Schwiegereltern trinken regelmäßig Alkohol/ Kleinkind

Hallo zusammen

Ich brauche mal eure Meinung. Mein Kind ist mittlerweile 1 Jahr alt. Unsere Eltern leben im gleichen Ort. Bisher haben nur meine Eltern auf sie aufgepasst. Nun habe ich gehört dass meine Schwiegereltern neidisch sind.
Allerdings ist es so, dass sie regelmäßig Alkohol konsumieren. Sobald man sie ab mittags antrifft steht irgendwo Wein herum. Sie haben sich immer unter Kontrolle und wirken auch nie richtig „besoffen“ aber der Wein ist immer präsent. Die Situation ist für mich nun irgendwie schwierig. Ich habe mit meinem Mann gesprochen dass ich unser Kind dort nicht abgeben möchte wegen des Alkohols. Er kann es verstehen und hat denen auch gesagt dass er nicht möchte dass die trinken wenn die mal auf die kleine aufpassen. Aber ganz ehrlich - ich kann mir nie sicher sein was sie dann vorher schon gebechert haben, selbst wenn sie in der Zeit wirklich nicht trinken würden. Ein ungutes Gefühl wäre irgendwie immer dabei. Die gestehen sich auch nicht ein dass sie ein Alkoholproblem haben. Mir tut es Leid - auch für meinen Mann. Und dir Schwiegereltern haben grundsätzlich auch Interesse an dem kleinen und kaufen immer wieder schöne Sachen. Aber für mich ist das Thema Alkohol in Verbindung mit Kind einfach inakzeptabel. Ich möchte auch nicht dass mein Kind wenn es beginnt zu verstehen denkt dieser Umgang mit Alkohol sei normal.
Habt ihr da einen Rat?

Also ich kenne deine Schwiegereltern natürlich nicht. Aber bei meinen wird auch regelmäßig Wein getrunken und auch Bier. Sie genießen halt leckeren Wein und leckeres Bier. Ich habe vor der Schwangerschaft fast jeden Abend Wein getrunken. Da war dann auch schonmal ne Flasche leer. Ich konnte ohne Probleme von einen Tag auf den anderen aufhören. Würde nicht sagen, dass ich ein Alkoholproblem hatte. Ich mag Wein. Meine Schwiegermutter trinkt auch gern Wein und mein Freund trinkt abends gern das ein oder andere Bierchen. Das war schon immer so. Ich lasse meinen Freund nach paar Bierchen auf seine Tochter aufpassen, weil ich weiß, dass er davon nicht komplett unzurechnungsfähig wird. Ebenso bei meiner Schwiegermutter oder auch bei meinen Eltern. Du sagst doch selbst dass sie kie komplett besoffen sind und sich diesbezüglich unter Kontrolle haben. Ich verstehe nicht, warum Menschen da immer gleich ne Abhängigkeit angedichtet wird, wenn sie einfach gern Wein trinken. Zu nem leckeren Essen gehört für mich halt auch ein Wein dazu. Grundsätzlich muss ich aber den anderen Zustimmen, dass es deine Entscheidung ist wo du dein Kind lässt. Und zu welchen Bedingungen.

Danke 🙏 Du sprichst mir aus der Seele.

Ich finde übrigens das Argument mit dem im Notfall nicht fahren können von oben totalen Quatsch. Dürfen dann Leute ohne Auto/Führerschein keine Kinder bekommen? Wenn der Notfall wirklich eintritt dann muss halt ein Rettungswagen/Taxi oder sonstige Fahrgelegenheit gerufen werden.

Mein Vater dazu (er hat selbst gerne mal etwas getrunken, aber auch oft bewusst nicht):

wenn er kein Auto zur Verfügung hat, hat er schon automatisch andere Ideen/Vorbereitungen.
Wenn er ein Auto zur Verfügung hat, würde er (getrunken oder nicht) sich AUTOMATISCHER ins Auto setzen und im Notfall losfahren.

Dass das sch*** ist, wusste er selbst.

In seinem Bekannten und beruflichen Kreis hat er es oft miterlebt: viele tranken automatisch aus Gewohnheit
und setzten sich automatisch oder aus Gewohnheit ins Auto. Ist ja nichts passiert.
Die Hemmschwelle sinkt mit der Zeit.

Er hat gerne mal etwas getrunken, fand es aber wichtig sich BEWUSST dafür zu entscheiden, bewusst auch mal nichts zu trinken.
Bewusst das Auto auch mal stehen zu lassen.

Abhängigkeit beginnt dann, wenn jemand nicht mehr bewusst trinkt, sondern aus Gewohnheit.
Bei Beginn kann man noch gegensteuern, Gewohnheiten kann man wieder ändern oder bewusst erleben.

Diesen Zeitpunkt verpassen viele.

Die Hemmschwelle sich dann auch ins Auto zu setzen, weil es halt da ist, weil es halt Gewohnheit ist, sinkt immer mehr. Auch dann, wenn schon was getrunken wurde.


Ich selbst habe keinen Führerschein.
Meine Gewohnheit ist es, im Notfall mehrere Menschen anzurufen. Einige davon trinken auch gerne mal Alkohol. Diese sagen dann auch, wenn sie was getrunken haben und fahren dann nicht. Sie wissen aber auch, dass ich weitere fragen kann und werde.
Da sie erst losfahren müssten um zu uns zu kommen.
Die Hemmschwelle von zu Hause direkt zur Klinik zu fahren, wäre deutlich geringer.

Mir würde es vermutlich ähnlich gehen, wenn ich einen Führerschein hätte.

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Klar sagen das du kein gutes Gefühl hast das Kind in ihre Obhut zu geben und begründen warum.

Ich würde mein Kind da auch nicht abgeben wollen wenn ich nicht weis was in der Zeit passiert. Müssen deine SE leider mit leben das du dein Kind nicht alleine bei ihnen lässt.

Unabhängig von der Alkoholgeschichte, würde ich das Kind alleine nur bei Leuten abgeben, bei denen ich es auch will. Lass dich da nicht unter Druck setzen.
Ich lasse mein Kind (5 Monate) auch nur bei meinem Mann und ab und zu bei meiner Mutter alleine.
Meine Schwiegermutter würde aber auch gerne alleine auf das Kind aufpassen. Da wir aber kein freundschaftliches Verhältnis miteinander haben (auch kein feindseliges), wird sie es erstmal nicht alleine betreuen.
Und ja es ist auch das Kind von meinem Mann und auch die Mutter von meinem Mann, aber ich wäre genauso bereit es zu akzeptieren, wenn mein Mann bei meiner Mutter ein Veto einlegen würde.
Unsere Kinder sind noch so klein. Es wird schon noch die Zeit kommen, in der Oma und Opa sie betreuen können

Sie trinken, also ist deren Konsequenz, dass sie die Kinder nicht hüten dürfen. Damit müssen sie leben oder sie hören auf zu trinken.
So einfach ist das. Nie und nimmer lasse ich meine Kinder bei Menschen, die Trinken. Es kann soviel passieren und dann sind sie z. B. nicht mal fähig ein Kind zum nächsten Arzt zu fahren. Oder noch schlimmer sie fahren trotzdem Auto.
Noch schlimmer finde ich, dass sie ihren Alkoholkonsum auch noch schön reden.
Ich hab nichts dagegen wenn man hin und wieder mal ein Gläschen zum Anstoßen trinkt, auch im Beisein von Kindern, aber jeden Tag Wein rumstehen zu haben ginge für mich nicht.

Da Alkoholprobleme nicht ein Eintagesproblem sind und für Angehörige nicht nur in einem Bereich schwierig sind,
würde ich zu einer Beratung für Angehörige für Alkoholkranke raten. Einfach für euch, wie ihr mit dem Thema umgehen könnt.
Was ihr ausblenden könnt,
wo ihr Fragen stellen könnt, wenn es euch doch irgendwie beschäftigt.
Wo ihr dann schon mal Adressen/Kontakte habt, falls es zu Konfliktsituationen kommt...

Die Kinderbetreuung ist z.B. eine Situation, die mit euch und dem Alkoholkonsum kollidiert. Ein Konflikt, für den ihr Rat braucht.

In diesem Fall wäre die Entscheidung für mich einfach:
- Kontakt nur mit Begleitperson von nüchternen Erwachsenen, die handlungsfähig sind.

Als ich klein war, haben sich meine Eltern abgesprochen, wer auf einer Feier Alkohol trinkt und wer nicht. Selbst, wenn niemand Auto fahren musste! Es ging ihnen schlicht um die Aufsicht. Betrunken habe ich einen von ihnen nur einmal erlebt und da war ich schon sehr viel älter. Aber wer trinkt, ist nicht in der Lage auf das (eigene) Kind aufzupassen.


Da es bei euch zwar jetzt um die Betreuung geht, aber der Alkohol im Alltag schon eine größere Rolle zu spielen scheint, würde ich mich wirklich an Beratungsstellen für Angehörige wenden.
Es sind einfach ein paar Details, Tipps, Umgangsformen, die einem oft nicht bewusst sind - hinterher aber sauer aufstoßen - oder erst dann, wenn man so gar nicht mehr damit umzugehen weiß (emotional).

Auch Ängste, eigene Gedanken, die man selbst immer wieder wegschiebt oder so.

Auch als Adresse, wenn ihr später Fragen habt, wenn euer Kind größer wird, Fragen hat. Dass ihr dann wisst, wohin und nicht erst suchen und Kontakt aufbauen müsst. ;-)

Habe das gleiche Problem mit meinen Eltern.
Zum Glück wohnen sie 300 km entfernt, so dass wir uns nur etwa einmal im Monat sehen.
Sind sie bei uns, dürfen sie ab und an mal eine Stunde aufpassen, wenn ich mit meinem Mann essen gehe oder so.
Wir sind telefonisch erreichbar und wären immer innerhalb von wenigen Minuten daheim.
Und wir gehen nachmittags, da weiß ich, dass sie noch ziemlich nüchtern sind, vor allem weil sie hier - im Gegensatz zum zu Hause - fast nix trinken.

Bei meinen Eltern daheim lass ich meine kleine nicht mit ihnen alleine.

Sie hätten sie gerne mal für paar Tage alleine da, aber das kommt für mich absolut nicht in frage. Allein schon weil ich es nicht zulassen würde, dass sie bei ihnen im Auto mitfährt.
Ich bin zwar sicher, dass man Vater maximal ein Bier trinken würde wenn er mit ihr irgendwo hinfahren soll, aber ich will nicht wissen wie es bei ihm morgens mit dem Restalkohol ausschaut.

Ich finde das ganze ein wahnsinnig schwieriges Thema.
Mich als Tochter macht es sehr traurig, das mit anzusehen. Aber es ist ein Tabu Thema und wird nicht angesprochen bei uns.

Das schlimme ist, dass meine Eltern da kein Problem sehen. Meine Mutter will die kleine abends ins Bett bringen - sie schläft mit kuscheln ein.
Nee danke, ich persönlich hätte auch keine Lust, dass mich jemand mit einer Fahne ins Bett bringt...

Und noch ein Problem für mich sind die überall herumstehenden Bier und Weingläser.
Ich bin nur am schauen, dass das Kind nix erwischt. Meine Eltern sehen das ganz gelassen, deswegen wird sie dort nicht alleine bleiben.

Ich würde mein kind mit ihnen niemals unbeaufsichtigt lassen. Ich würde es ihnen aber auch klipp und klar sagen warum sie mit ihm nicht alleine sein dürfen.
Ich gebe die kleine nicht mal meinem mann wenn er was getrunken hat das finde ich unverantwortlich. Selber meint man immer das war nicht soviel sie merken es nicht aber wenn mal wieder getestet wird sieht man wie sehr man da eigentlich wirklich beeinträchtigt ist. Und wenn da dann was passiert würde ich es mir nie verzeihen.
Es dürfen bei uns nur leute aufpassen wo ich ein gutes gefühl dabei habe da habe ich das letzte wort ☺️

Ich habe mal eine Frage an alle, die meinen, dass eine Kinderbetreuung nur mit 0,0 Promille möglich ist. Was genau fürchtet ihr denn könnte passieren, wenn der oder die Betreuungspersonen etwas Alkohol getrunken haben (ich rede jetzt natürlich nicht davon, dass jemand total besoffen ist)?

Das ist jetzt auch nicht provozierend gemeint, ich selbst finde es halt überhaupt nicht schlimm und sehe da kein besonderes risiko drin. 🤷‍♀️

- Kind verletzt sich- muss zum Arzt oder ins KH gefahren werden. Alkohol am Steuer ist logischerweise nicht empfehlenswert und bei zu viel auch strafbar.
- Kind gerät in eine Situation in der ein rasches Handeln notwendig wird. Reaktionszeit wird durch Alkohol massgeblich verzögert.
- Alkohol macht ab schneller müde- die Aufsicht wird möglicherweise vernachlässigt, weil derjenige einschläft.
- Kind oder Jugendlicher gelangt schon früh und selbst an Alkohol.
- Kind ahmt Erwachsene nach. Kinder von Alkoholikern haben ein 4 fach erhöhtes Risiko selbst alkoholkrank zu werden.

Nur um ein paar Gründe zu nennen.

Und an alle die gerne mal einen über den Durst trinken: jeder wie er will. Es ist euer Leben und die Quittung kommt meist erst spät und mit Glück auch nie. Jeder ist hier für sich selbst verantwortlich und muss sich auch nicht rechtfertigen. Wer sich gerne mal einen hinter die Binde kippt, Abends ne Flasche Wein leert, oder ein paar Bierchen zum Feierabend trinkt- nur zu. Ihr seid erwachsen, hier ist keine Rechtfertigung notwendig. Allerdings solltet ihr euren Kindern und Enkeln zu liebe, so lange diese noch klein und aufsichtspflichtig sind darauf verzichten, oder den Konsum massgeblich drosseln.

Nahezu jeder akut Alkoholkranke gibt an kein Problem mit Alkohol zu haben und jederzeit aufhören zu können. Ist halt ne Suchterkrankung in die man langsam und stetig reinschlittert. Und irgendwann führt kein Weg mehr raus.

Es gibt vieleY, die haben kein Auto oder keinen Fa. Dürfen die dann keine Kinder bekommen?

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Meine Mutter ist schwer alkohol abhängig. Ich denke schon immer.

Meine Brüder sind beide Co abhängig, verdrängen es, meinen immer es würde besser werden.

Meine Mutter war, nachdem sie gefallen war mit einem Hüft Bruch im Krankenhaus, von dort aus in der Entgiftung in der geschlossenen Psychiatrie. Sie hat die Therapie abgelehnt und sich selbst entlassen.

Aktuell wurde sie gerade wieder nach Sturz aus dem Krankenhaus entlassen. Dieses Mal hat sie ein künstliches Gelenk in der Schulter bekommen. Ich glaube der dritte Bruch in den Schultern in den letzten zwei Jahren.

Mein Bruder lässt sie dennoch auf die Kinder mal aufpassen trotz Alkohol und Zigaretten. Ich verstehe ihn und seine Frau nicht.

Mein Mann und ich sind da absolut streng. Auf unsere Kinder durfte sie noch nie aufpassen und wird sie auch nie. Unser drittes Kind ist unterwegs, eher entbinde ich alleine als dass sie im Notfall wenn alle anderen Optionen ausfallen aufpassen würde.
Davon abgesehen möchten meine Kinder nicht zu ihr. Mein vierjähriger hat mal sehr treffend gesagt sie sei komisch und stinke.

Unsere Treffen sind auf ein absolutes Ministerium reduziert.

Lies mal über Co Abhängigkeiten nach. Dein Mann möchte es nicht wahr haben, es sind ja seine Eltern.