Schwiegermutter fängt nicht mit Versprechen an

Hallo ihr lieben,

Nachdem so viele Schwiegertiger Beiträge hier landen, würde ich gerne mal eure Meinung zu unserem Problem hören. Vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben.

Mein Mann und ich sind seit November verheiratet und seit letzter Woche haben wir eine wundervolle Tochter.

Im Sommer wurde beschlossen dass wir bei seinen Eltern zuhause ausbauen. Das Haus ist für 2 Familien (ca 8-10 Personen) ausgelegt, aktuell sind noch meine Schwiegereltern und die kleine Schwester meines Mannes dort.

Das Problem weswegen nichts weitergeht ist: jeder centimeter dieses Hauses ist vollgestopft! Mit alten und neuen Dingen, Zeitungen, Berge von Wäsche und alles mögliche an Haushaltsartikeln..
Seine Mutter ist absolut kaufsüchtig wenn man mich fragt.

Im Oktober dachte ich eigentlich hatten wir ein klärendes Gespräch gehabt. Sie hat endlich zugegeben dass es ein Problem ist und sie es versucht zu lösen, zur Not auch mit therapeutischer Hilfe.
Und wieder ist absolut nichts passiert.

Wir können nichtmal einen Planer einladen dass mal was vorwärts geht, weil wir uns schämen ihn durch das Chaos zu führen.
Sie ist nun allerdings die, die im ganzen Ort herumerzählt dass wir dort ausbauen, und wir müssen uns dann dafür rechtfertigen warum nichts weiter geht..

Ich würde so gerne einen Container bestellen und alles wegwerfen, aber ausser großem Streit würde das auch nichts bringen..

Wie schaffe ich es dass sie endlich damit beginnt was auszuräumen???
So langsam haben wir dann auch keine Lust mehr...

Nehmt mehr Geld in die Hand und baut woanders. Das Problem wird sich nicht nach 5 Therapiestündchen - sofern sie die überhaupt zeitnah bekommen könnte - erledigen.
Niemals würde ich in so einer Konstellation dort wohnen wollen.

Hallo.

1. Was im Ort getratscht wird, sollte dir egal sein bzw. solltet ihr ggf. richtig stellen. Ihr könnt doch einfach sagen: "Ja, das haben wir in Betracht gezogen. Es steht aber nicht fest, ob und wann dieses Vorhaben umgesetzt wird."

2. Ich wäre generell vorsichtig. Denn wenn es bereits jetzt bevor der Umbau überhaupt begonnen wurde zu Spannungen und Ärgernissen kommt.... Wie denkst du, dass es erst hernach werden wird, wenn ihr alle unter einem Dach lebt??#zitter

3. Ich würde erstmal alles dabei belassen wie es ist. Wenn die SM tatsächlich gewillt ist, dass der Plan umgesetzt wird, dann wird sie von sich aus auf euch zugehen. Alles andere sehe ich als "erzwungen" an und kann nur schief gehen.#schwitz

Alles Gute!

Wenn deine Schwiemu bis jetzt nichts gemacht hat, dann glaub ich ehrlich gesagt nicht, dass sich da was ändert.
Überlegt euch gut, ob ihr wirklich da einziehen wollt. Mal von dem ganzen 'Müll' abgesehen, wird es bei den Vorzeichen sicher oft zu Streitigkeiten kommen.

Strich drunter und was eigenes suchen! Du weisst doch jetzt schon, wie es endet!

hallo.

ähm sorry, das wird der Fehler eures lebens werden!!

Die Frau ist schwer krank.
Da hilft erstmal nichts.
Jahrelange Therapie ist angesagt, ggf Klinikaufenthalt.

Baut woanders

Hallo,

ich sehe das, wie die anderen User auch.
Es gibt JETZT SCHON Probleme! Glaubst du denn, dass es besser wird, wenn ihr erst mal dort eingezogern seid?

Ich persönlich würde niemals zu den Schwiegereltern/Eltern oder sonstigen Verwandten ziehen und rate auch dir davon ab.
Welche Gründe haben euch denn dazu veranlasst, diesen Schritt gehen zu wollen?

Es ist natürlich eure persönliche Entscheidung. Aber bedenke, dass es wird immer Punkte geben wird, die euch stören werden. Ihr werdet immer Kompromisse eingehen müssen und auch eure Privatsphäre wird eingeschränkt sein, das lässt sich kaum vermeiden.

Ich wünsche dir alles Gute und herzlichen Glückwunsch noch zu eurer kleinen Tochter!#herzlich

Es ist das Elternhaus seines Vaters, und es "verfallen" zu lassen würde ihm vorallem auch das Herz brechen..

Wir verstehen uns gut, auch sie wollen ihre Privatsphäre. Soweit habe ich danach keine Bedenken. Aber der Vorlauf ist eben sehr mühsam..

Ich kann jeden verstehen der sagt er würde da nicht einziehen. 😅 Für mich seh ich das weniger kritisch.

Dankeschön 🤗🥰

Dann warte mal ab, wenn du da wohnst und die Erziehungsansichten aufeinanderprallen.
Wenn die Schwiegereltern sich ein Haustier anschaffen, das euch nervt oder sogar gefährlich ist.
Wenn die Altersmacken kommen inklusive "Ich geh um drei Uhr nachts ins Bett und mache dabei Radau, dass sogar die Nachbarn wach werden".
Wenn deine Kinder absolut nicht hören und total am Rad drehen, weil Oma und Opa immer reinpfuschen.

Ich rate dir auch hier noch einmal: Tut es nicht. Ich kenne viele Leute, die es versucht haben, und ist jedes einzelne Mal schiefgegangen.

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Ist das ein abgetrennter Wohnbereich für eure eigene Familie mit eigener Küche, Bad und Schlafzimmern( also quasi ne eigene Wohnung)? Dann bitte sie diesen Bereich umgehend KOMPLETT und vollständig leer zu räumen, damit ihr renovieren könnt. Wohin sie ihren Hoarderkram packt sollte nicht euer Problem sein. Das muss sie im Zweifelsfall in ihren Wohnbereich integrieren. Oder ihr bietet ihr an das zu machen und stellte es ihr einfach in den Keller, den Dachboden oder das Wohnzimmer.

Meine Mutter ist ähnlich veranlagt und sammelt auch alles. Könnte man ja in 100 Jahren nochmal brauchen. Bei ihr ist das so ein Nachkriegsding. Alles wird für schlechte Zeiten aufgehoben. Darin wird sie sich nie ändern ( mein Papa versucht es bei ihr über 50 Jahre lang).
Wenn ich das Haus in hoffentlich erst ferner, ferner Zukunft mal erbe kommt der Container und ALLES fliegt raus. Könnte nach aktuellem Stand nie mit den Beiden dort dauerhaft wohnen. Ist einfach so schlimm zugestellt, da leidet meine psychische Gesundheit auf Dauer drunter.

Wenn es bei seinen Eltern kein abgetrennter Wohnbereich für euch sein wird, dann wird es schwierig. Wenn ihr dann dennoch dort leben wollt musst du dich wohl oder über mit dem ganzen Kram und dem Chaos anfreunden und damit erstmal kein ordentliches und schönes zu Hause zu haben. Denn Renovieren lässt sich so nicht und einen eigenen Wohnbereich habt ihr dann ebenfalls nicht, so dass sie in Zukunft immerzu ihr Zeug einfach zu euch stellt und euch mit zumüllt. Und das Problem besteht aller Wahrscheinlichkeit bis zum Ableben der Schwiegermutter, denn so leicht ändert jemand sein Verhalten nicht. Wegwerfen würde ich ihre Dinge nicht. Auch wenn es zu 90% Schrott ist, sind es ihre Sachen und ihr könnt nicht einfach drüber verfügen. Du wolltest ja auch nicht, dass jemand mal eben deinen Kleiderschrank durchwühlt und einfach das wegwirft, was ihm nicht gefällt.
Also hilft nur den ganzen Kram in Ihren Wohnbereich ( oder Keller, Garage, Dachboden) zu verfrachten oder eben in dem Chaos ohne eigene Privatsphäre zu leben.

Ich rate euch von ganzem Herzen: Tut es nicht! Ihr macht euch unglücklich. Baut woanders!

Hallo, ich denke deine Schwiegermutter braucht dringend Hilfe. Für mich hört es sich an als wäre sie ein Messie. Vielleicht kannst du und dein Mann ja mal mit ihr sprechen, dass ihr gerne anfangen würdet und fängt zusammen an aufzuräumen/ ausmisten. Ich denke ihr habt es euch gut überlegt, ob ihr dahin ziehen wollt. Kannst du vielleicht einen Therapeuten suchen und mit ihr dahin gehen. Deine Schwiegermutter ist krank und ich denke sie braucht Hilfe beim ersten Schritt.

Ich weiß ja nicht, wie harmonisch das Zusammenleben ist, wie lange du da schon mit dabei wohnst und wie stark eure Privatsphäre respektiert und gewahrt wird, jedoch ist meine erste Reaktion, wenn ich deinen Text lese, ein Fluchtgedanke. Warum baut ihr euch kein eigenes Leben auf? Ich kenne eigentlich niemanden, der gerne und vor allem nach Jahren noch gerne mit den Schwiegereltern in einem Haus wohnt, schon nebenan sehe ich äußerst problematisch.

Wenn wirklich Sucht dahinter steckt, dann informiere dich, was Sucht bedeutet.

Wie kann man als Angehörige damit umgehen.

Und dann erst, dann erst anfangen Entscheidungen zu treffen!



Hat sie es "zugegeben", damit ihr vorläufig Ruhe gebt?
oder hat sie es zugegeben, weil sie Einsicht über ihr Krankheitsbild hat?

Wenn sie krank ist, braucht sie Hilfe. Sofern sie Hilfe will und zulassen kann.

Wenn sie es nur gesagt hat, um (vorläufig) Ruhe vor euch zu haben, wird es schwierig.


Selbst entrümpeln würde ich nicht.
Wer an meine Sachen geht, fliegt hochkant raus.
Ok, bei mir ist es nicht so schlimm, aber ich bin da sehr eigen. Das verstehen viele nicht. Für mich ist es oft eine emotionale Trennung und loslassen von Gegenständen. Müll ist kein Problem.

Allerdings kenne ich Menschen, für die es schwierig ist.

Ob nun Alkohol, Spielsucht, Rauchen, Gegenstände....
niemand muss es verstehen
aber wenn es wirklich eine SUCHT ist, helfen Ideologien und Utopien NICHTS


Wenn man mit der Person weiterhin interagieren möchte oder nicht mehr möchte, aber nicht davon loskommt, rate ich dringend zur Beratung für Angehörige!

Dann und erst dann, kann man ernsthaft unterstützen.

In Eigenregie zu behaupten, dass jemand krankhaft handelt, selbst aber IRGENDWAS macht ohne sich micht dem Krankheitsbild auseinander zu setzen, ist übergriffig. Ausnahme ist im Notfall, Selbstgefährdung, Lebensgefahr oder Gefahr für sich selbst oder andere.

Hier ist es aber kein Notfall, sondern wollen. Es soll so laufen, wie man es sich erträumt. Die andere Person ändert, soll ... machen, einsehen, tun.....

der erste Schritt wäre selbst Eigenverantwortung zeigen und sich zu der Thematik informieren. Eine Basis schaffen auf Grundlage derer man eine Entscheidung treffen kann.

#pro#pro#pro

Wenn es jetzt schon Ärger gibt, baut nicht aus. Glaubst du das wird dann besser und du kommst dann damit klar?

1. Das einfachste ist, sich woanders was zu suchen. Schont Eure Nerven und Ehe!

2. Zweite mühsame Option ist, das Elternhaus des Vaters (wo die Schwiegermutter ja offensichtlich selbst „nur eingeheiratet“ hat) tatsächlich aufzupolieren.

Dann würde ich verlangen, dass schriftlich festgehalten wird, welche Räumlichkeiten Euch gehören sollen. Möglichst eine abgeschlossene Einheit mit separatem Eingang! Oder ein Umbau in dieser Richtung.

Dann würde ich ein Meeting mit allen Beteiligten anberaumen und schriftlich klären, bis wann die Räume KOMPLETT leer zu machen sind.
Z.B. bis Ostern.

Wichtig ist auch zu klären was passieren soll, wenn die Räumung bis dahin nicht erfolgt.
Wird ALLES in vorhandene oder angemietete Garage(n) verfrachtet?
Durch Euch selbst oder neutrale Umzugsfirma?

Wie viel Zeit könnt ihr Euch für die Querelen vorab und die Bauphase leisten und wann wollt ihr die Reißleine ziehen und definitiv etwas anderes kaufen?

Da sollte solltet ihr Euch mit deinem Mann einig sein, was die Eskalationsstufen sind.

Mag sein, dass ältere Leute es alleine schon körperlich nicht schaffen, ein großes Haus auszuräumen, aber der Wille muss schon da sein. Dann kann man unterstützen und helfen.
Aber wenn der Wille nicht da ist, ist es sinnlos da seine Energie zu verschwenden.

Spätestens jetzt waere der Zeitpunkt anders zu planen und nicht dort einzuziehen. Ich würde was Eigenes suchen.

Bloß nicht dort umbauen und einziehen!!!


Baut wo neu, oder ein anderes Haus renovieren.

Bloß nicht bei der Familie!

Spreche aus Erfahrung!

Ich würde es als Wink des Schicksals sehen, *da* mal nicht zu wohnen.
Das ist doch schon vorprogrammiert, dass das nix werden kann gemeinsam in dem.Haus.

Bist du dir sicher, dass du da einziehen willst? Vielleicht ist Abstand besser? Auch wenns teurer ist.

Gar nicht. Die Konstellation, dazu noch mit kleiner Schwester, ist doch absolut unberechenbar. Wurde Euch das Haus überschrieben? Oder investiert ihr gerade in fremdes Eigentum und am Ende wird Eure Eigenleistung auch noch unter den Erben aufgeeilt weil nix geschrieben war? Dazu noch die Kaufsucht ... weißt Du wie gering die Erfolgsquote ist dass sie wirklich geheilt wird? Bzw nicht beim nächsten Stress in die nächste Sucht abrutscht? In der Konstellation könnt ihr langfristig fast nur die Dummen sein.

Sollte sie wirklich kaufsüchtig sein. FINGER WEG vom Anbau...
Baut lieber selber oder kauft ein fertiges Haus.

Angenommen, sie macht ne Therapie und es würde besser, sie kann trotzdem wieder rückfällig werden und dann habt ihr das Schuldenproblem (was dabei entstehen kann) und die weiteren Probleme auch an der Backe.

Abgesehen davon, finde ich ein Zusammenwohnen mit Schwiegereltern/Eltern allgemein problematisch. Ja, es kann gut gehen, aber ich kenn zu viele Fälle wo die Kinder/Schwiegerkinder bei Problemen das Nachsehen hatten; das Haus gehört ja meist ganz oder zum Großteil den Schweiger-/Eltern, so sind sie bei Streits am längeren Hebel.
Das Verhältnis muss schon super, mega, top sein und geprägt von Zuverlässigkeit, Respekt und Verständnis von BEIDEN Seiten, damit alle in so einer Konstellation glücklich werden/sind. Das kommt eher selten vor, in irgendeinem der Punkte liegt immer der Knackpunkt und es kommt zu Problemen.

Hallo liebe TE,

Du fragst, wie du es schaffst, sie dazu zubewegen, dass sie ausräumt. Einfache Antwort: gar nicht.

Sie scheint wirklich eine Sucht entwickelt zu haben :( Das ist leider mehr als eine doofe Angewohnheit.
Mein Tipp: Informiere dich bei einer Beratungsstelle für Angehörige über das Krankheitsbild und auch über Co-Abhängigkeit.
Wenn es jetzt schon solche Probleme gibt, solltet ihr es wirklich lassen. Es kann noch so praktisch und toll sein- aber diese Sucht bietet viel Konfliktpotential.
Das merkst du nun schon, obwohl ihr noch gar nicht dort wohnt. Es ist absolut typisch, dass Suchtkranke in gewissen Situationen Einsicht zeigen und Zugeständnisse machen. Dass sie davon nun nichts umsetzt, zeigt doch, dass es eben nur gesagt wurde, um euch zu beruhigen. Taten folgen dann halt nicht.

Natürlich könnt ihr dort weiterhin bauen. Aber dann arrangier dich mit der Situation. Dann lasst halt den Planer durch den Müll laufen- ist ja nicht eurer.

Oder setzt den Schwiegis die Pistole auf die Brust: Die Versprechen werden nun endlich umgesetzt, nach 3 Monaten, oder ihr orientiert euch um.
Bei den Suchtkranken läuft es so: So lange ihr nicht auf den Tisch haut, braucht ihr nicht zu glauben, dass sich irgendetwas ändert.
Alles andere sorgt nur dafür, dass Dinge ausgesessen werden. Bis eine Therapie erfolgreich wird, wird es dauern. Falls sich überhaupt irgendwas ändert.

Es gab einmal die Situation, dass ich meine suchtkranke Mutter ins Krankenhaus einweisen ließ, da sie bewusstlos war. Danach dachte ich, dass nun alles besser werde. Sie wird einsehen, dass sie krank ist, da man ihr das dort mitteilen würde. Der Notarzt sagte noch, ich solle nicht zu viel erwarten. Recht hatte er! Nichts passierte.

Mein Tipp: Führt ein letztes Gespräch und setzt Fristen, bis wann die Räume geleert sein müssen. Wird das nicht erledigt, wisst ihr, was ihr zu erwarten habt.
a) Nehmt die Beine in die Hand.
b) Verschließt die Augen, lasst den Planer durch den Müll laufen und zieht es dennoch durch. Aber dann solltet ihr auf folgendes achten:
Sichert eure eigenen Räume, dass sie nicht reinkommt und haltet eure Wertgegenstände von ihr fern. Wenn du dich über Kaufsucht informiert hast, wirst du wissen, warum.

Letztlich werdet ihr das bekommen, was ihr akzeptiert.
Lasst euch nicht auf der Nase herumtanzen!
Liebe Grüße
Schoko

Achso.. Noch etwas: Sorgt dafür, dass euer Teil des Hauses euch gehört. Es kann im schlimmsten Fall passieren, dass ihr die Sucht um die Ohren fliegt und dann sollte klar sein, was deren und euer Eigentum ist.
Als Angehöriger seht ihr immer nur die Spitze des Eisbergs.