Kinder unterschiedliche Nachnamen

Hallo zusammen,
ich bräuchte mal einen Rat.
Ich lebe seit 6 Jahren in einer Beziehung, wir haben einen 4-jährigen Sohn, ein weiteres Kind wird im Sommer erwartet.

Da wir nicht verheiratet sind, habe ich mich damals vor der Geburt unseres Sohnes um eine Vaterschaftsanerkennung, sowie um das gemeinsame Sorgerecht gekümmert. Des Weiteren war mir damals wichtig, dass das Kind, wenn wir schon nicht verheiratet sind, den Nachnamen des Vaters trägt. Ich dachte, es würde die Zugehörigkeit der beiden stärken und wir hatten auch eh geplant zu heiraten, damit wir alle den selben Nachnamen tragen. Daraus ist bisher aber nichts geworden und wird es meiner Meinung wahrscheinlich auch nicht mehr werden. Mein Partner hat mir zwar vor 2 Jahren einen Antrag gemacht, seither ist aber nichts passiert. Er hatte darauf bestanden, die Sache anzugehen, hat es aber bisher nicht getan und mir ist es zu blöd, dazwischen zu grätschen, zumal im Moment auch keine „Hochzeitsstimmung“ herrscht. Außerdem schien es meinem Partner damals unangenehm, dass unser Kind seinen Nachnamen erhält. Er hat auch das gemeinsame Sorgerecht abgelehnt, somit trage ich das alleinige Sorgerecht.

Heute kann ich meine Entscheidung von damals bezüglich des Nachnamens nicht mehr nachvollziehen. Da ich das komplette erste Lebensjahr Elternzeit hatte, hat mich die Tatsache, dass mein Sohn und ich nicht den selben Nachnamen tragen, zunehmend gestört (zb bei Ämtergängen, Arztbesuchen und auch jetzt im Kindergarten). Ich war damals auch im Zwist mit meinem eigenen Vater und wollte dessen Namen (also meinen eigenen) nicht weitergeben. Mittlerweile habe ich meine Meinung geändert und wünsche mir, dass mein Nachname nicht gänzlich erlischt und meine Kinder und ich im Falle einer Trennung den selben Nachnamen tragen.

Nun erwarten wir unser zweites Kind; ich überlege, dem Kind meinen Nachnamen zu geben und frage mich, ob dies möglich ist, wenn zb die Vaterschaftsanerkennung nicht vorhanden ist und das alleinige Sorgerecht mir obliegt.
Vllt ist jemand in einer ähnlichen Situation und kann mir einen Tipp geben, ob es sich lohnt, diesen (ja auch teuren) Weg zu gehen.
Vielen Dank :)

Wie gesagt, es war meinem Partner egal, welchen Nachnamen das Kind bekommt, es schien ihm sogar unangenehm, dass ich darauf bestanden habe, dass es seinen Nachnamen bekommt. Des Weiteren haben wir keinen Kontakt zur Familie des Vaters von meinem Partner, seine Mutter hatte wieder geheiratet und trägt demnach einen anderen Namen.

Sorry, wenn ich etwas konfus geschrieben habe, ich wusste auch nicht ganz genau, in welche Kategorie ich meinen Nachricht einordnen soll. Ich bedanke mich im Vorfeld für Rückmeldungen :)

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Ich würde an deiner Stelle mal beim Jugendamt nachfragen. Dort waren wir zur Vaterschaftsanerkennung und Sorgerechtserklärung unserer Kinder. Ich glaube nicht, dass dein zweites Kind deinen Namen bekommen kann.
Ich frage mich allerdings, warum du sogar ein zweites Kind mit einem Mann bekommst, der schon für das Erste nicht das Sorgerecht wollte?

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danke für den Hinweis mit dem Jugendamt. Es stimmt nicht ganz, dass er das Sorgerecht nicht wollte. Habe es blöd formuliert, sorry. Er hat es sich beim Jugendamt quasi ausreden lassen und sich Monate später darüber gewundert, dass er nicht sorgeberechtigt ist. Das ergibt wenig Sinn, ich weiß, ist kompliziert das hier zu erklären ohne auszuufern. Auf jeden Fall war es für mich unverständlich, so wenig Verantwortungsbewusstsein zu zeigen, daher werte ich es als „abgelehnt“. Aber die Frage ist berechtigt, danke für den Denkanstoß

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Das klingt ja wirklich sehr verwirrend. Seltsames Jugendamt, das dem Vater das Sorgerecht ausredet.

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Nein, ich bin mir fast sicher, dass das nicht geht. Kinder von denselben Eltern bekommen denselben Nachnamen. Also alle Geschwister denselben Nachnamen. Das ist jetzt der von deinem Partner. Wenn ihr heiratet, könntet ihr einen Namen als Familiennamen bestimmen und das Kind bekommt eine neue Geburtsurkunde mit dem Familiennamen.

Wir sind auch nicht verheiratet. Ich möchte auch nicht heiraten. Es ist einfach nicht mein Lebenskonzept und gefällt mir nicht. Unser Kind hat jedoch meinen Namen, da man als Mutter meistens doch mehr mit dem Kind macht und unterschiedliche Namen immer für Verwirrung sorgen.

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das stimmt, es sorgt ständig für Verwirrung und es nervt. Vor allem zu wissen, dass mir das in der kommenden Elternzeit jetzt nochmal bevor steht. Aber dann muss ich es einfach akzeptieren und als Konsequenz meiner damaligen Entscheidung sehen, die ich bewusst gefällt habe. Und ja, es stimmt, dass es für Geschwister blöd wäre, nicht denselben Nachnamen zu haben, was ja dann auch wiederum zu Verwirrung führt :/

ich finde das Thema mit den Nachnamen echt schwierig, am einfachsten wäre, wenn von vornherein ein Doppelname möglich wäre...

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Es ist durchaus möglich... Meine Neffen haben beide den selben Vater sowie natürlich auch die selbe Mutter. Der eine trägt den Namen meiner Schwester und der andere den Namen seines Vaters.

Das kann man beim Jugendamt eintragen lassen.

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Soweit ich weiß, müssen alle Kinder, die von den selben Eltern abstammen, den gleichen Nachnamen tragen. Die Festlegung beim ersten Kind bindet für alle weiteren mit dem gleichen Vater.

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das ergibt Sinn :)

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Aber ist es nicht so, dass das Kind automatisch den Namen der Mutter bekommt, wenn kein gemeinsames Sorgerecht besteht?

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Wenn du die vaterschaftsanerkennung nicht machst dann gilt für dein Kind „Vater unbekannt“.. ist die Frage ob du das nur des Namens wegen möchtest. Weder du noch dein Kind haben dann jemals ein Anrecht auf Unterhalt... das kann schon blöd sein wenn man dann doch alleinerziehend ist (deiner Beschreibung nach kein völlig abwegiger Gedanke). Dein eines Kind hat dann offiziell einen Vater und das andere nicht... ob dem Kind der Nachname wichtiger ist? ... unabhängig davon wie die Geschwister es finden unterschiedlich zu heißen 🤷🏻‍♀️ Was sagt denn der Vater dazu das er das Kind nicht anerkennen soll? Unabhängig vom Namen..?

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Ich bin mir sicher, dass die Vaterschaftsanerkennung nur zustande käme, wenn ich mich wieder darum kümmere, daher war mein Gedanke, es “drauf anzulegen”. Aber du hast ja Recht, es geht hier um das Kind, dass dann in seiner Geburtsurkunde keine Angabe beim Vater hat, was, neben der Unterhaltssituation, auch hart wäre und auch wieder für Verwirrung sorgen würde, b.a. im Bezug aufs Geschwisterkind. Danke für deine Gedanken

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Hat denn die Vaterschaftsanerkennung überhaupt etwas mit dem Sorgerecht zu tun?
Meiner Meinung nach sind das zwei Paar Schuhe.

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Also das mit den unterschiedlichen Nachnamen ist möglich.

Die Kinder meiner Schwester haben den selben Vater, mit Sorgerecht und Vaterschaftsanerkennung etc.
Dennoch trägt der eine ihren Namen und der andere den seines Vaters. (sie sind nicht verheiratet)

Sie wollten das so und es ging ohne Probleme.

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Darf ich fragen aus welchem Grund man das macht?

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Die genauen Gründe weiß ich nicht. Sie fanden es schön so🤷‍♀️
Da się nicht heiraten wollen, sollte es wohl "ausgeglichen" sein.

Ich würde es zwar nicht so machen, aber jedem das seine 🤷‍♀️😅

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Da hattet ihr aber einen merkwürdigen Sachbearbeiter...

Wir wurden damals sehr ausführlich auf die Auswirkungen der Namensführung des Kindes und möglicher Geschwister aufgeklärt. Mit dem ersten Kind entscheidet man automatisch den Nachnamen für alle weiteren Kinder mit diesem Partner.

(Jaaaa, es gibt sicher auch Idioten, die sowas verpeilen... nach unserer Eheschließung (Name meines Mannes), hatte unser 3jähriger, durch beamtliches Versagen, fast ein Jahr lang als einziger in unserem Haushalt meinen Mädchennamen, obwohl das rechtlich gar nicht möglich ist. Rausgekommen ist das übrigens durch ein Schreiben des Jugendamtes zur U7, denn bei der Krankenkasse, etc konnte ich ihn ohne Probleme durch die Eheurkunde "umtaufen"🤷‍♀️)

Auf eine Vaterschaftsanerkennung würde ich aus finanziellen, erbrechtlichen und zum Kindeswohle bestehen.

Das gemeinsame Sorgerecht würde ich nicht erstreiten, denn so musst du im Fall der Fälle keinen Unterschriften hinterher jagen. Auch bei einer zukünftigen Eheschließung mit einem anderen Partner, könnte dein Dann-Ex eine Namensänderung nicht ablehnen. Wenn er das Sorgerecht wirklich möchte, kann er es ohne Hindernisse jederzeit beantragen.

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Auch bei alleinigem Sorgerecht benötigt man zur Einbenennung die Zustimmung des Vaters, wenn das Kind dessen Namen trägt.

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Ah, interessant, das wusste ich so noch nicht.

Man kann die Zustimmung aber auch gerichtlich ersetzen lassen, wenn ein Angleichen des Familiennamens (an den des neuen Mannes) dem Kindeswohl entspricht. Insbesondere, wenn der Vater sich nicht mal um das Sorgerecht gekümmert hat, wird ein Gericht es nicht verwehren.

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Irgendwie kann ich nie die Probleme nachvollziehen, die genannt werden, wenn das eigene Baby/Kind einen anderen Namen hat!

Ist nämlich bei uns auch so und ich kenne 0 Probleme damit.

Deshalb denke ich, dass diejenigen eher ein Problem selbst damit haben und deshalb alles aufbauschen.

Dass man mit jemandem, der so wenig Interesse am eigenen Kind hat direkt noch eines zeugt zeigt ja mangelnde Urteilskraft.

Die Information, das Kinder derselben Eltern den selben Nachnamen bekommen müssen hast du ja schon bekommen.

Im Übrigen würde ich trotz allem auch die Vaterschaftsanerkennung vor der Geburt machen!

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Ich kann das aucch nicht nachvollziehen.

Mein Mann und ich haben aus Gründen unterschiedliche Namen, und unsere Kinder haben seinen Namen .
Unser Großer wird 17 und ich hatte noch nie irgendwelche Probleme aufgrunde dessen, dass sie anders heißen als ich. Noch nie.

Weder auf Ämtern, noch in der Schule noch auf Reisen.

Ich frag mich wirklich welche Probleme das sein sollen, die man da angeblich bekommt.

Dass ich öfter mit dem Namen meiner Kindern angesprochen werde, kommt vor, na und.

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Hallo, danke für deine Nachricht. Allerdings musst du nicht beleidigend werden. Bedenke, dass du hier nur ein kleines Detail aus meinem Leben erfahren hast. Du kennst weder mich noch meinen Partner, daher wirft es auch ein negatives Bild auf dich, über meine Urteilskraft zu urteilen. Ich habe hier eine sachliche Frage gestellt und die Umstände etwas erläutert, die meisten User haben es geschafft sachlich zu bleiben und lediglich meine Frage zu beantworten. Es kann dir doch egal sein, ob mich die unterschiedlichen Namen stören oder nicht, denn es ist meine Wahrnehmung, meine Meinung, die ist halt so. Aber ist ok, wollte das nur mal anmerken. Als ich hier meinen ersten Post in dieses Forum schrieb, war ich mir dessen bewusst, dass es hier auch Leute gibt, die dazu neigen, einen raus zu hauen, ist ja auch einfacher, wenn nur ein virtuelles Gegenüber vorhanden ist. Peace!

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Ist doch nur ein Name?!

Mein großer Sohn ist aus einer vorherigen Beziehung und trägt den Nachnamen seines Vaters.

Mit meinem jetzigen Mann habe ich 2 Töchter und wir tragen alle den Namen meines Mannes.

Mein Großer ist 13 und das war niemals ein Problem.

Bei uns in Ö ist es üblich, dass das Kind automatisch den Namen der Mutter bekommt.
Aber bei euch in D kann man das doch eh direkt nach der Geburt entscheiden?!

LG Claudi

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Wenn es dem Vater egal ist. Ändere doch vom ersten Kind den Namen in deinen Nachnamen.