Grosseltern um Hilfe nach OP des Kindes gebeten

Ich bin immer noch ziemlich fassungslos und brauche bitte einen Blick von aussen.
Unser Kind muss eine schwere OP haben. Nicht die erste. Wir kennen das also und die letzte war fürchterlich und hat uns bis aufs Zahnfleisch geritten. Besonders schlimm war die Zeit nach dem Krankenhausaufenthalt. Uns graut entsprechend davor.
Nun steht die nächste an, und wir haben in beiden Familien mit 8 Monaten Vorlauf um ein paar Tage Support nach der Entlassung gebeten. Es muss keiner Verbände wechseln, Nächte machen oder oder oder. Da sein. Uns den Rücken stärken. Vielleicht ein schnelles Essen warm machen oder eine Maschine Wäsche anwerfen. Bisschen spielen, schmusen, spazieren gehen sobald es geht. Familienzeit und etwas eine Schulter für den Alltag, das Kind mal beschäftigen damit wir etwas Luft holen können.
Wir fallen trotz aller Probleme die es gesundheitlich gibt niemandem zur Last, haben einen sehr schwierigen Start mit dem Kind hinter uns und es ist das erste Mal dass wir um Entlastung gebeten haben (wir haben bisher auch keine ungefragt erhalten, zB beim Umzug), das Kind braucht uns fit und im Saft, das wollen wir diesmal besser machen.

Als wir die Bitte artikuliert haben gab's ein schweigen. Als ich beim nächsten Treffen nochmal nachfragen wollte wurde ich unterbrochen und es kam "Wir planen keine Besuche mehr vor bzw nach der OP, wir sehen uns dann zu Zeitpunkt xy" Also wenn alles mehr als rum ist oder in anderen Worten: nein. Thema wurde gewechselt und ich war zu baff noch einen Ton rauszubringen.

Ich fühl mich da gerade wie vor den Bus gelaufen. Ja. Es ist mein Kind und ich bin für es verantwortlich. Aber wenns hart kommt, da steht Familie doch zusammen oder?
Und nun stelle ich fest dass wir Gutwettermenschen als Grosseltern - und Eltern haben. Wir haben es ganz früh gesagt. Sie sind Rentner. Fit. Sie wollen schlicht nicht. Sie kommen dann - oder noch lieber wir sollen dann anzotteln wenn alles ausgestanden ist.
Wir machen wenn sie da sind viel Zeit für sie frei und möglich, überlegen uns schöne gemeinsame Aktivitäten, es soll eine schöne gemeinsame Zeit mit guten Erfahrungen sein. Feste werden für alle Gäste mit dem Essen an ihren zahlreichen Abneigungen ausgerichtet. Helfen immer mit PC, Handy und anderen Geräten. Geben unsererseits ist da.

Wie würdet ihr damit umgehen?
Ich bin so masslos enttäuscht von ihnen. Ich möchte sie eigentlich gerade nie nie wieder sehen, so trifft mich das und ich weiss nicht ob und wie ich beim nächsten Aufeinandertreffen tagelang eine gute Miene aufsetzen und nett Kaffee kredenzen kann und so tun kann als sei nichts gewesen.

Das macht mich fassungslos😡

Was sagt dein Partner dazu? Es wäre gut, wenn ihr eine gemeinsame Front zeigt.

Letztlich hast du 4 Möglichkeiten:

1. Schlucken und weiter machen wie vorher.

2. Schlucken, aber keine Sonderbehandlung mehr (beim Essen, bei Besuchen, etc)

3. Sie fortan komplett ignorieren

4. Ihnen genau das sagen, was du hier geschrieben hast (evtl. sogar als Brief) und sie vor die Entscheidung stellen, ob sie Familie in allen Lebenslagen sind oder keine Familie.

Ich wünsche euch viel, viel Kraft und alles Gute für eure Maus!

Danke für Deine lieben Zeilen.
Mein Kind ist zäh, das beisst sich da durch. Die Ärzte die wir haben sind sorgsam ausgewählt. Wir müssen es nur überstehen. Als Mama/Papa stehst Du in der Ausnahmesituation so unter Strom, und wenn die akute Phase dann nachlässt sackst Du zusammen wie eine Hüpfburg ohne Generator. Kind war nach einigen Wochen wieder fit, bei uns waren es wirklich Monate letztes Mal, wir hatten das wirklich unterschätzt. Sagen andere Eltern mit denen wir im Austausch stehen übrigens auch, auch das vorher von anderen zu wissen schützt davor nicht. Schwer zu beschreiben in der Dimension, aber bitte bloss nicht nachmachen, das braucht wirklich keiner.
Der Weg ist noch lang, eine Raumfahrtkarriere wirds nicht geben, aber wir kommen auf ein normales Leben ohne Einschränkungen am Ende vom Weg. Wir sind in einem renomierten Kinderkrankenhaus, da sieht man so viele schlimme Dinge, da sind wir trotz allem immer ganz dankbar über unser Paket, so paradox das von aussen klingen mag.

Der Papa... ja. Wenn er nicht mehr redet sondern schweigt, dann trifft es ihn ins Mark. Es sind seine Eltern. Und es kommt kein Ton von ihm. Ich merks nur indirekt und es brodelt total. Meine haben das gehört und die restlichen Urlaubstage die da waren noch mit angehängt, Hilfe ist also da, aber menschliche Totalausfall auf seiner Seite trifft trotzdem.
Er streicht den Servicelevel und reduziert auch Infos/Besuche/Kontakte. Das sehe ich gerade via Indizien. Wir haben eine Einladung zu einer Hochzeit und hätten das mit einem Besuch verbinden können. Wollten wir schon lange, ich hätte es möglich gemacht auch wenn es ein ziemlicher Aufwand werden würde. Der Entscheid ging recht schnell, er fährt allein auf die Hochzeit und dann sofort wieder heim.

Deine Optionen sind gut und richtig.
Ich glaube es wird eine Kombi mit Nuancen, soweit es Sinn macht.
Kein Brief oder Grundsatzgespräch anzetteln, da geht sofort eine Sirene los und ein Abwehrgitter vor mir runter, ich glaube nicht dass ankommt was ankommen sollen. Da verschanken sie sich in einer Opferrolle, das hatten wir schon bei einer harmloseren Ansage zum Umgang mit dem Kind - aber es einmal deutlich aussprechen um es „loszulassen“, das bin ich mir glaub schuldig. Den roten Teppich gibt es sicher auch nicht mehr.
Komplett ignorieren tu ich gerade alles was an Nachrichten kommt, da das an uns beide geht muss somit mein Mann antworten. Das Pendant für Besuche wäre dann sie anzuschweigen? Kein Smalltalk etc. Küche machen, Klo putzen während sie am Sofa sitzen und sich am Kind vergnügen? Da ist mein Impuls noch ein anderer... Ich frage mich noch wie ich mit meinem Impuls umgehe das Kind zu schnappen und 3 Tage wegzufahren wenn ich weiss dass sie kommen, wenn Du weisst was ich meine.
DANKE fürs Gehirn leihen an dieser Stelle.

Euren Weg kann ich mir nicht ausmalen, habe nur früher durch eine "Mami-Freundin" kleine Einblicke in das Leben mit einem kleinen Kämpfer bekommen. Mehrfach 8 Stunden-OPs am offenen Herzen, Behinderung, Atemaussetzer, etc. Ich dachte immer "Ich würde vor Angst sterben, wenn das mein Kind wäre", aber sowas tun Eltern nicht. Sie sind stark für ihr Kind egal was es sie selbst kostet.

Ihr habt meinen vollen Respekt.

Finde die Nuancen, mit denen du leben kannst.

Du weißt, auf wen du dich verlassen kannst und das ist gut.

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Dann mach das doch nicht! Da würde ich mir kein Bein mehr ausreißen. Ich bin auch der Meinung, dass man in solchen Situationen zusammen halten muss. Deine bittere Enttäuschung kann ich gut verstehen.
Habt ihr gute Freunde? Irgendein Netzwerk? Sucht die Unterstützung woanders. Eventuell gibt es im Krankenhaus Ansprechpartner, die euch helfen können.

Meine Seite kommt länger als zuerst besprochen. Hängt noch etwas mehr Zeit an um dann auch einen Geburtstagskuchen für mich zu backen und mir einen schönen Tag zu machen. Freunde sind im Standby. Da kann ich jederzeit anrufen. Mein Chef hat Hilfe angeboten.
Versorgt sind wir.
Bein ausreissen ist denke ich vorbei. Klar. Ich bin gutmütig aber nicht dumm. Hadere noch mit dem Impuls dass ich diese Menschen nicht so nah an mir und meinem Kind haben will nach der Nummer und wie ich es löse dass sie sich zwar nicht wie Familie verhalten aber ein paar Wochen später wieder hier rumsitzen wollen als wären sie es.
Für mich sind sie es gerade nicht mehr...

Hab ich es richtig verstanden das beide Familien so reagiert haben? Das kann doch nicht wahr sein das beide so drauf sind! Ich bin sprachlos! Sorry, aber wie charakterlos kann man denn bitte sein?
Nicht einmal Freunde würden so reagieren.
Wie sind denn die Großeltern charakterlich ansonsten so drauf?

Ich würde absolut niemals wieder mit solchen Menschen reden, egal ob es die Familie ist oder nicht.

Nein. Es ist eine Seite. Die andere hat gar nicht lang gefackelt und ist jetzt länger da.

Charakterlich? Gute Frage... Sie ist sich 24/7 am beschweren, seit sie nicht mehr arbeitet schwenkt der Fokus auf Gesundheit und Leute ausm Hobby die keiner von uns kennt. Er hat nicht wirklich Bezug zu unserem Leben, wir arbeiten anders als er damals, in der freien Wirtschaft, spezielle Branche die schnell ist und viel fordert. Wir leben bis auf ein paar Ausreisser im Haushalt ;-) eine sehr gleichberechtigte Beziehung. Auch jetzt mit Kind. Das packt er gar nicht. Manchmal will er dann hier den Ton angeben und uns auf Spur bringen. Ich finde beide anstrengend und nicht herzlich. Aber das jetzt hätte ich selbst ihnen nicht zugetraut. Wäre es nicht Familie müsste ich darüber nicht nachdenken, ich habe eine Beisshemmung das bei Familie so ausm Handgelenk zu werfen, aber wenn ich ehrlich bin. Bei JEDEM meiner Freunde würde ich genau so reagieren wie Du du es schreibst. DANKE für den Impuls. Das ist ein guter.... Der muss vielleicht in meinen Satz....

Sag ihnen was du fühlst / das du enttäuscht bist - genau so, wie du es hier beschrieben hast. So haben sie noch eine Chance. Eine Chance sich zu entschuldigen oder sich zu bessern. Ansonsten würde ich von mir aus auf absehbare Zeit keine Initiative mehr zeigen, was Treffen betrifft...
Ich wünsche euch alles Gute und schnelle Genesung!

P.S. Leider kenne ich es aus meiner Schwiegerfamilie auch so. Jeder ist sich selbst der nächste und Hilfe ist relativ. Wir haben 6 schwierige Wochen hinter uns (nichts schlimmes, aber einfach anstrengend) und es kam nichts. Nichts! Ich bin auch enttäuscht und werde es so handhaben wie oben geschrieben. Kontakt abbrechen werde ich nicht, aber mich definitiv erstmal nicht krümmen, um Kontakt herzustellen...

Hallo Du bin gerade sprachlos. Da wär ich aber sehr laut und deutlich geworden. Was ist denn wenn sie alt und krank sind und Hilfe brauchen oder auch nur Besuche im Altersheim! In einer Familie hilft man sich. Die sollten sich schämen. Das sind schlechte Menschen. Traurig so etwas. Alles Gute für dein Kind und ganz schnelle Genesung.

Puh, das ist hart. Ich bin eigentlich Verfechterin davon, dass man von den Großeltern nicht erwarten kann, dass sie die Kinder abnehmen. In eurem Fall ist das aber was ganz anderes. Wenn es eine plausible erklärung gäbe (können das Kind nicht leiden sehen o.ä.)-okay, aber so? Ich bin ansich gegen „gleiches mit gleichem“ vergelten, aber ihr braucht eure Energie sicher ohnehin für euer Kind, sodass ich jegliche Unterstützung eurerseits auf ein Minimum zurück fahren und dies auch so verkünden würde. Habt ihr Nachbarn, Freunde, andere Verwandte? Steht euch eine Haushaltshilfe durch die Krankenkasse zu? Um ehrlich zu sein, müsste ich einer familie noch nicht mal extrem Nahe stehen, um in einem solchen Fall zu helfen...sehr traurig! Waren sie immer schon so egoman?
Alles, alles gute euch!

Das sehe ich ganz genauso Danilop.
Fordern steht uns nicht zu. Unser Kind, unser Job. Hier empfinden wir eine Not- bzw. Extremsituation weswegen wir dafür gesagt haben es ist menschlich und ok da um Hilfe in der Familie zu bitten. Und das tu ich auch nur weil ich weiß dass der Output für mein Kind mit Hilfe besser wird wie wenn wir es allein stemmen. Resultat sh oben.

Bitte keine Sorgen machen. Wir sind versorgt. Es ist alles da wenn’s los geht. Putzhilfe. Freunde. Die andere Oma. Es geht wirklich nur um die emotionale Komponente.

Du tust mir gerade wahnsinnig leid. Es ist wirklich unglaublich!

Ich persönlich hätte wahrscheinlich gar nicht so ruhig reagiert, sondern hätte sofort einen Wutanfall bekommen und alle in Grund und Boden geschrien - und zwar zu recht!

Aber das ist auch nicht sonderlich diplomatisch und schafft selten Abhilfe. Du solltest vielleicht noch ein paar Tage abwarten und es dann offen ansprechen. Alles andere hilft dir nicht. So eine Enttäuschung muss kommuniziert werden.

Nach der Geburt unseres Sohnes haben wir die Schwiegermutter auch in Hilfe gebeten. Sie wohnt ca. zwei Stunden mit dem Auto entfernt und wir wollten, dass sie ein paar Tage kommt und mir im Alltag hilft (Essen kochen, mal das Baby halten, damit ich in Ruhe duschen kann). Mein Freund konnte zu dem keine Elternzeit nehmen und hatte nur eine Woche Urlaub. Meine Mutter hatte drei Wochen Urlaub und war auch da und hat viel geholfen. Danach sollte die Schwiegermutter kommen. Sie hat nie gearbeitet und viel Zeit. Gästezimmer und Gästebad sind vorhanden. Ich war immer noch sehr erschöpft, weil ich eine schwierige Schwangerschaft hatte und unser Baby sich nicht ablegen ließ. Sie hatte aber keine Lust und kam nicht. Ich bin darüber immer noch so sauer, dass ich auch nicht mehr hinfahre. Ich habe sogar offiziell verkündet, dass ich erst wieder hinfahre, wenn sie mir mindestens dreimal geholfen hat. Ist zwar Kindergarten, aber ich fühle mich so deutlich besser.

Bei eurer Verwandtschaft würde ich daher sehr deutliche Worte finden und wenn sich nichts ändert, meinerseits sämtliche Hilfe streichen und mich nicht mehr nach ihnen richten.

Darf ich fragen, wie lang das her ist und ob sie zumindest die 3x geschafft hat? Hast du es ihr auch gesagt oder willst du dass sie es von sich aus macht?

Eine Freundin ist nämlich auch am überlegen, so etwas auszusprechen.


lg lene

Es ist ca. ein halbes Jahr her. Ich habe es ihr selbst gesagt und mein Freund hat es ihr auch gesagt. Sie hat mir seitdem nicht geholfen und war lediglich zweimal in der Zwischenzeit zu Besuch. Da tat sie so als ob nichts gewesen sei. Ich habe es dann nochmal angesprochen. Wir waren in der Zwischenzeit nicht da. Mein Freund kann selbstverständlich alleine hinfahren. Aber er hat auch keine Lust und ist enttäuscht. Schließlich würde etwas Hilfe ihn auch nach Feierabend entlasten und uns mehr Zeit als Familie lassen. Mir ist es mittlerweile egal. Es fehlt mir nichts. Besonders Interesse an dem Enkel hat sie leider auch nicht. Ehrlich gesagt, finde ich sie etwas autistisch und kann damit schwer umgehen.

Das nenne ich ein Vollversagen auf der ganzen Linie, bin ziemlich entsetzt von diesen Großeltern. Verstehen kann ich es nicht. Für mich war es immer selbstverständlich, meiner Tochter zu helfen, wenn Not am Mann war. Als sie und ihr Mann die dicksten Probleme hatten (drohende Frühgeburt, stat. KrHs Aufenthalt 85 km entfernt, Schwiegervater schwerst an Krebs erkrankt und noch einiges mehr) war ich noch Vollzeit berufstätig, aber irgendwie ging alles, auch mein Mann half nach Kräften.

Ich würde an Deiner Stelle den Großeltern wirklich sagen, wie maßlos enttäuscht ich bin und ich glaube, die bräuchten mich nichts mehr fragen.
Hoffentlich findest Du andere Unterstützung, eine Haushaltshilfe, Nachbarschaftshilfe (gibts in vielen Orten ehrenamtlich) oder ähnliches.
LG Moni

Aller Support den ich brauche ist da. Keine Sorge.
Ja Moni, so kenne ich Familie, man rauft sich ggf auch Mal, weil Lumpenpack, aber wenn es brennt steht man zusammen. Meine sind/waren so.
Die fühlen sich für mich gerade nicht mehr wie Familie an. Das ist genau das Problem.

Achtung Ironie des Lebens: die erste intensive Phase der Behandlung ist nach der nächsten OP rum ist. Das heisst weitestgehende Normalisiering, ein paar Jahre keine OPs. Es wird mehr Ruhe einkehren. Das nächste Zusammentreffen mit ihnen wird dann voeaussichrlich eine Feier sein zu der wir alle geladen haben, um genau diesen Abschluss der strammen ersten Zeit gemeinsam zu begiessen.
Feedback ist dann "und ihr habt keinen Antel daran dass es gestemmt ist" das explodiert dann halt... 🙈
Ich muss Mal schlafen. Sonst wird es hart morgen. Danke an alle!

Habt ihr (übergangsweise) einen Pflegegrad für euer Kind?
Dann könnt ihr Entlastungsleistungen beantragen (aus der Pflegeversicherung,)

Dann käme zb jemand zum putzen oder auch spazieren gehen

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Ich bin, genau wie die anderen hier, ebenfalls fassungslos!
Kann Deine maßlose Enttäuschung und Wut absolut nachvollziehen.
Gerade in Notlagen, sollte die Familie ohne Kompromisse zusammenhalten.

Ich würde die Gefühle jetzt keineswegs runterschlucken (schwächt Euch nur zusätzlich), sondern offen kommunizieren.
Viell gibts einen Grund für diese ablehnende Einstellung?!
Parallel würde ich aber an einem Plan B arbeiten (ggf. Haushaltshilfe für die ersten Tage beantragen, gute Freunde um die von Dir erwähnten Aufgaben bitten).
Holt Euch Hilfe, Support und Kraft. Das wird Euch durch die erste Zeit helfen.

Wünsche alles erdenklich Gute.
Bleibt zuversichtlich!

Danke Cucina, der Plan B steht und ist kein Plan B. Ich hole mir Impulse bei Euch damit es das Hirn freigibt. Mit Energien haushalten ist genau unser Thema.

Sehr gute Frage, Grund für Ablehnung?
Vielleicht?! Genannt haben sie keinen. Ich glaube auch nicht dass einer kommt wenn ich frage. Es gibt einige Spannungsfelder. Sie hätten gern dass wir zu ihnen ziehen. Aber wenn wir da sind sind sie unterwegs. Tun was sie sonst auch tun. Es geht nicht um Zeit mit uns. Nur dass wir da sind. Der Bruder ist wegen der Frau weggezogen. Sie dachten immer beide Kinder bleiben in der Heimat, bauen da was...
Wir sind mit unseren Jobs auf wenige grosse Zentren limitiert, keins ist auch nur halbwegs nahe. Sie wissen das, trotzdem schwelt es manchmal wieder auf. Wir wechseln alle paar Jahre Job, Stadt, Land. Wir haben ein Kind gekriegt und erst nach der Geburt geheiratet. Haus kaufen ist bei unserer Mobilität kein Thema. Wir haben beide im Job zurückgefahren um das Kind sauber aufzustellen. Ein paar Monate haben wir dabei auch nur von meinem Gehalt gelebt. Mein Mann hat gewechselt und Pause gemacht fürs Kind, das hat uns so den A... gerettet ehrlich gesagt 😅. Sie leben ganz ganz klassisch und zB die "übliche Reihenfolge" oder die klassische Rollenverteilung ist für sie ein Wert. Ab und zu bricht es aus dem Opa raus und er lässt durchblicken dass zB die Jobpause meines Mannes für ihn ganz eine furchtbare Entscheidung war.
Sie tun sich schwer von uns eine Grenze am Kind gezogen zu bekommen. Davon gibt es einige ob der Krankenakte. Wir erklären jede. Ernährung ist ein riesen Thema. Flasche geben ging lange nicht weil es so tricky war, Kind allein mitnehmen daher ebenso. Das haben sie sich bestimmt anders vorgestellt. Und er verheimlicht im Umfeld das Gesundheitsthema. Dazu gab es schonmal eine deutliche Ansage von mir. Ich will nicht dass das Kind die Leute Mal trifft und dann deren Irritationen voll abbekommt. Wurde abgewiegelt und gar nicht drauf eingegangen warum er das macht. Von ihr... Er war ganz still. Deswegen machen Briefe oder grosse Aussprachen aus meiner Sicht keinen Sinn. Es kommt nix zurück was verwertbar ist.
Angst das Kind leiden zu sehen oder so glaube ich nicht. Die Phase ist im Groben rum mit der Entlassung. Das wissen sie auch. Es gab viele Bilder und Infos live aus der ersten OP und deren Nachsorge. Kind wird wieder sehr anhänglich sein wenn wir daheim sind. Das wäre eher so das Thema.

Ihr verschickt Bilder live während einer schweren OP?

Wir hatten mit unserem Zwerg damals auch schwere Komplikationen und ich muss sagen ich verstehe die Grosseltern zum Teil.
Ihr betont immer dass alles geregelt ist dass ihr sie ja eigentlich nicht braucht. Warum dann dieser Aufriss? Ich weiß ihr seid in einer extremen Lage aber für Außenstehende ist das schwer zu verstehen. Schon gleich wenn ihr so taff damit umgeht. Für Grosseltern ist die Situation noch schwerer als für Eltern. Auch wenn ihr glaubt sie sind informiert durch euch sind sie es nicht wirklich. Sie sind machtlos und überfordert. Sie schützen sich selbst, und da du hier ja auch so Auftritts dass ihr das alles schon stemmen werdet...

Dazu kommt es gibt von eurer Seite aus Einschränkungen was das Kind betrifft. Das verunsichert nochmal. Sie sollen jetzt antanzen um mal das Kind zu bespassen von dem es vorher hieß sie dürfen nicht mal ne Flasche geben und dies geht nicht und jenes ... auch das ist schwer zu verstehen. klar kann an sagen reißt euch gefälligst zusammen aber das ist im Prinzip auch ihre denke. Wie sehr man nach sowas zusammen klappt weiss nur wer es mitgemacht hat. Wir hatten auf einmal auch nur noch eine Handvoll Freunde damals. Der Rest konnte mit dem Thema schwerkranke Baby nicht umgehen. Inzwischen hab ich meinen Frieden damit abgeschlossen. Niemand muss stark sein. Jeder soll machen was er kann und wenn sie nicht können .... gut.

Ich wünsche euch alles Gute für die OP!

Ohne Worte, ich würde für die diese Leute auch keinen Handschlag mehr machen. Sollten sie Euch um etwas bitten, würde ich ihnen klar machen, dass ihr dazu ab sofort nicht mehr bereit seid. Magst Du vielleicht mal Schreiben, wo Du wohnst, vielleicht findet sich hier sogar jemand, der spontan helfen könnte.

Das ist so lieb von dir. DANKE!
Im Ausland im Moment. 😉
Wir haben alles was wir brauchen an Support. Mir geht's nur um das Emotionale...

Ich kann deine Enttäuschung voll und ganz verstehen ja es ist nicht ihre Pflicht zu helfen aber es handelt sich um eine Ausnahmesituation da hilft man doch wenn es eben möglich ist . Mein Verständnis von Familie ist da auch ein anderes schlimm das ausgerechnet auch noch beide Seiten so reagieren, verstehe ich nicht . Manchmal fragt man sich ob die Großeltern selber nie in einer Situation waren wo sie für Hilfe und Unterstützung dankbar gewesen wären .
Ich als Großeltern würde mein Kind unterstützen bei dieser nicht leichten Situation es geht doch auch ums Enkelkind . Ich könnte verstehen wenn sie noch voll im Berufsleben ständen oder gesundheitlich angeschlagen sind aber Rentner und fit + mit 8 Monaten Vorlaufzeit , sehr traurig das sie offenbar nicht helfen wollen . Ich wüsste ehrlich gesagt an eurer Stelle auch nicht wie ich damit umgehen soll zwingen kann man sie nicht so wie es leider ist müsst ihr es akzeptieren . Welches Verhältnis habt ihr denn sonst zu euren Eltern ? Sind sie sonst auch so sehr auf sich bezogen ? Haben sie Interesse an ihrem Enkelkind oder sind sie allgemein vom Typ Gutwettergroßeltern ? Äußern das ihr enttäuscht seid und euch im Stich gelassen fühlt / offenbar ein unterschiedliches Verständnis von Familie habt würde ich es mit ein paar Tagen Abstand noch einmal oder ich würde ihnen einen Brief schreiben . Je nach dem wie sie reagieren würde ich mir überlegen welches Verhältnis ich weiterhin mit ihnen pflegen will .

Es ist nur die eine Seite die so reagiert.
Das kam Eingangs nicht deutlich raus. Sorry. Die andere Seite ist personenmäßig reduziert (mein Vater ist schon lange tot, der fehlt mir in den Momenten so, er hätte vorm Krankenhaus gelungert bis um 6 die Türen aufgehen damit er sofort nach uns schauen kann wie die Nacht war, ob du das willst oder nicht 😂), meine Mutter arbeitet noch und haut jetzt ihre letzten 2 Wochen Urlaub für uns auf den Kopf/sie hatte den aufgehoben falls bei uns es was wäre.

Egoman, Gutwetter? Puh... Sie haben Erwartungen an uns, an das Kind. Und die spannenste davon ist dass wir (inclusive Baby/jetzt Kleinkind) ihre Erwartungen zu erfüllen haben denke ich. Tun wir das nicht ist Dand im Getriebe oder der Unmut kommt sonst irgendwie zum Vorschein.

Ich kann dich gut verstehen. Ich habe das auch erlebt. Bei mir waren es meine Eltern, Großeltern von der anderen Seite gab es nicht.
Und es gab keine Unterstützung von meiner Familie. Mein Kind - mein Problem.
Der russische Kinderchor kam und meine Mutter sich darum kümmern.
Ich habe damals für ein halbes Jahr den Kontakt unterbrochen. Danach hatten wir wieder Kontakt.
Ein wirklich gutes Verhältnis zu ihren Enkeln haben meine Eltern nicht.
Der Bruch ist nie wieder ganz geheilt und im Moment haben wir keinen KOntakt mehr - da ist immer wieder etwas vorgefallen und jetzt reicht es mir.
Ich hatte Freunde, ein soziales Netzwerk, dennoch geht man als Eltern durch die Hölle.

Ich wünsche deinem Kind und euch alles, alles Gute.

Luna

Danke Luna

Ich danke Euch für Eure Impulse. Da stehen ggf. Entscheidungen mit viel Auswirkung an. Das bricht man nicht übers Knie. Aber es waren super Impulse dabei und ich danke Euch wirklich von Herzen dafür.
Ich hab noch einiges an Zeit mir zu überlegen was ich mache wenn ich sie wiedersehe. Bis dahin halte ich die Füsse still.

Wir sind versorgt mit der OP, keine Sorge, es geht wirklich nur ums Emotionale.
Ich nehme das mal mit wenn ich darf und wenn ihr wollt gebe ich ein Update wenn ich sie wieder sehe. Ich mache aber hier mal zu wenn ok ist.
Hab das „in schwarz“ bei einer Antwort vergessen und möchts nicht in Kombi mit meinem freien Profil haben.

hi du,

ich wollte dir als "leidensgenossin" schreiben.

so ein bisschen ähnelt meine situation deiner, nur, dass es hier zum glück nicht um OPs geht, was deine situation noch ein bisschen unschöner macht.

auch hier gibt es eigentlich "nette" großeltern, aber sie sind nur froh, wenn sie selbst entscheiden dürfen, WANN und WO sie uns sehen wollen.
sie sind auch rentner, haben nkeine hobbies und massig zeit, es nervt sie aber ungemein, wenn ich versuche, sie zu verplanen.

damit verletzen sie uns immer wieder.

als mein kind auf der frühchenstation lag, 16 tage lang, waren sie an tag 1 da und dann nicht mehr. es war im sommer, mein mann und ich wechselten uns am babybett ab und waren mit den nerven durch.
der kommentar meiner mutter "da ist es so heiss, das macht mein kreislauf nicht mit".

im januar haben wir 6 wochen baustelle im haus, u.a muss (im winter, brrrrrr) das dach für einige tage geöffnet werden. meine frühzeitige anfrage vor einem halben jahr "vielleicht habt ihr ja dann eine couch für nachts für uns frei" wurd sofort abgeschmettert mit "ich würde das alles abblasen. so ein aufwand aber auch. dann müsst ihr euch vielleicht ein hotel holen?"

das zieht sich seit jahren so hin. sie kommen und funktionieren, wenn SIE es wollen.
Die alternative wäre, kontakt abzubrechen, aber wem tue ich damit einen gefallen? meinem ego vielleicht. sonst niemandem.

ich habe nun tolle babysitter, die meine kinder sehr gerne haben, damit ich nie mehr um was betteln muss.
bei meiner mutter hoffe ich in manchen situationen, dass sie sich blöd vorkommt, wenn ich aus dem letzten loch pfeife, krank bin o.ä und einen babyitter für gel engagieren muss - nur weil ihr die uhrzeit o.ä nicht passt.

ich thematisiere es aber nicht und habe keine erwartungshaltung mehr.



vielleicht hilfts dir ja weiter #liebdrueck

Da sagst du die Situation war nicht vergleichbar und kommst mit gut 2 Wochen Neo ICT um die Ecke. Doch, sein Neugeborenes da über Nacht drin lassen müssen ist durchaus vergleichbar.

Keine Erwartungen haben ist ein guter Impuls
Ggf auch für meinen Satz. Danke.

Also, ganz ehrlich, bei mir dürften sie dann auch "danach" nicht mehr kommen.
ich schätze euch jetzt so ein, wie uns. Wir kommen immer alleine zurecht und brauchen eigentlich keine Hilfe von außen. ABER wenn wir dann mal fragen, dann weil wir wirklich Unterstützung benötigen. Unsere Familien (enger Kreis) wissen das zum Glück!
dann gibt es da aber noch zb meine Großeltern. Die möchten am liebsten Hilfe für alles, man möge doch bitte von allein sehen, wie bedürftig sie sind. Aber mal selbst was geben für andere?! never! Deswegen haben diese Menschen auch seit fast 15 Jahren keinen Platz mehr in meinem Leben. Das heißt, meinen Sohn kennen sie nicht und das ist auch gut so...

ob das nun für euch auch eine Option wäre, müsst ihr entscheiden. einfach ist das jedenfalls nicht, auch nach Jahren...

ansonsten könnt ihr für die OP + nachbetreuung ja mal versuchen, ob ihr von der kk Unterstützung bekommt. Vielleicht gibt es da ja passende Möglichkeiten für euch. Dass wenigstens Freunde und Chef euch den Rücken stärken, ist ja schon mal super.
ich persönlich bin ein ein sehr strukturierter Typ. Ich würde wohl Zeitpläne erstellen, die je nach genesungszustand angepasst werden können. Also zb. Marie kommt immer montags als "haushaltshilfe", Dienstag wechseln Peter und Doreen sich mit Kochen ab. Mittwoch ist Brettspieltag, für alle interessierten usw usf

naja, ihr schafft das! Auch ohne Familie!
alles Gute euch und dem Krümel!

Erst mal möchte ich euch viel Kraft in dieser schwierigen Situation wünschen!

Ich kann verstehen, dass du zutiefst enttäuscht bist. Aber ich möchte einen Punkt einwerfen, der mMn zu kurz kommt und das Verhalten der Großeltern zumindest etwas erklären könnte:
"die letzte war fürchterlich und hat uns bis aufs Zahnfleisch geritten..."
Manche Menschen haben aus verschiedenen Gründen nicht die Kraft, solche Situation durchzustehen - auch nicht als "Unbeteiligte".

Eine erdrückende Situation, leidendes Enkelkind, leidendes eigenes Kind, man ist selbst so hilflos... Ich kann teilweise verstehen, wenn man sich dem nicht aussetzen will oder kann.

Während ich schwere Depressionen hatte, hab ich zB auch liebe Menschen hängen lassen müssen. Ich konnte einfach nicht anders, jegliche vorhandene Energie habe ich benötigt um irgendwie zu funktionieren. Von den Depressionen weiß bis heute niemand, ich schäme mich schrecklich dafür und würde das nie zugeben. Es würde auch niemand bei mir vermuten, ich hab wirklich alles dafür getan, nach außen "normal " zu wirken. Zum Glück hat mir niemand nachgetragen, dass ich 1 Jahr lang quasi emotional nicht verfügbar war. Die meisten haben es wohl wohlwollend unter "Selbstfindungsphase" abgelegt.

Manche Menschen Schrecken auch vor Krankheit, Leid, Schmerz stark zurück. Da ist Flucht angesagt, ohne Rücksicht auf Verluste. Das ist wie eine Phobie, die gehen dem wenn irgendwie möglich aus dem Weg. Aus Selbstschutz.

Aufgrund meiner eigenen Erfahrungen verurteile ich Menschen nicht mehr wegen ihres Handelns, da man den Menschen nur vor den Kopf schauen kann. Du kennst die Hintergründe einfach nicht, um dir ein Urteil zu erlauben...

Ich wünsche deiner Familie alles erdenklich Gute für die Zukunft!

Danke für Deinen ehrlichen Einblick.
Wie hast du es geschafft das unterm Tisch zu halten? Wahnsinn!!!! Hoffe es geht dir heute gut und es hat Dich nicht in der Genesung gebremst.

Ich finde da einige Punkte wo ich sage da kann viel Wahres dran sein. „Ausnahmesituation für alle“
Gerade der Opa hat ein Problem damit dass sein Enkel gesundheitliche Probleme hat. Er verschweigt das auch seinem Umfeld.
Ich kann mich da reinversetzen und Verständnis entwickeln. Das Thema wird mir aber - wenn das wirklich das Hauptding ist - noch heftig um die Ohren fliegen wenn das Kind die Verleugnung vom Opa mal realisiert.

Es tut mir leid für euch. Alle 4 Großeltern haben so reagiert?

Ich kann deine Enttäuschung sehr verstehen. Meine Schwiegereltern sind genauso und ich wette mit Dir, sie würden genauso reagieren.

Mein Stiefvater ist krank und im Gegenteil zur 1. Geburt kann meine Mutter auf Grund dessen nicht zum helfen kommen. Was ich komplett verstehe und nicht übel nehme. Mein Mann steht kurz vor der Verbeamtung und darf sich nicht frei nehmen, höchstens 1-3 Tage. Hilfe mit dem 1. Kind wäre willkommen in der 1. Woche zu Hause nach KS. Ich werde aber nicht fragen, ich weiß schon, meine Schwiegermutter würde nur nein sagen, sie hat zu tun. Tja, was soll man da machen.

Manchmal muss man leider Gottes die Leute so akzeptieren wie sie sind, auch wenn man sich das anders gewünscht hätte. Sie sollen sich aber nicht wundern, wenn die Enkeln sie im Alter nie besuchen...wie denn auch, wenn eine Bindung aufbauen kaum von interesse war?? Ich sehe es auch in der Beziehung meines Mannes zu seiner Oma....ich sag’s nur, der Lebensabend meiner Oma verläuft deutlich anders, zum besseren.

Ich wäre auch maßlos enttäuscht.
Kinder hat man ein Leben lang. Niemals würde mir einfallen eines meiner Kinder im Stich zu lassen. Ganz ehrlich, wäre ich dein Mann, dann wäre es das für mich gewesen.

In schweren Zeiten kristallisiert sich leider schnell raus auf wen man sich verlassen kann und auf wen nicht. Ich würde mich schämen als Großeltern.

Ich kenne das leider selbst. Es ist schon lange her, schmerzt aber immer noch. Mein Großer lag als 10 Monate altes Baby auf der Intensivstation. Mein Mann und ich haben Magen Darm vom Feinsten bekommen und durften nicht zu ihm. Ich habe kotzend, weinend, flehend meine Schwiegermutter angebettelt, dass sie unseren Sohn kuschelt und auf ihn aufpasst (Hausfrau, hat nie gerarbeitet, hatte auch nichts tun). Sie war empört, sie wäre ja wohl kein Babysitter und wir hätten das Kind gewollt nicht sie.
Tja, ich habe versucht ihr zu verzeihen. Sie hat den Vorfall schon längst vergessen schätze ich. Für meinen Mann und mich ist das immer noch schrecklich, in solch einer Situation uns nicht zu helfen. Das Verhältnis ist sehr gut - aber diese Handlung werde ich wohl nie vergessen :-(

jesses...das tut mir total leid für eure Familie. So ein Verhalten würde ich auch nie vergessen

ich kriege gerade das dringende Bedürfnis mich bei meiner Mam zu Bedanken, die sich immer anbietet und immer für uns da sein will. Auch wenn sie mir mit wohlwollenden Ratschlägen manchmal auf die Nerven geht. 😅

Tu das! Solchen Menschen kann man nicht genug danken! :-)

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Ich kenne weder dich noch deine Eltern/Schwiegereltern, wenn aber BEIDE absagen würde es mir zu denken geben.

Vielleicht warst du nach der Geburt eures Kindes etwas abweisend zu allen? Wenn ich manche so lesen, da dürfen die Großeltern weder das Kind sofort sehen noch anfassen geschweige denn mal verwöhnen wie es Omas nun mal machen.Die Großeltern machen ja alles falsch und haben von nichts Ahnung!......Vielleicht warst du auch so und hast alle gekränkt so das Sie jetzt sagen seht zu wie ihr kommt.


Sollte alles nicht so sein, wie gesagt ich kenne weder dich noch deine Familie, finde ich es traurig aber ich würde die Sache abhaken und vergessen.Nutze die Kraft für euer Kind.
Was nützt die halbherzige Hilfe die dir am Ende noch mehr Stress machen.

Meine Elter haben sich nie um Ihre Enkel gekümmert, aber in der absoluten Not haben sie auch ohne das wir betteln mussten geholfen.

Alles Gute für euer Kind.#klee

Es ist nur eine Seite. Sorry. Das kam im Eingangspost nicht raus.

Ne, kann ich glaub wirklich ausschliessen. Sie waren mehrere Tage da. Ich konnte gerade so wieder laufen nach KS. Sie durften alles machen was ging. Stundenlang halten. Fotos. Wagen schieben. Wickeln wollten sie da schon nicht. Zum füttern musste halt einer von uns ran. Das ging zu dem Zeitpunkt beim allerbesten Willen noch nicht. Als es halbwegs ging haben wir die Flasche auch aus der Hand gegeben.
Berührungsängste hab ich nicht wahrgenommen. Aber Respekt vorm füttern. Man hat immer deutlich gesehen dass es ein Kampf für alle Beteiligten war. 🙈

Sei mir nicht böse wenn ich das so lese frage ich mich ob du nicht eher psychologische Hilfe brauchst um das zu verarbeiten. Wenn schon deine Eltern ein paar Tage 'fürs emotionale' kommen ...

Ich kenne die sowas nach solchen Phasen und rückblickend muss ich sagen war es ein Fehler es nicht aufzuarbeiten. Man will es in der Situation nicht hören aber es ist eine emotionale Erschöpfung/beginnende Depression was da passiert und da helfen Grosseltern die mal ein Essen warm machen nur die Symptome zu bekämpfen nicht die Ursache.

Alles liebe Euch!

Liebe TE,

zunächst möchte ich Dir sagen dass ich das Verhalten der Familie befremdlich finde.
Unsere Tochter musste ebenfalls mehrfach operiert werden, hat Pflegegrad und Schwerbehindertenausweis. Ich war immer wieder mit ihr im Krankenhaus. Derweil haben sich meine Schwiegereltern voller Liebe um unseren Sohn gekümmert, der da auch erst zwei Jahre alt war. Der ganze OP und Krankenhaus Marathon zog sich mit Pausen über ein Jahr.
Freunde haben ganz banal eingekauft oder Wäsche gewaschen. Oder mal Krankenhaus Taxi gefahren da ich auf der Intensivstation nie übernachten durfte.

Bei meiner Mutter sah das aber auch anders aus. Sie war ausschließlich damit beschäftigt dass IHR Enkelkind krank ist, sie nicht ins Krankenhaus darf usw. Und damit es jedem den es nichts angeht zu erzählen.
Dass wir als Eltern eine kranke Tochter haben war unwichtig. Gleiches Verhalten übrigens als mein Vater vor über zehn Jahren starb. Sie war Witwe. Aber dass drei Kinder ihren Vater verloren hatten war ebenso unwichtig.

Könnte es sein dass Deine Schwiegereltern auch mit der Situation nicht umgehen können? Das macht es natürlich nicht besser.
Aber diese Akzeptanz meinerseits hat es mir mit meiner Mutter leichter gemacht. Ich habe meine Kraft anderweitig benötigt und mich nicht versucht zu belasten.

Ich wünsche Euch viel Kraft für die nächste Operation.

Einen Spruch möchte ich Dir noch mitgeben,der mir Kraft gegeben hat.

Kinder mit Handicap suchen sich ihre Eltern aus, sie wählen solche die stark sind und über sich hinauswachsen.

Alles Liebe Euch

Danke für Deine Zeilen Oktobersuse.
Da ist viel drin.
Nicht damit umgehen können, ja, ich würde sogar sagen leugnen.

Den kenne ich. Ist mir auch sehr früh rund um die Diagnose begegnet.

Eine Nacht hat mich das ganze auf heute hin ja schon halb gekostet. Aber ich denke ich bin langsam da wo ich hin muss.
Selbst das bisschen was wir an Erwartungshaltung, wenigstens in der Extremsituation OP an die Schwiegereltern hatten war wohl noch zu viel. Sie können, ich glaube sogar wollen, das nicht leisten. Warum das so ist ist eigentlich gleichgültig, es ändert nichts an unserer Situation und wenn Ängste oder Probleme dahinter stehen sollten wir die nicht zu unseren machen. Sie sind intelligente fitte Leute, sie werden es für sich lösen wenn es ihnen wichtig ist.
Ich werde um gar nichts mehr fragen.
Hier wird aber auch nichts mehr unter Schmerzen möglich gemacht wie bisher. Sie dürfen hier gern mitlaufen. Aber es gibt kein Programm-Management mehr von uns. Keiner von uns wird mehr nachts oder am Sonntag arbeiten damit sie Mehr Exclusivzeit haben. Sie dürfen gern kommen wenn wir frei haben.
Kind, eher noch Kind und wir als Familie rücken in den Mittelpunkt. Wer will nimmt teil, wer nicht lässt es.
Das fühlt sich gut an. Das könnte es sein.
DANK Dir für den Impus.

"Ich fühl mich da gerade wie vor den Bus gelaufen. Ja. Es ist mein Kind und ich bin für es verantwortlich. Aber wenns hart kommt, da steht Familie doch zusammen oder?"

Nicht jeder kann damit umgehen.
Emotional kann das echt heftig sein. Auch/gerade für Großeltern

Als Eltern funktioniert man irgendwie. Man "muss" ja.
Als Großeltern kann die Hilflosigkeit, die Angst um das Enkelkind usw. sehr intensiv sein.


Sie haben gesagt, wie es ist.
Damit kannst du planen.

Ja, es tut erst mal weh, Organisation ist jetzt wichtig.

Hast du schon mal mit Ärzten gesprochen? Sozialberatung?
Jugendamt: Familienhilfe!

Nein, Familienhilfe ist nicht nur für Familien mit Gewalt oder Verwahrlosung! Sondern auch für Familien, in denen einen Elternteil schwer erkrankt ist oder wenn ein Kind der Familie schwer erkrankt ist.

Caritas, Diakonie, Profamilia.
Anlaufstellen für Adressen, was es bei euch in der Region gibt.
Adressen für Ehrenamtliche, die in schwierigen Zeiten kommen und helfen oder einfach da sind.

Je nachdem in welchem Bereich man Hilfe braucht, dass nach passender Hilfe gesucht wird.
Manche können besser zu hören, andere physisch unterstützen.

Eine Freundin würde lieber Verbände wechseln und dabei unterstützen. Sie kann Blut sehen und hat bei Verletzungen, OP-Nachversorgung keine Berührungsängste.
Was sie nicht kann, ist zu hören nach einer OP. Das wühlt sie emotional auf, es macht sie fertig.
Bei mir ist es umgekehrt. Ich kann kein Blut sehen, zuhören gerne.

In der Verwandtschaft helfe ich durchaus gerne, stelle aber fest, dass ich da manchmal mehr Berührungsängste habe als Fremden gegenüber. Manchmal ist es umgekehrt.

es ist gut und wichtig, um Hilfe bitten zu können.
Manchmal ist es aber besser, wenn jemand EHRLICH VORHER sagt, dass es nicht klappt, als wenn sie zusagen würden und dann müsstet ihr euch um sie auch noch kümmern, weil sie mit der Situation gar nicht klar kommen.


Ja, es gibt schön-Wetter-Beziehungen.
Diese habe ich nach meiner Krankheit aussortiert.

Und es gibt einfach ehrliche Menschen, die sagen, sie können selbst nicht mit der Situation umgehen!
Und bevor ich mich darauf verlasse oder sie mehr Mist bauen, als wirklich helfen, ist ein kommunizierter Rückzug sinnvoller, als das dann alle leiden, weil man es krampfhaft versucht (der Erwartung wegen; Familienerwartung und/oder eigener Erwartung).

Je nachdem, wo die jeweiligen Belastungsgrenzen sind, kann fremde Hilfe von außen, mehr Ruhe reinbringen, als krampfhaft innerfamiliär.
Manchmal ist es auch umgekehrt.


Dass ihr als Eltern fit bleibt, ist gut und wichtig.
Daher würde ich dir zu Beratungstellen raten. Adressen, die es bei euch in der Umgebung gibt, um Hilfe zu bekommen, die ihr braucht.

Ich möchte euch einen anderen Blickwinkel geben!

Ich kann verstehen das ihr verärgert seit! Das ihr da keine Unterstützung kriegt.

Aber!

Ich habe eine Ausbildung zur Altenpflegerin gemacht. Und mich bewusst gegen Kinderpflege entschieden. Ich kann Kinder nicht leiden sehen. Das nimmt mich emotional zu sehr mit! Und bei einem Familienmitglied leidet man noch mehr.

Vielleicht können sie es einfach nicht! Und wollen sich deswegen in der kompletten Situation rausziehen.