Wie Familienplanung abschließen?

Hallo,

mich umtreibt seit Monaten schon eine Sache.
Kurz zum Hintergrund:
Ich bin recht „früh“ und ungeplant Mutter von zwei Kindern geworden. Ich war noch nicht lange mit meinem Freund zusammen und es war ein ganz schöner Schock, dazu war der Start meiner Kinder auch nicht einfach.
Wir haben aber alles super gewuppt und sind glücklich.

Jetzt sind einige Jahre vergangen, Kinder aus dem gröbsten raus, wir haben wieder mehr Paarzeit und genießen, dass die Kinder schon so selbstständig sind.

Ich könnte glücklich sein wie es ist, aber ich erwische mich immer mehr dabei, dass ich mir noch ein Kind wünsche. Bis vor einem/zwei Jahren war das gar kein Thema, weil meine beiden sehr anstrengende und fordernde Kinder waren. Sind sie immer noch, aber eben nicht mehr so klein.
Ich bin jetzt in einem Alter (Anfang 30) in dem es so langsam in meinem Freundekreis losgeht. Ich war natürlich vor sieben Jahren die erste, die schwanger wurde im Freundeskreis. Vielleicht lasse ich mich anstecken?
Ich würde mir so sehr wünschen den normalen Ablauf vom Kinderwunsch bis normale Geburt und geregeltes Leben drumherum zu erleben. Das blieb uns damals verwehrt. Dass wir uns noch einmal so richtig als erwachsene und niedergelassene Personen auf ein Kind einlassen können und das genießen können, wenn man versteht was ich meine ;)

Andererseits haben die letzten Jahre auch Spuren hinterlassen, es war und ist stressig mit unseren Kindern und ich hab das Gefühl das „schlimmste“ hinter uns gelassen zu haben. Und wenn ich daran denke nachts für ein schreiendes Kind aufstehen zu müssen, habe ich schon Respekt.

Es könnte alles schön sein wie es ist, aber dieses Thema umtreibt mich so dermaßen, dass ich denke ich habe einfach ganz klassisch noch einen Kinderwunsch?!

Mein Mann will eher nicht, wobei wir bisher immer nur spaßig darüber geredet haben und noch keine wirklich lange Diskussion dazu hatten. Er findet es eben auch schön so wie es ist, er genießt es, dass wir jetzt so viel mit unseren Kindern unternehmen können und freut sich auf das gemeinsame Reisen usw.

Ich empfinde es fast als unvernünftig, dass aufs Spiel setzen zu wollen „nur“ weil irgendetwas in mich gefahren ist und diese Gedanken mich nicht mehr loslassen.

Was kann ich dagegen tun? Wie komme ich davon weg?
Alles rund um Kinder/Babys/Planung lässt mein Herz aufgehen und meine Gedanken drehen wieder durch.
Vor ein paar Wochen dachte ich für einige Tage ich könnte schwanger sein. Ich habe meinem Mann nichts erzählt, weil ich erst einen Test machen wollte (der negativ war). Bis zum Test war ich richtig positiv aufgeregt und fast enttäuscht als dieser negativ war. Bescheuert...

Habt ihr Tipps? Wie bringe ich mich runter? Oder ist das normal und ich sollte das annehmen und ernsthaft mit meinem Mann drüber sprechen?

LG Emma

Möchtest du ein 3. Kindergarten-, Schulkind, einen 3. Teenager?
Oder möchtest du nur nochmal schwanger sein, ein Baby genießen?
Das ist die zentrale Frage. Kläre sie erstmal für dich :-). Alles Liebe

Da ist vielleicht etwas dran. Wobei ich gar nicht so die Babymama bin. Aber in Ruhe mich um ein Kind kümmern zu können (natürlich mit zweien die aber dann ja zumindest im Alltag weitestgehend selbstständig sind), das blieb uns halt verwehrt.
Wenn ich Baby oder kleinkindfotos meiner Kinder angucke denke ich oft, wie süß und toll die Zeit war und wir das gar nicht richtig genießen konnten, weil eben zwei auf einmal, weil man schnell wieder arbeiten gehen musste und weil wir noch so jung und unsicher auch als paar waren.

Das ist ja jetzt alles ganz anders und wir hätten völlig andere Rahmenbedingungen.

". Aber in Ruhe mich um ein Kind kümmern zu können (natürlich mit zweien die aber dann ja zumindest im Alltag weitestgehend selbstständig sind), das blieb uns halt verwehrt."

Ich glaube, das siehst du zu verklärt.

Wir haben unseren Sohn auch sehr früh und ungeplant bekommen, 6 Jahre später dann unsere Tochter.
Ich mag diesen großen Abstand ja, er hat viele Vorteile, aber das zweite Baby läuft wirklich einfach nur mit, schon in der Schwangerschaft und später dann auch. Da ist nicht viel Zeit für eine romatische Babyzeit. Das normale Leben geht ja einfach weiter, mit Schule, Kindergarten, Hausaufgaben, Fußball, Musikkurs und Freunden, nur, dass man ab jetzt eben immer noch was Kleines im Schlepptau hat.
Meine Tochter im ersten Jahr wahnsinnig viel Zeit im MaxiCosi im Auto verbracht, sie hat, ganz neben her, auf einem Fußballplatz laufen gelernt und natürlich musste sie von Anfang an nach dem Rhythmus ihres Bruders leben.
Es war trotzdem eine schöne Zeit, an die ich gerne zurückdenke, aber romantisch verklärt und ruhig war es definitiv nicht.

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Hey,

ich glaube du neigst gerade dazu, das Thema zu romantisieren. Wobei du natürlich auch schreibst, dass du 2 anstrengende Kinder hattest/hast und Respekt davor, nachts aufstehen zu müssen. Aber genau da solltest du noch mal genau drüber nachdenken. All die "negativen" Aspekte, die so ein kleines Menschlein mit sich bringt. Willst da das alles noch mal machen? Eure Freiheit, die ihr jetzt habt, ist dann erstmal die nächsten Jahre wieder futsch.

Würde es denn finanziell und platzmäßig überhaupt passen? ZB auch was das Auto angeht.

LG
K4ssio

Ja das mit dem Romantisieren kann schon sein.
Ich habe ja Zwillinge und denke oft, ein „ Einling“ zu haben könnte uns im Vergleich zu den Zwillingen doch gar nicht schocken, was Stress und Anstrengungen angeht. Ist natürlich so ein bisschen Quatsch. Aber im Grunde wünsche ich mir vielleicht ein Kind zum genießen? Mich auf ein Kind konzentrieren ohne mit der Ausbildung fertig zu werden, ohne den Druck das Kind in die Betreuung geben zu müssen, ohne finanzielle Unsicherheiten. Das alles hatten wir damals nicht... jetzt schon.

Aber klar die Frage ist: wollen wir das alles nochmal?
Schwer zu sagen

Du könntest wieder Zwillingen bekommen...meine Freundin hat 3 Jährige Zwillingjungs und vor 1 Monat wieder Zwillingjungs bekommen....

Wärest du auch glücklich, wenn es wieder Zwillnge werden?

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Ich kenne den Gedanken von Bekannten. Könnte fast ihr Text sein. Man muss sich auch das negative bewusst sein. Was wenn es wieder nicht rund läuft? Die großen Kinder Eifersüchtig werden? Windeln wechseln. Suche nach Kitaplatz. Krankes Kleinkind.

Natürlich überwiegen die positiven Erinnerungen aber es ist nicht alles rosa.

Zum Schluss haben sie sich meinen Bekannten einen Hund aus dem Tierheim geholt.
Mit Hundeschule ,festen Training und Gassirunden hat man da auch seine große und kleine Sorgen.
Er ist ein fester Bestandteil und sie sagen das sie sich jetzt komplett fühlen. Das tolle ist;ein gutes Tierheim bereitet die neuen Hunde Eltern gut darauf vor mit Gassirunden und Probezeit und d merkt man schon zu 99% das isses oder das isses nicht.

Im TH hat man ihnen gesagt das es überraschend viele Familien gibt die statt eines Kindes sich einen Hund widmen und so ihre überschüssige Liebe ""loswerden"" Vor allem wenn Frau zu viel davon hat und Mann keine Kinder mehr möchte

Ich vermute der Tipp wird hier für Kritik sorgen, aber er ist ernstgemeint.

Respekt vor nachts Aufstehen?

Sorry, wenn die Bedenken schon so niedrigschwellig (!) sind, dann ist das für mich kein ernsthafter Kinderwunsch.

Nimm es mir nicht übel...
Hast du grade kleine Kinder, die dich nachts auf Trapp halten?
Ich finde schon, dass man das auch wieder vergisst oder verdrängt.

In meinem "Kinderwunsch" oder auch nicht, spielt das auch ne Rolle. Persönlich empfinde ich es nicht als niedrigschwellig, auch, wenn ich glaube es zu verstehen, wie du es meinst.
Aber ganz ehrlich... Mich schreckt das auch vor einem weiterem Kind ab.
Natürlich ist das nicht alles, aber es ist schon ein Faktor.
Da kann man mir auch 100x sagen, dass es "nur" die ersten paar Jahre sind, weiß ich auch, aber nach 2 schlechten Schläfern und Wenigschläfern, puh... Frage ich mich auch, ob ich mir das noch mal "antun" möchte.

Ich hoffe, du verstehst wie ich das meine...

LG mery

Ja, habe einen 3jährigen der bis 2,5 Jahre überhaupt nicht durchgeschlafen hat und jetzt auch immer noch schlechter Schläfer ist

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Ich bin mit 18 schwanger gewesen und mit gerade 19 Mama geworden.
Es war nicht einfach und habe die Zeit auch anders erlebt.

11 Jahre später kam mein zweites Kind. Ich war verheiratet, Haus, Hund Garten.
Ich konnte mich viel besser auf alles einlassen.

Es war für mich super das ich den Schritt gemacht habe! Er ist jetzt 4.
Nr 3 ist jetzt 1 Jahr und unser Pflegekind.

Und wie war es für dich nochmal von vorne anzufangen?

Ich habe irgendwie das Gefühl nicht mehr so viel Zeit zu haben. Bin ja schon Anfang 30. man will ja auch irgendwann durch sein 😄

Ich war 30 bei der Geburt von nr 2

Es war alles einfacher für mich und ich konnte es wirklich genießen 🤗

Hallo,

Dein Text könnte von mir sein. Ich habe gerade einige die das dritte bekommen oder gerade das erste. Ich bin aber absolut keine baby Mama. Hab mir gerade erst die Spirale setzen lassen, ansonsten würde ich mit meinem Mann wahrscheinlich auch anders darüber diskutieren. So mache ich nur Spaß. Aber er möchte definitiv nicht.

Aber dagegen sprechen bei mir auch, nochmal schlaflose Nächte. Wieder mehr fremdbestimmt sein. Auto reicht nicht mehr, generell die Kosten..

Wie man das ganze abstellt weiss ich allerdings auch nicht.

Lg

Ich hoffe immer noch, dass es von alleine weg gut.. finde die Gedanken schon quälend und man kann sich so herrlich reinsteigern.
Da rückt das rationale manchmal in den Hintergrund.

Mein Kind ist zwar noch nicht mal ein Jahr, aber ich verstehe dich irgendwie.
Unsere Kleine war ungeplant, wir haben dann in der Schwangerschaft noch geheiratet. War alles etwas stressig (Mein Mann hat sich die Hochzeit gewünscht). Als ich herausgefunden hab, dass ich schwanger bin war das auch kein Moment der Freude und v. A. Es der Familie zu erzählen, war auch eher unangenehm, da es allen klar war, dass es nicht geplant war.
Alle meine Freundinnen haben noch keine Kinder und sagen zu mir: beim zweiten sind wir dann gemeinsam schwanger. War immer so ein Traum von mir, mit einer Freundin gemeinsam schwanger zu sein.
Aber mein Mann möchte nur ein Kind.
Ich bin gespannt, wie es mir geht, wenn die ersten meiner Freundinnen wirklich schwanger sind.

Ich hab den Wunsch nach einem weiteren Kind wohl ziemlich verdrängt, es fängt tatsächlich jetzt mit meinem Kinderkriegenden Umfeld an. Die Vorstellung mit jmd anderen schwanger zu sein, oder mit Gleichaltrigen ist schön. Auch nicht zähneknirschend zu erzählen, dass man schwanger ist, sondern freudestrahlend.

Konnte meine Schwangerschaft wirklich kaum genießen, obwohl wir uns dann recht schnell auch gefreut haben auf die beiden...

Und was,wenn es wieder Zwillinge werden ?

Ja das ist eine berechtigte Frage. Habe im Bekanntenkreis sowas schon erlebt. Die Zwillinge aus dem Gröbsten raus. Es sollte das Bonusbaby sein zum kuscheln und genießen... es waren wieder Zwillinge, zwei Raudis von der Wilden Sorte.🙈

Letzten Endes muss man sich auch darauf einstellen

Dann würde ich mich vom Universum vielleicht etwas veralbert vorkommen :D

Aber nein ernsthaft: das wäre wirklich nicht das was ich will, aber wenn das so ist, dann ist das so. Das würde mich jetzt nicht in Depressionen stürzen.

Glaube ich, ist ja alles hypothetisch

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Hallo,
Wo sehr ihr euch denn in 10 Jahren? Dann sind eure zwei ja wirklich schon ziemlich unabhängig. Seid ihr dann beruflich eingespannt, mit Hobbies und Reisen beschäftigt? Oder habt ihr noch ein oder zwei Grundschulkinder daheim, zusätzlich zu den Großen, und es kreist alles mit so vielen Kindern um die Familie?

Unsere Älteste kam in unseren 20ern, damit waren wir ebenfalls etwas vorweg in unserem Freundeskreis. Bei Nummer 2 und 3 in den 30ern gibt es viele Freunde mit passenden Kindern, das ist schon schön. Andererseits sind 3 Kinder auch viel Trubel und Anstrengung und das Baby schränkt zunächst doch wieder ganz schön ein. Vieles ist wieder komplizierter und aufwändiger geworden. Aber die Großen haben auch viel Freude an der kleinen Schwester, vor allem unser Grundschulkind und ihre Freundinnen. Für sie ist das Baby fast wie eine Mischung aus Haustier und Puppe. Sie können aber eben auch wirklich schon Hilfestellung geben und haben oft auch wirklich Freude daran.
Ich glaube, wenn bei dir die Sehnsucht so groß ist, würde ich noch mal mit deinem Mann sprechen.
Ganz liebe Grüße!

Tja das sind alles Sachen, die ich nicht abschätzen können.
Aber der Gedanke, dann „durch“ zu sein ist auch irgendwie komisch. Ich fühle mich noch zu jung um quasi in zehn Jahren mit dem Lebensabschnitt Kindern durch zu sein. Komisches Gefühl, kann ich nicht so richtig beschreiben.
Meine Kinder sind ganz vernarrt in kleine Kinder und kümmern und umtüddeln sie gerne. Ich glaube für sie wäre das auch eine echte Bereicherung und dadurch, dass sie ja zu zweit aufgewachsen sind, glaube ich dass Eifersüchteleien kaum oder gar nicht auftreten würden.

Aber das kann man alles ja leider nicht vorhersehen.

Ich habe ein recht ähnliches Gefühl, nur ohne langen Abstand zwischen den Kindern. Kind 1 brachte mein Leben aus dem Gleichgewicht, ich habe mich sehr schwer getan anzukommen in meiner neuen Rolle geschweige denn irgendwas zu genießen. Ich habe oft das Ende des ersten Lebensjahres herbei gewünscht. Und nun habe ich Kind 2 und dieses Erleben jetzt versöhnt mich mit dem ersten Jahr meiner Großen. Jetzt kann ich genießen und bin so froh, es nochmal gewagt zu haben.

Ich würde vermutlich mal versuchen, die Perspektive deines Mannes zu bekommen und ich würde vermutlich mal bei Freunden meine Babysitterdienste anbieten, nur mal so, um einen Eindruck zu bekommen, ob ich mir das wirklich nochmal vorstellen könnte oder, ob es vielleicht reicht, das abundzu zu haben ;)

Ich habe ein wenig Angst meinen Mann wirklich ernsthaft anzusprechen. Er ahnt, dass ich noch wollen würde, aber nicht wie weit der Wunsch schon ist (sofern er denn ernst ist von meiner Seite), hab Angst vor einem unumstößlichen „auf keinen Fall“.
Ich kann gut mit Kindern und vor allem mein Mann beschäftigt sich mit jedem Kind was er in die Finger bekommt, Kinder lieben ihn und er sie. Aber es ist ja was anderes wenn du weißt du kannst das Kind wieder abgeben.
Er hätte glaube ich nicht so Angst vor dem Alltag mit einem dritten Kind sondern vor der Zukunft, also noch länger Kinder im Haus haben, finanziell sich einschränken müssen (leben zur Zeit finanziell her sehen wirklich gut), sich wieder einschränken müssen was reisen, Alltagsleben usw angeht...
Das sind ja alles bedenken die ich auch habe und die ich ihm nicht nehmen kann.

Ich kann das schon verstehen, aber... wenn er es eh schon ahnt... dann wird er ja nicht allzu überrascht sein. Und - es könnte ja auch einiges klären. Wenn von ihm das umumstössliche "Auf keinen Fall" kommt, ist die Sache doch eigentlich klar. Dann ist es an der Zeit, einen Weg zu finden, sich von der Vorstellung zu verabschieden. Wenn nicht, könnt ihr gemeinsam nochmal darüber nachdenken - und könnt immer noch zu dem Schluss kommen, dass ihr es nicht wollt. Ich würde es einfach mal versuchen. Ohne Druck, ohne Zwang. Einfach mal offen fragen, wie er so dazu stehen würde.
Ich wünsche euch viel Erfolg für die Entscheidung. Uns steht sie, wenn auch anders, auch bevor.

Ein Kinderwunsch kann stark sein und ein Wunsch nach einem ( weiteren ) Kind muss dabei nicht immer rational sein die Frage ist aber vielmehr hast du wirklich noch den echten Wunsch nach einem dritten Kind mit allem drum und dran oder ist es primär der Wunsch danach noch einmal eine bewusste Schwangerschaft , die Geburt (evt. der Wunsch nach einer natürlichen Geburt falls die Zwillinge eine Sectio waren ) , und die Baby und Kleinkindzeit exklusiv mal nur mit einem Kind zu erleben ? Ich kann deinen Wunsch verstehen auch das es dir vielleicht so vorkommt als hat die Tatsache das du gleich ein Doppelpack bekommen hast dich quasi ein bisschen um diese Zeit betrogen. Du hast diese Zeit wie du sagst als sehr anstrengend erlebt was zwei kleine Kinder gleichzeitig auch sind keine Frage . Nur leider gibt es keine Garantie im Bezug auf Schwangerschaft , Geburt , Babyzeit , dass das was du dir vielleicht erhoffst auch so sein wird . Wie einige schon geschrieben haben theoretisch da die Veranlagung gegeben ist kann es auch sein das du wieder Zwillinge bekommst . Ein erstes Kind ( in deinem Fall die ersten ) hat eine in nenne es mal besondere Magie so viele erste Male . Du kannst Glück haben und all das was du dir wünscht noch einmal erleben und trotzdem wird es anders sein alleine schon deswegen weil du bereits Kinder hast . Ganz so rosenrot wird mal nur ein Baby zu haben auch nicht werden natürlich hättest du am Vormittag Zeit nur mit dem Baby die du dir bewusst nehmen kannst aber mit drei Kindern ist es dann trotzdem auch nicht so das du den ganzen Vormittag immer nur tutzi tutzi mit dem Baby machen kannst und ab Mittags / Nachmittags hast du die beiden anderen Kinder die auch ihr Programm fordern ( Hausaufgaben , Hobbies , Verabredungen , Fahrdienste , Termine ... ) . Immer einfach ist das auch nicht besonders wenn das Baby nachher im Kleinkindalter ist . Meine älteren Kinder ( 15 Monate Altersabstand ) waren auch schon in der Schule als der Bruder geboren wurde daher weiß ich wovon ich rede . Als der kleine Baby war ,war es noch recht einfach aber als er im Kleinkindalter war sah es schon anders aus natürlich sind die großen schon selbstständiger und brauchen keine rundum Betreuung mehr aber deswegen bin ich trotzdem nicht weniger gefragt , die Termine sind seid dem Schulalter deutlich angestiegen, am Wochenende stehen Wettkämpfe an usw. der kleine muss überall mit hin oder wir müssen uns aufteilen . Allgemein ist es schwierig als Familie etwas zu unternehmen weil die Interessen der Kinder durch das Alter komplett auseinander gehen. Der kleine geht Abends gegen 19 Uhr ins Bett die großen kommen teilweise gegen 20 Uhr erst vom Sport es geht von klein zu groß nahtlos in einander über mein Tag ist länger geworden und die Nächte wieder kürzer . Ich will dir deinen Wunsch nicht ausreden wenn du dir wirklich noch ein Kind wünschst dann geh diesem Wunsch nach . Aber ein Kind um vergangene Wünsche aufzuarbeiten das solltest du sehr gut überlegen ob du das Gesamt 3 x Schule , 3 x Pubertät ... auch noch einmal möchtest denn Schwangerschaft und Babyzeit gehen im Vergleich zu den weiteren Jahren schnell vorbei .

Danke dein Beitrag und deine Perspektive hat mir sehr geholfen und du bringst es wirklich auf den Punkt!

Hallo,

ich habe meine beiden Großen sehr früh bekommen mit 21 und 23. Allerdings waren sie geplant. Wir standen damals zwar beide im Berufsleben, große Sprünge waren aber natürlich nicht drin und uns plagten schon öfters finanzielle Sorgen. Als im Freundeskreis Jahre später die ersten schwanger wurden, ging es mir wie dir. Auch ich hatte wieder einen unheimlichen Kinderwunsch und auch die Sehnsucht, nicht bei allem aufs Geld schauen zu müssen. Uns ging es mittlerweile finanziell sehr gut. Auch wollte ich stressfrei die Schwangerschaft und Babyzeit genießen. Mit ausreichend Elternzeit, Babykursen und allem was dazu gehört. Da wir eh immer beide 3 Kinder wollten, machten wir Nägel mit Köpfen. Den Traum deiner rosaroten Seifenblase muss ich leider platzen lassen. Die Schwangerschaft flog nur so dahin und ich hatte mit 2 Kindern in der Grundschule gar nicht die Zeit darüber nachzudenken schwanger zu sein. Ich war völlig nebenbei schwanger. Als die Maus dann auf der Welt war, lief sie ebenfalls eher nebenbei. Für Babykurse, lange Kuscheleinheiten mit dem Baby etc. war gar keine Zeit. Wenn du 2 Schulkinder hast, ist auch nichts mit 5 Minuten länger liegen bleiben, wenn das Baby die Nacht zum Tag gemacht hat oder den Morgen ruhig angehen lassen, weil es egal ist ob das Kind 10 Minuten später in den Kindergarten kommt oder man das große Kind im schlimmsten Fall mal daheim lässt. Die großen Kinder müssen pünktlich in der Schule sitzen. Nachmittags geht es dann weiter. Da müssen Hausaufgaben kontrolliert, Lesen, Rechnen, Schreiben geübt werden. Die Kinder fangen an Hobbys zu haben, zu denen man sie bringen und ggf. holen muss. Schulveranstaltungen, Elternabende ..... (unten geht's weiter)

Elternabende, Elternsprechtage, Schulveranstaltungen, Wettkämpfe oder Spiele im Sportverein, Elternvorspiel im Musikverein, Verabredungen mit Freunden Nachmittags etc. Nebenbei dann noch der übliche Haushalt, Wäsche etc. Zu jedem Termin, den die großen Kinder haben, muss das Baby mit. Das Tragetuch war mein bester Freund. Die Zeiten des Babys richteten sich nach den Zeiten der Großen. War das Baby gerade eingeschlafen, der Bruder musste aber gerade zum Fußball gebracht werden, blieb mir nichts anderes übrig, als das Baby wieder wach zu machen. Oder man sitzt mit einem Kind gerade an den Hausaufgaben und man übt für die Mathearbeit und das Baby schreit, beruhigt man nebenbei das Baby und übt mit dem Kind weiter. Ein 3. Kind ist toll, aber es wird gerade mit 2 Kindern in der Grundschule nebenbei groß.

LG
Lotta

Hallo Emma, ich kann dich völlig verstehen. Bei meinem ersten Kind vor fast 12 Jahren, war ich noch mit einem Fuß halb im Studium, unser Haus eine reinste Großbaustelle (das Leben spielte sich in 2 Zimmern ab) und wir finanziell mehr als eng aufgestellt. Wir gönnten uns trotzdem den Luxus, d ich 1 Jahr Zuhause blieb, aber es war echt eng. Dazu kam, d mein Sohn ein unheimlich schlechter Schläfer war, viel geschrien hat und unter ständigen pseudokruppattacken litt. Zu diesem Zeitpunkt war ich (die immer 2 Kinder wollte) völlig davon überzeugt, d er Einzelkind bleiben würde. 8 Jahre später, sah unsere Situation völlig anders aus. Ich war beruflich angekommen (fast in vollzeit durch home office), hatte Unterstützung durch die Familie, mein Mann hatte sich zwischenzeitlich selbstständig gemacht, das Haus war fertig und hatte viel zu viele leere Zimmer ;-). In mir erwachte - entgegen aller "vernunft" (hatten tolle Reisen und Unternehmungen mit unserem Sohn etc.) - ebenso der wunsch, das ganze nochmal erleben zu dürfen.. unter ganz anderen Umständen.. 3 Jahre elternzeit und alles ohne große finanzielle Einschränkungen usw., alles auf neu mit viel besseren Rahmenbedingungen, aber gleichzeitig eine ellenlange plus und Minus Liste im Kopf.. Ende vom lied, wir haben einfach gewagt und was soll ich sagen, es war wunderschön.. unsere kleine maus war ein Sonnenschein, gesund und fröhlich, klar hatten wir einige schlaflose Nächte u auch mal Sorgen, aber der kleine Mensch da in deinem Arm, entschädigt für alles und die reife u Erfahrung, d man mitbringt tat ihr übriges. Es war so schön und erfüllend (unsere Maus ist mittlerweile 3), dass jetzt Nummer 3 unterwegs ist :-). ich muss allerdings dazu sagen, d mein Mann mit einem Lächeln absolut für meinen kinderwunsch war. Redet nochmal darüber, aber von mir.. sofern es machbar u der Wunsch bei dir vorhanden ist (Bedenken sind völlig normal).. warum nicht :-). Alles liebe

Ich habe zwei Freundinnen, denen es genauso ging.

Die eine hat zwei Kinder im Abstand von genau 12 Monaten bekommen. Dann wollte sie unbedingt ein "Genussbaby".

Die andere hatte 2 Jungs im Alter von 8 und 10 und wollte unbedingt noch ein Baby, weil sie die Schwangerschaft so toll fand und Babys liebt etc. Dann kam Baby Nr. 3.

Beide haben es sich ganz anderes vorgestellt. Die Babys liefen nebenher. Man hatte genug mit den größeren Kindern zu tun. Die Freiheit war erstmal wieder weg (Bsp: wenn die zwei größeren Kinder ins Kino wollten, konnte sie nicht mit, weil Baby/Kleinkind da war etc.).

Hinzu kamen natürlich größere Anschaffungen wie größeres Auto. Urlaub ist oft auf 2 Erwachsene, 2 Kinder ausgelegt. Unterschiedliche Interessen der Kinder durch den Altersabstand, den man unter den Hut bringen muss etc.

Beide lieben natürlich ihre Kinder und würden sie nicht hergeben wollen. Aber beide sagen, dass sie es sich anders ausgemalt haben und sie es sich zu romantisch vorgestellt hatten.

Eine Medaille hat einfach immer zwei Seiten. Es gibt einfach nicht nur DIE Vorteile und DIE Nachteile. Man muss beides nehmen. Und im Nachhinein sieht immer alles viel rosiger und bunter aus ;-) Deswegen sollte der Wunsch meiner Meinung nach wirklich gut durchdacht sein. Und wenn es so sein soll, dann soll es so sein ;-)

Ich hatte nach dem 2. Kind auch kurzzeitig den Gedanken an ein 3. Kind, obwohl ich nie 3 Kinder wollte. Ich bin mit den beiden sehr ausgelastet und ein weiteres Kind würde auf Kosten der anderen beiden gehen. Ich hätte fast keine Zeit mehr für sie, wenn ich mich um ein Baby kümmern müsste. Vom Logistischen her ist alles mit einem 3. Kind komplizierter (Wohnraum, Auto, Urlaub, alles teurer...). Wie du schon sagst, genießt du die Selbstständigkeit deiner Kinder jetzt. Ihr habt mehr Zeit für euch... das alles hört sich für mich nach eigentlich abgeschlossen an. Ich glaube, dass fast jede Mutter immer einen kleinen Babytraum mit sich trägt, weil es einfach so toll ist, einen neuen tollen Menschen in die Welt zu setzen und ihn groß zu ziehen. Trotzdem kann man ja nicht immer wieder Kinder auf die Welt setzen. Den Babywunsch tatsächlich real werden zu lassen, bedarf mehr Überzeugtheit.
Ich habe mich nach reiflicher Überlegung gegen ein weiteres Kind entschieden. Es war ein Hirngespinnst, welches nach Abwägung der Vor- und Nachteile plötzlich unrealistisch erschien. Mein Mann hat sich daraufhin sterilisieren lassen und je mehr Abstand ich dazu gewinne, umso froher bin ich, den Gedanken verworfen zu haben. Heute bin ich sogar so weit, dass, wenn ich von der Geburt eines Babys erfahre, die Eltern insgeheim für die anstrengende Zeit „bemitleide“.
Das klingt jetzt blöd, aber vielleicht wäre jetzt der perfekte Zeitpunkt für einen kleinen Familienhund 😉

Hallo,

ich kann dich verstehen, mir geht es genauso, nur mit dem Unterschied, dass mein Mann komplett dagegen ist. Das macht die Sache insofern einfacher, dass diese Grübelei und Unsicherheit vorbei ist und ich abschließen MUSS. Andererseits ist diese Sehnsucht natürlich trotzdem da. Und wird wohl so lange da sein, bis meine fruchtbare zeit von alleine vorbei ist. Ich versuche damit zu leben und das zu genießen was wir haben, 2 tolle Kinder (8 und 11) und mich komplett auf diese Konstellation einzustellen und nicht immer zu denken was wäre wenn.... Es hat durchaus Vorteile mit zwei größeren Kindern, wir sind viel unterwegs, unternehmen viel was mit Baby und Kleinkind nicht möglich wäre, machen tolle Urlaube, haben zeit für uns als Paar. das ist toll und in 10 Jahren sind die Kinder erwachsen und wir können uns komplett auf uns konzentrieren und unsere Wünsche wieder in den Vordergrund stellen. Ich versuche mir das positive vor Augen zu halten, denn man vergisst sehr schnell wie stressig es mit Baby war und immer Rücksicht nehmen auf Mittagsschlaf, schlaflose Nächte, Gequengel, Müdigkeit, Krankheiten. Das war nicht ohne und mit 2 größeren Kindern dazu stelle ich es mir schon sehr stressig vor. Insofern denke ich, mein Mann hat Recht und ich versuche mich an dem zu erfreuen was ich habe und unsere Familie zu genießen.
LG Milka

Hallo,

Diese Frage wird sich jede Frau einmal stellen. Ein bewusstes Ja zum Abschluss der Familienplanung. Irgendwann in den 40ern wird Dein Körper in die Wechseljahre kommen.

Ich glaube, dass Du schon die Antwort weißt.

Du bist noch jung und hast schon zwei Kinder. Du hast Zwillinge. Du hast die Zeit des Schlafmangels überlebt. Und jetzt bist Du Anfang 30. Du schaffst nochmal eine Zeit des Schlafmangels und Du weißt schon, was gut funktioniert hat.

Jede Schwangerschaft ist anders und die zweite Schwangerschaft ist anders als die erste, besonders im Mutterschutz. Auch dann musst Du für Deine Zwillinge aktiv sein.

Wenn das Baby da ist, muss es im Alltag auch etwas mitlaufen (die Zwillinge zum Verein, zu Freunden etc. bringen). Du kannst Dich nachmittags nicht nur um das Baby kümmern.

Möglicherweise bekommst Du nochmal Zwillinge.

Horch in Dich rein, warum Du wirklich noch ein Kind willst. Die Kinder werden größer. Wo siehst Du Dich in 10 Jahren?

Du bist Anfang 30. Wirst Du jetzt schwanger, dann bist Du mit der Kindererziehung Anfang 50 fertig. Reisen kann man ja auch mit Kindern machen. Vielleicht nicht in den ersten beiden Babyjahren weit verreisen, aber danach.

Schreibe auf, was rational gegen ein weiteres Kind spricht (Finanzen, Beruf, Schlafmangel...).Könnt ihr mit den verbundenen Nachteilen ( weniger Geld, mehr Ausgaben, größere Wohnung, größeres Auto, Ausbildungskosten, Schlafdefizit , größere Ferienwohnung etc. ) gut leben?

Was sagt Dein Herz? Immer noch ja?

Was sagt Dein Partner dazu?

Ich denke einen perfekten Zeitpunkt gibt es nie für ein Kind. Meist ist irgendwas nicht so wie man möchte,ob Job, Wohnsituation oder Altersabstand der anderen Kinder.
Unsere Beiden sind 6 und 4 1/2 Jahre, ich habe wieder mehr gearbeitet und finanziell und wohntechnisch (Eigenheim) ist alles tutti. Die Kleine schläft nach wie vor noch nicht durch und ist oftmals noch seeeehr anstrengend. ABER! Ich hatte immer den Wunsch 3 Kinder zu haben,mein Mann war mit 2en gut bedient, eben auch, weil wir seit 6 Jahren nicht eine Nacht komplett durchgeschlafen haben 😅 er wollte es nicht nochmal.. Naja, letztes Jahr hatten wir in der Verwandtschaft Babyboom und mit den vielen Kleinen hat mein Mann meinen Wunsch nochmal aufgegriffen und JA gesagt.
Klar, die ersten 3 Jahre werden nicht einfach, aber sie sind sooo schnell rum. Und es schlaucht mich momentan schon mit Kiga, Sport und Verabredungen der Kinder und Haushalt unter einen Hut zu bekommen (33. Ssw), aber bald hab ich meinen Körper wieder für mich und dann sehen wir wie es mit dreien weiterläuft.
Überlegt nochmal und geht in euch, ob ihr Zähnen, Fieber, Schlafmangel und Schübe aushalten könnt, aber wie gesagt, ein Baby bleibt es nicht für immer.

Hallo Du,
ich schreibe dir mal als Zwillingsmama.
Ich kann dich sehr gut verstehen! Ich habe meine Zwillinge zwar nicht ganz so früh bekommen, aber mein Mann und ich kannten uns erst 8 Wochen als ich schwanger wurde!
Wir haben das aber zusammen gemeistert, sind seit 11 Jahren verheiratet und haben noch 2 weitere Kinder bekommen. Ich wollte schon immer eine grosse Familie.
Es war also schon in der SS klar das es mehr Kinder gibt. Unser jüngster ist 3. Ich hoffe mein Mann lässt sich mit mir nochmals auf das Abenteuer ein und wir bekommen nächstes Jahr ein weiteres Kind.
Danach wär bei mir vom Alter her Schluss!
Ich würde an deiner Stelle mit deinem Mann sprechen. Es bringt überhaupt nix deine Gefühle zu unterdrücken!
Warum sollte es nicht normal sein das man sich nach 10 Jahren nochmals ein Kind wünscht!
Du bist ja nun noch keine 50!!;-)
Alles Gute!