Ehemann unterstützt Stillen nicht

Hallo zusammen.
Unser Sohn ist mittlerweile 5,5 Monate alt. Nach der Geburt waren mein Mann King ich uns ziemlich einig dass ich komplett stillen werde. Wir haben erst gar nickt daran gefacht dass es nicht klappen könnte. Mittlerweile stille ich immer noch voll, da er keine Flasche annimmt. Meine Vorstellung war eigentlich dass ich nach der problematischen Saugverwirrungsphase auch mal meinen Mann einbinden kann oder wir mal Zeit zu zweit haben. Nun ist der kleine sehr anhänglich und lebt auf mir :D für mich zwar anstrengend aber okay. Nun hinterfragt mein Mann das immer wieder und will auch die Ratschläge der Hebamme nicht annehmen. Sie sagt eben dass es momentan nochmal anstrengend ist weil wir die beikost einführen. Ich weiß dass er darunter leidet dass wir so wenig Zweisamkeit haben, aber soll ich jetzt abstillen damit er zufrieden ist ? Jeder sagt immer du und dein Mann müssen mit der Situation zufrieden sein. Aber ich hab das Gefühl nur ich bin zufrieden. Ich will aber doch nur das beste für meinen Sohn und meine Hebamme meinte ihm jetzt auch noch for Brust zu entziehen macht’s nur schlimmer. Aber das will mein Mann auch nickt hören. Im Prinzip hat er keine Ahnung und wir streiten uns oft. Bin ich zu egoistisch?

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Euer Kind ist erst 5 Monate alt und du sollst abstillen weil dein Mann das so möchte?
Ich glaube da würde es bei mir aussetzen und es würde hässlich werden...

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Mein Sohn (11Monate) hatte gerade ne Lungenentzündung. Wir waren fast weg vom stillen. Zum Glück nur fast.

Denn er hat Essen und trinken aus der Flasche komplett verweigert. Stillen war für ihn aber scheinbar mehr kuscheln als Nahrungsaufnahme.
Das hat uns nen Klinikaufenthalt erspart.
Hab dann halt voll gestillt.

In Zeiten von Corona würde ich ein so kleines Baby daher niemals abstillen, oder solange es für die Mutter machbar ist.
Abwehrstoffe bekommt das Baby auch noch mit. Bei einer Corona Ansteckung sicherlich nicht von Nachteil!

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Das weiß ich und ist unter anderem ein Grund für mich nicht abzustillen.

Wenn Flasche wäre ich trotzdem auf Muttermilch gegangen. Aber er wird niemals eine Flasche nehmen und wenn er irgendwann alle Mahlzeiten bekommt, lohnt es sich eh nicht mehr.

Aber welche Argumente kann ich denn sonst noch liefern, wenn er es so nicht versteht ?! :( es ist schwierig, wenn man sich sogar vor dem eigenen Mann verteidigen muss :(

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Wenn ihm ein möglicherweise lebensrettendes Argument nicht ausreicht würde ich ihn einfach mitteilen dass Du die Entscheidung getroffen hast dass Du weiter stillen wirst und eine Diskussion darüber die nächsten 11? Monate zwecklos ist.
Und dann lass in schmollen und zieh es durch.

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Als Vater sollte er ja wohl auch das beste für SEINEN Sohn wollen. Und stillen ist ja nun mal das beste.

Zu wenig Zweisamkeit 🤦‍♀️ der kleine ist doch gerade mal 5 Monate alt. Was hat er denn erwartet? Dass sich ein Baby wie eine Puppe abstellen lässt?

Tut mir leid, aber mich ärgert es einfach, wenn ein Mann so Ignorant ist. (Ich bin mir bewusst, dass es wahrscheinlich nur in dem einen Punkt so sein wird, aber trotzdem 😅)

Du solltest dich nicht rechtfertigen, sondern ihn fragen, ob ihm es denn nicht wichtig ist, dass es SEINEM Sohn gut geht. In dem Fall würde ich tatsächlich nicht von unseren Sohn sprechen, um es einfach mal zu verdeutlichen.

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Moin!

Herrgott, es sind ein paar Monate, vielleicht ein Jahr in einem. Leben von vielleicht 80 Jahren, wo Mann zurückstecken soll.

Danach ist er endlich wieder der einzige, der an Dir nuckeln darf.

Gott, daß man sich da nicht etwas zurück
nehmen kann...

Sag ihm das so...

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"Bin ich zu egoistisch?"
Nein. Nicht du bist egoistisch, sondern dein Mann!!😡
Wer sagt denn überhaupt, dass ihr mit einem abgestillten Baby mehr Paarzeit hättet?

Vermutlich würde genau das Gegenteil passieren: Für dich und das Baby wäre ein erzwungenes Abstillen purer Stress! Hinzu kommt, dass ihr/du noch mehr Arbeit hättet!
Denn während deine Muttermilch immer und überall griffbereit und richtig temperiert zur Verfügung steht, müsstet ihr mit einem Flaschenkind ständig (teures) Milchpulver anrühren, erwärmen und Fläschchen desinfizieren. Dazu kommt, dass ihr den Kram überall mit hinschleppen müsst etc.

-Für dich ist das Stillen ok.

-Für das Baby ist es das BESTE!

-Euer Baby wird nach dem Abstillen genauso viele Bedürfnisse haben wie vorher! Mehr Paarzeit? Ein Trugschluss!

-Wir leben gerade einen Ausnahmezustand. In Zeiten von Corona ein 5 Monate altes Baby abzustillen, wäre dumm, dumm und nochmals dumm!!!

Dein Mann kann mehr als stolz auf dich sein, dass du euer Kind voll stillst! Dass er stattdessen rummemmt und dich unter Druck setzt, ist für euch als Paar nicht förderlich....

Klar, du kannst versuchen ihn zu überzeugen und ihm Infomaterial ausdrucken, damit er sich diesbezüglich etwas Bildung anliest.
Ob das was bringt? Weiß ich nicht...

Vielleicht solltest du auch gar nicht mehr in diese Verteidigungshaltung gehen, sondern ihn einfach noch einmal klipp und klar darüber informieren, dass du vorerst NICHT vor hast, euer kleines Baby abzustillen und Ende der Diskussion.

Bei einem 5 Monate (!) altem Baby, sehe ich zum Abstillen absolut keine Disskussionsgrundlage.

Alles Gute für Dich#blume

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Ich würde mit da nicht reinreden lassen und das genau so meinem Mann klarmachen!

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Was fehlt denn deinem Mann konkret?

Was würde das Abstillen daran ändern?

Bsp. du würdest abstillen und euer Sohn würde dann dauerschreien oder noch mehr auf dir liegen. Würde das deinem Mann wirklich helfen?

Falls sich dein Mann in den Situationen "außen vor" fühlt, welche Möglichkeiten gibt es?

Lässt sich euer Sohn auf Papa-Sohn Rituale ein? Es muss ja nicht das Fläschchen sein.
10 Minuten Papa-Kuscheln. Papa-Sohn-Zeiten.
Wie reagiert der Kleine darauf?

Dann bekäme euer Sohn Nähe, Papa auch Körperkontakt und du mal Pause. Mit Pausen erhöht sich vielleicht wieder die Nähe zum Papa.

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Hey,

Vorweg: Ich finde auch, du solltest nicht abstillen. Warum auch?! Gerade jetzt, wo es vielerorts sogar kaum noch Milchpulver gibt und die Verdauung sich auch noch mit der Beikost rumplagen muss. Das ist echt der schlechteste Zeitpunkt...

Aber kann es sein, dass es deinen Mann stört, dass der Kleine auf dir lebt und er damit quasi weder von dir was hat noch vom Kleinen? Er da gar nicht "zwischen kommt"? Ich finde, solche über engen Mutter-Kind-Beziehungen immer etwas befremdlich...
Ich würde da einfach mal mehr auf die Zwischentöne hören und schauen, was ihn da eigentlich so dran stört...Rationale Argumente funktionieren ja anscheinend nicht.

"Zweisamkeit" ist hier im Forum ja oft eine Umschreibung für Sex und Körperlichkeit. Wenn dass allerdings der einzige Grund wäre, dann kann ich deinen Mann zwar verstehen, würde ihm aber auch sagen, dass er sich das Abstillen nur deswegen an den Hut stecken kann.

Liebe Grüße

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Hey, vielen Dank an alle für euren Zuspruch und die ganzen Tips. Natürlich ist es so, dass mein Sohn mehr bei mir ist einfach durch das Stillen. Dennoch versuche ich ihn immer wieder für kurze Zeit abzugeben, zum Beispiel um mal eben einkaufen zu fahren. Eben damit es keine übertriebene Mutter Kind Beziehung gibt. Inzwischen kann mein Mann auch viel mit ihm spielen, nimmt ihn auch wenn er zu Hause ist und ich gehe auch raus, ich bin nicht 24 Stunden an meinem Sohn beziehungsweise Mein Sohn an mir. er lächelt Papa auch jedes Mal an, wenn der nach Hause kommt, das freut ihn natürlich auch. Aber dennoch…Natürlich ist Sex ein großes Thema, darüber habe ich mich aber schon mit vielen Freundinnen unterhalten, denen es allen so in den ersten Monaten gegangen ist, ob Flaschen Kind oder nicht. Dazu muss man vielleicht sagen dass mein Mann leicht depressiv ist und schon immer sehr viel Aufmerksamkeit gebraucht hat. Ich denke gerade jetzt merkt er, dass er nicht im Mittelpunkt steht was wahrscheinlich zu einem seiner größten Probleme zählt. Er ist der Meinung, dass der kleine wenn er aus der Flasche trinken würde, satter wäre und auch besser schlafen würde. Der kleine schläft tagsüber halt relativ wenig, so wie es sich aber auch für ein Baby in diesem Alter gehört, er will nun mal alles entdecken und kennen lernen. Natürlich liebe ich meinen Mann aber auch und habe dann einfach Angst dass die Beziehung auf der Strecke bleibt, wobei mir bis jetzt jeder versichert hat dass das nach dem ersten Jahr alles etwas leichter wird und es sich wieder gerade biegt. Dann ziehe ich das jetzt einfach so durch und mein Sohn steht an erster Stelle, damit muss mein Mann einfach jetzt klarkommen. Ich weiß nicht wie oft ich ihm noch erklären soll dass Muttermilch das Beste für sein Sohn ist. Aber naja, vielleicht sollte ich aufhören zu diskutieren und einfach sagen nein Und gut ist. Danke für deine Ratschläge und den Zuspruch 🙂

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"Ich denke gerade jetzt merkt er, dass er nicht im Mittelpunkt steht was wahrscheinlich zu einem seiner größten Probleme zählt. Er ist der Meinung, dass der kleine wenn er aus der Flasche trinken würde, satter wäre und auch besser schlafen würde. "

Da würde ich nur klar stellen, dass es NICHT so ist.

Nicht weiter diskutieren! Nur klar stellen.

Zu dem Problem deines Mannes: daran sollte er aktiv handeln.

Nein, nicht du sollst dich und deinen Sohn ihm anpassen. Sondern er muss da für sich aktiv werden.


Ich komme gerne Menschen entgegen, die Probleme haben, gesundheitlich eingeschränkt sind etc.

ABER NUR wenn ich merke, dass sie AUCH etwas tun.

Ich akzeptiere, wenn es jemandem schlecht geht und halte dessen Grenzen ein.
Aber nur dann, wenn es nicht ausgenutzt wird.

Vorübergehend intensiv: ja
langfristig angepasst: ja

Bei jedem allem "aber ich bin doch krank brauche Rücksicht" ... du machst jetzt mal, damit es mir vielleicht besser geht : NEIN


In eurem Fall: Lösungen überlegen, wie beides klappt: gerne.
Das machst du ja schon, in dem die beiden Zeiten ohne dich bekommen etc.

Abstillen, damit er etwas bekommt, was dein Sohn gerade dringender braucht
aus einem Versuch heraus, weil es für ihn und nur für ihn vielleicht besser wäre....
die Folgen aber gar nicht überschauen kann..... NEIN


Länger satt durch Flasche ist ein Mythos.
Zum einen würdest du ja die gleiche Milch geben.
Zum anderen könnten (müssen nicht, aber könnten) Verdauungsprobleme hinzukommen.


Bei manchen klappt es und ich respektiere voll, wenn eine Stillende sagt, sie kann nicht mehr. Wenn sie das Dauernuckeln an ihrem Körper nicht mehr aushält!

Dann ist auch bei ihr der Leidensdruck da, dass eine Umstellung Sinn macht.
Dann macht auch der Versuch Sinn: wenn es klappt ist gut,
wenn das Kind trotzdem weniger schläft und noch häufiger die Flasche will, dann nuckelt es wenigstens nicht mehr ihren Körper wund.

Vom Regen in die Traufe, aber so verlagert, dass es Erleichterung bringt.

Bei euch ist es ja: es funktioniert super.
Er hat Leidensdruck.

Wenn es klappen würde, wäre ja schön.

Aber wenn es nicht klappt, habt ihr 3 Personen mit Leidensdruck
- er, weil er noch weniger Aufmerksamkeit bekommt
- du, weil du sein Problem mit an der Backe hast, dazu ein schreiendes Kind und neue Situation in der du dich einfinden Zeit brauchst
und u.U. noch mehr seine Probleme, weil du dann auch überfordert bist, was eine Wechselwirkung zwischen euch gibt
- und ein schreiendes Kind, das weiterhin wenig schläft, hungriger ist und die Flasche nicht will

- deine Gefühle und Fragen "hätt ich doch nicht" "warum hab ich nur"

- er dazwischen (je nachdem wie ausgeprägt es ist)
jetzt kannst du ja mehr für ihn da sein
und
warum hast du es nicht beim stillen gelassen, du wusstest doch, dass es nicht klappt


Wie gesagt, wenn es gut läuft
oder soweit Druck da wäre, dass Abstillen eine enorme Verbesserung wäre, dann ja.

So ist es ein Roulette: klappt es oder klappt es nicht? Bist du bereit das mitzutragen, wenn es nicht so läuft

Ist ER bereit es mitzutragen, wenn es nicht so läuft, wie er sich jetzt sicher ist, dass er es sich VORSTELLT.


Schritt 1 mit Kind, Lektion 1 mit Kind: es läuft oft NICHT so wie Erwachsene meinen dass es laufen sollte. Ich will .... Kind macht anders .... = neue Situation.

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Viele haben es schon gesagt.
Durch das Abstillen habt ihr nicht mehr Zeit. Es ist viel Auswendiger!