'Mutter'will ins Heim ....

Die Beziehung zu der Frau, die mich auf die Welt gebracht hat, ist mehr als schlecht, bzw ist sie nahezu nicht vorhanden, was von meiner Seite ausgeht.
Ich habe noch einen Bruder, dieser sagte mir, dass sie gerne ins Heim möchte. Sie ist nicht pflegebedürftig.
Sie wohnt in meinem Elternhaus.

Kann sie das einfach so selber entscheiden? Da wir ja dann den Platz bezahlen müssten, was ich aber nicht einsehe.

Vielleicht mag das für euch geizig klingen, aber ich habe kein Interesse daran, ihr einen schönen Lebensabend zu finanzieren, während sie mir meine ersten 18 Jahre zur Hölle gemacht hat, was mich bis heute nicht loslässt.

Warum solltet ihr das Heim bezahlen müssen? Deine Mutter hat doch das Elternhaus, was sie verkaufen und davon leben kann. Ob eure Mutter ins Heim geht und wann bedarf nicht eurer Zustimmung. Gruss

Das Haus gehört uns ja auch noch zu je einem Viertel.
Wenn es dann verkauft werden würde, würde das Geld ja auch nicht ewig reichen. Vielleicht 2-3 Jahre.

Also den Gedankengang finde ich immer sehr eigenartig.
Ich finde es legitim seine Eltern nicht zu mögen aber gleichzeitig das Erbe haben wollen,finde ich eigenartig.
Ich würde das Haus verkaufen und das Geld anlegen und die Frau ihr Leben ,leben lassen wie diese es möchte.
Sie bekommt doch sicher auch eine Rente die für die Finanzierung herangezogen werden kann.
Vielleicht lässt Du alles deinen Bruder organisieren weil es für dich schwer ist.

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Natürlich kann sie in ein Heim umziehen, wenn sie das möchte.

Heim ist ja auch nicht gleich Heim. Kann ja gut sein, dass es sich dabei um eine Art betreutes Wohnen o.ä. handelt.
Und generell ist es doch für euch nur positiv, wenn sie sich jetzt noch selbst um ihre Betreuung im Alter kümmert und eben nicht alles an euch hängen bleibt, wenn sie am Tag x nicht mehr alleine im Haus bleiben kann.

Wieviel und ob ihr da überhaupt etwas zuzahlen müsst, kann man so einfach nicht sagen.
Erstmal muss die Pflege natürlich wirklich notwendig sein, zuerst wird dann das Vermögen der Mutter herangezogen (das Haus?) nebst dem, was man von der Pflegeversicherung usw bekommt. Und wenn das nicht reicht, sind irgendwann die Kinder dran, allerdings ist der Eigenbedarf sehr hoch (deutlich höher als beim beim Unterhalt für Kinder) und die Eltern kommen ziemlich zum Schluss, natürlich nach den Kindern.

Wenn sie in ein Heim möchte, ist das ihre Entscheidung. Aufkommen musst du für sie nicht, sie ist ja nicht pflegebedürftig. Sie muss alles selbst bezahlen. Die Krankenkassen/Pflegekassen schauen bei späterer bedürftigkeit auf das Einkommen der Kinder.

LG

Was genau möchte die Dame denn? Möchte sie in ein Pflegeheim? Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass sie einen Platz in einem Pflegeheim bekommt, wenn sie nicht festgestellt pflegebedürftig ist. Die Kosten für so etwas werden ja zumindest anteilig auch von der Versicherung getragen. Das wird nur passieren, wenn eine Pflegebedürftigkeit festgestellt wurde. Ich bin da keine Expertin, aber ohne Grund wird sie nicht einfach in ein Pflegeheim gehen können, was ihr dann bezahlen müsst. Aber eventuell gibt es einen Grund, den dein Bruder nicht kennt.

Doch das kann sie. Es gibt zwar einen großen Mangel an Fachkräften, aber kein Mangel an Heimen und Plätzen dort.
Mein Mann ist Regionalleiter bei einem großen Träger für Pflegeheime.
Die gute Frau kann einfach so in ein Heim gehen. Sie macht dem Pflegepersonal dort sehr wenig Arbeit und ist ein gern gesehener Bewohner. Geld verdient das Heim an ihr zwar weniger (mangels Pflegegrad) aber bevor die Plätze leer stehen nimmt man sie doch gern.

>>>Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass sie einen Platz in einem Pflegeheim bekommt,<<<
Von einem "Pflege"-Heim hat die TE nichts geschrieben.
Es gibt reichlich Senioren-Residenzen (früher "Altersheim" genannt), deren Bewohner (noch) keiner Pflege bedürfen.

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Es wird sich sicher um eine Art betreutes Wohnen handeln. Woher weißt du, dass sie sich dieses nicht leisten kann?

Inwieweit gehört euch das Haus zu 1/4? Steht ihr im Grundbuch?

Hy. Ich habe mir nicht alle Antworten durchgelesen. Also sorry falls das schon gesagt wurde.

Bei meinem Schwiegervater will die Mutter nun auch ins Heim.
Ihm wurde gesagt das man 100.000€ im Jahr als "selbstbehalt" hat bevor man zur Kasse gebeten wird. Also man muss mehr als die summe verdienen. Ich weiß ja nicht wie es bei euch finanziell aussieht aber vielleicht hilft es dir schon weiter.
Diese Grenze würde übrigens erst kürzlich festgelegt.

Wichtig sogar anzumerken dass es nur das Einkommen des Kindes alleine ist und nicht das des Ehepartners.

<<<Sie wohnt in meinem Elternhaus.>>>

Also in IHREM Haus. Inwiefern hast du Anspruch drauf. Bisher denke ich noch gar nicht. Und wenn sie da Haus verkauft und das Geld auf den Kopf klopft kann dir das egal sein. Warum hängst du dich denn so rein, wenn du eh keine Interesse an deine Mutter hast. Lass sie leben, wie sie möchte.

<<<Vielleicht mag das für euch geizig klingen, aber ich habe kein Interesse daran, ihr einen schönen Lebensabend zu finanzieren, >>>

Musst du ja gar nicht. Dann lass sie doch auch zu Frieden und gier nicht nach "Deinem" Erbanteil, den du noch nicht mal hast.

Wieso giert sie nch ihrem Erbteil?
Vielleicht hat sie ja schon nach dem Tod des Vaters geerbt.

<<<Das Haus gehört uns ja auch noch zu je einem Viertel.
Wenn es dann verkauft werden würde, würde das Geld ja auch nicht ewig reichen. Vielleicht 2-3 Jahre. >>>

Sie verrät uns ja nicht, ob sie im Grundbuch steht oder nicht. Oder ob es ein Berliner Testament gibt. Dann hätte sie zumindest zum jetzigen Zeitpunkt noch keinen Anspruch drauf. Sie möchte ihre Mutter finanziell im Heim nicht unterstützen, also würde nur ver Verkauf bleiben.

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Hallo
Wie kommst du auf ein viertel Haus?
Ist dein Vater verstorben erbt deine Mutter die Hälfte seiner Haushälfte also 1/4.
Das Viertel was übrig bleibt bekommst du mit deinem Bruder also jeder 1/8.
Solltest du deinen Pflichtteil einfordern ist es von deinem 1/8 die Hälfte. Pflichtteil ist immer Geld.

So sieht’s aus. Da die Eltern zum Zeitpunkt des Todes verheiratet waren erbt die Mutter die Hälfte des Anteils des vaters. Die Geschwister haben demnach die 25% unter sich aufzuteilen und nicht die Hälfte!
Da es kein Testament gibt dass diese Tatsache aushebelt wird es genau so laufen.

>>>So sieht’s aus.<<<

Nein.

Der Vater hatte keinen "Anteil" am Haus, ihm gehörte das Haus allein.
Da es kein Testament gab, erbte die Mutter 50% und die zwei Kinder teilen sich die anderen 50% = je 25%.

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Ich antworte hier mal allgemein:

Mein Vater, den ich sehr geliebt habe, ist verstorben. Das Haus gehörte früher meinen Großeltern, er hat es ihnen abgekauft.
Es gehörte nur ihm !! Ein Testament gibt es nicht.

Mein Bruder hat auch nicht das Beste Verhältnis zu ihr. Wir haben sie nun drin wohnen lassen, könnte sie auch weiterhin. Aber jetzt möchte sie halt in ein Heim, keine Ahnung wieso. Aufgrund einer Erkrankung hat sie einen Pflegegrad, ich weiß aber nicht welchen. Eine Erwerbsunfähigkeitsrente bekommt sie, aber die ist sehr gering, es müssten ca 400€ sein.

Wenn eine Pflegebedürftigkeit vorliegt und Deine Mutter für das Pflegeheim selbst nicht aufkommen kann, dann wird geprüft, ob Du und Dein Bruder dafür aufkommen können. Ab nächstem Jahr soll unter einem Jahresbrutto von 100.000€ gar nicht mehr geprüft werden, erst darüber wird ungefähr 50% des Einkommens für die Pflege der Eltern herangezogen.
Ich habe diesbezüglich wirklich keine Ahnung, aber ich würde dann in dem Fall auch noch prüfen lasse, ob Deine Mutter Dir für das genutzte Haus Miete "schuldet". Liegst Du unter 100.000€, kannst Du auch ganz entspannt sein - wenn vom Hausverkauf nichts mehr da ist, springt das Sozialamt ein. Sollte kein Geld mehr da sein und das Sozialamt sieht die Heimunterbringung als nicht gerechtfertigt an, dann klären die das mit Deiner Mutter, du bist dann fein raus.

Liegst Du über 100.000€ würde ich auf jeden Fall jetzt schon anwaltlichen Rat einholen.

Dann wäre noch wichtig zu wissen, ob deine Eltern zum Zeitpunkt des Todes verheiratet waren. (/ist ja auch nicht selbstverständlich)

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Äh von igrendwas leben muss ja deine Mutter nun auch aktuell. Es geht ja wohl nicht um ein Pflegeheim und Servicewohnen ( Jemand im Haus der sich kümmert , Möglichkeiten zur Verpflegung etc) mit einer 1 bis 1,5 Zimmer Wohnung gibt es selbst in Berlin in gepflegter Umgebung ab 600 Euro.
Ich würde mich da erstmal etwas sachkundig machen. Wenn das Haus dann vermeitet wird, sollte dies ja kein Problem sein.

Wenn ich dich richtig verstehe, gehört ihr ein halbes Haus. Sie kann das Haus verkaufen, dir und deinem Bruder euren Anteil auszahlen und mit ihrem Anteil machen, was sie will.
Sollte sie irgendwann bedürftig sein, hängt es von deinem Einkommen ab, ob du irgendwas zahlen musst.

Danke, endlich einer der wenigen konstruktiven Beiträge, die mich nicht angreifen.

Genau, ihr gehört die Hälfte. Damit kann sie auch tun und lassen, was sie möchte. Davon möchte ich gar nichts haben.

Wenn ihr Anteil aber irgendwann aufgebraucht ist, wird dann auf unsere Rücklagen, die mein Mann und ich haben, zurückgegriffen? Z.b. auf unseren Erbanteil von Papa?
Oder nur auf das Einkommen?

Google doch einfach erst mal Pflegekosten. Die Freibeträge und die Einkommensgrenzen sind relativ hoch; du musst schon gut verdienen, um überhaupt was zahlen zu müssen.
Vielleicht wäre es ja auch günstiger, das Haus zu vermieten und die (Hälfte der) Mieteinnahmen zu verwenden?

Hallo,

entscheiden darf Sie das allein. Wenn sie nicht pflegebedürftig ist, wird aber vermutlich eher ein Betreutes Wohnen daraus. Diese sind nicht so sehr teuer.

Ein Heim wird keinen Pflegeplatz mit nicht pflegebedürftigen Personen belegen.

Ihr Vermögen und ihr Einkommen (Witwenrente ggf. eigene Rente) ist vorrangig einzusetzen. Wenn du mit den deinem Bruder reden kannst, könntet ihr überlegen, die Immobilie zu vermieten. Vielleicht reicht es dann, um die Kosten zu decken.

Wenn Sie sich ohne Pflegebedürftigkeit für eine "teure" Wohnform entscheidet (und nichts anderes ist das dann), steht ihr weder Grundsicherung noch Hilfe zur Pflege zu. Der Sozialleistungsträger wird ihr nichts zahlen und euch gegenüber keine Kosten geltend machen. Sie muss selbst schauen, wie sie dies finanziert.

Sollte nun doch eine Pflegebedürftigkeit im Raum stehen, plant der Gesetzgeber zum 01.01.2020 das sogenannte Angehörigenentlastungsgesetz. Das regelt die Unterhaltsansprüche neu. Sofern es den Bundesrat passiert (derzeit noch in Abstimmung) wird nur dein Einkommen zugrunde gelegt (nicht das deines Mannes) und zahlungspflichtig wirst du nur, wenn dein Einkommen 100.000 € brutto im Jahr übersteigt.

Ich weiß, dass es sehr schwer ist, rate dir aber mit deinem Bruder (ohne Mutter) vielleicht mal im potentiellen "Heim" vorstellig zu werden und dich dort über Möglichkeiten und Kosten zu informieren.

Härtefallregelungen die eine Geltendmachung von Unterhalt möglich machen, gibt es, sind aber nur sehr schwer durchzusetzen.

Lieben Gruß