Unfaire Zimmersituation

Hallo.

Mein Gewissen plagt mich, obwohl ich glaube, die richtige Lösung gefunden zu haben.

Für unsere Familie steht ein Umzug in ein wirklich schönes Haus an. Hierbei stehen wir vor einem Luxusproblem.

Die Kinderzimmer sind sehr ungleich. Beide Zimmer sind natürlich sehr schön, das eine aber deutlich schöner. Das schönere Zimmer hat im Gegensatz zum anderen noch einen Zugang zum Spitzboden, ist also über zwei Ebenen, somit auch von der Fläche insgesamt größer, als das andere.

Wir haben zwei Mädchen im Alter von 5 und knapp 8.

Die 8-jährige würde sich emotional sicherlich riesig über dieses besondere Zimmer freuen. Rational betrachtet macht das Zimmer aber für die 5 jährige viel mehr Sinn.

Die 8-jährige beschäftigt sich nahezu gar nicht selbst. Wenn, dann sitzt sie am Schreibtisch und zeichnet. Sie interessiert sich nur für Verkleidung/Mode oder Berieselung von aussen, also TV, Tablet, interaktive Spiele oder eben mit vernünftiger Spielbegleitung/ Moderation durch Ältere. Alles andere ist nur ideenloses Herumtoben mit der kleinen Schwester. Sie würde nie allein mit Barbies, Playmobil oder etwas anderem spielen. Hinzu kommt, dass sie extrem unordentlich ist und allen Schrott sammelt und hortet. Also mit Weitblick würde ihre Zimmerordnung zumindest teilweise viel an mir hängen bleiben.

Die Kleine hingegen würde meiner Ansicht nach keinen emotionalen Wert auf ein solches Zimmer legen. Ich habe noch nicht gefragt. Allerdings macht es Sinn, weil ihr Ordnung sehr wichtig ist. Sie spielt fast nur bei ihrer Schwester, weil sie bei sich Unordnung nicht ertragen kann (wir sind in therapeutischer Begleitung). Sie spielt allerdings gerne und gut allein. Hätte sie nun die beiden Ebenene, könnte sie unterm Dach ihre Bauten und Equipment mit Zubehör haben, bespielen und auf der unteren Ebene ihren eher sterilen, strukturierten Schlafbereich. Der Weitblick ist ebenfalls, dass sie selbst ihr Zimmer selbständig deutlich ordentlicher hält.

Für die Große würden wir im Keller einen weiteren Spielbereich einrichten, der auch den Vorteil bei Spielbesuch bringt, dass ein Zugang von Garten aus vorhanden ist und so das häufige rein und raus Gerenne mir weniger Dreck und Arbeit auf der Wohnetage macht. Zudem kann sie dort dann grob aufräumen, aber dann ist die Tür auch zu und ihrem Zimmer ist nicht permanent so ein Chaos.

Also eigentlich in unserer Situation die perfekte Lösung. Trotzdem plagt mich das schlechte Gewissen. Sie wird traurig sein, nicht ein so tolles, besonderes Zimmer zu haben. Bauliche Änderungen sind nicht möglich, um einen ähnlichen Ausgleich zu schaffen.

Versteht mich Jemand?

Was sagt denn der/die Therapeut(in)? Ich würde es vor den Kindern gar nicht weiter thematisieren und dramatisieren... DU findest das Zimmer toll und besonders. Sowas musst du der Großen ja nicht einreden, sondern kannst das andere anpreisen. Die Große hätte ja letztlich scheinbar auch 2 Zimmer... Man muss sich ja nicht Probleme schaffen, wo noch keine sind. Einzig die Meinung der Therapeuten würde ich einbeziehen, denn es kann auch sein, dass der zusätzliche Raum die Kleine überfordert...

Genau deshalb habe ich sie weder befragt, noch überhaupt es thematisiert. In allen Themen bin ich bisher auch gut zurecht gekommen, Veränderungen den Kindern passend und unspektakulär zu präsentieren, sodass sie damit auch keine oder nur sehr wenig Probleme hatten.

Nur diesmal plagt mich eben mein Gewissen, weil ich mir sehr sicher bin, dass die Große nicht zufrieden sein wird ungeachtet, wie ich es präsentiere. Sicherlich spielen auch meine Emotionen hinein, weil ich selbst enttäuscht wäre, würde ich als Kind in ihrer Situation sein.

Ich habe auch bereits drüber nachgedacht, die Therapeutin zu befragen. Das werde ich bei nächster Gelegenheit tun.
Ich bin ziemlich sicher, sie wird mir zustimmen. Und ich habe kein Problem damit, die Situation zu tauschen, sollten meine Pläne nicht aufgehen.

Schwer das.

Verstehen... Joa. Keine Ahnung. Frage doch beide mal unabhängig voneinander welches Zimmer sie gern hätten. Vielleicht passt es ja?
Ansonsten per Los?

LG

Hallo
Bist du dir sicher, dass sie das Zimmer beide soooo toll finden würden? So einen Spitzboden mag nicht jeder. Das erlebe ich bei meinen Kindern bzw. deren Freunden gerade wieder. Die Eltern machen sich Gedanken und tolle Pläne, aber das Kind findet das vielleicht überhaupt nicht so toll. Auch wenn ich an meine Freunde denke, fällt mir nur eine ein, die den Spitzboden wirklich richtig nutzte. Da waren auch gerade Wände, es war beim Stehen viel Luft nach oben, es gab eine richtige Treppe,..
Bei uns sind die Zimmer auch etwas unterschiedlich. Jetzt sind die Kinder noch jünger und wie es sich entwickelt weiß ich natürlich nicht. Bisher jedenfalls, findet die 4 jährige das „beste“ Zimmer total doof.
Ich würde das tatsächlich einfach mal mit ihnen besprechen. Vielleicht ist es für sie überhaupt kein Ding und zur Not könnt ihr ja immer noch tauschen.
Wenn deiner jüngeren Tochter Ordnung sehr wichtig ist, ist mehr Platz ja nicht unbedingt die einzige oder die beste Lösung.

LG

Hallo, meine Gedanken dazu ...

Wozu braucht die Kleine eine zweite Ebene, wenn sie doch sowieso nur bei ihrer Schwester spielt? Dann würde doch die zweite Ebene als Spielebene für die Große viel mehr Sinn machen?

VG

Also meine Söhne würden sich total über ein zusätzliches Kellerzimmer freuen, dann auch noch mit Zugang vom Garten aus--perfekt! Besonders wenn sie mal im Teenageralter ist, wird sie ein solches Zimmer zu schätzen wissen!
Wir haben auch einen Spitzboden, der ist für alle 3 nutzbar (der Dachboden hat 3 abgeteilte Zimmer und eine große Freifläche und von dort geht's hoch in den Spitzboden). Aber der war vielleicht 1-2 Tage interessant und dann fanden die den doof. Da kann man auch nur in der Mitte stehen als Erwachsener, wahrscheinlich ist euer Spitzboden anders.

Ja, der Spitzboden ist mit einer festen Treppe zugänglich, hat absolut gemütliche Wohnraumqualität, Fenster. Ist wirklich sehr schön und gemütlich.

Im Keller wäre es einfach der Teil eines Raumes. Darin ist ein großer Einbauschrank, den wir nutzen würden. Es wäre aber genug Platz für mehrere Regale, ggf noch ein Basteltisch. Dort könnte ohne Ende Barbiekram hin, oder das Baby Annabelle Equipment oder auch selbst gebaute Hindernisse fürs Pferd spielen. Hätte im Keller auch eindeutig den Trampelfaktorvorteil, der weniger stören würde, als jetzt, wenn sie durch die Zimmer galoppieren.

Ich würde an einer Stelle mit jeden Kind getrennt über die Zimmerverteilung reden und sie vor vollendete Tatsachen stellen. Gar nicht fragen, welche Option sie lieber hätten. Den Vorteil von getrennt das Thema ansprechen ist, dass du bei jedem Kind ihre Option als die tollste verkaufen kannst. Alle Vorteile, wie viel cooler als das andere usw. so kann es ja nur gut ankommen, glaube ich :) ich würde dann kein großes Thema daraus machen, wie/wo die Schwester wohnt.


Ich persönlich finde 2 Zimmer ungerechter als 1 Zimmer mit spitzboden....

Als Kinder gab es bei uns ein Kinderzimmer mit eigener Toilette, aber sonst stinknormal und kleiner. Dann gab es ein Zimmer mit Balkon, aber Toilette geteilt durch eine Verbindungstür mit einen Zimmer, der einen sehr großen Zwischengeschoss/(so was wie Spitzboden, aber nicht Spitz) hatte. Ich finde, jetzt wenn ich daran denke, dass das Zimmer mit Zwischenboden schon die coolste war. Ich glaube nicht, dass jemand je neidisch war auf das andere Zimmer und es hatte jeder mal eine Zeitlang jeden Zimmer gehabt, irgendwann. Es wurde schon rotiert, je nach Geschmack, aber nie auf Elterninitiative.

Mach die kein großes Kopf, das wird sicherlich unproblematischer als du denkst!

Was ich weniger sinnvoll finde, ist, dass du die Verteilung der Zimmer damit rechtfertigst, dass die ältere unordentlicher ist. (Das Zimmer also quasi weniger verdient) Die jüngere ist wohlmöglich nur ordentlicher, weil sie da ein kleines Problem hat oder weswegen seit ihr da in Therapie? Was wäre, wären beide Kinder gleich ordentlich oder unordentlich?
In meinen Augen verdienen beide gleichermaßen ein schönes Zimmer.
Auch unschön fände ich es, wenn das eine Kind so weit hoch wie möglich gestellt wird, während das andere in den Keller soll, wo das Zimmer wiederum mit Kompromissen (noch von euch benutzen Schrank) besetzt ist. Das bekommt für mich den faden Beigeschmack, dass das eine Kind belohnt wird und bei euch höher im Kurs steht und das andere Kind eben nicht..
Ich würde beide Fragen, wer welches Zimmer gerne hätte und dann schauen. Aber so haben beide die Möglichkeit etwas dazu zu sagen. Sollten beide das gleiche Zimmer wollen, würde ich nochmal schauen. Dann würde wohlmöglich keiner das Zimmer „bekommen“ in dem einem können sie ja schlafen und in dem anderen spielen. Dann würde ich in dem „schönen“ Zimmer oben eine kleine lese/Ruhe Ecke einrichten, wo sie sich mal zurück ziehen können. Unten zum spielen und in dem anderen Zimmer Schlafzimmer. Bis beide größer sind und man da nach Interesse nochmal schauen kann. Die kleinere spielt in drei Jahren vielleicht auch Pferdchen gern, wird deshalb aber gewiss nicht in den Keller umziehen müssen.
Bei uns galt früher die Regel, das ältere Kind war zuerst da und hat die Erstwahl. Meistens hat es sich immer ganz gut eingependelt, dass jeder bekommen hat, was er gut fand. Hätten meine Eltern einfach so entschieden, hätte mich das wahrscheinlich nicht gefallen und ich hätte mich zurückgestellt gefühlt.
Ich hasse nichts mehr, als nicht miteinander reden und gemeinsame Lösungen zu suchen. In dem Alter kann man das schon ansatzweise machen und die Kinder einbeziehen. Ist eben doch anders, als sie vor vollendeten Tatsachen zu stellen und eine fühlt sich benachteiligt.
Ich denke, wenn deine Eltern sowas machen würden, wärst du mir Ihrer Argumentation auch nicht zufrieden und würdest dich ungerecht behandelt fühlen, daher könnte dein schlechtes Gewissen ja auch herrühren. Ich denke nämlich, ein schlechtes Gewissen stellt sich immer dann ein, wenn man weiß, dass man sich nicht so dolle verhält..
ich würde da wirklich mit beiden versuchen eine gute Lösung zu bekommen..

Alles gute

Siehst du, da bin ich mittlerweile grundsätzlich anderer Meinung.

Die Kleine bekommt soviel gebraucht, was die Große alles mal neu bekommen hat. Sie kann viele Dinge nicht tun, die ihre Schwester aufgrund des Alters bereits kann und darf. Sie muss gefühlt sehr oft zurückstecken.

Dann noch das generelle Erstgeborenenvorrecht, ne, finde ich überholt.

Die Sache mit der Ordnung hat weniger mit "verdienen" zu tun, sondern mehr mit praktischem Aspekt für mich.

Ich gehe auch davon aus, dass die Schwester es zwar toll fände, aber sinnvoll nutzen würde sie es kaum. Entgegengesetzt hätte es für die Kleine einen großen Nutzen. Sie hätte die Möglichkeit, aufgebaute Spielsachen häufiger zu bespielen, die sie sonst wg ihrer Störung oft gar nicht nutzen würde, weil die Unordnung ihr Stress macht.

Am liebsten würde ich sie nun beide gleich behandeln, aber das geben die Räumlichkeiten nunmal nicht her.

Die Interpretation bezgl hochstellen- DG vs abwerten-Keller empfinde ich als übertrieben.

Ich sehe wirklich einfach, dass beide einen besseren, sinnvolleren Nutzen in der Lösung ziehen würden, aber befürchte, dass die Große dennoch neidisch sein wird.

Besteht denn ansonsten die Möglichkeit, dass ihr als Eltern das Zimmer nehmt?

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Wenn ihr wegen der Unordnung in theraputischer Begleichung seid, dann würde ich da nachfragen was für deine Tochter in ihrer Situation sinnvoll wäre.

Ich persönlich würde, aber intuitiv dem älteren Kind das größere/bessere Zimmer geben, das hat eben mehr freude daran und nimmt es bewusster wahr - dem kleineren Kind ist das ja noch egal. Wenn es da aber eine therapiebedürftige Unordnungsproblematik gibt, dann würde ich auch nachdenken und mich da eben beraten lassen.
Eventuell muss man eben Sachen ausmisten (ich habe meine alten Sachen auf dem Flohmarkt verkauft und mit dem geld konnte ich machen was ich wollte, das hat motiviert auszumisten) Ein Umzug ist eine gute Gelegenheit zun auszumiste, "nur 2 Unzungskartons füllen - das wars". Zu viele Sachen können schnell überfordern, wenn man aufräumen muss.

Ich war vor meinem Auszug sehr unordentlich, aber da ich in meine 1-Zimmer-Wohnung nur wenig mitnehmen konnte, ist es da automatisch besser geworden. Aufräumen dauerte einfach nicht mehr so lang und nervte nicht so...

Ich finde, man sollte nicht aufgrund des Alters immer die Größen des Zimmers vergeben. Nur weil das älteste Kind eben das älteste ist, sollte es nicht automatisch auf das größte Zimmer recht haben. Das ist wie vorne im Auto sitzen, es ist unfair, weil die jüngeren Geschwister so nie an der reihe sind.

Ich würde es nach deren Bedürfnisse aufteilen - Rede mit der Therapeutin und wäge ab. Aber nur, weil die eine älter ist, sollte sie nicht automatisch immer das beste haben.

Bei uns war das übrigens immer so - der älteste bekam das beste. Er hatte auch immer das größte Zimmer, obwohl er sich viel mehr mit Konsolen beschäftigt hat also nie ein großes Zimmer gebraucht hat. Ich hingegen hab viel gebaut und gebastelt, hätte ein größeres Zimmer für mein spielen gebrauchen können, bekam aber quasi immer nur die besenkammer.

Und du beschreibst genau meinen Gedankengang. Die Große ist wie dein Bruder, will Tablet schauen, spielt mit ihrem V-Tech oder wenn sie das alles nicht darf, tobt sie ziellos oder schaut aus dem Fenster.

Die Kleine würde ihre Bauten bespielen, wenn mein Plan aufgeht und sie die Bauten eben dann auf der anderen Ebene "ertragen" kann.

Sicherlich dürfte die Schwester auch dort oben spielen, wenn sie eben das Spielzeug bespielen will.

Wenn mein Plan natürlich nicht aufgeht, die Kleine den Spitzboden auch als steriles Museum nutzt, hätte ich auch keine Skrupel dann doch zu tauschen. Aber ich denke, so werden wir es erstmal machen. Nur wie gesagt, plagt mich das Gewissen. Aber das würde es sicherlich in beide Richtungen, egal, wie ich entscheide.

Hallo,
Ich finde deinen Gedankengang klar und nachvollziehbar, du schaust auf die Bedürfnisse der beiden und bist bereit es anzupassen falls es anders doch besser passen sollte. Du brauchst wirklich kein schlechtes Gewissen zu haben! Das klingt doch beides nach super Zimmern, keine bekommt das Zimmerchen unter der Treppe. 😉
Ich würde die beiden ruhig vor vollendete Tatsachen stellen, wie ihr es für sinnvoll haltet. Falls von den Mädels Einwände kommt, könnt ihr ja sehen ob sich zB beide die Aufteilung andersherum wünschen oder nur eine unzufrieden ist. Dann kann man immer noch den Kellerraum inAussicht stellen, absprechen dass nach Zeit xyz getauscht werden kann usw.
Hier wird es mal richtig spannend - wir haben ein Balkonzimmer mit 20qm und zwei 8qm Zimmerchen für drei Kinder. Momentan haben sie ein Schlaf- und ein Spielezimmer, aber sobald sie ihre eigenes Reich wollen, wird es spannend!

Ich würde die Größere entscheiden lassen.

Hallo. Ich habe auch 2 Kinder und kann deine Gedanken nachvollziehen. Ist sicher nicht einfach zu entscheiden. Wie groß sind denn die Zimmer? Unfair fände ich, wenn die kleine jetzt 13qm bekommt und die große hat mit Spitzboden 25qm oder so. Ich würde evtl folgende Überlegung mit einbeziehen. So groß ist der Altersabstand ja nicht. Was wäre, wenn die Beiden ein Zimmer als reines Schlafzimmer teilen und das "schöne" Zimmer gemeinsam zum Spielen nutzen? Du schreibst, dass sie sowieso in einem Zimmer spielen. Entweder man nutzt den Spitzboden als Ruheecke, wo vielleicht auch HA's gemacht werden, mit ner gemütlichen Leseecke und Schreibtisch und unten dann das Spielzeug. Oder jede nutzt eine Ebene für Ihr Spielzeug. Durch Zimmer + Spitzboden hätte auch notfalls jede die Möglichkeit, sich alleine zum Spielen zurückzuziehen. In ein paar Jahren ändern sich die jeweiligen Bedürfnisse und die Karten können dann nochmal neu gemischt werden.

Hallo,
deine Situation kommt mir vertraut vor. Mein älterer Bruder hat in fast dem gleichen Alter wie deine Älteste und denselben Konditionen ein Zimmer im Keller bekommen. Und es war die reinste Hölle. Du meintest, es sei übertrieben, dass das Kind es als abwertend empfindet, ein Zimmer im Keller zu bekommen: Bei uns war es aber leider so. Eben weil er so abgetrennt von der Wohnebene war. Das bedeutet natürlich nicht, dass es bei euch so laufen muss. Aber ich würde es absolut nicht ausschließen. Ein paar Gedanken:

1.Die Älteste bekommt das Zimmer mit Zugang zum Spitzboden, da sie natürlich auch früher in die Pubertät kommt und dann dieser zusätzliche Platz sehr sinnvoll ist. Sie kann dann einen Wohnbereich, wo sie mit Freunden die Zeit verbringen kann einrichten, klar getrennt vom Schlafbereich. Spätestens in dem Alter wird sie den Platz wahrscheinlich sinnvoll nutzen und so ein Zimmer ist für Jugendliche natürlich der Hammer. Außerdem wird sie dann wahrscheinlich auch sehr viel Zeit in dem Zimmer verbringen. Sobald die Älteste für Studium/Ausbildung auszieht, ist die kleine mitten in der Pubertät und kann dann in das Jugendzimmer nachziehen. Ihr altes Zimmer wird dann ein Gästezimmer für die Älteste, wenn sie zu Besuch kommt.

2. Die Jüngste bekommt das große Zimmer, dann würde ich darüber nachdenken den Keller zügig umzubauen, zu einer kleinen „Wohnung“, vielleicht mit einem kleinen Duschbad und natürlich ohne Einbauschrank, in dem ihr eure Sachen lagert. Für junge Erwachsene wären solche Räumlichkeiten mit eigenem Eingang natürlich auch sehr attraktiv und wenn man das schick macht, fühlt man sich vielleicht auch weniger „abgeschoben“. So müssten beide in ihren Räumlichkeiten Abstriche machen, jedoch haben beide Zimmer etwas Besonderes.
Wenn die große das „bessere“ Zimmer bekommt und vielleicht während Ausbildung/Studium noch zuhause wohnen bleiben will, würde es sich vielleicht auch anbieten, den Keller umzubauen.

Was ich absolut nicht machen würde, ist die Zimmer „grundlos“ hin und her zu tauschen. Das eigene Zimmer sollte schon das eigene Zimmer sein und man sollte es nicht einfach hergeben müssen. Wie sehr man seine Geschwister auch liebt, aber sein Zimmer ist der private Rückzugsraum des Kindes, wo es sich entfalten kann. Niemand der sein Zimmer „liebt“, möchte es freiwillig einfach hergeben. Wenn die Älteste zum Beispiel auszieht, hat sie ja auch einen neuen, eigenen Rückzugsort und braucht das Zimmer zuhause nicht mehr häufig und kann es dann (sicher auch gerne) an die Jüngere abgeben.

Liebe Grüße

Gerechtigkeit bedeutet nicht, dass jeder das gleiche bekommt. Sondern, dass jeder das bekommt was er braucht und für seine Entwicklung am besten ist.

Sachlich stimme ich dir absolut zu. Aber mein Problem ist ja, dass sie vermutlich emotional nicht zufrieden sein wird, au h wenn es richtig sein wird.

Ja das wird sicherlich so sein. Ich bin allerdings der Meinung, dass sowohl Kinder als auch Eltern das aushalten müssen. Natürlich ist das nicht angenehm. Aber im Leben später werden deine Kinder noch mit ganz anderen Dingen klar kommen müssen und es ist nie schlecht das früh zu lernen.
Mach deinen Kindern klar, dass das nichts mit deiner Liebe zu ihnen zu tun hat, das ist das wichtigste.

Hallo,

ich würde gar nicht so sehr hervorheben und durchblicken lassen, dass eines der Zimmer so viel schöner ist. Kinder sehen die Dinge ohnehin mit ihren eigenen Augen. Man kann außerdem jedes Zimmer schön herrichten und einrichten.

Bei uns ist es so, dass der Kleine das größere Zimmer hat. Für uns war das logisch, der Große spielt weniger auf dem Fußboden als der Kleine. Wir haben beiden ihr Zimmer schmackhaft gemacht - beide sind glücklich. Wir Eltern haben zwar mit Möbeln eingerichtet und geschaut wie man diese am besten stellt, aber wir haben die Kinder immer miteinbezogen und so konnte jedes Kind sein Zimmer mitgestalten. Die Kinder haben schon vorher viel geplant und waren voller Vorfreude.

So würde ich das auch in eurem Fall machen. Begeister die Kinder für das jeweilige Zimmer. Beide können eh nicht das eine Zimmer haben. Ich finde auch nicht, dass die Große ein Vorrecht hat, weil sie älter ist. Es muss nachher für alle passen und wenn es der Kleinen hilft, dass sie ihren Kram nicht im Schlafbereich hat, ist das schon ein gutes Argument.

LG

Hallo!

Grds finde ich die Verteilung nach Bedürfnissen auch sinnvoll. Ich hab 4 Kinder (m, w, m, m). Sohn 1 wäre quasi der Logik hier in der privilegierten Situation das "beste" Zimmer zu erhalten (bei uns mit eigenem Bad und Balkon). Tatsächlich hat es meine Tochter bekommen, da wir erwartet haben, dass bei Pubertätsbeginn eine Badtrennung sinnvoll ist. Sohn 1 und Sohn 2 teilen sich ein Bad. Sohn 3 teilt es sich mit uns.
Das ist so tatsächlich auch aufgegangen. Sie hat nun ihre Periode, was noch zu "Unfällen" führt, bei denen sie gern alleine ist. Ein nörgelnder Bruder vor der Tür oder halbnacktes Hüpfen durch den Flur wäre bestimmt begrenzt schön.

Ich würde insofern dringend auch den Blick in die Zukunft wagen. Es zählt nicht nur das "jetzt". Was braucht die Große später? Ist sie sehr gesellig, weil sie sich schlecht selbst beschäftigen kann? Wird sie vielleicht auch später schicken Platz für Freunde brauchen?
Ist die Kleine eher der Einzelgänger?
Das waren jetzt exemplarische Fragen zu denen ich keine Antwort erwarte. Es war nur Denkimpuls. ;-)

Und tatsächlich würde ich meine Kinder bei so wichtigen Fragen wie Raumvergabe beteiligen. Im Leben einer 8jährigen sind das noch ganz große Themen. Und ich würde ihre Argumente zulassen und mich ggf danach entscheiden. Zumindest würde ich meine Argumente gut erläutern.

Sohn 1, selbst pubertär, ist äußerst froh das Periodenthema nicht abzukriegen. Tatsächlich haben wir das damals so erklärt und er fand das immer in Ordnung.

Liebe Grüße!

Ich würde das komplett andersrum denken als Du.

Bei uns haben immer die ältesten das größte Zimmer bekommen, egal wie ordentlich sie waren oder mit was sie noch spielten. Die Großen sollten eben die Großen sein dürfen.

Da waren dann schon immer weitere Schlafmöglichkeiten eingeplant.... für die späteren Freunde bei späteren Partys.... oder eben irgendwann für den ersten Freund. Bei uns sieht man es so, dass man den großen Kindern besser Raum gibt und die Möglichkeit ihre Freunde mit nach Hause zu bringen und die somit kennen zu lernen und in Reichweite zu sein als sie irgendwo später auf den Straßen rumhängen zu lassen oder als wenn sie alles so mehr hinter dem Rücken der Eltern ausprobieren. Außerdem brauchen ältere Kinder mehr Privatsphäre.

Wenn die Kleine einen Putzfimmel hat, würde ich ihr never ever noch mehr Platz zum Aufräumen geben, sondern sie mit dem kleineren Zimmer in dieser Verantwortung entlasten.

Die jüngeren Kinder dürfen bei uns die jungeren sein. Sie brauchen kein zweites Zimmer. Sie dürfen sich auf mehr Platz freuen, wenn die Älteren das Nest verlassen.

Den großen wird mit dem großen Zimmer dann natürlich auch eine größere Verantwortung mitgeben es reinlich zu halten. Aber das zu lernen und nicht gleich zu können oder zu wollen, schadet Ihnen gar nichts.

Warum du da mit rum wuschteln musst, verstehe ich auch nicht so ganz.... Sie wird es eh eher treffen eigenständig werden zu müssen, also muss sie es sowieso lernen... Ich würde sie einfach die Erfahrung von viel Platz = viel Möhle machen lassen. Im Notfall Tür zu und gut. Vermeidung bringt nix für den Lerneffekt. In meinen Augen kommen deine bisherigen Gedanken doch zuerst deinen Ordnungsvorlieben entgegen.

Und wenn die Kleine ohnehin immer bei ihrer Schwester spielt, macht es viel mehr Sinn der großen ihr Terrain zu geben und noch ne Lounge mit rein zu basteln oder so.

Hallo!

Ich hab mir jetzt alles durchgelesen. Ich finde alle vorgebrachten Argumente und Ansichten der User gleich logisch, richtig und nachvollziehbar ;-).

Ich denke also, ganz egal wie du's machst: Du machst das Richtige (mal positiv formuliert ;-)).

Mein Ratschlag: Entspann dich. Zieh deinen Plan durch und wenn sich dann im Alltag rausstellt, dass es anders doch besser wäre, kannst du immer noch tauschen. Lass die Dinge einfach auf dich zu kommen, vieles zeigt halt erst die Zeit.

Was ich allerdings unbedingt noch machen würde: Die Therapeutin nach ihrer Meinung fragen und danach die "Erstentscheidung" ausrichten.

Und falls die Große enttäuscht ist: Einer 8jährigen kann man durchaus mit Argumenten kommen. Erkläre ihr das genau so, wie du es uns erklärt hast. Dann ist sie vielleicht immer noch unzufrieden, weiß aber, dass deine Entscheidung Gründe hat und die Schwester nicht das schönere Zimmer bekommt, weil du sie lieber hast.

Ich habe mir mal die Mühe gemacht und hab die anderen Beiträge alle gelesen und muss sagen, ich finde auch, dass du das jüngere Kind bevorzugst.

Hast du auch Geschwister? Bist du das jüngere und wurdest benachteiligt, dass du es jetzt etwas ungeschickt auf deine Kinder projizierst?

Ich verstehe auch nicht so recht, warum die kleine „verzichten muss“ weil sie die Kleidung der älteren trägt oder Spielzeug vererbt bekommt... sie verzichtet doch überhaupt nicht oder sind die Sachen so ramponiert, dass sie eine Zumutung wären?
Verzichtet die kleine tatsächlich oder ist es dein Kopf, der diese Meinung hat?
Was kann die ältere denn dafür, dass sie zuerst geboren wurde?
Ich finde das du der älteren viel in die Schuhe schiebst, für die sie überhaupt nichts kann.

Auch das Thema mit dem aufräumen geht bei mir nicht auf.
Wenn deine kleine damit eh schon ein Problem hat, würde ich ihr weniger Platz geben, nicht noch eine Ebene mehr...
Auf der einen Seite ist sie deshalb in Therapie, auf der anderen Seite ist dir ihre unnatürliche Ordnungsliebe doch recht, weil es für dich praktischer ist. Also, was nun? Ein Problem oder gut? Fortschritte wird das Kind nicht machen können, wenn die Mutter unbewusst signalisiert, dass es doch ein willkommener Charakterzug ist.
Hast du damit auch ein Thema? Kinder sind ja meist Symptomträger, ich würde da schauen, ob bei euch, innerhalb der Familie etwas unstimmig ist. Geht ihr auch in Therapie?

Mal unabhängig davon, dass nicht alle Kinder immer exakt identische Zimmer bekommen können und daher immer Kompromisse gesucht werden sollten, am besten mit beiden Kindern, finde ich deine Begründung seltsam. Die ältere spielt ja nicht, vor allem nicht alleine, deshalb braucht sie das schönere Zimmer nicht, aber das im Keller, wo sie sich austoben kann und niemanden mit dem Getrampel stört? Wozu, wenn sie nicht spielt? (Sondern nur mit der kleinen unsinnig herumtobt?)
Mit einer gemütlichen Lese-Ecke oben, würde sie sich bestimmt freuen. Deine Argumentation geht ja auch anders herum. Wozu benötigt die kleine ein Zimmer mit Spitzbogen, wenn sie so gern spielt? Dann wäre der Keller für sie doch ideal. Dort könnten ihre tollen Bauten stehen bleiben und sie könnte sich dort ein richtiges Spiele Paradies aufbauen, während in ihrem Schlafzimmer alles schön steril bleibt.
Während die ältere oben ihre Ecke hätte, um einfach nur Ruhe zu haben, Tablett zu schauen oder eine richtige Mädchen Ecke mit Kissen und und und. Warum muss sie denn überhaupt aktiv spielen, damit sie eine Begründung für das Zimmer hätte? Jeder darf ins seinem Zimmer doch machen, was er will.
Vor allem, warum die ältere traurig machen, wenn du kleine sich für sowas eh noch nicht interessiert? Wem bringt das was? Nur dir zur Erleichterung? Hmm, finde ich persönlich nicht so prickelnd.
Ich denke, dein schlechtes Gewissen meldet sich, weil die Begründung nicht so schlüssig ist, wie du sie dir selber schmackhaft machen möchtest?

Finde auch, dass die Unterschiede zwischen tolles Zimmer mit Spitzbogen, gegen Keller für sich sprechen.
Wäre für uns keine Option, dass eines der Kinder in den Keller ausweichen müsste. Schon gar nicht, weil es das ältere ist oder unordentlicher oder das „schwierigere“ Kind.
Ich weiß zwar nicht, was dich da so zwickt, dass du mehr für das kleinere Kind einspringst, aber dass musst du dann auch mit dir ausmachen und das schlechte Gewissen einfach aushalten.

Ich hätte auch nicht gern das Zimmer im Keller.

Und spielen und Unordnung darf die kleine dann schon bei der Älteren? Hauptsache die Unordnung nicht bei sich im Zimmer. Auch nicht schlecht. Klar, dass das Zimmer der älteren dann immer aussieht, wie ein Schlachtfeld! Das Zimmer wird dort ja auch von zwei bespielt! Ich weiß ja auch nicht, was sie groß alleine ausräumt, wenn sie nie mit etwas spielt oder nur am Schreibtisch sitzt und malt oder fern schaut etc.!? Wer macht denn da wirklich die Unordnung? Doch nicht etwa die kleine? Etwas unfair ihr dann alleine den schwarzen peter zuzuschieben.
Und deine Weitsicht in ehren, dass die kleine das Zimmer ordentlicher halten würde. Denn anscheinend geschieht es durch eine Störung und nicht, weil sie von sich aus so ordentlich ist.

An deinem Text fallen mir viele Unstimmigkeiten auf und viele Wiedersprüche. Zumal da für mich unterschwellig viel mitschwingt. Ich möchte hier über niemanden urteilen, ich kenne euch nicht, aber ich würde nicht gern das ältere Kind sein! Du degradierst deine ältere Tochter regelrecht mit diesen Begründungen. Ich möchte dich nicht kritisieren, hoffe aber, dass du das vielleicht bemerkst und dagegen steuern kannst, bevor sie es irgendwann (wenn nicht jetzt schon) merkt! Kinder in ihrem Alter sind halt so, finde ich nicht ungewöhnlich. Beide miteinander zu vergleichen ist zudem unfair. Jedes Kind ist anders. Sie entspricht offensichtlich nicht deinen Vorstellungen und wenn du an dir nichts änderst, wird es irgendwann knallen, wenn sie älter wird.

Also findest du nicht, dass du sehr selektiv argumentierst?

Zuerst musste ich schmunzeln, weil mir ein Aspekt meiner Kindheit einfällt, an den ich mich gar nicht mehr erinnert habe.

Zunächst, ich war ein materiell verwöhntes Einzelkind. Später lebte meine Cousine eng mit mir zusammen im Mehrgenerationenhaus. Ich kann mich nicht erinnern, mich dadurch irgendwie benachteiligt gefühlt zu haben. Diesen Part hatten unsere Mütter inne, die sich bis heute bekriegen, wer, ob sie oder wir Kinder, mehr von der wohlhabenden Oma abkriegen. Hat mich immer abgeschreckt.

An was ich mich nun erinnere, ich hatte tatsächlich auch ein zusätzliches Abteil im Keller. An der einen Wand waren alle möglichen Dinge der Familie gelagert, an der anderen Wand hatte ich ein riesiges Regal, das mir als Barbiehaus diente. Es konnte immer alles aufgebauf bleiben. Mein Playmobil im richtigen Zimmer leider nicht immer. Ich habe mich trotz mangelnden Tageslichts viel dort aufgehalten.

So, nun zu den Kindern. Alle Argumente kann man auch umdrehen, eine kleine Schwester kann auch nichts dazu die Zweite zu sein. Bislang hat sie das kleinere Zimmer, obwohl wir schon einmal umziehen mussten und sie da bereits 2 war. Die Größere hat selbstverständlich das größere Zimmer bekommen.

Wenn wir meiner Intuition folgen, muss die Große nicht in ein Kellerzimmer ausweichen. Sie hat ein sehr schönes Zimmer neben der Schwester, das insgesamt aber etwas kleiner ist als beiden Ebenen des anderen Zimmers zusammen. Die Kellerfläche, die man schön herrichten kann ist ein zusätzlicher Bonus. Diesen Bonus dürften natürlich auch beide nutzen, genauso, wie beide auch auf der Spitzebene spielen können. Ich gehe davon aus, dass die Große ihren Bonus seltener nutzen würde, als die Kleine ihren Bonus im Dach.

Deine Ordnungspunkte gehen so auch nicht auf. Die Große hat einfach keine Lust aufzuräumen, sie ist dahingehend sehr schlampig. Ich akzeptiere das, verlange ein wenig notwendiges, darüber hinaus helfe ich ihr. Sie muss nicht mein Ordnungsempfinden annehmen, aber eine gewisse Grundordnung aufrecht halten zu können, halte ich für gesellschaftlich sinnvoll. Aber auch da murrt sie gerne. Und wie gesagt hat sie erst ein neues, tolles Zimmer, also daran liegt's nicht. Auch nicht daran, dass die Schwester mit ihr spielt, die räumt auch in ihrem Zimmer brav auf, wenn sie dort mit der Schwerer spielen durfte. Beide Töchter genießen mich als gleiche Mutter, die eine hat einen Ordnungstick, die andere einen Unordnungstick. Nein, wir Eltern sind durchschnittlich gesund und bislang in keiner therapeutischen Behandlung gewesen.

Ich habe begründet, warum die Zusatzebene aus meiner Sicht (ich werde dazu die Therapeutin befragen) Sinn machen könnte. Dort wäre Platz, ihre Bauten geordnet stehen zu lassen. Dieser Platz ist nun nicht vorhanden. Zusätzlich könnte sie ihren Schlafbereich nun also steriler halten, das ist ihr wichtig.

Aus meiner Sicht ist logischer, dass eine Leseecke, oder auch Medienecke weniger Platz benötigt, als ein Bereich in dem Lego, Playmobil, Schleich etc gespielt und aufgebaut wird. Sollte die Große damit mal spielen wollen, ist sie sicherlich willkommen bei der Schwester.

Die Große spielt derzeit nahezu nur Pferd, rennt, springt über Hindernisse. Ja, das stört im Keller sowohl uns Eltern, als auch die Nachbarn weniger.

LG

Nein, ich finde nicht, dass ich selektiv argumentiere oder wahrnehme.

Ich finde allerdings, dass du dir die Argumente so zurecht legst, wie sie für dich grad stimmig sind.
Wie gesagt, wenn man für eine „Lese-Ecke“ deiner Meinung nach nicht so viel Platz benötigt, warum dann dafür in einen geräumigen Keller ausweichen?
Man könnte auch sagen, die ältere verkleidet sich gern, steht auf Mode, wird vielleicht ein typisches Mädchen und würde demnächst mehr Platz benötigen, als ihre Schwester. Das weißt du jetzt doch gar nicht, um zu sagen. De eine würde den Platz besser und eher nutzen, als die andere.
Wäre im Keller nicht genauso so viel Platz für die Bauten der kleinen, wie für das pferdchen spielen der großen?
Für mich argumentierst du so stark, warum es nur so richtig wäre, dass du vergisst, dass alles auch anders herum richtig ist.
Und... du hast mit der Argumentation angefangen, dass die kleine schon so viel verzichtet, weil sie die Kleidung der älteren trägt und die ältere eh mer kann und darf, weil sie älter ist. Ich habe dir nur aufgesagt, dass die ältere dafür überhaupt nichts kann. Die kleine kann da auch nichts für, aber das ist oft halt das los, der jüngeren. Das kann man eben nicht als Grund nehmen, wie du es gemacht hast (die kleinere muss ja schon verzichten und kann und darf auch nicht soviel, wie die ältere... als wäre die ältere daran schuld) ist sie halt nicht.

Fakt in dem Punkt ist. Das weder die eine, noch die andere ein solches Zimmer braucht... aber die Argumentation macht eben doch den Unterschied.

Der kleinen ist das in dem Alter egal, der älteren nicht. Also wäre meine Entscheidung getroffen. Warum die eine bewusst verletzen, wenn es der anderen eh egal wäre? Diese auch noch ein zusätzliches Zimmer im Keller hätte, wo sie ihre Sachen stehen lassen könnte und trotzdem ein schlafbereich hätte, der „clean“ ist.
Das verstehe ich halt nicht. Wenn ich weiß dem einem Kind ist es egal und dem anderen nicht, warum dann die Debatte? Warum eines unnötig verletzen? Klar meldet sich dann das schlechte Gewissen, verständlich.

Die jüngere dürfte doch umgekehrt auch zur älteren auf den Spitzbogen. Was für die eine gilt, gilt doch auch für die andere. Warum dann diese einseitige Argumentation? Warum im Kauf nehmen, dass sich ein Kind zurückgestellt fühlt, wenn es dem anderen egal ist?
Für mich wäre das Ding ziemlich logisch und gegessen!

Was wäre, wenn die kleine sagen würde, sie will den Spitzbogen überhaupt nicht?? Könntest du damit leben oder würdest du dann auch argumentieren, warum es doch toller wäre, wenn sie ihn nimmt? Würde es doch wurmen, wenn sie ihn nicht haben wollen würde?

Warum fragst du deine Kinder nicht einfach? Hast du Angst, du könntest antworten bekommen, die für dich und deine Sichtweise nicht zufriedenstellend sind?

Es sind ja deine Kinder. Es ist deine Entscheidung. Das geht mich im Grunde überhaupt nichts an. Aber es kommt halt so rüber, dass du verkrampft möchtest, dass die kleinere das für dich bessere und schönere Zimmer bekommt. Das finde ich merkwürdig.

Ich würde für beide gleichermaßen ein schönes Zimmer haben wollen und käme nicht auf die Idee einem der Kinder etwas schmackhaft zu machen, von dem ich wüsste, dass es nicht so ist.
Steh einfach dazu, dass du der kleinen das Zimmer geben möchtest. Warum auch immer, sei mal dahingestellt. Aber dann doch ohne fadenscheinige Begründungen. Die würden mich tatsächlich mehr ärgern, als die Tatsache an sich.
Vielleicht stösst mir das auch gerade auf, weil ich es lieber habe, dass man ehrlich zu mir ist. Als mit etwas schmackhaft zu machen, dass ich unter anderen Umständen nicht so empfunden hätte.
Ein 8 jähriges Kind kann man ja viel schmackhaft machen, aber irgendwie bleibt da doch das Gefühl, dass man mächtig (zum eigenen) Ungunsten manipuliert wurde.
Bevor ich diesen Schritt gehen würde, würde ich eher die Zimmer auslosen lassen. Da hat der Verlierer eben Pech gehabt. Immer noch fairer, als diese Argumentation.

Aber deine Kinder, deine Regeln, deine Begründungen. Ob ich sie logisch und gut finde, spielt ja keine Rolle!
Ist aber auf Anfrage eben meine Sichtweise.

Ich würde das so durchziehen wie du schreibst.
Ich kann deine Gedankengänge sehr gut verstehen und finde es eine gute Lösung.
Um es der Grossen schmackhaft zu machen, könntest du vorschlagen, besonders hübsche oder besondere Einrichtungsgegenstände mit ihr mit auszuzuchen.

Nehmt ihr doch das Zimmer! Oben schlafen unten eine tolle ankleide... euer Zimmer könnte dann die ältere haben oder das andere Zimmer die kleine. Im Keller könnten dann beide einen gemeinsamen Raum fürs toben haben, den jeder gleichermaßen bespielen und Freunde einladen kann.
Da würde das tolle Zimmer eben keine der beiden bekommen!

Hallo,
ich verstehe dich zwar - ich habe auch zwei Mädchen und mir in jahrelangem Training angewöhnt, sie möglichst gleich zu behandeln ;-)

Aber deine Lösung ist doch prima!
Ich würde einfach darauf achten, dass der Kellerraum für die Große toll hergerichtet wird und einen schönen Namen bekommt. "Partykeller", "Spielzimmer", "Bastelhöhle", etc.
Aus einem Kellerraum kann man viel machen, tolle Beleuchtung, Wandbehänge. Vielleicht wirklich schon buntes Partylicht einbauen, es gibt tolle LED-Bänder, mit denen man bunte Diskobeleuchtung machen kann. Soundanlage nicht vergessen. Und genug Schrankplatz, damit sie viel von ihren eigenen Sachen dort hat, damit fühlt sie sich sicher dort schnell Zuhause!

LG!

Hallo, ich würde mit meiner großen sprechen und wenn sie sich das große wünscht, dann würde sie es auch bekommen.. aber gleich auch mit einen Gespräch an der Backe, bitte dann auch für mehr Ordnung zu sorgen. Die kleine würde das andere Zimmer bekommen und das würde ich ganz nach ihren wünschen herrichten.. ganz tolles Spielbrett und eben so wie es für sie am besten u schönsten ist. Mein 11j. Sohn hat sein großes Zimmer (35qm) und unsere kleine bald 4 liebt ihr kleines kuscheliges Reich einfach unheimlich (mein ehemaliges Büro.. vielleicht.. 11..12 qm).

Achso und den Kellerraum, den würde ich beiden herrichten.. dann steht in den Zimmern auch nicht zu viel rum und es wirkt nicht zu kramig und unordentlich in den eigentlichen zimmern

Mein Bruder und ich hatten unterschiedliche Zimmer, ich das gemütliche Dachzimmer, mit den Schrägen aber nicht überall Stehhöhe und im Sommer total heiß, mein Bruder der viel Ball gespielt hat ein größeres Zimmer.. wir waren beide mit der Wahl so zufrieden. Vielleicht fragst Du wirklich einfach mal nach, vielleicht ergibt es sich von alleine..

Hi, ok du hast deine Argumente, denen ich schon auch folgen kann. Bei meiner Tochter würde folgendes Vorgehen wohl richtig gut ankommen:

Schatz, schau, wir haben die 2 Kinderzimmer und im Keller mit Gartenzugang ein geniales Party/Geheimzimmer. Ich hab mir gedacht, dass es für dich sicher cool ist, wenn wie dür dich und deine Freundinnen, die zu Besuch kommen da eine Zone für die Großen schaffen. Euer Geheimreich. Da könntest du dir schon ausdenken und planen, was da super wäre. Die Farben, was wir reinstellen....


Da würde meine Große sofort aufspringen und los planen. Vom Discolicht (das es sehr günstig in jedem Baumarkt gibt) über Frozen oder selber mitmalen dürfen, vom Farbkarten auswählen bis zum Möbelaufbau.


Vielleicht geht es so auch bei deiner Tochter?

Glg von der Schneefrau, die mit ihrer Tochter schon die genialsten Zimmer kreiert hat

Cool, danke. Da sind tolle Ideen dabei! Besonders die Wände ggf selbst bemalen ist bestimmt auch toll.

Hilf jetzt vermutlich 0 weiter, aber wenn ich an meine Kindheit zurück denke.
Ich hatte als ältere immer das größte Zimmer, meine Schwester kam mal zu mir und fragte ob wir Zimmer tauschen könnten.
Gesagt getan, haben alles selbst umgeräumt, sind zu Mama gegangen und haben gesagt das wir Zimmer getauscht haben.

Würde mir da jetzt keine allzu großen Gedanken machen, Zimmer aufteilen wie du meinst und fertig.
Muss ja nicht heißen das sie für immer dieses Zimmer haben, vielleicht möchten sie ja irgendwann freiwillig Zimmer tauschen.