FĂ€llt mir etwas schwer, warum?... đŸ€·đŸŒâ€â™€ïž

Hallo,
ich habe zwei wundervolle, gesunde Jungs, die ich nicht mehr hergeben wĂŒrde!
Im inneren lÀsst mich der WUNSCH nach einem MÀdchen nicht los!!!

Heute hat mir mein Schwager stolz erzÀhlt, dass er Vater von einem MÀdchen wird. Anstatt mich zu freuen, zerfrisst es mich innerlich... warum?
Irgendwie, erwische ich mich, dass ich sie beneide. Es ist das erste MĂ€dchen in der Familie! Wir sind eher eine „Jungsfamilie“!

Ich denke die ganze Zeit, wie es sich wohl anfĂŒhlt, Mutter einer Tochter zu sein? Eine Tochter, die der Mutter alles anvertraut! SpĂ€ter mit der Tochter Dinge zu unternehmen, die man mit Jungs nicht machen wĂŒrde! Die beste Freundin von der Tochter zu sein uvm!

SpĂ€ter bin ich leider nur eine „Schwiegermutter“, was ich bei einer Tochter nicht wĂ€re! đŸ˜©

Ich fĂŒhle mich gerade etwas schlecht, da ich wirklich zwei zuckersĂŒĂŸe Jungs habe aber trotzdem sehr gerne noch ein MĂ€dchen gehabt hĂ€tte!

Bin ich verrĂŒckt? Kennt das jemand?

Liebe GrĂŒĂŸe

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Die Vorstellungen, die Du hast, sind Deine Wunschvorstellungen. Und Wunschvorstellungen haben mit der RealitĂ€t oft wenig zu tun. Nicht jedes MĂ€dchen ist ein MĂ€dchen, wie Du es Dir vorstellst und wĂŒnschst. Nicht jedes MĂ€dchen steht auf Glitzer, rosa, Zöpfe flechten und Barbies. Es ist auch ein weit verbreitetes Klischee, dass MĂ€dchen spĂ€ter ein besseres VerhĂ€ltnis zu ihren MĂŒttern haben. Ich erlebe das ehrlich gesagt oft genau anders herum. FĂŒr viele erwachsene MĂ€nner spielt die Mutter immer noch eine zentrale Rolle; lies Dir mal die ganzen Schwiegermutter-Bashings hier im Forum durch. HĂ€ufig wird beklagt, dass der Mann zu sehr hinter der Mutter steht bzw nicht genug hinter der Frau. Klar, hier im Forum wird der Mann dann als Waschlappen beleidigt, aber ich denke, in der RealitĂ€t ist es einfach so, dass viele MĂ€nner ein gesundes und gutes VerhĂ€ltnis zu ihrer Mutter haben (und noch dazu keinen Bock auf kindisches Gezicke der Partnerin). Daran ist nichts verwerflich oder schlecht.

Es kommt nicht auf das Geschlecht an, sondern auf den Charakter. Ein Mensch kann ruhig, sanft, besonnen und familienorientiert, oder draufgĂ€ngerisch, rĂŒpelhaft, unabhĂ€ngig sein, völlig unabhĂ€ngig davon, ob er mĂ€nnlich oder weiblich ist. Können Deine Jungs nicht "Deine besten Freunde" sein? Glaubst Du, sie vertrauen Dir nicht alles an? Warum denn nicht? Oder glaubst Du, mit den Problemen heranwachsender Jungen weniger anfangen zu können als mit den Problemen heranwachsender MĂ€dchen?

Ich kann nachvollziehen, was Dein Problem ist. Aber ich glaube, dass Du in dieses "MĂ€dchending" zu viel hineininterpretierst. Ich weiß, es klingt abgedroschen, aber Du hast zwei tolle Kinder. Kinder. Sich entwickelnde Charaktere. Kleine Persönlichkeiten. Menschen. Du hast so unglaubliches GlĂŒck. Wen interessiert denn da das Geschlecht.

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Vielen Dank!
Deine Zeilen zu lesen, lĂ€sst mich das „MĂ€dchending“ anders sehen â˜ș

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ich habe einen Sohn und eine Tochter. Zu beiden ist das VerhĂ€ltnis gleich gut. Sohnemann ist inzwschen 23 und lebt im Haus in der unteren Wohnung und wir reden nicht mehr so oft. Aber er hat sich frĂŒher oft zu mir gesetzt (auch als Jugendlicher) und und von sich erzĂ€hlt. Meine Tochter ist 4 JAhre jĂŒnger, lebt aber noch bei uns im Haushalt. Als sie 14 war, hatten wir ziemlichen Stress miteinander. Eben, weil Mama so sehr (viel zu sehr) an ihrem Leben interessiert war und immer gute RatschlĂ€ge gegeben hat. Nach nem ehrlichen GesprĂ€ch hat sich das wieder normalisiert, aber ich bin seither vorsichtiger und erwarte kein FreundinverhĂ€ltnis. (erwartete ich nie, aber ich hoffe, du verstehst was ich meine)

Was ich damit sagen will. sowohl zu einem Sohn kann man ein gutes VerhĂ€ltnis haben wie auch das zur Tochter nicht immer automatisch sehr eng ist. Wenn ihr noch ein 3. Kind haben wolltet, dann kann natĂŒrlich noch euer 3. Junge kommen.

ĂŒbrigens hat nen Freund von uns 5 Töchter, und null Söhne. Er erzĂ€hlte bei jeder Schwangerschaft (ab der 2.), beide hoffen auf den ersehnten Jungen. Nach dem 5. Kind haben sie "aufgegeben" zu hoffen. Und sind eine glĂŒckliche Familie. Er macht inzwischen Scherze und meint immer, er habe ja sooo zu leiden unter seinem Harem, 5 :1 sei nicht imemr einfach, aber er leibe seine "Frauen".

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Kann mich meiner Vorrednerin nur anschließen.
Ich bin so ein Exemplar.
Ich hÀtte niemals meine Sorgen meiner Mutter anvertraut, eher meinen Vater. Bin wie im bilderbuch ein richtiges Papakind das ja so viele MÀdchen sind.
Beste Freundin halte ich persönlich auch immer fĂŒr schwierig. Ein Kind braucht eine erwachsene Person als Anker, nicht eine beste Freundin um quatsch zu machen.

Ich denke du hast da ein Idealbild das nur in ganz ganz seltenen FĂ€llen zutreffen wird.

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" Ein Kind braucht eine erwachsene Person als Anker, nicht eine beste Freundin um quatsch zu machen."

Genau das ist auch ein wichtiger Punkt. Wenn Du eine beste Freundin brauchst, suche Dir eine Frau in Deinem Alter. FĂŒr Deine Kinder hast Du eine Vorbildfunktion, dazu passt die Rolle der "besten Freundin" nicht.

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Vielen Dank auch dir fĂŒr deine Zeilen!
Ich wiederum habe mit meiner Mutter ein „freundschaftliches VerhĂ€ltnis“! Ich vertraue ihr alles an, vielleicht kommt das daher đŸ€·đŸŒâ€â™€ïž

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Man ist als Mutter nicht die beste Freundin der Tochter, dafĂŒr hat sie Freundinnen. War ich bei meiner Tochter nicht und sie ist es bei ihrer 13JĂ€hrigen auch nicht. Meine Tochter hat mir sicher nicht alles erzĂ€hlt, wie ich der meinen auch nicht.
Meine Enkelin erzĂ€hlt derzeit mehr mir als ihrer Mutter, weil die beiden Damen gerne aneinander hochgehen wie ein ZĂ€pfchen und die Krallen ausfahren;-) ich bin fleißig am Vermitteln.
Weder meine Tochter noch meine Enkelin sind rosa Glitzerprinzessinnen gewesen. Wenn meine Enkelin was hasste, war es das Eisprinzessin-Gedöns.
Ich kenne einige Töchter, die wĂŒrden die MĂŒtter liebend gerne gegen Jungs eintauschen #rofl
Verabschiede Dich mal von Deinen glitzerrosa Einhorn-Vorstellungen einer Tochter. Glaub mir, die kann Dich vielleicht eher auf die Palme jagen als ein mÀnnliches Pubertier, welches nur muffelnd und schweigend im abgedunkelten Zimmer am Spielen ist.
LG Moni

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Danke liebe Moni!
Vielleicht sollte ich mich von dem Glitzer verabschieden!
Ich persönlich bin von meiner Schwiegermutter auch eher genervt als erfreut! Vielleicht hab ich deswegen Angst, dass ich spĂ€ter „nur“ eine Schwiegermutter bin! Falls meine Jungs mal Kinder bekommen 😅

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Tja, Probleme kann es immer geben. Soll ja auch unliebsame Schwiegersöhne geben ;-)
Da steckst nicht drin!
Ich habe eine Freundin, die hat zwei echte Rabaukensöhne, 6 und 7 Jahre alt, ihre sörtliche Aussage "da noch ein zickiges Weib dazu, nein danke!" :-D
LG Moni

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ErgĂ€nzend zu den BeitrĂ€gen ĂŒber mir möchte ich dir mal von uns erzĂ€hlen :)
Ich habe zwei jungs, 1 1/2 und 2 1/2. Ich hÀtte gerne beides gehabt, aber es sind nunmal zwei jungs und zwei Kinder reichen mir aktuell total, die Chance auf ein drittes ist ziemlich gering bei uns.

Ich habe mich vor der Geburt meines ersten damit auseinander gesetzt, warum ich so gerne ein MĂ€dchen hĂ€tte. Mich störte die Vorstellung, dass ich meinem Sohn nur dunkelblau, grau oder schwarze Klamotten kaufen kann, dass bei Jungs alles wild und cool sein muss, kurze Haare, nur raufen und toben, Fußball. Nachdem ich dann merkte, wie bescheuert dieses denken ist, habe ich entschieden, mein Kind frei von solchen Schubladen aufwachsen zu lassen. Wieso sollte das Geschlecht entscheiden, was das Kind darf und was nicht?

Ich nĂ€he das meiste an Kleidung selber und verwende dafĂŒr alle Farben und Motive. Ich mag es bunt, fröhlich, abwechslungsreich, kindlich, nicht protzig. Oft stehen menachen fragend vor unseren söhnen und wissen nicht, ob es nun jungs oder mĂ€dchen sind - das kann an einem roten pulli liegen oder daran, dass unser großer lange blonde Haare hat und meist haarspangen + zopfbĂ€nder trĂ€gt. Aber uns kĂŒmmert es nicht. Ebenso haben unsere Jungs Spielzeug querbeet. Unser kleiner vorallem liebt seine Puppe! Der große fĂ€hrt auf Hasen und Feuerwehr ab. Beide lieben rot und pink. Haarspangen sind auch toll, besonders die mit dem von mir aufgemalten postautos ;)
Der große tobt gerne, malen ist aber auch seins. Der kleine hat definitiv einen Faible fĂŒr Musik, er tanzt gerne und ist total verkuschelt, jedes plĂŒschtier bekommt ein KĂŒsschen.

Ich glaube, dieser Wunsch nach einem MĂ€dchen wird auch von der Gesellschaft stark polarisiert, weil es da heißt, MĂ€dchen sind ruhiger, niedlicher oder sonst was. Aber wer legt denn fest, dass Jungs das nicht auch sein können? Ebenso ist es umgedreht. Man sollte seinem Kind einfach alle Wege offen lassen und die Welt entspannter sehen, dann hat man diesen Wunsch nach einem speziellen Geschlecht gar nicht so, finde ich.

SpÀter, wenn meine Jungs irgendwann erwachsen sind, kann ich ja trotzdem einen sehr engen Draht zu ihnen haben. Ich habe eine viel tiefere Bindung zu meinem Vater obwohl ich bei meiner Mutter aufwachsen musste - zu ihr habe ich keinen Kontakt mehr. Und wenn ich kein schwiegerdrache bin, sehe ich auch von meiner Seite keinen Grund, warum ich nicht ebenso einen tollen Start in ein oma-leben haben kann! :)

Mach dich einfach frei von Klischees!

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Ich glaube du hast da zu "mÀdchenhafte" Vorstellungen...
Du bist ja selber Tochter, ist den deine Mama deine beste Freundin? Vertraust du ihr alles an?

Also ich von mir kann sagen dass ich wirklich ein anstÀndiges Kind war. Aber ich mochte nicht so Kleidchen tragen, hab sehr lange Fussball gespielt, als Teenager hatte ich eher so den skater style...
Ich war gut in der Schule und habe studiert. Das freute meine Eltern natĂŒrlich. Aber ich war nie ein glitzer/zöpfe/pferde mĂ€dchen. Durchs Fussball spielen hatte ich hĂ€ufig offene Knie...

Jetzt wo ich erwachsen bin und selber Mama bin habe ich einen guten Draht zu meiner Mama aber ich vertraue ihr niemals alles an. Mein Mann ist meine Vertrauenaperson.

Ich kann dein Wunsch nach einem MĂ€dchen verstehen, aber vielleicht hast du auch einfach das GefĂŒhl die Familie ist noch nicht komplett. Besprich diesen Kinderwunsch mit deinem Mann😊

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Wir haben einen Jungen und ein MĂ€dchen und ich muss ehrlich sagen, das MĂ€dchen ist ein totales Papa Kind, schon immer gewesen...
Sie schaut zwar aus wie ich aber vom Benehmen, Temperament, Humor und so ist sie 100% Papa, was mich nicht stört, denn ich Liebe meinen Mann aber meine Bindung zum Sohn ist gefĂŒhlt enger als zu unserer Tochter...
Wie mein Mann muss unsere Tochter z.b. nicht Gekuschelt und Geherzt werden zwischendurch, wenn ich Sie doch mal in den Arm nehme kommt ganz schnell ein dummer Spruch (wie bei ihrem Papa) selbst Ihr Freund, den Sie seit 8 Monaten hat sagt das Sie ihrem Papa Ă€hnelt ihn störts zum GlĂŒck nicht....

Es ist also nicht gesagt das Du, wenn du eine Tochter hÀttest so einen Super Draht zu ihr hÀttest, also erfreu dich an deinen Jungs, die meisten Jungs sind nÀmlich Mamakinder....

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Ich kann dir sagen, dass ich ein besseres VerhĂ€ltnis zu meiner Schwiegermutter habe, als sie zu ihrer Tochter hat. Und evtl. ist es auch besser, als ich zu meiner Mutter hab.... es kommt immer auf den einzelnen Menschen an. Wenn deine Jungs tolle MĂ€nner werden, dann bringen sie dir auch tolle Schwiegertöchter nach Hause und wenn du dich dann ein wenig bemĂŒhst, dann können die fĂŒr dich auch sowas wie eine Tochter werden. Es liegt in deiner Hand.

Ich bin Kinderlos, hab weder Junge noch MĂ€dchen und auch keine Chance auf Schwiegerkinder. In der Familie gibt es auch keine Neffen und Nichten.... man kann ja betrauern, was einem fehlt, aber freu dich doch ĂŒber das, was du hast. #herzlich

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----Eine Tochter, die der Mutter alles anvertraut! SpĂ€ter mit der Tochter Dinge zu unternehmen, die man mit Jungs nicht machen wĂŒrde! Die beste Freundin von der Tochter zu sein uvm! ---

ich habe zwei erwachsene töchter, und kann dir deine illusionen nehmen.
eine tochter war ein richtiges mÀdchen, inklusive lillifee im kino schauen, zusammen rosa plÀtzchen backen etc.
eine tochter war in der pubertĂ€t das schlimmste streithuhn ĂŒberhaupt, wir haben uns tagtĂ€glich laustark gefetzt, ich war lange die dĂŒmmste kuh ĂŒberhaupt, und alles was ich sagte war grundsĂ€tzlich scheiße.

das hat sich zwar gebessert, aber beste freundin wollte ich mit keiner meiner töchter sein.
ich will mit meinen kindern auch nicht ĂŒber jedes thema im detail sprechen.

die pubertÀt mit mÀdchen ist ganz anders als mit jungs.
ich habe beides durch, und ich kann dir sagen, dass ich froh bin dass diese zeit mit den töchtern vorbei ist. meine jungs sind total ruhige und anhÀngliche zeitgenossen.

meine tochter ist ĂŒbrigens immr noch sehr streitlustig, und schafft es innerhalb weniger minuten mich zur weißglut zu treiben #rofl

ich wĂŒsste ĂŒbrigens so spontan nicht, was man nur mit mĂ€dchen und mit jungs nicht unternehmen könnte #gruebel

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Hier noch mal eine Wortmeldung vom absoluten Papakind:

Niemals wĂŒrde ich meine Mutter als beste Freundin bezeichnen. Vor ihr habe ich mich regelrecht ab PubertĂ€t richtig abgeschottet, nur das allernötigste (aber keine GefĂŒhlswelt) mit ihr geteilt.
Und das blieb bis heute ein distanziertes VerhÀltnis, auch wenn ich selbst Kinder habe.

Als Mutter kannst Du die Außenwirkung deines eigenen Charakters und das Bild, das Du in deinem Kind erzeugst, nicht richtig erfassen.
Es kann Dir mit einer Tochter genauso passieren dass die Chemie einfach nicht stimmt. đŸ€·â€â™€ïž