Ich schaffe es nicht mehr

Kurz vorab. Wir sind zu viert. Meine Frau und ich sind 30 Jahre zusammen. Zwei Kinder. 13 und 7 Jahre alt.

Mein Problem: Meiner Frau reicht nichts. Unser Haus müsste grösser sein. Oder Neuer. Egal was gemacht wird, es reicht nicht. Es könnte immer besser.

Ich bin Alleinverdiener und weiß nicht, wie man das noch stemmen sollte...

Was sagt sie denn, wenn du ihr das mitteilst?

Warum ist sie nicht selbst arbeiten? Beide Kinder sind in der Schule.

Wenn sie immer mehr will, muss sie halt dazu beitragen

Hallo,
ich könnte mir auch vorstellen, dass sie einfach unzufrieden ist und es so zum Ausdruck bringt. Wie beschäftigt sie sich denn? LG

Geht gemeinsam auf Arbeitssuche. Von ihrem erarbeiteten Geld kann so dann ja Dinge fürs Haus kaufen etc.
Sie stellt ganz schön hohe Ansprüche muss ich sagen. Eure Kinder sind doch schon recht „groß“, da hockt keine Mutter mehr zu Hause herum, die ich kenne.
Den Haushalt schafft man auch zumindest mit einer Teilzeitarbeit noch wunderbar und bei vielen klappt es ja auch, wenn beide Vollzeit arbeiten...

Davon abgesehen, dass Kinder in dem Alter durchaus mit anpacken können. Meine Kinder sind knapp 7, 4 und 18 Monate - die räumen jeden Tag die Geschirrspülmaschine aus, wischen auch mal Staub und halten ihre Zimmer sauber.

Schick sie arbeiten. Sie hat hoffentlich einen guten Beruf erlernt, in dem sie reichlich verdient, um ihre größenwahnsinnigen Wünsche zu erfüllen.
Ist sie allgemein frustriert und das erst seit neuerer Zeit oder ist sie schon immer so anspruchsvoll? Dann verstehe ich wirklich nicht, warum sie nicht schon längst arbeiten geht.
LG Moni

Was du erzählst, erinnert mich an meine Mutter. Sie war auch Hausfrau und oft ziemlich gelangweilt. Das hat sie damit kompensiert, dass sie sich immer neue Wünsche überlegt hat.
Für meine Eltern war es nie eine Option, das meine Mutter arbeiten geht (warum auch immer), es wurde aber etwas besser als sie sich regelmäßige Beschäftigung gesucht hat.
Falls ihr das auch so seht, wäre ein Ehrenamt in einem Verein, bei der Tafel, oder ähnliches vielleicht eine Idee?

Was fehlt ihr denn wirklich?

War es schon immer so?

Wenn jemand von allem nie genug hat, distanziere ich mich, weil ich selbst nicht damit umgehen kann. Das ist eine Lücke die ich nicht schließen kann und ein Fass ohne Boden.

Oft stecken dann Verlustängste oder andere Entbehrungen dahinter, die viel tiefer liegen.



Ist es erst seit einiger Zeit so: seit wann?
Was fehlt ihr?

Partnerschaft?
Menschlichkeit?
Eine Aufgabe mit Menschen? (Arbeit, Ehrenamt, Freunde)
Sucht sie Veränderung und weiß nicht in welche Richtung?

Lieber Franky,

es klingt als sei sie unzufrieden mit sich selbst.
Das kannst Du nicht lösen, sondern nur sie selbst. Sie bräuchte vielleicht selbst eine Aufgabe, die sie ausfüllt und zufrieden macht?

Du müsstest - finde ich - auch klar Grenzen aufzeigen: größeres Haus: nur wenn sie mithilft das Geld vorher zu verdienen. Renovieren: gerne, sofern Sie auch mit finanziert.
Man kann sich doch nicht hinstellen und ständig was Neues verlangen.

Was macht sie denn in Ihrer kinderfreien Zeit?
Davon hast Du gar nichts geschrieben.

Liebe Grüsse!

Das ständige Verlangen nach was anderem ist nur ein Symptom für einen grundsätzliche Unzufriedenheit. Da würde ich nach den echten Ursachen forschen anstatt kleine Brände hier und da zu löschen.

Hörst du ihr wirklich wertfrei zu? Kannst du hören was sie zwischen den Zeilen sagt? Wenn nicht bitte sie um Hilfe, damit ihr ehrlich ins Gespräch gehen und gemeinsam an einer Lösung arbeiten könnt. Aber bitte werft nicht leichtsinnig 30 gemeinsame Jahre weg.

Viel Kraft und alles Gute!

Also ganz ehrlich, mein Mann verdient auch den Löwenanteil. Unsere Kinder sind allerdings noch recht klein und wir möchten sie nicht Vollzeit in Betreuung geben. In mehreren Jahren werde ich selbstverständlich mehr arbeiten und mehr zum Einkommen beitragen.
Eure Kinder sind in einem Alter, in dem es wohl kein Problem sein sollte, sie länger betreuen zu lassen und zumindest in Teilzeit zu arbeiten. Wenn deiner Frau nichts genehm ist, soll sie die Hufe schwingen und was dazuverdienen. Das würde ich ihr ganz deutlich so sagen.

Wenn sie mehr will, muss sie eben arbeiten gehen - das müssen andere ja auch. Die Kinder sind beide schon recht groß und - sofern gesund - da sollte eine Betätigung am Familieneinkommen durchaus möglich sein.

Na dann hast du sie jetzt 30 Jahre ordentlich verwöhnt. Damit musst du jetzt wohl leben.

Du könntest das einfach ignorieren.

Manchmal sage ich auch so etwas zu meinem Mann, natürlich weiß ich, dass es unrealistisch ist.

Ich träume halt laut.