Aberglaube, einer kommt, einer geht.

Hallo!

Glaubst ihr an das Ammenmärchen „Einer kommt, einer geht.“? Also im Sinne von, jemand wird geboren und dafür geht jemand anderes?

Wir haben 2 Kinder. Jedes Mal nachdem eines unserer Kinder geboren wurde, ist nur wenige Monate später jemand aus der Familie meines Mannes gestorben. Wir sind derzeit am 3. Kind. Mein Schwiegervater hat Krebs und liegt permanent im Krankenhaus. Mal geht es ihm gut, mal wieder schlechter. Nun habe ich die Befürchtung, dass der Fall wieder eintrifft, falls wir ein weiteres Kind bekommen sollten. Irgendwie gruselig. Ich erwische mich sogar schon beim Gedanken vielleicht die Kinderplanung deswegen abzuschließen. Total bescheuert oder?

>>>Total bescheuert oder?<<<

Ja, irgendwie schon.

Sollte dein Schwiegervater sterben, hat der Krebs ihn besiegt, vollkommen ohne Zusammenhang mit einer erneuten Schwangerschaft/Geburt innerhalb eurer Familie.

>>>„Einer kommt, einer geht.“<<<

Wenn das stimmen würde, wäre die Weltbevölkerung zahlenmäßig immer gleich geblieben :-).

Hallo,

Kenne ich zu gut. 2012 ist 2 Monate nach der Geburt unseres Sohnes der Opa meines Mannes gestorben, letztes Jahr 2 Tage nach der Geburt unserer Tochter ist sein anderer Opa gestorben. 😢

LG und alles Gute für euch!

Hallo,

Menschen werden geboren und Menschen sterben-das ist der Lauf des Lebens.
Manchmal fallen beide Ereignisse in einer Familie sehr nah aufeinander. Bei euch sogar häufig, das tut mir Leid.
Würde man jedoch eine Erhebung über alle Familien machen in denen im vergangenen Jahr ein Kind geboren wurde, würde man wohl keinen Zusammenhang finden.

Es wäre sehr schade wenn die Angst vor weiteren Todesfällen euch daran hindern sollte weitere Kinder zu bekommen.
Denn was gibt es denn Tröstlicheres für Trauernde als ein Baby, das Hoffnung für die Zukunft gibt und zeigt dass das Leben weiter geht.

Alles Gite für euch!

Ist natürlich Humbug, aber ich erwische mich auch bei solchen Gedanken. 2 Tage nachdem die Schwester meiner Oma gestorben ist, hat deren Enkelin erfahren, dass sie schwanger ist. Jetzt ist meine Oma gestorben und ich bin auch in der Kinderplanung, hab aber bisher nicht positiv getestet 🙈
Sowas sind immer selbsterfüllende Prophezeiungen, ich könnte jetzt sagen "aber ich hab meinen Hund bekommen, das ist auch ein neues Familienmitglied"
Man findet immer was wenn man will 😅
Ist vielleicht ganz witzig darüber nachzudenken aber die Familienplanung deswegen abzuschließen ist echt unnötig :)

Zum Einen hast Du das Ammenmärchen falsch gespeichert. Es beschreibt ja, dass vor der Geburt jemand sterben würde, der dann ggf. Als Schutzengel dann das Baby begleitet.
Zum anderen: wenn es stimmen würde, wäre das Bevölkerungsproblem gelöst, die Zahl der Menschen würde konstant bleiben. Das ist aber ganz offensichtlich nicht der Fall.

Es ist wirklich schlimm, wenn jemand schwer krank ist, es ist schlimm, wenn der Krebs wieder jemanden erwischt.

Aber der Krankheit ist es völlig Hupe, ob Du noch zwei mal Drillinge bekommst oder lieber präventiv ins Kloster eintrittst.

Deinem Schwiegervater wünsche ich viele gute und wenig böse Tage.

Dir wünsche ich, dass Du Dich von solchen Ammenmärchen befreien kannst.

Hi,

Als unser Großer auf die Welt kam ist kurz davor die Großtante gestorben, bei der Kleinen ist niemand verstorben.

Ab einem gewissen Alter ist es leider normal, dass öfter jemand verstirbt, zudem dauert eine Schwangerschaft 10 Monate, das ist ein langer Zeitraum.

Hallo,

ich halte davon rein gar nichts. Es ist völlig normal und der Lauf der Natur, dass Menschen aus irgendwelchen Gründen sterben und neue dazu kommen. Die Todesfälle in eurer Familie hatten bestimmt Gründe. Entweder Alter oder Krankheit. Dein Schwiegervater hat Krebs. Den hätte er auch bekommen, wenn du nicht schwanger gewesen wärst.

LG

Ich glaube ich hätte mehr Kinder bekommen müssen nach der Logik.

Dein Vater hat Krebs. Es ist eine Krankheit. Es gibt ein Sterberisiko. Weder du, noch er, noch deine Kinder wären daran Schuld, wenn er daran sterben müsste. Es ist einfach eine scheiß Krankheit und ich drücke euch die Daumen, dass er es schafft.

Was ich aus meiner Krebs-Zeit mitgenommen habe. Nicht die schönen Dinge oder die, die man machen wollte, aufschieben. Das Leben ergreifen und es leben und Freude und Liebe und Spaß fühlen und die Zeit nutzen, die man hat. Ob krank oder gesund. Niemand weiß wie lange seine Zeit dauert und jede Zeit ist ein Geschenk. Ich bin mir sicher, dein Vater würde sich sehr freuen die Geburt dieses Enkels zu erleben.

Weißt Du wenn so eine Krankheit schon ein Leben erschwert - oder was niemand hofft - fordert, dann muss sie nicht noch mehr Leben und Lebenskraft drum herum zerstören nur durch die Furcht davor. Dass ist eher ein "kranker" Gedanke als ein "gesünder" und gesunde Gedanken tun jetzt allen von euch besonders gut. :)

Kam in meiner Familie bis jetzt 2x vor.
Aber in umgekehrter Form. Einer ging, einer kam. Die Geburten lagen sehr nah am 1.Todestag der Verstorbenen.

War wohl einfach Zufall. Den in einem Fall hätte ich es in der Hand gehabt und hätte die Babyplanung nur verschieben müssen.

Ja das ist bescheuert, weil es einfach nicht automatisch immer zutrifft. Gut, ein paar Tage nach der Geburt meiner Enkelin starb ihr Uropa, aber er war sehr alt und schon lange krank. Das ist einfach in vielen Familien so. Als der Vater meines Schwiegersohns starb und ein paar Jahre später mein Mann, wurde bei uns kein Baby geboren.
Im Freundeskreis starb nirgendwo jemand, als die Kinder geboren wurden, obwohl es auch Kranke gab, also - leg los :-D
Und jetzt was ganz Nüchternes: Ich meine ja, es steht fest, wann wir gehen müssen. Die Geburt eines Kindes beschleunigt da ganz sicher nichts.
LG Moni

Absolut bescheut, es sterben immer Menschen, auch wenn keine neuen kommen.

Wenn Dein Schwiegervater stirbt, würde er es auch tun, wenn Du nicht schwanger wärst oder meinst Du er hätte dann das ewige Leben?

Hallo,

es ist bescheuert, ja, aber bei uns war es leider auch so.

Kurz vor der Geburt unseres 1. Kindes ist meine Tante gestorben.

Wo ich mit unserem 2. Kind schwanger war, war auch die Partnerin meines Bruders schwanger. Es sind sehr kurz hintereinander beide Geschwister meines Vatis verstorben und in der Familie meiner Schwägerin beide Großeltern kurz hintereinander.

LG

Es ist schlichtweg wahr...und eigentlich doch noch ein ganzen Ticken extremer.
Ein Blick in die Statistik Deutschlands verrät, das das Verhältnis zu Zeiten meiner Geburt ungefähr 1:1 war - also einer kommt, einer geht. Die letzten 20 Jahre war es das längst nicht mehr. Letztes Jahr sind exakt 167.351 Menschen mehr gestorben als geboren wurden - und das bei nur insgesamt 787.523 Geburten.

Naja... es stirbt immer irgendwo irgendjemand und irgendwo wird jeman dgeboren.

Ich kenen den Spruch, dass wenn man baut, dass einer kommt un deiner geht.... ich denke, dass es auch daran lag, dass ja eine Bauzeit etwas länger ist udn eien Schwanegrschaft auch etwas länger dauert, so dass es bei fasst jedem irgendwie sowas passieren kann.

Wann dein SV stirbt liegt sicher nicht in eurer Hand und auch nicht an eurer Kinderplanung.

Ja - ich kenne den Spruch.
Aber deswegen die Familienplanung zu ändern - das ist Schwachsinn - da hast du recht.
Dein Schwiegervater wird, wenn seine Lebenskraft zu Ende ist, so oder so gehen. Egal ob ihr nun ein drittes Kind bekommt oder nicht....

Als unser erster Sohn geboren wurde, ist mein Schwiegervater 3 Monate zuvor verstorben. Der Arzt, der damals den Totenschein ausstellte, sagte dann zu meiner SChwiegermutter genau diesen Spruch. Damals hab ich mich ehrlich gesagt SEHR darüber geärgert - das hatte so den Hauch einer "Schuld"... als ob er nicht gestorben wäre, wenn bei mir nicht "was im Kommen" gewesen wäre.

Als unser zweites Kind geboren wurde, starb ein Jahr später mein Opa - ob man das zeitlich noch "zusammennehmen" kann....#schein#gruebel

Es ist einfach so, in einer weit verzweigten Familie, v. a. wo es ältere Angehörige gibt, gehört das Sterben halt auch dazu - genauso wie der Nachwuchs.

LG

in unserer Familie wird es eher als Hoffnung angesehen.

Gestorben wird sowieso.... aber wenn einer nachkommt, hat das was Tröstliches

Bei mir sind während der Schwangerschaft die Eltern verstorben. Das wären sie auf Grund von Pflegefällen sowieso früher oder später. Eher früher.

Mein Kind findet es schade, dass sie nicht mehr erleben konnte. Viele fanden es sehr schön, tröstlich und vor allem die Großeltern freuten sich, dass sie es wenigstens noch erfahren durften....
Gestorben wären sie so oder so. Das wussten sie auch und befassten sich damit. So war es für sie selbst noch mal friedvoller und hatte was von "beruhigt gehen können".

Müssen sowieso, aber eben beruhigter.... einer von beiden brachte selbst den Spruch und schien erleichtert......

Ja und nein.

Ich habe KEINE Angst davor. Wenn es so ist, dann ist es so.
Meinen Kinderwunsch würde ich davon NICHT abhängig machen!


Von der Wahrscheinlichkeit her, gibt es in einem Familienzweig jedoch Parallelen.
Nicht gerade zur Geburt, aber zu Geburtstagen von engen Verwandten

Opa/Enkel, Pate/Patenkind, Partner/Partnerin.


Bei manchen ist es relativ einfach zu erklären:
Person schon länger krank, wäre eigentlich längst bereit zu gehen.... dann möchte der/diejenige aber noch die Schwangerschaft erleben, erfahren, ob das Kind gesund geboren wird, Junge Mädchen.....
die dann loslassen können

oder wenn ein Enkelkind noch ersehnt wird und dann bei Erfahren der Schwangerschaft ein "loslassen" stattfindet.

Für manche scheint es eine befreiende Wirkung zu haben, wenn sie spüren, erahnen, erfahren, dass da Zukunft zu Leben erwacht und selbst dann loslassen...



Tragischer / unerklärlicher sind eher die Todesfälle, die "wie aus dem Nichts" zu kommen scheinen. Keine Krankheit, kein wirklich hohes Alter, nichts bekanntes, kein Unfall wegen Glatteis oder getrunken auf der Feier....

sondern wo es dann so ist wie es ist.

Geburtstag des Partners/der Partnerin , Großelternteil Enkelkind sind so die häufigsten
und auch tragischsten, weil am intensivsten in Erinnerung.

In einem Familienzweig häufiger; im anderen auch aber sowohl als auch.


Natürlich könnte man sagen: viele Verwandte = viele Geburtstage = hohe Wahrscheinlichkeit .....
aber wenn, dann ist es nicht irgendein entfernter Cousin 2. Grades, den man nur aus Briefen der Großeltern kennt..... sondern wirklich engere Verwandtschafts und Bezugsperson.

Auch wenn Jahre dazwischen liegen. Aber just den Geburtstag zu treffen, ist schon eine Wahrscheinlichkeit von 1 zu 364 (3 zu 362)

Ja auf der einen Seite bescheuert, auf der anderen kann ich das sehr gut nachvollziehen.
Bei uns gab es seit fast 30 Jahren keinen Nachwuchs mehr ohne dass kurz vorher oder kurz danach ein Familienmitglied verstarb, nicht ausschließlich alte und erkrankte. Von daher versehe ich deine Gedanken und habe auch schon Bammel, wenn wir ein weiteres Kind erwarten dürfen.
Alles Liebe Euch

Ist meiner Meinung nach Schwachsinn, jedoch glaubt meine Schwiegermutter das auch.
1 Tag nachdem wir positiv testen durften ist ihr Vater gestorben ( es war seit längerem klar, dass der nicht mehr lange hat) und sie hat mich in den Arm genommen und gesagt "Einer kommt, einer geht. Mein Papa hat euch dieses kleine Wesen geschenkt und lebt in ihm weiter"
Da sie grade ihren Vater verloren hatte, habe ich ihr natürlich zugestimmt aber geglaubt habe ich das trotzdem nicht. Dann wäre ich schon schwanger geworden, als der Vater meines Mannes starb🤪

Natürlich ist es traurig, wenn sowas so dicht zusammen hängt. Jedoch würde ich deshalb nicht auf ein weiteres Kind verzichten oder es aufschieben.

Ich wünsche euch alles gute

Ich hatte irgendwo mal gelesen dass das evolutionär (?) ist bzw. habe ich mich mal damit beschäftigt, als einer unserer besten Freunde gestorben ist, der mit zur Familie gehörte. Kurz danach war mein Kinderwunsch nämlich sehr sehr stark, obwohl ich eigentlich noch lange in Trauer war. Das kam mir nicht normal vor. Da hatte ich gelesen, dass z. B. nach einem größeren Sterben im Dorf (Krankheiten, Tsunamie etc) das Gleichgewicht wieder hergestellt werden soll und daraufhin mehr Babys geboren werden. Daher kommt das Sprichwort vielleicht? Also eher anders rum. „Einer geht, einer kommt.“
Das neue Kind nimmt dann zwar nicht den Platz des Verstorbenen ein, aber füllt wieder die Leere im Herzen. So war es bei mir.
💓