Auch besitzergreifende Eltern?

Mich würde interessieren ob es auch Frauen gibt, die Mühe damit haben, wenn die eigenen Eltern sehr besitzergreifend sind wenns ums Kind/ Enkelkind geht (an sich reissen, nicht mehr hergeben etc). Oder ist das vor allem bei den Schwiegereltern schwieriger, da man diese halt nicht so lange und gut kennt wie die eigenen Eltern?

Meine Schwiegereltern sind mittlerweile verstorben, aber ich war bei ihnen immer wesentlich entspannter als bei meinen eigenen Eltern. Sie waren sehr liebevoll und gelassen, hatten selbst auch viele gut gelungene Kinder. Da habe ich mir oft ne Scheibe abgeschnitten.

Zu meinen eigenen Eltern habe ich ein eher distanziertes Verhältnis. Beide empathielos und von sich selbst überzeugt. Irgendwie war es mir nie wirklich recht, wenn sie viel Kontakt wollten, da sie sehr verletzend sein können. Zum Glück ist die Distanz groß, dass dies auch nicht möglich ist.

Bei anderen nahe stehenden Angehörigen bin ich relativ entspannt. Da ich es als Bereicherung empfinde, wenn die Kinder mehrere enge Bezugspersonen haben. Da können die nur gewinnen.

Hallo,

Also ich mag das bei keinem und hab meiner Mama auch schon mal gesagt, dass wenn ich meinen Sohn zurück bekommen möchte oder sie etwas macht, was ich nicht will.

Für mich macht es keinen Unterschied ob es Eltern, Schwiegereltern oder jemand anderes ist, wenn ich etwas nicht möchte, sag ich das.

LG Judy

Meine Eltern. Übergriffig bis zur Unverschämtheit. Lange habe ich das mitgemacht bis fast zum Kontaktabbruch. Jetzt reisen sie sich am Riemen. Schade um soviel verlorene Jahre. Meine schwiegermutter ist ein toller Mensch. Die Mutter die ich immer vermisst habe habe ich in ihr gefunden.

Hallo,

ich hätte mit allen Personen ein Problem, die meine Kinder gegen deren Willen "an sich reißen" wollen oder sie mir nicht zurückgeben wollen, wenn sie weinen. Ich finde ein solches Verhalten nicht nur mir, sondern vor allem dem Kind gegenüber respektlos, dass deutlich zum Ausdruck bringt, dass es diese Nähe gerade nicht möchte. Leider gibt es Menschen, die solche Zeichen von Babys nicht wahrnehmen (wollen). Wenn die Kinder älter werden, weglaufen und sprechen können, ändert sich ja häufig auch das Verhalten solcher Erwachsener.

Zumindest bei mir hatte das nie etwas damit zu tun, dass es ausgerechnet meine Schwiegermutter war, die sich so verhalten hat. Meine eigenen Eltern waren nie so übergriffig und mein Schwiegervater auch nicht. Im Gegenteil, gerade mein Schwiegervater hat in schwierigen Situationen viel Feingefühl bewiesen und sich so viel schneller das Vertrauen unseres doch sehr sensiblen Babys verdient.

LG

Meine Eltern - vor allem meine Mutter - ist auch sehr Besitzergreifend.
Ich glaube, manchmal vergisst sie, dass sie nur die Oma ist.
Sie würde die kleine am liebsten ständig sehen, will jedes Foto, dass ich von ihr habe auch haben, will alles wissen etc.
Die ersten Monate schrieb sie mir jeden Morgen, was ihr kleine macht.
Ohne mal zu fragen wie es mir geht, was ich mach etc.

Besonders nervt es mich deswegen, weil sie sich um mich als Baby / Kleinkind / Kind kaum gekümmert hat.
Vor der Geburt des Kindes haben wir uns alle paar Monate mal gesehen und jetzt will sie ständig ...

Ja mich nervt es und ich gehe guten Gewissens auf Distanz.

Also ich hab bei meinen Eltern und Schwiegereltern bemerkt, dass sie nur "besitzergreifend" werden, wenn ich Unsicherheit bin. Als mein Sohn noch ein Baby war, da hat er bei einem Besuch mal ganz furchtbar geschrieen und ich wusste nicht warum. Ich hab echt alles probiert und dann kam noch meine Schwiegermutter dazu und hat mir allerhand Tipps gegeben, Vermutungen angestellt und ihn mir immer wieder abgenommen. Sie wollte halt helfen, aber das hat mich noch mehr verunsichert. Dann kam mein Mann, ganz selbst sicher, nahm ihn gepuckt in den den Kinderwagen und die beiden sind mit Schwiegermutter im Schlepptau losgestiefelt, aber da hat sie sich zurückgehalten.

Ich kann für uns nur sagen, dass die Großeltern oft nur helfen wollen und machen es uns dadurch manchmal zusätzlich schwer. Besonders in solchen Situationen gebe ich klare Anweisungen, wie sie helfen können. Beispielsweise der nicht-mehr-stillenden Mama mal ein Glas Wein geben oder schon mal den Kinderwagen bereit machen.

Mittlerweile haben wir 3 Kinder und ich atme erleichtert auf, wenn sie mal mit einem verschwinden. Das ist für mich absolut okay, auch wenn sie dann fast immer mit Schokoschnute und viel zu dick angezogen wiederkommen. ;-)