Familienplanung nach Familie ausrichten?

Hallo,

ich würde gerne mal in die Runde fragen, ob ihr bei weiterer Familienplanung im Hinterkopf habt, "was die Familie" um Euch rum so denkt? Oder sagt Ihr Euch, es zählt einzig allein was Ihr möchtet und dann startet ihr Eure weitere Familienplanung? Ist Euch total egal, was Omas/Opas/Geschwister ect. davon halten würden?

Wir haben 3 Kinder und auch wenn meine Familie weiss, das ich das gut wuppe und ich fürs Mama sein wie gemacht bin, sie meine Geduld immer total bewundern, glaube ich, das ein 4. Kind (allein schon nur die Zahl 4!) die erstmal kurz schocken würde. Sie finden 3 Kinder sei schon ein kleiner Kindergarten. Ich denke nicht, das nun alle "Herzlichen Glückwunsch" schreien würden. Sie werden Baby Nr. 4 natürlich auch herzlich Willkommen heißen, aber diese erste Freude werde ich zuerst bestimmt nicht sehen.
Muss uns das egal sein?
Ich hab das irgendwie immer im Hinterkopf.

Blöd, oder?

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Ja, dass sollte euch egal sein wenn ihr wirklich noch ein Kind wollt. Man bekommt bestimmt keine Kinder um die Großeltern zu erfreuen- dafür sind die Einschnitte ins eigene Leben zu gewaltig.

Ich persönlich möchte keine drei, vier oder fünf Kinder. Ich kann nicht nachvollziehen was andere Paare dazu bewegt viele Kinder zu bekommen, sehe nur „Nachteile“ darin und empfinde es als nicht besonders erstrebenswert. Ergo freue ich mich auch nicht mit, sondern wundere mich wenn in meinem Umfeld Kind Nr. 4 kommt. Das bedeutet ja nicht das ich andere Lebensmodelle nicht toleriere oder die Kinder dann als weniger wertvoll ansehe nur weil sie Nr. 3 und nicht Nr. 1 sind.

Das ist ja wirklich jedermanns ganz persönliche Entscheidung, die muss das Umfeld nicht feiern.

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Das sehe ich sehr ähnlich.

Es ist allein die Entscheidung der Eltern.

Kehrseite der Medaille ist aber auch, dass man aus dem Umfeld keine überschwängliche Freudenbekundungen erwarten kann. 4 und mehr Kinder findet generell nicht jeder toll, mal unabhängig davon ob man die Eltern näher kennt oder verwandt ist.

Normale („neutrale“) Glückwünsche dürfen es anstandshalber allerdings schon sein. Alles darüber hinaus würde ich nicht erwarten.

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Ja, „blöd“. Das ist alleine eure Entscheidung! Sobald das Baby da wäre, würden sie es doch sicher ins Herz schließen und selbst wenn nicht..

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Es hört sich vielleicht hart an , aber es muss dir doch egal sein , was sie darüber denken würden , wenn das 4 Baby unterwegs wäre . Meine Schwieger Mutter , sowie die Geschwister von meinem Mann , nerven mich auch , dass ich so schnell wie es nur geht 2 Kind machen soll . Weil es einfacher ist , weil die Kinder keinen großen Unterschied haben blablabla. Es ist aber und bleibt es auch meine Entscheidung , wann ich mit dem zweiten Kind starte, ob ich überhaupt noch eins haben will , oder ob ich 5 oder auch 10 Kinder haben möchte . Das ist privat und auch intim, da hat sich keiner einzumischen , oder sogar sagen ob es ok oder nicht ok wäre ein. Weiteres Kind auf die Welt zu bringen .

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Hallo!
Egal nicht, aber ich würde schon zwischen „andere Vorstellung“ und begründete Bedenken unterscheiden. Genau so erwarte ich aber auch definitiv nicht, dass andere wegen meinem Leben und meinen Entscheidungen direkt in Freudentränen ausbrechen. Warum auch? Man sollte schon selbst sicher in seinen Plänen sein.
Du findest „du“ wuppst alles super (soll heißen du bist als „Mama“ voll für die Kinder und Haushalt da?) und bist „wie für das Mama sein gemacht“. Wenn das deine Empfindung ist und ihr so glücklich seid, ist das doch super. Andere könnten sich das vielleicht so nicht vorstellen, ist doch auch deren gutes Recht.

Grüße

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Na klar sollte das egal sein! Euer Leben - fertig!

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Hallo,

Ich würde mir begründete Bedenken anhören, aber nur weil es "nicht ihr Ding" wäre, würde mich nicht interessieren.

Ich wurde bei Kind 1 schon gefragt, ob wir noch ein drittes wollen.
Da war ich ja schon sehr platt...
Auch zu fragen, wann Nr. 2 kommen soll obwohl Kind 1 gerade geboren ist finde ich nicht gut.

Wenn jemand persönlich nur für eines entscheidet, ist gut. Wenn jemand 10 Kinder möchte, schön für sie.

Ich persönlich für mich lasse noch alles offen und andere Meinungen interessieren mich wenig.

Die einzige wichtige Meinung ist die vom Partner und von sich selbst.

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Welche Rolle spielt es für dich, dass andere sich u.U. nicht so freuen, wie es für dich angemessen wäre oder das sie eure Entscheidung nicht nachvollziehen können?

Treffe ich Entscheidungen, mit denen ich absolut im Reinen bin, bei denen ich mir sicher bin, dass sie richtig sind, so spielt für mich das Umfeld keine Rolle. Ich bin ziemlich rational und hätte schon für mich alle möglichen Bedenken im Vorfeld ausgeräumt, sodass ich auch in aller Regel eventuelle Argumente meines Umfeldes längst geklärt hätte.
Treffe ich allerdings Entscheidungen, bei denen ich selbst unsicher bin, dann würden mich Bedenken und Meinungen anderer tatsächlich verunsichern, weil die mitunter genau das verbalisieren, was ich nicht so recht wahrhaben möchte. Und in diesem Fall ist es wohl nur vernünftig, diese auch nochmal zu durchdenken.

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Ich finde, solange man seine Kinder finanziell und emotional selbst gerecht werden kann, ist es eine Entscheidung, die keiner "Genehmigung" bedarf.

Anders sieht es aus, wenn man schon seine vorhandenen Kinder jedes WE an die Großeltern abschreibt, die dann sehen müssen, wie sie die Meute versorgen.

Wenn ihr ohne Hilfe 4 Kindern gerecht werdet, dann lasst euch nicht reinreden 😊

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Wenn wir uns nach meinen Eltern gerichtet hätten, hätten wir 1 Kind, höchstens 2. Aber wir entscheiden danach, wie es für uns richtig ist. Vor wenigen Tagen ist unsere Nr. 7 geboren😄

Natürlich ist einem die Meinung der Familie nicht gleichgültig. Mich belastet es auch immer wieder, dass meine Eltern so ablehnend reagieren (sie lassen es sich den Kindern gegenüber aber nicht anmerken). 😔🤷🏻‍♀️
Wir konzentrieren uns dann aber darauf, dass es für uns richtig so ist und dass wir keins unserer Kinder hergeben würden.😍