Schwiegereltern...Reden ist Silber, Schweigen ist gold. Aber wie?

Guten Abend,

inspiriert von einem anderen Posting, in dem geraten wurde, der Schwiegermutter nicht immer alles zu erzählen, habe ich nun auch mal eine Frage an euch.

Seit unsere Tochter auf der Welt ist, fragt meine Schwiegermutter immer wieder nach Details aus unserem Alltag. Im Grunde auch nachvollziehbar, sie interessiert sich eben für ihre Enkeltochter.

Nun ist es aber oft so, dass sie wirklich seeehr detailiert nachfragt und dann anfängt "Lösungsvorschläge" zu machen, obwohl ich weder ein Problem habe, noch etwas ändern möchte.

Beispiel:
Sie fragt nicht einfach: "Und, wie sind die Nächte so?", sondern: "Von wann bis wann GENAU schläft die Kleine denn jetzt und wie oft wird sie wach? Will sie dann auch trinken, wenn sie wach wird? Schläft sie denn jetzt in ihrem eigenen Bettchen in ihrem Zimmer?" etc. pp.

Lange Zeit habe ich einfach wahrheitsgetreu geantwortet:
"Sie schläft meist von x bis y Uhr, wird aber noch x Mal wach um zu trinken und schläft dann gleich weiter. In ihrem Zimmer möchte ich sie noch nicht allein schlafen lassen. Sie schläft im Beistellbett direkt neben mir."

Dann geht es los: "Vielleicht ist sie ja nicht richtig satt. Gib ihr doch mal dies oder jenes zu essen... Meine Kinder haben alle durchgeschlafen, in ihrem eigenen Bett! usw."

Es nervt einfach, immer wieder ausgefragt zu werden und im Anschluss gesagt zu bekommen, was ich ändern soll. (Es geht nicht nur ums Schlafen, sondern auch um alle anderen Themen rund ums Baby.)

Irgendwann bin ich dann dazu übergegangen, auf ihre besonders detaillierten Fragen nur noch vage oder ausweichend zu antworten. z.B. beim Thema Schlafen:
"Es hat sich nicht viel geändert." oder "Das ist von Nacht zu Nacht unterschiedlich."

Jedes Mal, wenn ein Treffen bevor steht, überlege ich mir schon, wie ich ihren Fragen denn diesmal möglichst elegant ausweichen kann, da ich keine Diskussionen über das Schlaf-, Still- oder Essverhalten unseres Babys lostreten möchte.

Besonders unangenehm ist es mir, wenn sie mich mal wieder fragt, ob ich denn noch stille und wie oft und wie lange wir das noch machen usw.
Ehrlich gesagt, ist mir das einfach zu intim und ich möchte nicht alles erzählen und erklären müssen.

Ich frage sie doch auch nicht, um wieviel Uhr sie abends ins Bett geht, ob sie durchschläft oder nachts öfters raus muss, und falls ja, wie oft.
Klar, kann sie mir sowas von sich aus gerne erzählen, aber ich würde nicht auf die Idee kommen, sie auszufragen und ihr anschließend Beckenbodentrainig zu empfehlen, damit sie nachts durchschlafen kann.
Versteht ihr was ich meine?

Hinzu kommt, dass sie bei der ganzen Sache einen Hintergedanken hat:

Die Schwiegereltern möchten unbedingt, dass unser Baby bei ihnen übernachtet...
Das wurde, besonders in den ersten Lebenswochen, schon sehr oft thematisiert, aber gerne über unsere Tochter und nicht direkt an uns Eltern:
"Ganz bald wirst du bei Oma und Opa übernachten dürfen, ganz oft!"
(Das wird auch sicherlich irgendwann mal der Fall sein, aber erst dann, wenn wir uns alle gut damit fühlen und die Kleine älter ist. Zudem schätze ich es, direkt angesprochen zu werden, und nicht indirekt über mein Kind.)

Auf jeden Fall, ist mir vor diesem Hintergrund auch klar, wieso sie immer ganz ganz genau wissen wollen, ob das Kind nun endlich im eigenen Bett durchschläft und wie lange noch gestillt wird.

Wie würdet ihr reagieren, wenn Schwiegermama mal wieder anfängt euch auszufragen?
Erzählen? Ausweichen? Oder gar ehrlich sein, dass man darüber nicht haarklein sprechen möchte?

Danke schon mal und Viele Grüße

Ich würde mich riesig freuen, so interessierte Großeltern zu haben. Meine Schwiegermutter war geradezu unfreundlich und abweisend, als ich erzählt habe, es wird ein Mädchen. Sie tuen so, als ob es unseres 10 Kind wäre und wir von Staat leben würden. Dabei ist das 2. Kind und wir haben guten Jobs.

Ich wusste, sie haben eine 1 Kind Mentalität, aber so eine offensichtliche Ohrfeige ins Gesicht sozusagen hätte ich nie erwartet. Für mich sind sie untendurch. Nie wieder rufe ich an und erzähle ich irgendwas. Man muss dazu sagen, bereits beim 1. Kind ging es Ihnen eher um den aforos, die sie im Büro ausstellen können und die Erfolge des Kindes, mit denen sie angeben können. Einmal würde mir sogar über mein Mann gesagt, ich solle nicht so viele Fotos schicken von Enkel. Es wäre nervig. Nein, ich habe keine 10 Fotos täglich geschickt.

Jetzt ist Schluss damit, wenn sie was von den Enkeln wissen wollen, sollen sie ihren Sohn fragen oder selber Initiative ergreifen. Ich bewege kein Finger mehr.

So, wie du siehst, es gibt auch das andere extrem. Ich kann verstehen, dass es dir zu nah geht. Aber es ist schön, dass sie sich freuen und Interesse zeigen. Du musst ja nicht mit Details antworten, wenn du nicht willst. Ich glaube, sie wollen nur ein Teil des Lebens des Enkels sein und es ist nun so, dass es über dich läuft. Versuch dich in deren Schuhen zu versetzen. Wie würdest du dich fühlen als Oma?

Herzlichen Dank, für eure zahlreichen Antworten!😊
Ich denke, ich werde weiterhin neutral antworten, wenn sie zu sehr ins Detail geht...da kamen von euch teilweise auch sehr gute Vorschläge.#danke

Generell möchte ich an dieser Stelle betonen, dass es nicht darum geht, dass die Großeltern Interesse am Kind zeigen. Denn das ist doch sehr schön!

Es geht darum, dass mir bei jedem Gespräch über das Baby ein Problem diagnostiziert wird, dem dann Lösungsvorschläge folgen.

Wir haben aber kein Problem mit unserem Kind!

Ich finde es weder problematisch, dass unser Bsby nicht alleine im Kinderzimmer durchschläft, noch, dass ich stille. Ich empfinde das nicht als Belastung und frage deshalb auch nicht nach guten Ratschlägen oder jammere über kurze Nächte.
Da kann man es doch irgendwann auch mal gut sein lassen, oder?

In meiner Familie gibt es auch das Gegenteil:
Mein Vater interessiert sich nicht wirklich für seine Enkeltochter und hat sie bisher nur 2x gesehen. Auch die Einladung zu meinem Geburtstag hat er ausgeschlagen, weil seine Lebensgefährtin an dem Tag arbeiten musste und er wollte nicht alleine kommen.🤷‍♀️
Irgenwie traurig, ja. Doch es ist seine Entscheidung, wie eng er mit seiner Enkeltochter Kontakt haben möchte und das akzeptiere ich.
Damit kann ich viel besser umgehen, als wenn von den Großeltern (direkt im Wochenbett) eine ganze Ladung Erwartungshaltungen über einem ausgekippt wird. (Thema: Baby allein über Nacht haben wollen, über jeden Babypups haarklein informiert werden wollen etc.)

Irgendjemand hat hier gefragt, ob diese Ausfragerei mich bei meiner eigenen Mutter auch stören würde: Aber sicher.

Meine Mutter fragt aber immer nur ganz allgemein nach, z.B. wie wir die letzte Nacht geschlafen haben und überlässt es mir, ob ich nur antworte: "Danke, ganz gut.", oder ob ich ihr einen genauen Ereignisbericht mit Diashow und musikalischer Untermalung ablege.

Bei meiner Schwiegermutter geht das nicht. Sie bohrt dann nach. Immer und immer wieder.

Mein Mann sagt immer, ich solle sie einfach reden lassen...

Um das Übernachtungsthema geht es momentan eigentlich nicht mehr primär. Das war ein Thema, das mich eher in den ersten Wochen nach der Geburt sehr belastet hatte.
Mittlerweile weiß ich, dass wir nicht verpflichtet sind, unser Baby über Nacht abzugeben, nur um die Verwandtschaft zu befriedigen. Das hat mir den Druck genommen.

Sie sehen ihre Enkelin häufig und regelmäßig. Es gab sogar schon einen gemeinsamen Kurzurlaub. Ich finde, das ist doch schon mal was.

Liebe Grüße und danke euch!🌸

Oh entschuldige... ich wollte nicht dir, sondern mir selbst antworten. Die Antwort geht an alle, die geschrieben haben.😊

Ich verstehe, dass dich das stört. Da helfen wirkluch nur klare Worte.
Mir ging es am Anfang mit meinen Eltern so. Nachdem ich jedes Mal höflich meine Meinung vertreten habe, ist jetzt alles gut.

Sprich also mit ihr und sei ehrlich. Damit ersparst du dir viele Nerven. Sollte es dansch wirklich nicht besser werden, was ich erstmal nicht hoffe, dann würde ich ebenfalls den Fragen komplett ausweichen und immer sagen, dass alles ist wie immer.

Hallo,

wie steht dein Mann zu Dir ? Ist Deine S hwiegermutter kritikfähig ?

Weisst du, ich denke schon, dass auch ein nicht gestilltes Baby glücklich bei den Großeltern übernachten darf und ich denke schon, dass es normal ist, wenn Großeltern ihre Sehnsucht kaum unterdrücken können, dass sie sich freuen. Du machst mit dem Stillen das Kind von Dir abhängig und das ist ja von der Natur so gewollt, dennoch gibt es enge Beziehungen und es ist normal, dass Großeltern auch so früh wie möglich ein Kind bei sich alleine haben wollen.

Dennoch muss man sich nicht alles gefallen lassen. Diese Phase ist oft mit einer Grenzensetzung verbunden. Ich finde es sehr normal, dass man als Großelternteil alles rund ums Enkel wissen will, dann fragt man dennoch innerlich nach Grund..

Ja, ist dem so, damit man anschließend Ratschläge erteilen kann, das würde jeden nerven. Dann kommt es darauf an, ob du oder dein Mann es ansprechen können!
Wir hatten eine Beziehung, bei der es um Macht ging. Das war dann so gefährlich, dass wir diese nach sehr langer Zeit abbrechen mussten und es hat noch recht lange gedauert, bis meine Angst verschwunden ist.#zitter

Normale Schwiegereltern wollen doch aber nur eins - das Kind aber sich mal alleine haben und dies sehe ich als legitim an!

#winke

LG

Du schreibst dass es bei der Beziehung zu euren Grosseltern um Macht ging.
Hast du da 2-3 Beispiele, wie das ausgesehen hat. Wirklich rein Interessehalber gefragt. Ich habe nämlich bei uns langsam ein ähnliches Gefühl...

Nun ja. Wenn man bereits VOR der Geburt sagt, dass man das zukünftige Kind an sich nehmen wird, wenn WIR nicht alles gut genug machen werden, ist man ja vorgewarnt. Dies geschah in einer Ansprache an eigenen Sohn ! Es wurde dann angeblich ein paar Wochen spöter wiederholt.

In diesem Geist trug sich die Beziehung, Da wurden keine Grenzen akzeptiert : mal angenommen, man wäre alleine in der Wohnung, dann wäre diese im S hlafzimmer der Kindeseltern aufgeräumt. Dabei kann man dann zusätzlich Unterlagen sichten.

Sämtliche Infos, die man bekommt, kann man dann bei der Kindergartenleiterin gegen uns nutzen, wenn man sie ja m,zufällig“ sieht.

Dies ist für eine normale Beziehung eher untypisch, so etwas haben WIR aber erlebt. Menschen, die sich alleine zu Feiern einladen etc.

Ich habe immer noch Angst, wnen ich darüber schreibe und dabei weiß ich, dass es inzwischen eine absolut irreale Angst ist.

Deswwgen kann ich bei der TE nschvollziehen, wenn Menschen Infos wollen nicht zum wohlwollendem Zweck.

#winke

Hallo,

Ratschläge sind auch Schläge.... die Nerven einfach irgendwann und tun manchmal vielleicht auch weh.

Was sagt dein Mann denn dazu?

Vielleicht könnt ihr mit ihr reden und ihr einmal sagen, dass ihr keine Lösungen für nicht vorhandene Probleme benötigt und dass euer Baby gern bei den Großeltern übernachten darf, sobald ihr euch bereit fühlt bzw ihr es auch eurem Baby zutrauen mögt.

Es ist alles allein eure Entscheidung.

Dennoch würde ich ihr im Gespräch auch Wertschätzung entgegenbringen.
Es ist schön, dass sie interessiert ist und sich engagieren möchte, jedoch hat sich eben in den letzten 30 Jahren auch viel verändert etc.

LG

Ich würde ein Gespräch, von welchem ich weiß, wie es verläuft etc., von vornherein abwürgen und meinem Gegenüber auch sagen, warum. Das dürfte selbst der begriffsstutzigste Mensch verstehen.

Ich denke, du musst Tacheles sprechen. Mein Kind hat mit 3,5 das erste mal bei meinen Eltern geschlafen. Vorher wollte es nicht (trotz großer Oma und Opa liebe). Es war lange ein schlechter Schläfer, schläft bis heute weder alleine ein noch alleine. man weiß es einfach vorher nicht. Mir ist auch nicht klar, warum manche Großeltern so scharf auf dieses übernachten sind.kontakt ja, auch alleine kontakt, klar, aber was ist an übernachten so toll? Ich würde ganz klar sagen- übernachten erst, wenn ihr/das Kind es wollt. Sag ihr, dass die who stillen in den ersten beiden Lebensjahren empfiehlt und du solange stillen wirst, wie du und das Kind sich damit wohl fühlen, du keine Rückfragen möchtest, sie es erfahren wird, wenn du abgestillt hast.

Ich würde sagen "danke, für dein Interesse, aber ich mache das was ich für richtig halte".
Das sollte erstmal reichen😅

Wäre mir auch etwas "too much" muss ich sagen. Ich würde auch ausweichend antworten "mal so, mal so" oder "das ist immer anders" oder mal sehen" und dann direkt einen Haken schlagen zu einem völlig anderen Thema "mal so, mal so, aber sag mal, was habt ihr eigentlich am Wochenendw vor?" oder "das sehen wir dann. Gerda, schmeckt dir der Kuchen? Also ich liebe ja Kirschen...blabla"
Wenn es dir zu persönlich wird, kannst du ruhig abwiegeln, finde ich. Ich mag so ein Gebohre und Gestochere auch nicht.
Lass dich nicht in die Ecke drängen :-).

Grundsätzlich ist es sehr schön, wenn die Oma Interesse an ihrem Enkelkind hat und sicherlich meint sie das mit den ganzen "Tipps" nur gut und nicht böse. Andererseits kann ich schon irgendwo verstehen, dass es dir mittlerweile zu viel wird bzw. etwas auf den Geist geht.

Deshalb würde ich in Zukunft einfach klipp und klar (und freundlich) zu deiner Schwiegermutter (falls sie wieder damit anfängt) sagen: "Danke für deinen Ratschlag. Aber ich weiß schon selber, wie ich das richtig machen muss bzw. kann selber abschätzen, warum dies so oder so ist."

Vielleicht nimmt ihr das dann ja den Wind etwas aus den Segeln und sie hört auf damit.

Liebe Grüße
Mommy92

Sollte wohl an die TE gehen ;-).

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Ich würde wohl ausweichen:
"Alles bestens"
"Dem Alter entsprechend"
"Wie das bei Babys nunmal so ist"

Und wenn das nicht ausreicht:
"Hör zu, ich mag nicht mehr verhört werden"
"Ich frage dich doch auch nicht, wann du ins Bett gehst, wie oft du durchschläfst oder wie oft dein Mann schnarcht".

Das wird auch sicherlich irgendwann mal der Fall sein, aber erst dann, wenn wir uns alle gut damit fühlen und die Kleine älter ist. Zudem schätze ich es, direkt angesprochen zu werden, und nicht indirekt über mein Kind.

Vielleicht warteten sie an dem Punkt auf eine Antwort und so wie du hier wirkst kann ich mir gut vorstellen das sie sich garnicht fragen trauen.
Wen du im Alltag auch so wirkst ,wundert es mich nicht.
Vielleicht will sie einfach nur Konversation betreiben und ist wirklich an ihrem Enkelkind interessiert.

Dein Post wirkt etwas unangenehm distanziert und so wirkst du vielleicht auch auf Deine SE.
Warum nicht offen und freundlich kurz und klar deine Wünsche äußern?
Freue dich über so Großeltern immerhin scheinen sie einen Mann erzogen zu haben den du liebst.
Wo keine Probleme sind kann man auch welche suchen..

Hallo,

von mir ist der Post unter dir und ich kann dich sehr gut verstehen.
Meine Schwiegermutter ist auch so richtig neugierig und gibt sich mit einer einfachen Antwort nicht zufrieden.
Alles muss sie bis ins kleinste Detail wissen,fragt noch paar mal nach und gibt dann ständig ungefragt ihre Tipps ab.
Läuft es nicht so,wie sie es für richtig hält zb.isst der Kleine ihren Meinung nach nicht ordentlich genug,dann steht sie die ganze Zeit daneben und kommentiert das.
Sie stellt sich beim wickeln daneben und kommentiert was ich ihren Meinung nach falsch mache usw...wirklich nervig.

Sie hat sogar schon ihre Raucherfinger in den Mund unseres Kindes gesteckt weil sie nach den Zähnchen gucken wollte.
Da hat mein Mann ihr aber paar Takte erzählt und zumindest das unterlässt sie inzwischen.

Letztendlich werde ich nun wirklich nicht mehr auf diese Ausfeagerei eingehen und ihr das beim nächsten mal auch so direkt sagen.
Wird ihr wahrscheinlich nicht schmecken aber ich rege mich sonst nur unnötig auf,vielleicht versteht die Schwiegermutter das dann endlich mal.

Liebe Grüße

Hallo :)
Ich versteh dich super gut.
Meine Schwiegereltern wollen sich sogar einen größeren Camper kaufen, damit die kleine mit urlauben kann. Ohne das da jemals drüber gesprochen wurde, betonen sie immer wieder, dass die kleine da auch genug Platz hätte etc 🙄
Ich sag dazu gar nichts mehr. Sie werden schon sehen, wann wir die kleine mal alleine da lassen. Unsere ist 4 Monate wird auch voll gestillt, schläft nicht durch und mit bei uns im Bett. Ich fühle mich auch noch nicht wohl, sie von jemand anderen behüten zu lassen und sehe es nicht ein zu trainieren nur deswegen.
Erst wenn die kleinen und wir als Eltern dazu bereit sind, ist es in Ordnung. Früher war es einfach anders.
Meine Mutter hat mir vor ein paar Tagen auch indirekt vorgeworfen, dass sie sie zu wenig sehen und wir Geschwister in dem Alter schon so oft bei Oma und Opa waren. 🤷‍♀️ Dazu kommt aber dass wir früher alle in der Gegend gewohnt haben und jetzt ist das nicht mehr so.
Versuche es einfach höflich wegzulächeln, denk dir deinen Teil und sie werden schon sehen.
„Vorfreude ist die schönste Freude“

Hallo.

"Die Schwiegereltern möchten unbedingt, dass unser Baby bei ihnen übernachtet..."


Kurz und knapp: DAS ist doch dein eigentliches Problem, oder? ;-)

Es ist dein gutes Recht, ihr klipp und klar zu sagen, dass eine Übernachtung des Kindes bei ihnen noch einige Zeit gar nicht zur Debatte steht.
Sage ihr das klar - aber freundlich.

Bedenke dabei aber euch, dass du irgendwann vielleicht mal froh drüber wärst, wenn die Kleine anstandslos und gerne bei den Großeltern übernachten möchte. Auch ihr als Eltern werdet mal wieder das Bedürfnis haben, gemeinsam abends was zu unternehmen und dabei nicht auf die Uhr zu sehen, wann ihr daheim sein müsst, weil der Babysitter dann gehen will. Geschweige denn, dass ihr den Großeltern wahrscheinlich noch besser vertrauen könnt, als anderen Menschen.

Lass die Oma teilhaben an der Entwicklung des Enkelchens und lass sie für den Anfang doch vielleicht mal im Kinderwagen ne Runde spazieren schieben. Ist doch schön, wenn sie sich so engagiert.

Und außerdem: Soooo intim "ausfragen" würde ich das jetzt nicht nennen, was die Oma da macht.....;-)

LG

Hallo,

würde dich das auch aufregen, wenn DEINE Mutter dieselben Fragen stellt? Ich bin mittlerweile auch Oma und ich frage meine Tochter natürlich auch, wie es dem Kleinen denn so geht. Das ist reines Interesse am Kind und keine Neugier, wie manche es so oft darstellen.
Wie eine andere Userin schon schrieb: Auch du wirst einmal Oma.

LG
Linda

Im ersten Jahr/in den ersten Baby-Kleinkindjahren haben viele gefragt.
Mama ist Symbiose mit dem Kind.

Je nachdem wer gefragt hat, antwortete ich
- mit einer Gegenfrage (ja, auch mal umdrehen: und wie lange hast DU heute geschlafen)
- klare Grenze ziehen: das ist NICHT DEIN Problem. Ich weiß, was ich tue. Ja, ich BIN SICHER
- überspitzt reagieren: na, beim ersten Freund wird sie sicher in ihr Zimmer ziehen (das hat sie laaaaaaaaaaaaaange vorher gemacht),
- schockieren, realistisch bleiben: na dann macht sie eben kein Abi (wenn ein Baby so wenig schläft, schafft es das Baby nie aufs Gymnasium - wurde mir wirklich so gesagt)

Wenn euch das Motiv klar und deutlich ist, dann die eigentliche Antwort vorweg nehmen:
- wenn es soweit ist, sagen wir euch rechtzeitig bescheid!

Beharrt die Person auf das gefragte Thema: siehe oben.
Packt die Person dann aus und versteckt nicht mehr worum es geht: klare Grenzen zeigen und für sich selbst reflektieren, wo diese Grenzen liegen

Weicht die Person aus, weil sie sich ertappt fühlt;
dann kommen eben neue Themen oder Scheinthemen.


So ab Kindergartenalter wird es meistens besser (was das Umfeld anbelangt). Mama ist dann nicht mehr der symbiotisch notwendige Anwuchs des Kindes, sondern Kind kann auch mal als eigenständig gesehen werden.....
Bei Schwiegereltern, Eltern und anderen nahen Verwandten ist es dann unterschiedlich.

Hallo,
du könntest, falls du das noch nicht probiert hast, schon versuchen, deine Schwiegermutter ähnlich auszufragen.
Und zwar gezielt über Zeiten, die noch kommen.

Also: wann hat xy (euer Sohn/mein Mann) zum ersten mal bei den Großeltern übernachtet? Bis wann genau hatte er einen Schnuller? Wie habt ihr das mit dem Töpfchen gemacht? Hat er oft geschrien? Wann ist er gelaufen? Was waren die ersten Worte?

Manches ist vielleicht wirklich interessant. Könnte ja bei dem Kind so ähnlich sein (Papa spät gesprochen, Kind auch o.ä.).

Bei manchem kann man weiter fragen: war das nicht sehr stressig? Wäre es nicht einfacher gewesen, wenn...? Hattest du dabei den Eindruck, dass das ok ist oder hat er sehr geschrien?

Und ein Nebeneffekt könnte sein, dass deine Schwiegermutter feststellt, dass manche Dinge einfach erst später dran sind oder dass sie sich selbst ganz grob an eine lange Zeitspanne (Baby/Kleinkind/Kindergarten Zeit) erinnert und selbst nicht mehr hundertprozentig weiß, was wann war. Gleichzeitig muss von dir natürlich ehrliches Interesse kommen. Frag ihr ruhig ein Loch in den Bauch - sie tut das ja auch.

LG!

Ich würde ausweichend berichten, bei manchen Sachen eventuell auch flunkern, um Ruhe zu haben und wenn es mir sehr gegen den Strich geht, provozierend antworten. Bei deinem Beispiel, die Nächte sind mal so, mal so, sie schläft meistens in ihrem Bett und stillen wirst du wahrscheinlich noch lange, denn die WHO empfiehlt 2 Jahre zu stillen, mal sehen wie lange wir das machen.

Aber denk immer daran, sie will einfach an deinem Leben teilhaben. Eventuell berichtest du dies alles an deine eigene Mutter (von selbst) klar erzählt man der Schwiegermutter weniger.

Was du auch tun könntest, du könntest direkt von dir aus detailliert berichten und ein zwei Fragen stellen, damit sie dir Tipps geben kann. Vielleicht stellt sie dann weniger Fragen und du kannst das Gespräch so etwas leiten. Euer Baby ist noch klein, aber wenn sie älter werden sind Großeltern die Interesse haben gold wert.

Als ich mit unserer zweiten Tochter schwanger war, war unsere große (15/16 Monate alt) Freitags bei ihnen. So hatte ich im Zeit für Termine, Haushalt und mich. Je weiter die Schwangerschaft verlief, desto mehr genoss ich meine Auszeit am Freitag. :-)

Lg

Hallo,
Das ist bei aller Liebe zum Enkelkind grenzüberschreitend euch gegenüber.
Sie machen den Eindruck dass sie gerne in der Eltern- statt in der Grosselternrolle wären. Damit sprechen sie euch ein Stück weit implizit die Kompetenz ab eure eigene Elternrolle gut zu übernehmen. Für euch entsteht das Gefühl von mangelndem Vertrauen, ihr werdet als Kinder und nicht als Eltern wahrgenommen.
Vielleicht ist auf dieser Basis ein produktives und wertschätzendes Gespräch möglich. In dem ihr äußern könnt, dass ihr euch sehr über so engagierte und liebevolle Großeltern freut. Dass sie aber nun eben nicht die elterliche Verantwortung tragen, sondern ihr das tut. Dass ihr nun erwachsen und selbstständig seid und dass es für euch grenzüberschreitend ist, wenn sie dies nicht respektieren können sondern sich in Fragen der elterlichen Verantwortung einmischen. Sie dürfen nun wirklich den schönen Teil genießen und müssen sich zB um schlaflose Nächte keine Gedanken machen. Es ist wunderbar wenn sie Interesse zeigen, aber ihr mögt dann nicht alles preisgeben müssen. Auch fragt ihr sie gerne um Rat, wenn ihr es braucht, aber empfindet es darüber hinaus als Einmischung.
Vielleicht könnte man es auch als Brief formulieren? Ich denke es ist ganz wichtig nicht zu verletzen oder vorzuwerfen, sondern wertschätzend und bei „euch“ zu bleiben (gewaltfreie Kommunikation...).
Alles Liebe!

Erinnert mich an meine. Sie fragte immer, als sie zu Besuch waren, nach dem ich die kleine zum Mittagschlaf hinlegte, wo ich sie genau abgelegt habe: in unserem Ehebett oder in ihrEM Bettchen. Sie fragte auch was genau ich mit dem Stillkissen, das mir die Schwester meines Mannes schenkte, gemacht habe und wo genau es liegt. Ich weiß wirklich nicht, warum einige Schwiegermütter so übertrieben neugierig (oder wie auch immer es heißen mag) sind. Das ist für mich kein gesundes Interesse, bei aller Liebe.