Wünscht ihr euch manches aus der Vergangenheit zurück?

    • (1) 24.10.19 - 12:33
      Hanniwillswissen

      Hallo,
      Als ein Mensch, der sehr viel nachdenkt und der Vergangenheit oftmals hinterherschaut beschäftigt mich grade die Frage:
      "Denkt oder wünscht ihr euch sogar manches aus der Vergangenheit zurück?
      Habt ihr Familie (Ehepartner und/oder Kinder) und wünscht euch manches Mal die Unabhängigkeit oder mehr Zeit für euch wieder? Oder trauert ihr vielleicht einer alten spannenden Liebe nach oder wünscht euch mehr Paarzeit, wo es ohne Kinder doch meist leichter war.
      Merkt ihr es vielleicht finanziell sehr, dass ihr Kinder habt oder ggf.durch Elternzeit weniger Einkommen und müsst somit auf etwas verzichten, was ihr früher nicht musstet?

      Ihr wisst hoffentlich worauf ich hinaus will und wie der Thread zu verstehen ist.

      Nun bin ich gespannt auf eure Antworten und eure persönlichen Dinge die ihr so vermisst.
      Vielen Dank für eure Zeit und Mühe.

      Hanni.

        Das tut mir so leid.
        Ich hab mich oft über vieles aufgeregt das ich zu dick bin und sehr unnötige Sachen wirklich.

        Bis ich mal krank wurde und es nicht klar war ob es was schlimmes war.

        Da merkt ich wie alles andere überhaupt keinen Sinn hat sondern nur Gesundheit.

        Ich wünsche dir alles alles Gute.

    Ich vermisse meine Schwester und die Urlaube ohne Kind. Die waren doch etwas entspannender.

    So richtig vermissen tu ich nichts. Ich bin recht zufrieden, wie mein Leben bisher verlaufen ist. Mein Mann und ich sind seit 20 Jahren zusammen. Wir haben erst um die 30 Kinder bekommen und zuvor viel Zeit miteinander gelebt. Wir waren jede Woche Essen, jede Woche aus und sind viel gereist. Es war eine lange, schöne Zeit zu Zweit.
    Nun haben wir 2 wunderbare Kinder und bauen gerade unser Eigenheim. Manchmal vermisse ich die Zeit mit meinem Mann alleine, das gemütliche im Restaurant sitzen, Wein zu trinken und sich Stunden lang zu unterhalten. Mein Mann hat sich mit den Kindern selbstständig gemacht. Manchmal vermisse ich ihn, weil er so viel arbeiten muss, ich vermisse ihn als Vater für die Kinder. Er liebt seinen Beruf und verdient sehr gut damit. Eigentlich sollte ich mich nicht beschweren.
    Ich bin jeden Tag dankbar für meine Familie, auch wenn sie mich mindestens genau so oft in den Wahnsinn treibt ;)

    Mit zwei Kleinkindern (1 & 3) vermisse ich derzeit wirklich oft meine Unabhängigkeit und Spontanität. Einfach nicht erst vorher fragen zu müssen ob man sich für den Tag einen Arzttermin ausmachen kann oder einfach mal gleich zusagen, wenn man gefragt wird ob man abends mit ins Kino gehen will. Diese Unmündigkeit trifft mich wesentlich mehr als das tatsächliche ‘nicht können’.
    Mein Mann spricht zwar auch alle Freizeitaktivitäten mit mir ab, aber so Dinge wie Friseur oder Arzt macht er tagsüber trotzdem spontan und ohne Aufwand zwecks Kinderbetreuung. Da denk ich mir schon manchmal, dass ich das auch gern wieder hätte. Also diese Unabhängigkeit.

    Ansonsten versucht mein Mann mir und alle Großeltern uns als Paar genug Freiräume zu schaffen. Diesbezüglich geht es mir/ uns wirklich gut und es hat sich -bis auf die Stillphase - nicht soooo viel verändert was Sozialleben und Paarzeit betrifft.

    Was mir derzeit auch fehlt, aber das liegt vielleicht an der Herbstzeit, ist das Reisen. Mein Mann und ich sind früher viel gereist. Ob Fernreisen oder Citytrips, wir waren viel weg. Das ist in dem Ausmaß sowohl logistisch als auch finanziell derzeit (ein Umzug steht auch an) einfach nicht drin. Wir hatten 3 schöne Reisen dieses Jahr und mir ist bewusst, dass das vielleicht mehr ist, als sich viele andere Familien leisten können, aber da es gerade drum ging, was man vermisst...dann wäre es das, ja.

    Hallo.

    Ich würde gerne die zwanzig Jahre zwischen den Beziehungen meines jetzigen Partners wegstreichen bzw. umwandeln. Alles war ja nicht schlecht, z. b. die Kinder sind super. Aber leider mit dem falschen Partner. Wir hätten den Weg damals weitergehen sollen, den wir jetzt wieder gemeinsam gehen. Aber gut, habe ja jetzt noch die Chance.

    LG

    (11) 24.10.19 - 13:47

    Ich vermisse die Zeit in der man Zuhause sein musste, um erreichbar zusein. Heutzutage hat man „dank“ des Handys permanent via Mail, Anruf, Nachricht erreichbar zusein. Ich finde das schlimm. Auch im Hinblick auf den Medienkonsum der heutigen Generationen. Als ich klein war, war ich den ganzen Tag draußen und habe mich mit realen Spielfreunden abgegeben - kam schmutzig und süffig nach Hause, weil ich mich einfach mit der Natur konfrontieren könnte. Ich finde es traurig, dass es das heutzutage in dem Ausmaß nicht mehr oder sehr selten gibt. Viele Kinder werden zeitig vor TV, Tablett und Handy geparkt, nur dass ja niemand zu viel machen muss.

    Ich trauere Dingen aus der Vergangenheit nicht nach.

    Ich lebe in der Gegenwart, im Augenblick.

    Dinge, die man nicht ändern kann, sollte man nicht betrauern und wenn man Kinder hat, dann hat man sie. Natürlich war einiges früher anders, aber nicht unbedingt besser. Man neidet ohnehin immer das, was man nicht hat. Das merkt man besonders deutlich im Gespräch mit ungewollt kinderlosen Frauen.

    Man muss also meiner Ansicht nach wirklich für den Augenblick leben und sollte nicht unveränderbaren Dingen hinterhertrauern.

    ich vermisse von früher: mehr Grünflächen
    bessere Fußgängerwege (die nicht von Autos als zusätzliche Spur benutzt werden)
    Gesundheit
    bestimmte Menschen um Rat fragen zu können....


    Alles andere nehme ich wie es kommt oder baue es mir selbst ein.

    Freiheiten nehme ich mir. So, dass sie kindgerecht dosiert sind, niemand zu schaden kommt. So, dass ich ich selbst bleibe.

    Zeit: nehme ich mir.

    Prioriäten setze ich mir so, dass es für UNS gut ist. Für mein Kind, für mich, für uns als Familie.

    Finanziell bleibt mehr übrig, weil ich bewusster einkaufe.

    Gerade weil ich von manchem weniger zu haben scheine, schätze ich es umso mehr. Zeit, Materielles, "Inseln" im Alltag. Umso wichtiger sind sie mir, umso wichtiger achte ich darauf, dass ich sie mir nehme! Nicht nur für andere AUCH für mich. #winke

    Ich würde mir wünschen meine Mutter hätte ihre Enkelkinder kennenlernen können, leider ist sie vorher an Krebs gestorben. Ansonsten bin ich zufrieden mit meinem Leben.

    (15) 24.10.19 - 14:31

    Interessante Frage. Tatsächlich denke ich oft an die Zeit zurück, als man so gut wie keine Verpflichtungen hatte. Ich meine die Zeit so um die18. Man hat seinen Job gemacht oder kam von der Schule. Bei allen Freunden war es genau so. Jeden Abend hat man sich draußen mit irgendjemandem getroffen. Man musste sich nicht verabreden, man ging raus und es war immer jemand da. Man hat gequatscht und hatte viele Freunde. Am Wochenende hat man irgendetwas spontan unternommen oder ging abends feiern. Langes planen war nicht nötig. Wir hatten früher eine sehr große Clique und dadurch hatte auch ständig jemand Geburtstag und es gab etwas zu feiern. Das war toll.
    Außerdem hatte ich viel Zeit für mein Hobby. Das war super, nicht immer unter Stress in den Stall zu müssen und Druck zu haben.
    Tja, leider hat sich das ganze durch unterschiedliche Lebensmodelle so ziemlich aufgelöst. Manche haben eine Familie gegründet, andere sind weg gezogen und einige sind in der Zeit hängen geblieben und benehmen sich mit 40 immer noch wie 18 jährige.
    Ich vermisse diese Zeit 😔
    Klar ist mein heutiges Leben auch sehr schön. Ich habe einen tollen Mann der mich immer unterstützt, ein süßes, liebes Kind und alles, was man sich nur wünschen kann. Wir sind gesund und stehen finanziell ganz gut da. Mehr braucht man nicht. Trotzdem vermisse ich die alten Freundschaften von früher. Heute finde ich es viel schwerer, Freundschaften aufrecht zu erhalten.

    (16) 24.10.19 - 14:42

    Hm, ich denke gerne an meine Kindheit in der DDR zurück. Ich bin in einem Neubaugebiet aufgewachsen. Es fühlte sich sicher an. Wenn ich damit vergleiche, wie unsere Kinder heute leben... Da war meine Kindheit geborgener. Die Nachbarn schauten mit, dass es den Kindern im Hof gut ging. Heute habe ich das Gefühl, jeder ist zu sehr mit sich selbst beschäftigt, dass echte Fürsorge verloren gegangen ist. Die Neubausiedlungen sind zu Ghettos verkommen. Die Menschen leben heute "sortierter", ihrer Schicht entsprechend. Das kannte ich aus meiner Kindheit nicht.

    • (17) 24.10.19 - 20:30

      Früher durfte der Nachbar das Kind aber auch zurecht weisen wenn es Blödsinn gemacht hat. Heute ist das undenkbar. Stell dir mal vor wie die Helikopter Mama abgeht wenn der Nachbar mit ihrem kleinen Wunder schimpft 🙈😳

      • (18) 24.10.19 - 20:43

        🤣 Oh, ich habe gerade Kopfkino...
        Meine Mutter war alleinerziehend und die Nachbarn haben uns tatsächlich irgendwie miterzogen. Heute echt unvorstellbar... Wir haben sogar auf unsere Nachbarn gehört. Es gab bei uns erstaunlicherweise auch sinnvolle Beschäftigung im Wohnumkreis - Malzirkel, Pioniertreff mit Ausflügen, Basteln und co. - wo Mutti uns nicht hinchauffieren musste. Hach, war das schön.

So richtig vermisse ich nichts.
Vielleicht manchmal die Unbeschwertheit aus Kindertagen.
Aber ich finde ein Leben besteht aus lauter Abschnitten. Beginnend schon mit den uns allen bekannten Phasen als Baby/Kleinkind.
Ja, die Phasen hören nie auf😂
Momentan befinde ich mich in der Phase Kinder versorgen/erziehen und arbeiten.
Naja, die Arbeitsphase wird wohl noch etwas länger dauern😉
Aber mit dem älter werden der Kinder, wird es zunehmend auch wieder etwas ruhiger und die Dinge auf die man vielleicht die letzten Jahre etwas verzichten musste werden wieder mehr.
Da es bei mir privat und beruflich gut läuft bin ich mit meinem Leben sehr zufrieden.
Vielleicht liegt es daran, dass ich nichts vermisse.

(20) 24.10.19 - 14:53

Egal wie anstrengend Ehe und Kinder sein können.
Alles besser als meine Kindheit/Jugend...

Also bezüglich solchen Dingen wie Zeit oder Geld habe ich keinerlei Wünsche in die Vergangenheit… Ich bin jetzt genau in der Phase meines Lebens, für die ich die vielen Jahre davor gelebt habe. Auf die ich hin gearbeitet habe. Für die ich alles getan habe. Und jetzt genieße ich es in vollen Zügen genau da zu sein, wo ich immer hin wollte.

Was ich vermisse… Ja ich vermisse es einen zweiten Partner zu haben. Hatte ich in den letzten Jahren zweimal und es war eine unglaubliche Bereicherung. Möglicherweise passiert es nie wieder, so ein Glück ist nicht planbar, nicht selbstverständlich, man kann wenig bis nix dafür tun. aber diese Phasen waren unglaublich schön!

Ich vermisse die Zeit ohne Schmerzen. Das kenne ich seit 10Jahren nicht mehr.

- 16 % Mehrwertsteuer

- einen Rechtsstaat der funktioniert

- bezahlbaren Wohnraum

Hm...Kleidergröße 36/38 vermisse ich; aber das wird wohl so bald nichts mehr;-).
Und eine so einfache Schulzeit wie ich hatte, hätte ich meinen Kindern auch gewünscht; mit G9, und LKs nach Neigung, Hitzefrei und gelassenere Lehrer.

Sonst fällt mir gerade nichts ein. War alles zu seiner Zeit schön. Im Moment finde ich es schön, dass die Kinder größer werden und der Mann und ich wieder mehr Freiheit haben.

Ich vermisse die Zeit, als ich noch keine Angst vor dem Tod hatte.

Und ich würde wahnsinnig gern wissen, wie sich Geschwister im Erwachsenenalter anfühlen. Mein einziger Bruder starb, als ich 18 war.

LG Claudi

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