Wer hat ein eher nicht typisches Familenmodell?

Hallo in die Runde,

mich würde mal interessieren, wer ein eher nicht alltägliches Familenmodell hat?
Hagelt es öfter blöde Kommentare oder seid ihr gesellschaftlich problemlos anerkannt?
Funktioniert euer Familenleben sehr gut oder was bringt Probleme?

Ich selbst bin mit einem Mann zusammen, der 24 Jahre älter ist als ich. Ich habe nie danach gesucht und es hat auch nichts mit Vaterkomplex zutun. Aus Freundschaft wurde Liebe und wir leben eine wunderbare erfüllte Beziehung, die uns beide bereichert.
Unsere Beziehung ist in der Familie und im Freundeskreis absolut anerkannt und wird gut von allen akzeptiert. Viele freuen sich besonders für uns. Ansonsten habe ich auch nicht das Gefühl, dass wir komisch angeschaut werden in der Öffentlichkeit, aber ich denke man sieht auch nicht unbedingt den großen Altersunterschied. Liegt sicher auch daran, dass ich schon längst kein 19-jähriges Mädchen mehr bin.

Wir wünschen uns beide ein Kind. Für mich wäre es mein erstes, für ihn nicht.
Mich interessiert, ob es hier noch weitere solche Familien gibt und wie die Erfahrungen sind.

Ich freue mich auf eure Antworten :-D

Huhu! Mein Vater ist mit einer Frau verheiratet gewesen die ein Jahr jünger ist als ich. Haben zwei Kinder zusammen. 27 Jahre Altersunterschied. Ich fand das nicht gut und es ist nicht das schönste Beispiel, er war lange krank und ist vor zwei Jahren gestorben. Ich würde pauschal nie etwas gegen Altersunterschied sagen, aber man kann auch nicht ignorieren das- wenn man mit über 50-60 Kinder bekommt- es so laufen kann wie bei meinem Vater.

Hallo Rosalie-,

danke für deine Nachricht.
Das tut mir sehr leid mit deinem Vater! Aber wir haben auch darüber gesprochen. Besonders meinem Mann war es wichtig, dass mir das bewusst ist.
Aber ich habe lieber mit dem richtigen Mann ein Kind, als wegen seines Alters darauf zu verzichten. Er ist der Erste, mit dem ich einen Kinderwunsch habe.

Darf ich noch fragen, warum du das nicht gut fandest bzw was genau? Die Ehe oder was die Kinderplanung anging?

Für mich wäre es eh keine Option mit 50/60 Vater oder Mutter zu werden, mit dem Altersunterschied hat das nichts zu tun. Ich fand schwierig das mein Vater seine Frau geheiratet hat als sie gerade 18 Jahre alt war. Ich war 19 und fand es einfach gruselig. Als die beiden Kinder bekommen haben war mein Vater schon immer öfter krank und körperlich nicht wirklich in der Lage mit den Kindern rumzuturnen.

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Wahrscheinlich nicht ganz das wonach du suchst, aber ich lebe mit meiner Tochter in einer WG - wir haben schon davor zusammen gewohnt, und als klar war dass ich alleinerziehend sein würde, sind wir dabei geblieben. Natürlich ist es kein echtes Familienleben, aber mein Mitbewohner liebt die kleine heiß, und umgekehrt auch. Er sieht sich nicht als Vaterersatz, schaut aber dennoch Mal nach ihr, wenn ich gerade Haushalt mache, etc. Wir ernten trotzdem immer Unverständnis von allen, das wäre ja nicht normal und so. Witzigerweise hat der rechtmäßige Vater am wenigsten ein Problem damit, der freut sich dass seine kleine eine weitere wichtige Bezugsperson hat.

spannend finde ich es trotzdem. Ich kenne noch eine sehr ähnliche Kostellation, die ebenso gut funktioniert :-)
Alles Gute weiterhin für euch!

Was hat ein Altersunterschied mit "nicht typischem Familienmodell" zutun?

Für mich nichts. Ich habe das nur so bezeichnet, da es ja doch nicht der Normalfall ist und teilweise in der Gesellschaft auch so gezeigt wird.
Für mich spielt der Altersunterschied gar keine Rolle

Meine Mutter war 16 als sie meinen 37 jährigen Vater kennen lernte. Es ist nicht schön für die Kinder. Meine Cousine lernte mit 18 ihren Mann, damals 36, kennen. Haben keine Kinder. Beziehungstechnisch ist es bei beiden kein Problem und ich sehe da auch keins. Aber Kindern sollte man so etwas nicht antun.

Danke für deine Meinung :-)
Magst du mir auch erläutern, was es für dich so unschön gemacht hat?
Wie alt war deine Mutter, als sie dich bekam?

Meine Mutter war 29, bei meinem Bruder 31. Mein Vater ging in der Kleinkindzeit, hatte viel Spaß mit ihm und er war ein toller Papa. Aber mit 60 ist man halt alt, da gibt es nicht zu beschönigen. Wenn die Kinder dann selbst 30 oder 40 sind mag das egal sein, wenn deine Kinder 9 und 7 sind nicht. Ich bin mit einem Vater aufgewachsen, der nach der Arbeit erstmal einen Nachmittagsschlaf brauchte, der keine Ahnung von angesagten Dingen hatte und halt nicht modern war. Und das obwohl Er sehr fit war - ist selbst mit 80 noch Marathon gelaufen. Er hat mich geliebt, keine Frage, aber 30 Jahre eher wäre definitiv nicht schlecht gewesen. Ab 40 sollte man Oma und Opa werden und nicht Mama und Papa. Wenn ungeplant da ein Kind entsteht kann ich verstehen, dass man nicht abtreiben will. Aber ein Kind zu zeugen finde ich einfach nur richtig mies gegenüber dem Kind. Sorry, das wolltest du jetzt vermutlich nicht hören. Aber ich würde an deiner Stelle lieber deine Partnerschaft so genießen wie sie ist.

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In der ZDF Sendung 37 Grad gab es eine schöne Reportage dazu. Kann man sich in der Mediathek anschauen.

Kannst du mir sagen, wann die Reportage kam?

https://youtu.be/0g-JQi2aiTo

Sorry, war nicht ZDF. Ich habe gegoogelt, es ist von ARD Echtes Leben. Es heißt „Späte Väter“.

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Ich selber lebe nicht so, aber könnte als Kind aus nächster Nähe was es für Kinder ist, späte Eltern zu haben.

Meine Beste Freundin ist geboren, als ihr Mutter 40 war und ihr Vater 45. sie hat ein 1 Jahr jüngeren Brüder. Sie hat auch, von den selben Eltern, 2 Ältere Brüder. Sie wurden geboren, als die Mutter 21 bzw 23 Jahre alt war. Die zwei ältere Jungs sind mit 18 gleich ausgezogen um wo anders zu studieren. Die Beziehung zu den kleinen ist im Grunde wie bei Onkels. Für die jüngere Kinder war es als Teenagers vor allem, aber auch schon vorher, sehr Schwer. Die Eltern waren einfach so weit entfernt, so hölzern und unverständnisvoll.

Damals in den 80er in unserer Gegend wurden die meisten mit Mitte 20 Eltern und für uns alle als Kinder/Jugendliche war den unterschied deutlich. Meine Freundin hat unter den Verbote und Einsichten der Eltern darunter gelitten. Die zwei jüngeren Kinder haben auch keine gute Beziehung zu den Eltern. Die Eltern sind heute auch gesundheitlich angeschlagen (wenn noch in großen und ganzen fit) und wenn die zwei Kinder haben, werden sie viel zu alt sein, wenn sie überhaupt noch leben

Klar muss es nicht immer so sein, aber diesen Beispiel unter anderen hat mich zu der Entscheidung gebracht, dass ich nicht allzu lange warten würde mit den Kinderkriegen.

Das ist ja nun auch eine andere Thematik. Die Eltern waren dann ja wahrscheinlich, wenn sie Anfang der 80er 40 waren noch in den Vorkriegsjahren geboren. Ich finde, das kann man nicht vergleichen mit Leuten, die heute 50 sind und in den 60-70gern aufgewachsen.

Ich bin nicht in Deutschland aufgewachsen, ein anderes westliches Land. Kriegsgeneration trifft nicht zu. Eltern der Freundin sind gebildet: Papa Mathematiker aus einer weltberühmten Uni, Mama Lehrerin, allerdings nach dem 1. Kind bereits Hausfrau. Wahrscheinlich hat sie nie gearbeitet oder höchstens 1 Schuljahr, von ihren Alter her abgeleitet.

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Huhu,

ich finde, ihr habt beide nicht genug Weitblick.

Dein Mann ist jetzt noch fit, aber ein Kind zieht man ca. 20 Jahre auf.
Pubertät mit 70 Jahren?!

Für euch mag das ja noch ganz witzig sein, wenn die Aussage von anderen zum Kind kommt von wegen, der Opa holt dich heute ab etc. Aber spätestens wenn das Kind zur Schule geht, wird es ihm sehr unangenehm sein, so einen alten Vater zu haben.
Meine Schulkameradin hat ihre alten Eltern quasi versteckt, weil sie sich so geschämt hat. Auch durfte sie wegen Überfürsorglichkeit nie wirklich lange raus usw. Sie schwor niemals alt Mutter zu werden.

Ja man weiß nie, wie das Leben spielt. Aber malt euch damit auch wieder die Statistik schön. Mit 30 Jahren ist es sehr viel wahrscheinlicher gesund ein Kind groß zu ziehen als mit Mitte 50. Je älter, desto öfter treten Krankheiten auf - ist so, belegbar über Statistiken. Und Krankheiten haben nichts mit dem zu tun, wie man sich fühlt …


Meine Stiefoma hat mit meinem Opa ca 18 Jahre Unterschied.
Inzwischen hat er die 80 Jahre überschritten und hat gesundheitliche Einschränkungen. Sie dagegen ist gerade mal Rentner geworden und will noch viel reisen und etwas erleben. Das gibt bereits seit Jahren unglaublichen Zoff mit Anschreien usw - weil eben doch die Bedürfnisse im Alter unglaublich weit auseinander gehen.

Zweites Beispiel: ehemalige Nachbarn. Ein Altersunterschied von knapp 30 Jahren gehabt. Es kamen 2 geplante und ein ungeplantes Kind zur Welt. Es zerbrach kurz nach dem dritten Kind, da sie eine Affaire anfing, da ihr Mann (zu diesem Zeitpunkt Anfang 60) einfach nicht mehr mithalten konnte, so sagte sie.

Natürlich ist bei euch alles anders und überhaupt wird euch das nie passieren und der Mann fühlt sich ja so jung und fit, das ist er ganz natürlich auch noch in 10 / 20 Jahren und natürlich wird er immer mit dir mithalten können.

Ich denke mir zu solchen Fällen wie euch, dass die Erfahrung gezeigt hat, dass die wirkliche Herausforderung dann im Alter liegt und solche Menschen vorher absolut keine Ahnung haben, wie stark die Belastung noch sein wird.

Komisch angesehen wird schon lange keiner mehr bei großen Altersunterschieden, liegt ja voll im Trend - siehe die Heidi #schwitz
Und echte Freunde halten die Klappe, wenn es um so ein sensibles Thema geht. Niemals würde ich einer Freundin deswegen ungefragt meine Meinung präsentieren (eine ist übrigens auch über 10 Jahre mit ihrem Mann auseinander und auch da kriselt es, dennoch würde ich nichts dazu sagen!). Jeder muss seine eigenen Erfahrungen sammeln und seien wir ehrlich, du willst doch gar keine Kritik hören, sondern nur in deiner Meinung bestätigt werden, dass Altersunterschiede so gar keine Rolle spielen. Erst in vielen Jahren wirst du dich vielleicht an dieses Thema erinnern und dann erkennen, dass viele User mit ihren Prognosen / Langzeiterfahrungen Recht hatten.

Trotzdem alles Gute!

Hallo khalesi,

auch dir danke ich für deine kritische Meinung!

Dass du uns genügend Weitblick anzweifelst ist ein Vorurteil, aber das ist auch in Ordnung, schließlich kennst du uns nicht und kannst daher nur pauschalisieren.

Wir haben nicht mal eben beschlossen, dass wir ein Kind möchten. Wir haben genauso intensiv darüber gesprochen, wie wir das auch getan haben, bevor wir fest zusammen gekommen sind. Mit dem Thema Zukunft haben wir uns lange beschäftigt.
Kritik kann ich durchaus vertragen, aber ich nehme keine an, wenn sie ungerechtfertigt ist.

Uns ist durchaus bewusst, dass die Statistik höher, als bei einem jungen Vater ist, dass er das Erwachsenenalter dieses Kindes nicht miterlebt.

Aber wenn du pauschalieren kannst, dann tu ich das jetzt auch. Jede zweite Ehe wird statistisch geschieden. Es gibt zich alleinerziehende Mütter. Es gibt unglaublich viele junge Eltern, die nur wegen der Kinder noch zusammen sind und die Kinder ertragen tagtäglich gestresste miesgelaunte Eltern, die dazu noch keine Zeit haben für ihre Kinder, denn sie müssen ja viel Arbeiten und noch was erreichen auf der Karriereleiter. Und dann gibts noch die geliebten Smartphones, die ach so wichtig sind...

Vielleicht magst du auch mal selber Weitblick entwickeln und evtl Vorteile darin sehen. Zumal wir ja nicht beide Mitte 50 sind.... Mein Mann muss keine Karriereleiter mehr hinauf klettern. Er wird deutlich mehr Zeit für unser Kind haben, als viele andere Väter. Seine Lebenserfahrung macht ihn nicht besorgter, sondern in vielem gelassener, als ich es wahrscheinlich wäre. Ihm ist sein Handy nicht wichtig. Faceb***, What**** und co braucht er nicht. Er liebt Bücher und wird es genießen, seinem Kind abends ein Buch vorzulesen, anstatt es vorm Fernseher ruhig zu stellen.
Ich kann jetzt ewig sowas weiter schreiben. Und nein, damit will ich nichts beschönigen. Ich weiß nicht, ob er in 3 Jahren noch bei mir ist. Aber wer weiß das schon... ein 35-jähriger kann mich auch von heut auf morgen sitzen lassen und will nichts von seinem Kind wissen....oder hat einen Unfall oder oder oder

Ich wollte hier eigentlich gern von eigenen Erfahrungen aus besonderen Familienkostellationen hören und dabei auch natürlich über evtl Probleme (wie oben geschrieben). Du selbst bringst hier nur Beispiele aus deinem Umfeld ein, die ich natürlich genauso akzeptiere.

Ich danke dir dennoch für dein Meinung!

Also, krank werden kann man immer, Unfälle kann man auch haben. Wenn man danach geht sollte man gar keine Kinder bekommen. Und wo fängt denn für dich ein inakzeptabler Altersunterschied an? bei 5 Jahren? bei 7 bei 10?

Ist doch immer individuell. Und Probleme können auch immer auftreten und trennungen auch.

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Hallo,

Mein Mann ist jetzt 51 ich bin 44... Unser Sohn ist jetzt 6 Jahre alt ... Ist zwar nicht der Altersunterschied wie bei dir, aber ich wollte nur zu bedenken geben, dass wohl alles an dir hängen bleiben wird weil dein Mann eben auch nicht mehr zu den jungen gehört.
Bei uns ist es jedenfalls so. Da spiele ich sogar mit dem Spross Fußball weil mein Mann sich eben dazu nicht mehr aufraffen möchte. Oder KiGa bringen/abholen/Elternabende ect. Alles meine Aufgabe. Ich mache es gern, aber sehe auch manchmal ein bisschen neidisch zu anderen Familien, wo die mind 10 Jahre jüngeren Väter mit zupacken.

Sicher hätte ich es einfordern können ... Und mein Mann bringt sich eben anders in die Familiengeschichte ein...

Ich vermute es liegt echt am Alter.

Grüsse

Danke dir, für den Hinweis. :-D
Ja das hab ich im Hinterkopf, genauso wie ich ohne ein Kind weiß, dass ich vieles im Haushalt irgendwann eher alleine machen muss. Trotzdem habe ich mich bewusst für die Beziehung entschieden.
Wir müssen es dann einfach anders verteilen. Ich dann eher den aktiven Part und er den ruhigen, wenn es soweit ist. Das heißt ich bin eher für Sport und körperliche Bespaßung zuständig und er kann sich schulisch mit dem Kind beschäftigen. Er ist viel belesener und gebildeter als ich. Er wird sich freuen, vorzulesen und das Kind für Dinge zu begeistern und bei den Hausaufgaben zu helfen.
Man muss halt ein gutes Team sein :-)

Ich bin auch 44, mein Mann 52 - und unser Jüngster wird 6. "Papa kann nicht mehr so"? Totale Fehlanzeige. Mein Mann ist ein Sportler, physisch (nachgewiesen) 15 Jahre jünger. Er rennt, klettert, macht, tut, hat Kondition wie unsere 14Jährige und ist einfach total fit, er tut aber auch viel dafür.
51 ist doch kein Alter - und wenn das zum Thema wird, liegt es zu 75% am Schweinehund und der gemeinen Bequemlichkeit ;-). Klar kann Krankheit auch eine Rolle spielen. VG

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Mein Mann war 18 Jahre älter als ich; als wir heirateten, war ich 28, er somit 46. Wir hatten jeder 2 Kinder, meine noch recht jung und hätten zusammen keines mehr gewollt. Deine, meine, unsere Kinder wollten wir nicht. Er war für meine Kinder ein wirklich guter Vater, aber - als sie in die Pubertät kamen, prallten unsere generationsbedingt verschiedenen Erziehungsstile schon sehr aufeinander und es bedurfte vieler vieler Gespräche und auch Auseinandersetzungen.
Wäre er mit 50 nochmal Vater geworden, hätte er die Pubertät mit 65 genossen..... nein lieber nicht;-) Da haben sie einfach ganz andere Ansichten wie mit 50.
Und eines muss Dir halt auch klar sein - Du wirst im frühen Alter alleine sein, wie ich auch schon über 4 Jahre. In dem Alter gibts dann nicht mehr viel Männer-Auswahl#cool. Kann anderen auch passieren, aber das Risiko ist bei dem Altersunterschied einfach höher. Auch, dass er eben gesundheitlich nicht mehr fit ist. Mein Mann hatte mit 70 einen Schlaganfall - nicht sehr schwer, aber ab da wurde alles anders. Wir haben uns wirklich sehr geliebt, stießen aber oft beide an unsere Grenzen. LG Moni

Liebe Moni,

ich danke dir für deine Erfahrung!
Ja ich denke auch, dass es schwierige Zeiten mit sich bringt, das gehört dann eben dazu. Ich denke, dass es dann wichtig ist, dass man offen und sachlich darüber spricht, wie es eben allgemein bei allen Problemen in einer guten Beziehung sein sollte. Da spielt dann auch Kompromissbereitschaft eine große Rolle.
Ich hätte ihm meinen Kinder-Wunsch nicht aufgedrängt und es akzeptiert, wenn er das nicht mehr wollen würde. Aber wir haben offen über das Thema gesprochen und möchten es beide.

Es tut mr sehr leid, dass du deinen Mann schon verloren hast und alleine bist. Das ist definitiv auch kein schöner Gedanke für mich, was die Zukunft angeht. Aber aktuell möchte ich unser Leben genießen und nicht aktiv daran denken, dass genau das eintreten wird.

Liebe Grüße

Lach, ja stimmt - ich habe diese Gedanken früher auch erfolgreich verdrängt#rofl

Aber irgendwann holen sie einen dann eben doch ein.....Richtig blöd wurde es allerdings, als es im letzten Jahr seines Lebens in den Krankenhäusern/bei Ärzten dann immer hieß "Sie können jetzt zu Ihrem Vater" - oder "Ihrem Vater geht es nicht gut" usw. usw. Nett waren dann wieder die dummen Gesichter, wenn ich sagte "ich bin seine Frau"......
LG

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Hallo, wir haben hier definitiv ein nicht alltägliches Familienmodell, was allerdings weniger mit dem Alter zu tun hat. Wobei wir da sogar auch ein bißchen aus dem Rahmen fallen, der Vater meiner 5 jährigen Tochter wird jetzt 40 und ich schon 46, ich bin also ein paar Jahre älter als er, und meine Partnerin ist sogar schon fast 53. Und der Partner des Vaters ist ein paar Jahre jünger als der Vater, hat aber schon eine 15 jährige Tochter. Was wirklich deutlich aus dem Rahmen fällt ist das Modell der Co-Elternschaft, was wir als homosexuelle Paare gewählt haben, um unserem Kind zu ermöglichen, mit Vater und Mutter aufzuwachsen, auch wenn sie beide nur im Wechselmodell sieht. Die Kommentare dazu sind fast immer positiv, was aber auch daran liegen mag, daß wir damit sehr selbstbewusst umgehen. Für uns klappt dieses Modell bisher gut, unserer Tochter geht es auch gut, soweit wir das einschätzen können und wir tun alle unser Bestes damit es weiterhin so bleibt. Mein "hohes Alter" ist für mich bis jetzt kein Problem, ich bin eher geduldiger als ich es mit 20 gewesen wäre. Meine Freundin sagt schon eher mal, daß sie lieber jünger Kinder gehabt hätte, aber dazu hätten wir uns früher kennenlernen müssen. Wünsche Euch alles Gute und daß Euer Herz Euch den für Euch richtigen Weg zeigt, ohne sich allzusehr von außen beeinflussen zu lassen.

Wow, was für ein spannender Beitrag.
Ich finde es toll, dass ihr so selbstbewusst damit umgeht. Das wird viel ausmachen, nach außen und für das Kind :-)

Ich danke dir für deinen Erfahrungsbericht und wünsche eurer tollen und besonderen Familie alles Gute!

Wir haben ein untypisches Familienmodell, aber anders als ihr: Bei uns ist gerade das 7. Kind unterwegs😊

Wirklich gut anerkannt wird das nicht. Wir bekommen ziemlich viele blöde Blicke und blöde Sprüche. "Habt ihr keine Hobbys" und so. Als ich mit Nr. 6 schwanger war, hat mir im Supermarkt mal jemand eine Schachtel Kondome in den Einkaufswagen gelegt ...
Mit je mehr Kindern ich unterwegs bin, desto besser müssen sie sich benehmen, damit ich keine überforderte Assimutter ist. Gleiches Benehmen macht einen ziemlichen Unterschied, ob man 2 oder 6 Kinder dabeihat. Wenn ich zugebe, dass es auch oft anstrengend ist, kommt meistens ein "Selber schuld".

Im engen Freundeskreis ist es kein Problem, bei der Familie von meinem Mann auch nicht. Meine Eltern sind nicht sehr begeistert, dass wir so viele Kinder haben, aber sie lassen es sich vor den Kindern nicht anmerken und dafür bin ich dankbar.

Das Familienleben funktioniert gut. Organisation ist alles😉 Manche Tage sind chaotisch, aber das ist wahrscheinlich überall so.

Oh ja das kann ich mir vorstellen, dass das eine organisatorische Mammutaufgabe ist.
Aber wenn man nicht Kinder einfach produziert, sondern einen eine Großfamilie wirklich bereichert und man es gut bewerkstelligen kann, ist das für meine Begriffe eher etwas wovor ich Hochachtung habe, anstatt es zu verspotten.

Alles Gute für die bevorstehende Geburt und eure Familie :-)

Dir hat jemand Kondome in den Einkaufswagen gepackt?! Das finde ich wirklich unglaublich bösartig. Man kann denken, was man will. Aber das ist ja schon gelebte Verachtung. Tut mir sehr leid für dich. 😥😊 Meine Mama hat 6 Geschwister und "früher" zollte man meiner Oma dafür Hochachtung. Es war immer sauber, alle waren ordentlich und sie arbeite auch Teilzeit. Ich selber habe 3 Kinder bekommen, geplant waren 2 aber mit Zwillingen kam das Bonusbaby eben dazu 😁

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Hallo!

Ich würde jetzt nicht sagen, dass wir eine A-typische-Familie sind, aber mein Mann ist 17 Jahre älter als ich. Ich bin jetzt 35, er ist 52. Wir sind seit 9,5 Jahren zusammen und seit 8 Jahren verheiratet. Niemals hätte ich gedacht, dass ich einen viel älteren Mann heiraten werde... aber so ist es halt gekommen. Wir waren Kollegen und fast von Anfang an war ich in ihn verliebt. 4 Jahre nach unserem Kennenlernen wurden wir ein Paar.

Unsere Kinder sind 7 und fast 6 Jahre alt. Wegen seinem Alter ging bei uns alles sehr schnell und auch deswegen kamen die Kinder so schnell hintereinander.

Er ist der beste Papa für unsere Kinder und auch der beste Ehemann für mich. Und ja, ich habe oft sehr viel Angst vor der Zukunft, aber eine Alternative sah ich einfach nicht! Wir haben eine super tolle Beziehung. Ich kann mir keinen anderen Mann an meiner Seite vorstellen.

Vor mir war er nicht verheiratet und hat auch keine anderen Kinder.

Die meisten sind schockiert, wenn ich von unserem Altersunterschied erzähle. Nicht weil 17 Jahre so viel sind, sondern weil Mann 10 Jahre jünger aussieht als er wirklich ist. Er hat mit seinen 52 Jahren kaum graue Haare und noch volles Haar. Er macht regelmäßig Sport und ich achte auf die gesunde Ernährung. Nichtsdestotrotz habe ich manchmal Panik was in 20 Jahren sein wird.

Dann wiederum denke ich an meine Großeltern. Meine Oma war 12 Jahre jünger als mein Opa. Meine Oma ist mit 70 gestorben und war davor sehr lange krank und mein Opa ist nach kurzer, heftiger Krankheit mit 85 Jahren gestorben. Sie haben 4 Kinder zusammen erzogen und waren 53 Jahre glücklich verheiratet .

LG

Liebe Sweti84,

danke für deinen Erfahrungsbericht.
Ich verstehe deine Sorge und das ist wirklich etwas, was mir ab und zu ein mulmiges Gefühl beschert. Aber nur deshalb auf eine echte große Liebe verzichten? hmmm kann und will ich nicht.
Falls es mit unserem Kinderwunsch klappt, wäre dann mit dem Kind zumindest noch ein Teil von ihm im Leben, der mir bleibt #herzlich

"Falls es mit unserem Kinderwunsch klappt, wäre dann mit dem Kind zumindest noch ein Teil von ihm im Leben, der mir bleibt"

Tut mir leid, das ist wirklich egoistisch. Ich bin ohne Vater aufgewachsen. Das ist Scheiße und kein romantischer Gedanke.

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Hallo,

das ist sehr lustig, mein Freund ist auch 24 Jahre älter als ich. Wir haben sogar einen Sohn zusammen, der vor wenigen Tagen 1 Jahr alt wurde. Mein Freund ist 50 und es ist sein erstes Kind. Ich habe schon eine Tochter und wir leben Patchwork. Es klappt ganz gut, klar gibt es manchmal Probleme, aber das ist nicht anders als wenn mein Freund genauso alt wäre wie ich. Er sieht aber auch jünger aus, also man würde nicht denken, dass er schon 50 ist und er benimmt sich auch jünger. Wenn du Fragen hast, einfach her damit.
Grüsse Ariane

Danke !

Glückwunsch!Hattest du dieses Mal eine schöne Geburt und konntest die erste Zeit genießen?

Hallo :)

Mein Freund ist auch 24 Jahre älter. Das war nicht geplant, aber wir zwei passen so gut zueinander das ist manchmal schon gruselig. Haha.
Unser Umfeld hat auch überhaupt kein Problem damit, klar am Anfang waren sie ein wenig skeptisch, aber das hat sich schnell gelegt.
Wir erwarten auch unser erstes Kind zusammen :) ich bin 28 und er jetzt 52, ich hab aber auch schon einen 4jährigen Sohn aus meiner früheren Beziehung. Wir freuen uns sehr auf das was kommt.

Wenn es für euch passt, ist doch alles perfekt :)

Lustig, dass es bei euch auch so ist.
Skepsis ist denke ich auch normal innerhalb der Familie zu Beginn einer solchen Beziehung.

Wie schön, dass ihr bald eine Familie seid. Alles Gute für euch 😊

Es ist offensichtlich, dass es solche Familien immer häufiger gibt.
Ich danke allen, für ihre Meinungen und Erfahrungen. Mir ist vor diesem Beitrag bewusst gewesen dass es ganz unterschiedliche Ansichten dazu gibt und jede ist in ihrer Weise auch begründet und ich weiß, dass es nicht immer einfach werden wird

Hallo,

wir sind eine Eltern Kind Wg.

Klappt im Moment ganz gut und die Kinder genießen es beide um sich zu haben.

Auf Dauer möchte ich gerne was eigenes, aber solange sich nichts ergibt geht es auch so.

Viele Leute aus unserem Umfeld sind überrascht, denken wir sind ein harmonisches Paar.

So kann man sich täuschen.

LG Miriam

Das finde ich cool.

Könnte ich mir auch vorstellen.
Allerdings wäre mein Mann dafür nicht gemacht. 😅

Hallo
Meine Schwester war auch mit einem deutlich älteren Mann zusammen und hat ein Kind mit ihm bekommen. Sie war eine gestandene Frau. Das war so nicht mehr Thema, als andere Beziehungen auch. Wegen einem Kind haben sie sich viele Gedanken gemacht und dann ja letztendlich eins bekommen. Das war dann so ein Wendepunkt für ihn. Da gab es dann schon das ein oder andere Kommentare. Das wären dann halt aber auch Bekannte über x Ecken, die wissen ja ohnehin am besten Bescheid ;-)
Altersabstand finde ich bei einer Beziehung ehrlich gesagt kein so großes Thema (wenn die jüngere Person ein gewisses Alter erreicht hat).

LG

Ich finde das kann keiner so beurteilen. Es ist immer Einzelfallabhängig. Vielleicht ist das aber auch Motivation genug sein eigenes Leben parallel so zu gestalten, dass man zur Not auch allein klar kommen würde. Als Püppchen würde ich mich persönlich nicht degradieren lassen, weder vom Partner , noch von der Gesellschaft und wenn er auch seinen Enkeln Raum und Herz bietet ist doch alles gut. Ich muss sagen,wenn ich sowas wie Wendler oder Heidi und so mitbekomme, finde ich es leicht befremdlich, einfach aber deshalb weil ich mir das nicht vorstellen kann und oft denke so junge Menschen sollten doch nicht jetzt schon mit dem Altern etc. zu tun haben und die älteren setzen sich vermutlich enorm unter Druck, um den Ansprüchen zu genügen. Ich würde aber auch nur einen halbwegs gebildeten, erfolgreichen Mann im Alter attraktiv finden und keinen aus typischen aus der Muckibude, wo wir bei Klischees sind. 😬

Mein Mann ist 52 und ich 37 Jahre alt. Er hat3 Kinder in die Ehe gebracht und ich 2 (davon hat einer eine Behinderung). Wir haben noch ein 1-jähriges gemeinsames Kind.

Ich bin als relativ junge Frau eine Beziehung mit einem 20 Jahre älteren Mann eingegangen. Es war die große Liebe. Ich hatte einen Kinderwunsch.

Unsere Beziehung ging nach 6 Jahen etwa 1 Jahr nach dem Kind aber bald auseinander und ich stehe bis heute alleine mit ihr da. Und das hatte zwei Gründe.

Der Erste: Er war in einer ganz anderen Lebensphase als ich. Er hat es sich nett vorgestellt, hatte aber schon Jahrzehnte auf seine Weise gelebt und konnte sich einfach nicht mehr gut auf das Leben mit einem Baby/Kleinkind einstellen, auf den Verzicht, den Stress, den Lärm. Er war einfach zu alt dafür innerlich. Ich tat und machte und er ....war blieb und ist bis heute überfordert damit. Wenn ich ihm nicht alles erkläre oder anrege oder organisiere dann passiert wenig, weil er mit dieser schnellen Veränderung beim Heranwachsen, der Anstrengung, und der pausenlosen Verantwortung einfach nicht klar kommt. Er hat da einfach nicht mehr so die Nerven und die Kraft dafür. Ist nicht genauso belastbar.

Der Zweite. Es kamen gesundheitliche Probleme hinzu. Erst einmal mental, da ihm sein "Versagen" durchaus bewusst wurde. In den letzten Jahren dann auch körperlich. 2x ist er dem Tod nur knapp von der Schippe gesprungen. Meine Tochter ist da aber erst 9/10 gewesen. Sich da zu überlegen, wie man das dem Kind beibringt, ist nicht einfach. Seine Arbeit hat er verloren und mittlerweile ist er eingerostet für den Arbeitsmarkt. Ich sehe also kein Geld, die Gebrechen nehmen zu und aus dem reiferen gebildete Mann ist ein alter Mann geworden, der hilfsbedürftig ist.

Dafür habe ich wiederum keine Kraft und Nerven, denn ich muss ohne ihn unser Kind groß bekommen.

Mein Kind ist ein tolles Mädchen. Um nichts auf der Welt würde ich sie hergeben, aber auch wenn ich sie ohne ihn nicht hätte, bleibt ein permantes schlechtes Gewissen, denn ihr Vater leistet nicht dasselbe wie andere Väter. Ihr fehlt etwas. Und dabei hätte sie einen engagierten lebenslustigen Vater, der sich um alles kümmern kann doch so verdient. Und ich bin immer gezwungen dass alleine auszugleichen.

Ich kann dir nur raten, sehr genau darüber nachzudenken. Ich weiß, dass die Liebe überall hinfallen kann, aber ein Kind ist eine Verantwortung, die nicht mal mit 18 Jahren plötzlich endet. Die meisten jungen Menschen werden erst mit Mitte Ende 20, Anfang 30 finanziell und emotional so eigenständig, dass sie wirklich ohne Eltern auskommen und da musst Du dich fragen, wo dein Mann da sein wird in 18, 20, 25, 30 Jahren und ob er dem überhaupt gewachsen sein kann oder dass nicht total unrealistisch ist und ob Du dann wirklich mit allem alleine dastehen willst.

Und was mit dem Kind wäre, wenn Du mal nicht mehr funktionierst, ob er in der Lage wäre sich zu ganz für das Kind zu engagieren um alles zu regeln. Ich hatte eine sehr schlimme Krankheit vor ein paar Jahren und große Angst darum, was aus meinem Kind wird. Er kann sich kaum völlig um sich selbst kümmern auf Grund seiner Gesundheit.Er hätte es ohne mich nicht geschafft. Kinder sehr spät zu bekommen, kann ein sehr egoistischer Akt sein.

Denk jetzt mal an ein Kind im Alter von 5-10 Jahren zu dem du relativ viel Kontakt hast, dass Du gern hast, dass noch wirklich noch Eltern braucht, beide und du musst ihnen beibringen, dass das gar nicht so geht wie bei anderen. Das kann sehr weh tun! Und eine große Bürde für diese Kinder sein. Eigentlich sollen wir sie doch beschützen und unterstützen und nicht die uns und die sollten auch nicht vom 1. Gehalt direkt unsere Pflegeleistungen oder das Altenheim bezahlen müssen.

Dein Text regt definitiv zum Nachdenken an und ist absolut plausibel für mich.
Ich danke dir sehr, dass du deine persönlichen Erfahrungen mit mir teilst!

Das einzige was mir aufgefallen ist, dass du ganz am Anfang geschrieben hast, dass DU den Kinderwunsch hattest. Kam er tatsächlich nur von dir und er war "nur" einverstanden oder habt ihr den Wunsch beide gehabt?

Als wir uns kennenlernten, war er ja schon älter und betonte immer, dass er sich mit der Beziehung davor habe keine Kinder vorstellen können, aber mit mir ja. Und für ihn wurde es langsam Zeit. Da war ich noch nicht so weit. Innerhalb der Beziehung hat sich dann mein Kinderwunsch entwickelt, denn ich war jünger und hatte zuerst noch andere Pläne. Und dann haben wir es realisiert. Meine Tochter war ein Wunschkind von beiden Seiten.

Ich kenne schon Paare mit Altersunterschied wo es besser gelaufen ist, aber die meisten blieben kinderlos und die wo es gut lief, da waren auch die Männer vom Wesen und Körper deutlich fit in der Erscheinung. Haben viel dafür getan, schon vorher Meiner war eher akademisch, belesen. Er wusste viel interessantes zu zeigen und zu sagen. Wahrscheinlich wäre er besser mit einem guten Buch und einem guten Glas Wein älter geworden als mit einem die Windeln voll machenden, lärmenden Kind.

Im Schulalter hat er sich zuerst mehr engagiert, als im Vergleich dazu wo sie klein war, aber da die Belastbarkeit einfach generell abnahm fühlte er sich von ihrem Schulstress bald mitgestresst, auch weil sie dann Methoden und Themen hatte, die er in seiner Schulzeit so nie hatte. Und sie hat sich ja auch gar nicht automatisch für die selben Dinge interessiert. Und dadurch hat es letzten Endes auch wieder nachgelassen.

Mir ist einfach auch bewusst geworden, dass man für ein Kind eher ein Dorf, auf jeden Fall mehrere funktionstüchtige Erwachsene braucht, um es aufzuziehen. Dass da nur die Mutter reicht, ist eher ne Notlösung für alle, die auf Dauer einen selbst ausbrennt und dann ist man gefrustet, weil die richtige Unterstützung vom Partner einfach nicht voll da ist. Dann fühlt man sich alleine....Dann beginnt man zu streiten.... Naja ...hinterher ist man immer schlauer.... Und es lag sicher nicht allein an seinem Alter....aber der Mensch verliert eben doch Belastbarkeit.... Gesundheit.....und will nicht mehr so im Dreck wühlen .... Und von unten anfangen....der will seinen Lebensstandard....seine Lebensführung.....und wird da mit zunehmendem Alter starrer darin.

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Bei uns ist es meiner Meinung nach so.

Mein Mann ist Westafrikaner (Deutsche sagen "Schwarzer/Farbiger" oder ganz schlimm "Schwarzafrikaner"...
Für mich ist er einfach mein Mann. Ich selbst habe israelische Wurzeln.

Unsere Kinder sind dunkelhäutig. In unserer (sehr großen) Großstadt jetzt auch nichts so großartiges mehr...aber ich merke schon, wenn man nur unter Deutschen ist, ist man irgendwie "abseits". Es wird nicht wirklich selbstverständlich auf einen zugekommen. Ich selbst sehe auch nicht typisch deutsch aus... Ich habe wirklich manchmal das Gefühl, die denken, wir könnten Flüchtlinge sein oder so.

Wenn wir z.B. in unserem Multikulti- Stadtpark ist, ist man nichts auffälliges. Es interessiert niemanden.

Gerade heutzutage empfinden wir uns da in der typisch mittigen "deutschen" Gesellschaft glaub ich etwas "nicht passend". Und ich sehe mich da auch nicht wirklich zugehörig und möchte es mittlerweile auch nicht mehr wirklich zwingend. Ich brauch es nicht zwingend gemocht zu werden. Es gibt aber viele Leute, die das auch toll und interessant finden.

Wir bewegen uns auch eher viel im Multikulti-Kreis oder Kreisen, wo mein Mann herkommt. Da ist man eben auch wieder
"gleich" und nicht anders. Viele gemischte Familien und viele dunkelhäutige Leute und Kinder.

Hallo.
Ich kann dir zwar nicht aus eigener Erfahrung berichten. Aber in meinem Bekanntenkreis gibt es ein Ehepaar mit 26 Jahre Unterschied. Nicht nur ihr Altersunterschied ist ungewöhnlich, sondern auch wie sie sich kennen gelernt haben. Und ich finde die zwei eines der schönsten, ehrlichsten und liebevollsten Ehepaare die ich kenne. Sie sind tatsächlich wie füreinander gemacht, optisch, spirituell und sozial. Da ist der Altersunterschied so was von egal.
Wenn der Partner passt, dann sollte das Alter nicht so wichtig sein. Lieber mit einem älteren Mann, der aber seine Familie liebt, als mit einem jüngeren Mann, der sich dann plötzlich scheiden lassen will oä. Wenn ihr Kinder wollt, dann habt Kinder. Ich wünsche euch alles Gute!