Genervt von den Kindern?

Hallo.

Hand aufs Herz: nerven Euch Eure Kinder manchmal?

Ich meine kein dauerhaftes Genervtsein oder dieses Regretting-Motherhood-Ding, ich liebe meine Kinder über alles und würde mein Leben für ihre geben.
Aber manchmal, so wie heute, da treiben sie es wirklich auf die Spitze, der Zweijährige ist so mitten in der Trotzphase und war heute besonders schwierig, alles hat ewig gedauert, weil er es ewig hinausgezögert hat. Zudem liebt er es, mit meinen Haaren zu spielen, das tut manchmal ganz schön weh wenn er daran zieht und er lernt gerade, dass er nicht “schlagen” darf ... er tut es nicht, um mir weh zu tun, das weiß ich schon, aber es ist irre anstrengend, es ihm immer und immer wieder zu sagen. Er klettert auch natürlich überall hoch, egal, ob wackelig oder nicht, man muss ständig auf der Hut sein. Seine Schwester hatte heute auch ihre Phasen.
Und ich war natürlich auch nicht entspannt, ich muss dazu sagen, dass ich gerade seit etwa einer Woche komplett allein mit den beiden bin, mein Mann ist krank und Großeltern, die sonst jeweils einmal die Woche einen Nachmittag die Kinder bespielen, sind alle verreist. Es ist an sich alles okay, aber heute habe ich gemerkt, dass ich seit einigen Tagen nicht mehr allein auf dem Klo war, also wirklich gar keine Verschnaufpause.

Jedenfalls war ich heute ein paar Mal wirklich genervt. Ich mache da nichts, ich gehe aus der Situation wenn ich merke, dass Aggressivität aufsteigt wenn ich zum 15.Nal sage, dass bitte die Zahnbürsten nicht auf den Boden geworfen werden und so weiter, aber innerlich war ich wirklich richtig genervt.

Dann erschrecke ich aber und fühle mich wie eine schlechte Mutter und habe ein sehr schlechtes Gewissen ... darf ich manchmal von meinen Kindern richtig genervt sein?

Ja, darfst du. Alles andere fänd ich unheimlich 😂


Unser Kleinster ist 9 monate alt und man würde ihn wohl als "high need baby" bezeichnen. Letzte Nacht war er wieder von 23-1.30 Uhr wach. Und beim Schlafen von 1.30 bis 7 Uhr war er 7 mal wach.

Ich, dauermüde, sagte heute morgen als erstes zu allen "ich bin müde! Ich bin genervt! Und ich bin genervt, weil ich genervt bin! Nervt mich nicht!" 😂

Und glaub mir, Kinder sind auch hin und wieder von ihren Eltern genervt.
Das ist beim sozialen Zusammenleben ganz normal.

Natürlich bin ich manchmal genervt. Sie sind ja manchmal auch von mir genervt, genauso wie es mit dem Partner auch ist. Das versuche ich auch mit meinen Kindern genauso zu besprechen und beizubringen: das gehört dazu, weil wir alle Menschen sind und bedeutet nicht, dass wir einander nicht mehr lieb haben. Die Kernfamilie ist eben auch da, wo man entspannt auch so ein Gefühl zulassen darf und es nicht unterdrücken muss (wie z.B. auf der Arbeit/Schule).
Wichtig ist für mich nur, dass man einander trotzdem mit Respekt behandelt und nicht genervt so austeilt, dass es unter die Gürtellinie geht. Damit kämpft mein 9jähriges präpubertäres Temperamentsbündel noch, die schlägt quasi noch verbal um sich. Aber da gibt es ja auch genug Erwachsene, die da auch noch Nachholbedarf haben...

Um ehrlich zu sein, sind mir diese dauerlächelnden Rama-Werbung-Mütter zu tiefst suspekt, irgendwie unheimlich...

Ja, als Mutter darf man auch mal genervt sein von seiner Brut. Die kann einem wirklich den letzten Nerv rauben, vorallem wenn mehrere Dinge zusammen kommen und es einem selbst auch nicht so gut geht. Das ist nämlich menschlich und authentisch!

Hallo,

ich sage ja. Mir gehts grad ähnlich.

Ich liebe meinen Sohn.. aber ich mit ner starken Erklärung (die er pünktlich zu Weihnachten „eingeschleppt“ hat) und in der 31 SSW würde es ehrlich gesagt doch vorziehen, einfach im Bett liegen zu können, anstatt ihn den ganzen Tag bespaßen (Kindergarten hat noch Ferien). Und nebenbei einen Wutanfall, weil ich „falsch“ mit dem Bagger gespielt habe 😄

Natürlich. Ich bin immer mal wieder genervt. Hab auch 5 von denen😂. Aber eigentlich ist das pillepalle. Ich sag dann aber schon mal, Leute, geht in euer Zimmer, ich brauch mal 10
Minuten für mich. Dann dampfen die auch sofort ohne Murren ab. Und dann ist’s auch schon wieder gut. Meist kloppen sich die zwei kleineren. Ein älterer Bruder mischt sich ein und ist dann der Ars..🙈.

Sowas nervt und ich bin auch nur ein Mensch und sie sind auch mal genervt von mir. Thats life.

Übrigens hat das Schlagen hier schlagartig aufgehört, als der Kleenste sich in mein Bett geschlichen hat und mir mit Schmackes eine gegeben hat. Ich hab im Schlaf aus Reflex zurückgeschlagen. Ab da sagte er immer, hauen ist aua mama🙈

Huhu,

ich denke, dass du ein bisschen ein schlechtes Gewissen hast spricht dafür, dass du eine gute Mutter und ein stinknormaler Mensch bist :)

Um deine Frage zu beantworten, in dem Ausmaß bezogen auf mein Kind kenne ich es nicht, war aber noch nie wirklich auf mich alleine gestellt über einen längeren Zeitraum und Nummer zwei kommt erst in ein paar Monaten. Hättest du aber gefragt, ob das bezogen auf meinen Mann so ist würde ich sagen... Klar bin ich mal genervt :)
Wir sind doch alle individuelle Menschen und unsere Kinder sind das eben auch. Ich glaube es ist nicht möglich wirklich absolut nie genervt von jemandem zu sein, da spielen ja nicht nur deine Kinder rein im Moment sondern deine ganze Situation. Und die hört sich anstrengend an.
Und natürlich hat die Trotzphase ihre Tücken, aber ich kenne glaube ich niemanden, der schon ältere Kinder hat und in der Pubertät nie genervt war.

Lange Rede, kurzer Sinn:
Es ist menschlich unter bestimmten Bedingungen von anderen Menschen, egal wie sehr man sie liebt, genervt zu sein und solange man sich im Griff hat, aus der Situation gehen kann oder sich bewusst dafür entschuldigen kann falls nötig, dann ist meiner Meinung nach alles in Ordnung.

Liebe Grüße

Klar darfst du das. Bin ich auch manchmal. Hat nichts mit meiner Liebe zu meinen Kindern zu tun, aber klar bin ich auch mal genervt von ihnen. Mein Kleiner ist erst gute 19 Monate alt und wir haben noch den Laufstall stehen. Wenn ich wirklich mal zum Klo muss, er wach ist und sonst keiner nach ihm schauen kann, oder wenn ich seiner großen Schwester auf dem Klo helfen muss, kommt er in den Laufstall. Würde ich ihn mit ins Bad nehmen, würde er alles ausräumen, während ich ihn nicht davon abhalten kann. Würde ich ihn in der Wohnung frei herum laufen lassen, würde er im besten Fall vor der verschlossenen Badezimmertür stehen und jammern, in schlimmeren Fällen auf Tische klettern und womöglich runter fallen oder Regale hochklettern, um die oberen Fächer, mit für ihn ungeeignetem Inhalt, ausräumen, oder... Da kommt er lieber in "Schutzhaft" und akzeptiert das auch ziemlich entspannt. Im ersten Moment meckert er zwar, aber wenn ich wieder komme, liegt er meist entspannt auf den Kissen, chillt und hat's nicht eilig herauszukommen.
Heute hatte die Große einen Tag, an dem sie immer wieder gejammert hat. Mal, weil sie übergemalt hat, mal weil ihr Bruder ein Spielzeug von ihr hatte, dass sie selbst gerade nicht brauchte und er auch nicht kaputt macht, dann fehlte wieder ein Malstift, und und und...
Es ging wirklich den ganzen Tag so, abgesehen von wenigen Ausnahmen.
Und als der Kleine endlich geschlafen hatte, spielte sie Baby, kuschelte sich auf meinen Schoß und sah mit uns die Feuerzangenbowle. Als ich ihr zuflüsterte, wenn es ihr zu langweilig würde, könne sie auch jederzeit gerne ins Bett, stellte ich fest, dass sie eingeschlafen war. 😴😍
Ein Freund meines Mannes, dreifacher Vater, sagt, man muss sie ab und zu im Schlaf beobachten, damit man nicht vergisst, wie sehr man sie liebt 😜

Natürlich darfst du genervt sein 😊 Ich bin es auch oft.

Ich genieße gerade eine kinderfreie Nacht mit meinem Mann🤩 Wenn wir unsere Kleine (19 Monate) heute Nachmittag abholen, freue ich mich natürlich wahnsinnig auf sie. Aber die Pause und das Ausschlafen werden wir einfach nur genießen🥰

Ich finde deine Gedanken völlig normal😊

Meine Kinder nerven mich fast jeden Tag mal, oder mehrfach pro Tag.

meine Kinder sind zwar aus der Baby und Kleinkindphase schon weitgehend raus aber natürlich bin ich manchmal genervt sogar öfter wie zu der Zeit wo sie noch klein waren . Vor ein paar Jahren hat mich einiges deutlich weniger gestört es war normal inzwischen ist meine Toleranzgrenze geringer geworden Lärm kann ich deutlich weniger ab genau wie diese wilde Rennerei im Haus und permanentes Gestreite . Liegt wahrscheinlich auch viel daran weil ich es auch schon so oft durch habe zeitweise hatte ich sogar 3 Wickelkinder gleichzeitig das hat mich nie gestört , nach fast 15 Jahren Windeln wechseln nervt es mich das mein jüngster mit fast 4 Jahren immer noch daran denkt trocken zu werden. Überhaupt denke ich oft das ich froh bin um alles was ich endgültig hinter mir lassen kann . Und manchmal bin ich auch genervt respektive enttäuscht wenn etwas von dem ich inzwischen denke das man es eigentlich erwarten könnte nicht klappt. Alleine aufs Klo kann ich inzwischen meistens und anrufen kann man mich inzwischen auch wieder ohne das ich im ganzen Haus auf der Flucht vor den Kindern bin damit ich überhaupt ein Wort verstehen kann aber wenn ich eine Bekannte treffen und mich kurz mit ihr unterhalte aber meine Kinder dauernd dazwischen quatschen an mir herumzerren oder nebenbei anfangen sich zu streiten weil sie weiter wollen könnte ich durch die Decke gehen :-[ so klein sind sie einfach nicht mehr das sowas sein muss . Im Kindergarten ist eine Mama mit vier kleinen Kindern obwohl ich es selber hatte und genau weiß wie es ist denke ich heute jedesmal wenn ich sie sehe, wie anstrengend . Sie muss alle Kinder,genau wie ich damals , immer und überall mit hinnehmen . Mindestens ein Kind ,meistens auch zwei schreit immer oder eins liegt bockend am Boden , eins schreit + sie hat die Hände voll mit Maxi Cosi und Baby usw. . Und bis sie alle Kinder im Auto hat inkl. anschnallen .Obwohl es so lange noch gar nicht her ist ich weiß gar nicht mehr wie ich das geschafft habe #schwitz

Klar. Ging mir gestern so. Seit 2 Wochen Kindergartenferien und eine dumme Idee jagdt die andere. Als er sich bei mir entschuldigte und ich ihm sagte 'ich liebe dich, auch wenn du manchmal ein kleiner Rotzlöffel bist' erklärte mir der gerade fünf gewordene neunmalklug auch noch 'ach Mama, so sind Kinder halt'.

Natürlich darf eine Mutter auch mal von ihren Kindern genervt sein...

Wir haben drei Kinder, einen bald 11 Jahre alten Sohn, eine fast 10 Jahre alte Tochter und eine Nachzüglerin, die grad 3 geworden ist...

Unser Sohn ist dieses Jahr aufs Gymnasium gekommen und lässt sich da absolut hängen... Seine Grundschullehrerin hatte es super im Griff, hat ihm in den Hintern getreten, weil sie sein Potenzial direkt gesehen hat... Lernen war nie nötig, ihm fiel alles so zu, er hatte extra Bücher, damit er sich im Unterricht nicht langweilt... Jetzt ist er selbst verantwortlich und muss zusehen, wie er sich organisiert... Das brachte ihm letztens eine 5 in der Deutscharbeit, frag mal, wie genevt ich da war... Ich hoffe, er bekommt sich bald in den Griff...

Unsere Mittlere diskutiert alles bis aufs Blut aus... Ein einfaches "Geh bitte duschen!" wird komplett auseinandergenommen und zerredet, bis sie schon fast vergessen hat, was sie machen sollte... Genauso gehts hier grad mit allem, sei es Hausaufgaben, Zimmer aufräumen oder auch feste Aufgabenverteilung im Haushalt... Und statt besser wird es immer schlimmer... Auch da bin ich oft genervt, obwohl ich weiß, dass das ein wichtiger Lernprozess ist...

Und dann ist da ja noch der dreijährige Bockkopf, mitten drin in der schönsten Trotzphase, macht nur Blödsinn, sodass ich manchmal nicht weiß, ob ich lachen oder weinen soll... Da muss ich allerdings sagen, dass ich durch die beiden Großen eine gute Hilfe habe, die sie dann auch mal für eine halbe Stunde zu sich rufen und sich mit ihr beschäftigen, wenn sie zu wild wird... In der Zeit kann ich dann wirklich mal runterkommen und wieder Kraft tanken...

Ja, auch Mütter haben halt nur Nerven und keine Drahtseile, auch wir dürfen genervt sein und Muttersein ist nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen... Das ist Arbeit und kann verdammt anstrengend sein... Es gibt einfach Tage, die sind zum wegwerfen, und dann gibt es Tage, die wiegen alles wieder auf... Wie bei allem im Leben!

LG

Hi,
da ich kein Roboter bin, kommt das schonmal vor. Jetzt da sie älter sind, aber noch keine Vollpubertiere, kommt das nur noch recht selten vor, aber als sie kleiner waren, schon. Und wahrscheinlich bald auch wieder...

vlg tina

Ja, darfst du. Meine Mutter war in Gesellschaft anderer von mir extrem genervt, hat es aber nie gezeigt. Dafür war sie zuhause menschlich unerträglich und hat die komplette Wut auf einen ausgelassen.

Es ist also besser, nicht alles in sich hineinzufressen.

Ich versteh Dich gut.
Die Trotzphase meiner Tochter ging von 3 bis 6 Jahren und glaub mir, hätte mir jemand ein gutes Gebot gemacht, hätte ich sie verkauft#rofl sie blamierte uns, wo es nur ging, schmiss sich im Supermarkt brüllend und jaulend auf den Boden, auf der vollen Promenade am Bodensee und überall, wo es kein Mensch braucht. Mein Mann ging oft genug voraus, weil er nicht mehr dazugehören wollte #cool ich hab ihn verstanden.
Gutes Zureden war sinnlos, weder während des Anfalls noch danach. Ich hab sie dann immer liegenlassen und ging einfach weiter, irgendwann kam sie dann schon hinterher.
Am Bodensee versprach ich ihr, dass ich sie den Schwänen zum Fraß vorwerfe, wenn sie nicht aufhört, das zog.....für diesen Tag.
Die Zeit vergess ich nie. Wenigstens entschädigte sich mich in der Form, dass eine Pubertät komplett ausfiel #freu und ja, ich liebe sie immer noch.#herzlich
LG Moni

Oh Gott, jaaaaaa! Unbedingt!! Alles andere wäre (schein)heilig 😎

Meine 4 sind schon etwas größer und wenn die sich untereinander anzicken, kann mich das schon ziemlich nerven! Das sage ich dann auch, mit der Ansage, dass mir alle mal für ne Weile aus dem Blickfeld zu gehen haben...🧐
Nimmt mir keiner krumm, die wissen, dass ich sie alle liebe. Und wenn man das im Grundsatz vermittelt, darf man ohbe schlechtes Gewissen selbstverständlich mal genervt sein.

LG ✌

Jaaaaa, ich bin auch öfters von meinen zwei Mäusen genervt. Sie sind 3 und 5 und eigentlich darf ich mich nicht beschweren, sie sind wirklich einfühlsam, benehmen sich super und trotzdem nerven sie mich auch manchmal gehörig. Ist bei uns auch phasenweise. Dann bin ich ein paar Tage öfters am Tag genervt (weil sie immer die gleichen verbotenen Sachen machen) und dann hören sie auf und es läuft super.
Ich finde es nur menschlich genervt zu sein, oder auch mal sauer.
LG

Ja, manchmal tun sie das. Und ich glaube keinem, der etwas anderes sagt.
Trotzdem liebe ich sie. Das schließt sich ja nicht aus😜

Aber natürlich darf man von seinen Kindern auch mal genervt sein. Wieso denn nicht? Wir sind Menschen, keine Maschinen.
Eltern, denen nicht dauerhaft die Sonne aus dem A... scheint, sind authentisch und das ist wichtig für Kinder meiner Meinung nach.
Ich erkläre meinen Kindern aber auch, warum ich sauer/genervt bin und verlange auch, kurz in Ruhe gelassen zu werden.

"Dann erschrecke ich aber und fühle mich wie eine schlechte Mutter und habe ein sehr schlechtes Gewissen ... darf ich manchmal von meinen Kindern richtig genervt sein? "


Wieso?
Ich bin Mutter, keine emotionslose Maschine :-p

Mein Kind ist jetzt in der Pubertät und netterweise hat sie übernommen, wie ich mich verhalte:

Sie SAGT, wenn sie von mir genervt ist!
Mama, DAS nervt mich! #freu

Ja, darüber freue ich mich riesig. Denn so weiß ich, woran ich bin. Dann weiß ich, dass ich sie jetzt in Ruhe lassen sollte. Dann erkenne ich leichter, wenn bei ihr das Pulverfass kurz vorm Explodieren ist.


So mache ich es auch. Früher schon und jetzt weiterhin:

Ich bin genervt!
Dieses Verhalten (konkret) nervt mich.
Vorsicht, ich bin gestresst!

Das sind Hinweise für mein Kind, dass jedes - sonst eigentlich geduldete Verhalten - heute zu einer Explosion führen kann.
Bevor sie es auf sich bezieht oder selbst explosiv reagiert: sage ich was.

Dann kann sie besser einschätzen, ob sie weiter am Rad dreht, ihre Aktionen ausbaut oder inne hält und den abgesteckten Rahmen ein anderes (sichereres) Mal auf Verlässlichkeit prüft.


Im Kleinkindalter habe ich Kontakt mit anderen Müttern gesucht.
Jenen, die ebenfalls herrlich unperfekt sein wollten. :-) Die mit mir über die guten Situationen ebenso gesprochen haben, wie über die unperfekten, über die "Mütter können auch mal innerlich an die Decke gehen", gemeinsames amüsieren darüber, wie die Aussicht dort oben auf der Palme so ist ;-)
wir aber auch andere Themen über Gott und die Welt hatten. Kinderthemen auch, aber nicht nur. :-)


Da ich alleinerziehend bin, war mir schon früh wichtig, dass ich ressourcen orientiert handle.
Nicht mein Kind ist mein Mittelpunkt und alle Gefühle drehen sich um sie.
Sondern ICH bin wichtig, SIE ist wichtig, wir BEIDE sind wichtig.

Ich helfe ihr, MEINE Gefahrenzonen zu erkennen: in dem ich ihr SAGE, wann das Limit erreicht ist.
Und sie hilft mir damit, ihre Gefahrenzonen zu erkennen, in dem ... sie heute pubertär Wörter benutzt und früher, in dem ich ihre Handlungen nachvollziehen lernte (das heißt nicht, dass ich alles duldete).

Wenn ich mich und meine Gefühle nicht ernst genommen hätte, weiß ich nicht, was geworden wäre. :-(

Ich bin keinesfalls wichtiger als sie. Aber eben sind meine Gefühle auch wichtig.
Dass sie es versteht, habe ich nicht erwartet und erwarte ich auch heute nicht.

Damit sie aber die Chance hat, Limits und wichtiges zu erkennen, rede ich, sage ich was, betone (möglichst ohne vorwurfsvollen Unterton), unterstütze ich sie dabei, Merkmale meiner Verhaltensweisen erkennen zu lernen.

Netterweise hat sie ein paar davon übernommen, was es mir einfacher macht. :-)



Dass deine Kinder dich ernst nehmen, lernen sie auch dadurch, in dem du dich selbst ernst nimmst und auf dich achtest :-)

Manchmal???

🙋‍♀️ mein Mann und ich heute. Egal was wir heute tun, es war nicht richtig. Eine von beiden hat immer geweint. Wenn Ruhe war, haben sie sich gegenseitig wieder hochgeschaukelt. Ich weiß man auch nicht. Zum Glück haben wir das nicht so oft. Jetzt liegen beide im Bett. Die jüngste knapp 2 schläft und die mittlere,4, guckt noch Buch an. Für uns ist jetzt Feierabend.

Ganz ehrlich?

Wirf das schlechte Gewissen über Bord und zeig deinen Kindern, wenn sie nerven! Wir sollen sie denn merke, dass das was sie tun nicht ok ist, wenn wenn Mami immer nett säuselnd die gleiche Erklärung wiederholt?

Wir sind alle nur Menschen, die natürlich auch von den eigenen Kindern genervt sein dürfen und das auch so sagen dürfen! Für alle Beteiligten ist es ein großer Gewinn, wenn man sich als Eltern eingestehen kann, dass das eigene Kind nicht das Heiligenschein polierende Engelchen ist, sondern auch mal so richtig arschig sein kann.

Natürlich soll man die Kinder dann nicht anschreien und zur Schnecke machen oder schlimmeres, aber zb nach dem dritten Mal sagen, dass die Zahnbürsten nicht auf den Boden geworfen werden, wäre bei mir Schluss. Dann sind die Dinger außer Reichweite. Und bei mir merken die Kinder auch sehr deutlich am Tonfall, wenn eine Aktion nicht ok ist. Dazu muss man nicht mal laut werden.

Und ich sage meinen wütenden, schreienden oder absichtlich nervenden Kindern (zumindest den zwei von dreien, die schon in der Lage sind, das zu verstehen), wenn ihr Verhalten mich nervt.

Das hat nichts mit regretting motherhood oder damit, dass man seine Kinder nicht liebt zu tun.

Im Gegenteil, ich denke Kinder haben mehr von Eltern, die ihnen zeigen, wenn sie ihre persönlichen Grenzen überschreiten als von Eltern, die immer einen auf Friede, Freude Eierkuchen machen und ihren Frust dann in sich reinfressen.

Lg waldfee

Die, die man am meisten liebt können einen am besten nerven, finde ich!
Und zweijährige besonders! hab auch so eine Kandidatin zuhause, die legen es ja besonders drauf an manchmal🤣 meine zweijährige muss immer genau dann anfangen Unsinn zu machen, wenn ich gerade die kleine Stille oder die kleine auf mir schläft🙈
Bei anderen Menschen kann es einem ja eigentlich egal sein was die machen, weil dann ignoriert man sie einfach und schaut, dass man sie meidet.
Es ist meiner Meinung völlig normal auch mal genervt zu sein, sonst wäre man ja einfach nur emotionslos und lethargisch.
Lg