Darf man sich kein drittes Kind wünschen?

... oder anders gefragt: Ist Verhütung nur etwas für Anfänger?

Das ist sicher ein Silopo aber ich bin gerade so aufgewühlt. Meine Schwägerin wollte mir heute glaubhaft machen, dass ihr drittes Kind ein Unfall war. Hat sie mir richtig lebhaft erzählt. Dabei hat sie vor genau 1 Jahr noch gejammert, wie eine Erkrankung ihren Kinderwunsch behindert und das sie bis Tag X schwanger sein will. Sie hat scheinbar unser Gespräch von damals vergessen (obwohl es noch mehrere der Art gab). Im entfernten Bekanntenkreis sind noch 2 Frauen mit dem dritten Schwanger - alles Unfälle. Selbst bei einer Freundin, die sich früher eine Fußballmannschaft wünschte, war das dritte angeblich ungeplant.

Gut, kein Grund zum Aufregen könnte man jetzt sagen aber ich denke die ganze Zeit nur daran, warum alle lieber vorgeben, zu blöd zum Verhüten zu sein, statt einfach zu sagen, wir wollten ein drittes? 🤔 Vielleicht trifft es mich auch nur so, weil wir bei unseren beiden Schätzen lange warten mussten bzw. auch Hilfe durch eine Kiwu-Klinik brauchten. (Trotzdem verhüten wir übrigens jetzt gut.) Für mich ist schwanger werden ein hochkomplexes und fast unmögliches Unterfangen... In jedem Zyklus idR nur 1 ES, Spermien die nur max. 7 Tage leben usw... Ach ich weiß auch nicht... Dieses Getue, dass es ein "Unfall" war ist doch albern. Bei allen genannten handelt es sich um mindestens durchschnittlich intelligente Leute - warum erzählt man sowas oder warum klappt das mit der Verhütung nicht?

Mach es doch ganz einfach

Frag einfach die Frauen die dir das erzählen

Ich hätte meine Schwägerin gerade beim Thema heraus gefragt. Vielleicht gab es Gründe, sodass der Wunsch fürs 3. Begraben wurde und sie abgeschlossen hatte.. Gerade bei Krankheit

Ich kenne das ebenfalls, sowohl beim dritten, als auch beim zweiten und ebenso beim ersten. Nicht jede Frau notiert sich ihren Zyklus und hat im Kopf wann fruchtbare Tage sein könnten. Deren Männer übrigens auch nicht.

Weil ihr lange warten musstet, müssen das andere aber umso weniger. Ich kenne Paare, die waren mehrfach beim ersten gezielten Versuch schwanger.

Oder eben ungeplant. Je häufiger Sex desto höher die Wahrscheinlichkeit.

Hi, ich kann dir jetzt nur von mir erzählen. Ich wünsche mir von Herzen ein drittes Kind, das wissen auch viele und man sieht es auch, wenn man mich mit Kindern erlebt. Mein Mann will aber definitiv kein drittes Kind. Dh. Sollte ich noch einmal schwanger werden, dann müsste es tatsächlich ein Unfall sein, denn hintergehen werde ich meinen Mann sicher nicht. Hoffe ich auf eine Verhütungspanne? Ja, da bin ich ehrlich. Da ich Hormone schlecht vertrage und eine Spirale für mich keine Option ist, liegt die Verhütung bei ihm.
Da wir seit fast 18 Jahren ohne Panne verhütet haben, sehe ich das ziemlich unwahrscheinlich an, aber ja, käme es dazu, würde ich dir auch sagen, es war ein Unfall, denn geplant wie die beiden ersten Kinder wäre es nicht. Trotz MEINES Kinderwunsches.
Lg

Kann ich so nur unterschreiben :-) do lief es bei uns.. meinem Mann "zuständig" für Verhütung ;-) war wohl doch etwas zu leichtfertig *lach* .. nun ist das dritte Mäuschen in spätestens 3 Wochen da. Sicher nicht geplant, aber genauso erwünscht wie meine großen (11 und 3).

Mich würde dies sehr stören fast schon lustlos machen...
Er zieht sich vorher also immer ein Kondom darüber ...

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Kommt wohl aufs Umfeld an. In meinem Umfeld stehen alle Frauen zu ihrem Wunsch.

Ich kenne einige, bei denen es dann wirklich ein "Unfall" war.

Lange versucht, medizinische Abklärung, Babysachen der Großen aufgehoben.

Dann die Entscheidung zu Verhüten. Kein Kind mehr wollen aus EigenSCHUTZ (Hoffnung, Angst, warten und es klappt nicht).
Alles von den Großen verkauft, großen Urlaub geplant, beruflich neuorientiert, teilweise mit zweitem Studium, neuer Ausbildung, Teenagerpassenden aber nicht Kleinkindpassenden Arbeitszeiten.

Und dann....
unverhofft kommt oft!

Schock

Die Frage, warum nicht früher
schaffen wir das noch
Ängste - anderer Art. Früher: klappt es noch, was, wenn es wieder nicht geklappt hat. Dann: schaffen wir das, hilfe die Großen sind so groß, alles noch mal von Anfang, wer stellt beruflich um, klappt die Umstellung....


Im Grunde ist es egal, wie viele Kinder man hat oder möchte.
Gerede gibt es immer.


Wenn du unsicher bist, dann frage sie direkt.
Vielleicht geben sie dir gegenüber zu, dass alles geplant war und es niemand wissen darf. Dann akeptiere aber bitte auch ihre Version anderen gegenüber (verstehen musst du es nicht, nur akzeptieren, dass sie so entschieden haben, dass es andere nicht genauer wissen müssen)

Vielleicht bleiben sie bei der Version des Unfalls.
Vielleicht können sie die plausibel erklären, warum.

In einem Jahr kann sich beim Thema Kinderwunsch extrem viel verändern!

So eine Freundin hatte ich auch mal. Hatte extrem Kinderwunsch, aber keinen festen Partner. Dann zum Teil ungeschützten Verkehr mit Bekannten.

Dann hat sie den Vater ihres Kindes kennen gelernt- Verhütung mit Persona- nach vier Monaten Beziehung war sie dann im dritten Monat schwanger. Ups, ein Unfall. Sowas aber auch. Ich kam mir total verarscht vor.

Sie musste natürlich die Mär vom Unfall erzählen weil das Kind für den Vater ungeplant war. Und hatte auch vergessen das sie mir schon so manches erzählt hatte, so dass ich ihr den Unfall kaum abgekauft habe.

Dann kenne ich noch zwei „Unfälle“ wo ich mal etwas näher nachgefragt habe wie es dazu kam. Was als „Unfall“ angesehen wird ist ja völlig unterschiedlich. Meist wurde mal aus einer Laune raus auf Verhütung verzichtet. Für mich ist das eher ein spontan geplantes Kind- für andere ein „Unfall“. Das mag beim dritten Kind evt. häufiger vorkommen, man hat zwei- ein drittes wäre denkbar, aber soo wichtig auch nicht und dann spielt man ein bisschen mit dem Feuer?

Letztlich ist es ja völlig egal. Was stört dich daran? Das Gefühl angelogen zu werden? Das Geprahle mit der Fruchtbarkeit?

Hast du evt. auch noch Kinderwunsch und bist etwas neidisch? Ich hab in meinem Umfeld nicht beobachtet das die dritten als Unfall verkauft werden. Eher die ersten.

Hallo
Bei uns war es andersrum.
Wir haben fröhlich unser drittes Kind angekündigt und, bis auf wenige Ausnahmen haben alle geschockt reagiert und gefragt ob es ein Unfall war.
Das fand ich sehr schade... Warum darf man nicht einfach ein drittes Kind planen?

Lg

und man kann seine Meinung dazu nicht mehr ändern? Wir wollten auch erst unbedingt ein 2. Kind, aber nachdem sich dann doch rausstellte dass der Erstgeborene, ein Frühchen, mehr Förderung braucht als gedacht haben wir uns dagegen entschieden es "bewusst anzugehen". Verhütet haben wir dennoch nicht und ich hab wahnsinnig geschwankt, es gab Tage da dachte ich ich will unbedingt noch eines, und dann wieder dachte ich "es läuft eigentlich gerade alles supergut, wir sollten wieder verhüten".

Es gibt nun mal Mütter für die bedeuten Kinder alles und die sind frei von jeglichen Ängsten und Zweifeln, zumindest tun sie so. Und dann gibt es Mütter die zwar Kinder wollen, aber die trotzdem von Zweifeln geplagt sind ob das alles so gut geht und ob es die richtige Entscheidung ist. Auch wir haben unser Kind nach langem Wunschweg und Fehlschlägen erst bekommen, trotzdem hatte ich Tage an denen ich in der SS alles in Frage stellte.

Und 3 Kinder sind halt 3 Kinder, im Auto wirds eng, viele Ferienunterkünfte werden zu klein, viele Familienkarten und-angebote sind nur für Familien mit 2 Kindern, das dritte ist dann nochmal richtig teuer ...

Nicht böse gemeint- aber diese Einstellung verstehe ich nicht. Wenn man nicht verhütet bekommt man früher oder später in der Regel ein Kind.

Warum spricht man da von einem Unfall? #kratz

Das ist doch geplant. Wir sind so an unsere zwei Wunschkinder gekommen. #gruebel

Von einem "Unfall" rede ich da nicht. Ich wollte nur aufzeigen dass sich die Meinung auch ändern kann und die Hormone in der SS tun ihr üpbriges. Es ist doch scheißegal obs ein Unfall ist und ob man dazu steht, hauptsache ist das Kind wird angenommen und wächst geliebt auf.
Hier wird sich wieder an einem Gepräch hochgezogen. Keiner hier weiß wie gerade die Lebenssituation war. Chef bietet einen Job an, man beschließt es sein zu lassen, der erste Zyklus Verhütung klappt nicht weil man sich vertan hat ... Im ersten Moment ist es dann ein Unfall. Ich kenne einige Familien in denen Unfälle behüteter und umsorgter aufwachsen als woanders das 4. "Wunschkind" das dann doch nur nebenher läuft und die meiste Zeit bei Oma verbringt weil keiner Zeit für es hat.

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Hier haben sooo viele drei Kinder, inklusive uns. Alles gewollt. Okay, bei der einen waren es Zwillinge.

Ich kenne nur ein Pärchen, was ungewollt Kind 2 und Kind 3 bekam. Die erzählen das jedem, auch das Abtreibung im Raum stand. Die sind tatsächlich so unglücklich über ihr Leben. Furchtbar Einstellung.

Wenn das meine Schwägerin wäre, würde ich sie drauf ansprechen.

Eine Verwandte von mir wünschte sich auch lange ein drittes Kind. Haben 2 Jahre lang geübt inkl Hormone. Hat dann eine Diagnose bekommen und den Kinderwunsch begraben müssen. Durch Behandlung und auch ein bisschen Wunder, wurde die Diagnose erfolgreich bekämpft. Nun könnte sie laut Ärztin wieder auf natürlichem Wege schwanger werden. Aber nun ist bei ihnen emotional der Zug abgefahren und sie verhüten. Also wäre momentan ihr drittes Kind auch ungeplant, obwohl vorher gewünscht. Wünsche und Planung ändern sich schnell.

Naja.. Der Blick der Gesellschaft auf größere Familien hat sich im Laufe der Jahre doch sehr geändert. Die Otto Normal Familie besteht noch immer, in den Augen vieler, aus Mutter, Vater, großer Sohn und kleine Tochter. Vater hoher Job, schickes Reihenhäuschen in einer Neubausiedlung, Mutter arbeitet Teilzeit, ist nie gestresst, immer wunderschön und sportlich, die Kinder besuchen das Gymnasium und sind Vorzeigekinder.
Wir wollten es so nie.. Und leben so auch nicht. Wir sind sehr jung, beide 27, und ich bin im 5. Monat schwanger mit unserem dritten Sohn. GEPLANT schwanger 💙 Wir freuen uns sehr auf unseren Zuwachs im Juni, was andere darüber denken ist mir ziemlich egal. Wir haben auch Kommentare zu hören bekommen wie: "Hat der XY (mein Mann) keine anderen Hobbys?!". Traurig aber wahr. Viele gehen bestimmt auch davon aus, dass wir ein drittes geplant haben, um nun ein Mädchen zu bekommen. So ist es nicht - Wir bekommen den dritten Räuber und sind keineswegs traurig darüber - WIE ÜBRIGENS ALLE MEINEN!
Also ich kann es mir nur so erklären, dass die Leute sich evtl. schämen, weil sie mit 3 Kindern das perfekte Familienbild vieler anderer nicht mehr erfüllen?
Also ich kann es nicht nachvollziehen, ich finde Großfamilien super, Kinder sind das größte Glück 😍

Liebe Grüße

Danke schön! Sehr gut geschrieben!
Alles Gute 🍀

Huhu,

Ich stelle mir die gleiche Frage nur aus anderer Sicht. Ich bin zurzeit mit dem 3. Kind schwanger und ich wurde in den letzten Wochen häufig gefragt, ob das Kind denn geplant oder ein Unfall war. Beim 2. Kind hat das niemand gefragt.

Ich antworte hedoch ehrlich, es war absolut geplant (und durch eine icsi entstanden, aber das wissen viele nicht).

Manchmal ist der Ton der Fragenden überraschend ungläubig. Als wenn sie sich nicht vorstellen könnten, wie man freiwillig 3 Kinder haben kann. In meinem Umfeld sind 3 Kinder auch tatsächlich selten. Leute die so unverschämt fragen, bekommen von mir extra breit erzählt, wie groß unser Familienglück ist 😉

Ich bin auch jemand, der alles in seinem Leben durchplant, sehr organisiert ist, viel zu perfektionistisch. So kennen mich die Leute. Da finde ich es schon fast frech mir zu unterstellen, ich würde mal eben so ungeplant einen neuen Menschen in die Welt setzen. Auch für mich ist schwanger werden und das Kind gesund zur Welt bringen ein komplizierter Prozess, für den wir viel auf uns genommen haben.

Also ich kann Frauen ein wenig verstehen, wenn sie lügen, dass das 3. Kind ein Unfall war. Das Gefühl, sich erklären zu müssen, ist unangenehm. Allerdings weiß man ja nie, wer lügt und wer nicht.

Liebe Grüße!

Wir bekommen die gleichen Reaktionen, kann das also bestätigen. Beim dritten sind viele doch seeeeehr überrascht. Wenn sie dann noch fragen, was es wird, und ich antworte: "Wir bekommen einen dritten Sohn", kommen mitleidige Blicke. Die Woche sagte doch eine Bekannte im Krabbelkreis zu mir: "Ooooh schade, hätte mir so sehr ein Mädchen gewünscht für euch!"..
Das macht mich so wütend. Wir wollten kein drittes Kind, damit wir ein erstes Mädchen bekommen. Wir wollten ein drittes Kind, weil wir uns ein drittes Kind gewünscht haben. Keiner, weder mein Mann noch ich, ist traurig, dass wir einen Jungen bekommen. Im Gegenteil, ich freue mich riesig auf die Zukunft mit meinen drei Räubern!
Die Kommentare anderer können, ganz ehrlich, so richtig doof und verletzend sein 🙄😔

Liebe Grüße

Ich ergänze: Natürlich hätten wir uns auch über ein Mädchen sehr gefreut! Aber die Vermutung aller anderen, wir wollten UNBEDINGT ein Mädchen, ist einfach nicht richtig. Wir wollten ein Kind, ob Mädchen oder Junge, ganz egal ❤️

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Naja, wenn sie alle sagen, dass es „Unfälle“ waren, dann würde ich mal davon ausgehen, dass es auch so war. Du unterstellst pauschal allen eine Ausrede, das finde ich schon merkwürdig. Wir hatten auch eine komplizierte Zeit bis zum ersehnten Kind, aber auf die Idee würde ich nie kommen 🤔

Bei der Schwägerin kann sich auch einfach was geändert haben. Vielleicht hatten sie schon aufgegeben, und dann kam doch plötzlich noch eins. Solls ja öfter geben.

Ich kenne auch einige „Unfall“ Kinder, da würde ich meinen Freunden nicht unterstellen, dass sie es eigentlich geplant haben. Warum auch? Was macht den Unterschied? Wenns da ist, ist es da.

Stell Dir vor, eine Freundin ist tatsächlich trotz Pille schwanger geworden und eine trotz Spirale. Solls geben 🤷🏻‍♀️

In der Gesellschaft herrscht derzeit die Ansicht - wenn du ein Kind geplant in die Welt setzt, musst du ALLES für dieses Kind perfekt machen, musst dein Leben nach den Kindern ausrichten. Immerhin wolltest du es ja.

Sobald man sagt, man hat seine Kinderschar geplant, schwindet das Mitgefühl beim Gegenüber beträchtlich - da hat man nicht mehr zu jammern, immerhin wollte man es ja so. Diese Option auf Mitgefühl, Empathie (wow, Hut ab, dass du es so gut mit 3 Kindern schaffst, etc), Unterstützung (auch wenn's nur verbal ist) hält man sich mit der "Unfall"-Variante offen.

Vielleicht sind sich die Frauen auch einfach selbst nicht so sicher, ob sie das Leben mit 3 Kindern später genauso gut wuppen können wie mit 2 Kindern - liest man hier ja ständig. Da hilft einem auch selbst die "Unfall"-Geschichte

Ich finde es fast bösartig, dem Gegenüber eine "Lüge" zu unterstellen. Meist belügen sich doch die betreffenden Frauen selber, aus Folge von Unsicherheit. Ist doch im Grunde egal, ob das Kind nun geplant oder ein in Kauf genommener "Unfall" war - jetzt ist es da. Und wenn die Mutter die Unfall-Variante für sich selbst braucht oder meint beim Gegenüber brauchen zu müssen (geplante 3.Kinder werden scheinbar auch misstrauisch beäugt, man muss sich viel rechtfertigen - vor Arbeitgeber, betreuenden Großeltern,...), ja mei - da unterstelle ich ihr doch nicht zu "lügen"... als ob man selbst das Recht auf unumstößliche Wahrheit vom Gegenüber gepachtet hätte. So wichtig ist man als Gesprächspartner bei diesen Themen nicht...

Gerade so intime Themen wie Fruchtbarkeit, Empfängnis, Geburt, Kinderwunsch,... gehen im Grunde niemanden etwas an.

Danke für deine Antwort. Tatsächlich passt deine Vermutung mit dem "sich selbst anlügen" zu 100% auf meine Schwägerin. Du hast das gut in Worte gefasst. Danke. Ich denke, genau so wird es sein und kann dies durchaus akzeptieren ohne weiter drauf herumzureiten...

Ich bin bei aller Polemik selbst Schuld, dass mein Text so negativ aufgefasst wurde. Ich will meiner Schwägerin nichts böses. Wir hatten sehr vertrauensvoll über das Thema Kinderwunsch / -planung gesprochen und das ging sehr stark von ihr aus, da sie um unseren Weg wusste und sich Rat erhoffte (den sie auch bekam). Deshalb hat mich ihr Sinneswandel, die Schwangerschaft sei ein "Unfall" auch so sehr irritiert. Zwischen unserem Hauptgespräch und der Zeugung lagen nur 2-4 Wochen. Da gab es zwischendurch kein "Ach nee doch kein 3. Kind."

Ich denke, dass es dich so trifft und du das hinterfragst, weil es bei euch (leider) so schwer ist, ein Baby zu bekommen.

Ich habe auch einen kleinen „Unfall“ (wie ich dieses Wort hasse) hier auf dem Sofa sitzen, meine erste Tochter. Mein Mann und ich waren 4 Monate verheiratet, die Flitterwochen gebucht, die Pille schon abgesetzt, damit es gleich losgehen kann, wenn wir aus dem Urlaub wieder da sind und der Körper schon mal entgiften kann. Ein Kind war also sehr gewünscht, aber die Reise wollten wir noch kinderlos und unschwanger antreten (geplant war ein Rucksacktrip in Asien).

Und dann riss das Kondom.

Tja, hätte ich auch nicht gedacht, dass ich davon schwanger werde, aber so war es. Ich hatte meine fruchtbaren Tage auch nicht im Kopf und behaupte mal, das haben viele Frauen nicht.

Bitte unterstell deiner Schwägerin und auch anderen Frauen da nichts, das finde ich ein bisschen frech.

Hm, ich kenne dieses Problem gar nicht.

Alle, mit denen ich Kontakt habe, die ein drittes Kind haben, haben es geplant und mit mir auch schon vorher darüber gesprochen.

Das einzige, was bei einer Familie so nicht geplant war, war das vierte Kind, was sich direkt neben Nummer drei breit gemacht hat 😂

Ansonsten haben mir immer alle von ihren jeweiligen Wünschen erzählt, mir sogar gesagt, wann das Üben los geht, und mir teilweise Fotos des ersten positiven Tests geschickt.
Die wissen aber auch, dass ich Kinder ganz toll finde und mich jedes Mal riesig mit ihnen mit freue 🙃

Auch wenn das nicht deine Frage bzw. das Thema ist, möchte ich kurz was einwerfen das mich jedes mal aufs neue wurmt und beschäftigt.
Ich finde es so schrecklich, ein kleines unschuldiges Menschchen als "Unfall" zu betiteln. Das ist doch eine Beleidigung. Viel passender ist doch wenn man es z.b. als "Überraschung" benennt. "Die zwei waren gewünscht, der hier war ein Unfall", wie fühlt sich das wohl für ein Kind an mit so einer Aussage aufzuwachsen. Ich weiss, ziehmlich kleinlich von mir und da es nun mal umgangssprachlich "Unfall" genannt wird, ist es von den meisten nicht böse gemeint aber vielleicht ein kleiner Denkanstoss an ein paar Urbianer 🙈

Tja, wenn Du sagst, das es das dritte Wunschkind (bei uns mit ungeplant größerem Altersunterschied), wirst Du angekuckt - nicht von Freunden, aber Bekannte, Arbeitskollegen etc., als sei man "asozial". Wenn man sagt Unfall, ist irgendwie die Akzeptanz größer. Haben wir teilweise so erlebt. Am schlimmsten war meine Familie.
Vielleicht hatte sie einfach nur Angst, vor der Reaktion? Und versucht so, unangenehme Situationen zu umgehen?
Außerdem, man kann seine Meinung auch ändern.

Mein erstes Kind war auch ein "Unfall". Ich mag das nicht Unfall nennen. Aber passiert halt wirklich.

Hallo, ich bezeichne meinen Mann als normal intelligente Menschen. Wir arbeiten in der Leitungsebene. Als die mittlere 1 Jahr alt war, tat sich die Frage auf noch ein Kind ja oder nein. Parallel dazu erkrankte mein Schwiegervater an einem Hirntumor und wurde zum Pflegefall. Die mittlere wurde krank und das zog sich über Monate. Ich hatte damals ein 30 Stunden Woche, mein Mann 38,5. Seit 20 Jahren verhüte ich ohne Hormone. Nur mit der Bestimmung der fruchtbaren Tage. Ich war nie ungeplant schwanger. Und irgendwann in dieser Zeit ist mir ein Fehler passiert und unser persönlicher Unfall hat sich eingenistet. Als meine Tage dann nicht pünktlich kamen, war mir alles klar. Tja soviel zu meinem Unfall.

Finde ich ein ziemlich normaler Fall, ehrlich gesagt :) kenne auch einige, die mit NFP verhüten und mindestens 1 Mal ungeplant schwanger wurden. Wie haben das 2. Kind auch dem Schicksal überlassen. Wollte ab einen gewissen Alter keine mehr, also dachten wir uns, wenn es davor klappt, gut, wenn nicht dann nicht.

Ganz ehrlich, NFP ist für mich keine ernstzunehmende Verhütungsmethode, da dort so viele Faktoren reinspielen... Es gibt immer ein erstes mal für einen veränderten Zyklus und das eine Spermium, was länger lebt. Das ist für mich ein Spiel mit dem Feuer oder "es drauf ankommen lassen"...

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Ich verstehe diese Diskussion überhaupt nicht, denn egal, was eine Frau dazu erzählt, warum sie schwanger ist, es ist höchst privat und niemand hat das „Recht“ auf die Wahrheit oder das Gesagte zu hinterfragen.

Ich hab drei Kinder.
Bei mir ist der Große ein Pille Kind also ein so genannter Unfall. Obwohl ich lieber sage ungeplant.

Die beiden kleinen sind absolut geplante Wunschkinder.
Wir haben nur beim kleinen gesagt klappt es bis ich 35bin ist es wunderbar, wenn nicht dann lassen wir es.

Ich werd aber überall komisch angeschaut wenn man mit drei Kids unterwegs is.

Ich kenne sehr viele Familien, wo Kinder nicht geplant waren...ich würde fast sagen, genauso normal wie „geplante“ Babies. Bei uns in der Familie haben wir Pillen Babies und auch sogar 3-Monats-Spritze Baby und eine Schulfreundin wurde trotz Spirale schwanger. Ich sehe da kein Problem oder ein Grund, ein Theater zu machen. Die Kinder werden ja alle geliebt.

Vor allem 3. Kinder kenne ich aus eigenen Mund einige, die nicht geplant waren. Kenne auch Familien mit 7 und 6 Kindern, die es „den Schicksal“ überlassen haben mehr oder weniger. Davon eine religiös, die andere nicht. Genauso bei uns im Umfeld (München) gibt es einige Familien mit 3 und mehr Kinder. Wir sehr lange mit nur einem Kind waren Exoten.

Ach ja, ich kenne auch den umgekehrten Fall: groß angekündigt mehrmals und überall, dass 4 Kinder erwünscht sind. Nun die Dame will Hausfrau sein, hält nichts von Krippe und der halbtags Kindergarten war für ihr älteres Kind nach 2 Monate wohl zu anstrengend (ihre Aussage nach) und wurde daraufhin abgemeldet.

Jetzt geht das ältere Kind in einen Waldorf KiGa fürs Vorschuljahr und sie überlegt es sich, ob es zurückgestellt werden soll, denn das arme Kind jetzt schon im die Schule zu geben... Mit 2 Kindern ist sie am Limit und wünscht sich jetzt doch keine 4 mehr...

Ich musste ins geheim lachen, ehrlich gesagt.