Zweifel bei Familiengründung

Hallo in Runde :)

Mich würden mal eure Erfahrungen bezüglich eurer Familienplanung interessieren.

Ich bin mit meinem Freund seit ca. 5 Jahren zusammen, wir sind Ende 20 und kinderlos. Langsam aber sicher taucht in meinen Gedanken immer öfter der Gedanke an Kinder auf, allerdings nicht in Form eines Kinderwunsches, sondern mehr als reine Überlegung.

Und genau da liegt mein Problem. Einerseits sehe ich in der Zukunft Kinder an unserer Seite, andererseits fürchte ich mich schrecklich vor diesem großen Schritt. Das signalisiert mir, dass ich emotional noch nicht dazu bereit wäre.

Dazu kommen noch andere Rahmenbedingungen. Mein Freund und ich leben aufgrund seiner Arbeit seit einem Jahr 700km voneinander getrennt, was sich zum Glück bald ändert. Wir können uns im Moment also nur an den Wochenenden sehen. Dazu kommt, dass wir beide sehr freiheitsliebend sind, uns beide gerne in Arbeit und Hobbies stürzen und auch jeder für sich ein hohes Ruhebedürfnis hat. Wie soll man so einem Kind gerecht werden?

Auf der anderen Seite weiß ich, dass ich mein Kind über alles lieben würde. Ich habe diesbezüglich jedoch Angst mich selbst zu verlieren. Habe Angst davor einem Kind emotional nicht das bieten zu können, was es verdient und es tut mir irgendwie weh es so auszudrücken, aber ich habe Angst davor, dass ein Kind mich, bei aller Liebe, unglücklich machen würde.

Ja ich weiß, ich bin noch nicht soweit und ich weiß auch nicht, ob ich es je sein werde. Jünger werde ich schließlich auch nicht mehr.

Das führt mich allerdings zurück zu meiner Frage, besonders an diejenigen, die vorab ‚egoistische‘ Zweifel hatten.

Wann habt ihr gemerkt, dass ihr bereit wart? War es überhaupt jemals der Fall? Und wenn ja, wie hat sich das bei euch bemerkbar gemacht?

Vielen Dank!

Deine Gedanken kommen jetzt bei mir ... in der 40. Schwangerschaftswoche.

Irgendwann war der Kinderwunsch da... dann legte man drauf los, das finanzielle stimmt bei uns und dann merkte ich, diesen Verzicht. Auf Arbeit (habe ein Beschäftigungsverbot), auf Veranstaltungen (liegen viele um den errechneten Termin), auf popelige Essenswünsche... Tja und jetzt sitze ich hier wie Buddha und warte, dass es los geht.

Wenn man nach dem „Abwiegen“, was einem wichtig ist schaut, ist man nie bereit. Und ja... ich habe mir auch oft die Frage gestellt, ob ich aufs Gehalt verzichten mag, um so einen kleinen Pups groß zu ziehen. Ob ich einen schicken Schal gegen das Sabbertuch austauschen will. Selbst ne Woche vorher bin ich noch am zweifeln, ich weiß, man wächst mit seinen Aufgaben. Aber ich glaube, wäre mein Partner nicht so der mich stärkt, wäre ich ab positivem Test schon verzweifelt gewesen. (Und ich habe mich oft gefreut, dass er negativ war) Ich werde auch oft nach Kind 2 oder 3 gefragt, ganz ehrlich? Da bin ich zu egoistisch für und möchte keins

Na dann hoffe ich doch sehr, dass du diesen berühmten AHA-Effekt bekommst, sobald du dein Baby das erste Mal in den Arm nehmen darfst. 😉

Ich finde es oft sehr entmutigend davon zu lesen, wieviele Eltern aufhören Individuum, Partner, Freund/in etc. zu sein und nur noch als Mama/Papa existieren. Vollkommen okay wenn andere das so für sich entscheiden, für mich möchte ich das nicht. Aber wer weiß, vielleicht werden ausgerechnet wir ja mal voll die Über-Mamis. 😜

Danke aber für deine Ehrlichkeit, ich finde es aufbauend zu lesen, dass es nicht nur mir so geht.

Ich wollte einfach ehrlich sein,warum sollte ich lügen? Man liest und sieht so viel. Ich glaube, das was du geschrieben hast „man hört auf Individuum zu sein“ trifft es ganz gut. Ich habe immer offen und ehrlich gesagt, dass ich wieder arbeiten gehen möchte nach der Elternzeit. Die Leute redeten... Ich habe offen darüber gesprochen, dass wir während der Schwangerschaft natürlich noch Sex haben. Die Leute redeten... Ich habe so viel in der Schwangerschaft unternommen, die Leute redeten... Ich bin doch trotzdem noch die Frau, mein Partner weiterhin der Mann. Das hört ja nicht auf, wir haben unsere Bedürfnisse. Und ich glaube, daher kamen Und kommen diese Zweifel. Weil andere immer meinen, dass es richtig ist, was sie tun. Dass sie den 100%gen Plan haben, der auf jedes Lebewesen passt. Ich habe mich da sehr beeinflussen lassen und merke, wenn ich meinen Mund halte, dann ist es perfekt.

Natürlich freue ich mich auf das Baby und das Kinderzimmer war sogar vor meinem Ankleidezimmer fertig. 😉 Aber da musste man einmal reinwachsen

Hey,

du bist Ende 20 und nicht Anfang 40. noch genug Zeit, um den Wunsch zu festigen - oder loszulassen.

Ein Kind bedeutet keine Selbstaufgabe. Mit etwas Organisation wird euch auch noch Zeit für Hobbys bleiben...

Wir haben jetzt 1 Kleinkind und ein Baby und momentan ist mit Ruhe und Hobby nicht viel. Sie werden so schnell groß, wir werden wieder eher Zeit und Ruhe für uns haben als uns lieb ist denke ich. Dafür hat die Elternschaft ganz neue Facetten eines Lebens. Es ist wundervoll das Lachen der Kinder zu hören und ihre Entwicklung mitzuverfolgen, allerdings ist es auch manchmal ziemlich anstrengend. Sowohl körperlich als auch emotional.

Wie steht dein Partner denn zu dem Thema?

Zieht erstmal wieder zusammen, arbeitet noch ein bisschen und in 2-3 Jahren wird es sich vielleicht von ganz allein klären. Bei uns war es irgendwann eine Art Wink mit dem Zaunpfahl. Es war dann einfach soweit. Das wussten wir: DEN idealen Zeitpunkt wird es nicht geben und wenn man zB nach einem Jahr wieder arbeiten geht, ist man auch nickt lang aus dem Job raus, findet den Anschluss schnell wieder.
Aber Achtung: U3-Betreuung ist hier im Forum immer ein heißes Thema 😉. Meiner Meinung nach kommt es auf Art und Umfang an und wenn man da einen guten Mittelweg finden kann, darf man sich auch als Mama noch ein paar egoistische Ziele stecken. Finde ich. 🙂

Also: lasst euch noch ein wenig Zeit und dann werdet ihr eine Antwort auf das Thema Kinder ja oder nein finden. Hauptsache ihr habt grundsätzlich bereits eine Haltung zu dem Thema entwickelt, sonst ist die Enttäuschung nachher groß, wenn einer von euch beiden Kinder eh ausgeschlossen hat.

Liebe Grüße

Du hast was Wichtiges vergessen: eine völlig unvermittelte, aber so dermaßen von Herzen kommende Umarmung eines Kleinkindes - eventuell noch gepaart mit einem Küsschen oder einem "Mama/Papa ich hab dich lieb". In solchen Momenten ist einem doch jedes Freiheit einbüßen total egal. Ich bin auch der Meinung, dass es nichts ehrlicheres gibt, als so eine Kleinkindumarmung. Als Sohenmann gestern nach dem Mittagsschlaf wach wurde, aber eigentlich noch total verschlafen war, wollte er gerne mit mir auf dem Sofa kuscheln. Na nichts lieber als das. Da kommt es schon früh genug, dass er das nicht mehr möchte.

@ TE: stimme sabrinchen86 hier voll und ganz zu. Ja klar, man steckt erstmal zurück. Aber ganz ehrlich? Das sind vergleichsweise wenige Jahre. Es ist auch wahnsinnig spannend, finde ich zumindest, die Welt mit Kinderaugen zu betrachten. Das macht man mit Kind ganz automatisch. Und ja, auch so Feste wie Weihnachten bekommen einen neuen Anstrich. Die viel beschworenen leuchtenden Kinderaugen sind einfach herrlich.
Ich kann aber deine Sorgen durchaus auch verstehen. Ich habe mich immer gefragt, ob ich dann auf die Teenie-Zeit Lust habe... ob ich das kann. Na ja, noch habe ich einige Jahre auch in die Aufgabe hineinzuwachsen. Denn genau das macht man meiner Meinung nach als Eltern fast ständig: man wächst in seine Aufgaben hinein.

Da hast du absolut Recht. Es gibt so viele Momente, bei denen einem das Herz aufgehen.
Gestern hat meine kleine Tochter Fahrradfahren geübt und es gelang ihr stückweise alleine zu fahren. Sie war so glücklich und stolz auf sich selbst und hat mich im Anschluss lange geknuddelt.
Einfach ein schöner Moment.

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Es gibt einen Spruch "den richtigen Zeitpunkt für Kinder gibt es nicht".
Ich finde da ist so viel Wahres dran.
Entweder man fühlt sich noch nicht bereit, oder man bekommt Torschlusspanik und fühlt sich fast schon zu alt.

Ich selbst bin mit 30 schwanger geworden. Mittlerweile habe ich 2 kleine Kinder und merke, wie anstrengend es sein kann. Vor allem aber das Babyalter war für mich hart wegen akutem Schlafmangel.
Nachträglich beträchtet hätte ich nicht viel älter sein wollen beim ersten Kind.

Da stimme ich dir zu, im Endeffekt kann nur ich selbst wissen, wann genau ich bereit bin.

Ich glaube ich habe einfach Angst zu lange zu warten und es erst zu merken, wenn es schon zu spät ist. Aber wie es kommt so kommt’s dann eben.

Über den Schlafmangel mache ich mir tatsächlich am wenigsten Sorgen, ich wache nur schon davon auf, wenn mein Freund sich im Bett umdreht. 🤷🏻‍♀️

Es wurde ja schon gesagt, dass es den richtigen Zeitpunkt nicht gibt. Aber trotzdem kam bei mir und meinem Mann mit Mitte 30 der Moment an dem wir uns gefragt haben wofür wir eigentlich alles tun. Beide gut verdient, viele Urlaube, großes Haus.
Wir hätten noch 30 Jahre so weiter machen können, aber irgendwie erschien uns das sinnlos. Immer das gleiche und wer würde das ganze Geld mal erben.
Das war der Punkt an dem wir gemerkt haben wir sind bereit. Wir haben die Zeit zu zweit genossen, aber es war dann auch genug. Dass wir zurück stecken können wussten wir schon aus Job und Hausbau, daher war der Punkt weniger das Problem.
Und nun drei Jahre später kann ich nur zustimmen, die ganz schwierige Phase ist beim ersten vorbei und man gewinnt nach und nach die Freiheit zurück. Es ist also nicht fürs ganze Leben.

Mit dem "wer soll das alles mal erben" sprichst du tatsächlich etwas an, was ich sogar immer traurig finde: Todesanzeigen bei denen außer einer Person niemand drunter steht bei den Hinterbliebenen. Klar, das kann ganz viele unterschiedliche Gründe haben. Im Zweifel möchte man vielleicht auch nicht jeden drunter schreiben. Aber irgendwie fühlen sich entsprechende Anzeigen, bei denen "nur" der Partner steht für mich immer noch etwas trauriger an. Kann ich schlecht beschreiben.
Wobei man auch nicht vergessen darf: wer weiß, ob es überhaupt etwas zu erben gibt, ob man nicht vielleicht Pflegefall wird und alles für die Pflege drauf geht.

Ich finde es schön, dass ihr den für euch richtigen Weg gefunden habt. :)

Ich glaube auf genau das was ihr erlebt habt hoffe ich auch. Aber natürlich gibt es keine Garantie dafür.

Es geht mir tatsächlich nichtmal um das Geld oder einen freien Samstagabend, sondern vielmehr um die Freizeitgestaltung im hier und jetzt. Als ich anfing zu studieren wurden aus einem Studiengang schnell 2, dann 3 und ehe ich mich versah war mein Tag von 8-20 Uhr ausgefüllt. Wie blöd es auch klingen mag, aber genau das macht mir Spaß. Umso mehr fürchte ich mich davor, dass mir mit Baby mal die geistige Decke auf den Kopf fallen wird. 😅

Hallo,

ein Kind bedeutet keine Selbstaufgabe. Klar, für manche Mütter ist es so, aber das ist dann ein hausgemachtes Problem. Die Zeit, in der dich dein Kind intensiv braucht ist kurz. Natürlich gibt es die Mütter, die meinen, dass sich kein anderer um den Nachwuchs kümmern kann, als sie selbst. Und es gibt die Mütter, die einem 6jährigen mit dem Taschentuch bis zur Schulbank hinterherrennen.
Ich habe 3 Kinder. Die beiden Großen habe ich geplant mit 22 und 24 bekommen, die Kleine mit 29. Ich habe kein Hobby aufgegeben und habe mich genauso regelmäßig mit meinen Freundinnen getroffen. In meinem Umfeld gehen 90 % der Mütter nach dem 1. Jahr wieder arbeiten und das Kind geht zur Tagesmutter. Es wird heutzutage ein viel zu großes Drama aus allem gemacht und die Gesellschaft und die Medien suggerieren, dass sich eine Mutter bis zur Selbstaufgabe für den Nachwuchs opfern muss. Das sind dann allerdings auch die Frauen, bei denen irgendwann das Burn Out winkt. Meine Großen sind jetzt 17 und 15, sehe ich bei Instagram die ganzen Mamablogger, würde ich mir heute auch überlegen ein Kind zu bekommen.
Die Kinderplanung würde ich nicht von pro und contra Listen abhängig machen. Wichtig ist finanzielle Sicherheit und eine stabile Beziehung. Den Rest teilt dir dein Bauchgefühl mit. Und genau darauf solltest du hören.

LG
Lotta

Danke auch dir für die Antwort :)

Ich habe auf gar keinen Fall vor nur noch Mama zu sein, sollte es denn mal dazu kommen. Auch hätte ich durchaus kein Problem damit jemand anderen auf das Kind aufpassen zu lassen. Meine Mutter musste selbst nach kurzer Zeit wieder arbeiten gehen, wodurch ich viel Zeit bei meinen Großeltern und einer Tagesmutter verbracht habe. Ich fand es damals toll. Aber das lässt sich ja nicht pauschalisieren und ich kann nicht voraussehen, wie ich mich als Mutter tatsächlich verhalten werde.

Finanziell und beziehungstechnisch ist alles stabil. Hier geht es wirklich nur um die emotionale Reife.

>>>Es wird heutzutage ein viel zu großes Drama aus allem gemacht<<<

Allein für diesen Satz möchte ich dir zehn hoch x Sterne geben ;-).

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Mein Mann und ich haben auch lange auf das 1.Kind gewartet. Sind Anfang 30 und schon viele Jahre zusammen/verheiratet.
Zwar nicht gleiche Situation, da der Kinderwunsch da war, aber paar Randbedingungen nicht gepasst hatten (ich bin noch im Studium).
Das Ding ist: man wird immer Gründe gegen ein Kind finden.

Nun in Kind halbes Jahr alt und es ist dennoch möglich seinen Hobbies einigermaßen nachzugehen.
Natürlich muss ich da etwas mehr zurückstecken. Aber auch hier wäre es anders möglich (Milch abpumpen möchte ich einfach nicht).
Sobald Kind sitzen kann, kann man noch mehr machen (Wandern, Fahrradfahren, etc).

Natürlich sehe ich, dass man oft absagen und verzichten muss. Aber im Endeffekt ist dieser Zeitraum echt überschaubar.
Ich habe aber auch viel Unterstützung von meinem Mann und meinen Eltern. Mir reichen die Freiräume, die sie mir versuchen zu geben :)

Aber nun kann dir jeder hier seine Geschichte erzählen. In deine Gefühlswelt können wir nicht sehen.
An sich seid ihr jung. Der Kinderwunsch kann noch kommen. Lebt euch noch ein bisschen aus.
Wir genossen auch sehr lange einfach verheiratet zu sein und haben noch viel unternommen. Der Kinderwunsch hat sich erst Ende 20 so richtig verfestigt.
Und auch mit Kind ist das Leben noch lange nicht vorbei ;)
Kommt doch auf eure Persönlichkeiten an.

Und wenn ihr eben eher Eltern mit Ende 30 werdet, dann ist das halt so. Heute ist das doch nicht verwerflich. Oder ihr entscheidet euch grundsätzlich gegen Kinder.
Das müsst echt ihr alleine entscheiden. Nur macht die Entscheidungen gemeinsam.
Rede einfach immer wieder mit deinem Mann über sowas. Hauptsache ihr seid auf einem Nenner.

hallo.

wenn man ein kind hat, wächst man da automatisch rein und dinge verschieben sich. man organisiert sich anders.

ein kind bedeutet nicht, sich aufzugeben. manche gehen in ihrer rolle völlig auf und andere freuen sich wenn das kind stundenweise zur tagesmutter/kita geht, haben eine nanny und/oder das kind ist regelmäßig bei oma. Sie steigen wieder gerne in die Arbeit ein und gehen mal gerne nur als paar weg. fahren selbst gerne mal alleine in den urlaub, manche stillen 2 jahre und andere nie.
nichts ist richtig oder verkehrt. es muss sich gut und richtig anfühlen.
sicherlich verändert ein kind das Leben, zum positiven.....und die "rahmenbedingen" steckt jeder selber..

alles gute

Hallo, ich bin Mitte 20 und aktuell ganz frisch schwanger mit dem 2. Kind. Und obwohl ich also schon Mutter bin und genau weiß, was auf mich zukommt und gewisse "Einschränkungen" durch ein Kind schon längst gewohnt bin, habe ich mich vor dem Schritt ein weiteres Kind zu bekommen, längere Zeit gefürchtet. Auch andere Schwangere, die sich nichts sehnlicher gewünscht haben, bekommen manchmal kalte Füße. Einfach, weil ein Kind eine große Verantwortung bedeutet und ja, ich kann nicht spontan eine Fernreise buchen oder abends nach Lust und Laune ausgehen, geschweige denn morgens lange ausschlafen am Wochenende. Aber dafür sehe ich unserem Kind beim Aufwachsen zu, es gibt so viele innige und tiefgründig schöne Momente. Man muss als Mama und Papa viel geben, aber man bekommt auch so viel zurück. Man muss auch bedenken, dass sich die Prioritäten verschieben. Ich möchte gar nicht mehr so viel Feiern und ich verzichte gerne auf Reisen, die für mein Kind nicht geeignet sind. Ebenso arbeite ich nun gerne in Teilzeit, um mehr Zeit mit meinem Kind zu verbringen.
Also, das Fürchten an sich, finde ich erstmal normal vor so einer weitreichenden Entscheidung und das wollte ich dir einfach nur mit als Denkanstoß geben. Du hast noch einige Jahre Zeit, zu einer Entscheidung zu kommen. Alles Liebe

Guten Morgen.

Ich finde das nicht egoistisch, sondern realistisch. Rational betrachtet sind Kinder irrsinnig. Sie sind unsagbar teuer und die größte zeitlich-organisatorische Einschränkung, die man sich überhaupt antun kann. Von den zahlreichen Sorgen, die es gratis dazu gibt, mal ganz abgesehen.

Bei mir setzte der Kinderwunsch ganz plötzlich und unerwartet mit 29 ein und wuchs und wuchs. Ich war mir vorher sicher, dass ich keine bekommen würde, hätte sogar meinen Mann ziehen lassen, der Familie wollte. Mich verlassen wollte er aber auch nicht. Nun haben wir zwei Kinder die echt sehr lebendig sind und ja, ich muss resümieren, dass am aller, allermeisten und empfindlichsten mein Schlafverhalten eingeschränkt ist. Ich hab seit 6 Jahren nie mehr so geschlafen, wie ich es gewollt hätte.

Auch wenn es altbacken klingt, aber in den meisten Fällen schränken sich die Mütter mehr ein, als die Väter, auch bei den liebsten Kindern. Also würde ich als Frau wirklich nur Kinder bekommen, wenn ich es mir von Herzen wünsche. Ansonsten könntest du wirklich unglücklich werden.

Alles Gute.

Mit Ende 20 ist man ja noch jung und kann sich noch Zeit lassen. Für mich hört sich dein Post so an, als wenn du wirklich noch nicht soweit bist. Musst du auch noch nicht sein. Wenn dein Freund mal endlich da ist, solltet ihr überhaupt mal den nächsten Schritt, miteinander zusammen zu ziehen wagen (oder wohnt ihr bereits ein paar Jahre zusammen?). Danach kommt bestimmt, vielleicht nach 1 oder 2 Jahren oder eben erst mit 35 der Kinderwunsch auf oder ihr entscheidet pragmatisch, dass ihr nun so viel miteinander erlebt habt und ihr nun eigentlich bereit seid. Das kann dann auch ein guter Zeitpunkt sein. Ich bin seit 21 Jahren mit meinem Mann zusammen. Wir haben 15 Jahre miteinander Party gemacht, gefeiert, und die Welt angeguckt, gelebt, ausgeschlafen.... Dann kam nach immerhin 14 Jahren ein Heiratsantrag und dann ging es irgendwie Schlag auf Schlag. Nach der Hochzeit fragte mich mein Mann, ob wir nun nicht auch die Pille weglassen könnten. Es ging also zunächst von ihm aus. Ich hatte gerade die Verbeamtung in der Tasche, verheiratet, alles sozusagen in geordneten Bahnen. Ach ja und ich war 30. Einen großen Kinderwunsch hatte ich auch nicht, aber ich war des Feierns und Weggehens überdrüssig. 14 Jahre hatten wir nur für uns, es fühlte sich einfach richtig an, jetzt ein Kind zu bekommen. Es durfte einfach jetzt gerne eine Veränderung kommen. 3 Monate später war ich schwanger. Von 0 auf 1 Kind war eine tatsächlich allumfassende Veränderung. Nicht einfach! Sogar sehr hart. Unsere Kleine war noch dazu ein extremes Schreibaby. Unser Sohn kam genau 3 Jahre später. Jetzt sind wir schon ein paar Jahre eine glückliche Familie. Kinder sind das Beste, was einem überhaupt passieren kann. Aber ja, Kinder bedeuten Verzicht, zum Teil und altersabhängig durchaus auch Selbstaufgabe, was du jedoch oftmals gerne machst, weil du einfach einen Menschen bekommst, den du viel mehr liebst, als dich selbst. Du würdest alles tun für diesen Menschen! Trotzdem zehren mein Mann und ich vor allem in stressigen Zeiten (und da gibt es wirklich viele mit Kindern) von den gemeinsam, unabhängigen 15 Jahren, in denen wir frei und ohne Verantwortung waren und wir freuen uns, wenn unsere Kids älter und selbstständiger werden und dieser Zeit zumindest ansatzweise wieder kommt. Gleichzeitig wünschen wir uns, die Zeit anzuhalten, weil sie gerade mit 2 und 5 sooo niedlich sind. Wir sind zufrieden mit unserem Weg.

Leben bedeutet Veränderung.
Hättest du mir vor 20 Jahren vorausgesagt, wo ich heute stehe, hätte ich dir den Vogel gezeigt.

Du arbeitest, hast Hobbies - super, passt für das Jetzt. Aber irgendwann wirst du etwas Anderes suchen - vielleicht auch ein Kind?

Es waren bei unseren 2 Kindern etwa 5 richtig harte Jahre und weitere 5 nicht so einfache. Sie sind 3 Jahre auseinander. Jetzt sind sie fast 13 und fast 10 und wir haben uns innerhalb der letzten 2 Jahre viel Freiheit zurückerobern können. Die Kinder sollen nicht mehr überall hin mit, haben selbst Hobbies und Freunde. Um richtige Familienzeit muss ich manchmal richtig kämpfen.

Hallöchen, ja, ich hatte diese Gedanken. Ich bin auch ein Mensch der viel Ruhe braucht und viel Schlaf. Trotzdem haben sie uns mit Ende 20 für ein Kind entschieden. Unser Kleiner ist jetzt 10 Monate alt. Wir haben viele Kinder in der Familie und mit diesen viel Zeit verbracht. Daher dachten wir vielleicht irgendwann zu positiv über die Babyzeit.
Gegen Ende der Schwangerschaft kamen die Zweifel wieder.
Ich liebe meinen Sohn über alles. Aber es ist härter als ich dachte. Er ist ein schlechter Schläfer und mir fehlt mein Schlaf sehr. Mein Mann kümmert sich viel nach der Arbeit, aber der Kleine ist ein Mama-Kind und daher habe ich kaum Ruhe, da auch die Großeltern weit weg wohnen. Ich vermisse Die Zeit in der ich nur für mich war und die Paarzeit. Durch das Stillen war ich auch oft zeitlich eingeschränkt. Abpumpen ging nicht.
Was ich damit sagen will? Bereit ist man nie wirklich. Denn darauf kann man nicht 100%ig vorbereitet sein.
Aber du solltest dir sicher sein und der Wunsch so groß, dass du bereit bist diese Abstriche zu machen.
Mir war es den kleinen Sonnenschein wert. Aber ich beschönige nichts: es kann verdammt hart sein!
Alles Gute!

So ging es mir auch. Alle haben Babys und ja,man denkt viel nach und so gegen Ende der Schwangerschaft kurz vor der Geburt sind doch gerade Zweifel da. Es wird bestimmt gut werden, aber die Schlafen Sorge ist da.

Mein Partner und ich waren über 15 Jahre zusammen, bevor wir Eltern wurden. Natürlich hat man sich da in seinen individuellen Entscheidungsmöglichkeiten schon gut eingelebt und möchte auf manche Freiheiten nicht so gern verzichten. Aber man hat eben auch schon viele Erlebnisse für sich abgehakt.
Mein Partner ist eher introvertiert, braucht viel Zeit für sich. Ich hab immer viel gearbeitet, zusätzlich Projekte gemacht, bin gereist, hab im Ausland gelebt, viel mit Freunden gemacht.

Jetzt mit Kind geht natürlich manches nicht mehr wie früher. Aber es geht mehr, als ich gedacht hätte. Vor allem, wenn beide Eltern annähernd gleichermaßen mit anpacken. Wir haben uns die Elternzeit geteilt, dann beide Teilzeit, jetzt beide mit Home Office Anteil. Wenn der Partner mitzieht gehen zb auch mehrtägige Dienstreisen mit Stillkind...

In der Freizeit machen wir es so, dass ich viel mit mit dem Kind unternehme, da ich eh die aktive von uns bin und da Lust zu habe. Solange kann der Papa zu Hause die benötigte Ruhe tanken. Dafür passt er abends alleine auf, damit ich mich mit Freunden treffen kann und steht morgens schon mal mit Kind auf damit ich ausschlafen kann.
Dank Unterstützung durch die Großeltern gibt es auch noch Gelegenheit für Zweisamkeit. Aber alles in allem habe ich in den letzten 2,5 Jahren mit Kind (durch Elternzeit etc) auch gefühlt mehr Zeit mit meinem Partner verbracht, als davor wenn immer irgendwas bei der Arbeit anstand.

Für mich ist das wichtigste, nicht zu viel darauf zu geben, was sich andere unter Elternschaft und Familie vorstellen. Davon passt vieles nicht auf uns. Ich sehe mich nicht primär als Mutter sondern als Teil einer Familie, zu der eben auch ein aufgewecktes Kleinkind gehört. Mit vielen typischen "Elterndingen" kann ich nichts anfangen. Ich habe weiter viele kinderlose Freunde und Freundinnen.

Einzige Einschränkung: ein zweites Kind trauen wir uns irgendwie beide nicht so zu. Das hat verschiedene Gründe, darunterauch gesundheitliche. Hängt aber auch damit zusammen, dass es mit der Betreuungslogistik momentan vieles gerade so hinhaut. Aber durch ein zweites Kind, bei dem nicht alles so ganz nach "Standard" läuft, würde es schon schwierig.

Seit ich 18 war, hatte ich einen Kinderwunsch. Da war ich aber noch Schülerin. Habe mein Abi gemacht, studiert, gearbeitet.... Als es dann so weit war und ich mit 31 den positiven Test in der Hand hatte, hatte ich trotzdem das Gefühl, ich wäre hinter der Turnhalle beim Rauchen erwischt worden. Was hatte ich getan? Ein Kind bekommen? Ein Mensch, für den ich verantwortlich sein soll? Hilfe!

Ich war schon 4 Jahre lang Mutter, mein zweiter Mann und ich entschieden uns für ein gemeinsames Kind. Ich wurde sehr schnell schwanger und wieder diese Gedanken. Ein zweites Kind? Bin ich denn verrückt? Das schaffe ich nie! Außerdem ist die Große endlich so weit, dass sie selbstständig wird und jetzt hänge ich mir selbst wieder einen Klotz in Form eines Säuglings ans Bein?

Jetzt bin ich Mutter von 2 Kindern und es ist alles genau richtig so. Natürlich nervt es manchmal, dass ständig einer heult oder dir einen Knopf an die Backe quasselt. Einfach schnell was einkaufen ist wie eine Weltreise. Und ein Urlaub als würde man auswandern. Alles erfordert mehr Organisation und Absprachen. Und natürlich ist man die ersten Jahre nicht mehr so frei wie ohne Kinder. Dafür bekommt man andere schöne Dinge zurück und die Kinder sind auf's ganze Leben gesehen nur eine kurze Zeit klein.

Es ist glaube ich sogar gut, sich vor der Kinderplanung realistische Gedanken zu machen. Böse Überraschungen erleben meist die, die sich alles nur süß und niedlich und so wunderschön vorstellen wie in der Pamperswerbung.

Lass dich nur von solchen Ängsten nicht davon abhalten, dir den Kinderwunsch zu erfüllen. Man wächst wirklich mit seinen Aufgaben und obwohl eine gewisse Bereitschaft bestehen muss, sich auf die Veränderungen einzulassen, bedeuten Kinder keine völlige Selbstaufgabe bis hin zum Verlust der eigenen Persönlichkeit.

Meine Kinder sind für mich wirklich die Welt. Ich liebe sie über alles und wenn es notwendig wäre, würde ich für sie kämpfen bis zum Ende. Das bedeutet trotzdem nicht, dass in meinem Leben nichts anderes mehr eine Rolle spielt.

Ich bin jetzt 28 und habe vor 7 wochen mein erstes Kind bekommen. Ich kann dir sagen, Ruhe und Zeit für mich habe ich momentan nicht mehr so viel, aber ich bin überglücklich diesen Schritt ins Familienleben gewagt zu haben.

Ich habe mich auch lange gefragt ob ich Kinder will... bis ich in einem Forum auf die Frage "willst du keine Kinder" bzw. "Willst du Kinderlos bleiben" gestossen bin. Diese Fragen konnte ich klar mit Nein beantworten. Ab da war klar: ich will Kinder.

Für das wann hatte ich folgende Argumente:
-alle grossen Reisen gemacht die ich wollte
-finanziell stabile lage
-geeignete Wohnung
-beruflich das erreicht was ich wollte

Dann hatte ich noch das Argument, dass es biologisch sinnvoller ist jünger kinder zu bekommen (weniger Missbildungen, keine Risikoschwangerschaft).

Mir diesen Argumenten und dass mein Freund auch Kinder wollte sind wir dann gestartet.

Will dein Freund kinder? Was meint er dazu?

Liebe Grüsse
Wuki19

Hallo liebe Unentschlossene,
ich stecke auch in deiner Situation und fühle mit dir. Partner (37) und ich (29): stabile Beziehung, ideale Voraussetzungen, stabiles Einkommen (familienfreundliche Jobs), gefestigte Wohnsituation (genug Platz) und nun die konkrete Frage: Gründen wir eine Familie? Gefolgt von Panik und der Angst, dass das Leben einfach „schlechter“ wird.

Grundsätzlich wollen wir beide (irgendwann mal) Kinder, mein Partner würde auch die Hälfte der Elternzeit sowie später Teilzeit übernehmen. Ohne dieses grundlegende Commitment seitens des Partners würde ich keine Kinder wollen, dafür bin ich einfach nicht „Muttertier“ genug, ich will auch noch ein eigenes Leben abseits der Kinder haben. Damit komme ich zu Zweifeln an meinem eigenen Charakter. Ich hatte selber eine tolle Kinheit mit einer engagierten Vollzeit-Mama, ich denke nicht, dass ich meinem Kind dasselbe bieten kann. ADfür hab ich zu viele eigene Interessen.

Es hängt auch an „egoistischen“ Gründen. Reisen, Hobbys, Freiheit, Spontanität, Unternehmungen, wir lieben beide unsere Jobs,… unser derzeitiges Leben ist überhaupt nicht Kinder-verträglich bzw. hab ich jetzt schon keine Zeit für alles, was ich gerne tun würde, das würde mit Kindern ja nicht besser werden. So blöd es klingt, ich will meinen Partner auch nicht „teilen“ bzw. habe ich Angst, dass ein Kind zwischen uns steht.

Besonders vor den ersten Jahren habe ich großen Respekt. Babys und Kleinkinder liegen mir überhaupt nicht. Diese totale Abhängigkeit von mir, alles muss nach den Bedürfnissen der Kinder gehen, die Gesellschaft erwartet so viel von Eltern/Müttern… Ich sehe im Umfeld, wie stressig kleine Kinder sind und wie die Beziehung auf eine Belastungsprobe gestellt wird.

Tja, nun könnte man natürlich fragen, warum ich überhaupt Kinder will, ich scheine ja nur das Negative zu sehen und Ängste zu haben. Ich finde es wahnsinnig spannend, wie Kinder ohne Vorurteile die Welt erkunden. Ich möchte sie dabei begleiten. Ich möchte ihnen sichere Wurzeln geben aber auch Flügel, ihr eigenes Leben zu leben. Der Gedanke, keine eigenen Kinder zu haben macht mich traurig. So toll und vielfältig mein Leben derzeit auch ist, ich merke jetzt schon langsam, dass ich "gesättigt" werde. Ich habe schon viel erlebt, ich könnte wohl für gewisse zeit auf Abenteuer-Urlaube verzichten. Wir haben Geld und Immobilen, ich möchte das weitergeben, so wie ich das von meinen Eltern bekommen habe.

Ich fühle auch einen gewissen Zeitdruck: Ich spüre selbst, dass ich mit Ende 20 nicht mehr ganz die Energie wie mit Anfang 20 habe. Mein Partner ist nicht mehr der Jüngste, unsere Eltern sind auch schon teilweise alt/krank/gebrechlich und würden gerne noch vor Ihrem Ableben bzw. solange sie noch halbwegs fit sind Enkel erleben. Auch für uns wäre es natürlich leichter, solange die Großeltern in spe noch körperlich in der Lage wären, Kinder zu betreuen, etc…

Ich hab das Dilemma nun für mich so „gelöst“: Den Gedanken an Kinder 2 Jahre wegschieben (so gut es halt geht, abends holt mich das Thema wieder ein…), das kinderlose Leben genießen und dann überlegen wir weiter.

Ich war Mitte 20 als ich mit meinem Mann zusammenkam. Er wollte immer Kinder, ich nicht. Nach 1 Jahr wurde ich schwanger (mein Fehler, hatte nicht bedacht, dass die Medikamente sich auf die Pille auswirken können). Ich war geschockt, ich wollte niemals Kinder haben 😅 aber gut, nun war ich schwanger und behielt das Kind. Wir heirateten dann noch in der Schwangerschaft und 1 Woche nach unserem 2jährigen Jahrestag kam unser Sohn auf Die Welt. Und es war das absolut schönste was ich je erlebt habe. Ich war sofort verliebt und konnte mir gar nicht mehr vorstellen ohne diesen Krümel zu sein. Ich ging trotzdem nach dem Mutterschutz für 2 Tage die Woche arbeiten, die Betreuung übernahmen mein Mann oder mein Schwiegervater. Dadurch war der Einstieg in die Kita wohl leichter, wir hatten dieses trennungs Problem nicht. Mit 3 Jahren erkrankte mein Sohn an Krebs und lag 2 mal im sterben und ich wäre mit ihm gestorben, so sehr ich keine Kinder wollte, so sehr liebte ich mein Kind und konnte mir nicht vorstellen ohne ihn zu sein. Er schaffte es zum Glück und nach 2 Jahren war er krebsfrei. Nun habe ich 2018 noch ein Mädchen bekommen. Und ich kann mir nichts schöneres vorstellen als Mutter zu sein. Ich habe mich nicht aufgegeben, meine Interessen haben sich verschoben. Ich möchte gar nicht so viel allein machen, weil ich es liebe mit meinen Kindern Die Welt zu entdecken. Ich liebe die nächte wo sie nicht schlafen können und mich zum kuscheln brauchen und ich liebe es wenn sie einfach so kommen und mich umarmen. Wenn ich zurückschaue, weiß ich gar nicht mehr warum ich keine Kinder wollte und bin froh das ich so unbedacht war und mein Sohn sich eingeschlichen hat. Auch bei meiner Tochter habe ich nach dem Mutterschutz wieder gearbeitet, diesmal täglich für 3 Stunden, von zu Hause.

Ich war nicht bereit für ein Kind, bin aber mit der Schwangerschaft da rein gewachsen und mit dem Kind gewachsen. Einen richtigen Zeitpunkt gibt es meiner Meinung nie.

Du schreibst ja selber, dass du noch nicht bereit dazu bist... dann lasst es auf euch zukommen. Solange der eine nicht einen riesen Kinderwunsch hat, wird es ja auch erstmal noch nicht zum Problem (außer einer möchte grundsätzlich nie Kinder oder könnte sich das vorstellen, dann sollte man sich schon Gedanken machen).

An eurer Stelle würde ich jetzt erstmal schauen, wie es mit dem Zusammenleben und dem Alltag klappt und dies auch mal noch etwas genießen.
Ihr seid erst Ende 20 und müsst noch keine Torschlusspanik haben.

Ich bin mit meinem Partner nun auch 5 Jahre zusammen, sind aber bereits nach 8 Monaten zusammengezogen und es hat wunderbar geklappt. Wir wussten, dass wir iwann Kinder wollen, haben aber auch erstmal uns genossen. Theoretisch habe ich auch immer gesagt, mit dem richtigen Partner kann ich mir Kinder vorstellen, aber ich bin auch so zufrieden mit meinem Leben.

Als unsre Freunde dann nach und nach Kinder bekommen haben und ich dann auch beruflich das erreicht habe, was ich erreichen wollte, kam dann der Kinderwunsch (ich war kurz vor 30, mein Freund ist 10 Jahre älter).
Wir waren uns dann auch sehr sicher und haben unsre Tochter geplant. Sie ist jetzt 10 Monate alt.

Also macht euch keinen Druck, ich denke der Kinderwunsch wird kommen, oder auch nicht. Letztendlich müsst ihr gemeinsam entscheiden, ob und wann.
Ich persönlich finde aber, dass sowas wirklich gut überlegt sein und man bereit dafür sein muss, denn ein Kind ändert schon das komplette Leben!
Es geht sicher auch „unvorbereitet“, aber das Risiko besteht dann eben, dass man unglücklich ist.

Deine Gedanken hatte ich kurz nach der Geburt meiner Tochter. 🙈😅
Ich bin ein Typ, der vor großen Entscheidungen nicht viel nachdenkt, sondern einfach macht. Ich war zu dem Zeitpunkt seit 8 Jahren mit meinem Freund zusammen, wir haben eine gemeinsame Wohnung und finanziell hat es auch gepasst. Kinder wollten wir beide unbedingt also zack, ging es los. Nach der Geburt realisierte ich dann, was es heißt, vollkommen fremdbestimmt zu werden und ich habe eine Weile gebraucht, mein neues Leben zu akzeptieren und mich in die Mutterrolle reinzufinden. Manchmal habe ich mich gefragt, ob es die richtige Entscheidung war, Kinder zu bekommen, aber ich weiß, dass ich ohne Kinder nicht glücklich geworden wäre.
Ich bin jetzt fast 30 und schon zwei Jahre nach der Geburt unserer Tochter kam geplant unser Sohn zur Welt. 😉 Klar, ein Baby und ein Kleinkind haben ist anstrengend, aber es ist auch wunderschön. Unsere Tochter ist auf einmal schon so groß, so hübsch, so schlau, so liebenswert. Und der Kleine ist ein Sonnenschein. Wenn er lacht und die Große mir sagt, dass sie mich lieb hat, dann geht mir das Herz auf. 💕
Und ich bin auch ein Mensch, der seine Freiheiten braucht. Momentan ist mit Freiheit natürlich nicht viel, aber wie hier schon gesagt wurde, vergeht die Zeit so schnell. Gestern noch ein Baby, morgen schon in der Schule. Und mit ein bisschen Organisation kann man auch mit Kleinkind und Baby noch was für sich tun.

Ich war schon 12Jahre mit meinem Mann zusammen, bis wir unser erstes Wunschkind geboren wurde.
Bei uns war es irgendwann eher langweilig in der Partnerschaft, es fehlte eine neue Aufgabe, eine neue Phase, ein neues Projekt sozusagen.
Vielleicht geht es dir ja auch mal so.
Ihr könnt ja auch erstmal heiraten, zusammenziehen usw. und dann nach ein paar Jahren sehnst du dich vielleicht auch nach etwas neuem. Und wenn nicht, dann ist es ja auch in Ordnung. Ist doch toll, wenn man sich sein Leben auch ohne Kinder sinnbringend und abwechslungsreich gestalten kann.

Kinder bekommen bedeutet nicht nur Selbstaufgabe, sondern zu einem gewissen Teil gehst du auch in deinem Kind auf. Du erkennst dich darin wieder, siehst wie sich deine Erziehung/Stimmung beim Kind auswirkt, lernst neues über dich selbst was du noch nicht von dir wusstest...
Geistig kommt da Anfangs wirklich wenig Input, aber es ist natürlich süß und soo lustig. Ich habe seit ich Kinder habe viel viel mehr gelacht.

Du triffst damit so verdammt den Nagel auf den Kopf. Mir geht es ähnlich, nur dass ich schon lange die Entscheidung für ein Kind getroffen hatte und auch schon einen traurigen erfolglosen Weg bisher gehen musste in der Hinsicht. Inzwischen bin ich mir gar nicht mehr so sicher ob ich das packen würde😔 auch ich habe Angst vor dem 24h Job, da ich sonst auch relativ viel Erholung und Me time benötige. Es kommen natürlich auch andere Themen wie die eigene Verfassung, Job, Familie, Finanzen, Partnerschaft usw dazu, die ich zusätzlich berücksichtige.

Ich hoffe es kommen keine Beiträge nach dem Motto "Mit der Einstellung solltest du es ganz lassen". Du machst es super, denn du bist dir der großen Konsequenzen bewusst und kannst dir am Ende sicher sein, deine Entscheidung nicht aus einer Laune heraus, dafür unter Berücksichtigung aller Facetten getroffen zu haben.

Du wirst es irgendwann wissen, da bin ich ganz sicher. Alles gute für dich ❤

Hallo

Ich finde deinen Post so herzlich ehrlich und ganz wichtig. Wieviele Frauen (oder auch Männer) denken das und keiner spricht es aus.

Wir haben uns dazu entschlossen mit Anfang 30 Kinder zu bekommen. Ich habe meinen Mann kennengelernt und von da an ging alles wahnsinnig schnell weil ER der richtige an meiner Seite war. Innerhalb von einem Jahr Hochzeit und Haus. Nach 2 Jahren war ich das erste mal schwanger. Es hat sich irgendwie alles richtig und gut angefühlt.

Was ich bei als Eltern ganz wichtig ist, ja man gibt einen Teil von sich selbst aus. Aber man muss nicht alles aufgeben.

Ich hab einige Sachen gemacht, die hier bei urbia sehr verpönt sind. Stillen nach der Uhrzeit, „Schlaftraining“ (ohne schreien und weinen zu lassen).
Wir haben einen super geregelten Tagesablauf mit 2 Kindern. Essenszeiten und Schlafenszeiten sind geregelt. So kann aber jeder von uns Eltern seinem Hobby nach gehen. Ich bin schon 6 Wochen nach Geburt zur Rückbildung ohne Kind. 2 Monate nach der Geburt mit einer Freundin mal abends raus ohne Kinder.
Mein Mann ist oft auf Dienstreise, das organisiere ich mir auch gut. Die Kinder machen das alles gut mit weil der Tag jeden Tag gleich ist. Mein Mann war mal eine Woche alleine im Urlaub. Ich bin im mai mal eine Woche ohne Kinder weg.
Jeder macht mal ein Wochenende mit Freunden. Und einmal waren wir auch zusammen ein Wochenende weg ohne Kinder.

Die Kinder sind weniger das Problem. Mir als Mutter fällt es sehr schwer meine Kinder „zurück zulassen“ und kein schlechtes Gewissen zu haben. Die Kinder sind immer gut untergebracht und sie genießen es auch sehr.

Wir haben einen Babysitter und Großeltern die ab und zu mal auf die Kinder aufpassen wenn wir z.B essen gehen.

Auf der anderen Seite ist uns die Zeit die wir mit den Kindern haben sehr wichtig und wir versuchen sie sehr effektiv zu nutzen.

Und ja es gibt auch Tage, da denke ich mir nur Rotzfreche Blagen. Aber der Moment wenn sie wieder wie Engelchen schlafen und sie dich einfach bedingungslos lieben der macht alles wieder wett.

Hey
Ich bin eine Mama von 2 wundervollen Kindern. Bin selbst Ende 20.
Und ich kann sagen: es gibt nie dem richtigen Zeitpunkt für ein Kind (meiner Meinung nach)
Wer sagt dass du gleich schwanger wirst?
Oder lange warten musst auf eine ss?

Ich würde am deiner Stelle erstmal zusammen ziehen wenn dein Freund in der Nähe ist und ihr euch nicht nur. Wochenende sieht.
Was sagt denn dein Freund zu deinen Gedanken?


Grüße
Eine Mama die auch oft am die Zeit ohne Kids zurück denkt

Huhu! Ich habe zwei Kinder unter 3 Jahren und ja ich muss gestehen, dass ich in letzter Zeit mit meinen Bedürfnissen gefühlt ganz hinten anstehe.

Mein Leben vorher war ganz anders und vor allem natürlich selbstbestimmt. Im Moment habe ich selbst auf Toilette meinen Knirps auf dem Schoß sitzen und es gibt auch viele Tage, da würde ich gerne die Wände hoch gehen.

Trotzdem möchte ich mein altes Leben nicht zurück, da ich in meinem ganzen Leben noch nie für etwas oder jemanden so viel Liebe gespürt habe. Jeden Morgen verspüre ich das größte Glück der Welt, wenn ich meine Kinder in den Arm nehme.

Man darf nicht vergessen, dass man sein selbstbestimmt Leben irgendwann wieder hat. Die ersten Jahre mit einem Kind sind denke ich mit die anstrengendsten, aber danach ist es schon entspannter.