Oma - Recht zum Verwöhnen?

Die Großeltern sind ja bekanntlich diejenigen, die jedes Recht dazu haben, ihre Enkel zu verwöhnen. Aber wie weit dürfen diese dabei gehen?
Folgende Situation in meiner Schwiegerfamilie. Meine Schwiegermutter hat 3 Enkel, 7 Jahre, 1 Jahr und 9 Monate. Der Große war lange Zeit einziges Enkelkind. Seit ich ihn kenne (seit 3 Jahren) ist er ein miserabler Esser. Joghurt, Grießbrei und Süßigkeiten gehen, aber sobald er eine kleine Kartoffel essen muss, fließen die Tränen, dass Geschrei ist währenddessen und hinther sehr groß, weil er angeblich von gesundem Essen Bauchschmerzen bekommt. Untersucht wurde er, eine Ursache dafür nicht gefunden. Die Oma stopft ihn voll mit Süßkram (damit er wenigstens etwas isst). Wenn der Vater (ihr Sohn) etwas dagegen sagt, ist das Geschrei zwischen Vater und Oma sehr groß, teilweise, bis Tränen fließen. Leider kann der Vater sich nicht durchsetzen und ist am Ende sauer, gibt aber nach (er ist nicht feige, es bringt einfach nichts, gegen diese Frau anzukämpfen, sie ist sehr verbissen). Da wir noch keine Kinder haben, wird oft Bestätigung bei uns gesucht ("ich als Oma darf mein Enkel doch verwöhnen, dafür bin ich doch da"), wir haben in der Sache ja noch keine Erfahrung. Ich sehe mit Sorge, dass diese "Grenzüberschreitung" nun auch beim 1-jährigen beginnen (anderer Vater). Da wir noch keine Kinder haben, halte ich mich aus solchen Diskussionen raus und sitze einfach nur Kopfschütteld daneben. Da Kinderwunsch besteht und sie mit den jüngeren Enkelkindern ihre Verwöhntaktik weiter fährt, mache ich mir große Sorgen und bin am überlegen, ob ich mit meinem Mann vielleicht diese Übergriffigkeit (ich nenn das jetzt mal so) jetzt schon stoppen könnten. Da wir aber keine Kinder haben, sind wir nicht dazu berechtigt sie zu stoppen, das können nur die Eltern der Kinder. Wie können wir unseren Standpunkt jetzt schon klar machen, damit sie von Anfang an weiß, dass sie so etwas mit unseren Kindern nicht tun kann und darf?
Ich weiß, dass wir sie und ihre Meinung darüber nicht ändern können, aber vielleicht gibt es ein paar gute Denkanstöße, vielleicht hat jemand selbst die Erfahrung gemacht.
Ich weiß, über ungelegte Eier sollte man sich keine Gedanken machen, aber das Problem ist für die Geschwister meines Mannes sehr aktuell. Vielleicht gibt es ja doch einen Weg jetzt schon zu handeln.

Entschuldige bitte, Eltern die ihren 7 jährigen zwingen "eine kleine Kartoffel" zu essen, obschon das Kind sagt, dass es davon Bauchschmerzen bekommt, sind für mich schon derart disqualifiziert, dass es mir sch....-egal wäre, was die Oma dem Kind gibt.
Wenn es um "schwierige" Esser geht kann ich zur Furie werden gegenüber jedem der mit Zwang, Machtmissbrauch, Unwissen, Respektlosigkeit an die Sache rangeht.
Das ist meine persönliche Ansicht und Lebenserfahrung, es ist mir bewusst, dass andere dies anders sehen.

Ja es gibt einen Weg jetzt schon zu handeln: setzt euch mit Ernährungsbedürfnissen auseinander, für den Fall selber mal einen "heiklen" Esser abzukriegen und haltet ansonsten die Füsse still.

Du hast vollkommen recht, zielführend ist es, so einem Kind nur süßkram zum Essen zu geben ... 🤦🏻‍♀️

Als Eltern bin ich verpflichtet dafür zu sorgen, dass es meinem Kind gut geht.
Dazu gehört zb, dass ich einem Kleinkind wegen seinen Willen die Zähne putze.
Oder ein 7 jähriges Kind kein Süßkram zum Essen bekommt, wenn er sich weigert, normale Sachen auch zu essen.

Die TE schreibt nirgends, dass das Kind fixiert und wie eine Mastgans unter Zwang gefüttert wird.

Also reg dich doch nicht so künstlich auf und mach kein Drama !

Da steht zwingen. Wie auch immer ausgearteter Zwang hat beim Essen nichts verloren, sondern macht alles nur schlimmer, kann zu Essstörungen führen, oder diese manifestieren. Dass zustopfen mit Süßigkeiten auch schädlich ist, ist klar und das würde ich unterbinden

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Man braucht ein gesundes Mittelmaß.

Unser Kind ist 1,5 Jahre und bekommt noch gar keine Süßigkeiten. Auch keine Säfte und so. Es wird auch nicht fern geschaut, sie weiß gar nicht, dass es sowas wie Zeichentrick gibt.

Und da gibts bei uns keine Ausnahmen und die Großeltern müssen mitziehen.
Machen sie zum Glück auch.

Wenn das Kind mal älter ist und Süßigkeiten essen darf, hab ich nix Dagegen wenn’s bei der Oma mal was bekommt.

Aber zwischen einem Schoko Riegel und mit Süßigkeiten vollstopfen liegen halt Welten.

Hätte ich so eine Oma wie ihr, die meint sie kann machen was sie will, würde ich das Kind dort nicht alleine lassen, wenn es mich sehr stören würde.

Ich sehe es auch so. Eltern geben die Grenzen vor und eigentlich sollten alle zusammen in einem Boot sitzen. Die Oma nimmt sich dieses "Verwöhnen" aber als Vorrecht raus und setzt es volle Kanne um.

Tatsächlich wurden wir gerade vor zwei Wochen von unserer Kinderärztin genau vor diesem Typ Großeltern „gewarnt“. Die sind nun mal in einer vollkommen anderen Zeit aufgewachsen. Damals war es wirklich so, dass ein Kind halt essen sollte. Egal was, Hauptsache essen und wenn es nur süßes isst.
Unsere Tochter ist immer an der Grenze zum Untergewicht. Daher kriegen wir Von den Großeltern öfters zu hören, dass wir dem Kind doch mal Schokolade, Kekse usw geben sollen. „Das Kind muss doch was essen und kann es ja vertragen.“ Sie wurde gerade erst 1 Jahr alt! Du siehst also, das Problem ist verbreitet.

Eigentlich sehe ich momentan für euch nur zwei Möglichkeiten: entweder ihr wartet bis ihr ein Kind habt und kämpft den Kampf dann und ja, das würde für mich auch so weit gehen, dass die Oma das Kind alleine nicht sehen darf, wenn sie sich nicht an die grundsätzlichen Regeln hält und je jünger die Kinder, desto strenger die Regeln.
Oder ihr bezieht jetzt Position. Also wenn mal wieder die Frage kommt, ob sie denn nicht verwöhnen darf, dann klar sagen „Ja, aber nur innerhalb des von den Eltern vorgegeben Rahmens. Wir möchten das für unsere zukünftigen Kinder auch nicht, dass es jedes Mal so eine Diskussion gibt, wenn wir dich um etwas bitten.“
Untermauern kann man das dann mit möglichen gesundheitlichen Konsequenzen für das Kind (mittlerweile haben wirklich viele junge Kinder schon massives Übergewicht und erkranken an Diabetes Typ 2. Das hat dann auch Auswirkungen auf die emotionale Entwicklung usw.)
Außerdem würde ich es mir schon garnicht gefallen lassen, dass meine Autorität (am besten noch vor meinem Kind) derart untergraben wird. Gerade mit 7 lernt der doch super schnell, dass er nur Oma auf seine Seite ziehen muss und sich praktisch alles erlauben kann, weil keiner gegen sie ankommt.

Also ja, Omas dürfen verwöhnen, aber innerhalb der von den Eltern vorgegebenen Grenzen. Soll z.B. heißen, bei den Eltern gibt es nur einen Keks, Oma darf auch mal zwei oder drei geben. Geschenke nur zu den Festen, bei Oma auch mal zwischendurch eine Kleinigkeit. Eine Folge PawPatrol muss reichen, bei Oma gibt’s halt mal mehr.
Bei diesen Dingen würden sich viele Eltern schon aufregen, aber das wäre für mich halt verwöhnen. Da muss man als Elternteil eben auch mal ein Auge zudrücken, da man eben auch nicht erwarten kann, dass eine Oma/Tante/etc alles genauso macht wie man es möchte. Einem 7 jährigen aber nur Süßigkeiten vorsetzen geht für mich eher in Richtung Kindeswohlgefährung (also wenn er wirklich NUR das bekommt).

Alles Gute 🍀

Danke für deine Antwort. Meine Schwiegermutter hatte leider kein leichtes Leben mit ihrem Mann. Mittlerweile geschieden hat der Mann eine neue Frau, die er heute ganz anders (positiv) behandelt. Sie sieht in allem immer eine Verschwörung gegen sich, ist depressiv und hat oft das Gefühl ungeliebt zu sein. Ich kann mir vorstellen, dass sie auf Zwang die Liebe ihrer Enkelkinder erkaufen möchte. Sie betont es auch immer wieder: "bei mir dürfen meine Enkelkinder ALLES. Und die Eltern haben hier nix zu sagen, solange sie bei mir zu Besuch sind. Zu Hause können sie machen, was sie für richtig halten, aber hier gilt mein Wort". Ich finde das völlig falsch, sie lässt sich aber nichts sagen.

Ganz ehrlich, meine Oma hat mich auch verwöhnt und mehr erlaubt als die eigenen Eltern und ich habe sie sehr geliebt!
Bis zu einem gewissen Maß sehe ich das als Mutter auch ein, wenn mein Sohn heute bei meiner Mutter ist. Ja mein Gott, dann gibt's halt ein bisschen mehr als zuhause. Das Kind ist ja nicht 5 Tage jede Woche dort. Ansonsten muss man sich aber grob einig sein... Ein zwei Schokoriegel oder nen extra großes Eis im Restaurant, obwohl der Teller nicht leer gegessen wird, jaaaaa mein Gott. Ernährung nur aus Süßigkeiten geht dann aber doch nicht oder beispielsweise Cola. Daran halten sich meine Eltern auch.
Was das grundsätzliche Thema schwierige Esser angeht: ja der eine ist gesegnet mit einem allesesser, so wie mein Sohn, als er noch klein war und andere haben mäkelliesen. Ich habe nichts gegen immer wieder anbieten und probieren lassen, aber dann hört es auch auf! Mir schmeckt Grünkohl auch nicht nach dem 124477. Mal! Mich zwingt als Erwachsene auch niemand dazu und kein Kind braucht zwingend eine Kartoffel zum Überleben. Ist zwar in der Organisation aufwendig, aber dann muss man dem Kind eben was anderes anbieten. Irgendwas "normales" wird es schon essen.
Meiner hat monatelang kein Gemüse essen wollen, hat auf einmal alles nicht mehr geschmeckt. Nungut, dann eben nicht. Irgendwann hatte er zumindest auf einige Sorten wieder von ganz allein Bock.
Selbiges gilt bei uns zum Thema Teller aufessen. Muss hier niemand. Wer satt ist, hört auf zu essen. Ohne Diskussion oder komm noch ein Löffel für die mama oder son quark. Ich erziehe dennoch dazu, dass man sich den Teller vorher bitte auch nicht sonst wie voll knallt, sondern lieber nach nimmt, um nicht so viel wegzuwerfen. Aber wenn man sich mal verschätzt, ist das auch kein Beinbruch.

Hatte in einer Antwort erwähnt, dass er zu Hause ganz normal isst. Sonntags hat er meist Turniere, dann kommt es leider schon mal vor, dass er noch nichts vernünftiges hatte und bei Oma dann abends auch nichts mehr isst. Ich persönlich wurde auch nie zum Essen gezwungen, ich halte da auch nicht viel von, aber darum geht es nicht. Sobald wir bei Oma sind, werden den Eltern alle Pflichten und Rechte als Erziehungsberechtigte aberkannt.

Ja, es wäre schöner, wenn die Oma da etwas kooperativer wäre, aber wenn sie das anders sieht, ist es eben Sache der Eltern zu entscheiden, dass das Kind nicht mehr jeden Sonntag zur Oma kann.

Bei uns in der Kita gibt es auch mind. 1 mal die woche süßspeise mittags. Griessbrei, kaiserschmarrn, pfannkuchen etc.
Wieso soll ich dann was sagen wenn es die oma auch mal macht? Klar gibts mehr süsses bei oma und opa aber bei mir früher war es genauso. Wenn ich an meine Grosseltern denke dann habe ich tolle erinnerungen an viel Spass, Leckereien, tolle Ausflüge etc. Das Verhältnis war immer sehr innig zu beiden Grosselternteilen, bis heute noch. Warum soll ich das meinen Kindern verwähren. Natürlich sag ich z.b. dass der grosse schon genug genascht hat und mein papa gibt dann nochmal was. Ich verdreh die augen und geh weiter. Mein papa sagt: ach, er is doch mein junge"
Gibt doch schlimmeres. Zuhause gibt dann gesundes und 1mal die Woche kann man sündigen.

Ich glaube, ich wurde falsch verstanden. Es geht nicht um die Ernährung, sondern dass grundsätzlich immer gegen das Wort der Eltern gerudert wird. Wenn der Vater sagt, es gibt kein Fernsehen, dann geht die Oma provokativ hin, schaltet den Kasten und und drückt dem Kind die Fernbedienung in die Hand. (auch nur ein Beispiel)

Da würde ich mir den Knirps schnappen und ganz provokativ gehen. Da würde die Oma irgendwann schon anfangen zu überlegen, ob und wie lange sie das Spielchen spielen möchte und wer im Grunde den kürzeren zieht. Wenn die Eltern das mit sich machen lassen, sind sie selber schuld sorry!

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Es kommt ja auch drauf an, wie oft Oma das machen kann. Täglich? Dann reagiere ich.

Alle paar Wochen mal: dann ist das so.

Jeden Sonntag. Mal mehr mal weniger.

grundsätzlich denke ich: ja, die Großeltern dürfen verwöhnen. Aber heißt „Verwöhnen“ denn immer automatisch, dass es sich um Essen bzw Süßigkeiten handeln muss? Es könnten ja auch gelegentliche Ausflüge sein oder wie auch immer...

Bei uns geben Oma und Opa auch gern mal Schokolade oä, aber sie fragen uns nach dem ersten Riegel, ob unser Sohn noch etwas mehr darf oder nicht.

LG

DANKE!

Es gibt so viele Möglichkeiten zu Verwöhnen. Süßkram ist da echt die einfallsloseste Wahl. Ist halt schön bequem. #schein

Meine Oma hat mir kleine Obstteller gezaubert und mit mir Brettspiele gespielt, die es nur bei ihr gab. #verliebt Was habe ich das geliebt.

Hab mich vielleicht blöd ausgedrückt, es geht natürlich nicht nur um die Ernährung. Es wird provokativ jedes Wort der Eltern in Frage gestellt. Sie möchte halt die "colle" Oma sein, die, die alles erlaubt. Meine Meinung, sie möchte sich die Liebe so erkaufen. Absolut falscher Ansatzpunkt. Reden hilft leider nicht.

Hi

mein Sohn ist auch ein schwieriger Esser.... Er ist inzwischen 11. Und auch da gibt es das Problem mit den Großeltern... Beide Seiten... Da nehmen sich meine Mama und meine Schwiegereltern nichts...

Die Frage ist für mich tatsächlich, wie oft sehen sich das Kind und die Großeltern? Sind die Großeltern in die tägliche Betreuung eingebunden? Dann ist es ein Problem. Sieht man sich eher gelegentlich, dann ist das so.

Bei uns ist es eher gelegentlich - Schwiegereltern sehen wir normalerweise einmal im Monat, meine Mutter (aufgrund der Distanz) eher 3-4 Mal im Jahr. Bei uns gibt es halt dann von Oma und Opa ne ordentliche Süssigkeiten-Tüte zur Begrüßung- von meiner Mutter die Megapackung Toffifee - an normales Essen ist dann in beiden Fällen nicht mehr zu denken... Ist halt so... Da muss ich weder die Großeltern "zurückpfeifen", noch mein Kind auf Familienfeiern bloßstellen,... Jetzt beim Weihnachtsessen hat mein Sohn zB ne Gänsekeule gegessen - allerdings auch nur ne Gänsekeule - keine Beilagen, kein Gemüse.... Und zum "Nachtisch" mal wieder ne Packung Toffifee.... Naja - ist halt Weihnachten...

Hier zu Hause weht dann wieder ein anderer Wind, und ich bin ehrlich - hier wird inzwischen gegessen, was auf den Tisch kommt. Oder halt nicht - aber dann gibt es auch bis zur nächsten Mahlzeit nichts... zumindest nichts abgesehen von dem Essen, was noch auf dem Teller wartet... Kann man sich ja überlegen, ob man Hunger hat oder nicht.... Und ich konnte mir auch nie vorstellen, da so hart zu sein, habe auch durchaus Verständnis dafür, wenn man irgendetwas partout nicht mag... Wenn aber am Ende nur 3 Dinge übrig bleiben, die man bereit ist, zu essen, dann ist das ein Problem. Das Spiel spiele ich nicht mit... Aber das ist meine Baustelle mit meinem Sohn - nicht die der Großeltern.... Und ich denke da halt durchaus, dass noch kein (gesundes) Kind am gedeckten Tisch verhungert ist...

LG
Frauke

Treffen finden jeden Sonntag statt und auch mal zwischendurch. Ich frage mich, was wird, wenn er älter wird, Pubertät z. B.
Wie weit sie dann in die Erziehung eingreifen wird.

Für mich hängt es auch davon ab wie oft die Kinder da sind. Sieht man sich einmal im Monat für 3 Stunden? Dann dürfen sie in den 3 Stunden ruhig Schokolade etc. anbieten. Betreuen Sie regelmäßig, muss man sich mehr an Absprachen halten. Mein „Großer“ durfte dieses Jahr zum Beispiel Dominosteine naschen mit Opa, aber nur 2 pro Besuch.

Jeden Sonntag für ca. 4 Stunden und in der Woche auch immer mal wieder. Den 1-jährigen betreut sie zusätzlich 1x in der Woche bei ihm zu Hause.

Ich hätte eher ein Problem mit der Kommunikation...

Es wird gezetert, geschrien, gemeckert bis Tränen kommen? Um das Essen? Vor den Kindern?

Die Verwöhnschiene kommt ein bisschen drauf an, finde ich. Wenn es sich hier um Ausnahmen handelt, kann man als Eltern auch mal fünfe gerade sein lassen. Isst man täglich bei der Oma, dann natürlich nicht. Aber dann muss man eben so steuern. Wenn die Oma da nicht mitzieht, dann sind Besuche seltener, erst nach dem Mittag oder was weiß ich....

Oh das nervt gewaltig. Wenn das Geschrei losgeht würde ich mich am liebsten verkriechen. Es ist total unangenehm. Die Familie meines Mannes ist allgemein sehr sehr laut und emotional. Mein Mann nicht. Er ist ein ruhiger. Aber selbst ihn hat sie gestern Abend so aus der Fassung gebracht, dass er irgendwann anfing zurück zu schreien. Bei ihr basiert vieles auf emotionaler Erpressung.

Hallole ,

sicher sind Großeltern zum Verwöhnen da , aber auch das hat seine Grenzen . Was das tägliche essen angeht , da hält man sich besser heraus , da tut man niemanen einen Gefallen mit Süßigkeiten zu punkten .
Wenn meine Enkel samt Papa zum essen kommen , frage ich vorher , was sie gerne essen mögen und richte mich danach . Auch wenn es Burger sind . Süßigkeiten gibt es nur als Nachspeise , die gibt es aber nur , wenn aufgegessen wird .
Und Zwang hat nochnie etwas geholfen . Mein Sohn war in der Kindheit ein schlechter Esser , aber heute sieht man davon nichts mehr .

Es ist egal wie gut oder schlecht ein Kind ißt , die Großeltern sollten sich da heraus halten . Mit Süßigkeiten gewinnte man keinen Blumentopf .

Und ihr Kinder der Großeltern , sagt klipp und klar , daß ihr das nicht gut findet und nicht mögt . Sind die Großeltern dann beleidigt , dann sollen sie wohl , das Kinderwohl hat Vorrang .

Meiner Mutter hatte ich die deutliche Ansage gemacht: Verwöhnen ja. Maßlos sein, dem Kind schaden: nein.

Sie selbst ging schon ab wie eine Rakete, wenn es um nur ungesunden, nicht demeter-Zutaten-Kuchen mit verteufeltem Industriezucker Kuchen zu einer Feier ging. #schwitz
Beim Enkelkind wollte sie es nachholen. #schwitz

Mit der Mutter ihres Vaters gibt es die Absprache: sie lässt sich das Recht nicht nehmen, das Kind zu verwöhnen! Sie spricht aber mir das Recht nicht ab, Grenzen zu ziehen.

D.h. auf meine Bitten, Wünsche wird sie Rücksicht nehmen. Besonders dann, wenn es medizinisch begründet ist.
Sie wird sich aber von mir nicht gängeln lassen.
Dafür achtet sie selbst auf ein gesundes Maß. Verwöhnen: ja, übertreiben: nein.

Das klappt super.


Bei meiner Mutter weiß ich nicht, wie es geworden wäre.
Hin und wieder hätte ich vermutlich ein Auge zugedrückt. Bei häufigem Kontakt, hätte sie sich daran halten sollen oder ich hätte den Kontakt auf wenige Male eingeschränkt. Auf so viel, dass das Kind die Oma sehen kann; aber so wenig, dass die Verdauung das Vollstopfen verarbeiten kann.

Keine Ahnung, warum es immer noch die Gleichung gibt Oma = maßlose Süßigkeiten. Ich habe das bei meinen Kindern nicht gemacht und bei meiner Enkelin auch nicht. Sie aß einfach schon immer bei uns mit, frisch Gekochtes, fertig. Mal einen Riegel oder Pudding zum Nachtisch, meistens aber Obstsalat und selber gemachten Fruchtquark.
Sind die Großeltern übergewichtig? Da ich selber es von Kindheit an leider bin, auch durch zuviel Süßspeisen, wollte ich nie, dass es meine Kinder und Enkel werden. Vielleicht wäre das eine Argumentationshilfe? Moppelige Kinder sind immer Zielscheiben von Spott.
Von Kartoffeln ins Kind reinzwingen halte ich garnichts. Da gibt es wirklich elegantere Lösungen, einem Kind Essen schmackhaft zu machen.
Furchtbar, wenn Essen zum Kampf und Krampf wird.
LG Moni

Danke für deine Antwort. Es geht nicht ums essen allein, er wird auch nicht gezwungen (eher überredet). Oma ist übergewichtig, der Enkel nicht, er ist sehr sportlich. Meine Meinung ist, sie möchte sich auf diese Art und Weise beliebt machen. Alles, was die Eltern verbieten wird von ihr erlaubt und unterstützt.

Hallo.

Ich an deiner Stelle würde mich da jetzt gar nicht einmischen. Die entsprechenden Enkel haben Eltern, die für sie einstehen.

WENN ihr mal ein Kind habt, dann kann es sein, dass es ein "guter Esser" wird und die Problematik nicht auftritt.
Und falls dem nicht so ist, dann wird das Kind ja auch nicht täglich bei der Oma zum Essen sein, oder!;-)

Kenne übrigens auch ein Mädchen, das die ersten 15 Jahre seines Lebens von einer bestimmten Art von Suppe und Fischstäbchen gelebt hat.#schwitz
Mittlerweile sind noch ein paar Lebensmittel dazu gekommen und sie ist bereits erwachsen.;-)

Ich habe mich wahrscheinlich blöd ausgedrückt, es geht nicht ums Essen allein. Es wird grundsätzlich alles in Frage gestellt und übern Haufen geworfen, was die Eltern sagen oder verbieten. Ich halte mich raus, bin auch der Meinung, ich sollte die Füße still halten, aber selbst mich schüttelt es hin und wieder vor lauter Dreistigkeit.

Nein, ich bin nicht der Meinung, dass Großeltern ohne Maß und Ziel verwöhnen dürfen.

Dass sich ob solcher Themen die Erwachsenen so beflegeln, dass es zu Geschrei und Geheule kommt, puh... ein unwürdiges Schauspiel. Mir tun da die Eltern leid, dass ihr ihnen da nicht den Rücken stärkt.

Auch ohne Kinder zu haben, kann man eine Meinung haben. Die hier wäre "im Zweifel entscheiden die Eltern".

Ich an eurer Stelle würde in diesem Kampf schon mitkämpfen. 1) aus Gerechtigkeitssinn und 2) für euch selber: wenn die Eltern den Kampf aus Resignation aufgeben (und das tut man meist bei solchen Leuten wie der Schwiegermutter, hab auch so jemanden in der Familie) habt ihr es später noch schwerer, weil sich das "Oma darf verwöhnen bis zum Umfallen" eingefahren hat.

Die Großeltern dürfen sich in dem Rahmen bewegen, den die Eltern vorgeben. Idealerweise sind die Eltern so vernünftig, den Rahmen entsprechend weit zu spannen und zu erkennen, dass "anders" nicht gleich "schlechter" bedeutet. Aber alles hat seine Grenzen.

Danke für die Antwort. Ich würde oft gerne mal dazwischen gehen, fühle mich aber (da wir ja selbst keine Kinder haben) nicht berechtigt etwas zu sagen. Natürlich versuche ich, den Eltern beizustehen und in ihrem Handeln/Meinung zu bestärken. Bin aber auch manchmal wie gelähmt, weil man gegen diese Frau einfach machtlos ist. Auch ich persönlich bin oft mit ihr aneinander geraten (was unsere Zukunftspläne angeht zum Beispiel). Ich weiß, wie mühsam das ist. Weiß aber nicht, wie ich mich verhalten soll, wenn es tatsächlich um die Kinder der anderen geht.

Wenn ich den Text richtig verstehe, dann liegt das eigentliche Problem hier ganz wo anders.
Wenn das Kind mit Ausnahme der genannten Dinge mit 7 Jahren nichts anderes ist und von allem Bauchschmerzen bekommt, keine körperlichen Ursachen feststellbar sind, dann spricht das stark für eine Essstörung (und ja, viele Kinder in dem Alter haben bereits Essstörungen), die behandelt werden muss.
Ein Kind, dass vielleicht ein mäkeliger Esser ist und bei Oma das bekommt was es am liebsten mag, dass weiß normalerweise, dass es zu Hause eben nicht immer nur das bekommt was es am liebsten mag.
Ja, Oma muss sich nicht mit einem gestörten Essverhalten auseinandersetzen. Das ist die Aufgabe der Eltern. Wenn sich im Rahmen der Behandlung rausstellt, dass das Verhalten der Oma konktraproduktiv ist, dann sollten die Eltern in Ruhe mit der Oma sprechen. Aber erst mal sollten hier die Eltern handeln.
Wir haben zwei solcher Fälle in der Familie. Der eine ist behandelt worden und inzwischen ein halbwegs normaler Esser, auch wenn ihm bewusst ist, dass er sein ganzes Leben sehr anfällig für Essstörungen sein wird, der andere wurde nicht behandelt, ist inzwischen 20 Jahre alt, ernährt sich nur von Pommes, Schnitzel, Weißbrot und Teewurst und nimmt jeden Tag zig Tabletten, damit er überhaupt überlebt. Sieht aus wie der Tod auf Latschen und ist in vielen körperlichen Bereichen unterentwickelt.
Man sollte "mäkelige" Esser und Essstörungen tatsächlich gut unterscheiden. Viele Kinder haben Phasen in denen sie bestimmte Sachen nicht Essen. Aber nur 3 Sachen auf dem Speiseplan zu haben und von allem Bauchweh zu bekommen ist sicherlich keine Phase.

Sorry, hab es im Aushangspost leider so klingen lassen, es ist tatsächlich aber so, dass er nur bei seiner Oma so ein großes Problem hat. Zu Hause isst er ganz normal. Und da Oma sich Sorgen gemacht hat (er ist sehr schlank) wurde er untersucht. Er darf bei Oma im Wohnzimmer Fernsehen, solange wir am Esstisch sitzen. Sobald er zum Essen gerufen wird, muss er natürlich das Wohnzimmer verlassen. Joghurt oder Griesbrei darf er (von Oma aus) auch im Wohnzimmer essen.

Also ich halte ein gewissen Verwöhnen einer Oma schon für OK, aber in diesem Fall schüttel ich doch den Kopf. Wobei man das Kind ebensowenig zwingen sollte ne Kartoffel zu essen. Aber das Kind mit Süßem vollstopfen ( wer weiß ob Bauchweh nicht auch hiervon kommt/bzw bei der Kartoffel psychisch ist) nur das es isst ist keinesfalls der richtige Weg. :Und wenn der Vater nicht mal gegen die Mutter ankommt und Konsequenzen zieht braucht er auch nichts sagen.
Ela

Ich weiß nicht, wo ihr das Wort "zwingen" rausgelesen habt. Er wird nicht gezwungen, sondern aufgefordert. Zu Hause isst er übrigens alles (hätte ich vielleicht gleich reinschreiben sollen).

Das haben wir an der Stelle, an der er weint, weil er eine Kartoffel essen soll, rausgelesen.

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Ich finde, es kommt einfach drauf an, wie häufig die Kinder bei den Großeltern sind.
Meine Schwiegermutter hat die Kinder, wenn sie da waren nur mit Chips, Gummibärchen und Cola vollgestopft, obwohl sie problemlos Kartoffeln und Gemüse gegessen hätten. Aber sie waren auch nur alle paar Monate da.
Bei meiner Mutter sind sie mindestens einmal pro Woche. Dort bekommen sie zwar meistens extra ihr Lieblingsessen, aber das ist durchaus normales gesundes Essen.

Sorgt ihr dafür, dass euer Kind einigermaßen gesund isst, zwingt es nicht, irgendwas zu probieren, dann schaden gelegentliche Omaverwöhnsünden überhaupt nicht.

Wie oft seht ihr die Großeltern denn?
Seid ihr zukünftig vielleicht auf Betreuung durch sie angewiesen?

Prinzipiell finde ich, dass Großeltern schon mehr verwöhnen dürfen als Eltern es meist wollen/können. Ich bin auch nicht immer begeistert, wenn der Zwerg von Oma noch ein zweites Stück Kuchen bekommt.
Aber es kommt eben auch darauf an, wie oft und in welchem Ausmaß das ganze stattfindet.

Vorab könnt ihr da wohl gar nichts machen. Durchsetzen müsst ihr euch dann, wenn das Kind da ist.

Gegen Verwöhnen hab ich auch grundsätzlich nichts, das ist überhaupt kein Problem. Sich aber gegen jede Grenze der Eltern hinwegzusetzen ist es sehr wohl. Die Kinder sehen ihre oma jeden Sonntag und mindestens 1x in der Woche.
Ob wir irgendwann auf ihre Betreuung angewiesen sind, weiß ich noch nicht, bei uns passiert grad so vieles. Allerdings würde ich vom jetzigen Standpunkt aus mein Kind nicht mal für 1 Stunde bei ihr lassen.

Frühzeitig drüber sprechen! Und wenn sich abzeichnet, dass sie sich nicht dran halten, darf das Kind halt nicht alleine hin.
Ich war eine schlechte Esserin. Mit 1,5 Jahren habe ich jedes Gemüse verweigert. Das ging lange so. Sonst habe ich alles gegessen.
Leider war meine Oma sehr viel in meine Betreuung eingebunden und hat mich bei der Gelegenheit mit Süßigkeiten vollgestopft. Ich habe irgendwann zu viel gewogen. Meiner Mutter habe ich das verschwiegen und meine Oma hat so getan als würde sie mir kaum was geben. Irgendwann kam meine Mutter dahinter. Dann hat sie eingegriffen, aber ich war mit 8 schon total süchtig nach Zucker. Es hat lange gedauert das wieder zu ändern. Heute esse ich überwiegend gesund und das möchte ich auch für unseren Sohn. Bei allem Verwöhnen und aller Liebe: sowas sollte man niemals dulden!

„Da wir noch keine Kinder haben, wird oft Bestätigung bei uns gesucht ("ich als Oma darf mein Enkel doch verwöhnen, dafür bin ich doch da"), wir haben in der Sache ja noch keine Erfahrung.“

Da würde ich einfach meine ehrliche Meinung sagen. Ihr werdet ja direkt gefragt. Wenn ihr jetzt schweigt und nur nickt, warum sollte deine Schwiegermutter später bei euren Kindern etwas anders machen?
Sagt einfach, dass ihr da eine andere Meinung habt. Zwar nicht in die Erziehung und im Kontakt zu den bereits vorhandenen Enkeln reinredet, weil es eben nicht eure Kinder sind und das Aufgabe der Eltern ist, aber, dass es bei euren Kindern nicht so laufen würde und ihr das nicht richtig findet, wie es läuft. Dann wundert sich hinterher keiner, wenn ihr plötzlich eigene Kinder habt und da anfangt zu reglementieren, was zuvor ja ok zu sein schien.

Ich z.b sage meiner Mutter oft mal, dass sie meiner Schwester gefälligst nicht dazwischen funken soll, wenn meine Schwester gerade einen trotanfall meiner Nichte austragen muss. Da kommt meine Mutter auch oft angerannt und sagt Dinge wie,“ nun hör auf zu weinen, wenn Mama nein sagt, gibt es dir die Oma eben“ da bin ich auch schon oft dazwischen gegangen und hab meine Mutter zurück gepfiffen, weil meine Schwester schon genug mit ihrer Tochter zutun hatte, als sich noch um das Fehlverhalten meiner Mutter zu kümmern. Wir sind eine Familie. Ich stehe da zu meiner Schwester, wenn ich sehe, dass meine Eltern Grenzen überschreiten. Meine Schwester tut das gleiche auch bei mir.
Daneben stehen und zusehen, obwohl man weiß, dass das Verhalten gerade daneben ist, finde ich selber nicht prickelnd.
Allerdings würde ich auch meine Schwester zur Seite ziehen und ihr sagen, was ich davon halte, wenn sie einen der Kinder dazu zwingen würde etwas zu essen, was es nicht will.
Aber ich kenne eure Familie ja nicht, kenne auch das Essverhalten deines Neffen nicht.
Meine Tochter wird in einigen Monaten drei. Sie war schon immer eine schlechte Esserin. Als Baby hat sie schon „schlecht“ getrunken“, Brei war auch nicht ihr Ding. Heute Ist das nicht anders. Fleisch isst sie nicht, nur Wurst. Fisch mag sie nicht, nur gelegentlich ein paar Fischstäbchen. Hier und da ein paar Kartoffeln. Gemüse auf keinen Fall. Reis überhaupt nicht.. Nudeln mit Soße gehen oft gut. Dabei essen wir selber sehr ausgewogen. Ich bin gelernte Köchin, also es gibt sehr wenig, was bei uns nicht auf den Tisch kommt.. das Angebot ist da, mehr können wir nicht machen.
Dennoch nimmt unsere Tochter zu und gedeiht.. daher lassen wir sie einfach. Die Kinderärztin sagt auch, wir sollen um das Thema kein tam tam machen, sonst manifestiert es sich erst recht und daraus wird ein Machtkampf. Es gibt Kinder, die regulieren ja auch über das Essen ihre Macht. Wenn sie sonst nichts entscheiden dürfen, dann immerhin das, was sie essen und was nicht. Anscheinend ist eurer Neffe ja schon deswegen in Behandlung gewesen. Ich würde einfach mal darauf vertrauen, dass ihm dort geholfen wird?! Ist dann ja nicht so, dass alle untätig zusehen, wie er einfach kontinuierlich essen verweigert.

Also, verwöhnen bis zu einem gewissen Punkt ja. Unsere Tochter darf auch zuhause mal Schokolade essen oder etwas fern schauen. Ein gesunder Umgang mit Süßspeisen und Medien sollte ja bestehen, aber auf das wie kommt es an.
Wenn meine Eltern jeden Tag mit einer Tafel Schokolade ankommen, würde ich da auch reglementieren. Oder bei besuchen, die kleine mit so viel Süsskram vollstopfen, bis zum geht nicht mehr. Da würde ich sich sagen, jetzt langt es auch. Da würde ich einfach auf das Maß schauen. Wie oft und wieviel. Jeden Tag, jede Woche, jeden Monat oder einmal im Jahr. Demnach würde ich auch gucken, wieviel ich da was sagen müsste. Je mehr Kontakt, desto schwieriger wird eben die Einstellung mit dem verwöhnen!
Aber auch hier finde ich, dass man ja über alles reden kann, solange man niemanden absichtlich so dermaßen vor den Kopf stößt. Man kann ja vernünftig miteinander sprechen. Ich würde da auch nur mit allen Konsequenzen dazwischen gehen, wenn alle guten Versuche überhaupt nicht fruchten und das Kindeswohl gefährdet ist.

Gruß

Es geht nicht nur ums Essen, er isst übrigens bei sich zu Hause ganz normal. Er weiß, dass es bei Oma auch ohne eine vernünftige Mahlzeit süßes gibt. Ich habs mal gewagt ihr bei ihrer Nachfrage nach Bestätigung zu widersprechen (ich hte sehr viel von Kommunikation), sie fühlte sich direkt persönlich angegriffen und wurde laut. Als ich ihr meine Meinung erklären wollte, ließ sie mich nicht zu Wort kommen. Es endet immer alles damit, dass sie ja ein so schweres Leben hatte, für ihre Kinder alles getan hat und jetzt nichts dafür zurück bekommt, keine Liebe, nur Vorwürfe (emotionale Erpressung).

Moin,

das klingt schwierig und eher nach psychischen Problemen die die Oma da kompensiert als nach normalem Verwöhnen. Man muss immer schauen wie oft etwas passiert und in welchem Ausmaß.
Unsere Omas verwöhnen auch. Da gibts die geliebte Fruchbuttermilch die hier tabu is (alle paar Wochen), fertigen gezuckerten Griespudding (vielleicht einmal die Woche). Es gibt immer wieder kleine Legopackungen, kleine Mitbringspiele, einen Ausflug in den Zoo wo ein Kakao und ne Pommes ausgegeben wird.

Was mit da irritiert ist: Verwöhnen wird mit Essen gleichgesetzt. Das halte ich für gefährlich. Verwöhnen kann und sollte! auch vor allem doch Exklusivzeit sein! Oma lässt ihn beim Kuchenbacken mithelfen, spielt stundenlang schwarzer Peter weil alle anderen es schon nicht mehr sehen können, Oma liest zum hundertstenmal Mama Muh räumt auf vor was keiner mehr hören kann, lässt den Enkel beim MauMau gewinnen ... DAS sollte der Hauptaspekt einer Verwöhnoma sein. Zeit und Liebe!

Ich würde bei mehrmals die Woche auch allergisch sein, habe selber meiner Mutter auch deutlich mehr Grenzen gesetzt als der Schwiegermutter (ja, auch das gibt es ;-) ) einfach weil der Kleine da wöchentlich ist und bei Schwiegermutter auf Grund der Entfernung nur alle paar Wochen. Aber ich habe auch das Glück das beide vor allem Zei und Kümmern als Verwöhnen ansehen, und das Essen nur ein Aspekt von vielen ist. Und wenn es nicht klappt würde ich eben die Essen auslassen. Dann gibt es eben kein Familienessen mehr jeden Sonntag, dann trifft man sich zum Spielplatzspaziergang. Das Familienleben sollte aus Kompromissen bestehen und das geht bei Euch anscheinend gar nicht. Oma will zu Hause hocken also bleibt man zu Hause hocken anstatt zu sagen "ok, 2 h Sofa, aber ne halbe Stunde geht es raus."

Und was die Eltern der Kinder da machen ist für mich ehrlich ohne Worte! Man lässt sein Kind untersuchen weil die Oma meint es isst schlecht obwohl es angeblich zu Hause besser isst? Sorry, also entweder diese Familien sind absolut unreif und unfähig ein Kind zu erziehen, dann liegen die Probleme die sie haben aber auch mit an ihnen, oder es stimmt nicht dass das Kind sonst gesund isst! Und wenn das Kind an einem Sport-Turniertag nur EIN belegtes Brot isst ... sind die Eltern da dabei? Gerade auf Turnieren müssen Kinder ordentlich essen und trinken, entweder das klappt und die Eltern haben da ein Auge drauf oder es geht eben nicht zum Turnier. Ich glaube die Brüder haben mit ihren Kindern zusätzlich zur Verwöhnoma auch noch andere Problezonen zu bewältigen.
Meine Meinung würde ich aber trotzdem immer sagen, wenn jemand mit fragt "Wie siehst du das" würde ich einfach diplomatisch sagen "Veröhnen ja, übertreiben nein". Oder mal nen konstruktiven Vorschlag machen wie "und wenn du mal mit ihm ein Lego kaufst und das mit ihm baust und ihn so verwöhnst?"

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Wir hatten keine Möglichkeit solche Übertritte vorab zu stoppen da mein Sohn der erste Enkel ist. Wir haben als das Kind ein Neugeborenes war schon Schokolade diskutiert. Und tun das seitdem bei jedem Besuch zigfach. Für meinen Schwiegervater ist Schokolade=verwöhnen=gottgegebenes Grosselteenrecht. Aber auch ansonsten ist er der Meinung dass sein Wille über unserer Elternentscheidung steht. Wir tanzen den Tango also seit 1.5 Jahren auch.
Mein Mann meinte wenn der Irrsinn um den ersten Enkel sich legt wird es besser und wir haben es lange mit gut zureden versucht. Dann hat es anfangs des Jahres mal geknallt und sie sind vorzeitig abgerauscht. Ich hatte echt gedacht es wäre durch jetzt aber es wurde alles noch viel schlimmer. Neben dem schmoll-abfahren wird er jetzt auch noch eklig im Ton wenn man einschreitet.
Für mich gehen mehrere Dige gar nicht.
- dass die Bedürfnisse von Kind übergangen werden wenn ihnen was anderes bequemer ist.
- dass gesundheitliche Aspekte ignoriert werden. Mein Sohn hat ein stark erhöhtes Kariesrisiko, wir sollen ärztlich geraten extrem auf Ernährung achten, sonst drohen (noch mehr und va) hausgemachte OPs.
- das sie uns als Eltern krass übergehen
- der Ton den sie auch vorm Kind meinen anschlagen zu müssen.

Da finde ich viele Parallelen zu deiner Schwiegermutter.
Ich hab meinem Mann jetzt das Stillhalten aufgekündigt und die sie fliegen raus wenn sie sich wieder so daneben benehmen. Sie kommen heute und vorab ging es schon wieder (und einzig) um die Plätzchen die das Kind essen soll. Ich mochte sie Mal gern aber es macht echt keinen Spass mehr.

Mein Rat nach 1.5 Jahren dieses unwürdigen Schauspiels. Wehret den Anfängen. Könnte ich nochmal neu würde ich nicht lang facken und einmal zeitig alle zurecht rücken.

Ich würde wenn sie bei euch Beifall heischen ehrlich sagen dass ihr Verhalten gar nicht geht und du die Ruhe des Schwagers bewunderst, bzw dass sie bei euch schon rausgeflogen wäre. Ich hoffe ihr plant ohne Betreuung mit ihr? Ich bin sehr froh dass wir darauf nie gewettet haben bei unseren.

Du beschreibst unsere Situation sehr treffend. Da er auch der erste Enkel ist, denke ich, dass die Eltern damals noch nicht wussten, zu was es führen würde. Ich denke, dann hätten sie wahrscheinlich von Anfang an eingegriffen. Er wurde auch ne zeitlang von Oma betreut. Und da es ja beim 1. Enkel so wunderbar hingehauen hat, wird bei den nachfolgenden Enkelkindern munter weiter gemacht. Reden hilft übrigens gar nicht (oft versucht, ich bin auch schon oft mit ihr aneinander geraten). Ich persönlich würde auf der Stelle meines Schwagers sehr sehr oft das Kind einfach einpacken und gehen. Ob ich es dann irgendwann mit eigenen Kindern tatsächlich bringen würde weiß ich nicht. Ich wünsche euch jedenfalls viel Kraft stark zu sein.

Ich denk das wirst du wenn es ums eigene Kind geht. Sei da ohne Sorge. Wenn dir das jetzt schon so auf den Keks geht schlägt die Mamalöwin durch.
Ich packe meine gerade nicht über Verhalten sondern über den Ton. Denn ich möchte nicht dass sie meinem Sohn eine herrische oder laut werdende Tonlage vorleben. Wenn der zu arg eskaliert gibt es ein Timeout für den Rest vom Tag oder wir brechen den Besuch komplett ab. Hat den gleichen Effekt aufs Verhalten und schafft eine respektvolle Basis unter den Erwachsenen. Und das ist das was ihnen eigentlich fehlt. Respekt vor uns.
Den werden wir uns aber nun zügig wiederholen.

Wenn es um das Thema Essen geht, dann gibts dieses Problem ja nur bei Oma.

Alltag Ist ja angeblich kein Problem.

Und Oma hat ihn wohl verzogen sodass er meint bei ihr nur spezielles zu bekommen.

Lösung:

Entweder ich sehe darüber hinweg dass er bei Oma nur Süßspeisen isst (die Häufigkeit der Besuche legen ja so schliesslich die Eltern fest).

Oder die Eltern gehen garnicht mehr zu Oma mit ihm.

So simple

So ein riesiges Familientheater wegen Essen...

Es geht doch nicht nur ums Essen. Dieses Theater wäre vielleicht ja noch zu ertragen. Es geht um ihr allgemeines Verhalten. Alles, was die Eltern dem Kind untersagen wird von der Oma erlaubt und unterstützt. Medien, Schlafen gehen, Geschenke. Usw

Den Eltern gefällt ja scheinbar der Stil sonst würden sie ihr Kind ja nicht dauernd d Shin bringen.

Es ist ja schließlich jedem selber überlassen ob und wie viel das Kind zur Oma geht.

Ihr habt ja dann auch die Wahl wenn ihr mal Kinder Habt.