Wann würdet ihr den Kontakt zu einem Familienmitglied abbrechen?

Guten Abend!
Vor den Feiertagen beschäftigt uns wieder dieser eine Frage. Mein Mann hat eine Schwester, die wir nur sehr schwer ertragen können. Sie wohnt mittlerweile schon länger weiter weg. Man sieht sich also nicht mehr so häufig und zwischendurch besteht auch nur wenig Kontakt.
Sie hatte schon immer eine große Klappe #sorry Sie vertritt z.B. klar die Meinung, jung und unverheiratet Kinder zu bekommen, geht überhaupt nicht. Das haben wir getan und sie hat es uns schon übel genommen. Alles in allem war sie damals aber noch deutlich verträglicher.
Nun hat ihre Nichte, also unsere Tochter, gerade Volljährig und alleine eine Kind bekommen. Sie hat es keinem je direkt ins Gesicht gesagt, aber ihre Meinung lässt sie seit 2017, also dem Jahr in dem sie schwanger wurde, noch deutlicher jeden wissen.
Unser 13 jährige Tochter ist Hochsensibel und das hält sie für erfundenen "Geschiss". Ihr hat sie auch schon gesagt, sie soll sich mal nicht so anstellen.
Das sind zwei Beispiele, die uns eben direkt treffen. WIR hören nicht einfach weg und sagen etwas, egal ob es diese 2 Themen sind oder was anderes. Die anderen Geschwister z.B. sind eigentlich überhaupt nicht so, halten sich aber, wohl weil sie keine Lust auf Stress haben, komplett raus.
Uns reicht es mittlerweile aber einfach und wir kreisen um einen Kontaktabbruch. Aber "reicht" es dafür? Und überhaupt, wie würde das aussehen? Die Familie hätte ja weiterhin Kontakt zur ihr und bei Omas Geburtstag, Weihnachten und und und würde man sich sehen.
Wie seht ihr das? Wie geht ihr mit solchen Verwandten um?


Grüße

Meine Schwiegereltern sind krass. Krasser als alles was du da aufgelistet hast. Und sie wohnen keine 3 km von uns weg.

Wichtig finde ich, dass man ganz ehrlich gesagt hat, was einem warum
Nicht passt.

Mein Mann hätte mir zuliebe den Kontakt damals abgebrochen, aber ehrlich, das ist seine Familie. Egal wie doof! Er ist toll!

Unser Kompromiss: wir gehen nur an besonderen Tagen hin (Weihnachten, Geburtstag, Ostern), also 1-2. Stunden. Denken uns unseren Teil, und halten zusammen.

Nein, für einen Kontaktabbruch, also komplett, müsste viel mehr passieren. Wir, als Kernfamilie stehen zusammen und lieben uns. Wir wissen, dass wir alles mögliche nicht ernst nehmen. Aber sie gehören eben dazu.

hallo ,
also für mich wären es ausreichende Gründe , um den Kontakt abzubrechen.
die 6 Geschwister meines Mannes haben auch nie verstanden , warum wir heiraten wollen , ohne dass ich schwanger bin.
ebenfalls liessen sie mich immer spüren , dass ich weniger wert bin wie sie , weil ich kein Abitur habe.
meinem Mann zuliebe bin ich zu den (zum Glück seltenen) Familienfesten mit .
nach dem Tod meines Mannes habe ich meinerseits den Kontakt zu allen 6 Geschwistern abgebrochen.

zu meiner Mutter habe ich ebenfalls keinen Kontakt mehr , da in den letzten 25 Jahren sehr viel vorgefallen ist und sie einige unschöne Dinge zu mir gesagt hat am Todestag meines Mannes.wir sehen uns ca. 2x im Jahr und reden miteinander wie "Fremde"

aber für mich fühlt es sich richtig an , und Menschen die mich runterziehen brauche ich in meinem Leben nicht#sorry

#winke

Wie muss man sich denn euren Kontakt vorstellen, dass man den abbrechen könnte/müsste? Verwandte, mit denen ich nichts anfangen kann sehe ich halt nur bei "Omas Geburtstag", da kann man dann zivilisiert miteinander umgehen, und sonst halt nicht.

Das kann sie aber nicht. Wenn man etwas sagt, stachelt sie das eigentlich nur noch weiter an und es wird immer blöder. Es ist ja eigentlich nicht nur das, die fehlende Reaktion der anderen finden wir ja auch sehr ärgerlich.
Er kommt aus einer großen Familie, sie haben einen eigenen Betrieb und auch sie arbeitet dafür. Da haben sie in ihren Positionen eigentlich keine großen Berührungspunkte, hängen aber eben doch beide mit drin.

Was deiner Meinung nach sollen die anderen denn machen? Auch den Kontakt zu ihr abbrechen? Sie aus dem Betrieb werfen?
Ich denke, dass muss man einfach trennen. Jeder für sich. Das ist eine Sache zwischen euch, das geht die anderen doch nichts an. Wie sie mir ihr umgehen, sei ja ihnen überlassen. Ihr müsst das Problem für euch lösen. Ihr könnt ja nich erwarten, dass die Oma sie nicht mehr einlädt, weil ihr miteinander ein Problem habt. Damit geht jeder um, wie er meint. Der eine regt sich auf, der andere bricht den Kontakt ab und wieder ein anderer ignoriert ihren Blödsinn einfach und lässt sie ins leere laufen.
Für einen Weg müsst ihr euch entscheiden, völlig unabhängig vom Rest der Familie.

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Hey,

Also für mich klingt das eher nach einer anderen Haltung, die natürlich vllt.nicht schön ist und man sich dadurch vllt.schnell angegriffen fühlt aber ich denke,das man innerhalb der Familie sich eben auch in Toleranz üben muss bzw.andere Ansichten eben auch mal ertragen muss. Jeder kann sein Standpunkt äußern und dann wurde gesagt,was gesagt werden musste und gut ist! Sonst hätte man ja ständig Kontaktabbrüche! Also alles hat seine Grenzen natürlich! Aber für mich persönlich, wäre dieses Verhalten noch nicht so inakzeptabel das ich komplett abbrechen würde,da ihr ja eh bereits wenig Kontakt zueinander habt.

LG 🙋🍀

"und bei Omas Geburtstag, Weihnachten und und und würde man sich sehen."

Dann formuliere es für dich vielleicht einfach um: nicht den Kontakt abbrechen sondern einfach rigoros auf solche Anlässe einschränken.

Warum auch nicht? Das Leben ist zu kurz um sich zu oft mit Leuten abzugeben, die man eigentlich eh nicht sehen will...

Was spräche dagegen den Kontakt auf „Omas Geburtstag“ zu reduzieren? Seid ihr so aufeinander hängend dass es auffallen würde wenn ihr sie nicht mehr einladet und nicht zu festen bei ihr geht?
Und bei Oma... „Im vorbeigehen freundlich grüssen“ sage ich immer.
Abbruch hiesse für mich ihr geht auch nirgends mehr hin wo man sich begegnet. Damit seid ihr raus bei Oma. Ich würde das subtiler halten, dafür aber ganz konsequent auch nix mehr aus meinem Leben erzählen.

Hallo
Unter dem Deckmantel Familie, meinen sich einige raus nehmen zu können, was sie wollen. Meine Schwiegereltern haben ihr Enkelkind während eines Urlaubs bei ihnen wegen ihres Beziehungsstaus fertig gemacht und raus geschmissen. Dass da von uns eine Reaktion kommt und wir ihre „Haltung“ nicht akzeptieren, hat teilweise sehr überrascht. Dass niemand etwas sagt, wundert mich also leider nicht. Familie halt, da lässt man es sich ja gefallen #klatsch
Ich denke nicht, dass man deine Frage so einfach beantworten kann. Wenn der Leidensdruck sehr hoch ist, würde ich schon etwas machen. Eine Möglichkeit wäre ja auch, einfach mal Weihnachten alleine zu verbringen. Da fühlt sich keine angegriffen (falls jemand großen Wert auf seinen Geburtstag legt zB.) und ihr sagt eben klar warum. Vielleicht denkt sie dann mal darüber nach, wie sich sich ausdrückt und vielleicht überlegt der Rest der Familie dann auch nochmal, ob das alles so ok ist.

LG

Hallo,
Ich persönlich mache keinen Unterschied, ob Verwandtschaft oder nicht. Wenn mir einer auf den Keks geht und derart persönlich in mein /unser Leben eingreift - mit solchen negativen Sticheleien, dann würde ich es vermeiden, Kontakt zu halten.
Natürlich würde ich das nicht von meinem Mann und Kindern erwarten, denn die können das selber entscheiden.
Nur weil es Verwandtschaft ist, muss man sich nicht alles gefallen lassen und einen "auf heile Welt machen".
Ich verstehe leider auch nicht, warum zu Weihnachten auf Zwang immer die komplette Verwandtschaft da sein muss (nicht direkt auf dich bezogen) - obwohl das einigen zu viel / stressig ist oder es immer Unstimmigkeiten gibt. 🤷‍♀️
Lieber im engen Kreis - und dann weil man möchte und nicht muss.

Liebe Grüße

Wenn man sich nur zu besonderen Anlässen sieht, dann würde ich gar nix machen. So nach dem Motto soll se reden. Innerhalb der Familie ist sie mit ihrer Meinung ohnehin schon bekannt.
Dass die Ehe mit deinem Mann funktioniert, sollte sie nach so langer Zeit schon begriffen haben.
Die frühe Schwangerschaft eurer Tochter war vielleicht in der Tat nicht das Gelbe vom Ei, aber es ist nunmal passiert und es geht sie rein gar nichts an. Das würde ich ihr auch knallhart ins Gesicht sagen.

Mich würde mal interessieren ob in ihrem Leben immer alles glatt lief.
Meist nörgeln gerade diejenigen rum um von sich selbst abzulenken.

Kein Grund den Kontakt abzubrechen... ist ja nicht ihr Problem, sondern eures.
Du kannst hundert mal schreiben du wärst mit deinem Leben zufrieden- man liest aus jeder Zeile wie sehr es dich trifft. Getroffen Hunde bellen.
Nutzt doch Weihnachten für einen Neuanfang mit ihr. Sagt ihr wie sie euch immer an euren Schwachstellen trifft und dass ihr gern neu anfangen würdet.

Warum denn den Kontakt mit viel Getöse abbrechen? Sie wohnt weit weg, ihr mögt einander nicht/habt andere Lebensentwürfe. Auf eure eigene Initiative werdet ihr ja keinen Kontakt haben, oder? Dann sieht man sich halt alle Jubeljahre mal auf einer Familienfeier. Lädt sie ein, könnt ihr halt "leider" nicht...

Ich "ghoste" so auch einen Teil meiner Großfamilie. In dieser wird viel übereinander gesprochen und wenig miteinander. Ich habe mich in dieser Runde noch nie wohlgefühlt. Die leben da alle in einem Ort und kochen seit 20 Jahren (oder auch schon länger...) in ihrem eigenen Saft. Ich war immer irgendwie Außenseiter. Zu laut, zu direkt, zu dick,...

Eine große Konfrontation bringt da eh nichts, außer zerbrochenes Geschirr. So lasse ich sie ihr Leben leben und ich lebe meins mit Menschen, die mir wichtig sind. Wenn man sich sieht, grüßt man sich, hält ein wenig Smalltalk und geht dann seiner Wege. Wenn man allerdings meine Kinder angreifen würde, würde ich wohl auch was direkt sagen.

liebe Grüße
merveilleux

Bei mir gibt es auch Personen, in meiner und angeheirateten Familie, mit denen ich überhaupt nicht kann. Kontakt?? Die Telefonnummer habe ich nicht und keine Ahnung wo sie Wohnen. Wenn ich sie doch sehen sollte untethalte ich mich so wenig wie möglich. Die anderen in der Familie wissen Bescheid warum das so ist und helfen mit die treffen so zu legen das wir uns nicht sehen.

Ich lese hier nur, dass sie eine andere Meinung hat als ihr. Darf sie das nicht? Muss man sich nur mit Menschen umgeben, die die gleiche Meinung haben oder darf man auch mal die eigene Toleranz und Kritikfähigkeit austesten?
Wenn ihr es gut findet, dass Eure Tochter jung alleinerziehend ist, dann könnt ihr das ja sagen und sie hat es so zu akzeptieren, so wie ihr ihre gegenteilige Meinung akzeptieren müsst. Man muss das nicht bei jedem Zusammentreffen in voller Breite und bis ins letzte Detail ausdiskutieren, aber manchmal helfen klare ehrliche Worte ja genau das zu verhindern.

Darum geht es doch überhaupt nicht. Sie darf ihre Meinung haben wie jeder andere Mensch auch. Ich finde es aber ätzend, wie sie ihre Meinungen jedes Mal aufs neue äußert und ausführt.
Das betrifft ja auch die anderen, das mit uns waren ja nur zwei Beispiele. Nur stört es sie halt anscheinend nicht wenn sie sich z. B. mal wieder auf irgendetwas eingeschossen hat und durchaus auch beleidigend wird. Dass ein Bruder kein Abitur hat, ist eine Sache mit der sie auch immer wieder anfängt. Da wird dann irgendein Mist erzählt und er wird mit „Kann ja nicht jeder so schlau sein“ angezwinkert. Das ist einfach kein Umgangston den ich gut heiße.
Wir sind auch nicht in Freudentränen ausgebrochen, als wir von der Schwangerschaft unserer Tochter erfahrne haben. Aber warum sollen wir darauf auch jetzt noch rumreiten? Sie hat jetzt gut in ihre Rolle gefunden, strengt sich an und arbeitet an einem beruflichen Abschluss. Auch wenn sie nicht in der idealen Situation ist, macht sie etwas aus ihrem Leben.

Was würde denn passieren, wenn du sie einfach mal freundlich nach ihren Lösungsvorschlägen fragst. "Meinst du, wir hätten sie zur Abtreibung zwingen sollen?" "Findest du, wir sollten das Baby zur Adoption freigeben?" "Denkst du, es wäre vielleicht sinnvoll, wenn wir unsere Tochter verstoßen würden?"

Oder zum Bruder ohne Abitur "Immerhin weiß er, wann es mal angebracht ist, den Mund zu halten, dieses Wissen hat ja auch nicht jeder."

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Hallo, das was du hier schilderst würde in mir einen "eingeschränkten Kontakt" auslösen. Also möglichst wenig Kontakt und va nicht von mir ausgehend. Für einen wirklichen, offiziellen Bruch wäre das, für mich persönlich, nicht genug. Einfach weil das in der Familie wahrscheinlich immer wieder aufgegriffen würde und zu zusätzlichem Stress führen würde. Ich habe den Kontakt zu meiner Schwester abgebrochen, schweren Herzens, aber zu meinem eigenen Schutz. Sie war immer ein ganz, ganz wichtiger Teil meines Lebens, ist aber lt. Ärzten Narzisstin und hat über Jahre nur gelogen und unsere ganze Familie auch finanziell an den Rande des Ruins getrieben. Und ist bis heute nicht einsichtig, sondern reagiert aggressiv, wenn man sie damit konfrontiert. Wir haben genug damit zu tun, uns finanziell wieder zu stabilisieren und die vielen Lügen zu verarbeiten. Ich will nicht, dass sie weiterhin Einfluss auf mich oder meine Kinder hat. PUNKT. Aber das ist für meine Eltern und Großeltern nicht so einfach zu akzeptieren, das tur mir leid für sie, aber ich kann es nicht mehr.
Lg

Ich würde es einfach pragmatisch machen. Ihr seht euch bei den Festen bei Oma, Geschwistern etc. und das war es.

Ein rigoroser Kontaktabbruch, bei dem ihr dann ja auch zu keiner Feier der anderen Familienmitglieder gehen könntet, erschiene mir recht hart dafür, dass die Frau offenbar nur sehr klare Meinungen vertritt und diese nicht in Watte verpackt.

Und wenn es tatsächlich auf einer Feier dazu kommt, dass sie mit euch eure Lebensentwürfe diskutieren will, dann muss man auch mal zu sich selbst stehen und deutlich sagen: Wir haben das so entschieden. Du musst das nicht gut finden, wir wollen das jetzt aber auch nicht weiter diskutieren.

Und dann auch wirklich keine Diskussion zulassen. Ihre Meinung darf sie ja haben, aber niemand zwingt euch, sie euch anzuhören.

#pro

Hätte ich mal deinen Beitrag zuerst gelesen, dann hätte ich meinen nicht gebraucht.

Super auf den Punkt gebracht, worauf ich auch hinauswollte. #winke#danke

"Wann würdet ihr den Kontakt zu einem Familienmitglied abbrechen? "

Gewalt, Emotionale Erpressung, Lebensgefahr usw.

Ist das Leben meines Kindes oder meines in Gefahr, auch durch psychische Gewalt, dann gibt es eine klare Ansage und keinen Kontakt mehr.

Sollte das Verhalten so sein, dass ein Polizeieinsatz wahrscheinlich wird, lasse ich es nicht soweit kommen.


Bei Verhaltem, das mir/meinem Kind nicht gut tut, kommt es darauf an
- gab es eine klare Ansage, wo die Grenzen sind, was mich konkret verletzt und diese werden bewusst, wiederholt, häufiger übergangen

dann beschränke ich den Kontakt auf das Notwendigste.
Familienfeiern haben mehrere Plätze.
Grüßen ja, unterhalten nein.

Aussprache oder ein scheinheiliges wir sind doch eine Familie ... um bei nächster Gelegenheit wieder loszuhacken ..... nein.

Einmal bekommen die meisten eine Chance. Beim zweiten Mal gibt es den Versuch eines Gesprächs. Je nach Reaktion darauf, Klarstellung meiner Grenzen und nur noch das nötigste.


- gab es noch keine klare Ansage oder ein Gespräch, versuche ich das zuerst.

Hierbei stelle ich eher Fragen, höre zu, spüre in mich rein.
Tut mir das gut, wie fühle ich mich dabei, gibt es Muster oder scheint es eher derzeitiger Stress zu sein...

Gute Freunde haben einen "Freischuss - verbal". Das heißt, einmal darf jeder mal so richtig komplett unter der Gürtellinie liegen. Das ist hart, das trifft mich massiv! Aber wenn es bei dem einen mal bleibt

UND ich mit der Person zu einem anderen Zeitpunkt in Ruhe darüber reden kann, ok.
Der Knacks bleibt einerseits, andererseits ist niemand perfekt. Und bei den bisherigen kenne ich auch die Umstände, die Gesamtsituation, wo der Ausraster das übergelaufene Fass war.


Wiederholt sich jedoch eine Person in ihrem Verhalten, greift häufiger verbal an, lässt nicht mit sich reden (wettert weiter), dann überlege ich mir durchaus, wie weit mir die Person wichtig ist.

Und auch wie es generell so ist.

Sind es Themen, bei denen ich nicht weghören kann. Auch deswegen, weil die Person es ernst meint, andere aufmischt, Kreise zieht, denen ich mich nicht aussetzen möchte: dann sage ich was oder breche ab.

Sind es Themen, die nun ja, MICH treffen, aber mich bei jedem anderen auch treffen würden, aus anderer Perspektive zwar lästig sind, aber jetzt nicht gefährlich:

dafür habe ich zwei Ohren: zum einen rein, zum anderen raus.

Im Internet scrolle ich dann weiter. Im realen Leben schalte ich auf Durchzug.

Meine Strategien sind
- selbst respektvoll bleiben (das ärgert die meisten; ist aber für mich, weil ich mich nicht auf das Niveau einlassen möchte)

- andere Themen, und wenn es nur das Wetter ist

- Gegenfragen stellen (das nimmt vielen den Wind aus den Segeln)

- zeigen, dass es mich nicht trifft (der Anfang ist hart, weil zunächst härtere Geschütze aufgefahren werden, um aus der Reserve zu locken). Zu Hause ist es dann erst mal hart, das zu verarbeiten. Langfristig war das eine richtig gute Übung. Manchen Menschen kann ich nicht aus dem Weg gehen oder finde sie in jedem Job wieder. Andere Person, ähnliches Verhalten.

- nachfragen: oft stecken bei pauschalisierenden Aussagen Ängste des Aussprechenden dahinter.
Gegenfragen und auch ernst gemeinte Fragen, decken diese dann gerne mal auf.

Das macht es für mich weniger verleztend, weil ich kapiere, dass es nicht um mich geht, sondern um die Person selbst.

- Grüßen und tschüß sagen. Respektvolle Distanz.
Auf Familienfeiern höre ich nicht zu (wenn es um entsprechende Themen geht), ich sprenge dem Gastgeber nicht die Atmosphäre, lasse mich nicht provozieren, setze mich woanders hin,
zeige klare Grenzen auf, wenn sich die Person neben mich setzt und das Gespräch beginnen möchte.


Wenn es Themen sind, bei denen ich merke, dass die Person von tuten und blasen keine Ahnung hat, jo mei. Muss ich das ausgerechnet auf der Familienfeier besprechen? Nein.

Lässt sich mit der Person in Ruhe reden: wenn ich Bock drauf habe oder wenn es mir wichtig ist, spreche ich es an.
Klammert sich die Person an ihre eigenen Vorstellungen fest. So what. Dann hilft alles (meines) reden eh nicht. Ich bin kein Bekehrer.

Diskussionen zum Austausch liebe ich. Festgefahrene "ich weiß es aber besser..." (und so fühlt sich die Person vermutlich ebenfalls umgekehrt) hasse ich. Also versuche ich darauf gar nicht erst einzusteigen. Weder in Ruhe und schon gar nicht auf der Feier eines anderen.


Wenn es dann doch unter die Gürtellinie geht, gibt es eine klare Grenze.
Wobei es hier sehr auf das Umfeld ankommt.

Polarisiert es sich: tue ich mir entsprechende Feste nicht mehr an.
Halten sich alle raus und lassen es die Streithähne unter sich austragen: versuche ich mich als Streithahn rauszunehmen. Ein krähender Gockel, der sich aufplustert reicht auch.

Eingreifen sehe ich dann als notwendig an, wenn jemand offensichtlich daran leidet, ein Erwachsener sich gegen verbale Angriffe nicht mehr wehren kann.

Wenn ein Kind von einem oder mehreren Erwachsenen verbal oder gar körperlich angegangen wird.
Hierbei waren andere Erwachsene meist schneller als ich. Bis ich eine Situation erkenne, muss sie leider schon sehr offensichtlich sein.
Ja, es wurde schon bei Eskalation jemand des Festes verwiesen.
- Wiedereinladung, wenn es in Ruhe geklärt wurde und klar war, dass es eine Ausnahmesituation war
- Nicht-Wiedereinladung, weil klar war, dass sich die Person entsprechend wieder so verhalten würde.

Selbst lade ich ein, wer mir wichtig ist.
Bei Einladungen von Gastgebern respektiere ich, wenn diese einen anderen Bezug der Person haben.
Ob ich die Einladung annehme, entscheide ich danach, wie es mir damit geht. Geht es mir gut und o.g. klappt. Prima. Ist mir die Einladung nicht sooo wichtig und/oder ich fühle mich den Sticheleien, Angriffen der Person nicht gewachsen (trifft mich nachhaltig oder ich könnte selbst zur Eskalation beitragen), dann wäge ich ab bzw. sage direkt ab. Das nächste mal gerne wieder, wenn es mir selbst besser geht.

In dem Moment, wo ich mit Bauchweh und Magenkrämpfen auf eine Person reagiere und wirklich nichts Positives aus einem Treffen hervorgeht.

In aller Kürze:
Ist die Beziehung ungesund, dann würde ich sie kappen. Warum soll man sich aufopfern? Das gegenüber darf ruhig wissen, dass es nicht tolerierbar ist, da ist es egal, ob das meine Mutter oder Mein Nachbar ist. Wer nicht lernfähig ist hat Pech gehabt.

Ich breche den Kontakt ab, wenn ich mich wegen einer Person nur schlechter fühle, wenn sie einen runter zieht... Mehr braucht es da nicht.

Warum soll man das ertragen, weil man sich ein paar Gene teilt oder verschwägert ist? Unsinn! Ich mache da keinen Unterschied zu "nicht verwandten" Menschen.

Je nach Situation ist der Kontaktabbruch bei mir eher subtil/schleichend. Man wimmelt ab, meldet sich nicht zurück usw.
Sollte es "gemeinsame Feiern" geben, dann macht man jetzt keine Szene, sagt vielleicht "hallo" und dann zieht man sich schnell zurück, entweder wortlos oder mit Ausrede "man geht auf die Toilette" oder "schnell xyz 'hallo' sagen" usw.

Ich empfehle ignorieren und auf Feiern gar nicht auf Unterhaltung einlassen.

An deiner Stelle hätte ich der Ollen aber schon vor Jahren mal ebenso ungefragte meine Meinung zu ihrer Meinung und ihrem Leben mitgeteilt.

Kontakt habe ich teilweise (nicht komplett) zu Familienangehörigen abgebrochen, weil die sich permanent und übergriffig in unser Familienleben eingemischt hatten. Da half kein darüber Reden, weil meine Meinung nicht interessierte. Zwar wurde es nie direkt gesagt, aber vom Gefühl her, war unser behindertes Kind an in deren Augen irgendwie unerwünscht, da zu zeitaufwendig. Uns wurde das auch zum Vorwurf gemacht uns nicht genügend zeitlich einzubringen z.B die alte Mutter noch mehr besuchen als 1x die Woche einzubringen. Und das Wie, war grundsätzlich unser Problem zeitlich. Unterstützung (Kind abnehmen, damit man sich um die alte Mutter besser kümmern konnte) konnten wir nicht erwarten, weil die auch keine Zeit hatten und das unser Problem ist. Ich machte es nicht, da ich eh wenig Zeit hatte durchs Kind mit Therapien und auch meiner eigenen Arbeit bis Nachmittags. Dafür von den Angehörigen Null Verständnis und Riesenkrach. Solche Leute können mich mal. Kontakt auf fast Null heruntergefahren. Aber das ist nur die Spitze des Eisberges. Ich brauch solche Leute nicht, die sich permanent überall einmischen und die Meinung anderer überhaupt nicht interessiert.

LG

Hallo, es gibt ja vieles über was man sich ärgern kann.

Im allgemeinen halte ich es so, leben und leben lassen!

Bei mir hört es bei meinen Kindern auf. Ich meine keine Kleinigkeiten , Kinder sind nie kleine Engel und man kann ihnen sehr wohl die Meinung sagen wenn sie sich unmöglich benehmen. Aber wenn jmd. meine Kinder in irgendeiner Form angreifen würde egal auf welche Art würde ich den Kontakt abbrechen.

Zum Glück respektiert in unserer Familie jeden jeden, auch wenn man mal verschiedener Meinungen ist. Ich hoffe das bleibt so 🥰

Also ich finde, dass sie nur ehrlich ist. Ewig dieses Gequatsche über hochsensible Kinder. Ist klar! Wenn man mit den Kindern nicht klar kommt, sind sie eben hochsensibel🙈

Aha, da hat aber jemand Ahnung ;-) Klär mich doch bitte auf.
Unsere Tochter nimmt z.B. Reize viel stärker wahr. Das äußert sich zum Beispiel darin, dass laute Musik für sie anstrengend ist, bestimmte Stoffe als Kleidungsstücke nicht gehen oder dass sie in der Schule in manchen Situationen Ohrstöpsel trägt.
Wo kommen wir denn nicht ihr klar?

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Meine Schwiegermutter hat sich so einiges geleistet. Als mein Sohn, ihr Enkel, 3 Monate alt war, hab ich ihr meine Meinung gesagt und den Kontakt abgebrochen. Mein Mann hatte trotzdem Kontakt zu ihr und ist mit unserem Sohn auch ab und zu bei ihr vorbei. Das ist auch gut so. Ich habe sie dann zwar noch ein paar Mal gesehen, bei den Geburtstagen ihrer Mutter, zum Beispiel. Sie war für mich Luft, ich habe sie nicht gegrüßt, mich ans andere Ende gesetzt und bin dann wieder gegangen. Alle wissen was vorgefallen ist, keiner mischt sich ein und alle akzeptieren meine Entscheidung. Mittlerweile ist mein Sohn 7,5 Jahre alt und stört sich daran nicht. Er hat seine regelmäßigen Tage mit seiner Oma und gut ist. Ich habe ihm nicht erzählt was vorgefallen ist, nur das es eben manchmal besser ist gar nicht miteinander zu reden als sich verbal zu verletzen. Das hat er so angenommen.

Es gibt kein zu wenig oder zu viel. Wenn es euch gut tut keinen Kontakt zu haben, dann macht das. Es ist egal was andere dabei denken, denn sie laufen nicht in euren Schuhen euren Weg.

Schon um eure Töchter und euer Enkelkind vor ihr zu schützen würde ich sie bitten keinen kontakt mehr zu pflegen und nicht mehr zu kommen, bzw. sich zu melden.

Ihr fühlt euch ganz offensichtlich alle unwohl, wenn sie da ist, dann ist ausladen doch die beste Lösung.