Papa-Bindung zum 2. Kind

Ich bin noch Schwanger, habe aber Angst, dass die Papa-Bindung zum 2. Kind nicht so gut wie beim 1. Kind sein wird.

Beim 1. Kind haben wir uns die Betreuung ziemlich 50/50 geteilt. Dann kam es halbtags in die Krippe und beim 2.5 Lebensjahr fing ich an Vollzeit zu arbeiten. Mein Mann hat studiert und sich tagsüber nach dem KiGa um den Kind gekümmert. Ich habe seitdem immer Vollzeit gearbeitet und wir teilen uns die Betreuung, auch seitdem mein Mann arbeitet. Sie teilen sich auch ein Hobby und machen daher viel zu zweit. Daran wird sich nichts ändern. Das ist mein Mann sehr wichtig.

Jetzt beim 2. Kind werde ich aber die Elternzeit machen. Mann kann leider keine Elternzeit machen. (Ja, das ist einfach so und ich sehe es ein. Geht leider nicht anders). Ich habe bedenken, dass er zum 2. Kind keine echte Bindung aufbauen kann.

Bei der 1. SS war es schon so, dass er nicht viel samt anfangen konnte. Irgendwie kann ich das auch verstehen, er erlebt es auch nicht. Ich glaube, für ihn ist das sehr abstrakt noch und erst als das 1. Baby da war und er so viel gemacht hat, baute sich die enge Bindung auf. Jetzt wird aber nicht so sein :( er wird das Baby nur Abends sehen. Am WE auch nur dann, wenn er wegen Hobby mit dem 1. Kind nicht unterwegs ist (was häufig vorkommt) bzw arbeiten muss. (Was leider in den ersten 6 Monaten von Baby vorkommen wird. Danach pendelt sich alles ein)

Übertriebe ich und sind das nur die SS Hormonen? Wie könnte man das entgegenwirken?

Das verstehe ich nicht. Hast du denn eine schlechte Bindung zum ersten Kind weil du immer Vollzeit gearbeitet hast?

Mein Mann sieht die Kinder auch nur abends, am Wochenende und den Urlaubstagen. Elternzeit hatte er auch keine.

Trotzdem ist die Bindung gut.

Hey
Warum sollte er keine Bindung zum 2. Kind aufbauen können?
Wir haben 2 kinder mit 19 Monaten a stand,mittlerweile 3 Jahre und 1,5 jahre alt..im Moment toben alle 3 wie blöd durchs Wohnzimmer..mein partner arbeiten in 3 schichten,bei kind 1 war er die ersten 2 Monate mit mir in elternzeit und bei fast jedem fa termin während der ss dabei,beim 2.kind war das nicht möglich er ist montags (unsere 2.kam auf ein freitag)ganz normal zur Arbeit gefahren, wichtig ist das sich der vater auch ums kind kümmert bzw interesse zeigt,nicht Quantität sonder Qualität ist das Zauberwort..unsere Mädels haben ne tolle Bindung zu ihrem papa und deine Kinder werden das auch.


Lg

"...Ich habe bedenken, dass er zum 2. Kind keine echte Bindung aufbauen kann. ..."
wovor hast du da KONKRET Angst? was meinst du: wem sollte welcher schaden entstehen? warum? lies nicht zu viele Bücher, genieße Die Zeit und freu dich ... positive Gedanken werden unterschätzt.

Ach, ich weiß es auch nicht. Die Ausgangslage ist jetzt finanziell besser, aber zeitlich schlechter und vor allem komplett anders als beim 1. Kind. Vielleicht darum mache ich mir so viele Gedanken...und weil ich finde, dass mein Mann ziemlich Teilnahmslos ist dieses Mal. (Mal berechtigt, mal nicht)

Ich hoffe sehr, ihr habt Recht! Nur die Erfahrung beim 1. Kind war komplett anders und das hat mich zum denken gegeben.

Er kann auch bei keinen FA Termin dabei sein, weil entweder arbeiten muss oder sich um 1. Kind kümmern muss (jemand muss ja beim Kind bleiben und wir haben sonst keiner hier). Er wird wahrscheinlich nur 1 Tag Urlaub bekommen. Da ich ein KS haben werde, wird es wahrscheinlich an einen Dienstag oder Mittwoch sein. Wahrscheinlich werde ich auch allein dabei sein. Er wird wahrscheinlich erst nach der Schule am späten Nachmittag mit unseren 1. Kind vorbei kommen und hoffentlich dann am 2. Tag dann frei haben. Mal schauen.

mach dir mal keine Gedanken. das wird schon. beim 1. kind ist alles besonders, das zweite ist schon "Routine"... das ist sicher keine teilnahmslosigkeit deines Mannes.

Ich finde das auch gar nicht schlimm, aber zum FA könnt ihr Kind 1 doch auch mitnehmen. Ich hatte meine Mädels 3 und 5 in der 3. Schwangerschaft zum letzten großen Ultraschall auch mit, die Kids fanden es sehr schön. Mein Mann kann jetzt auch mehr mit den Kindern anfangen als wo sie noch so klein waren hat aber zu allen eine sehr gute Beziehung und es ist auch toll wenn er das kleinste mal betüdelt und du das große kind für dich hast. Es ist einfach immer alles noch mal neu. Alles gute

Ich hoffe, du nimmst mir meine Offenheit nicht übel, aber ich glaube "eure" Generation liest zuviel Ratgeberbücher oder besucht zuviele Kurse. Und das sagt eine, die wirklich gern liest, Neuem gegenüber aufgeschlossen ist und ihrem (gesunden) Kind in den letzten 15 Jahren wenig Regeln übergeholfen hat. Aber dieses Bindungsgefasel macht einen irgendwann krank. Ich weiß, dass die wichtig ist, aber die geht nicht kaputt, weil einer arbeitet oder beide oder man nicht 24 h am Kind klebt.

Was bindungsmäßig wirklich übel war für beide, war der Umstand, dass man vor knapp 30 Jahren Eltern anfangs nicht zu ihren Frühchen gelassen hat, aus Angst vor Infektionen oder wer weiß was. Das war nicht böse gemeint, man wusste es damals nicht besser. Ich durfte meine abgepumpte Milch abgeben und meinen Sohn von hinter der Scheibe im Brutkasten ansehen. Und als ich ihn nach 12 Wochen nach Hause bekam, war es zunächst, als hätte mir jemand anderes sein Kind zum Ausfpassen gebracht. Das war echt schlimm und niemand macht heute mehr sowas, aber was im Moment bezüglich Bindungs"ängsten" geschürt wird, geht für mich in die extrem andere Richtung und ist genauso kontraproduktiv.

Macht nicht zuviel mit dem Kopf und analysiert nicht alles kaputt, das wird schon und jedes KInd ist anders und manchmal gibt es Papa- und manchmal Mamakinder und manchmal wechselt das auch - alles halb so wild.

Unsere Kleine steht einfach früher auf, so hat sie auch viel Papa Zeit. Das hat sie von selbst angefangen. Papa steht in der Früh mit der Kleinsten auf und sie hat Papa Zeit.