Mann im Schichtdienst - Fluch oder Segen

Aloha ihr Lieben.

Mein Mann arbeitet als Krankenpfleger im Schichtdienst und hat einen sehr unterschiedlichen Rhythmus zum unsrigen mit Baby. Dass er Silvester Nachtdienst hat ist da das geringste Übel. Eher im Alltag fällt es mir schwer, den Rhythmus mit Baby beizubehalten. Wie macht ihr das? Gerade seit mein Sohn alles andere spannender findet als Brust und Schlafen habe ich das Gefühl, dass er alles geschmeidiger läuft, wenn wir unser Ding mit essen und schlafen so durchziehen wie gewohnt (auch wenn das auf Kosten gemeinsamer Familienzeit geht) irgendwann sehe ich definitiv auch die Vorteile der Schichten (Papa kann mal zur Kita bringen oder hat unter der Woche frei), oder Moment hin ich eher hin und her gerissen.
Gleichgesinnte? Meinungen? Tipps?

Alles Liebe von mir und Söhnchen (5 Monate) 💚

Guten Morgen 😃

Meine kleine ist jetzt fast 6 Monate alt. Mein Partner arbeitet in 4 Schicht. Also früh, spät und Nacht und jedes 2. Wochenende.
Für uns ist es eigentlich ein Segen. Er nimmt viel am Familienalltag teil, kann mich viel unterstützen und erlebt die kleine intensiver, als wenn er z. B. Von 8-18 Uhr arbeiten würde. Ich bin echt froh, dass es so ist. Von meiner Freundin der Mann arbeitet normal und hat nIcht so viel Zeit für seinen kleinen, weil wenn er heim kommt ist meist gleich mal Schlafenszeit.

Wir haben jahrelang gekämpft, die Schichten loszuwerden. Je älter das Kind wurde, desto mehr haben sich die Schichten negativ ausgewirkt. Mein Mann hatte 50% Frühschicht und 50% Spätschicht und die Spätschicht war auch das Problem.
Er konnte 50% der Zeit kaum am Familienleben teilen weil er immer von 12 bis 21 Uhr weg war. Unser Sohn ist morgens teilweise abgedreht weil er durch den Schichtwechsel nie wusste, wann Papa da ist (er ist ein Papa-Kind) und hat richtig Angst vor dem Spätschichten entwickelt. Kita-Veranstaltungen, Nachmittags-Aktivitäten usw. hat mein Mann fast immer verpasst. Abendessen und ins Bett bringen ebenso.

Klar kann er dann morgens mal in die Kita bringen aber das wiegt für uns nicht die Nachteile auf.
Mein Mann hat jetzt gewechselt und hat fast ausschließlich Frühschicht und das in Gleitzeit. Er kann anfangen, wann er will und auch mal spontan Spätschicht machen wenn das aus Gründen mal besser für uns passt an dem Tag. Perfekt für uns als Familie. Er wird für seine Kinder viel präsenter sein.

(Eher nebensächlich aber auch nicht zu unterschätzen: ich konnte mir nie abends einen Sportkurs o.ä. suchen weil ich ja immer abends mit den Kindern alleine war. Auch das kann ich jetzt endlich. Mal 1 Abend pro Woche raus und etwas Sport machen, super!)

Meine Erfahrungen betreffen jetzt kein 3/4-Schicht-System. Das hatte mein Mann nur vor den Kindern. Ich hoffe, es zählt trotzdem.

Hallo!
Wir haben beide Schichtdienst. Ich jeweils 12h Tag- und Nachtdienst (25h/woche)und er Früh- (6uhr bis 14h30 und Spätschichten 10h30-20Uhr und Gleitzeit).
Da unsre Angehörigen mindestens 2h entfernt wohnen, ist es für uns genau das Richtige.
Seit unser Sohn mit 2j in die Krippe kam, stimmen wir unsere Dienste so ab, dass er immer in die Betreuung (jetzt Schule) gebracht und abgeholt werden kann. Er ist 3x/Woche flexibel in der Nachmittagsbetruung angemeldet. Geht aber nur, wenn ich in der Arbeit bin, id ausschlafe nach ND.
Mit dem Familienleben muss man sich einfach arrangieren und gemeinsame Qualitätzeit schaffen.
Unser Sohn hatte auch nie Promleme, wenn sein Vater oder ich mal am Morgen odee Abend nicht da waren. Ich hab das Gefühl, er mochte sogar das Exlusivrechr einen alleine für sich zu haben.
Muss aber ehrlich zugeben, ich habe mir vor der Krippe unheimliche Sorgen und Gedanken darüber gemacht, ob das alles so funktionieren wird. Jetzt ist er 8 Jahre und es hätte anders gar nicht besser laufen können.
Wirst sehen, ihr gewöhnt euch alle 3 sehr schnell an die Situation und werdet sie als gut befibden.
lg minitouch

Wir arbeiten beide im Schichtdienst,ich als Krankenschwester seit über 21 Jahren nur noch nachts ,habe 10h Dienste ....immer 7 Nächte ,dann 1 Woche frei.Mein Mann arbeitet in 3 Schichten,beide haben wir WE/Feiertagsdienste.
Unsere Familien wohnen 300 km weiter weg ,also waren wir schon immer auf uns alleine gestellt. Durch d.Schichten ist d.Betreuung der Kids super möglich gewesen (sind inzwischen schon größer).Außerdem konnte ich schon immer super Haushalt ,Arzttermine usw. unter der Woche wahrnehmen ...alles ohne Kids. Mein Mann hilft immer im Haushalt ,er übernimmt d. Einkäufe ,er kocht grundsätzlich usw.
Für uns stehen da ganz klar auch d.Vorteile des Schichtdienstes im Vordergrund.


Guten Rutsch
LG Kerstin

Mein Mann hat ein 4 Schichtsystem und ist ist zum brechen!
Er hat eine Woche früh, da ist er um 15:30 zuhause. Eine Woche Mittelschicht da ist er von 8-17:30 zuhause. Dann die klassische spätschicht von 15- 23 Uhr und Nachtschicht...
vor der kleinen hat er nur Frühdienst gehabt, das war perfekt. Als ich im zweiten Jahr der Elternzeit war, hat sein Betrieb umstrukturiert. Die absolute Katastrophe. Wir haben regelrechte Schwierigkeiten mit der Betreuung am Nachmittag, da mein Mann jede Woche anders arbeitet. Ich hab keine Gleitzeit und bin immer erst um 18:30 zuhause. Vorher alles kein Problem, da könnte mein Mann die kleine locker um 16 Uhr abholen. So war es geplant. Nun sitze ich hier und finde kaum was passendes in meinem Job. Kita geht hier von Montag bis Donnerstag nur bis 16 Uhr und am Freitag bis 14:30🤬
Irgendwo als Hilfskraft ein paar Stunden arbeiten hab ich auch keine Lust. Solange die kleine klein ist, mag es ja toll sein, wenn mein Mann halt morgens mal da ist, aber wenn sie größer wird und zur Schule geht, hat sie auch nichts davon. Zumal er durch seine Schichten auch viel hier durcheinander bringt. Die kleine ist immer verwirrt und weiß nicht woran sie ist. Vor allem, wenn er aus der Nachtschicht kommt und schlafen muss, während sie gerade wach wird und spielen will, ist es blöd. Wir haben eine „kleine“ Wohnung, er hört hier jeden pieps, zumal sich die kleine immer zu ihn ins Zimmer schleicht, sobald ich fünf Minuten wegsehe. Ich mag aber auch nicht mit ihr am Morgen für 8 Stunden die Wohnung verlassen.. am Wochenende arbeitet mein Mann man auch im Turnus😪 hat aber in der Woche nicht sofort frei, das bedeutet manchmal er arbeitet 2 Wochen am Stück. Ist dann dementsprechend auch recht ko, sodass alles an mir hängen bleibt😪 dabei würde ich gern wieder in meinem Job anfangen. Ein regelrechter Teufelskreis. Ich hasse diese Schichten und kann dem absolut nichts positives abgewinnen. Also einen wirklichen Tipp hab ich nicht, wir sind selber noch am schauen, wie wir künftig damit umgehen können.

Gemeint war von 8-17:30 nicht zuhause..

Ich empfinde es auch als Fluch. Die Kinder haben ihren festen Ablauf, sie gehen aber auch schon in die Kita. Bei uns gibt es viele Spätschichten. Die sind der Killer für's Familienleben.

Ich sehe es als Fluch und Segen gleichzeitig. Ich arbeite selbst als Krankenschwester. Momentan noch in Elternzeit. Mein Mann in der Industrie. Sein Dienst beginnt um 6.30 Uhr und dann hat er im Regelfall um 15.30 Uhr Feierabend. Durch Überstunden wird es meistens später. Dafür hat er freitags mittags frei. Bald werde ich in Teilzeit wieder einsteigen. Das tolle ist, ich kann von Freitag bis Sonntag ohne andere Betreuung arbeiten gehen und so ist das jetzt auch geplant. Die kleine hat, so sehe ich das, Exckusivzeit mit ihrem Papa und ich gehe beruhigt arbeiten. Aber was natürlich auch klar ist, die Familienzeit bleibt auf der Strecke. Würde ich mit mehr Stunden einsteigen wäre es noch viel schlimmer.
Also würde ich sagen, dass es für uns finanziell auf jeden Fall ein Seegen ist. Für die Familie eher ein (vielleicht kleiner) Fluch. Liebe Grüße!

Ich empfinde es als sehr anstrengend und bin froh, dass mein Mann wieder halbwegs verlässlich von 8-16 Uhr arbeitet. Es ist uns wichtig, dass die Kleine Routine hat und jeder Tag ähnlich strukturiert ist.
Allerdings leiden wir momentan sehr unter dem Bereitschaftsdienst meines Mannes. Er hat rund um die Uhr Bereitschaft und seit Anfang Dezember ist es richtig schlimm. Entweder muss er deutlich länger arbeiten oder er wird zum Teil 2-4x am Tag rausgerufen. Ziemlich ätzend. :(

Hallo, mein Mann arbeitet im 4 Schicht System (2 Früh, 2 Spät, 3 Nacht). Es ist Fluch und Segen zu gleich. Die Kinder haben dann halt Mama und Papa Tage und Tage an denen wir beide da sind. Wenn Papa halb 3 zu Hause ist, kann ich bis 18 Uhr arbeiten. Die Spätschicht Tage hab ich halt halb 4 Schluss.
Nur die Nachtschichtwochenenden sind Fluch, wenn er schlafen soll und die Kinder laut sind. und das arbeiten am Wochenende ist Fluch.

Hallo,

Mein Ex ist Schichtarbeiter, er hat bei Spätschicht bis Nachts 12 gearbeitet, konnte dann auch nicht gleich schlafen, hat dafür dann bis Mittags um 12 im Bett gelegen. Ich war mit unserer Kleinen dann meist Vormittags unterwegs, ein Baby so lang ruhig zu halten ist nämlich unmöglich. Dann hab ich gekocht, wir haben gegessen und er ist zur Arbeit. Da hatte die Kleine natürlich nix von ihm. Dafür war er bei Frühschicht um 15 Uhr daheim und hat wenn er nicht gerade seinem Hobby nachging auch mal Zeit für seine Tochter.

Ich habe einfach ganz normal unseren Rhythmus durchgezogen den die Kleine vorgegeben hat. Er kam dann halt dazu. Ich habe unsere Aktivitäten auch nicht von seiner Schicht abhängig gemacht. Ich war allerdings auch 3 Jahre in Elternzeit, da war das gut machbar.

Guten Rutsch
Sunny

Hallo, wie bereits andere schrieben: Fluch und Segen zugleich. Ich bin Aerztin, meine Nachtschichten gehen von 1500 - 0700Uhr, 7 Tage am Stück, danach 7 Tage frei. Diese Dienste sind bei Kollegen, die schlecht umstellen können, überhaupt nicht beliebt. Ich benötige wenig Schlaf und wenn ich während dem Dienst 2-3 Stunden fraktioniert schlafen kann, brauche ich zuhause nur noch 2h zu schlafen und erlebe so die Kids während dem Tag. Somit habe ich die letzten 3 Jahre viele dieser Dienste übernommen, ebenso Wochenenddienste. Mein Partner arbeitet nicht im Schichtdienstsystem. Wir haben es so mit viel Organisation geschafft, die Kids im Schnitt 15-17h pro Woche "fremdbetreuen" zu lassen bei einem 80% Pensum meines Mannes und bei mir (wobei bei mir die 80% doch meistens 40-50h/Woche bedeuten). Für die Kinder haben wir den ganz normalen Tagesablauf beibehalten und für sie war es nie ein Problem. Der Schichtdienst geht während der Arbeit aber ganz klar auf die Kosten unserer Beziehung, dafür haben wir superviel gemeinsame Zeit während meiner Kompensationen.

Hallo,

Mein Mann hat zwar keine regelmäßigen Schichten aber SEHR unregelmäßige Arbeitszeiten, viel nachmittags und abends.

Mittlerweile sind die Kinder 5 + 7 und am liebsten hätten sie einen Papa, der gar nicht arbeitet ;-) . Am zweitliebsten einen, der immer da ist, wenn sie auch da sind. Außer einem Lehrerskind kennen wir aber niemanden, bei dem das so läuft.
Was beide total ätzend finden, ist sie Unberechenbarkeit. Bei regelmäßigem Schichtdienst dürfte die Unberechenbarkeit aber so mit etwa drei Jahren verschwinden, wenn die Kinder das System durchschauen.

Meine Erfahrung aus dem Kleinkindalter ist, dass ein regelmäßiger Tagesablauf tatsächlich über "Papa-Zeiten" geht. Mein Mann hat sehr gelitten, als ich seinen Mittagsschlaf mit der Großen abgeschafft habe und gleichzeitig angefangen habe, die Kinder immer selbst ins Bett zu bringen. Aber ab da schliefen beide Kinder (Baby und 2jährige) viel, viel besser ein. Und als es erstmal eine funktionierende Regelmäßigkeit gab, klappten auch Außnahmen (Papa bringt alle drei Wochen mal die Kinder ins Bett) richtig gut.

Letzten Endes muss jede Familie ihre eigene Lösung finden - das Problem zu erkennen, ist ein erster Schritt!

LG!

Hi,

also bei uns ist es so, dass ich einen Rhythmus habe der durchgezogen wird. Ist Papa da, schön, ist er nicht da, passt es auch.

Unsere Familie ist eher ohne Papa eingespielt. Ich kenne es nicht anders und die Kinder auch nicht.

Mein Mann hat zwar Dienst nach Dienstplan, aber danach kann man nicht gehen. Irgendwer ist immer krank oder will tauschen und dann wird geschoben. Dann hat er dazu Einsatzleiter 5 Tage im Monat durchgängig. Wann der Piepser geht weiß niemand. Mal beim Abendessen, mal nachts, kurz vorm Wecker morgens. Tagsüber ist er dann im Büro eingesetzt, also auch nicht da.

Wochenenddienst oder Feiertage ist sehr oft, auch hier muss ich mit den Kindern organisieren.

Bei uns spielt sich das Leben hauptsächlich ohne Papa / Mann ab. Ob Fluch oder Segen, das weiß ich nicht. Ab und an war es nicht immer einfach alles geregelt zu bekommen. Jetzt wo die Kinder relativ groß sind, ein kleiner Segen. Ich kann tun und lassen was ich will...

Er hat im Januar z. B. eine Schicht von 16 bis 0 Uhr. Hier hat er gar nix von der Familie. Wir sehen uns dann auch ein paar Tage auch nur zwischen Tür und Angel. Die Kinder gehen um 7 Uhr, ich auch. Ich komme gegen 15 Uhr, die Kinder um 16.30 Uhr. Wenn er kommt schlafen alle und wenn er aufsteht, sind alle schon wieder weg... Genauso bei der 14 bis 22 Uhr Schicht. Ist halt so, kann man nicht ändern.

Guten Rutsch!
Caro

Wir haben beide über 20 Jahre im Schichtdienst gearbeitet. Es ist sowohl als auch... Für uns als Paar gab es schon Vorteile, morgens wenn die Kinder zur Schule /Kiga sind zusammen zum Sport zb. Aber Familienzeit und auch Einladungen von Familie und Freunden sind dann immer schwierig...
Wir sind nun beide durch andere Arbeitsstellen im gleichen Jahr raus aus dem Schichtdienst, ich bin gespannt wie es sich entwickelt. Aber die Wochenenden fühlen sich so viel besser an.
Manchmal kann man es ja aber einfach nicht ändern, der Job ist super, dann muss man sich einfach arrangieren... Und immer ausprobieren wie es am besten läuft.

Mein Mann war über 20 Jahre im Schichtdienst rund um die Uhr mit Wochenenden und Feiertagen. Am schlimmsten fand ich die 12- Stunden Schichten (früh und nachts) am Wochenenden und Spätschichten unter der Wochen und die nicht zu knappen Überstunden.

Als die Kinder noch kleiner waren empfand ich das jetzt nicht so belastend. Bei meinem Jüngsten stellte man im Laufe der Kleinkindzeit ein Schwerbehinderung fest in Form vom frühkindlichen Autismus fest. Richtige Diagnose aber erst mit 6 Jahren, da immer der Verdacht auf ADHS im Raume (so benahm sich das Kind aber auch) über die gesamte Kleinkindzeit. Mein Kind machte die Nacht zum Tag, wo mein Mann dann besonders am Wochenende mit seinen 12 Schichten auch schlecht schlafen konnte. Für mich Stress pur, aufstehen früh, anziehen und Frühstücken. Den Großen konnte ich liegen lassen, da er schon größer war. Und dann losfahren und was unternehmen, damit das Kind ausgepowert war. Das ging über Jahre. Mein Mann und ich sahen aus wie Gespenster aus teilweise.

Am schlimmsten fand ich die Zeit nach dem Kindergarten beim Jüngsten. Die Therapien konnten nicht in der Schule gemacht werden, sondern nachmittags. Ich arbeitete seit dem 3. Lebensjahr des Jüngsten wieder. Therapien fanden 3 x die Woche nachmittags statt. Und wenn mein Mann nicht da war, sondern auf der Arbeit, dann mussten Hilfestellungen für den Großen beim Schulstoff bis abends teilweise warten, da wir nach dem Mittagsessen zu den Therapien mussten. Wenn mein Mann da war, stand häufig das Mittagessen schon auf den Tisch und er konnte meinen Großen bei den Hausaufgaben helfen. Ab und an nahm er mir auch Therapien ab vom Jüngsten. Ein normales Familienleben fand irgendwie nur eingeschränkt statt. Mein Mann nahm, da er mehr Urlaub hatte als ich, die Kinder auch mal 14 Tage mit in den Urlaub mit. So konnte ich durchschnaufen, ausschlafen und auch mal Sachen für mich machen, die ich lange nicht gemacht hatte.

Schichtdienst hatte für mich schon kleine Vorteile gehabt. Der Jüngste musste nicht komplett bis 16:30 Uhr (Ganztagsplatz im Kindergarten) bleiben. Wenn mein Mann bis 14 Uhr schlief, holte er ihn um 15 Uhr ab. Machte Essen warm für den Großen, wenn der nicht gerade im pädagogischen Mittagstisch teilnahm. Aber wenn ich die Jahre zurückblicke, wo der Jüngste in die Schule kam, fand ich die Zeit mega anstrengend, weil doch 90 Prozent die Sache um den Jüngsten an mir kleben blieb. Dazu gehörten ja auch noch Arztbesuche, die einen langen Anfahrtsweg benötigten. Papierkram mit der Pflegekasse, Sozialamt (Eingliederungshilfe), die Elternabende beider Kinder, Mamataxi für den Großen und Kleinen und der allgemeine Familienwahnsinn. Ja und später musste ich mich auch noch um meine alte Mutter kümmern zusätzlich 1x die Woche abends durch Besuchen (nicht pflegen).

Ganz ehrlich, Zeit für mich hatte ich wirklich kaum. Da konnte ich mich drehen und wenden wie ich wollte. Entlastung hatten wir nicht, es gab kaum jemanden außer meiner Schwägerin (aber nur Wochenende, sie arbeitete). Von meinen Geschwistern auch nicht, der eine lebte teilweise im Süden von Deutschland und die andere sagt dieses Kind ist unser Problem.

Mit dem Thema Schichtdienst sind wir zum Glück durch. Jetzt ist wesentlich mehr Zeit.

LG Hinzwife

Inwieweit beeinflusst seine Schichten euer Alltag?

Wir sind selber auch aus der Altenpflege. Mein Mann arbeitet 12-Stunden-Schichten.

Unser Alltag beeinflusst das soweit nicht 🤔 Familienzeit ist da auch nicht geringer.

Entweder arbeitet mein Mann oder er schläft, da Nachtdienst. Da sehen wir ihn nur zum "guten morgen" und "gute Nacht" sagen. Passiert aber, je nach Schlafverhalten der Kinder und wie weit die Arbeitsstrecke ist, dass die Kinder den Papa auch mal mehrere Tage am Stück nicht sehen.

Der vorteil dafür aber: er hat 2-3 Tage in der Woche frei 😁 daher sehen wir ihn oft genug für mehr als ausreichend Familienzeit 😉 und da machen wir sogar meist unseren normalen Alltag 😂

Dein Mann wird wohl die 7-8 Stunden schichten haben. Je nachdem wann der Tag bei euch anfängt ist er dann Frühs mit dabei oder Nachmittags/Abends. Ihr habt also jeden Tag gemeinsame Zeit von mindestens 3 stunden. Dafür habt ihr aber weniger Freie gemeinsame Tage. Das würde unseren Alltag 0 bis gar nicht beeinflussen. Dann ist er mal vormittags beim Putzen und einkaufen da oder Nachmittags auf dem Spielplatz.

Ich finde in Schichtdiensten eben den Vorteil, dass ihr allgemein flexibler seid. Dein Mann kann Wunschfrei oder auch Wunschdienste äußern. Das können andere nicht. Ich würde Schichtdienste immer festen Arbeitszeiten bevorzugen.

Vor allem bei 7-8 stunden schichten ist es dann auch später besser planbar zwecks der Betreuung. Einer arbeitet früh. Der andere spät. Zur Übergangszeit sind die Kinder dann im Kindergarten oder in der Schule. Da ist es auch möglich, dass beide eltern sogar vollzeit arbeiten.

Bei 12-Stunden schichten haben wir da den Nachteil, dass ich nur dann arbeiten kann, wenn Mann frei hat. Da müssen wir dann schauen wie wir das am besten hinbekommen werden.

Denn oft ist mein mann von 6 bis 20:00 aus dem Haus. Da hat kein Kindergarten oder Schule oder sonstige Betreuungsstellen offen. Also muss ich dann eine Stelle finden, die mit den Betreuungszeiten kompatibel ist und die Kinder müssen dann evtl ganztags betreut werden oder ich steck beruflich zurück und arbeite nicht mehr als 2-3 tage die Woche 🤔

Hallo,
Wir sind nicht direkt im Schichtdienst.

Aber als Ärztin kenne ich auch nachtdienstwochen... da haben sich Vor- und Nachteil halbwegs die Waage gehalten (war auch nur jede2. Nacht arbeiten und jede 2. Nacht frei). Hart war es mit krankem Kind, wenn die Möglichkeit fehlte sich zuhause hinzulegen.
Oder zusätzliche Abenddienste, da war ich 6:30 bis 22 Uhr aus dem Haus und am Folgetag wieder ab 6:30 bis 18 Uhr - da habe ich dann meine Tochter 48 Stunden lang nicht wach gesehen. Das schöne waren die ausgleichsstunden, durch die ich meine Tochter dafür mehrere Tage in der Woche schon am frühen Nachmittag im Kindergarten abholen konnte oder auch bei Dienstreisen meines Mannes einsetzen konnte.
Inzwischen bin ich nicht mehr in der Klinik, sondern habe regelmäßige Arbeitszeiten. Das macht die Planung einfacher, aber andererseits auch unflexibler. Statt 80% arbeite ich momentan noch 50%, unter anderem weil ich keine Möglichkeit habe abends und am Wochenende „Bonusstunden“ zu erarbeiten, die ich unter der Woche einsetzen kann.
Ich denke mit Baby ist die Schichtarbeit noch am einfachsten, weil man in jedem Fall das Baby einen Teil des Tages erlebt, bei größeren Kindern ist die Familienzeit viel festgelegter, erst recht bei Schulkindern. Zudem nehmen zwar die Betreuungsoptionen (Hort, Verabredungen usw.)zu, aber die Termine auch. Meiner Schwiegermutter kann ich es beispielsweise zumuten die Kinder nachmittags für 2h zu hüten, wenn es von unseren Arbeitszeiten so auskommt. Aber das komplette Mamaprogramm mit Hausaufgabenhilfe, Instrument üben, Hol- und Bringediensten zu Freunden oder Hobbies, Arztterminen etcpp, kann und soll sie nicht übernehmen. Alternativ könnten wir die Betreuungszeiten verlängern und die Kinder dürfen eben nur Hobbies wählen, die zB in der Nachmittagsbetreuung angeboten werden und sich nicht mit entfernter wohnenden Freunden verabreden unter der Woche...
Also, du siehst - alles hat vor- und nachteile bzw eben seine eigenen Herausforderungen. Ihr werdet sicher als Familie euren eigenen Weg finden- wenn es nicht läuft, muss man eventuell auch mal umplanen.
Liebe Grüße!

Hallo!
Wie die meisten empfinde ich es als Fluch und Segen zugleich....
Mein Mann ist Anästhesist und hat viele , unregelmäßig Dienste. Offiziell ruf Dienste, sa dürfte er nach 10 Stunden nach Hause und hat den Piepser dabei und wenn was ist muss er ins KH fahren. Inoffiziell ist meist so viel los, dass er gar nicht heim kommt und auch am nächsten Tag normal weiter arbeitet. Die Dienste gehen unter der Woche von 11 Uhr bis 16 Uhr am Folgetag. Wochenende von freitag vormittags bis Montag Abend . Selbst wenn er es mal im Rufdienst nach Hause schafft, hat er den Piepser und kann keine Kinder Betreuung übernehmen. Aktuell hat er Dienst. Ist heute morgen los und kommt Donnerstag Abend wieder.
Frei bekommt er für feiertage usw nicht, da es offiziell Ruf Dienste sind. Da gibt es kein Gesetz für Ruhetage.
Er hat etwa 2-5 solcher Dienste in der Woche an unregelmäßigen Tagen. Er arbeitet 12 Tage, hat das Wochenende frei und dann geht es wieder los. Manchmal, wenn wenige Urlaub haben und einige krank sind, hat er 2 Wochenenden hintereinander frei.
Ich bin Krankenschwester. Habe eigentlich 3 Schichten. Nach dem ersten Kind haben wir beide gearbeitet und eine flexible Babysitterin eingestellt, die alle randzeiten abgedeckten hat. Ich habe eigentlich nur für Kita Gebühren und Babysitterin gearbeitet.
Dann kamen unsere Zwillingsjungs. Die Babysitterin ist weggezogen und ich bin Zuhause. 2x Kita Gebühren,1x hort, 1x flexible Babysitterin die auch über Nacht 3 kleine jungs betreut . Das kostet mehr als ich verdienen würde.
Da ich gerne arbeiten würde, ist es in der Hinsicht ein Fluch mit Schichten. In einer Ambulanz in der Klinik müsste ich um 7 Uhr anfangen. Wenn dann mein Mann seine Schicht hat, haben wir keine Betreuung.
Wenn ich spät Schicht mache, fehlt es von 16-22 Uhr. Und die Nächte gehen nur mit 10 Stunden Babysitterin über Nacht.....

Hallo,
Das liegt an den bescheuerten Arbeitszeitregelungen für Ärzte in D... ich habe in Schweden gearbeitet, da könnte ich wählen ob ich für die Dienste Geld oder Freiteitausgleich möchte. Jede gearbeitete Stunde am Wochenende gab 2 Stunden Freizeitausgleich, an Feiertagen wie Weihnachten oder Mittsommer wurde das sogar nochmal verdoppelt. Das war richtig gut! Ein Dienst an Weihnachten resultierte da in einer Woche zusätzlich Urlaub, das ist schon ein fairer Tausch. ;)

Das klingt traumhaft!!! Da könnte ich arbeiten.... aber ob mein Mann nach Schweden will??
Gutes 2020 wünsche ich dir!

Mit meinem Ex-Mann hat die Sache mit Schichtdienst (12-stunden) und Baby nicht hingehauen. Er hat gerne Nachtdienste gemacht, kam gegen 07:00 nach Hause und hat teilweise bis 18:00 geschlafen 🙄🙄🙄 er stand quasi auf, wenn ich das Baby schon fast bettfertig gemacht habe.

Ihn früher zum Aufstehen zu animieren oder gar zu wecken war fatal und somit hab ich mir das gespart!

Mein Mann hat schon im Schichtdienst gearbeitet als ich ihn kennenlernte. Es war also mit Beginn der 1. Schwangerschaft klar, dass ich hauptsächlich für die Kinder verantwortlich bin.

Wir haben unseren Ablauf, egal ob er da ist oder nicht.

Mein Mann hat eine Woche Frühschicht (von 6 bis 13:30) was super ist, dann hat er den ganzen Nachmittag und Abend mit der Kleinen.
Darauf folgt eine Woche Spätschicht (von 13:30 bis 22Uhr). Da hat er morgens was von ihr bzw wird sie dann immer zur Kita bringen.
Zwischendurch gibt es 4 Wochen Nachtschicht, da steht er gegen 14Uhr aus, also gleichwertig zur Frühschicht.

Ich finde es auf alle Fälle besser als ein Nine to five Job, so hat er zwar eine Woche nicht viel von der Kleinen, dafür aber die andere Woche umso mehr. Ohne Schicht hätte er ja immer nur ein bisschen von ihr täglich, aber das würde sich ja aufs ins Bett bringen und zur Kita bringen beschrenken.

Ich werde dann Teilzeit arbeiten, dass ich sie in der Spätschicht von der Kita abhole, er eben in der Frühschicht.

Unser Tagesablauf ist trotzallem der selbe, eine Woche eben mit Papa und eine Woche eben ohne.
Die Wochenenden hat er frei. Er hatte auch Elternzeit, da war es auch schon immer mal so und mal so wer sie ins Bett bringt oder morgens fertig macht, denke dass wird sie auch in Zukunft nicht verwirren.

Du hast ja schon echte viele Antworten bekommen, aber ich gebe trotzdem auch noch meinen Senf dazu. Mein Mann ist bei der Berufsfeuerwehr und hat damals beim Großen 12 Std.-Schicht gehabt (6-18 Uhr/18-6 Uhr). Jede Woche wurde die Schicht gewechselt, wobei er dann auch an unterschiedlichen Tagen frei hatte, mal in der Woche, mal am Wochenende.
Das hat es schwer gemacht etwas zu planen, obwohl es schon einen Rhythmus gab (3 Wochen). Ich mochte es im Babyalter den Tag ohne Mann zu verbringen, war halt sehr flexibel. Mit Kleinkind wurde es dann schon schwieriger. Ich musste dann halbtags arbeiten. Wie andere geschrieben haben, ist es dann praktisch, dass der Mann dann auch mal das Kind zur Kita bringen kann und ggf. den Haushalt schmeißt/einkauft. Das klappt bei uns ganz gut.
Beim kleinen hat er dann in 24 Std.-Schichten gearbeitet. Das finde ich angenehmer als die Schicht vorher. Aber teilweise auch anstrengender. Er kommt morgens um halb 8 nach Hause und schläft dann erst mal, manchmal bringt er die Kinder vorher zur Kita. Am Wochenende ist es eher unschön, die Kinder sollen dann leise sein. Bzw. sie sehen ihn am Wochenende kaum. Mal hat er auch das ganze Wochenende frei.

Was ich aber merke ist, dass er schneller von den Kindern genervt ist. Er ist es halt nicht gewohnt so viel Trubel von ihnen zu haben und sie wollen dann natürlich umso mehr seine Aufmerksamkeit. Das führt dann oft zu Streit zwischen uns, weil ich dann mal meine Ruhe haben möchte, es für ihn aber ungewohnt ist so viel mit den Kindern zu machen. (So lange am Stück)
Ich würde auch gerne wieder mehr arbeiten, aber es ist nicht wirklich praktikabel, da der Weg von der Kita zu meiner Arbeit so viel Zeit in Anspruch nimmt und ich sie dann nicht immer rechtzeitig abholen könnte.
Oder ich würde gerne an regelmäßigen sportkursen teilnehmen, geht ja auch nicht.

Jeder muss da irgendwie seinen Weg finden und Kompromisse eingehen.

Sorry für den langen Text :D

Wow. Danke euch allen für die vielen Antworten. Manchmal ist es mit Sicherheit praktisch und mit vielem kann man sich bestimmt arrangieren. Für mich ist derzeit aucg eher Negatives vorherrschende. Gerade beim Spätdienst bleibt kaum Raum für Familien. Auch wie es einige schrieben, ist kaum ein regelmäßiger Termin einzuhalten.. Aber gut. Vielleicht wird es Zeiten geben, in denen wir diese stetige Inkontinenz irgendwie für uns nutzen können. Letztlich müssen wir unseren Männern dankbar sein. Die meisten tun doch einen wichtigen Job und versuchen den Spagat zwischen Familie und Beruf zu meistern.

Euch Allen und besonders denen, die heute (wie ich) ohne ihren Mann feiern einen tollen Start in ein besonderes glückliches neues Jahr 💚

Mein Mann hatte damals einen 8-Schicht-Dienst, da kam gerade Baby Nr2 zur Welt und ich habe es gehasst.

Kinder waren schlechte Schläfer und der kleinere ein Schreibaby. Während mein Mann also Nachtdienst hatte, musste ich Nachts alles alleine schaffen und das war der Horror. Tagsüber wurde es dann nicht einfacher. Baby schreite viel, mein Mann konnte nicht schlafen und auch da blieb weiter alles an mir hängen.
Meine Große war tagsüber entspannter als der Kleine, aber ich konnte mich draußen kaum bewegen, nur ab und zu hatten wir es zum Spielplatz oder ähnliches geschafft, denn der Kleine schrie fast nur.

Irgendwann reichte es uns beiden. Als Paar hatten wir durch die getrennten Zeiten auch gelitten (gemeinsam essen, Haushalt zusammen schaffen, Kinder aufgeteilt betreuen, Zweisamkeit) und er hat das beendet mit einer neuen Ausbildung. Als er dann seine geregelten Zeiten hatte, wurde es endlich entspannter und auch der Kleine kam Abends und Tagsüber besser zur Ruhe. Es dauerte aber über ein Jahr wegen der Ausbildung, somit wäre die Frage gewesen ob der Kleine nicht eher durchs Alter bisschen ruhiger wurde 😅

Dennoch, nie wieder Schichtdienste. Keiner möchte unser gewohntes Familienleben nochmal hergeben.

Mein Mann hat die letzten 7 Jahre auch in Schichten gearbeitet, auch viel am Wochenende. Irgendwann als mein Großer älter wurde und eingeschult wurde, empfand ich es immer negativer. Da mein Sohn bis Mittags eh in der Schule ist, verpassten die beiden sich oft und am blödesten waren die Wochenenden, die als Familie auf der Strecke blieben. Dieses schöne Freitags-Feeling fehlte uns sehr.