, bin gelassener und finde es super die beiden zu haben. Natürlich gibt es auch schwierige Momente, aber insgesamt fällt mir das meiste viel leichter als ich erwartet hätte. Sie sind gut 3 Jahre auseinander.

Huhu,

ich fand die Umstellung von 0 auf 1 Kind auch am härtesten, weil eben die Erfahrung fehlte.

Bei Nummer 2 hatte man dann in vielen Dingen schon Erfahrung und dennoch lernt man ganz viel Neues dazu - weil eben jedes Kind anders ist und andere Lösungen braucht. Auch das war ein Lernprozess, der auch anstrengend ist.
Mal schnell mit hinlegen mit dem Baby nach einer schlechten Nacht - mit weiterem kleinen Kind nicht möglich! Man muss viel mehr abwägen, was wirklich wichtig ist in dem Moment. Da prallen auf einmal 3 bzw 4 Bedürfnisse aufeinander, die durchaus völlig unterschiedlich sind. Nun heißt es Kompromisse finden, aber die kleinen Zwerge finden Kompromisse eben nicht immer so toll wie wir Erwachsenen uns das vorstellen.

Nicht zu verachten ist vor allem die Zeit NACH der Babyzeit. Alle Termine sind doppelt: Vereine, Elternsprechtage, Arzttermine usw
Und das alles muss irgendwie zwischen die Berufstätigkeit gequetscht werden. Wer da nicht manchmal gestresst ist, Hut ab #schwitz

Krankheiten sind nicht selten auch deutlich länger und intensiver, das zerrt deutlich mehr an der Substanz (wer Brechdurchfall schon einmal durch die Familie gereicht hat, weiß was ich meine). Eigene Erholung ist da schwieriger.
Es gab Momente, da hing ich über der Toilette und hielt den Eimer für mein Kind. Wo die eigene Genesung bleibt, kann man sich vorstellen.

Ja meine Mädels spielen miteinander - aber sie können auch heftig miteinander streiten. Was also einerseits entlastet (solange sie spielen, kann ich auch Haushalt machen etc), kann ganz schnell in die Belastung umschlagen (wen tröstet man zuerst, wie schlichtet man sachlich den Streit). Es ist damit auch definitiv lauter geworden als in einem Einkindhaushalt. Denn rennt ein Kind herum, wird das zweite ebenfalls animiert das zu tun. Während man dem einen Kind erklärt warum das nicht geht, düst das andere schon wieder ins nächste Zimmer um seine Energie los zu werden.


Unter dem Strich finde ich schon, dass 2 Kinder belastender sind als 1. Aber dennoch liebe ich meine Kinder so sehr und hatte immer noch Kapazitäten, dass noch mehr dazu kamen. #verliebt

Aber jeder muss seine individuelle Grenzen wahrnehmen. Ist man mit einem Kind schon nahe am Limit, wird es das zweite durchaus über das Limit schaffen.

LG

Das hast du gut beschrieben und auch wenn ich mich manchmal dafür schäme, bin ich mit einem Kind schon oft an meiner Grenze. Ich bin jemand, der gerne alleine ist und sensibel auf Stress, Lärm usw. reagiert. Wenn ich mir vorstelle, zwei Kinder würden durch die Wohnung toben, dazu doppelte Termine, zwei Kinder anziehen und abends ins Bett, das traue ich mir nicht zu. Noch ist unser Kind mit drei Jahren noch recht klein, vielleicht denke ich irgendwann anders und möchte noch ein zweites Kind. Aber wenn nicht, ist das eben so.

Danke :-)

Du brauchst dich doch nicht zu schämen, wenn dir ein Kind derzeit reicht. Ich finde es eher total super, dass du ehrlich zu dir sein kannst und jetzt nicht auf Biegen und Brechen ein weiteres Kind in die Welt setzt und darunter am Ende alle leiden.
Lieber (erst einmal) ein Kind gut und liebevoll aufgezogen als das viele Kinder irgendwie groß geworden sind.

Und ich sage dir mal was: in der Kita kamen einige Mamas von einem Kind auf mich zu und fragten, wie ich das mit den ganzen Kindern packe. Sie selber sind eben mit ihren einem Kind schon an der Belastungsgrenze.
Du bist da also absolut nicht allein! Es redet nur kaum einer darüber, dass es so ist :-)

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Hallo.

Ich denke mal, da spielt der Altersunterschied schon eine Rolle. Meine beiden ersten Mädchen sind 7 Jahre auseinander. Die Zweite zur Dritten nur ein Jahr. Das fand ich schon heftiger, da der Altersunterschied gering war. Aber im Grunde kann ich mich nicht beschweren, da alle drei Mädchen damals ganz gut "mitgemacht" haben. Es gab sicherlich auch stressige Zeiten, aber daran erinnere ich mich nicht wirklich. Im Großen und Ganzen war ich gut organisiert. Mein damaliger Mann war ständig auf Montage, sodass ich meinen Zeitplan hatte. Und der funktionierte. War sogar gut, dass er nicht da war.

LG

Es ist meiner Meinung nach oder zumindest für mich persönlich schon was gar anderes.
Ich hasse ja den Spruch „Ein Kind ist kein Kind, zwei Kinder sind viele Kinder“. Mein erstes Kind war ein Schreibaby und alles andere als „kein“ Kind. Es war unfassbar anstrengend. Dazu noch die Umstellung auf ein Kind überhaupt. Trotzdem finde ich den 2. Teil des Spruches sehr wahr! „Mitlaufen“ in dem Sinne, dass da jemand nicht auffällt und einfach so nebenher läuft... total falsch! Ich glaube „mitlaufen“ bedeutet eher, dass man das Baby ,egal ob gerade am Schlafen oder am Schreien, überall mithinschleppen muss (Kindergarten/Schule, Hobbys der Großen, Arzttermine...). Ich bin mir sogar sicher, dass das gemeint sein muss ;) Es ist ein zweites Kind und bräuchte theoretisch genau so viel Zeit und Fürsorge, wie das andere Kind in diesem Alter und in allen danach auch. Und genau hier liegt der Knackpunkt: Ein Erwachsener und zwei Kinder ist ein Erwachsener zu wenig und es ist nun mal so, dass mindestens einer in die Arbeit gehen muss und nicht da ist. Konntest du dich beim 1. Kind tatsächlich noch von anstrengend Nächten ausruhen, wenn dein Baby tagsüber endlich mal schlief - gut, da war man dann im Konflikt mit dem Haushalt, aber bei Krankheit oder totaler Erschöpfung konnte man sich definitiv ausruhen - fällt das mit Kind 2 komplett weg, weil du die Zeit, wenn dein Baby schläft, deinem großen Kind schuldig bist, das im besten Fall lieb wartend (im schlechtesten schon ewig jammernd oder schreiend), mit Spiel, Buch etc. bewaffnet vor dir steht und wartet, bis seine Mama eeendlich mal wieder Zeit für es hat. So ist das. Du wirst einfach nie beiden so gerecht, wie du es gerne werden würdest. Man fühlt sich oft mit dem Mulitasking den Wünschen und Bedürfnissen, welche beide ja definitiv immer haben, überfordert. Meistens wollen sie ja auch verschiedene Dinge essen, unternehmen...
Vielleicht bist du in der glücklichen Position von enkelwütigen Großeltern umgeben zu sein, die dir eines der beiden Kinder (oder gar beide), regelmäßig abnehmen. Dann hast du tatsächlich „nur“ ein Kind und du fragst dich tatsächlich, warum du je EIN Kind als anstrengend empfunden hast, wo es sich jetzt fast wie Urlaub anfühlt. Dann ist es wirklich nicht besonders mehr anstrengend zwei Kinder zu haben. Hast du diese besagten Großeltern nicht und auch keinen Mann mit 9 to 5 - Job, wirst du jedes einzelne der 2 Kinder in seinem vollen Ausmaß merken.
Soviel zu den anstrengenden Dingen...
Daneben nimmst du das alles in Kauf, weil du noch eine Person in deinem Leben zugewinnst, welche du mehr als dich selbst liebst. Das ist das beste Argument für ein 2. Kind. Du hast plötzlich 2 an die du dein Herz für immer verloren hast (natürlich noch an deinen Mann auch ;). Zudem ist dein Kind im besten Fall nie alleine, weil es das ganze Leben lang ein Geschwisterchen hat (auch wenn es das die ersten 3 Jahre am liebsten nicht hätte ;). Mehr Kinder bedeuten mehr Familie, im besten Fall mehr Halt, Verbündete fürs Leben.

Ich glaube auch dass der Altersunterschied eine große Rolle spielt, was du schon an den bisherigen Meinungen zu deinem Post herauslesen kannst. Alle mit einem Altersabstand von 5/6 Jahren finden das 2. nicht so anstrengend. Warum? Weil das erste schon viel selbstständiger ist und dich nicht immer braucht und gut auch mal 1-2 Stunden alleine im Zimmer spielen kann oder mit/ bei einer Freundin. Das kannst du auch nicht miteinander vergleichen. Je enger der Abstand umso krasser ist es oft.

WOW #schock! Das ist wirklich PERFEKT beschrieben! Ich seh es absolut genauso. Wir haben keine Großeltern hier, und mein Mann ist unter der Woche nicht präsent. Er geht, wenn die Kinder schlafen und kommt im besten Fall, wenn die Kinder ins Bett gehen. Beim ersten Kind hatte ich den Haushalt voll im Griff, war stundenlang mit dem Baby spazieren, jeden 2. Tag Kaffee trinken mit Freundinnen und konnte mich voll und ganz auf die Bedürfnisse des Kindes einstellen.
Der Kleine jetzt muss überall hin mit, oft muss ich ihn dazu aufwecken, er tut mir da schon oft leid. Das Spazieren gehen beschränkt sich weitgehend auf den Weg zum Supermarkt, während seines Vormittagsschlafs koche ich. Während seines Nachmittagsschlafs räume ich grob auf und beschäftige mich ein bisschen mit der Großen. Der Haushalt bleibt entweder ganz liegen oder wird auf spät abends verschoben, wenn alle im Bett sind. Dann ist es irgendwann halb 11 und ich falle selber totmüde um.

Trotzdem ist es wunderschön, 2 Kinder zu haben, ich bin froh, den (reiflich überlegten) Schritt getan zu haben #verliebt#verliebt. Wir haben halt bewusst einen großen Abstand gewählt (5,5 Jahre), 2 Kleinkinder hätte ICH nicht geschafft, dazu bin ich nicht stressresistent genug. Ne überlastete Dauerschimpfe-Mama wollte ich nie sein ;-).

Wirklich "anstrengender" finde ich es nicht. Der Haushalt leidet halt, ich musste definitiv meine hohen Ansprüche runterschrauben. Meine Gesundheit leidet auch, da mir die stundenlangen Spaziergänge fehlen. Mein Sexleben leidet, weil ich abends meistens zu müde bin und am WE tagsüber immer einer wach ist ;-). Und mein 2. Kind hat es einfach nicht so schön, wie das erste! Das ist für mich das Schlimmste an der Sache. Da er es aber nicht anders kennt, wird es ihm hoffentlich auch nicht schaden ;-).

Für mich war es von 1 auf 2 keine großartige Umstellung mehr.
Unser Leben haben wir schließlich schon mit der Geburt des 1.Kindes umgekrempelt😉
Beim 2. war alles entspannter. Man war mit zahnen, Schüben, Krankheiten usw. schon vertraut. Zudem war das erste Kind bei der Geburt vom zweiten schon 4 Jahre alt und verstand schon sehr viel. Geplant war eigentlich ein Abstand von etwa 2 Jahren. Im Nachhinein finde ich die 4 Jahre für uns perfekt.
Mittlerweile sind die Kinder 8 und 4 Jahre alt.
Sie beschäftigen sich super miteinander. Tja und ich bin wieder entspannt😁

Ich finde es ist ein großer Unterschied ob die Kinder kurz nacheinander kamen oder ob doch ein "größerer" Altersunterschied ist.
Daraus muss ich für mich selbst entscheiden wie belastbar ich bin.
Von daher kann man es schwer pauschalisieren, weil es immer auf den Einzelnen drauf ankommt.

Ich persönlich fand den Unterschied von 1 auf 2 Kinder für mich herausfordernder. Wir haben einen Abstand von ca 2.5 Jahren. Während ich bei Kind 1 noch in der totalen „Alles-ist-so-schön“ Liebesblase war, fiel bei Kind 2 das Wochenbett mehr oder weniger aus, weil Mamakind 1 eben ein hohes Mamabedürfnis hatte. Und eben dies war auch der Grund, dass ich plötzlich damit konfrontiert war, wie ich Kind 1, das eh schon in der Trotzphase war, auch noch in seiner Situation der Entthronung/Eifersucht auffangen konnte. Während man zum großen Teil auf die Bedürfnisse von Kind 1 eingehen konnte, geht das bei 2 Kindern nicht mehr so leicht. Natürlich muss man dann auch mit dem damit verbundenem Frust, den die Kinder dadurch haben, umgehen. Und was einige Vorschreiberinnen schon geschrieben haben: Die Zeit für einen selbst wird definitiv knapper, da das große Geschwisterkind ja auch mal Mamazeit alleine möchte. Mittlerweile sind die Damen 3.5 und 13 Monate und wir sind definitiv in ruhigerem Fahrwasser angelangt, aber bei uns hat dieser Umstellungsprozess länger gedauert als bei 0 auf 1 Kind. Was für ein 2. Kind spricht: Man hat eine weitere Person, die man über alles liebt. Es ist toll und total spannend zu sehen in welchen Punkten die Geschwister ähnlich und in welchen unterschiedlich sind. Ich denke Geschwister sind eine totale Bereicherung. Auch wenn das hinter uns liegende Jahr teilweise heftig war, meint meine Große mittlerweile ständig wie lieb sie ihre Schwester hat. Die beiden kuscheln total viel und interagieren immer mehr. Zwei Kinder fühlen sich für mich mehr nach Familie an. Es entsteht eine neue Eigendynamik. Das finde ich toll. Auch wenn der Anfang meines Posts sich eher negativ gelesen hat, würde ich es immer wieder so wählen und finde auch den Abstand super. Auch wenn er am Anfang anstrengender ist, lohnt es sich glaube ich längerfristig. Ich finde es nur wichtig auch über die nicht so schönen Seiten zu sprechen, da gerade viele Freunde und Bekannte das zweite Kind bekommen haben und zumindest die mit kleinem ersten Kind und ohne Unterstützung haben doch ganz schön an der Umstellung zu knabbern.

Oh wow, so viele Antworten..Vielen Dank!😊

Bei uns ist es so, dass ich mit 38 Jahren nicht mehr die Jüngste bin. Das heißt: Wenn noch ein Geschwisterchen kommen soll, dann zeitnah.

Unsere Tochter ist jetzt ein gutes Jahr alt und war kein "einfaches" Baby. Schon die Geburt war sehr traumatisch...selbst mein Mann hat immer noch Probleme, darüber zu sprechen.

Hinzu kam bei mir eine postnatale Depression, die sich über Monate hinzog. (Ich war in Therapie.)
Die Umstellung zum Mutterdasein empfand ich als sehr einschneidend, besonders psychisch. Erst jetzt bin ich richtig in meiner neuen Rolle angekommen.🥰

Mein inneres Gefühl sagt mir, dass da aber noch jemand fehlt...❤

Doch manchmal bekomme ich immer noch kleinere depressive Schübe (von denen, außer mir, eigentlich niemand etwas merkt).
Dann denke ich immer, dass ich mein Glück vielleicht nicht herausfordern sollte, und mir 2 kleine Kinder evtl. doch zu viel sein könnten.
(Für einen größeren Altersabstand zwischen den Kindern, bin ich leider schon zu "alt".)

Da mein Mann ein sehr schlechtes Spermiogramm hat, müssten wir (wie beim 1. Kind) eine ICSI machen lassen. Das ist natürlich auch kein Spaziergang in vielerlei Hinsicht. Ob es überhaupt nochmal klappen würde, steht auf einem anderen Blatt.

Doch dann denke ich wieder an diese kleine Seele, die noch darauf wartet, von uns "abgeholt" zu werden... Ich denke, ihr versteht, was ich meine.

Keine leichte Entscheidung...

Huhu,

mit den Hintergrundinfos ist es nun leichter auch konkreter etwas zu raten.

Erst einmal will ich dich darauf hinweisen, dass der aktuell verspürte Kinderwunsch biologisch bedingt ist. Gibt man diesem nicht nach, verschwindet der in den nächsten Jahren wieder von allein. Ich las darüber einen Artikel, der sich mit der Thematik beschäftigte und viele Frauen fühlen einen neuen Kinderwunsch, wenn das Kind größer wird, aber eigentlich noch so klein und süß.

Aber die wirkliche Anstrengung wartet erst noch auf dich. Nun kommt die Trotzphase und die wird dich ordentlich fordern. Eine Schwangerschaft und später dann Baby nebenher macht das nicht gerade leichter. Zumal man dann auch noch dünnhäutiger ist.

Solange du depressive Verstimmungen noch bekommst, würde ich nichts machen, was dein seelisches Gleichgewicht wieder durcheinander bringen könnte. Du bist in erster Linie deinem lebenden Kind verpflichtet die beste Mutter zu sein, die du sein kannst und nicht einer fiktiven Seele.
Kannst du dir das aktuell mit Kinderwunschbehandlung vorstellen? Die ist ja nun seelisch auch nicht gerade ohne …
Was waren die Ursachen für die postnatale Depression, könnte man diese im Vorfeld verhindern?

Gehe mal in dich, ob du nicht auch mit "nur" einem Kind glücklich werden kannst. Wie du schon festgestellt hast, bist du schon 38 Jahre und auch mit Hilfe ist ein weiteres Kind nicht garantiert. Kommst du damit dann klar, es versucht zu haben und es klappt halt nicht (wo setzt ihr die Grenze?) oder rennst du die nächsten Jahre deinem Wunsch hinterher und vergisst dabei, dass du schon so etwas Großartiges hast, was du stattdessen voll und ganz genießen könntest?

Mein Rat für dich wäre, dass du dir noch 1 Jahr Zeit gibst um dich selbst weiter zu stabilisieren und zu schauen, ob du dir wirklich noch ein Kind wünschst aus tiefstem Herzen. Innerhalb eines Jahres schafft man ja die 3 bezahlten ICSIs der KK durchaus, falls man möchte.
Setze dir selbst Grenzen bis wo du gehen möchtest und versuche trotzdem nie aus den Augen zu verlieren, was du hast und genieße es :-) Die Kinder werden ohnehin viel zu schnell groß und niemand kann einem verlorene Zeit zurück geben.

Alles Gute für dich!

Hallo Khalesi,

danke, für deine ausführliche Antwort.

Ja, die Trotzphase fängt gerade an. ;-) Wenn der Ball z.B. nicht in die gewünschte Richtung rollt, legt unsere Kleine sich flach auf den Boden (sehr theatralisch mit dem Gesicht nach unten) und fängt an zu schluchzen. Und natürlich beschwert sie sich lautstark, wenn sie etwas haben möchte und nicht bekommt.

Ich bin von Typ her eher ruhig und komme mit solchen Situationen gut zurecht. Dann versuche ich sie abzulenken, sie zu trösten...das hilft (im Moment noch) recht gut.

Depressionen sind mir nicht neu. Vor 5 Jahren bin ich das erste Mal erkrankt und hatte eine erfolgreiche Psychotherapie. Es gab damals auch einen Auslöser im privaten Bereich.

Die postnatale Depression hatte wohl mehrere Ursachen. Erst einmal körperlich, durch die schnelle hormonelle Veränderung nach der Geburt (ich bin da ja kein Einzelfall).

Hinzu kamen familiäre Probleme, die mich kurz vor, während und nach der Geburt wirklich unglaublich belastet haben. Meine Gedanken kreisten nur noch um diese Probleme, ich hatte Herzrasen, Schweißausbrüche, konnte nicht schlafen...

Na ja, und dann noch die Geburt selbst. Wie schon angedeutet, war es traumatisch. Wir wussten kurzzeitig nicht, ob unser Kind gesund und vital zur Welt kommen wird...ich werde jetzt nicht näher ins Detail gehen.

Kann man sowas im Vorfeld verhindern? Sicher nicht zuverlässig.

In der Therapie habe ich an meinen Verhaltensweisen gearbeitet und gelernt in Stress-Situationen andere Wege zu gehen als bisher. Das hat mir auch sehr geholfen.

Doch Depressionen haben auch körperliche Ursachen (Veränderungen von Botenstoffen im Gehirn etc.). Theoretisch müsste man wohl schon in der Schwangerschaft prophylaktisch mit einem Antidepressiva entgegenwirken.
Das würde ich aber nicht wollen. Ob es überhaupt helfen würde, sei sowieso dahin gestellt.
(Ich selbst habe leider keine guten Erfahrungen mit Antidepressiva gemacht.)

Unsere Tochter ist ein absolutes Geschenk und schon so viel mehr, als mein Mann und ich uns je erhofft hatten. #herzlich Wenn wir uns für eine Geschwister-ICSI entscheiden sollten, dann sicher nicht um jeden Preis.

Danke für deine lieben Worte, ich werde da noch mal in mich gehen...

Alles Gute#blume

Hallo!

Unser großer ging schon in die Kita, als der kleine kam. Natürlich hatte ich mit Eintritt der Kitazeit wieder etwas mehr Freiheiten gewonnen, die habe ich dann mit der 2. Geburt wieder verloren. Das viel mir anfangs schon wieder etwas schwer. Das erste Jahr war anstrengend, aber nur weil der kleinere viel geschrien hat. Heute, 1,5 Jahre später, zahlt sich der Stress bereits aus. Die 2 haben extrem viel Spaß miteinander, spielen mittlerweile ganz fein und machen natürlich auch zusammen viel Unfug - im noch positiven Sinne 😃 Ich finde es für gerade junge Kinder sehr schön Geschwister zu haben.

Ich fand von 1 auf 2 sehr einschneiden u d habe es oft als reines überleben empfunden. Allem gerecht zu werden inklusive mir war oft unmöglich. Gerade in den ersten Monaten hat einer von uns immer geheult. Mein Mann ist abends nicht da und die beiden ins Bett zu bringen hat mich oft an meine Grenzen gebracht. Der kurze ist nun 1 und ich empfinde es etwas entspannter wobei er im moment mega quengelig ist. In zwei Wochen fange ich wieder an zu arbeiten, mal gucken wie das dann so klappt... Ich hab etwas Angst um meine Nerven.

Ich finde von 1 auf 2 etwas stressiger als von 0 auf 1.

Meine beiden Kinder sind ruhig und es läuft eigentlich sehr gechillt ab, aber da der Große 9 Jahre älter ist als die Kleine, war es schon eine Umstellung - so alles auf Anfang.

Ich fand die Umstellung entspannter, je mehr Kinder es wurden😉
0 auf 1 fand ich mit Abstand am härtesten, 1 auf 2 war auch schwer, weil man immer wieder entscheiden muss, welches Kind jetzt gerade die Aufmerksamkeit bekommt. Den Haushalt oder sich selbst mal hinten anzustellen fand ich leichter, als sich zwischen zwei heulenden Kindern zu entscheiden.
Danach wurden die Umstellungen einfacher.
Ich denke, das kommt auch immer auf den Altersunterschied an. Die ersten beiden sind bei uns 18 Monate auseinander.

Ich fand den schritt von einem zu zwei Kindern eine sehr große Umstellung ab dem dritten war das nicht so

Von 1 Kind auf 2, dass fand ich schon mega krass. Wobei meine beiden Kinder eigentlich Anfängerbabies waren mit schnell durchschlafen. Aber mein Jüngster entwickelte sich ab 18 Monaten (konnte gerade laufen) zu einem Wutzwerg. Der lief auch schon mal mit dem Kopf gegen die Wand, wenn er seinen Willen nicht bekam. Und eine Zeitlang war auch Hauen von Bruder und Eltern angesagt. Wobei ich ihn dann immer wettergerecht angezogen hatte und in buchstäblich vor die Terrassentür (die war dann angelehnt) setzte, damit er schreiend durch den Wald lief. Dazu kam dass mein Kleiner immer mehr in die eigene Welt abdriftete und einen ADHS-Touch bekam, sprich er ging über Tische Stühle Bänke. Es folgten Untersuchungen (lange Diagnosefindung, mit 6 Jahren bekamen wir die Diagnose frühkindlicher Autismus)bei ihm, Therapien. Und mein Großer hatte auch Baustellen wie Legasthenie. Da kamen auch noch Therapien dazu. Und das neben den normalen Familienwahnsinn wie Sportverein, Elternabende. Kurz zusammengefasst: Ein autistisches Kind ist eine Herausforderung für die ganze Familie. Entlastung hatten wir kaum. Die Omas waren nicht mehr in der Lage dazu. Höchstens meine Schwägerin (Schwester von meinem Mann) und ihr Ehemann (hat selbst ein mehrfachhbehindertes Kind). Unter der Woche war immer kaum Zeit etwas mit den Kindern zu machen. Da waren Hausaufgabenhilfe beim Großen und Therapietermine beim Kleinen angesagt. Höchstens abends zusammen Abendbrotessen und Geschichte vorlesen vorm zu Bettgehen. Familienleben fand eher am Wochenende statt.Mein Mann unterstützte mich so gut er konnte, wenn er nicht gerade arbeiten musste. Daneben gab es auch viel Papierkram zu erledigen.


Heute sind unsere beiden Kinder 20 und 15 Jahre alt. Der Kleine hat sich für seine Verhältnisse gut entwickelt. Ist nicht mehr so wild. Therapien habe ich auf ein absolutes Minimum (1x die Woche Logopädie). Der Große hat inzwischen eine abgeschlossene Berufsausbildung und macht seine Fachhochschulreife. Seit einigen Jahren haben wir inzwischen ein halbwegs normales Familienleben. Und der Gedanke
über ein drittes Kind, nein Danke.


LG Hinzwife