Taufe ja-nein-vielleicht

Hallo , nur mal rein aus Interesse, vielleicht habt ihr ja Lust eure Gedanken, Ideen, usw dazu zu geben.

Ich selbst, 29 Jahre alt, bin mit unter einem Jahr getauft , habe Null Bezug zur kirche/jesus/Gott/freie Gemeinden und bin aus der Kirche ausgetreten.
Gute Bekannte sind aber sehr gläubig und die Mutter dazu versucht regelmäßig mich zu bekehren 😂also word auch häufig über Bibel Inhalte gesprochen.

Meine Mutter gab zu, das ich und mein Bruder nur getauft wurden, weil man das so gemacht hat und ihre Schwiegermutter dann auch "ruhe gibt".

Mein Sohn ist jetzt knapp über ein halbes Jahr und so viele Fragen mich wann er denn nun getauft wird.
Wenn ich antworte das er gar nicht getauft wird bekomme ich teilweise böse,fragende Blicke.

Also ich selbst denke, das wenn jemand sich für Jesus entscheidet , dann kann er auch aus ganz freien Stücken im Erwachsenenalter getauft werden, ohne als baby irgendwo Hineingedrängt zu werden.

Wie seht ihr das?

Hallo,

sowohl mein Mann (katholisch) als auch ich (evangelisch) sind getauft und Mitglied der Kirche. Ich selbst habe circa 18 Jahre ehrenamtlich Kinder-Freizeitangebote in unserer Gemeinde betreut. Für uns war es von Beginn an klar, dass unsere Tochter getauft wird. Sie wurde evangelisch getauft, da ich den engeren Bezug zur Kirche habe. Für uns ist die Taufe ein Bekenntnis wir wir unser Kind erziehen werden und das es wie wir Teil dieser besonderen Gemeinschaft sein soll.

Wir gehen nicht jede Woche in die Kirche aber einmal im Monat mit und das von Geburt an. Denn einmal im Monat gibt es einen speziellen Gottesdienst für Babies und Kinder. Dort treffen wir Bekannte und trinken in Anschluss noch einen Kaffee und reden.

Aber jeder muss für sich entscheiden ob sein Kind getauft wird. Ich persönlich empfinde Menschen die ihr Kind taufen obwohl sie aus der Kirche getreten sind als Heuchler, da sie nicht hinter dem Glaubenskonzept stehen.

LG Morgain

Sehe ich auch so. Meine Tochter wird auch nicht getauft. Wenn sie es später selber möchte, dann habe ich natürlich nichts dagegen. Aber einfach nur "weil man das so macht" ist totaler Quatsch. Klar, wenn mein Partner gläubig wäre und es ihm wichtig wäre hätte ich auch nichts dagegen. Aber wir glauben beide nicht.

Genauso.

Mein Partner und ich sind beide aus der Kirche ausgetreten und haben mit Religion nichts am Hut. Unser Sohn wird dementsprechend auch nicht getauft. Meine Mutter wusste schon seit Jahren dass wir nicht taufen lassen würden, meinen Schwiegereltern ist das noch nicht so bewusst. Für meine Mutter ist das in Ordnung, unser Kind unsere Entscheidung. Bei den erwarten wir durchaus Widerstand. Das ändert aber nichts an unserer Entscheidung.

Wenn unser Sohn irgendwann einmal einer Religion beitreten möchte, dann ist das vollkommen ok. Und dabei ist es auch egal welche Religion es ist. Aber er soll das selbst für sich entscheiden dürfen und zwar zu einem Zeitpunkt der für ihn passt.

Ich finde das auch nur konsequent. Wie soll ich ihm eine Religion vermitteln an die ich nicht glaube. Aus dem gleichen Grund würde ich auch niemals kirchlich heiraten und wir feiern auch keine christlichen Feste. Ich finde es nicht richtig mir die Rosinen rauszupicken und aus "das macht man halt so" Gründen sollte man sowieso nicht taufen. Entweder man ist davon überzeugt oder nicht.

Entschuldige die Frage, aber wie erklärst du ihm, dass ihr Nikolaus und Weihnachten nicht feiert? Das sind ja im Grunde christliche Feste. Oder wie feiert ihr diese Feste? Das intetessiert mich jetzt wirklich und ist nicht böse gemeint...

Die christlichen Feiertage sind ja auch nur auf bestehende Feste übergestülpt worden. Weihnachten ist das alte Fest der Wintersonnwende (Germanen) bzw. von sol invictus (Römer) - die längste Nacht des Jahres ist vorüber, die Tage werden wieder länger. Ist keine Erfindung des Christentums ;-)

Man kann Weihnachten auch als Familienfest ohne christlichen Bezug begehen.

weitere 2 Kommentare laden

An eurer Stelle hätte ich mein Kind auch nicht getauft. Ohne eigenen Bezug zur Kirche macht es keinen Sinn.

Meine Tochter ist getauft und sie geht jetzt mit 5 Jahren auf eigenen Wunsch zu "Kirche mit Kindern". Das findet an einem Vormittag im Monat statt. So kann sie sich ihr eigenes Bild machen und in 7 Jahren entscheiden, ob sie beim Konfirmandenunterricht mitmachen möchte.

Wir sind beide noch Mitglied der Kirche, werden unser Kind aber auch nicht taufen lassen.

Wir haben keinerlei Bezug zu Religion, in unserem Leben spielt Religion absolut keine Rolle. Wir würden auch nicht kirchlich heiraten und Weihnachten ist bei uns ein "schönes Familienfest", ohne christlichen Bezug.

Ich möchte meinem Kind aber schon ermöglichen, Religion kennenzulernen und sich selbst zu entscheiden. Wie wir das machen werden, z.b. christliche Kita oder sonstiges, werden wir dann noch sehen...

Bin da ganz bei dir. Mein Bruder, cousin und ich wurden nach dem Umzug in den westen nur getauft, weil de anderen Kinder im Dorf nicht mit uns spielen durften - total idiotisch! Und wir leben in Niedersachsen, nicht in Bayern!
Jedenfalls haben wir mit der Kirche nix am Hut. Konfirmiert wurden wir auch nur, weil wir im Dorf sonst außen vor gewesen wären.

Meine Jungs sind nicht getauft und das werden sie auch nicht. Wenn sie 14 sind und somit religionsmündig, können Sie das selbst entscheiden.

Wir hatten schon Diskussionen mit pastoren, aber wir lassen uns da nicht beirren. Ich kann meinem kind auch so vin den religionen der welt erzählen, dafür muss ich es nicht direkt in eine Sparte drängeln.
Und Aussagen, wie "Man kann ja später noch immer austreten" nerven mich extrem. Denn getauft wurde man dann ja trotzdem! Ich hätte im Nachhinein sehr gerne darauf verzichtet!

Die anderen dürften nicht mit euch spielen? 😧 Oh man, sowas gab es tatsächlich in Deutschland? Ich bin selbst Christ, aber so ein dämliches Verhalten kann ich einfach nicht nachvollziehen. Ist auch zutiefst unchristlich. Jesus selbst hat auch niemanden aufgrund von Herkunft, Religion oder Geschlecht ausgeschlossen. Daran sollten solche Hinterwäldler mal denken!

Ja, tatsächlich. 1993, im Ammerland. Einfach nur erbärmlich 😂

Unter Christen gibt es eine große Diskussion ob man Babys oder Kinder taufen lassen soll. Ein Baby kann sich noch nicht frei entscheiden. Es kann sich auch nicht daran erinnern. Das stimmt absolut.

Zur Zeit der 1. Christen, in der die Taufpraxis, die wir heute haben, entstand, hatten die Menschen kein so individualistisches Menschenbild. Man verstand sich viel mehr als Teil eines Ganzen und wenn Mutter und Vater Christen waren, dann waren ihre Kinder das auch, deshalb war die Taufe eine logische Konsequenz. Es ist ein Geschenk Gottes an die Menschen. Er zeigt in der Taufe wie sehr er sie liebt und das obwohl der kleine Mensch noch keine nennenswerten Leistungen vollbracht hat. Er wird bedingungslos geliebt, egal was er aus seinem Leben macht.

Mein Mann und ich sind Christen. Ich stoße mich an dem Begriff "Hineindrängen". Jeder lebt seinen Kindern doch seine Weltanschauung und Lebensweise vor. Wir verprügeln unser Kind nicht, wenn es nicht mitbeten will und du verbietest deinem Kind wahrscheinlich nicht zu beten, wenn es das möchte.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich diese Traditionstaufen aber auch nicht gut finde. Es ist einfach ein heiliges Sakrament, was man nicht unbedacht machen sollte. Wer sein Kind nicht im christlichen Glauben aufwachsen lassen will, der sollte es nicht tun. Später, wenn das Kind älter ist, und sich für den Glauben interessiert, kann es sich immer noch taufen lassen.

Sehr schön geschrieben und eine sehr schöne Sichtweise. Die Aufnahme in die christliche Gemeinschaft durch die Taufe ist ein Geschenk Gottes an die Kinder, sie werden ohne wenn und aber angenommen.

Zum Thema: Wir sind nicht tief religiös, gehen eher selten in die Kirche, aber wir sind Christen und wir glauben. Ich bin katholisch und mein Mann evangelisch. Da mir die evangelische Glaubensgemeinschaft mehr zusagt (und meinem Mann sowieso), haben wir unsere Tochter evangelisch taufen lassen und gleichzeitig evangelisch geheiratet. Sie geht auch in einen evangelischen Kindergarten. Dort werden Grundlagen gelegt, sowohl was den Glauben als auch was die Werte angeht. Das geben wir unserem Kind als Rüstzeug mit. Was es später daraus macht, kann es selbst entscheiden.

Das ist gehüpft wie gesprungen.

Du kannst ihn nicht taufen lassen - und er entscheidet sich später, ob oder ob nicht.
Du kannst ihn taufen lassen - und er kann später austreten.

Ich habe meinen "eigenen Glauben" und mit dem Bodenpersonal der Kirche nix am Hut.

Meine Kinder sind getauft und hatten die Möglichkeit, die weiteren Sakramente zu erhalten, oder nicht.

Wenn sie später austreten wollen, werde ich ihnen nicht böse sein. Jeder wie er meint.

Es ist nicht gehüpft wie gesprungen. Als ich aus der (katholischen) Kirche austrat, erhielt ich im Anschluß die schriftliche Information, dass ich zwar formal aus der Kirche ausgetreten bin, durch Taufe aber weiterhin (und bis in alle Ewigkeit) Christin bin.
War ein bisschen bischöfliches Nachtreten, hat mich auch tatsächlich geärgert.

Na, wenn du dich von sowas ärgern lässt.#schein

weiteren Kommentar laden

Beim ersten Kind waren die Omas noch etwas pikiert und viele haben gefragt, wann denn Taufe ist, als wäre es klar, dass getauft wird. Das dümmste Argument einer Oma war für mich: "ich war auf mehreren Kommunionfeiern in der Nachbarschaft und wir feiern dann ja nicht. Was macht das für einen Eindruck?"
Beim zweiten Kind hat dann keiner mehr gefragt.
Hier auf dem Land wird fast jedes Kind getauft, ob die Eltern gläubig sind, ist total egal. Es gehört sich halt so.
Ein Kumpel hat nur taufen lassen, damit die Kinder bei Jugendfreizeiten mitmachen können und keine Außenseiter sind.
Da fehlen mir die Worte.
Langer Rede, kurzer Sinn: wer nicht dran glaubt, sollte auch nicht taufen lassen. Wer taufen lässt, sollte sein Kind dann ja schließlich auch im Glauben erziehen. Das machen aber nur sehr wenige. Alles sehr scheinheilig!

Ich finde, die meisten, die so sprechen, machen es sich zu einfach. Die wenigsten gehen dann mit ihrem Kind aktiv auf "Religionssuche" und meistens passiert dann einfach nichts. Eine bewusste Entscheidung dagegen findet also gar nicht statt.

Ich möchte, dass mein Sohn sich bewusst dafür oder dagegen entscheidet und mitbekommt, was es heißt religiös zu sein. Er wird mit 4 Monaten etwa (katholisch) getauft werden, weil ich möchte, dass er ein Teil meiner Gemeinde wird. Wenn er das irgendwann nicht mehr möchte, kann er sich bewusst dagegen entscheiden. Aber das kann er nur, wenn er das Gemeindeleben auch wirklich aktiv kennen lernt. Ich war selber als Jugendliche recht aktiv in meiner damaligen Gemeinde.

Ich persönlich fand es schön, Teil einer Gemeinschaft zu sein, egal wo ich hinziehe, gibt es da eine Gruppe Menschen, zu denen ich gehöre. Das gab und gibt mir Sicherheit. Katholisch getauft wird er, weil ich katholisch bin. Ich kann meinem Kind nur zeigen, was ich kenne. Hätte ich eine andere Religion, würde er diese kennen lernen.

Da mein Mann konfessionslos ist (ist in seiner Familie einfach so), wird er auch diese Seite kennen lernen und wir werden hoffentlich mit ihm darüber sprechen.

Es war für uns als Paar ein Kompromiss: Wir heiraten nicht kirchlich, dafür darf ich die Kinder taufen lassen und ihnen meinen Glauben zeigen.

Sehe ich anders. Ich gehe mit meiner Tochter in eine katholische Gemeinde zur Krabbelgruppe, bin als jugendliche mit der evangelischen Jugend auf Reisen gewesen. Ich habe viel am Gemeindeleben teilgenommen und mich engagiert ohne gläubig zu sein. Mein Kind wird von Gläubigen umgeben sein, in der Schule, etc. Es wird mitbekommen, dass manche Kinder zur Jugendweihe gehen, andere zur Kommunion, andere zur Konfirmation, wieder andere Fasten,.... Dazu muss ich selbst nicht gläubig sein. Und wenn ich es nicht bin, wäre es falsch dem Kind da etwas vorzuspielen.

Eure Ausgangssituation ist eine ganz andere, ihr seid gläubig und im Gemeindeleben aktiv. Da finde ich es ganz normal, dass das Kind da mit rein wächst.

Bist du sicher, dass du auf meinen Beitrag antworten wolltest?! Irgendwie passt dein Beitrag so gar nicht zu dem, was ich gemeint habe....

Ich habe geschrieben, ich kann nur zeigen, was ich kenne (bzw woran ich glaube) und das machst du doch auch.

weitere 2 Kommentare laden

Ist bei uns genauso. Mein Mann ist nicht getauft, hat absolut keinen Bezug zur Kirche. Ich bin katholisch getauft „weil man das so macht“ und bin dann noch zur Kommunion gegangen „weil das alle machen“. Danach endet meine kirchliche Laufbahn und ich bin früh ausgetreten. Ich fänd es einfach nur heuchlerisch unsere Tochter jetzt taufen zu lassen. Glaube auch kaum, dass sie irgendwo getauft würde ohne dass wir (wieder) in die Kirche eintreten müssten.

Durch die Kita, etc. hat sie Bezug zu Christentum, den Feiertagen und dem
religiösem Hintergrund. Das unterstütze ich auch, da stört mich gar nicht, weil ich denke, dass sich daran Erhik, Moral, Werte kunstgerecht erklären lassen. Deswegen muss ich nicht an Gott glauben.

kindgerecht

Wenn es nach mir ginge würde ich meine tochter auch nicht taufen lassen bin auch ausgetreten. Meinem mann ist es aber wichtig bzw seiner mutter. Gläubig sind sie aber auch alle nicht. Wir wohnen aber in einem dorf wo es doch auffallen würde dass sie nicht getauft ist mir wäre es ja egal aber wenn er es unbedingt möchte ok.
Wir werden es aber auch erst nächstes jahr im sommer machen zurzeit ist sie 4 monate ich habe da keinen stress und am anfang hat sie viel geschrien da hätte ich das sowiso nicht gemacht wäre ja nur stress pur gewesen.
Vielleicht wird sie aber auch gar nicht gefauft ich kümmere mich jedenfalls nicht drum dass muss er machen dann wird sie wahrscheinlich in 10 jahren auch noch nicht getauft sein 😂

Hallo,

Mein Mann und ich haben uns auch dazu entschieden unsere Tochter nicht taufen zu lassen.
Wir wollen ihr keine Religion "aufdrängen".
Sollte sie später Interesse an Religionen haben, soll sie sich ihren Glauben auch selber aussuchen dürfen.

Schwiegermutter macht bezüglich der Entscheidung zwar auch Stress, aber das ist uns Hupe.
Unser Kind wird nicht getauft "nur weil man es eben so macht" 🤷🏻‍♀️

Mein Mann und ich sind selber zwar getauft, aber Bezug dazu haben wir auch nicht. 😅

Mein Mann und ich sind Christen, dementsprechend war es uns wichtig unser Kind taufen zu lassen und ihn im christlichen Glauben zu erziehen. Wie gehen mit ihm zur Kirche, beten mit ihm und lesen in der Bibel. Die Taufe ist ein Sakrament und als solches heilig für mich. Wenn jemand nichts mit Gott, Jesus und der Kirche anfangen kann finde ich eine Taufe völlig sinnfrei. Von daher finde ich persönlich ihr macht das genau richtig. Wenn euer Kind das später will, kann man es ja nachholen.

Sehe ich genauso.
Bin getauft und habe kein Bezug dazu.
Unsere ist 4 Monate, mein Mann möchte unbedingt die Taufe. Habe versucht ein Kompromiss mit einer freien Taufe einzugehen, keine Chance 😅
Ihm zu liebe, weil er es sich so wünscht, lassen wir jetzt taufen.
Ich hätte es nicht haben müssen.
Auf meine Frage wieso wir das machen wollen, ist auch das typische "macht man halt" gekommen 🤷‍♀️

Naja, letztendlich wird es ihr nicht schaden, sie bekommt offiziell tolle Paten und wir haben ein schönes Treffen mit allen zusammen. Ich nehme es so hin.

Ich sehe es andersherum. Wenn man getauft wird (katholisch oder evangelisch) hat man die Möglichkeit dort mal reinzuschnuppern. Austreten ist wesentlich einfacher, als sich später aufzuraffen und einzutreten.

Wir haben alle Kinder taufen lassen. Aus vielen Gründen:

- ich kannte ein Pärchen, dessen ungetauftes Baby starb. In der schlimmen Zeit hatten sie Probleme auf dem Dorf einen Friedhof zu finden, der das Kind aufnimmt

- gehört zu unserem deutschen Kulturgut dazu. Und wird gerade extrem durch andere Religionen in den Hintergrund gedrängt oder verdrängt

- ich als Kind fand Kommunion und Co eine ganz tolle Zeit

- hier sind viele Messdiener und profitieren von den gemeinsamen Events

- die Kirche macht hier viele tolle Aktionen für Kinder und Familie

- viele Schule und Kindergärten sind kirchlich. Nur dadurch sind wir bzw meine Kinder, auf eine mega gute Privatschule gekommen

Ganz ehrlich: ein paar zwangsgetaufte halbgare Christen werden das Abendland (das deutsche Kulturgut) nicht gegen die "Bedrohung" anderer Religionen retten können. Und das ist meiner Meinung nach auch gut so. Eine Kirche, die tote ungetaufte Kinder nicht auf dem Friedhof beerdigen will, weil es in Sünde!!! (da ungetauft) gestorben ist, hat meiner Meinung nach nichts als den Sturz in die Bedeutungslosigkeit verdient. Einen solchen Fall kenne ich auch.
Ich kann nur über die katholische Kirche sprechen, die ich intensiv erleiden musste - die befindet sich ja heute noch im Mittelalter.
Bei aller Furcht vor dem Islam, die ich Dir mal aufgrund Deines Posts unterstelle - diese Religion ist in Bezug auf Empfängnisverhütung, Abtreibung, Scheidung deutlich liberaler als die katholische Kirche. Aber auch diese Religion deformiert Menschen
Vielleicht sollten wir eher darauf hin arbeiten, Menschen zu erziehen, die ein sinnstiftendes Leben OHNE Religion führen können.

Darf man da dann bei euch nur in den kindergarten oder schule wenn man katholisch ist?
Ist bei uns nicht der fall da sind die kinder genauso bunt durchgewürfelt wie in anderen einrichtungen. Gerade im kindergarten wird bei uns in der stadt drauf geachtet dass es ein gutes gleichgewicht gibt eben auch mit drn kindern mit migrationshintergrund.

weitere 44 Kommentare laden

Bei uns sieht es ähnlich aus. Ich evangelisch, mein Mann katholisch, beide nicht gläubig im kirchlichen Sinne. Die Verwandtschaft fragt auch öfter nach der Taufe. Wir werden wahrscheinlich einen Kompromiss eingehen und sie in Frankreich zivil taufen lassen, das kann man dort machen (Vater ist Franzose). So wird sie eine schöne Feier im Sinne der Familie haben und auch Paten bekommen, nur eben ohne den religiösen Aspekt.
Man könnte sagen, es ist eine Feier zur Namensgebung.

Leider ist das in Deutschland nicht möglich 🤷🏻‍♀️

Ich bin aus österreich und meine hochzeitsrednerin die freie trauungen macht, macht auch so eine art taufe nur eben ohne die kirche. Hätte mir so gut gefallen als kompromiss will mein mann aber leider nicht. Sowas geht bestimmt in deutschland auch. Ist ja quasi nur eine namensfeier und man kann auch so paten auswählen.

Ja stimmt, privat könnte man das sicher auch bei uns organisieren. In Frankreich ist es offiziell im Standesamt mit Zertifikat usw, das fühlt sich dann vielleicht „echter“ an als eine private Feier, falls da jemand Wert darauf legt.
Ich bräuchte gar keine Zeremonie, aber das Kind wird ja in gewisser Weise in den Schoss der Familie aufgenommen, und denen ist es wichtig. Warum also nicht...

weiteren Kommentar laden

Ich sehe das grundsätzlich genauso. Wir wollten unser Kind eigentlich auch selbst entscheiden lassen.

Jetzt ist es aber so, dass a) meine Schwiegerfamilie sehr katholisch ist und b) bei uns hier im Dorf viel über die Kirche läuft. Da wollten wir ihn dann nicht ausschließen. Also wir haben ihn dann mit fast 2 doch noch taufen lassen. Ich hätte es aber nicht gemacht, wenn nicht mein Mann und seine Eltern so katholisch wären.

Wenn es für euch wichtig wäre: klar
Wenn es für euch nicht so wichtig ist: geht die anderen nichts an.

Bei manchen würde ich gegenfragen: warum sie denn so auf Taufe bestehen.

- weil man es so macht
- wegen eines Festes für die Verwandten

Da kann man gut argumentieren, dass das ja nicht Sinn und Zweck einer Taufe ist.

Bei Menschen mit religiösem Bezug würde ich eher darauf eingehen, dass ihr es schön findet, wenn sich euer Kind später selbst dazu entscheidet. Als Glaubensbekenntnis und nicht deswegen, damit die Eltern Geschenke abgreifen können.

Ich selbst bin zwar getauft, habe mich aber bewusst gegen ein weiteres Fest entschieden. Da haben einige Verwandte gemurrt. Meine Begründung war, dass ich es nicht ehrlich fände, mich nur des Festes wegen....

Mein Kind ist getauft, weil die Taufe in meinem Glauben für mich eine Bedeutung hat. Auch mit der Option, dass sie mit 14 Jahren selbst entscheiden kann. Das weitere Fest wäre für mich geheuchelt gewesen, weil ich für mich und dauerhaft diese Entscheidung nicht in der Form versprechen wollte.

Ein paar fühlten sich um das Fest betrogen, ein paar fühlten sich verraten. Aber ich kann mich heute noch im Spiegel ansehen.


Bei manchen habe ich keine Fragen gestellt. Das hätte nur zu Diskussionen geführt, die sich um ihren Horizont gedreht hätten.
Bei denen ich nachfragte, war mir klar, dass sich interessante, anregende Gespräche entwickeln würde, aus denen ich selbst einiges mitnehmen kann und sie eher nachvollziehen können, warum ich es mache und selbst etwas mehr loslassen können, von der Vorstellung, dass es anders läuft.

Hallo, ich bin eigentlich auch nicht gläubig und bin aus der Kirche ausgetreten.
Wenn das Kind getauft ist, kann es trotzdem den Religionsunterricht in der Schule verweigern und später austreten. Aber nicht getauft ist man der totale Außenseiter. Habe ich schon oft mitbekommen, auch bei meiner Nichte. Kommunionsunterricht, Kommunion bzw. Konfirmation 😅 kenne mich nicht aus🤣
Die Kinder in der Klasse haben alle dasselbe Alter und bereiten sich alle vor und feiern, bekommen Geschenke. Fände es sehr schade das meinem Kind zu verweigern. Es gibt auch so viele Feriencamps und Ausflüge von der Kirche, mein Kind muss sich immer rechtfertigen. Ne Danke, das erspare ich ihm.
Ich habe als Kind so gerne gesungen, meine Freundin war im Kirchenchor. Sie durfte mich mitnehmen, aber komisch war es schon die einzige in der Klasse zu sein und sich immer zu rechtfertigen warum man nicht getauft ist. Außenseiter hält. Wie gesagt ob man gläubig ist oder nicht entscheidet sich doch meist eh erst im Erwachsenenalter. Aber wer lässt sich mit 30 noch taufen🤣 traurig auch wenn man kirchlich heiraten möchte.... auch wenn man nicht so gläubig ist möchte man vielleicht in einem weißen Kleid vor den Altar treten und nicht nur zum Standesamt. So das sind jetzt ein paar Punkte die mir pro taufe eingefallen sind😅 kontra ist halt nur wenn das Kind dann iwann austritt, aber ist ja kein großer Akt.
Liebe Grüße

Also hier in der Großstadt sind die wenigsten getauft. Und alle Gemeinden nehmen für Gruppen, Freizeiten, Chor, etc. jeden auf und mit. Ist ja zeitgemäß und außerdem wären die Gruppen sonst leer ;-) Gier wäre deshalb keiner Außenseiter. Schließlich nehmen Muslime und andere Religionen, die hier viel vertreten sind, auch nicht am Kommunionsunterricht teil.

Wir haben beide mit 2 Monaten getauft.

Wir Eltern haben aber auch einen Bezug zur Kirche und werden es unserem Kinder auch so vorlegen.
Gleichzeitig werden wir ihnen aber auch erklären das es nicht nur 1ne Religion gibt sondern auch noch andere und ihnen erklärt, dass nur weil sie getauft sind nicht an diese Religion gebunden sind.
Wenn sie wollen dürfen sie die Religion wechseln oder auch austreten.

Ich zwinge meinen Kindern jetzt nicht "unsere" Religion auf, sie können sich später noch immer anders entscheiden.

Das war/ist unser Hauptgrund weshalb wir getauft haben.

So wie es bei euch ist würde ich auch nicht taufen, nur damit die anderen eine Ruhe geben.

Unsere beiden Kinder tauften wir als Baby nicht. Der Große entschied sich während vor dem Konfirmandenunterricht (ist ja Voraussetzung um konfirmiert zu werden) sich taufen zu lassen. Der Kleine (15 Jahre alt) ist weiterhin nicht getauft, weil er durch seine Schwerbehinderung eh nicht am Konfirmandenunterricht (bei uns nicht möglich) teilnehmen konnte und sich das Thema erledigt hatte. Wir haben auch kein Bezug zur Kirche.

Und wenn dein Sohn älter ist, kann er ja selber entscheiden, ob er sich taufen lassen möchte oder nicht. Finde es etwas komisch, dass man als Baby heutzutage noch getauft wird. Muss aber jeder selber wissen.

LG Hinzwife

Ich finde es verständlich. Man sollte die Entscheidung anderer bezüglich glauben oder nicht glauben nicht hinterfragen, solange es keinen Schadet (stichwort Diskriminierung, Gewalt etc.)

Unsere Kinder sind getauft, aber auch weil ich den Glauben weiterhin auslebe und im Alltag auch dazu gehört 🤔 da sind wir eben der Ansicht, dass man das auch nur kennen lernen kann, wenn man dazu gehört und es eben miterlebt. Für mich hat die Kirche einfach zu viele positive Aspekte 😊 jedenfalls so wie ich sie kennen gelernt hab. Der polnische Papst hat da enorm zu beigetragen 😁

Wir zwingen aber die Kinder nicht. Also wenn sie z.b. nicht in die Kirche wollen, dann ist das so. Und sollten sie mal austreten bin ich die letzte, die denen das vorwerfen wird.

P.s. ich würde auch nicht taufen, wenn man eh nicht dahinter stehen kann 🤷‍♀️ es ist ja Sache der Eltern. Und wenn ihr selber den Glauben nicht auslebt, ist es ja auch nichts verwerfliches wenn sie die Kinder dann auch nicht taufen. Hat nur was heuchlerisches.

Genauso wie in der Kirche zu heiraten nur der schicken ambiente wegen.

Ich wurde als Kind katholisch getauft, hab aber schon mit 13 Jahren beschlossen, dem Verein den Rücken zu kehren und bin als Erwachsene ausgetreten. Zum einen, weil ich nicht an Gott glaube, das war mir früh klar. Zum anderen, weil unter den drei katholischen Geistlichen, mit denen ich als Kind zu tun hatte, z.B. auf Kinderfreizeiten, Zeltlager etc., zwei perv*se Schw*ine waren. Einer wurde immerhin versetzt. Eine üble Quote.

Mein Mann wurde nicht getauft. Meine Schwiegereltern sind nicht gläubig, leben auf dem Dorf und scheinen trotzdem gut klarzukommen. Mein Mann durfte früher trotzdem an Aktivitäten der Kirche für Kinder teilnehmen und kann sich an keine Probleme erinnern, und das ist über 30 Jahre her. Ich kann kaum glauben, dass nicht getaufte Kinder immer noch ausgegrenzt werden 😕

Unser Sohn ist logischerweise nicht getauft. Er ist jetzt 4 und besucht einen evangelischen Kindergarten, in dem übrigens auch muslimische Kinder St. Martin feiern und beim Krippenspiel mitmachen. Dass er nicht getauft ist, war kein Problem.

Ich sollte aber demnächst mal mit ihm über Religion sprechen, er hält den Heiligen Geist für eine Art heimlichen Klabautermann, der Schranktüren offen stehen lässt...