Ist man nicht selbst die Frau?

Liebe Forengemeinde,

leider fällt mir keine bessere Überschrift ein. Was ich hier wieder so lese, z.B Alleine verreisen ohne Familie geht das überhaupt. Da wird einem hier auch noch das schlechte Gewissen eingeredet, dass das nicht so toll wäre. Unmöglich so etwas

Man zieht zu seinem Partner (nicht soweit weg) und gibt seine Arbeit auf, ist unglücklich, weil Freunde und Nachbarn nicht mehr vor Ort sind. Gibt man sich selber auf und macht sich finanziell abhängig?

Oder in im Partnerschaftsforum, Mann möchte keine Fremdbetreuung auch nicht wenn man als Frau zum Sport geht (Kinderbetreuung). Häh, wie bitte

Manchmal muss ich mit den Ohren schlackern darüber. Kann man sich als Frau nicht das möglich machen was man gerne hätte. Sicher brauchen manche Entscheidungen Kompromisse. Ist man nicht selbst die Frau?

Vielleicht etwas holprig geschrieben von mir.

LG Hinzwife

Das ist nur eine Seite. Mir ist das auch schon häufiger aufgefallen. Man möchte gerne in das Rollenbild der 50iger zurück und dem Mann den Rücken stärken. Auffällig viele Frauen möchten das sogar so. Kind = Job aufgeben und sich dann wundern, dass der Mann einen karrieretechnisch abgehängt hat. Was dann wiederum der nächste Grund ist sich hinterm Herd zu verstecken, denn er verdient ja ein Vielfaches...


Viel mehr fällt mir aber der Hyänentyp auf. Frau als Alleinherscher:
- es wird genau festgelegt wie oft u wie lange der Mann sich mit Freunden treffen darf
- in dem Zusammenhang die einzunehmenden Alkoholmenge
- wieviel Kontakt zu den Schwiegereltern bestehen darf und in dem Zusammenhang was diese dürfen. Ohne Erlaubnis der Frau darf gefühlt das Kind nicht mal angeschaut werden
- Pornos sind sowieso verboten und wenn dann nur solche, bei denen Frau keinen Minderwertigkeitskomplex bekommen könnte
- Wochenende mit Freunden ist aus Prinzip verboten. Schließlich sind das auch seine Kinder und man ist Familie.

Ich habe mich da schon mehrmals gefragt, war für Waschlappen sich da die ein oder andere ausgesucht hat.

Aus meinem privaten Umfeld kenne ich diese extreme gar nicht. Höchstens aus der älteren Generation.

Oh, ich kenne diese Extreme schon aus meinem Bekanntenkreis (wohlgemerkt, nicht dem Freundeskreis!). Oft sind es tatsächlich aber eher die Frauen zweiter Kategorie, die ihren Männern - meiner Meinung nach - viel zu wenig Freiräume lassen.

Bei den Threads hier muss ich auch oft mit dem Kopf schütteln.
Man bekommt oft den Eindruck, dass der Mann eher als weiteres Kind fungiert.
Es wird großmütig über seine gesamte Freizeit bestimmt. Mit wem und wann er sich trifft, wie viel er trinkt, was er im Fußballverein tut, wann er zum Abendessen zu Hause zu sein hat.. Man hat manchmal das Gefühl, dass der Mann bloß keinen Spaß haben darf und das wird dann damit begründet, dass man den ja schließlich auch nicht hat.
Ja, selbst Schuld, in den meisten Fällen zumindest.

Und anstatt dass die Antworten auf die Beiträge dann sagen: Reiß dich mal zusammen, dann hat er eben ein paar Bierchen zu viel getrunken, wird das noch unterstützt und gar zur Trennung geraten, weil ein erwachsener Mann und Vater sich doch im Griff haben sollte. #klatsch

Eben, wohin kommen wir denn, wenn sich schwangere Frauen von sturzbetrunkenen Männern nicht mehr anschreien und mit Gegenständen bewerfen lassen wollen wie es sich gehört...#nanana.

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Hallo,

leider ist bei vielen nich ein älteres gesellschaftliches Bild in den Köpfen verankert. Sich dem zu widersetzen fällt vielen nicht leicht. Die Gesellschaft wird oftmals vom Denken der Männer beherrscht.
Ich denke aus düsen und vielen anderen Gründen ordnen sich manche Frauen unter.

Wenn ich in einer Partnerschaft lebe, Kinder da sind, dann muss ich Kompromisse eingehen, so dass keiner der Beteiligten zu „kurz“. Dazu gehört eine gute Kommunikation und ein offenes, angstfreies Klima und eine von vornherein besprochene Gleichberechtigung der Partner. Wenn das alles gegeben ist, kann man selbst die Frau sein.

Aber es bekanntlich nicht nur schwarz und weiß, die Nuancen die dazwischen liegen sind bekanntlich um einiges vielfältiger.

Mein Mann und ich nehmen uns öfter Einzelauszeiten, ich öfter als er. Auch die Kinder freuen sich, wenn nur mal einer von uns da ist und wir Eltern freuen uns, wenn die Kinder mal längere Zeit weg sind. Wichtig ist nur, dass es für alle passt und jeder in der Situation glücklich und zufrieden ist.

VG

Ich empfinde urbia verglichen mit anderen Foren schon als extrem "zurück in die 50er", sowohl bei Beziehungen, als auch bei Gleichberechtigungsthemen, Moralvorstellungen, bei der Kindererziehung...
Ich hab hier oft das Gefühl aus einer Zeitmaschine zu steigen.

Die Herrschaft des Mannes wird als gegeben hingenommen, aber dafür darf man es dann den Kindern (sobald sich rausgestellt hat, dass sie keine Wunder, sondern normale Kinder sind;-)) so richtig zeigen...;-)

Ja, kann ich nur unterschreiben. Fühle mich hier manchmal als Zeitreisende

Das zeichnet sich aber schon einige Jahre so ab, auch außerhalb urbias. Ich bin schon 5 Jahre weg vom Job und schon in den ca. 5 Jahren zuvor hörte ich bei der Berufsberatung von weiblichen Zeitsoldatinnen ständig den Satz "ich brauche keinen Beruf lernen, ich heirate sowieso bald und bleib dann daheim, wenn ein Kind kommt". Meine Kollegen und ich fragten dann immer.... "ja und später, wenn das Kind im Kindergarten ist?" Dann kam nur ein verständnisloses Schulterzucken, sie dachten schon, sie bleiben ja wohl für ewig daheim, es könnte ja nochmal ein Kind kommen.
Tja- und dann hat man halt den einen oder anderen Minijob, es wird schon irgendwie reichen.#augen
Dass in manchen Familien nur Wunder auf die Welt kommen und keine Kinder, das ist beim 4. oder 5. dann schon lustig - beim ersten Kind nach jahrelangen Versuchen verstehe ich es ja noch ;-)
LG Moni

Huhu, machen wir uns doch nichts vor wie du schon selber sagst, bekommt man hier ein schlechtes Gewissen eingeredet, denn so ist der Großteil unserer Gesellschaft nun mal.

Es hat aber nicht jeder das Selbstbewusstsein, sich dem Gerede von anderen entgegen zu Stellen, es aus zuhalten oder an sich abperlen zu lassen. Mir ist mit fast 40 sowas von Hupe, was er über mein Leben denkt.
Der einzige mit dem ich das bespreche und oder abkläre ist mein Mann, sonst kann doch jeder denken was er will. Mein Leben, meine Entscheidung ✌️

Viele sind vielleicht so aufgewachsen und haben es von Mama und Papa eingeredet bekommen, so was legt man nicht mal eben ab.
Du solltest nicht über andere urteilen, denn Du steckst nicht in ihren Schuhen.
Ein motivierender Beitrag ala Mädels, lasst euch das nicht gefallen, ihr seit wer, ihr seit es wert etc. Fände ich Pers. besser, als von oben herab zu urteilen (vielleicht war es von dir nicht so gemeint, kommt für mich aber so rüber) LG

Sehe ich auch so. Für mich haben solche Thread ein "Geschmäckle"...

Aber die Antworten bestätigen das Eröffnungsposting. Leider.

Ich weiß nicht ob es nur mir so geht aber Ich bin der Meinung das Du gerade derjenige bist der hier andere Menschen die eine andere Einstellung zu zum Beispiel alleine verreisen in einer Ehe, bzw. in einer Partnerschaft haben verurteilst.. Du schreibst nach meiner Meinung so, als wenn Frauen die nicht alleine verreisen möchten ohne deren Mann und Kind, altmodisch und abhängig von deren Partner sind..

Ist man nicht selbst die Frau? So lautet deine Überschrift. Wie ist dass ganz genau zu verstehen? Man ist also nicht selbst die Frau nach deiner Meinung, wenn man es nicht schön findet ohne Mann und Kind zu verreisen? Man hat sich aufgegeben bla, bla, bla....Es ist doch eine persönliche Entscheidung und eine Entscheidung die man nur mit sich selbst und seinen Partner treffen kann und besprechen sollte..

Ich würde niemals ohne mein Mann und mein Kind verreisen. Nicht weil Ich mich aufgegeben habe oder in den 50,ern lebe, sondern weil Ich so am glücklichsten bin und weil Ich lieber unser hart verdienten Urlaub mit mein Mann und mein Kind verbringe..

Du verallgemeinerst sehr. Kann man sich als Frau nicht gerne das möglich machen was man gerne hätte, fragst Du.. Klar, nur Du kannst nicht entscheiden was andere Frauen gerne möchten.. Nicht jeder Frau der gerne ihren Urlaub mit ihren Mann und Kind verbringt, ist eine altmodische in den 50,ern lebende Frau, die finanziell abhängig von ihren Mann ist.. Diese Frauen die sich nach deiner Meinung aufgeben haben, haben sich einfach für ein Lebensmodell entschieden das nicht deine Vorstellungen entspricht.. So what? Wenn Du, durch Beiträge von Frauen die es nicht nachvollziehen können dass man als Mutter und Ehefrau lieber alleine ohne Familie in den Urlaub fliegt, ein schlechtes Gewissen bekommst, dann stimmt irgendwas nicht..

Ich lese das gar nicht so, dass es um die geht, die nicht mögen. Für mich wäre das auch nix.

Die TE in dem Alleinverreisethread würde aber mögen und es sollte eigentlich selbstverständlich sein, dass jemand, der mag, egal, ob Mann oder Frau, das auch mal machen kann...

Wenn eine Userin schreibt, der Mann möchte xyz und ihr passt das nicht, lauten die meisten Antworten "lass ihm seine Freiheit".
Wenn eine Userin schreibt, sie möchte xyz und ihrem Mann passt das nicht, lauten die meisten Antworten "mach es doch so wie er will"
;-).

>>>leider fällt mir keine bessere Überschrift ein. Was ich hier wieder so lese, z.B Alleine verreisen ohne Familie geht das überhaupt. Da wird einem hier auch noch das schlechte Gewissen eingeredet, dass das nicht so toll wäre. Unmöglich so etwas>>>

Ich finde es nur unmöglich, wenn man als Frau alleine verreisen möchte, schlechtes Gewissen eingeredet bekommt, weil man es gerne machen möchte. Es ist jeden selber überlassen, ob er gerne mal alleine verreisen möchte oder lieber nur mit seiner Familie. Aus dem Thread "Alleine verreisen trotz glücklicher Familie"

>><Man zieht zu seinem Partner (nicht soweit weg) und gibt seine Arbeit auf, ist unglücklich, weil Freunde und Nachbarn nicht mehr vor Ort sind. Gibt man sich selber auf und macht sich finanziell abhängig?<<<

Aus dem Thread "Ich fühle mich immer noch nicht zu Hause" Den letzten Satz habe ich mit Fragezeichen gestellt. Da fragt man sich eigentlich warum gibt derjenige die Arbeit auf. Nicht mehr und nicht weniger.

@mumle: Unnd das was du da schreibst, habe ich so nicht behauptet. Steht in meinem Anfangsthread auch nicht drinne.

LG Hinzwife

Ich finde auch, dass man hier häufig die zwei Extreme liest.

Die Frauen, die sich von ihren Männern schlecht behandeln lassen und/oder teilweise auch einfach selbst in die Rolle des Mütterchens drücken und man sich fragt, ob sie mit der Geburt oder der Ehe ihre eigene Persönlichkeit an einen Nagel gehängt haben.

Auf der anderen Seite aber auch die, die ihrem Mann scheinbar so gar nichts mehr gönnen. Und ihn teilweise auch behandeln wie ein kleines Kind

Ich find beides total schwierig.
Eine Beziehung sollte für mich auf Augenhöhe stattfinden. Die Bedürfnisse beider Partner sollten berücksichtigt werden. Der Umgang miteinander sollte respektvoll und wertschätzend sein. Und vor allem sollte man SICH SELBST auch wert sein, sich das zu gönnen, was man braucht. Das gilt für beide Partner.
Einen Urlaub alleine würde ich vermutlich nicht machen. Wenns aber das ist, was man gern machen würde.. Warum nicht.

Die Kinder werden keinen Knacks davon tragen, wenn Mutti mal ne Woche alleine weg ist. Ich fand früher sogar Zeit mit meinem Vater alleine total super. ;-)
Insbesondere als Mutter muss man auch lernen, Verantwortung abzugeben. Man ist noch ein eigener Mensch und hat Bedürfnisse. Und schließlich ist der Papa ja auch ein Elternteil. Warum sollte der sich schlechter um die Kinder kümmern?

Um es vorweg zu nehmen, weil sicherlich wieder jemand um die Ecke kommt, der Worte im Mund umdreht:

Mir geht es hier um Erfüllung von real existierenden Bedürfnissen. Sind diese Bedürfnisse nicht vorhanden, muss natürlich nichts erfüllt werden.
Niemand MUSS alleine in den Urlaub fahren. Und wenn eine Mutti voll glücklich damit ist, keine Freizeit mehr für sich alleine zu haben, braucht sie das meinetwegen auch nicht.

Es geht mir rein um die Fälle, wo deutlich wird, dass das eigentlich nicht das ist, was sich jemand wünscht und auch gern mal eigene Bedürfnisse befriedigen würde.

Huch, da sind wir uns anscheinend ja doch ziemlich einig#winke.

Vielleicht etwas holprig geschrieben von mir.

Auf jeden Fall. Was meinst du?

Ja, das glaube ich schon, leider etwa unglücklich.

Ah, hab jetzt die Antworten gelesen und dein Beitrag bekommt einen Sinn...

Ich finde, wenn man Partner untereinander respektvoll miteinander umgehen und die Bedürfnisse des anderen ernst nehmen, hat man die Probleme nicht. Und wenn das Gegenteil der Fall ist, frage ich mich immer, warum sind die (noch) zusammen.

Ich kapier das Gerede hier nicht so ganz.

Die einen sagen, man darf sich das nicht gefallen lassen und muss seine "Frau" stehen und den Mund aufmachen...
Dann kommt man aber vermutlich gleich wieder in die Kategorie der Frau die ihren Mann unterdrückt und keinen Spaß gönnt.

Also irgendwie passt eh nix was man macht?

Juchu.

Ich dachte schon ich sei allein mit solchen Gedanken.
Ich werde wahrscheinlich in die Psychiatrie kommen, denn

Ich werde, wenn möglich, bis drei Wochen vor der Geburt Arbeiten
Ich werde nach 8-12 Wochen wieder Vollzeit arbeiten
Mein Mann wird nach etwa 12 Monaten wieder 75% arbeiten
Das Kind geht dann zur Tagesmutter
Ich werde Dienstreisen machen
Mein Mann wird Freunde 500km entfernt allein besuchen
Ich werde schnellstmöglich wieder zweimal die Woche auf dem pferd sitzen, schwimmen und Radfahren...

Ui jui... Nicht das das Jugendamt kommt

Ich finde, dass zum einen nur sehr vereinzelte Leute hier (die aber häufig posten), grundsätzlich zu allen möglichen Themen seltsame, überzogene, krasse Meinungen vertreten, die dann die vielen vernünftigen Stimmen übertönen, wie zum Beispiel im Reisethread.

Zum anderen gibt es viele konservative Frauen hier, die eben ein konservativ-geschlossenes Weltbild vertreten, was übrigens einem erheblichen Teil der Gesellschaft entspricht.

Ich kann damit leben und kann auch etwas davon lernen, wie man von vielen Menschen etwas lernen kann, denen man zuhört.

Ich finde das Hauptproblem "bei Frauen" ist, dass sie nicht die Männersolidarität leben, sondern sich gegenseitig ausbremsen, in dem sie sich gegenseitig ständig die Augen aus hacken.

Wir leben im Jahr 2019, und noch immer macht man es falsch - egal was man macht.

Keine Kinder - waaas?
Nur 1 Kind - waaas?
5 Kinder - waaaaaaaaaaaaas?

Nur Karriere? was stimmt mit dir nicht?
Karriere und Kind / Familie? Was stimmt mit dir nicht?
Nur Kind / Familie? Was stimmt mit dir nicht?

Gerade wir Frauen sollten doch irgendwie mehr zusammenhalten. Echte Gleichberechtigung ist noch in weiter Ferne.

Ich finde Männer keineswegs durchgängig "solidarisch" miteinander.

Eher auch wieder so ein frauenfeindlicher Mythos: "Männer sind unkompliziert, Frauen sind stutenbissig."

Männer können untereinander richtige Arschlöcher sein und auch kein gutes Barthaar am anderen lassen.

Hallo,

viele Grüße von der TE der Alleinereisenfrage!
Ich hatte das etwas unscharf formuliert:
es ist auch nicht so, dass ich mich nicht "traue", weil ich Angst habe oder mein Mann es mir verbieten würde, sondern weil ich wirklich einfach ihre Gefühle nicht verletzen will.

Mein Mann und ich, wir verreisen ständig allein, weil wir beide viele Dienstreisen machen müssen, darum ging es mir nicht. Ich brauche seine Erlaubnis nicht, aber ich will auch nichts machen, das ihn verletzen würde. So sehr es auch darum geht, sich seine Eigenständigkeit zu bewahren, denke ich nicht, dass man das auf Kosten des Partners ausleben sollte. Das gilt dann für beide, für Männer und Frauen.

Viele Grüsse!

Ich glaube hier bei Urbia scheint es sehr extern zu sein und auch für uns würde dieser teilweise Affentanz nicht in Frage kommen.
Dieses Männlein und Weiblein finde ich auch ganz gruselig.
Jetzt kommt sicher von einigen,man soll doch bitte jeden leben lassen wie er will.
So ist es halt...

Manche Frauen denken wohl, dass es so erwartet wird (von der Gesellschaft, der Familie oder von wem auch immer), dass sie sich komplett selbst aufgeben und nur noch für die Familie da sind. Und Frauen die arbeiten gehen, ihr Kind in die Kita geben und den Mann gleichberechtigt in Care-Arbeit und Haushalt einbeziehen, sind natürlich Rabenmütter. Ich kann hier manchmal auch nur den Kopf schütteln.

Es ist aber nunmal so, dass es in der Urbiologie der Frau verankert ist, dass sie sich um den Nachwuchs kümmert.

Das war schon immer so, ist in der Tierwelt so und auch in Zukunft werden Frauen die Babys bekommen.

Ich kann absolut verstehen, warum Frau heute nicht mehr nur Zuhause am Herd dem Manne dienen möchte und finde auch toll das es mittlerweile Möglichkeiten gibt. Aber trotzdem ist es das Erbe der Frau.

Schade finde ich, das sowas keinen Wert mehr hat.
Warum kann man sich nicht Zuhause um die Kinder kümmern, ohne sich dabei minderwertig oder vertrottelt vorzukommen?

Warum wird diese so unendlich wichtige Aufgabe nicht geschätzt?

Zur Emanzipation gehört für mich nicht nur das Frau jetzt genauso röddeln kann/darf/muss wie ein Mann, sondern das Brutpflege genauso hoch geschätzt wird, wie andere Berufe. Wie kann es schlecht-langweilig sein, wenn man sich anständig um die nächste Generation kümmert?
Dann ist man nicht das "Heimchen" am Herd sondern eine Frau, die sich um ein Familienunternehmen kümmert. Und das geht nicht nebenbei.

Frauen sollten dahingehend unterstützt werden, eben nicht deswegen zwangsläufig von einem Mann abhängig zu sein.

Ich finde es nicht emanzipiert wenn Frau vollarbeitend - alleinerziehend sein kann.

Das ist traurig!!!

Und da ist wieder das Problem. Immer muss man werten und seinen eigenen Lebensstil irgendwie empor heben.

Denselben Stellenwert als 'Familienmanager' und als arbeitende Frau hat man nicht. Wer zuhause ist, kümmert sich in der Regel nur um seine Familie. Wer arbeiten geht, dient mit seinem Job der Allgemeinheit. Somit ist es nicht möglich, das jede Frau zuhause bleibt um sich um die Kinder zu kümmern. Das wäre in einer Gesellschaft nicht tragbar.

Wer zuhause bleiben will und es sich leisten kann, bitte. Im gleichen Atemzug die Vereinbarkeit von Beruf und Kindererziehung 'traurig' zu nennen, ist aber nicht richtig.

Und das ist jetzt nicht mehr nur konservativ, sondern reaktionärer Eva Herrmann-BS.

Biologische Begründung der Stellung der Frau...alter Schwede! Google mal, welche politischen Gruppen sich sowas auf die Fahne schreiben, inklusive: die Rolle der Hausfrau und Mutter muss endlich wieder (politisch?) aufgewertet werden.

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Ich empfinde das als absolutes Urbia Phanomen. Ich kenne im wahren Leben niemanden, der so lebt.

In unserem Freundeskreis gehen in der Regel beide Partner arbeiten, mal arbeitet die Mutter voll, mal der Vater. Auszeiten nehmen sich beide, jeder geht mal alleine mit Freunden was trinken..

ich finde Urbia was das abgeht auch total rueckstaendig, aber das hat wohl eher was mit der Urbia Zielgruppe zu tun als mit dem wahren Leben.

Ehrlich gesagt frage ich mich beim Lesen hier auch oft, ob ich in einer Art Blase leben und Urbia die Realität abbildet, oder ob es umgekehrt ist 🤷‍♀️

Hallo Mädels,
Wow wärs mit ein bisschen mehr Gelassenheit hier im Forum. Leben und Leben lassen.
Wer seid ihr, das ihr über den Lebensstil einer Anderen urteilt! Toleranz heißt das Zauberwort.
Grüßle
Die Tolerante

Was ist denn an diem Thread nicht gelassen? Bei urbia muss man doch ruhig ubd gelassen bleiben, wenn man nicht rausfliegen will.
Aber wenn wir schreiben, dass alles toll ist, brauchen wir ja nicht mehr zu diskutieren.

(Nebenbei, Menschen, die sich gern ein bisschen unterwerfen, müssten Kritik doch eigentlich mögen#kratz.)

Ich denke viele Menschen, die sich nicht immer für den Mittelpunkt der Welt halten, mögen einfach keine Disharmonie. Warum sollte man sich wegen jedem pups streiten, wenn man durch 2mm nachgeben in Frieden leben kann

ich fahre am wochenende oft alleine zu meinen freunden, die 200 km entfernt wohnen.

dafür bin ich mit der kleinen von weihnachten bis neujahr bei meinen verwandten und mein freund ist zuhause. musste mir deswegen auch schon böse kommentare anhören. für mich sind die weihnachtstage (außer heiligabend) und neujahr nicht unbedingt dafür gedacht, diese mit dem partner gemeinsam zu verbringen.

Aber wann ist man denn "selbst" die Frau? Klar gebe ich Dir Recht, manches ist in der Beziehung auch völlig übertrieben, aber auch das andere Extrem ist nicht wirklich "selbst". Für mich hat das auch was mit einem gewissen Selbstwertgefühl zu tun, wenn ich das habe lasse ich mir selbstverständlich gewisse Sachen nicht gefallen, habe aber auch andere Sachen die die gegenteilige Gruppe so nötig hat auch nicht nötig.


Viele gehen hier auch immer von ihren Lebenssituationen aus ohne zu sehen dass andere Lebenssituationen anders gewertet werden müssen. Ich war 3 Jahre zu Hause und habe in der Zeit hier bei weitem nicht alles geschafft was zu tun gewesen wäre, mit Mehrfamilienhaus das gerade in Eigenregie saniert wird, eigenem Obstland, eigenem Nutzgarten. Mit 60m2 Mietwohnung und einmal Hausdienst in der Woche wäre mir vermutlich auch nach einem Jahr der Himmel auf den Kopf gefallen. So hätte ich locker ein Jahr länger zu Hause bleiben können und hätte genug Arbeit gehabt die noch zu erledigen ist. Freunde von mir haben schon Eltern die Hilfe brauchen, Langeweile haben die auch keine. Und das alles hat auch nichts damit zu tun ob man demütiges Hausmütterchen ist, im Gegenteil, ob man auf Augenhöhe ist wird nicht durch das Lebensmodell entschieden sondern dadurch ob man weiß was der andere leistet und diese Leistung wertschätzt. Ich komme aus einer kleinbäuerlichen Familienstruktur hier gingen schon immer alle Frauen zumindest TZ arbeiten weil die Höfe nicht genug abwarfen, und versorgen aber neben ihren Kindern oft auch noch die Altenteile mit und putzen dort etc. Die rocken mehr als manch vollzeitarbeitende Mutter die ich in meinem Bekanntenkreis habe. Und ob sie zu Hause auf Augenhöhe mitbestimmen oder kuschen hat nix mit ihren Lebensmodellen zu tun, ich kenne bei allem jede Art der Ausprägung in jede Richtung.

Ich finde, genau mit dem Umfang der Berufstätigkeit hat das ganze überhaupt nichts zu tun, und dass sich so viele daran hochziehen, bestätigt in meinen Augen das Ausgangsposting.

Die Klischeeurbiauserin ist emanzipiert, wenn sie zusätzlich zu *ihrem* Haushalt arbeiten gehen darf, selbstverständlich mit getrennten Finanzen. Wenn sie dann reduziert, weil sie das gemeinsame Kind erzieht, bleiben die Kassen natürlich getrennt. Im Haushalt und mit dem Kind was machen kann er natürlich nicht; er geht ja arbeiten...für die eigene Kasse versteht sich, und die Frau ist natürlich emanzipiert genug, ihm den Lohn seiner Arbeit und seine Unternehmungen voll zu gönnen. Sie hat halt wegen des Kindes kein Geld. "Gönn ihm seine Freiheit und es ist ja *sein* Geld" gehört hier zu den meistgelesenen Sätzen. Wenn sie dann gern ein bisschen Sport machen möchte und er das nicht zulässt, schlägt man ihr hier allen Ernstes vor, in eine Frauensportgruppe zu gehen, um ihm mit seiner Eifersucht entgegenzukommen.

Mit dem Kind kann er leider nichts anfangen. Deshalb kann er auch nicht drauf aufpassen, wenn sie mal mit Freunden weg will. Dafür muss man schon verständnis haben. Aber sobald seine Mutter überzogene Ansprüche anmeldet, dann ganz plötzlich ist es *auch genauso sein Kind*....

Nee, von der Berufstätigkeit hängt das antiquierte Familienbild hier nicht ab.

Ich sag mal so, manchmal muss man seine Frau oder Mann stehen. Bloß keine Fremdbetreuung, wo ich häh gesagt hätte, würde bei uns überhaupt nicht funktionieren. Manchmal traf ich einsame Entscheidungen, über die ich meinen Ehemann aber informierte. Er hatte als die Kinder kleiner waren oftmals durch die Schichtarbeit keine Zeit. Legte mich mit Behörden, Pflegekasse und anderen Institutionen an. Da kann man sich kein langes Fackeln erlauben. Und mein Mann und ich fahren auch getrennt für einige Zeit weg. Weil wir unsere Auszeiten brauchen. Hier kann man von mir aus die Hände übern Kopf zusammenschlagen. Wir haben aber einen durch frühkindlichen Autismus schwerbehinderten Sohn, der häufig ein herausforderndes Verhalten hat.
Wegen alleine in Urlaub wegfahren haben wir überhaupt kein schlechtes Gewissen, sonst würden wir wegen unserem Sohn bald am Stock gehen.

Es gibt aber einige Dinge, nicht alle, da muss man echt selbst die Frau sein, besonders wenn es um unseren behinderten Sohn geht. Da bin ich eine Löwin.

LG Hinzwife